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GenoEifel hilft im Lockdown: Nachbarschaftshilfe in der Corona-Novemberkrise kreisweit

Kreis Euskirchen/Eifel, 02.11.2020 – Die Generationengenossenschaft GenoEifel bietet die Koordination der Nachbarschaftshilfe von ehrenamtlichen Helfereinsätzen an. Damit reagiert die Genossenschaft umgehend auf die von Bund und Ländern beschlossenen Einschränkungen im November.

Vermittelt die Genossenschaft in „normalen Zeiten“ Hilfe nur unter Mitgliedern, so bietet sich die GenoEifel nunmehr als Ehrenamtlichen-Vermittlungsagentur im gesamten Kreisgebiet an. Eine Mitgliedschaft ist in dieser Krisensituation nicht nötig. „Wir müssen jetzt zusammenstehen und anpacken“, so Projekt-Koordinatorin Corinne Rasky.

Melden können sich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Menschen, die pandemie-bedingt nicht mehr selbst einkaufen können. Angeboten werden in der Krise auch Botengänge und alltägliche Hilfen, die jetzt anfallen.

Tatsächlich kann die GenoEifel mit ihrer Einkaufshilfe ein großes Gebiet abdecken: Aktiv ist die Genossenschaft derzeit in den Stadt- und Gemeindegebieten Mechernich, Kall, Euskirchen, Hellenthal, Dahlem, Bad Münstereifel, Blankenheim, Nettersheim, Schleiden, Simmerath, Monschau, Roetgen und seit Kurzem auch in Zülpich und Weilerswist.

Corinne Rasky: „Wir vermitteln ab sofort nicht nur unsere Mitglieds-Helferinnen und Helfer, sondern bieten an, die vielen Nachbarschaftshelferinnen und -helfer in den Gemeinden und Städten so zu koordinieren, dass die Hilfe auch dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer können sich gerne bei uns melden. Jede Unterstützung in der Region wird jetzt gebraucht.“

Die Generationengenossenschaft Eifel vermittelt in diesem Lockdown kostenlos. Die Hilfe (Einkaufshilfe, Botengänge, Telefonate, wenn die Decke auf den Kopf zu fallen droht, etc.) erfolgt ebenfalls kostenlos. Man kann sich ganz unkompliziert unter der zentralen Rufnummer (0 24 41) 888 61 oder per E-Mail an info@genoeifel.de bei der GenoEifel melden, wenn man Hilfe braucht. Weil angesichts der aktuellen Entwicklungen mit einem höheren Bedarf gerechnet werden muss, ist die GenoEifel auf weitere freiwillige Helfer angewiesen, die zum Beispiel bereit sind, Einkäufe zu erledigen.

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Eindringlicher Appell des Landrats an die Bevölkerung im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler, 01.11.2020 – Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Ahrweiler liegt heute bei 116 Neuinfektionen. Landrat Dr. Jürgen Pföhler spricht von einer besorgniserregenden Entwicklung. Er appelliert eindringlich an die Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich an die Einschränkungen und Maßnahmen des Landes und des Kreises zu halten. Derzeit sind im Kreis 247 Personen mit dem Coronavirus infiziert und 863 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. „Bittere Wahrheit ist, dass hinter diesen Zahlen Menschen und Schicksale stehen. Selbst wenn man genesen ist, gibt es häufig noch körperliche Einschränkungen. Wenn wir uns in den kommenden Wochen vernünftig verhalten, haben wir die Chance, das Virus einzudämmen und noch weitergehendere Einschränkungen zu vermeiden. Hören Sie nicht auf Corona-Leugner, Verschwörungstheoretiker und selbsternannte Virusexperten.“

Heute gibt es 22 Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis: sechs in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, fünf in der Stadt Remagen, je eine in der Stadt Sinzig und in der Verbandsgemeinde Adenau, fünf in der Verbandsgemeinde Bad Breisig, eine in der Verbandsgemeinde Brohltal sowie drei in der Gemeinde Grafschaft.

Die Gesamtzahl der Infizierten im Kreis Ahrweiler steigt auf 652. Davon gelten 405 als genesen. Fünf Personen sind an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. 863 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne.

Der aktuelle Verlauf der Corona-Pandemie stellt sich in den einzelnen Städten, Gemeinden und Verbandsgemeinden im Kreis wie folgt dar:

Verbandsgemeinde Adenau: 113 Infektionen, davon 40 genesen
Verbandsgemeinde Altenahr: 57 Infektionen, davon 47 genesen, 1 Person verstorben
Verbandsgemeinde Bad Breisig: 50 Infektionen, davon 31 genesen
Verbandsgemeinde Brohltal: 43 Infektionen, davon 27 genesen
Gemeinde Grafschaft: 70 Infektionen, davon 54 genesen
Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler: 164 Infektionen, davon 108 genesen, 3 Personen verstorben
Stadt Remagen: 78 Infektionen, davon 48 genesen
Stadt Sinzig: 77 Infektionen, davon 50 genesen, 1 Person verstorben

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Regierungserklärung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Gemeinsam sind wir stärker als das Virus – Wir handeln entschlossen und lassen niemanden allein

Region/Mainz, 30.10.2020 – „Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat unser Land mit voller Wucht erreicht. Wir werden diese hochdynamische, dramatische Entwicklung nur dann in den Griff bekommen, wenn wir alle unsere Kontakte auf ein Minimum beschränken“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrer Regierungserklärung vor dem rheinland-pfälzischen Landtag. Noch vor zwei Wochen seien es einzelne Corona-Hot-Spots gewesen, mittlerweile sei auch in Rheinland-Pfalz fast die gesamte Landkarte rot und eine wirksame Unterbrechung der Infektionsketten nicht mehr möglich. Stand heute würden mehr Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt als noch im März dieses Jahres, viele davon auf Intensivstation und mit Beatmung.

„Wir ergreifen die Schutzmaßnahmen, um zu verhindern, dass sich immer mehr Menschen infizieren, erkranken oder sogar durch COVID-19 sterben. Wenn die Infektionszahlen nicht gesenkt werden, können wir nicht mehr garantieren, dass alle Kranken in Krankenhäusern versorgt werden. Wir riskieren, dass die Infrastruktur nicht aufrechterhalten werden kann, weil zu viele Beschäftigte in den Betrieben, der Verwaltung, bei Polizei und Gesundheitswesen ausfallen.  Auch der Schaden für die Wirtschaft wäre riesig“, so die Ministerpräsidentin. Deshalb müsse jetzt für einen begrenzten Zeitraum auf eine flächendeckende Strategie gesetzt werden und die Zahl der Menschen, die sich begegnen, drastisch verringert werden. Die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen würden alle Bürgerinnen und Bürger betreffen, aber Bereiche wie Gastronomie, Hotels und Kultur besonders hart. Der Landesregierung sei es deshalb außerordentlich wichtig, dass der Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz auch konkrete Hilfen für die heimische Wirtschaft und die Kultur umfasse.

Neue Rechtsverordnung tritt Montag in Kraft

Konkret hätten Bund und Länder beschlossen, dass im gesamten Bundesgebiet ab kommendem Montag die Einrichtungen zur Freizeitgestaltung wie Theater, Kinos oder Freizeitparks ebenso wie Schwimmbäder und Fitnessstudios geschlossen werden. Cafés und Restaurants müssten wieder auf einen Abhol- und Lieferbetrieb umstellen. Der Profisport dürfe nur noch ohne Zuschauer stattfinden. „Für den Alltag gelten strenge Kontaktbeschränkungen: Menschen dürfen sich nur noch mit einem weiteren Hausstand treffen, insgesamt dürfen nicht mehr als zehn Personen zusammenkommen. Zu den einzelnen Maßnahmen werde noch heute die Rechtsverordnung veröffentlicht, die Montag in Kraft trete.

Schulen und Kitas bleiben offen

„Wir werden Schulen und Kitas so lange wie möglich offenlassen. Unsere Kinder und Jugendlichen dürfen nicht zu Verlierern der Krise werden“, so die Ministerpräsidentin. Um Schule in Präsenzform weiter zu ermöglichen, gelte deshalb ab Montag an allen weiterführenden Schulen landesweit die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Schutzbedeckung auch im Unterricht. Damit in jeder Schule für den Notfall auch genug Masken und Desinfektionsmittel vorhanden sind, stelle das Land den Schulen und Schulträgern nochmals 500.000 Masken und 50.000 Liter Desinfektionsmittel zur Verfügung. „Altenheime und Krankenhäuser unterstützen wir durch Testungen, damit es nicht wieder zu einer Situation kommen muss, dass alte oder kranke Menschen wochenlang allein und ohne Besuch in einem Zimmer leben oder dass Angehörige sich von Sterbenden nicht verabschieden können. Auch unsere Unternehmen sollen so weit wie möglich den Betrieb aufrechterhalten; Geschäfte bleiben mit erweiterten Hygieneauflagen geöffnet“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Konkrete Hilfen für die Wirtschaft und Kultur

Die Einschränkungen, die alle Bürger und Bürgerinnen im kommenden Monat gleichermaßen betreffen, bezeichnete die Ministerpräsidentin als einschneidend „Sie nehmen uns vieles von dem, was das Leben schön macht: Geselligkeit, Sport mit anderen und Kulturveranstaltungen. Und ich weiß auch: Die Maßnahmen betreffen alle, aber sie treffen nicht alle gleichermaßen hart. Für Gastronomen und Gastronominnen, Hoteliers, Künstler und Künstlerinnen und andere betroffene Bereiche kommt ein erheblicher materieller Schaden dazu. Die Corona-Pandemie stellt die Kunst und Kultur, die wir doch gerade in einer Krise so sehr brauchen, vor besondere Herausforderungen. Denn sie öffnet Denkräume und ist der notwendige Spiegel der Gesellschaft. Deswegen ist mir wichtig, dass auch die Kulturschaffenden, die jetzt eine besondere Last tragen, unterstützt werden.

Auch für Gastronomen, Hoteliers und andere betroffene Bereiche komme ein erheblicher materieller Schaden dazu. Viele von ihnen hätten in den letzten Monaten Phantasie, Kraft und auch einiges Geld in Hygienekonzepte gesteckt. Diese blieben richtig und wichtig. Aber die zweite Welle könne nur dann gebrochen werden, wenn nicht mehr so viele Menschen an einem Ort zusammenkommen, besonders nicht in geschlossenen Räumen ohne Maske.

„All denen, die nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr ihre Türen schließen müssen, versicherte die Ministerpräsidentin „Wir lassen Sie nicht allein!“ Sie habe dem Beschluss auch deshalb zustimmen können, weil der Bund konkrete Hilfen für unsere heimische Wirtschaft umfasse, für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen. „Dazu gehören auch die Solo-Selbstständigen. Diese konkreten Hilfen sind mir und meiner Landesregierung außerordentlich wichtig. Um finanzielle Ausfälle zu entschädigen, wird der Bund eine Nothilfe gewähren.

„Die Bundesregierung steht jetzt in der Verantwortung, die zugesagten Hilfen schnell und unbürokratisch zur Verfügung zu stellen. Dafür hat die Bundeskanzlerin den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen ihr Wort gegeben. Darauf verlasse ich mich“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Demnach bekommen Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats erstattet. Diese Finanzhilfen werden insgesamt ein Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro haben. Zudem wird der KfW-Schnellkredit erweitert und für sehr kleine Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern geöffnet. Gleichzeitig werden bereits bestehende Hilfen für hauptbetroffene Wirtschaftsbereiche über den Jahreswechsel hinaus verlängert und die Konditionen verbessert. Dabei geht es zum Beispiel um die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft sowie die Soloselbstständigen. „Sobald die Eckpunkte des Bundes vorliegen, können wir als Land unsere Gastronomie unterstützen, die Hotels und Kultureinrichtungen in Rheinland-Pfalz, aber auch die Soloselbständigen und viele Veranstalter“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Landesregierung handelt auf klarer rechtsstaatlicher Grundlage

„Wir handeln entschlossen und kommen als Regierung unserer Verantwortung umfänglich nach. Dabei erfüllt Rheinland-Pfalz die Aufgaben, die uns das Bundesinfektionsgesetz überträgt. Damit handeln wir klar auf der Basis der rechtsstaatlichen Ordnung der Bundesrepublik“, betonte die Ministerpräsidentin. „Ich habe wirklich großen Respekt vor anderen Auffassungen innerhalb des demokratischen Spektrums“, so Malu Dreyer weiter. Es sei gut und richtig, dass die rechtlichen Grundlagen für die Grundrechtseingriffe immer wieder durch die Parlamente und die Öffentlichkeit geprüft und debattiert werden. „Das ist ein Zeichen der Stärke unserer offenen und freiheitlichen Demokratie.“ Sie begrüßte in diesem Zusammenhang die Initiative mehrerer Fraktionen im Deutschen Bundestag für eine Anpassung des Bundesinfektionsschutzgesetzes, um der Dauer und Eingriffstiefe der Maßnahmen Rechnung zu tragen. Die Landesregierung habe den Landtag bei den Corona-Maßnahmen regelmäßig und umfassend beteiligt. „Wer behauptet, er sei nicht einbezogen worden oder das Handeln der Regierung ist selbstherrlich, verbreitet wider besseres Wissen Fehlinformationen!“

Dank an Kommunen

„Die Stärke unseres Landes in dieser Pandemie liegt auch in der Stärke unserer Städte und Kommunen“, so die Ministerpräsidentin weiter. Sie sei mit den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen, den Landräten und –rätinnen, mit Gesundheitsämtern und Krankenhäusern im engen Kontakt. Sie alle leisteten Hervorragendes, oft bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Die Task Forces vor Ort hätten beste Arbeit gemacht.

Grund zur Zuversicht

Trotz der kommenden harten Wochen bestehe Grund zur Zuversicht. Zusätzlich zu den bekannten PCR-Tests würden mittlerweile Antigen-Schnelltests vorliegen. Sie ermöglichten gerade in Einrichtungen der Pflege schnelle Basistests von Bewohnern und Bewohnerinnen, Beschäftigten und Besuchspersonen. „Und die Welt schaut mit großer Hoffnung auf die Mainzer Firma BioNTech, die bei der Entwicklung eines Impfstoffs schon sehr weit gekommen ist“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Im Kern aber setze sie auf die Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz, die zusammenhalten, wenn es darauf ankomme, die nicht nur sich selbst sehen, die sich an die Schutzmaßnahmen hielten und sich für andere engagierten. „Wenn ich auf die Menschen in unserem Land schaue, bin ich zuversichtlich: Gemeinsam sind wir stärker als das Virus!“

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DEHOGA Rheinland-Pfalz sieht im Lockdown einen Irrweg – Landesregierung soll auf Schließung der Gastronomie verzichten

Region/Bad Kreuznach, 29.10.2020 – Gastgewerbe eignet sich nicht als Wellenbrecher – Pandemie wird beschleunigt statt eingedämmt. DEHOGA will Mitgliedsbetriebe bei Klagen vor Gericht unterstützen

Die Schließung der kompletten Gastronomie und Hotellerie ab Montag, 2. November 2020 ist für den rheinland-pfälzischen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) ein ungeeignetes und unverhältnismäßiges Instrument, um die Pandemie schnell und wirkungsvoll in den Griff zu bekommen. Präsident Gereon Haumann: „Wir sehen im Lockdown des Gastgewerbes einen Irrweg. Daher haben wir an die Landesregierung den dringenden Appell gerichtet, in Rheinland-Pfalz – wie schon beim Verzicht auf das Beherbergungsverbot – einen eigenen sinnvolleren und rechtssicheren Weg zu gehen. Die Gastronomie mit ihren gut funktionieren Hygienekonzepten und sicheren Räumen sollte gerade in den nächsten Wochen für die Bevölkerung als sicherer und kontrollierter Treffpunkt offen bleiben.“

Der gestrige Tag ist ein Schlag ins Gesicht für die Branche mit den meisten Mitarbeitern in Rheinland-Pfalz und Deutschland. Eine Branche, die in den letzten Monaten enorm investiert habe, um alle Corona-Auflagen zu erfüllen und die alle Hygiene-Anforderungen einhalte. Es wurden Gasträume umgestaltet, Prozesse optimiert, umfangreiche Schutzmaßnahmen umgesetzt und deren Einhaltung sichergestellt. Gastronomie und Hotellerie sind keine Pandemietreiber. Wer jetzt die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Frage stelle, lasse die Grundregeln der Statistik außer Acht. Während sich die Politik bei den Kennzahlen des Infektionsgeschehens auf das RKI berufe, würden die Empfehlungen des RKI sowie dessen weitere Fakten ignoriert. Denn laut RKI finden lediglich 0,5 Prozent der Ansteckungen in Gaststätten statt.

Wenn die Politik ihren eigenen Vorgaben nicht mehr traut, verliert sie an Glaubwürdigkeit und Maßnahmen erscheinen willkürlich. Das gesellschaftliche Klima verändert sich gerade merklich, die Akzeptanz für das politische Handeln schwindet.

Wir waren und sind uns der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung für das hohe Gut Gesundheit der Bevölkerung stets bewusst. Gerade deshalb fordern wir geeignete, erforderliche und angemessene Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Die Entscheidung zur Schließung der gastgewerblichen Betriebe ist unverhältnismäßig. „Die von den Regierungschefs beschlossenen Maßnahmen zur Schließung des Gastgewerbes sind ungeeignet, um die Pandemie wirkungsvoll und effektiv einzudämmen. Wie kann es sein, dass in dieser Zeit vollgestopfte Schulbusse Kinder in die Schule fahren? Unsere Hygieneprofis in der Gastrobranche dagegen ausgebremst werden.

Durch die Schließung der Gastronomie werden sich die Treffen auf die privaten Haushalte verlagern. Und das ist kontraproduktiv“, so Haumann.

Die Schließung des Gastgewerbes ist zudem völlig unverhältnismäßig.

Gereon Haumann: „Bundes- und Landesregierung müssen wissen, dass sie mit dieser ungeeigneten Maßnahme die Existenz von rund 250.000 Gastgebern und damit weit über 2 Mio. Arbeitsplätze in Deutschland gefährden. In Rheinland-Pfalz ist jede vierte Familie betroffen. Wenn die Erwartungen der Regierungschefs nicht aufgehen werden, bescheren sie mit ihren Beschlüssen unseren Gastgebern und deren Mitarbeitern ein dunkles Weihnachtsfest.“

Denn bereits jetzt stehen, laut Haumann, viele Unternehmen vor dem Aus:

„60 Prozent unserer Betriebe sind schon jetzt existenziell bedroht. Dem Gastgewerbe droht mit diesem erneuten Lockdown der Kollaps mit ebenso verheerenden Folgen für die Arbeitnehmerschaft und die gesamte Tourismuswirtschaft in Rheinland-Pfalz. Und das alles, obwohl die Schließung keinen effektiven Beitrag leiste, um die Infektionszahlen zu senken.“

Die Aussage, dass die Kontaktverfolgung nicht mehr überprüfbar ist, lässt Haumann nicht gelten. „Wie kann es sein, dass in der heutigen Zeit keine digitale Kontakterfassung und deren wesentlich schnellere Nachverfolgung angewendet werden“, fragt sich Haumann.

Die Komplexität des Corona-Virus erfordert eine differenzierte und effektive Strategie, um unter Nutzung aller digitalen Möglichkeiten einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen.

Für die am Freitag geplante Sondersitzung des rheinland-pfälzischen Landtags, in der die Regierungserklärung der Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zur aktuellen Corona-Lage und den Entscheidungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehen im Mittelpunkt stehen wird, erwartet der DEHOGA Rheinland-Pfalz von der Landesregierung den Verzicht auf die Beschränkungen des Gastgewerbes und eine tragbare  Lösung für Rheinland-Pfalz. „Sollte dies nicht möglich sein, dann werden wir den Klageweg bestreiten“, kündigt Haumann an. „Wir werden das so nicht hinnehmen!“

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Teil-Lockdown soll ab Montag 02. November in ganz Deutschland starten

Region/Berlin, 29.10.2020 – Bund und Länder haben am Mittwoch 28.10.2020 angesichts der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen auf fast 15.000 Neuinfizierte innerhalb 24h eine Reihe von Maßnahmen beschlossen.

Bundeskanzerin Merkel spricht von einer nationalen Kraftanstrengung für unser Land.

Schließen müssen ab 2. November 2020 folgende Einrichtungen:

Restaurants, Kneipen. Bars, Clubs und Diskotheken werden geschlossen. Weiterhin erlaubt ist die Lieferung und das Abholung von Essen für den Verzehr zu Hause. Werkskantinen dürfen offen bleiben.

Hotels dürfen keine touristischen Gäste mehr beherbergen.

Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios. Physiotherapeuten und Friseure bleiben weiterhin geöffnet.

Freizeiteinrichtungen müssen auch schließen. Dazu zählen Kinos, Theater, Spielhallen, Spielcasinos Freizeitparks, Konzert- und  Opernhäuser sowie Messen.

Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder müssen schließen. Der gesamte Amateursportbetrieb muss eingestellt werden. Vereinsmannschaften dürfen nicht mehr trainieren. Individualsport alleine wie zB. Joggen bleibt weiterhin erlaubt. Profisport wie beispielsweise Spiele der Fußball- oder Handball, oder Basketball-Bundesliga wird nur noch ohne Zuschauer genehmigt.

Der Einzelhandel darf auch geöffnet bleiben. Pro Person 10qm Ladenfläche gilt als Obergrenze für Kunden, die gleichzeitig im Laden sind.

Auch Schulen und Kindergärten sollen offen bleiben.

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Dreyer / Müller / Kirsch appellieren: Verzichten Sie auf private Feierlichkeiten

Region/Mainz, 26.10.2020 – Ab heute Montag, 26. Oktober 2020, dürfen private Feierlichkeiten „in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten oder Flächen“ nur noch mit maximal 25 insgesamt anwesenden Personen stattfinden.

Diese Regelung hat der rheinland-pfälzische Ministerrat heute beschlossen. Sie gilt für ganz Rheinland-Pfalz. Bisher war dies noch mit bis zu 75 Personen unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen möglich.

Zugleich wird die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung bis zum 30. November 2020 verlängert.

„Die Entwicklung der Corona-Infektionen in den Regionen unseres Landes erfüllen mich und uns alle hier mit großer Sorge. Auslöser bleiben vor allem private Feiern: Aus einer fröhlichen Geburtstags- oder Hochzeitsfeier kann sich rasend schnell ein Corona-Cluster entwickeln. Und aus einem solchen Cluster können sich auf einen Schlag mehrere Infektionsketten entwickeln, die dann nur noch sehr schwer beherrschbar sind“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ihr sei bewusst, dass das Bedürfnis gemeinsam zu feiern, zusammenzusitzen und fröhlich zu sein groß sei. „Die aktuelle Lage lässt dies momentan leider nicht zu. Denn wir wissen: die Gefahr der Ansteckung ist da am größten, wo der Abstand nicht eingehalten wird, wo keine Masken getragen werden und sich das Virus so durch direkte Übertragungen oder durch die Luft weiter verbreiten kann“, so die Ministerpräsidentin.

„Wir begrüßen angesichts der rasant steigender Infektionszahlen eine einheitliche Begrenzung der privaten Feierlichkeiten. Wir brauchen neben den regionalen Maßnahmen des Warn- und Aktionsplans hier jetzt einheitliche Regeln. Es ist ein leider notwendiger Schritt, um den weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu verlangsamen. Unser gemeinsames Ziel ist, dass die derzeit hoch belasteten Gesundheitsämter in unseren Städten und Landkreisen weiter in der Lage sind, die Infektionsketten nachzuverfolgen“, erklärte Burkhard Müller, Geschäftsführender Direktor des Landkreistages Rheinland-Pfalz.

„Wir müssen weiterhin alles dafür tun, um einen zweiten flächendeckenden Lockdown mit möglicherweise gravierenden Folgen zu vermeiden. Dafür appellieren wir an die gesamte Bevölkerung, die jeweiligen Corona-Maßnahmen zu beachten und zu befolgen. Für die Städte in unserem Land ist es wichtig, auch weiterhin am tatsächlichen Infektionsgeschehen orientiert Maßnahmen zu treffen. Die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen in den Corona-Task-Forces funktioniert gut. Wir haben dort gemeinsam die notwendigen Entscheidungen getroffen“, erklärte Fabian Kirsch, Geschäftsführender Direktor des Städtetags Rheinland-Pfalz.

„Wer möchte, dass wir auch in Zukunft gesund, sicher, gut ausgebildet und in Wohlstand in unserem Land leben können, der muss jetzt Verzicht üben. Solidarität und Rücksicht statt Egoismus – das ist das Gebot der Stunde“, sind sich Land und Kommunen einig.

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Offene Lernbereiche am Johannes-Sturmius-Gymnasium in Schleiden wurden offiziell eröffnet

Schleiden, 26.10.2020 – Nach einem guten Jahr Bauzeit wurde gestern der Erste Bauabschnitt zum Wiederauf- und Neubau am Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden offiziell eröffnet. Mit Hochdruck hatten die Handwerker in den letzten Wochen und Monaten an der Fertigstellung gearbeitet, damit die Schülerinnen und Schüler nach den Herbstferien in den neuen, hochmodernen Schulräumen unterrichtet werden können.

Wenn man die hochmodernen digitalen Schulräume betrachtet, könne man meinen, man sei in einer Privatschule in der Stadt und nicht an einer städtischen Schule in der Eifel, so der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, der gemeinsam mit dem stellvertretenden Schulleiter, Stefan Marenbach, zahlreiche Gäste begrüßte, die erstmals einen Blick in die neuen Räume werfen konnten. So auch der ehemalige Bürgermeister, Udo Meister, der sich während seiner Amtszeit maßgeblich für das Johannes-Sturmius-Gymnasium und dessen Entwicklung eingesetzt hat.

Zahlreiche geladene Gäste konnte der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, bei der Eröffnung der offenen Lernbereiche begrüßen. Foto:© Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

In der ehemaligen Stadtbibliothek und der darüberliegenden Etage, im sogenannten A-Trakt der Schule sind neue und großzügige offene Lernbereiche entstanden.

Offene Lernbereiche bieten künftig die Möglichkeit des individuellen Lernens. Foto: © Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

Die lichtdurchfluteten Räume bestechen durch ein modernes Raumkonzept, in das sich der frische Grünton der Türen und Möbel harmonisch einfügt. Um den offenen Lernbereich gruppieren sich neun weitere Klassenräume, wodurch künftig eine Kombination aus freiem Lernen und klassischem Schulunterricht möglich ist. Dort können sich die Schülerinnen und Schüler treffen, um ihr gemeinsames Lernen zu arrangieren. Währenddessen können die Lehrkräfte vom „Stamm-Klassenraum“ ihre Lerngruppen durch große Glaselemente sehen und koordinieren.

Das digitale Lehrerpult eröffnet völlig neue Unterrichtsmöglichkeiten. Foto: © Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

Die innovative IT-Infrastruktur mit flächendeckendem WLAN, digitalen Tafelsystemen mobilen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, eine LED-Deckenbeleuchtung und Akustikdecken optimieren das künftige Lernen am Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden.

Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes ist der Weg zu einem modernen und attraktiven Schulgebäude jedoch bei weitem noch nicht abgeschlossen. Der heute fertiggestellte erste Bauabschnitt wird von den drei folgenden Bauabschnitten aufgrund ihrer Dimension und ihres finanziellen Umfangs sogar noch in den Schatten gestellt werden“, so Wolter, der von Beginn an die Gesamtverantwortung für das große Bauprojekt übernommen hat.

Wolter dankte abschließend der Schulleitung, den Lehrerinnen und Lehrern, seinen technischen Mitarbeitern der Verwaltung aus Hochbau und IT sowie den Handwerkern für Ihren Einsatz.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5, 6, 7 und 10 können sich also auf große Neuerungen nach den Herbstferien freuen. Auch für die Lehrkräfte ist das Unterrichten an den neuen digitalen Tafelsystemen etwas Neuland. Sie werden in der ersten Woche nach den Herbstferien an den digitalen Tafelsystemen geschult.

Wer sich ein Bild von den neuen Schulräumen machen möchte, kann dies gerne im Rahmen einer Besichtigung am 7. November 2020 tun. Die Stadt Schleiden bietet um 11 Uhr und um 15 Uhr eine kurze Führung und Präsentation der digitalen Möglichkeiten an. Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist hierzu eine verbindliche Anmeldung im Vorzimmer des Bürgermeisters unter 02445 89-103 oder rathaus@schleiden.de unter Angabe von Anschrift und Anzahl der teilnehmenden Personen unbedingt erforderlich.

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Die Gesamtkosten des Projekts im Euskirchener Bahnhof betragen 3,8 Millionen Euro

Euskirchen, 26.10.2020 – Einen wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Schienennetzes im Kreis Euskirchen gehen der Nahverkehr Rheinland (NVR) und die Deutsche Bahn (DB): An Gleis 46 im Euskirchener Bahnhof wird der Bahnsteig umgebaut und reaktiviert, damit zukünftig die Eifel-Bördebahn (RB 28) dort halten kann. Im Rahmen der momentan bereits laufenden Arbeiten wird der Bahnsteig auf eine Länge von 120 Meter und eine Höhe von 55 Zentimeter umgebaut. Der NVR fördert das Projekt, bei dem auch die Signaltechnik angepasst werden muss, mit 3,8 Millionen Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,8 Millionen Euro. Die Umbauarbeiten an dem Bahnsteig können voraussichtlich im Dezember beendet werden. Anschließend müssen noch die Signalanlagen angepasst werden. Daher kann der reaktivierte Bahnsteig voraussichtlich im Februar 2021 in Betrieb genommen werden.

„Der große Vorteil der Reaktivierung des Bahnsteigs liegt darin, dass die Eifel-Bördebahn zukünftig im Euskirchener Bahnhof nicht mehr die Gleise der Eifelstrecke queren muss“, so Manfred Gutfrucht, Projektleiter bei DB Netz. „Dies führt zu einer deutlichen Entspannung in diesem stark frequentierten Knotenpunkt, da die Züge bislang auf Gleis 4 wenden müssen.“ NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek ergänzt: „Nur durch die Reaktivierung des Gleises 46 ist zukünftig ein Stundentakt der RB 28 von Euskirchen nach Düren fahrbar. Die Aufnahme des Stundentakts wird möglich, wenn die notwendigen Arbeiten an der Strecke abgeschlossen sind. Dies ist für Dezember 2021 anvisiert.“

Landrat Günter Rosenke sieht in den derzeitigen Umbauarbeiten eine klare Stärkung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Kreis Euskirchen: „Dies ist eine weitere millionenschwere Investition, die beim Ausbau des klimafreundlichen Zugverkehrs enorm hilft.“

Mit Einführung des Stundentaktes auf der Bördebahn wird sich die Attraktivität der Schienenstrecke, insbesondere auch für Berufspendler deutlich erhöhen.

Sofern die Infrastrukturarbeiten planmäßig verlaufen, kann Ende 2021 eine Fahrzeit zwischen Euskirchen und Düren von unter 40 Minuten erreicht werden.

Der Stundentakt auf der Bördebahn bietet zudem die Chance und zugleich die Herausforderung, das bestehende Busangebot auf das neue Bahnangebot anzupassen. Dazu werden sich die Kreise Euskirchen und Düren in den nächsten Wochen intensiv austauschen.

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Gesundheitsamt der Kreisverwaltung erhält Unterstützung von der Bundeswehr

Bitburg, 23.10.2020 – Mit den rasant gestiegenen Corona-Fallzahlen im Eifelkreis ist vor allem die Situation im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung angespannt.

Mit einem hohen Einsatz der Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, aus anderen Organisations-einheiten der Verwaltung, des Berufsbildungszentrums bebiz, aus Dienststellen des Landes Rheinland-Pfalz sowie mithilfe studentischer Hilfskräfte, konnten jedoch alle Fälle abgearbeitet werden.

Belastend wirkt sich dennoch weiterhin die hohe Zahl an zu verfolgenden Kontakten und zu bearbeitenden Testergebnissen aus. Aus diesem Grund hat die Kreisverwaltung die Bundeswehr um Unterstützung gebeten, die mit einer Stärke von acht Soldatinnen und Soldaten bewilligt wurde. Dass die Unterstützung so schnell bewilligt werden konnte, ist maßgeblich der Unterstützung durch Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch und den stellv. Leiter der Kreisverbindungskommandos für den Eifelkreis Bitburg-Prüm, Oberstleutnant d.R. André Heuzeroth, zu verdanken.

Die Soldaten SUK (Schnelle Unterstützungskräfte) werden vorläufig in der Kontaktverfolgung zur maßgeblichen Unterstützung des Gesundheitsamts eingesetzt. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören die Ansprache betroffener Bürger, die Abfrage nach Symptomatik und Kontakten und die anschließende Einteilung der Kontaktpersonen in vorgegebene Kategorien.

Erster Kreisbeigeordneter Michael Billen: „In der andauernden Lage stellt uns vor allem die Kontaktverfolgung vor Herausforderungen. Ich freue mich außerordentlich über die Unterstützung durch die Bundeswehr, die mit ihrem Einsatz zum Schutz der Bevölkerung im Eifelkreis und ebenso zur dringenden Entlastung aller Mitarbeiter beitragen.“

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Dreyer / Müller / Kirsch appellieren: Verzichten Sie auf private Feierlichkeiten

Region/Mainz, 22.10.2020 – Ab Montag, 26. Oktober 2020, dürfen private Feierlichkeiten „in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten oder Flächen“ nur noch mit maximal 25 insgesamt anwesenden Personen stattfinden. Diese Regelung hat der rheinland-pfälzische Ministerrat heute beschlossen. Sie gilt für ganz Rheinland-Pfalz. Bisher war dies noch mit bis zu 75 Personen unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen möglich. Zugleich wird die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung bis zum 30. November 2020 verlängert.

„Die Entwicklung der Corona-Infektionen in den Regionen unseres Landes erfüllen mich und uns alle hier mit großer Sorge. Auslöser bleiben vor allem private Feiern: Aus einer fröhlichen Geburtstags- oder Hochzeitsfeier kann sich rasend schnell ein Corona-Cluster entwickeln. Und aus einem solchen Cluster können sich auf einen Schlag mehrere Infektionsketten entwickeln, die dann nur noch sehr schwer beherrschbar sind“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ihr sei bewusst, dass das Bedürfnis gemeinsam zu feiern, zusammenzusitzen und fröhlich zu sein groß sei. „Die aktuelle Lage lässt dies momentan leider nicht zu. Denn wir wissen: die Gefahr der Ansteckung ist da am größten, wo der Abstand nicht eingehalten wird, wo keine Masken getragen werden und sich das Virus so durch direkte Übertragungen oder durch die Luft weiter verbreiten kann“, so die Ministerpräsidentin.

„Wir begrüßen angesichts der rasant steigender Infektionszahlen eine einheitliche Begrenzung der privaten Feierlichkeiten. Wir brauchen neben den regionalen Maßnahmen des Warn- und Aktionsplans hier jetzt einheitliche Regeln. Es ist ein leider notwendiger Schritt, um den weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu verlangsamen. Unser gemeinsames Ziel ist, dass die derzeit hoch belasteten Gesundheitsämter in unseren Städten und Landkreisen weiter in der Lage sind, die Infektionsketten nachzuverfolgen“, erklärte Burkhard Müller, Geschäftsführender Direktor des Landkreistages Rheinland-Pfalz.

„Wir müssen weiterhin alles dafür tun, um einen zweiten flächendeckenden Lockdown mit möglicherweise gravierenden Folgen zu vermeiden. Dafür appellieren wir an die gesamte Bevölkerung, die jeweiligen Corona-Maßnahmen zu beachten und zu befolgen. Für die Städte in unserem Land ist es wichtig, auch weiterhin am tatsächlichen Infektionsgeschehen orientiert Maßnahmen zu treffen. Die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen in den Corona-Task-Forces funktioniert gut. Wir haben dort gemeinsam die notwendigen Entscheidungen getroffen“, erklärte Fabian Kirsch, Geschäftsführender Direktor des Städtetags Rheinland-Pfalz.

„Wer möchte, dass wir auch in Zukunft gesund, sicher, gut ausgebildet und in Wohlstand in unserem Land leben können, der muss jetzt Verzicht üben. Solidarität und Rücksicht statt Egoismus – das ist das Gebot der Stunde“, sind sich Land und Kommunen einig.