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Hochwald-Wasser für die Börde? Info-Veranstaltung für Landwirte: Wassermanagement für die Zülpicher Börde

Euskirchen, 16.11.2020 – Mit 1700 Sonnenstunden ist Zülpich ganz weit vorne in ganz Deutschland. Die fruchtbaren Böden machen die Bördelandschaft zu einem äußerst ertragreichen Anbaugebiet für die Landwirtschaft. Allerdings ist die im Lee der Nordeifel liegende Region auch sehr niederschlagsarm. Aufgrund des Klimawandels und der heißen und trockenen Sommer hat sich die jährliche Regenmenge sogar zuletzt noch weiter verringert. Die Landwirte sehen diese Entwicklung mit großer Sorge, da die Bewässerung der riesigen Felder zunehmend schwieriger wird.

Aus diesem Anlass hat der Kreis Euskirchen jetzt in Zusammenarbeit mit der Kreisbauernschaft zu einer Info-Veranstaltung für die Landwirte aus der Zülpicher Börde ins Kreishaus eingeladen. Für den Kreis steht fest: „Es ist wichtig, dass durch ein gezieltes Wassermanagement unter Einbindung aller Akteure frühzeitig eine Strategie erarbeitet wird, um zum einen die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln zu sichern und zum anderen einer steigenden Wassernutzungskonkurrenz entgegen zu wirken“, so Achim Blindert, zuständiger Geschäftsbereichsleiter der Kreisverwaltung.

Nach Angaben des Erftverbandes ist die Grundwassermenge in der südlichen Rur-Scholle natürlich begrenzt. Auf der Basis seiner geologisch-hydrogeologischen Daten steht der Verband für Beratungen zur Verfügung, falls ein Brunnen gebohrt werden sollte. Die Landwirtschaftskammer informierte die Teilnehmenden über Fördermöglichkeiten zu Bewässerungsnetzen. Da der Kreis Euskirchen eine negative Wasserbilanz in der Vegetationszeit aufweise, sei diese Förderung durchaus möglich. Voraussetzung sei aber der Zusammenschluss der Landwirte zu einem Wasser-/ Beregnungsverband, der dazu beitragen könne, dass eine flächendeckende Versorgung mit Wasser möglich ist.

Einen Beitrag dazu könnte auch die gerade im Bau befindliche Molkerei in Mechernich-Obergartzem leisten, wie Thorsten Oberschmidt, Geschäftsführer der Hochland Foods GmbH, sagte. Er erklärte, dass nach der Inbetriebnahme des Werks eine gereinigte Abwassermenge von bis zu 2500 m³ pro Tag zur Verfügung steht, die zur Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen dienen könnte. Er betonte, dass Hochwald sich als eine landwirtschaftliche Genossenschaft der Landwirtschaft verpflichtet und verbunden fühlt und die regionale Wertschöpfung sichern möchte. Das natürliche Wasserangebot könnte somit durch das gereinigte Abwasser der Molkerei ergänzt werden, denn der öffentlichen Trinkwasserversorgung sei grundsätzlich Vorrang vor anderen Nutzungen einzuräumen. In dieser Hinsicht könnte der Kreis Euskirchen eine Vorreiterrolle einnehmen und die regionalen Wertschöpfungsketten durch die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft stärken.

Der Kreis wird weiter über die Möglichkeiten einer Verbandsgründung informieren. Dazu Achim Blindert: „Eine Kooperation der Betriebe kann zu einer nachhaltigen Verteilung des Wasserangebotes führen und somit die Existenz der Betriebe auch in möglicherweise folgenden Dürrejahren sichern.“

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Deutschlandweit einmaliges Projekt: Bestehende Erdgasleitung wird auf 100 Prozent Wasserstoff umgestellt

Saffig/Essen, 13.11.2020 – Um die Klimaziele zu erreichen und die CO2-Emmissionen zu reduzieren, setzen Politik und Wirtschaft neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien immer stärker auch auf die Nutzung von Wasserstoff als klimaneutralem Energieträger. Die Dortmunder Westnetz GmbH, der Verteilnetzbetreiber der Westenergie AG, macht nun einen bedeutenden Schritt nach vorne, diese Vision in die Praxis umzusetzen: In dem neuen Forschungs- und Entwicklungs-Projekt „H2HoWi“ wird im nordrhein-westfälischen Holzwickede deutschlandweit zum ersten Mal eine bestehende Erdgasleitung der öffentlichen Gasversorgung auf reinen Wasserstoff umgestellt. Durch eine kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung soll unter anderem bestätigt werden, dass der Wasserstoff auf das Rohrmaterialgefüge und die Dichtigkeit der vorhandenen Infrastruktur keinen Einfluss hat.

Die E.ON SE setzt zusammen mit der Westnetz GmbH durch das Projekt „H2HoWi“ einen wichtigen Meilenstein in der öffentlichen nachhaltigen Versorgung. Foto: Westnetz AG

Bislang gibt es in Deutschland eine technische Norm, die eine Beimischung von Wasserstoff in das Erdgasnetz auf höchstens 10 Prozent beschränkt. Einzelne Testversuche haben bereits eine höhere Beimischung erprobt. Mit dem jetzt gestarteten Projekt überprüft Westnetz, ob die bestehende Infrastruktur sogar für reinen Wasserstoff genutzt werden kann. „Die Ertüchtigung der bestehenden Gasnetzinfrastruktur für Wasserstoff ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Durch die Umwandlung von Grünstrom in Wasserstoff kann regenerativ erzeugte Energie in Gasnetzen gespeichert werden. Die Gasnetze können so zum Speicher der Zukunft werden. E.ON hat sich zum Ziel gesetzt, in den Verteilnetzen grüne Gase zum Erdgas beizumischen und bei Bedarf eine Versorgung mit 100% Wasserstoff anzubieten“, betonte E.ON-Netzvorstand Thomas König.

„Nicht alle Anwendungen lassen sich technisch oder wirtschaftlich sinnvoll elektrifizieren. Wasserstoff wird als Energieträger daher für alle Anwendungen unverzichtbar, in denen die direkte Nutzung von grünem Strom technisch oder wirtschaftlich nicht möglich oder sinnvoll ist. Dafür benötigen wir die Kopplung der verschiedenen Sektoren des Energieverbrauchs. Die Anwendung von reinem Wasserstoff stellt aufgrund der CO2-neutralen Umsetzung beispielsweise im Bereich der Wärmebereitstellung und für die Industrieproduktion eine zukunftsweisende Lösung dar“, erklärte Katherina Reiche, die neben ihrer Funktion als Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG auch Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrats der Bundesregierung ist.

Westnetz setzt sich in dem Projekt „H2HoWi“ genauer mit der Thematik auseinander und analysiert, inwiefern es technisch möglich ist, eine bestehende Erdgasleitung auf reinen Wasserstoff umzustellen. Dazu wird eine vorhandene Mitteldruck-Erdgasleitung in der Ruhrgebietskommune Holzwickede zunächst vom Erdgasnetz getrennt und schließlich an einen Wasserstoffspeicher angeschlossen. Von hier aus erfolgt die Versorgung von vier Gewerbekunden. Mit dem Wasserstoff soll die benötigte Raumwärme erzeugt werden. Neben der Umstellung der Leitung sind dafür auch Anpassungen an den bestehenden Kundeninstallationen erforderlich. Bei ihnen werden deshalb wasserstofftaugliche Brennwertgeräte der Firma Remeha installiert.

Die E.ON SE setzt zusammen mit der Westnetz GmbH durch das Projekt „H2HoWi“ einen wichtigen Meilenstein in der öffentlichen nachhaltigen Versorgung der Gemeinde Holzwickede. Die Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit den Energienetzen Holzwickede, die der Teilbelieferung ihrer Netzkunden mit Wasserstoff im Rahmen des aufgezeigten Pilotprojekts zugestimmt haben und dessen Durchführung somit unterstützen. Das gesamte Projekt wird seitens der Westnetz errichtet und bis Ende 2023 betreut und betrieben. Start der Bauarbeiten ist im November 2020. Das Investitionsvolumen liegt bei etwa einer Million Euro.

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DigitalPakt Schule: Rund 3,7 Millionen Euro für Schulen im Landkreis Bernkastel-Wittlich

Wittlich, 12.11.2020 – Der Landkreis Bernkastel-Wittlich erhält im Rahmen des DigitalPakt Schule über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) einen Zuschuss in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro. Die Förderung ermöglicht es dem Landkreis, an 16 Schulen in seiner Trägerschaft die Voraussetzung für digitales Lernen zu schaffen, und kommt damit rund 8.000  Schülerinnen und Schülern sowie deren Lehrkräften zugute. „Digitale Bildung kann Schule nicht ersetzen, aber sie bietet viele Möglichkeiten für das Lernen und Lehren. Die Digitalisierung unserer Bildungslandschaft hat in den vergangenen Monaten einen enormen Schub erfahren, diesen Schub verstetigen wir jetzt bei digitaler Infrastruktur, Ausstattung mit Tablets und Laptops und in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften. Die Bundesmittel leisten hierbei einen wichtigen Beitrag“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Mit dem Zuschuss sind unter anderem die Vernetzung des Schulgebäudes und ein drahtloser Netzwerkzugang in den Unterrichtsräumen sowie die Anschaffung von Smart Displays und mobilen Endgeräten vorgesehen. „Die Digitalisierung gewinnt in allen Lebensbereichen immer größere Bedeutung, insbesondere auch im Lern- und Lebensort Schule. Das hat uns die Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten deutlich gezeigt. Zurzeit setzt der Landkreis an 16 kreiseigenen Schulen mit Hilfe des DigitalPakts Schule sein Multimedia-Konzept um. Über den Ausbau der W-LAN-Architektur, die Installation und Anschaffung von ActivPanels, von Dokumentenkameras und Tablet-PCs wollen wir den Schülerinnen und Schülern eine gute vernetzte Lernumgebung bieten und sie in ihrer Medienkompetenz stärken“, sagte Landrat Gregor Eibes.

Für die insgesamt rund 400 Träger von 1.600 Schulen in Rheinland-Pfalz stehen im DigitalPakt Schule insgesamt rund 240 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung, die mit dem zehnprozentigen Eigenanteil der Schulträger aufzustocken sind. Gefördert werden etwa Verkabelung, drahtloses Internet sowie digitale Anzeige- und Arbeitsgeräte. Die Bearbeitung erfolgt in Rheinland-Pfalz durch die ISB als Förderbank des Landes: „Medienkompetenz gewinnt im Informationszeitalter immer weiter an Bedeutung. Es freut uns sehr, dass wir einen Beitrag zur Verbesserung des medienpädagogischen Angebots an rheinland-pfälzischen Schulen leisten können“, sagte Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB.

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Gesundheit schützen – Schaden für Wirtschaft und Gesellschaft so gering wie möglich halten

Region/Mainz, 11.11.2020 – „Auch in der zweiten Welle der Pandemie tun meine Landesregierung und ich als Ministerpräsidentin alles dafür, um die Gesundheit der Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen zu schützen und dabei den Schaden für das gesellschaftliche Leben und die Wirtschaft so gering wie möglich zu halten“, bekräftigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrer Regierungserklärung vor dem rheinland-pfälzischen Landtag.

Die einschneidenden Maßnahmen des Teil-Lockdowns sind am 2. November in Kraft getreten. Stand heute gibt es in Rheinland-Pfalz 924 Neuinfektionen und 13.221 mit dem Corona-Virus infizierte Menschen. „Wenn man die Zahlen für unser Land im Wochenvergleich betrachtet, gibt es erste vorsichtige Anzeichen, dass sich die exponentielle Dynamik des Infektionsgeschehens abschwächt. Mir ist wichtig zu betonen, dass hinter jeder Zahl ein Schicksal steht. Bis heute sind 342 Menschen an und mit COVID-19 gestorben. Auch bei uns trauern Angehörige und Freunde, kämpfen Menschen mit den Folgen ihrer COVID-19 Erkrankung“, sagte die Ministerpräsidentin.

Bund und Länder müssen weiter gemeinsam handeln

Auch wenn es erste vorsichtige Anzeichen für eine Abschwächung der Infektionsdynamik gebe, gelte es den 16. November abzuwarten, wenn die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder mit der Bundeskanzlerin ein erstes Fazit der Maßnahmen ziehen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte, dass sie sich dabei für ein weiteres gemeinsames Vorgehen von Bund und Ländern einsetzen werde. „Und ich werde mich für diejenigen stark machen, die als Veranstalter und Künstler jetzt kaum Einnahmemöglichkeiten haben; dass sie auch über den November hinaus zielgenaue finanzielle Hilfen erhalten. Denn Kultur ist keine Branche wie jede andere, von der Jugendband bis zum Staatstheater hilft sie uns auch zu verstehen und zu verarbeiten, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie für uns hat.“

Schnelle Hilfen für Unternehmen, Selbstständige, Vereine und Kultur

Die Novemberhilfen für von Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen sind für Ministerpräsidentin Malu Dreyer Dreh- und Angelpunkt des gegenwärtigen Teil-Lockdowns. Sie erhielten bis zu 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019. „Ich habe mich auf Bundesebene besonders dafür eingesetzt, dass auch die Soloselbstständigen, vor allem die Kulturschaffenden, zum Kreis derer gehören, die die Nothilfen in Anspruch nehmen können“, so die Ministerpräsidentin.

Unternehmen und Soloselbstständige könnten ihre Anträge in Kürze über das Antragsportal des Bundes in elektronischer Form stellen. Sie erwarte ein unbürokratisches und schnelles Verfahren. Der Bundeswirtschaftsminister habe zugesagt, jetzt mit Hochdruck daran zu arbeiten, damit die Länder schnell das Auszahlungsverfahren beginnen könnten. „Uns ist die schwierige Situation der Wirtschaft bewusst. Aber wir lassen sie nicht allein. Wir setzen Milliarden Steuergelder ein im Interesse der Unternehmer und Unternehmerinnen sowie für die vielen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.“

Impfstoff aus Mainz –Ethische Fragen müssen umfassend erörtert werden

Eine sehr gute Nachricht komme aus Mainz von der Firma BioNTech AG, die weltweit als erstes Unternehmen in der kommenden Woche einen Antrag auf Zulassung eines Impfstoffs stellt. „Wir verdanken dies der hervorragenden Arbeit der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Ich bin doppelt stolz: Die 2008 gegründete BioNTech AG basiert auf einer erfolgreichen Forschungs- und Entwicklungsgeschichte am Wissenschaftsstandort Mainz“, so die Ministerpräsidentin. Die wissenschaftlichen Wurzeln dieses Erfolges lägen auch in den langjährigen vom Land unterstützten Forschungsarbeiten der Universitätsmedizin.

Verteilt würden die Impfdosen nach der Zulassung gemäß einem gesamteuropäischen Verfahren. Die Landesregierung arbeite gerade mit aller Kraft daran, die Verteilung des Impfstoffs für Rheinland-Pfalz vorzubereiten. Es werde in jeder kreisfreien Stadt und in jedem Landkreis ein Impfzentrum geben und auch mobile Teams, die beispielsweise Alten- und Pflegeheime aufsuchten. In diesem Zusammenhang betonte die Ministerpräsidentin die hohe ethische Bedeutung der Frage, wer zuerst den Impfstoff bekomme. Klar sei es, dass es eine einheitliche nationale Impfstrategie geben werde. Für Rheinland-Pfalz würde sie sich über eine Orientierungsdebatte im Landtag freuen, die die ethischen Fragen umfassend erörtert.

Schulen sollen offen bleiben – enge Beratungen über die Entwicklung mit Experten

Ein weiteres klares Ziel des Teil-Lockdowns sei es, Kitas und Schulen geöffnet zu lassen. Die Landesregierung tue alles dafür, um Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte zu schützen und zugleich den Präsenzunterricht zu ermöglichen. „Wir beobachten sehr genau, wie die Maßnahmen wirken, und sind dazu im engen Austausch mit Wissenschaft, Medizin und dem Institut für Lehrergesundheit. „Damit der Unterricht sicher ablaufen kann, haben wir ab der fünften Klasse eine Maskenpflicht eingeführt. Sollte es zu einem verstärkten Infektionsgeschehen an Schulen kommen, können die älteren Schüler und Schülerinnen zeitlich befristet ins Wechselmodell gehen“, so die Ministerpräsidentin. Sollte ein besonderes Infektionsgeschehen vorliegen, würden Gesundheitsamt und Schulträger vor Ort über Schließungen oder Teilschließungen entscheiden.

Die Landesregierung wolle nicht nur einen sicheren Unterricht, sondern auch einen sicheren Schulweg. Rheinland-Pfalz sei eines von drei Bundesländern, das die Kommunen bei der Bereitstellung zusätzlicher Schulbusse unterstützt. Derzeit sind 180 vom Land geförderte zusätzliche Schulbusse unterwegs, weitere 70 Busse stünden bereit.

Alle COVID-19 Erkrankte können notwendige medizinische Versorgung erhalten

Wie schon im März sei es oberstes Ziel, exponentiell steigende Infektionszahlen zu verhindern, damit die Kapazitäten der verfügbaren Intensivbetten nicht an ihre Grenze kommen. Deshalb habe die Landesregierung gemeinsam mit den Verantwortlichen in der Krankenhauslandschaft die Anzahl der Intensivbetten gesteigert, die Anschaffung von Beatmungsgeräten vorangetrieben, zusätzliches Personal qualifiziert. Mit der bereits Ende März ins Leben gerufenen „Allianz der Krankenhäuser“ seien regionale Netzwerke mit ausgewählten Maximal- und Schwerpunktversorgern in den fünf Versorgungsgebieten aufgebaut. Diese seien verlässliche Partner und tragende Säulen in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Deshalb sind wir davon überzeugt, dass in Rheinland-Pfalz auch in Zukunft alle an COVIC-19 Erkrankten die notwendige medizinische Versorgung erhalten können.“

Solidarität bleibt wichtigste Antwort auf Pandemie

Als Ministerpräsidentin habe sie überhaupt kein Verständnis dafür, wenn Menschen bei Demonstrationen die Gesundheit vieler gefährdeten. „Die Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind ein hohes Gut. Jeder hat das Recht, seine Meinung zu äußern, aber nur gewaltlos und unter Einhaltung der Schutzvorschriften“, so die Ministerpräsidentin. Sie verurteilte zutiefst die Faustschläge gegen einen Polizisten in Worms, der die Einhaltung der Maskenpflicht einforderte.

Auch in der jetzigen Phase bleibe Achtsamkeit für die anderen und Solidarität die wichtigste Antwort auf die Pandemie Corona habe gezeigt, dass mit allem zu rechnen sei, deshalb dürften wir auch mit dem Guten rechnen. „Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, um die zweite Welle zu brechen. Wir werden auch diese Phase der Pandemie gemeinsam meistern“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

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LEPPER Stiftung präsentiert Junior Uni Daun Pläne

Daun, 11.11.2020 –  Im Frühjahr 2019 verkündete die LEPPER Stiftung, eine Junior Uni in Daun bauen zu wollen. Seit geraumer Zeit laufen die Arbeiten für das Projekt auf Hochtouren.

In der vergangenen Woche wurde das Bauvorhaben in der Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses der Stadt Daun vorgestellt. Der für die Bebauung notwendige Änderungsantrag wurde vom Ausschuss einstimmig angenommen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Realisierung des Projekts.

Einmalige Chance für die Region

Das Vorhaben der LEPPER Stiftung ist für die Region einmalig: Da, wo vor einigen Monaten noch die „alte Brotfabrik“ stand, soll eine Junior Uni entstehen, die zu einem einmaligen Lern- und Erlebnisort für die Eifel werden soll. Das, was bis vor Kurzem als graues Fabrikgelände die Gegend prägte, wird sich in einen attraktiven und belebten Ort verwandeln, dessen Park- und Grünanlagen sowie Kinderspielplatz auch von Anwohnern genutzt werden können.

Die Vulkaneifel mit ihren natürlich geformten Maaren war als Inspirationsquelle für Gebäude- und Freiraumplanung ausschlaggebend. So fügen sich die Gebäude der Junior Uni Daun perfekt in die Landschaft, ohne diese zu dominieren oder das deutliche höher gelegene Altenheim zu verdecken.

Junior Uni Daun als bildungspolitischer Leuchtturm

An der Junior Uni selbst sollen Kindern und Jugendlichen zwischen vier und zwanzig Jahren – ohne Notendruck und unabhängig von Sozial- und Bildungshintergrund – vor allem in den Fachbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT), aber auch in den Gebieten Kunst und Kultur (Musik, Tanz, Theater) lernen und forschen können. In kleinen Gruppen wird lebenslanges Lernen gelehrt, mit Freude – ohne Aufnahmeprüfungen und Zeugnisse, durch konkretes Experimentieren und Forschen im Team, ausdrücklich auch durch die Vermittlung von Wertvorstellungen, Respekt vor jeder Form des Lebens und dem nachhaltigen Schutz der Umwelt. Hier fügt sich das Konzept der Junior Uni Daun nahtlos ein in die Agenda 2030 der Unesco Geoparks Vulkaneifel, mit den Aspekten, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und internationale Partnerschaft und Wissenstransfer.

Triebfeder für Innovationsund Wirtschaftskraft in der Region

Überdies wird die Junior Uni Daun durch das praxisorientierte und heimatverbundene Bildungskonzept dazu beitragen, junge Menschen als qualifizierte Nachwuchskräfte für Unternehmen in der Region Daun zu binden. Hierdurch trägt die Junior Uni Daun langfristig und nachhaltig zur Unterstützung der Unternehmen vor Ort im Fachkräftewettbewerb bei und wirkt positiv auf den Erhalt und die Steigerung der regionalen Wirtschaftskraft und Lebensqualität ein.

Der durch das für den Bau der Junior Uni Daun beauftrage Architektenbüro GNA aus Wuppertal angefertigte Modellbau zeigt, wie wunderbar sich die Junior Uni Daun in die Landschaft einfügt. Besonders das Hauptgebäude sticht mit seinem farbenfrohen Design heraus und setzt damit einen städtebaulichen Akzent. Grafik: © GNA Architekten, Wuppertal

Ein 100-prozentiges Projekt der LEPPER Stiftung

Die Idee für die Junior Uni ist nicht neu, sie wird nach dem Vorbild der Junior Uni Wuppertal, die in Deutschland bisher einmalig ist, errichtet. Die LEPPER Stiftung unterstützt diese seit 2018 jährlich mit einem sechsstelligen Betrag. Als die Stifterin und Vorstandsvorsitzende der LEPPER Stiftung, Doris G. Lepper, und der Kuratoriumsvorsitzende der LEPPER Stiftung, Peter Lepper, die Junior Uni in Wuppertal zum ersten Mal besuchten, waren sie von diesem bundesweit einmaligen Konzept begeistert und fassten bereits früh den Entschluss, eine solche Institution in Zusammenarbeit mit den Machern aus Wuppertal auch in Daun zu etablieren. Hierzu beauftragte die LEPPER Stiftung das Wuppertaler Architektenbüro GNA (Josef Niedworok und Anja Schacht) in Zusammenarbeit mit Hans Christoph Goedeking mit dem Entwurf des Projekts. Das Team um Hans Christoph Goedking hat das Gebäude der Junior Uni Wuppertal entworfen und damit der Stadt Wuppertal neben der Wuppertaler Schwebebahn zu einem weiteren Wahrzeichen verholfen.

Die Junior Uni Daun wird zu hundert Prozent durch die LEPPER Stiftung finanziert und getragen. In Kooperation mit allen bereits bestehenden Bildungseinrichtungen wie Schulen und Hochschulen stärken leidenschaftlich engagierte und authentische Dozentinnen und Dozenten mit pädagogischer Kompetenz das Selbstbewusstsein der jungen Besucher und qualifizieren sie – ausdrücklich unabhängig vom Einkommen und Sozialstatus der Familien – zum besseren späteren Einstieg in Berufsbildung oder Studium. Das verbessert die Chancengleichheit im Bildungsbereich.

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DEHOGA-Umfrage: Wirtschaftliche Verluste bedrohen gesamte Branche

Region/Bad Kreuznach, 11.11.2020 – Zweidrittel der Hoteliers und Gastronomen in akuter Existenznot. „Betriebe benötigen dringend Perspektiven für die Wintermonate“ Restaurants und Hotels verzeichnen in Folge der Corona-Krise nie dagewesene Umsatzeinbrüche. 67% Prozent der gastgewerblichen Betriebe in Rheinland-Pfalz sehen sich aktuell  in ihrer Existenz gefährdet. Das geht aus einer bundesweiten Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) hervor, die am Montag in Berlin veröffentlicht wurde.

Nach den vorliegenden Ergebnissen für Rheinland-Pfalz droht jedem sechsten Betrieb bereits ab November die Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit. „Jetzt ist es wichtig, dass unsere Gastgeber schnellstmöglich ihre Entschädigung für die zwangsweise Schließung im November erhalten!“ Es eilt!“, so DEHOGA Präsident Gereon Haumann „Denn viele unserer Betriebe im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe stehen mit dem Rücken zur Wand!“

Seit März hat die Gastgewerbebranche, aufgrund des Lockdowns im Frühjahr und nach dem Neustart, mit Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen massive Umsatzverluste erlitten. Auch für Oktober beklagen 76 Prozent der befragten Unternehmer Umsatzverluste von durchschnittlich 42 Prozent. Grund dafür war insbesondere die anhaltende Diskussion um ein Beherbergungsverbot, die zu einer regelrechten Stornierungswelle von Übernachtungen führten. Die rheinland-pfälzischen Beherbergungsbetriebe machen über 70 Prozent des Umsatzes mit touristischen Gästen und nur knapp 37 Prozent mit Geschäftsreisenden. Daher trifft das coronabedingte Verbot von touristischen Übernachtungen unsere Gastgeber besonders hart.

„Die Verzweiflung in der Branche wächst“, so Gereon Haumann. „Der neue Lockdown im November hat die Betriebe weiter verunsichert.“ Angesichts der dramatischen Lage brauchen die Betriebe dringend die zugesagten November-Hilfen. „Die Hilfen werden aber nur dann funktionieren, wenn sie jetzt schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden“, macht Haumann deutlich „dies ist dezentral und rechtssicher über die Finanzämter möglich. Wir wurden von Amts wegen geschlossen, also sollte der Staat jetzt auch – ohne langes Antragsverfahren – von Amts wegen unverzüglich die Entschädigungszahlungen vornehmen! In Rheinland-Pfalz warten 13.500 Betriebe dringend auf die versprochene ,November-Hilfe‘!“

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Eifelkreis und Bitburger Polizei zeigen Präsenz

Bitburg, 10.11.2020 – Die Eindämmung der Corona-Pandemie geht uns alle an. Am vergangenen Wochenende zeigte die Bitburger Polizei in enger Abstimmung mit der originär zuständigen Ordnungsbehörde des Eifelkreises verstärkte Präsenz im gesamten Dienstgebiet. Hierbei mussten zwanzig Verstöße gegen die Maskenpflicht geahndet, vier Personenansammlungen im öffentlichen Raum aufgelöst und die nach gültiger 12. CoBeLVO Rheinland-Pfalz verbotswidrige Inbetriebnahme zweier Gaststätten eingestellt werden.

Ein Kernbestandteil der Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ist das korrekte Tragen der Mund-Nasenschutzbedeckungen. Auf dem Zentralen Omnibusbahnhof in Bitburg gilt im kompletten Warte- und Haltebereich eine dauerhafte Maskenpflicht. Aufgrund des hohen Personenaufkommens verbunden mit einer dauerhaften Personenfluktuation ist es wichtig, dass jeder durch sein verantwortungsvolles Verhalten einen Beitrag zum Infektionsschutz leistet. Fast alle Bürgerinnen und Bürger befolgen diese Vorschriften vorbildlich. Leider gibt es aber Einzelne, die sich auch wiederholt nicht an die geltende Maskenpflicht halten. Insgesamt mussten am vergangenen Wochenende zwanzig Maskenpflichtverweigerer eindringlich zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes aufgefordert und die Verstöße zur Anzeige gebracht werden.

Zu unerlaubten Personenansammlungen im öffentlichen Raum kam es am Freitag zwei Mal im Bereich des Waisenhausparks, am Samstag in der Saarstraße und auch am Sonntag in der Mötscher Straße in Bitburg. Innerhalb der festgestellten Personengruppen wurde die Anzahl von max. zwei unterschiedlichen Hausständen überschritten und Mindestabstände bei fehlendem Mund-Nasenschutz nicht eingehalten. Alle Ansammlungen wurden durch die Polizei aufgelöst.

Die geltende Verordnung sieht weiterhin vor, dass alle Gastronomiebetriebe aktuell geschlossen bleiben müssen. Bei entsprechenden Überprüfungen wurde festgestellt, dass diese unmissverständliche Bestimmung durch zwei Konzessionsinhaber, hiervon ein Fall in der VG Südeifel und ein weiterer Fall in der VG Bitburger-Land, hintergangen wurde.

In allen geschilderten Fällen hat die zuständige Kreisordnungsbehörde die entsprechenden Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Auch in der Zukunft wird die Bitburger Polizei die originär zuständigen Behörden des Eifelkreises zum Schutz der Menschen im südlichen Eifelkreis weiter intensiv unterstützen und eine verstärkte sowie zugleich ansprechbare Präsenz zeigen.

Ein herzliches Dankeschön von Landrat Dr. Joachim Streit und dem Leiter der Polizeiinspektion Bitburg, Polizeioberrat Christian Hamm, geht an die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung in der Stadt Bitburg, den Verbandsgemeinden Südeifel, Bitburger-Land und Speicher, die durch ihr verantwortungsvolles und coronakonformes Verhalten dazu beitragen, die Infektionsdynamik abzuschwächen und sich in dieser für uns alle schwierigen Zeit solidarisch zeigen.

Landrat Dr. Joachim Streit betont abschließend: „Wir befinden uns an einer entscheidenden Stelle bei der aktuellen Coronabekämpfung im Eifelkreis: Entweder es gelingt uns jetzt den Inzidenzwert zu senken oder die Welle wird uns den Winter mit voller Wucht treffen. Wir werden als Staat hier gemeinsam mit der Polizei Flagge zeigen und Verstöße ahnden. Ich danke der Polizei im Eifelkreis für den Schulterschluss in der Coronabekämpfung!“

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Propsteier Wald Eschweiler: Fahrplan zur Öffnung der seit über 60 Jahren gesperrten Liegenschaft

Eschweiler, 09.11.2020 – Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und die Stadt Eschweiler haben mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zur Öffnung des Propsteier Waldes einen Durchbruch in den langjährigen Verhandlungen geschafft – auch dank der Unterstützung der Eschweiler Bundestagsabgeordneten Claudia Moll (SPD), die sich seit Jahren gemeinsam mit dem Förderverein Propsteier Wald e.V. für die Öffnung der ehemals militärischen Liegenschaft einsetzt.

Grafik – Luftbild Rechteinhaber: Geobasis NRW 2020

Rund 350 ha des im Südwesten der Stadt Eschweiler gelegenen Propsteier Waldes wurden mit Einzug der belgischen Streitkräfte Anfang der 1950er Jahre gesperrt. Diese nutzten den Wald, der bereits zuvor eine lange militärische Nutzungsgeschichte hatte, bis 1995 als Munitions- und Materialdepot. Nach Abzug der Belgischen Streitkräfte wurde das Lager ausschließlich forstwirtschaftlich und jagdlich genutzt und musste bis heute auf Grund der diffusen Gefahrensituation durch bauliche Anlagen und Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg gesperrt bleiben.

Bereits seit gut zehn Jahren bemüht sich die Stadt Eschweiler gemeinsam mit dem Förderverein Propsteier Wald e.V. um die Öffnung des Waldes zur Naherholung. Gleichzeitig besteht ein starkes Interesse daran, den Propsteier Wald als ökologisch bedeutenden Naturraum in der ansonsten ausgeräumten Landschaft der Jülicher Börde zu schützen, als öffentliches Eigentum dauerhaft zu erhalten und so einer Privatisierung vorzubeugen.

Nach anfänglichen Überlegungen, den Wald in eine Waldgenossenschaft zu überführen, einigte man sich nach dem Scheitern der Kaufverhandlungen auf einen gemeinsamen Fahrplan mit der Eigentümerin, der BImA. Die Ziele und Aufgaben wurden im Dezember 2013 in einer Rahmenvereinbarung gemeinsam festgehalten, die zwischenzeitlich im Sommer 2020 aktualisiert wurde. Darin ist vereinbart, dass erst nach Rückbau aller Gebäude bis zur Bodenplatte, der Entsorgung der asbest- und schadstoffhaltigen Abfälle sowie der Beseitigung sonstiger baulicher Gefahrensituationen der Propsteier Wald auf festgelegten und markierten Wegen für die Erholungsnutzung geöffnet wird.

Um der im gesamten Gebiet vorherrschenden Gefahrensituation durch die militärischen Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkrieges Rechnung zu tragen, werden nur ein Teil der vorhandenen Wege explizit für Wanderer und Radfahrer ausgewiesen. Alle außerhalb des freigegebenen Wegenetzes gelegenen Waldflächen und die übrigen Wege werden zur Gefahrenabwehr sowie aus Naturschutzgründen weiterhin gesperrt. Zudem wird es ein ausdrückliches Wegegebot geben. Zu diesem Zweck haben BImA und Stadt gemeinsam mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf eine Kampfmittelverhütungsverordnung erarbeitet, die im Herbst 2020 vom Rat der Stadt E-schweiler beschlossen werden soll.
Sind alle Maßnahmen zur Gefahrenabwehr durchgeführt, werden die rund neun km lange Zaunanlage entfernt und die ausgewiesenen Waldwege freigegeben.

Derzeit bereitet die BImA die Ausschreibung der Rückbaumaßnahmen im Wald vor, z.B. den Abriss von ca. 350 Lagerhütten. Im Vorfeld muss zum Schutz der evtl. durch den Rückbau beeinträchtigten Tiere und Pflanzen eine Artenschutzprüfung durchgeführt werden, die derzeit mit der Unteren Naturschutzbehörde der StädteRegion Aachen abgestimmt wird. Liegen alle erforderlichen Informationen vor, soll die Maßnahme im Laufe des nächsten Jahres unter ökologi-scher Baubegleitung durchgeführt werden.

Zudem sind zahlreiche Maßnahmen – naturschutzfachliche Kompensationsvorhaben und ökologische Aufwertungsmaßnahmen – vorgesehen, um den Lebensraum bedeutender und teils streng geschützter Arten zu sichern und aufzuwerten. Durch den Verbleib des Probsteier Waldes im Eigentum der BImA ist das öffentliche Eigentum dauerhaft gesichert.

Parallel dazu soll in Kürze die Offenlage zur 4. Änderung des Landschaftsplanes III bei der StädteRegion Aachen erfolgen. Im Rahmen dieses Verfahrens wird die Unterschutzstellung des gesamten Propsteier Waldes angestrebt – die Ausweisung zum Naturschutzgebiet. Auf einem Teilbereich des ehemaligen Wartungsareals für Militärfahrzeuge soll zudem eine Photovoltaikanlage entstehen. Die Stadt wird dazu in Kürze das Verfahren eröffnen, um Planungsrecht zu schaffen. Claudia Moll, Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Eschweiler, hat sich für die Öffnung des Propsteier Waldes in Berlin stark gemacht und den Weg geebnet.

Mit großem Engagement haben sich die Vertreter*innen von BImA, Bundesforst, Stadt und Förderverein Propsteier Wald e.V. für dieses Ziel und den gemeinsamen Weg eingesetzt. Auch wenn es noch einige Zeit dauern wird, bis die ersten Naherholungssuchenden nach 65 Jahren wieder offiziell das Sperrgebiet betreten dürfen, ist die Freude aller Beteiligten groß, endlich den Knoten in Sachen Propsteier Wald durchschlagen und damit das Ende des ehemaligen Camp Astrid eingeläutet zu haben.

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Knapp 1,8 Millionen Euro für die Digitalisierung der Schulen in Trägerschaft des Landkreises Vulkaneifel

Daun, 09.11.2020 – Der Landkreis Vulkaneifel macht seine kreiseigenen Schulen fit für die digitale Zukunft. Unterstützung gibt es dabei von Bund und Land: Mit dem Programm „DigitalPakt Schule“ steht dem Landkreis Vulkaneifel als Schulträger insgesamt ein Budget von 1.791.851,75 € zur Verfügung. Hiervon entfallen 1.612.666,58 € auf Bundesmittel, 179.185,18 € muss der Landkreis als Eigenanteil beisteuern.

Mit dem Geld wird vor allem die digitale Infrastruktur in den 7 Schulen in Trägerschaft des Landkreises Vulkaneifel ausgebaut. Nach monate-langen intensiven Vorbereitungen hat der Landkreis als Schulträger im September den ersten entscheidenden Förderantrag in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro auf den Weg gebracht.

Gefördert werden insbesondere Maßnahmen in Schulgebäuden und auf Schulgeländen in den Bereichen Aufbau, Erweiterung oder Verbesserung der digitalen Vernetzung, einschließlich Schulserver sowie Herstellung eines drahtlosen Netzzugangs. Zu den Schulen in Trägerschaft des Landkreises Vulkaneifel gehören das Thomas-Morus-Gymnasium Daun, das Geschwister-Scholl-Gymnasium Daun, das St. Matthias-Gymnasium in Gerolstein, die BBS Vulkaneifel Gerolstein, das Hubertus-Rader-Förderzentrum in Gerolstein, das St. Laurentius-Förderzentrum in Daun sowie die Realschule plus in Daun. Insgesamt werden in den kreiseigenen Schulen mehr als 3.800 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

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Deutsch-amerikanisches Forum tagte auf dem Flugplatz Spangdahlem

Spangdahlem, 09.11.2020 –  Auf der Air Base Spangdahlem fand kürzlich eine Sitzung des deutsch-amerikanischen Informationsforums statt. Der Kommodore des 52. Jagdgeschwaders, Oberst
David Epperson war Gastgeber der Sitzung für lokale Bürgermeister und Kommunalpolitiker, Vertreter des Jagdgeschwaders, Gäste und Experten, von deutscher und US-Seite.

Während des Treffens erhielten Vertreter der Kreise, der Region und der Gemeinden aktuelle Informationen zu den Auftragsaufgaben des Geschwaders, zu Flugoperationen, Bauprojekten, COVID-19-Regeln und Partnerschaftsveranstaltungen. In einem offenen Forum konnten die Mitglieder Fragen stellen und aktuelle Themen mit dem
Führungsstab des 52. Jagdgeschwaders erörtern.

Aktueller Flugbetrieb

Nach Angaben des Kommodores wird das Jagdgeschwader in der letzten Oktoberwoche und in den ersten beiden Novemberwochen Nachtflüge durchführen. „Es wird nach der Zeitumstellung sein. Während der drei Wochen werden wir später fliegen als üblich, sagte er. „Es ist wichtig, dass unsere Piloten dieses Nachttraining mit der Nachtsichtbrille bekommen,“ erklärte er. Das Geschwader führt in der Regel zweimal jährlich Nachtflüge durch, einmal im Herbst und dann im Frühjahr.

Ankündigung zu Truppenanpassungen

In Bezug auf Ankündigungen des Verteidigungsministeriums zu Truppenanpassungen sagte der Oberst, dass es momentan keine zusätzlichen Informationen gibt. „Ich möchte nicht darüber speku-lieren, was passieren könnte. Ich habe keine Details,“ sagte Epperson. Als Teil der Erklärung, die vom Verteidigungsminister im Juli abgegeben wurde, kommt der „Special Operations Wing“ nicht nach Spangdahlem. Nach Angaben des Kommodores wird Spangdahlem ein kritischer Mobilitätsknotenpunkt für den Lufttransport und eine dauerhafte Installation für die US-Luftwaffe bleiben.