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IHKs lehnen Installations-Pflicht im geplanten Solargesetz ab

Region/Koblenz/Mainz/ Ludwigshafen/Trier – Der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien ist aus Sicht der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern eine wichtige Säule für eine wirtschaftsverträgliche Energie- und Klimapolitik, die geprägt sein sollte von Anreizen, einer schlanken Bürokratie und Planungssicherheit. „Die rheinland-pfälzische Wirtschaft investiert bereits seit Jahren in den Umwelt- und Klimaschutz, eine Installationspflicht von vermeintlich rentablen Solaranlagen ist dabei nicht zielführend“, so Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Der entsprechende Gesetzesentwurf des sogenannten „Solargesetzes“ von SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP sieht ab 1. Januar 2023 in Rheinland-Pfalz eine Installationspflicht von Solaranlagen auf gewerblichen Neubauten und Parkplatzflächen vor. Die vorgesehene Installationspflicht könnte sich nachteilig auf die mittelfristigen Investitions- und Expansionspläne vieler rheinland-pfälzischer Unternehmen auswirken und die Standortattraktivität des Landes schmälern. Zudem entsteht mit dem Solargesetz weitere Bürokratie für die Unternehmen, da beispielsweise Befreiungen bei technischer oder wirtschaftlicher Unzumutbarkeit grundsätzlich durch den Antragsteller nachgewiesen werden müssen. Kritisch sehen die IHKs auch, dass die Bestimmungen mit einer weitreichenden sogenannten „Verordnungsermächtigung“ unter Umgehung eines weiteren Gesetzgebungsverfahrens technisch noch verschärft werden können.

„Wirtschaftlich rentable Photovoltaik-Anlagen werden von der überbordenden Bürokratie und nicht von der Investitionsbereitschaft der Unternehmerinnen und Unternehmern ausgebremst. Wir erhalten regelmäßig Anfragen von Betrieben, die in Photovoltaik investieren wollen, aber von den zahlreichen Auflagen abgeschreckt werden. Beispiele hierfür sind etwa das Marktstammdatenregister, Redispatch 2.0 und die Eigenstromversorgung. Hier besteht aus Sicht der IHKs großer Handlungsbedarf“, so Rössel.

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Landrat Wolfgang Spelthahn: „Ich freue mich auf unsere Wasserstoff-Busse“

Düren – Zur Jahreswende ist es soweit: Dann werden die ersten Wasserstoffbusse durch den Kreis Düren rollen. „Damit kommen wir unserem Ziel, bis 2035 klimaneutral zu sein, wieder ein Stück näher“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn vergangenen Freitag vor dem Aufsichtsrat (AR) der Rurtalbus GmbH.

Derzeit steht dem Kreis Düren ein Wasserstoffbus zu Testzwecken zur Verfügung. Die AR-Vertreter konnten das Fahrzeug des portugiesischen Herstellers Caetano besichtigen und machten eine Probefahrt durch die Dürener Innenstadt. „Ich freue mich sehr, dass wir bis Januar die ersten H2-Busse auf die Straßen des Kreises Düren bringen“, sagte der Landrat.

Die Anschaffung der Busse nach einer europaweiten Ausschreibung fügt sich ins Wasserstoff-Konzept des Kreises Düren. Mittelfristig wird der gesamte Busverkehr auf Wasserstoff-Antrieb umgestellt. Jedes Jahr kommen nun fünf H2-Busse hinzu, sagte der Geschäftsführer der Rurtalbus GmbH, Jan-Oliver Mau. Sein Geschäftsführungskollege Nick Asbach hob den hohen und modernen Standard der Busse hervor.

Zum H2-Konzept des Kreises gehört außerdem die Produktion von umweltfreundlichem grünen Wasserstoff am Brainergypark in Jülich und der Bau von Wasserstofftankstellen im gesamten Kreisgebiet. „Wir machen mit diesen Projekten sichtbar, wie und wo sich Wasserstoff ganz konkret vor Ort einsetzen lässt“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Wir haben eine Vision und verwirklichen sie nach und nach.“

Der Caetano-Bus hat eine Reichweite von mehr als 400 Kilometern und wird die nächsten drei Wochen von der Kreis eigenen Rurtalbus GmbH eingesetzt und getestet. Das Fahrzeug kann in neun Minuten geladen werden und fasst bis zu 87 Personen. Die fünf Busse, die im Dezember und Januar in den Kreis Düren geliefert werden, kosten knapp drei Millionen Euro, wovon rund die Hälfte aus Fördermitteln des Landes finanziert wird. „Das ist heute ein besonderer Tag“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Wir setzen unsere Elektromobilitäts-Strategie kontinuierlich um.“

Im vergangenen hatte die Rurtalbus bereits die ersten fünf Elektrobusse mit Batteriebetrieb für kürzere Strecken in den Verkehr gebracht hat, nun folgen mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge für längere Wege.

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Spendenübergabe der Stiftungen der Kreissparkasse Bitburg-Prüm

Bitburg-Prüm – Die Spendenübergabe fand auch in diesem Jahr im Freien statt. So hatte die Sparkasse nicht wie gewohnt in ihr Kundenzentrum eingeladen, sondern auf die Freitreppe des St. Willibrord Gymnasiums in Bitburg.

Soziale und kulturelle Aspekte tragen wesentlich zur Lebens- und Standortqualität unserer Region bei. Es ist beeindruckend, wie viele Bürgerinnen und Bürger sich aktiv für ihre Mitmenschen einsetzen und ehrenamtliches Engagement zeigen. Dieses Engagement unterstützt die Kreissparkasse Bitburg-Prüm auch mit den von ihr ins Leben gerufenen drei Stiftungen, die mit einem Kapital in Höhe von 7,7 Mio Euro ausgestattet sind. Als regional verankertes und gemeinwohlorientiertes Unternehmen übernimmt die Sparkasse seit mehr als 160 Jahren Verantwortung im Eifelkreis Bitburg-Prüm.

So hat sie mit der Ausschüttung der Erträge der drei Stiftungen: der Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung und der jüngsten – der Naturschutzstiftung – erneut Kindergärten, Schulen und Vereine sowie zahlreiche Kunst- und Kulturprojekte, Maßnahmen zur Denkmalpflege, karitative Einrichtungen und den Naturschutz mit einem Betrag von 190.000 Euro unterstützt. Die Gelder kamen 146 verschiedenen Projekten zu Gute.

„Mit ihren Stiftungen hat die Sparkasse ein klares Ziel vor Augen“, so der Kreisbeigeordnete Helmut Fink, „sie engagiert sich dort, wo ihre Kunden und Mitarbeiter zu Hause sind – hier im Eifelkreis Bitburg-Prüm.“

Von diesem Gedanken inspiriert hat die Kreissparkasse Bitburg-Prüm ihre drei Stiftungen mit den Schwerpunkten Jugend und Soziales, Kultur- und Denkmalpflege sowie Naturschutz gegründet.

Die Erträge der drei Stiftungen kommen ausschließlich förderungswürdigen Initiativen im Eifelkreis Bitburg-Prüm zugute. Diese regionale Begrenzung ist im Stiftungszweck fest verankert und damit auch für die Zukunft festgeschrieben. „Die Zuwendungen unserer Stiftungen sind oftmals ein wichtiger Baustein für die Finanzierung vieler gesellschaftlich bedeutsamer Vorhaben“, betonte Ingolf Bermes, Vorsitzender des Vorstandes, im Rahmen der feierlichen Übergabe der Spendenzusagen am Juli 2021.

Insgesamt konnte die Sparkasse seit Bestehen ihrer Stiftungen rund 7,4 Mio. Euro für über 4.000 verschiedene Initiativen ausschütten.

Die Bandbreite der Förderung ist dabei so vielfältig wie das soziale und kulturelle Engagement in der Region. Damit partizipieren überall im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse Bitburg-Prüm Menschen jeder Generation und Bevölkerungsgruppe am Erfolg der Sparkasse.

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Gesundheits-Ministerium NRW startet „Woche des Impfens“ ab Montag, 12. Juli

Region/Düsseldorf – Vielfältige Impfangebote in den Regionen und Impfen ohne Terminvergabe in den Impfzentren. Minister Laumann: Wir setzen auf kreative Impfangebote in den Kreisen und kreisfreien Städten. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit: Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium startet am kommenden Montag, 12. Juli 2021 die „Woche des Impfens“. Die Kreise und kreisfreien Städte sind zum einen zu diesem Zweck dazu aufgerufen, möglichst niedrigschwellige Impfangebote ohne Terminvergabe zum Beispiel an viel frequentierten Orten wie Einkaufsstraßen, Sportstätten oder Shopping-Centern zu schaffen. Die Landesregierung wird die Kreise und kreisfreien Städte bei der Ausstattung zum mobilen Impfen, wie bereits in der Vergangenheit auch, unbürokratisch unterstützen.

Zum anderen sind in den nordrhein-westfälischen Impfzentren künftig Impfungen auch ohne Termin möglich. Wer diese Möglichkeit wahrnehmen möchte, sollte sich vorab darüber informieren, ob Impfen ohne Termin im jeweiligen Impfzentrum bereits ab Montag angeboten wird. Grundsätzlich stehen in den Impfzentren die mRNA-Impfstoffe der Firmen BioNTech und Moderna zur Verfügung. Die bereits vereinbarten Termine bleiben bestehen: Bürgerinnen und Bürger, die das Impfzentrum mit einem Termin aufsuchen, werden vorrangig geimpft.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Wir haben den Wendepunkt der Impfkampagne erreicht: In den vergangenen Wochen und Monaten haben die begrenzt verfügbaren Impfdosen das Impfgeschehen gebremst. Das hat sich inzwischen geändert. Nun sind genügend Impfdosen vorhanden. Jeder ab 16 Jahren kann sich daher nun auf vielfältigen Wegen impfen lassen. Wir wollen maximale Flexibilität schaffen. Und auch die Kreise und kreisfreien Städte dürfen gerne kreativ werden. Einige sind bereits mitten in den Planungen. Es gibt bereits Städte, die bei Diskomusik und alkoholfreien Cocktails impfen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Genauso muss es laufen.“

Trotz nach wie vor rund 80.000 Impfungen pro Tag in Nordrhein-Westfalen und steigender Impfquoten haben die Impfzentren eine rückläufige Nachfrage nach Impfterminen festgestellt. Insbesondere in der kommenden Woche stehen noch rund 300.000 Termine zur Verfügung. Die sinkende Nachfrage in den Impfzentren trifft auf eine aktuell gute Impfstoffverfügbarkeit. Ziel der neuen Angebote vor Ort ist es, diejenigen Menschen zu erreichen, die sich bislang noch nicht um einen Impftermin bemüht haben oder unentschlossen sind. Die mobilen Angebote vor Ort können variieren, da die Kreise und kreisfreien Städte diese eigenständig durchführen. Das Land wird die entsprechenden Impfdosen dafür bereitstellen. Ob die Zweitimpfung vier Wochen später an der gleichen Örtlichkeit oder alternativ im Impfzentrum stattfinden wird, erfahren die geimpften Personen bereits unmittelbar bei der Erstimpfung.

Gesundheitsminister Laumann: „Es freut mich sehr, dass die Kreise und kreisfreien Städte so viel Engagement an den Tag legen und flexibel auf neue Entwicklungen reagieren. Allen, die daran beteiligt sind, gilt mein herzliches Dankeschön – auch den Beschäftigten in den Impfzentren, die es nicht immer leicht hatten. Gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen hat man auch dort schnell zum Beispiel auf die Umstellung der Zweitimpfungen bei AstraZeneca reagiert. Das ist nicht selbstverständlich, und ich weiß, wie viel Einsatz dahintersteckt.“

Das Gesundheitsministerium wird die „Woche des Impfens“ mit der Kampagne #Beatthevirus in den sozialen Medien unterstützen, die kurzfristig auf das Thema „Impfen“ umgestellt wird.

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AHA-Regeln und Testen als Pandemiebremse

Region/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer stellt mit Forscherteam neue Ergebnisse der großen Gutenberg COVID-19 Studie vor. Nach neun Monaten intensiver Forschung haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Gutenberg COVID-19 Studie (GCS) der Universitätsmedizin Mainz, eine der größten und umfassendsten Studien ihrer Art in Deutschland, wichtige neue Erkenntnisse gewonnen. Diese sind ein entscheidender Baustein, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie und Wege zu ihrer Bewältigung besser abschätzen zu können. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wissenschaftsminister Clemens Hoch betonten bei der Vorstellung in der Staatskanzlei die Relevanz der Studie, die Aufschluss unter anderem zur Dunkelziffer des Infektionsgeschehens, der Bedeutung der Schutzmaßnahmen und der Testungen sowie zu den sozialen und seelischen Auswirkungen der Pandemie gebe. An der Präsentation in der Staatskanzlei nahmen neben dem Sprecher der Studienleitung, Univ.-Prof. Dr. Philipp Wild, auch der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, und der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, teil.

„Wissenschaft ist der Schlüssel für die Herausforderungen unserer Zeit. Die Forschungserfolge der vergangenen Jahrzehnte haben es beispielsweise dem Mainzer Unternehmen BioNTech möglich gemacht, innerhalb eines dreiviertel Jahres einen vollkommen neuen Impfstoff zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Die Früchte der Wissenschaft erntet man nicht unbedingt schnell. Ein langer Atem zahlt sich auch in der Forschungsförderung aus. Darauf basiert auch die Gutenberg Gesundheitsstudie, auf die die GCS aufsetzt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die nun zutage geförderten Ergebnisse hätten nicht nur in der Rückschau einen hohen Erkenntnisgewinn, sondern sie lieferten notwendige Fakten, um das kommende Vorgehen daran auszurichten.

So ist eine der Kernaussagen der Studie, dass mehr als 40 Prozent aller mit SARS-CoV2 Infizierten nicht von ihrer Infektion wissen. „Wir haben in Rheinland-Pfalz sehr schnell auf flächendeckende Testangebote gesetzt. Mit unserem Projekt ‚Testen für Alle‘ hatten wir mehr als 1.700 Teststellen im ganzen Land eingerichtet. Hier konnten viele Infektionen entdeckt werden, die sonst verborgen geblieben wären, und die Ausweitung der Pandemie so gebremst werden“, so die Ministerpräsidentin.

Eine weitere Erkenntnis der Studie ist, dass gerade die recht niedrigschwelligen Vorgaben wie die AHA-Regeln in der Praxis einen hohen Nutzen haben. „Menschen, die häufiger Maske getragen oder sich häufiger an die Abstandsregeln gehalten haben, haben sich im Rahmen der Studie auffällig seltener infiziert. Das bestätigt auch, dass unser Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz mit Maske und Co. eine richtige Entscheidung war und mit Sicherheit zur Reduktion der Infektionszahlen deutlich beigetragen hat“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Eine weitere Aussage der Studie ist gerade für die Impfkampagne, die sich nun an einem Wendepunkt befindet, von großer Bedeutung, erläuterte die Ministerpräsidentin. „Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass eine besonders schutzbedürftige Gruppe, nämlich die Menschen mit niedrigerem sozioökomischen Status, eine niedrigere Impfquote aufweisen. Genau hier wollen wir gezielt ansetzen. Wir planen stärker dahin zu gehen, wo die Impfquote niedrig ist und viele Menschen zusammenkommen. Dort wollen wir unbürokratisch, unkompliziert und schnell Schutzimpfungen anbieten. So hoffen wir, passgenaue Angebote vor allem für die zu machen, für die das bisher nicht so möglich war – und damit die Impfquote im Land weiter zu erhöhen.“ Ministerpräsidentin Malu Dreyer lobte dabei ausdrücklich, dass die Studie auf einem so breiten Datenfundament steht. „Seit 2007 werden Gesundheitsdaten von 15.000 Personen aus Rheinhessen erhoben. Die Gutenberg Gesundheitsstudie ist damit eine der größten lokalen Gesundheitsstudien der Welt geworden. Mit unserer Förderung auf Landesebene sowie durch die Förderung im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung können wir Mittel für die Gutenberg COVID-19 Studie zur Verfügung stellen, die direkte Erkenntnisse zum pandemischen Geschehen für unser Land liefern und darüber hinaus noch eine Strahlkraft über die rheinland-pfälzischen Grenzen hinaus erzeugen können.“

Wissenschafts- und Gesundheitsminister Clemens Hoch schloss sich den Worten an. „Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen in die praktische Anwendung gebracht werden, um so den größtmöglichen Mehrwert für unser Leben zu sichern. Wir können als Land langfristig von den Ergebnissen der Gutenberg COVID-19 Studie profitieren“, sagte Hoch. „Der große Nutzen der jetzigen Ergebnisse ist ein weiterer Nachweis, welch große Bedeutung die Universitätsmedizin Mainz für unser Bundesland und die Rhein-Main-Region besitzt. Die Universitätsmedizin leistet angesichts der Pandemie Herausragendes. Und sie ist ein wesentlicher Baustein des kreativen und lebendigen Forschungsumfeldes in Mainz, das die Möglichkeiten geschaffen hat, einen Erfolg wie BioNTech möglich zu machen.“ Hoch kündigte darüber hinaus an, dass die Studie fortgeführt werden solle. „Wir nutzen dazu weiter die Fördermöglichkeit des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. In der kommenden Phase soll die Universitätsmedizin bis zum 30. Juni 2023 mit einem Fördervolumen von knapp 1,5 Millionen Euro unterstützt werden. Es soll dann die detaillierte Auswertung der vorliegenden Daten und Biomaterialien sowie die zusätzlichen Datenerhebungen bezüglich neuer Aspekte, wie Impfungen, Mutationen und Langzeitfolgen erarbeitet werden.“

„Die Corona-Pandemie hat den Stellenwert der Universitäten für die Entwicklung unserer Gesellschaft deutlich in das Bewusstsein gerückt. Gerade Mainz als international renommierter Standort für die Lebenswissenschaften wurde seiner gesellschaftlichen Verantwortung in der Pandemie gerecht. So auch mit der Gutenberg COVID-19 Studie“, erklärte der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Prof. Dr. Georg Krausch. „Einzigartig bei dieser Studie ist die sehr große repräsentative Stichprobe der Bevölkerung in Verbindung mit der Verfügbarkeit vielfältiger epidemiologischer Daten sowie Bioproben zu jedem einzelnen Teilnehmer. So werden die generierten Erkenntnisse wichtige Informationen auch für den Umgang mit zukünftigen Pandemien liefern.“

„Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlicher haben unglaublich schnell auf die neuen Forschungsfragen reagiert und diese wichtige Studie ins Leben gerufen. Es erfüllt mich mit Dank und Stolz zu sehen, wie diese Studie zum Wohle der Gesellschaft und ihrer Gesundheit jetzt schon Früchte trägt und auch zukünftig tragen wird,“ unterstrich der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, die besonderen Leistungen der Forscherteams. Und ergänzte: „Gerade ihre Aktualität, ihre Interdisziplinarität und die Tatsache, dass sie auf der sehr erfolgreichen Gutenberg Gesundheits-Studie aufsetzt, sind ein deutlicher Beleg dafür, dass die Universitätsmedizin Mainz patientenorientiert forscht und die gewonnenen Erkenntnisse wichtig sind.“

Der koordinierende Studienleiter Univ.-Prof. Dr. Philipp Wild verdeutlichte das Potenzial der Gutenberg COVID-19 Studie: „Wir verfolgen langfristig das Ziel, mit den Analysen zu den Auswirkungen der SARS-CoV2-Pandemie auf die Bevölkerungsgesundheit Ansätze für die Bekämpfung der Infektion zu identifizieren. Unsere Studie bietet hierzu die besondere Möglichkeit, vielschichtige und tiefgreifende Auswertungen durchzuführen. Neben den umfangreichen Informationen, die wir unter anderem mit Interviews, Fragenbögen und einer Web-App ermittelt haben, können wir auch auf Biomaterialproben, die klinisch-molekulare Untersuchungen zur SARS-CoV-2-Infektion erlauben, beispielsweise aus Blut, Stuhl oder auch dem Tränenfilm der Studienteilnehmenden, zurückgreifen. Zudem stehen umfassende, seit 2007 erhobene Vordaten der Gutenberg Gesundheits-Studie zu den Studienteilnehmenden zur Verfügung, die für eine Bewertung der Gesundheit im Verlauf besonders wichtig sind. Viele aktuelle Untersuchungsergebnisse sind auf unserem Studien-Dashboard online einsehbar, und zahlreiche wissenschaftliche Analysen werden in den kommenden Monaten folgen. Wir danken sehr herzlich für die Unterstützung und Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz, den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE / REACT-EU), die ReALity-Initiative der Lebenswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und das Nationale Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin, die die Durchführung des Projektes erst möglich gemacht haben.“

Aus der interdisziplinären Gutenberg COVID-19 Studie der Universitätsmedizin Mainz gehen zum Abschluss ihrer ersten Projektphase zahlreiche wichtige Erkenntnisse über die kurz- und langfristigen Folgen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Bevölkerungsgesundheit hervor.

Die multimodal erhobenen Daten der 10.250 Studienteilnehmenden im Alter von 25 bis 88 Jahren der Stadt Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen sind repräsentativ für die Untersuchungsregion. Erfasst wurden unter anderem Informationen zur körperlichen und seelischen Gesundheit, den ergriffenen Präventionsmaßnahmen sowie über den Alltag, die Lebens-, Arbeits- und Wohnbedingungen und die Lebensqualität der Menschen während der Pandemie. Ihre Analyse lässt Rückschlüsse zu auf das lokale Pandemiegeschehen und liefert zudem Erkenntnisse, die grundsätzlich relevant sind für die Pandemiebekämpfung.

So lieferte die Untersuchung wichtige Hinweise zur Dunkelziffer hinsichtlich des Infektionsgeschehens. Bei etwa 3,7 Prozent der Teilnehmenden wurde bis Anfang April eine vergangene oder akute, wissentliche oder bislang nicht diagnostizierte Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen. Dies entspricht basierend auf den schon vorliegenden Daten bis Anfang Juli, aktuell einem Anteil von ungefähr 6,3 Prozent in der Bevölkerung. Der Lagebericht des Dashboards des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom 02. Juli 2021 beschreibt im Vergleich einen Anteil von 4,6 Prozent wissentlicher Infektionen in Deutschland. Etwa 42 Prozent der betroffenen Menschen wussten demnach nicht von ihrer vergangenen Infektion. Männer waren häufiger unwissend infiziert, ebenso ältere Studienteilnehmende: Der Höchstwert lag bei etwa 63 Prozent bei den 75- bis 88-Jährigen. Der hohe Anteil an unerkannten Infektionen verdeutlicht, dass eine systematische Testung wichtig ist, um eine Ausbreitung des Virus und damit auch eine mögliche erneute Infektionswelle frühzeitig erkennen zu können.

Derzeit zeigt sich allerdings, dass sich die Bevölkerung immer seltener testen lässt. Insbesondere in den Gruppen der vollständig geimpften und genesenen Personen ist die Anzahl der Testungen rückläufig: Betrug die Testrate der Personen, die bereits über einen vollständigen Impfschutz verfügten, Ende April 2021 knapp 30 Prozent, so sank der Wert auf aktuell rund 15 Prozent. Da jedoch auch in diesen Personengruppen potenzielle Infektionsträger sind, müssen sie in die regelmäßige Testung weiterhin eingebunden werden, um andere Personen zu schützen und ein bestmögliches Frühwarnsystem zu gewährleisten.

Die Einhaltung der AHA-Regeln reduziert das SARS-CoV-2-Infektionsrisiko. Die Studienergebnisse zeigen eindeutig, dass das ständige Einhalten des Mindestabstandes eine effektive Präventionsmaßnahme ist. Für die Studienteilnehmenden, die konsequent den Mindestabstand gewahrt haben, betrug das Infektionsrisiko die Hälfte von dem der Probanden, die selten oder nie die Abstandsregeln beachtet haben. Förderlich für den Schutz vor einer Infektion sind aber auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und Home-Office: Bei jenen Personen, die regelmäßig einen Mund-Nasen-Schutz trugen, fand sich ein um 34 Prozent niedrigeres Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion im Vergleich zu Personen, die ihn nie oder nur selten trugen. Bei Berufstätigen, die ausschließlich im Home-Office arbeiteten, zeigte sich ein um rund 31 Prozent niedrigeres Infektionsrisiko im Vergleich zu Erwerbstätigen ohne Home-Office. Die Daten unterstreichen die Effektivität der Präventionsmaßnahmen und ihre Bedeutung in der Pandemiebekämpfung.

Das Forscherteam der Universitätsmedizin Mainz konnte in der Bevölkerungsstichprobe keine Anzeichen dafür finden, dass Kinder im Haushalt das Infektionsrisiko mit dem Corona-Virus erhöhen. Für dieses Risiko ist jedoch die Anzahl der in einem Haushalt lebenden Personen von Bedeutung: So liegt der Anteil einer SARS-CoV-2-Infektion bei Haushalten, in denen vier oder mehr Personen zusammenleben, verglichen mit Zwei-Personen-Haushalten um etwa 30 Prozent höher.

Menschen mit niedrigerem sozioökomischen Status sind eine besonders schutzbedürftige Gruppe. Sie haben ein höheres Infektionsrisiko – weniger aufgrund ihres Verhaltens, sondern eher aufgrund ihrer Lebensverhältnisse. Eine Ursache hierfür sind unter anderem prekäre Wohnverhältnisse: Diese Betroffenen weisen ein 1,6-fach erhöhtes Infektionsrisiko auf. Die niedrigere Impfbereitschaft und Impfquote weisen auf ein Optimierungspotenzial für die Steuerung der Impfkampagne für diese Personengruppe hin. In diesem Kontext ist es auch von Bedeutung, dass das durchschnittliche Nettoeinkommen bei rund 16 Prozent der Bevölkerung gesunken ist und dies insbesondere wiederum die einkommensschwächeren Haushalte stärker betrifft: In der armutsgefährdeten Einkommensgruppe ist das Einkommen bei mehr als jeder vierten Person gesunken. Einkommensverluste lagen in den einkommensstarken Gruppen wiederum nur bei etwa jeder sechsten Person vor – bei allerdings auch gleich häufigen Vorkommen von Einkommenssteigerungen.

Weitere Studienleiter der Gutenberg COVID-19-Studie sind Univ.-Prof. Dr. Dipl.-Psych. Manfred Beutel (Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie), Univ.-Prof. Dr. Karl Lackner (Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin), Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel (Direktor des Zentrums für Kardiologie, Kardiologie I), Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer (Direktor der Augenklinik und Poliklinik) und Univ.-Prof. Dr. Konstantin Strauch (Direktor des Instituts für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik).

Weitere Informationen zur Studie: www.gutenberg-covid19.de sowie GCS Dashboard

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„Mayors for peace“: Flagge weht erstmals am Aachener Rathaus

Aachen – Endlich war es soweit: Nachdem bereits am 22. Januar die „Mayors for peace“-Flagge an Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und die stellvertretende StädteRegionsrätin, Elisabeth Paul, überreicht wurden,  ist sie heute, Donnerstag, 8. Juli am internationalen „Mayors for peace“-Tag, am Aachener Rathaus erstmalig mit einer Hochbühne ausgefahren und gehisst worden.

Vier mal 2,5 Meter gegen Atomwaffen: Seit heute weht die „Mayors for peace“-Flagge am Aachener Rathaus. Foto: © Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Bürgermeisterin Hilde Scheidt erklärt: „Der heutige Tag ist nicht nur ein Zeichen gegen Atomwaffen, sondern auch gegen das stattfinden von Atomwaffenmanövern und Atomenergie. Die Flagge stellt ein Bekenntnis der Stadt Aachen dar, denn Öffentlichkeit kann man nur in der Öffentlichkeit selbst herstellen.“ Die vier Meter breite Flagge soll voraussichtlich für eine Woche das Rathaus verzieren.

Auch Elisabeth Paul verkündet: „Mit Freude feiern wir heute nicht nur den 25sten Jahrestag der Entscheidung des Gerichtshofs für Menschenrechte in Den Haag. In diesem Jahr ist auch endlich der Atomwaffenverbotsvertrag der UNO in Kraft getreten. Dafür setze ich mich schon seit vielen Jahren ein. Deshalb ist es mir auch persönlich sehr wichtig, dass heute in Aachen und auch vor dem Haus der StädteRegion die Flaggen der ‚Mayors for peace‘ gehisst werden. Wir zeigen Flagge als Zeichen für die Regierungen, die Forderung der Bevölkerung nach einer atomwaffenfreien Welt wahrzunehmen, zu respektieren und in nationales Recht umzuwandeln.“

40 bis 60 Atomsprengköpfe rund um Aachen

Dr. Odette Klepper, von den Aktionsbündnissen „Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V.“ (IPPNW) und „Keine Atombomben rund um Aachen“, erläutert: „Atomwaffen sind in unserer Welt irgendwie versteckt, die Bevölkerung bekommt es nicht mit. Die Waffen werden immer schneller und kleiner, die Vorwarnzeit geringer und Algorithmen entscheiden über das Einschlagsziel.“ In einem Umkreis von unter 100 Kilometern um Aachen werden 40 bis 60 Atomsprengköpfe gelagert, auch das belgische Atomkraftwerk Tihange liegt nur 64 Kilometer entfernt.

Kristina Blömer, von der Internationalen Katholischen Friedensbewegung pax christi Aachen, betont, dass sie „den Druck aus der Bevölkerung transportieren und weiterleiten“ möchten, ähnlich, wie dies auch zum Thema Tihange zu überregionalen Aktionen und Berichterstattungen führte. Deshalb habe man sich auch am „Aachener Appell“ beteiligt, der nachdrücklich auf diese aktuelle, nukleare Bedrohung aufmerksam machen soll.

„Mayors for peace“

Die 1982 durch Takeshi Araki, dem damaligem Bürgermeister von Hiroshima, gegründete Organisation „Mayors for peace“, hat sich den Weltfrieden und die globale atomare Abrüstung zum Ziel gesetzt.

Aktionsbündnis „Keine Atombomben rund um Aachen“

Das Aktionsbündnis „Keine Atombomben rund um Aachen“ möchte Deutschland zum Beitritt des in diesem Jahr in Kraft getretenen UNO Atomwaffenverbot-Vertrags bewegen. Das Bündnis besteht aus der DFG-VK Gruppe Aachen (Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegener*innen), pax christi Aachen, VVN/Bda Aachen (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) und der IPPNW Aachen.

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Für mehr Attraktivität und Qualität: Voreifelbahn wird ausgebaut und elektrifiziert

Region/Rheinbach/Köln – NVR gründet mit Partnern das Bündnis Voreifelbahn und stellt Planungen bei Online-Konferenz mit Hendrik Wüst, Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, vor +++ 100 Millionen Euro wurden bereits investiert. Der Nahverkehr Rheinland (NVR) und die Deutsche Bahn (DB) planen den Ausbau und die vollständige Elektrifizierung der Strecke von Bonn über Euskirchen bis nach Bad Münstereifel.

Die sogenannte Voreifelbahn hat große Bedeutung für die Anbindung der Kreise Rhein-Sieg und Euskirchen an das Ballungszentrum Bonn. Am Mittwoch, 07. Juli 2021, hat Verkehrsminister Hendrik Wüst MdL an einer interkommunalen Voreifelbahn-Konferenz mit allen Projektbeteiligten teilgenommen. Zum Abschluss der Konferenz wurde zudem eine Urkunde zur Gründung des „Bündnisses Voreifelbahn“ unterzeichnet: Damit soll der Ausbau des wichtigen Infrastrukturprojektes noch stärker vorangetrieben werden.

Teilnehmende der Onlinekonferenz und Vertreter*innen der Bündnispartner. Foto: NVR GmbH/Smilla Dankert

„Eine moderne Verkehrspolitik ist der beste Klimaschutz. Deshalb muss Deutschland wieder Bahnland werden. Dafür brauchen wir eine bessere Schieneninfrastruktur, gerade im ländlichen und suburbanen Raum. Der Ausbau der Voreifelbahn wird künftig den Rhein-Sieg-Kreis und den Kreis Euskirchen noch besser an das Ballungszentrum Bonn anbinden und wird für Pendler eine echte Alternative zum Auto. So wird Mobilität in Nordrhein-Westfalen besser, sicherer und sauberer“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst MdL.

v.l. während der Talkrunde zu sehen: Christian Golenia (DB Netz AG), Landrat Sebastian Schuster, Moderatorin Brigitte Mackscheidt, NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober und Landrat Markus Ramers. Foto: NVR GmbH/Smilla Dankert

NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober: „Wir wollen noch besser werden und Angebotsqualität und Zuverlässigkeit deutlich erhöhen. Die Streckenabschnitte zwischen Alfter-Witterschlick und Meckenheim-Kottenforst sowie zwischen Rheinbach und Swisttal-Odendorf sollen auf einer Gesamtlänge von rund 12 Kilometern zweigleisig ausgebaut werden. Hierdurch erhöht sich die Betriebsqualität, da sich entgegenkommende Züge störungsfrei begegnen können.“

„In Summe sorgen die Maßnahmen für eine deutliche Attraktivitätssteigerung für die Voreifelbahn. Durch die geplanten Ausbaumaßnahmen wird die Streckenkapazität spürbar erhöht, wodurch die Taktverdichtung erst ermöglicht wird. Die Züge der Voreifelbahn werden dann zudem leiser und umweltfreundlicher unterwegs sein“, erläutert Christian Golenia, Leiter Betrieb, Fahrplan, Vertrieb und Kapazitätsmanagement Region West bei der DB Netz AG. Eine im Auftrag des NVR erstellte Machbarkeitsstudie bescheinigt dem Ausbau der Voreifelbahn ein herausragend gutes Nutzen-Kosten-Verhältnis.

Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner ist überzeugt: „Der Einstieg in das Projekt der S 23 konkretisiert die für die Bundestadt Bonn bedeutsamen S-Bahn-Planungen für eine gute Anbindung Bonns und ihre noch engere Verknüpfung mit dem Umland. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Voreifelbahn werden einen nachhaltigen positiven Impuls für die Region bringen.“

Für den Rhein-Sieg-Kreis sagte Landrat Sebastian Schuster: „Die Voreifelbahn ist bekanntermaßen ein wichtiger Baustein für die schnelle Anbindung eines Teils des linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreises an das Oberzentrum Bonn. Mit dem »Bündnis Voreifelbahn« geben alle Beteiligten noch einmal ein deutliches Signal für den erforderlichen Ausbau. Ich verspreche mir von diesem Streckenausbau neben der Beschleunigung auch eine Verbesserung bei der Zuverlässigkeit.“

Der Euskirchener Landrat Markus Ramers sagte: „Die Verkehrswende in der Region kann uns nur gelingen, wenn wir gemeinsam intensiv den Ausbau der klimafreundlicheren Schiene vorantreiben. Und das auch bis in die Fläche. Durch den Ausbau erlangt die Voreifelbahn mehr Attraktivität und Qualität. Somit steigert er auch die Attraktivität des Kreises Euskirchen als Wohn- und Wirtschaftsstandort.“

Infrastrukturausbau bringt neue Impulse für die Region
Geplant ist, dass an der gesamten Strecke Oberleitungen installiert werden und in Euskirchen ein sogenanntes Umrichterwerk errichtet wird, um die Voreifelbahn mit Strom zu versorgen. Nach dem Ausbau soll der Takt der Voreifelbahn, in deren Verbesserung bereits mehr als 100 Millionen Euro investiert wurden, verdichtet werden: Auf dem Streckenabschnitt Bonn – Euskirchen soll sie künftig im 20-Minuten-Takt (statt alle 30 Minuten) fahren. Zwischen Bonn und Rheinbach soll der in der Hauptverkehrszeit bestehende 15-Minuten-Takt zu einem 10-Minuten-Takt verdichtet werden. Bad Münstereifel soll weiterhin im Stundentakt bedient werden. Für den skizzierten Leistungsausbau sollen spurtstarke Elektrotriebfahrzeuge sorgen, deren Einsatz die Fahrtzeit zwischen Bonn und Euskirchen verkürzen wird.

Hintergrund Bündnis Voreifelbahn
Das Bündnis Voreifelbahn will den Ausbau der Voreifelbahn über die Grenzen von Gebietskörperschaften und Parteien hinweg vorantreiben. Ihm gehören neben dem NVR und der DB der Rhein-Sieg-Kreis, der Kreis Euskirchen, die Städte Bonn, Meckenheim, Rheinbach, Euskirchen und Bad Münstereifel sowie die Gemeinden Alfter und Swisttal an.

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Sie sind ausgezeichnet: Chefärzte des GK-Mittelrhein – Focus nennt Prof. Ateschrang und Dr. Rieke Top Mediziner 2021

Region/Mayen-Koblenz – Sie gehören zu den Top-Medizinern 2021 in Deutschland: Prof. Dr. Atesch Ateschrang und Dr. Ansgar Rieke. In der aktuellen Focus-Ärzteliste sind die beiden Mediziner aus dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein für ihre hohe medizinische Kompetenz mit dem hochwertigen Focus-Siegel ausgezeichnet worden.

Prof Dr. Atesch Ateschrang ist Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Ev. Stift St. Martin. Überregional bekannt ist er vor allem für seine Expertise im Bereich des Knies, speziell Kreuzband/Meniskus. Prof. Ateschrang hat federführend die ersten Studien und Publikationen zur Behandlung als auch zu innovativen Techniken mit Erhalt des vorderen Kreuz- und Seitenbandes durchgeführt.

Die Behandlung komplexer Knieinnenverletzungen wurde im Ev. Stift St. Martin durch die Impulse von Prof. Ateschrang etabliert und weiterentwickelt. Auch insgesamt stärkt der Chefarzt die Versorgung auf dem Gebiet der Sporttraumatologie in der Region. Die Sporttraumatologie ist ein Teilbereich der Sportorthopädie, der sich auf die Diagnose und Therapie von Verletzungen und degenerativen Erkrankungen infolge von sportlichen Aktivitäten spezialisiert hat. Er beinhaltet Diagnostik von Erkrankungen des Bewegungsapparates, sowie die konservative und operative Behandlung und richtet sich an Profi- und Hobbysportler. Ziel ist es dem Patienten die sportliche Ausübung wieder zu ermöglichen.

Dr. Ansgar Rieke, Chefarzt der Inneren Medizin –
Nephrologie, Infektiologie am Standort Kemperhof. Foto: GK-Mittelrhein

Dr. Ansgar Rieke gehört im Fachbereich Infektiologie zu den führenden Spezialisten. Er ist Chefarzt der Inneren Medizin –
Nephrologie, Infektiologie am Standort Kemperhof. Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der infektiologischen Behandlung schwer immunkompromittierter Patienten hat er sich besonders durch den Aufbau der Immunologische Ambulanz am Kemperhof in den 1990er Jahren verdient gemacht. Dadurch ist ein ambulant und stationäres Behandlungskonzept möglich, von dem besonders Patienten mit HIV, AIDS, Tuberkulose und viraler Hepatitis profitieren. Bundesweit bekannt ist er auch für das jährlich stattfindende Aids- und Hepatitisforum, welches immer im September stattfindet. 2020 konnte der Top Mediziner den Präsidenten des Robert-Koch-Instituts Prof. Dr. Lothar Wieler als Referenten gewinnen. Rieke selbst ist zudem gefragter Referent auf seinem Gebiet.
Wie kommt man zu solch einer Auszeichnung? Focus kombiniert die Recherche in öffentlichen Datenquellen mit Kollegenbefragungen und einer umfangreichen Selbstauskunft. Dabei wird die Auswahl der Mediziner in einem mehrstufigen Recherche-Prozess immer weiter verfeinert. Am Schluss erhält jeder Mediziner einen Score-Wert, der die Behandlungsleistung, die Reputation, den Einsatz in der Wissenschaft, Patientenservices sowie die fachliche Qualifikation berücksichtigt.

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Kaller „Hilfsgruppe Eifel“ unterstützt mit über einer Million Euro seit mehr als 20 Jahren

Kall/Bonn – Für Eltern ein Zuhause auf Zeit. Das neue Familienhaus am Eltern-Kind-Zentrum der Bonner Uni-Klinik feierlich eingeweiht – Im Sieben-Millionen-Bau wohnen Eltern und Geschwister von schwerkranken Kindern während deren Behandlung im Klinikum – Die Einrichtung aller 42 Elternzimmer finanzierte die Hilfsgruppe mit Unterstützung von Möbel Brucker.

Zerschnitten das Eröffnungsband. Von links: Michael Körber (Leiter Baumanagement UKB), Dr. Joachim Stamp (stellvertretender Ministerpräsident NRW und Familienminister), Katja Dörner (Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn), Jan Hennemann (Geschäftsführer Familienhaus gGmbH) und der kaufmännische Direktor und stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Uniklinikums, Clemens Platzköster. Foto: Reiner Züll

„Danke, Danke“, lautete die Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch den Festakt zur Einweihung des neuen Familienhauses auf dem Gelände des Universitätsklinikum auf dem Venusberg in Bonn hinzog.

Professor Uro Bode (links) und Jan Hennemann (Mitte) waren 1982 die Initiatoren zur Gründung des Fördervereins sowie 1987 die Motoren des erfolgreiichenn Familienhaus-Projektes. Unser Bild zeigt sie 2020 im Gespräch mit Radio-700-Moderator Hacky Heinen in Urft. Beide sind mit der Hilfsgruppe und der Eifel eng verbunden . Foto: Reiner Züll

Der Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn, der seit mehr als 20 Jahren von der Kaller Hilfsgruppe Eifel unterstützt wird, hat das Haus gebaut. Über eine Million Euro hat die Hilfsgruppe in dieser Zeit den Bonner Ehrenamtlern zukommen lassen. Und auch bei Bau des neuen, sieben Millionen Euro teuren Familienhauses hat die Hilfsgruppe einen großen Beitrag geleistet, indem sie in Zusammenarbeit mit dem Möbelhaus Brucker die komplette Einrichtung von 42 Familienzimmern und den Foyers auf drei Etagen mit über 100.000 Euro finanziert hat.

„Das ist Eifeler Qualität“ versicherte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel gegenüber Familienminister Dr. Joachim Stamp bei der Besichtigung der von der Firma Brucker eingerichteten 42 Elternzimmer. Foto: Reiner Züll

Bei der Einweihung, die unter strengen Corona-Richtlinien  stattfand, war selbst der stellvertretende NRW-Ministerpräsident und Familienminister Dr. Joachim Stamp voll des Lobes über das soziale Engagement der Kaller Kinderkrebshilfe. Dieses bürgerschaftliche Engagement verdiene höchste Anerkennung. „Ich bin beeindruckt von der Hilfsgruppe Eifel, die den Förderverein in zwei Jahrzehnten mit mehr als einer Million Euro unterstützt hat und auch jetzt die gesamte Einrichtung des Familienhauses finanziert hat“, sagte der Familienminister. Er bedankte auch ausdrücklich beim Möbelhaus Brucker, das sich mit seinem erfahrenen Team bei der Planung, der Auswahl der Lieferung und der Montage der Einrichtung über das normale Maß hinaus eingebracht habe.

Willi Greuel (rechts) ist begeistert: Hell und gemütlich sind die Foyers auf den einzelnen Etagen des Hauses, in dem sich die Eltern schwerkranker Kinder wohl fühlen sollen. Auch NRW-Familienminister Dr. Joachim Stamp (Mitte) war von der soliden Ausstattung der Räumlichkeiten angetan. Foto: Reiner Züll

„Das ist Eifeler Qualität“, scherzte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel, als der Familienmister beim Rundgang durch den dreistöckigen Neubau in einem der 42 Elternzimmer die Betten begutachtete.  Und auch die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner war angetan von der soliden und zweckmäßigen Einrichtung der Zimmer, in denen Eltern und Geschwister während der Behandlung ihrer schwerkranken Kinder und Geschwister in direkter Nähe des ebenfalls neu errichteten Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) übernachten können.

Zuvor hatte Hilfsgruppenmitglied Lutz Hennemann, der Ehrenvorsitzende und Gründer des Bonner Förderkreises, über die Historie des Familienhauses berichtet. Der Tod seiner fünfjährigen Tochter sei 1982 ausschlaggebend für die Gründung des Fördervereins gewesen. Seit 1987 habe der Verein ein Elternhaus in der Joachimstraße nahe der Kinderkrebsklinik an der  Adenauerallee unterhalten. Dort wohnten in der Vergangenheit auch immer wieder die Eltern von krebskranken Kindern aus der Eifel, während deren Behandlung im Uni-Klinikum.

Nachdem bekannt wurde, dass die Kinderkrebsklinik aus der Bonner Innenstadt in das neue Eltern-Kind-Zentrums der Uni-Klinik auf den Venusberg umsiedelt, beschloss der Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V. den Neubau eines Familienhauses in direkter Nähe zum neuen Eltern-Kind-Zentrum.

Um das Projekt „Familienhaus Bonn – Damit kein Kind alleine ist“ zu realisieren gründete sich eine gemeinnützige Gesellschaft mbH, die von Lutz Hennemanns Sohn Jan als Geschäftsführer geleitet wird. Es habe einige Jahre gedauert und viel Einsatz, Herzblut, graue Haare und Tränen gekostet, ehe das neue Haus jetzt endlich eingeweiht werden könne, sagte Geschäftsführer Jan Hennemann bei der Einweihung am letzten Sonntag. „Mit dieser Einweihung fällt mir ein Riesenstein vom Herzen“, beschrieb er seine Erleichterung. Das Haus sei zwar trotz aller Bemühungen noch nicht ganz fertig, doch er hoffe, schon  bald die ersten Eltern begrüßen zu können. Jan Hennemann bedankte sich bei allen Unterstützern des Projektes und hob besonders die Hilfsgruppe Eifel und das Möbelhaus Brucker hervor.

Das Familienhaus biete Eltern, die ihr krankes Kind am Uniklinikum Bonn begleiten, ein Zuhause auf Zeit. Denn die Betreuung eines kranken Kindes verlange seinen Angehörigen alles ab, und das nicht nur physisch und psychisch, sondern je nach Erkrankung und Dauer der Behandlung, auch finanziell. Hennemann: „Hier stehen wir fest an der Seite der Eltern und  bieten ihnen kostengünstige Übernachtungen in direkter Nähe des Eltern-Kind-Zentrums sowie einen Rückzugsort zum Kraftschöpfen und Durchatmen an“.

Die Möglichkeiten für Eltern und Kinder seien vielfältig. „Ob eine ruhige Minute im Garten, Auspowern im Sportraum oder ein ungestörtes Essen in unserem Eltern-Café, das Wohlbefinden der Eltern soll hier im Haus im Vordergrund stehen“, sagte Hennemann: „Es ist ein Balance-Akt: einerseits in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Klinik zu sein, andererseits aber den Eltern eine Umgebung zu bieten, in der sie genau diese Klinik-Eindrücke im besten Falle für einen Moment hinter sich lassen können“. Deshalb werde  das gesamte Haus auch „kittelfrei“ sein.

Per Video-Schalte übermittelte der ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums (UK),  Professor Wolfgang Holzgreve, seinen Dank an den Förderverein. „Das Familienhaus direkt neben unserem neuen Eltern-Kind-Zentrum ist ein fantastisches Projekt, für das wir nicht genug danken können. So können Eltern ihren Kindern im ELKI rund um die Uhr zur Seite stehen“. Da Kinder mit Erkrankungen wie Krebs oder Herzfehlern heute glücklicherweise nach den Operationen oder anderen stationären Behandlungen in die vertraue häusliche Umgebung zurückkehrten, könnten Eltern im Familienhaus auch für die Mitbetreuung zu Hause sehr gut ausgebildet werden.

Die Einsegnung des neuen Hauses vollzogen der katholische Pfarrer und UK-Seelsorger Franz-Josef Lausberg, und der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Bonn, Dietmar Pistorius, der Brot und Salz als Segen für die neuen vier Wände mitbrachte. Während das Brot das Lebensnotwendige symbolisiert, steht das Salz für die nötige Würze im neuen Heim. Reiner Züll

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Kreis Euskirchen und RVK starten Verleihsystem Eifel e-Bike

Bad Münstereifel/Euskirchen – Mit dem Eifel e-Bike erhält der Kreis Euskirchen als erst zweiter Landkreis bundesweit ein flächendeckendes und 24/7-verfügbares E-Bike-Verleihsystem. Das Vorhaben wird gefördert vom Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und betrieben in Kooperation mit dem Dienstleister nextbike.

An der neuen E-Bike-Verleihstation am Bahnhof in Bad Münstereifel fiel am 7.7.2021 der offizielle Startschuss für das Eifel e-Bike, ein voll-digitalisiertes E-Bike-Verleihsystem mit 120 Pedelecs in enger Verknüpfung zum ÖPNV. Unter Beisein u. a. von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Landrat Markus Ramers wurde die erste Station des Systems in Betrieb genommen.

Die Eifel e-Bike-Stationen sind über den gesamten Kreis Euskirchen an folgenden Orten zu finden und gehen bis 16. Juli in Betrieb:

  • Bad Münstereifel, Bahnhof
  • Blankenheim Wald, Bahnhof
  • Dahlem, Bahnhof
  • Euskirchen, Bahnhof
  • Euskirchen-Kuchenheim, Bahnhof
  • Hellenthal, Busbahnhof
  • Kall, Bahnhof
  • Mechernich, Bahnhof
  • Nettersheim, Bahnhof
  • Schleiden, Gemünd-Mitte
  • Zülpich, Mühlenberg

Die Stationen werden durch klimafreundlichen Ökostrom vom regionalen Energieversorger e-regio betrieben.

Ziel des Vorhabens ist es, den Menschen auch im eher ländlich geprägten Raum ein niederschwelliges Angebot einer klimafreundlichen, alternativen Mobilitätsmöglichkeit in Ergänzung enger Verknüpfung zum ÖPNV zu schaffen.

Das kreisweite Netz der festen Stationen wird ergänzt durch zahlreiche weitere virtuelle Stationen (2 – 4 pro Kommune, je nach Größe), an denen zwar keine physischen Ständer zur Entleihe bzw. Rückgabe der Räder vorhanden sind, wo aber dennoch Eifel-e-Bike-Fahrten beendet und begonnen werden können. Die virtuellen Stationen werden mit einem entsprechenden Hinweisschild und einem Ortsmarker in der App gekennzeichnet.

Das neue Mobilitätsangebot richtet sich vor allem an ÖPNV-Pendler, Freizeitradler und Touristen. Es wird im Auftrag des Kreises Euskirchen betrieben und durch das regionale ÖPNV-Unternehmen Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) in Zusammenarbeit mit der Firma nextbike umgesetzt und koordiniert.

Das Eifel e-Bike ist darüber hinaus voll kompatibel mit dem benachbarten System ‚RVK e-Bike‘ im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und der Gemeinde Weilerswist als Vorreiter im Kreis Euskirchen. Dieses ging bereits im Mai 2019 an den Start. Somit entsteht mit dem Eifel e-Bike und dem RVK e-Bike ein technisch und tariflich einheitliches E-Bike-Verleihsystem zwischen Rhein und Eifel auf einem Gebiet von rund 1.600 Quadratkilometern (in etwa die Fläche der Bundesländer Berlin + Hamburg) in 17 Städten und Gemeinden mit einer kombinierten Größe von 27 festen Stationen und 225 E-Bikes.

Die Ausleihe kann per Smartphone-App von nextbike (kostenlos verfügbar in den gängigen App-Stores), über das VRS e-Ticket oder per Telefon erfolgen. Registrieren können sich Personen ab einem Alter von 16 Jahren. Die Räder können 45 Minuten im Voraus reserviert werden – dies gerade für ÖPNV-Pendelnde eine hilfreiche Funktion.

Die Nutzung der E-Bikes kostet standardmäßig 2 Euro pro halbe Stunde. Inhaber eines VRS-Abotickets erhalten einen 50%-igen Rabatt (1 Euro / 30 Min.). Durch eine Übernachtpauschale können die Pedelecs von 17 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages für nur 3 Euro (VRS-Abokunden: 2 Euro) genutzt und mit nach Hause genommen werden. Der Tageshöchstsatz beträgt 18 Euro bzw. 12 Euro für eTicket-Inhaber.

Mit dem Gutschein-Code 831583, einzugeben in der nextbike-App, haben alle Interessierten die Möglichkeit, das Eifel e-Bike kostenlos für eine halbstündige Fahrt zu testen.

Im Rahmen des Eifel e-Bike wird zudem eine gänzlich neue Variante eines Fahrradverleihsystems erprobt: E-Bike-Sharing innerhalb eines Dorfes. Zunächst in den Orten Bürvenich und Eppenich (Stadt Zülpich) wird eine zusätzliche Anzahl von zehn Pedelecs und zehn virtuellen Stationen installiert.

Das Eifel e-Bike wird gefördert im Rahmen des vom NRW-Verkehrsministerium aufgesetzten Programms „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“

Weitere Informationen unter: www.rvk.de/e-bike

Statements:

Hendrik Wüst, Minister für Verkehr des Landes NRW:

„Die Zukunft der Mobilität ist digital und vernetzt – auch in ländlichen und suburbanen Räumen. Dank E-Bikes und Pedelecs können Pendler problemlos auch längere Distanzen zurücklegen. Das ‚Eifel e-Bike‘ ist digital buchbar und bezahlbar und ist nahtlos in den ÖPNV integriert. So machen wir Mobilität mit dem klimaneutralen Fahrrad besser, sicherer und sauberer.“

Bereit zur Probefahrt: Landrat Markus Ramers (links) und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, die neuen Eifel e-Bikes gleich zu testen. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Markus Ramers, Landrat des Kreises Euskirchen:

„Der Kreis Euskirchen ist fest entschlossen, die Mobilitätswende aktiv voran zu treiben. Das neue Verleihsystem ‚Eifel e-Bike‘ wird hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Ich freue mich sehr, dass wir dieses tolle Mobilitätsangebot jetzt zusammen mit der RVK und nextbike und Dank der finanziellen Förderung durch das Land NRW den Menschen im Kreis Euskirchen sowie natürlich auch unseren zahlreichen Gästen zur Verfügung stellen können.“

Dr. Marcel Frank, Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH:

„Mit dem Eifel e-Bike startet die RVK bereits ihr drittes E-Bike-Verleihsystem im Großraum Köln / Bonn innerhalb von drei Jahren. Das zeigt, dass die anfängliche Idee sich zu einer nachhaltigen Lösung entwickelt hat und wir sind froh, den Menschen in der Region neben unseren Bussen auch Mobilität auf zwei Rädern anbieten zu können. Die  elektrische Tretunterstützung tut ein Übriges, um die Nutzerinnen und Nutzer zu überzeugen. Um Staus in den Großstädten zu verringern, müssen auch in der Region Mobilitätsalternativen zum Pkw geschaffen werden.“

Sabine Preiser-Marian, Bürgermeisterin der Stadt Bad Münstereifel:

„Die E-Bike-Verleihstation ist ein wichtiger Baustein für die Mobilität in unserer Stadt, speziell im Hinblick auf den Ausbau des Bahnhofs zu einer Mobilstation. Besonders bei der Siedlungsstruktur und Topographie von Bad Münstereifel bieten die E-Bikes eine tolle Mobilitätsalternative.“

Dennis Steinsiek, Head of Business Development der nextbike GmbH:

„Die E-Bike-Verleihsysteme im Rheinland in Zusammenarbeit mit der RVK haben eine hervorragende Entwicklung genommen seit dem Start im Jahr 2019. Wir freuen uns, dass wir nun auch wieder Partner zur Umsetzung des Systems im Kreis Euskirchen geworden sind.“

Markus Böhm, Geschäftsführer der e-regio GmbH & Co. KG:

„e-regio versorgt die E-Bike-Stationen mit  100% regenerativem Regionalstrom. Damit ist das Eifel e-Bike auch in puncto Klimaschutz eine gute Sache und fügt sich optimal in unser Angebot für E-Mobilitätslösungen ein.“