Kategorien
News

AHR-Kids und Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler bringen 750 Kindern das Schwimmen bei

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die AHR-Kids haben mit Unterstützung der DLRG-Ortsgruppe Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler in den vergangenen 18 Monaten 750 Kindern im Landkreis Ahrweiler das Schwimmen beigebracht. Das ursprüngliche Ziel des auf fünf Jahre angelegten Projektes war es, 1.000 Kindern den kostenlosen Zugang zu einem Schwimmkurs zu ermöglichen. Dieses Zeitziel konnte nun weit übertroffen werden.

„Das Projekt wird von den Kindern im Kreis Ahrweiler bestens angenommen. Der nächste Schwimmkurs ist bereits ausgebucht und es liegen zahlreiche weitere Anfragen vor“, resümiert Paul Nett, der das Projekt im Jahr 2021 mit seiner Ehefrau Ulrike ins Leben gerufen hat, und führt weiter aus: „Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zum Schwimmen zu bewegen und ihnen die oftmals nach der Flutkatastrophe vorhandene Angst vor Wasser zu nehmen“.

Die Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler unterstützt das Projekt der AHR-Kids für drei Jahre mit einem Volumen von insgesamt 120.000 €. „Durch diese Mittel war es möglich, dass neben dem Kursangebot am Calvarienberg Ahrweiler auch ein Kursangebot in Remagen unter Einbindung der örtlichen DLRG-Gruppe geschaffen werden konnte. Darüber hinaus denken wir über verschiedene Möglichkeiten der Projekterweiterung nach“, fasst Paul Nett die bisherigen Bemühungen zusammen.

„Wir freuen uns, unseren Beitrag zum Erhalt der Schwimmkultur leisten zu können. Gerade in jungen Jahren ist Schwimmen lernen und der Kontakt zu Wasser von großer Bedeutung, daher freut es uns umso mehr, dass wir solch ein tolles Projekt unterstützen können“, freut sich Achim Gemein, Vorstand der Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler, über die Zusammenarbeit mit den „AHR-Kids“.

 

Kategorien
News

Non verbal kommunizieren – Wie neue Tafeln auf Aachener Spielplätzen helfen

Aachen – „Gibst du mir das Sandspielzeug?“ „Ich brauche ein Pflaster.“ Das sind Aussagen, die auf Spielplätzen zu hören sind. Kindern, die nicht sprechen können, fällt es oft schwer, solche Bedürfnisse zu äußern. Hier sollen neue Kommunikationstafeln auf den städtischen Spielplätzen der Stadt Aachen in Zukunft Abhilfe schaffen. Auf Kinderhöhe an Zäunen aufgehängt, dienen die Tafeln mit Symbolen als hilfreicher Übersetzer beim Besuch auf dem Spielplatz.

Barrierefreiheit auch für Kommunikation

„Das Thema Barrierefreiheit ist mittlerweile eine Auflage für neue Spielplätze. Grundsätzlich denken wir immer an das ganze Spektrum von rollstuhlgerecht bis blind. Die Kommunikationstafeln ergänzen dieses Angebot durch eine einfache Maßnahme, die wir kostengünstig umsetzen können“, erläutert Esther Weirauch von der Abteilung Umweltvorsorgeplanung und Grünplanung im Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen. Sie fand die Symboltafeln zum ersten Mal über die sozialen Medien: „Ich bin über einen Instagram-Account auf diese Tafeln aufmerksam geworden. Auf dem Account ging es besonders um Autismus. In den Kommentaren äußerte eine Followerin den Wunsch, dass diese Tafeln auch auf Aachener Spielplätzen umgesetzt werden. Darüber kam ich das erste Mal in Kontakt mit einer Erzieherin aus Aachen“, erzählt Weirauch.

Unterstützung auf dem Spielplatz

Diese Erzieherin war Jessica Kray. Sie arbeitet in einer städtischen integrativen Kindertagesstätte (KiTa) und kennt die Problematik aus ihrem Alltag: „Viele Kinder mit körperlicher Beeinträchtigung oder Autismus können nicht mit Lauten kommunizieren oder nicht so, dass andere verstehen, was sie meinen. Für diese Kinder sind Kommunikationstafeln eine Möglichkeit zur Teilhabe. Wir arbeiten in Kindertagesstätten häufig mit Metacom-Symbolen“, erläutert sie.

Die sogenannten Metacom-Symbole auf den Kommunikationstafeln, sind ein besonders klarer und leicht verständlicher Bilderwortschatz. Viele Eltern von nonverbalen Kindern, Therapeut*innen, integrativ arbeitende Tagesmütter und KiTas greifen auf diese Symbole zurück. Nur wenige Familien verfügen allerdings über elektronische Geräte, die mit den Metacom-Symbolen ausgestattet sind, zum Beispiel kleine Tablets. Die Kommunikationstafeln der Stadt Aachen unterstützen Kinder und Eltern auf dem Spielplatz.

Umsetzung der Idee

Die Initiative „Besonders glücklich, Von Eltern für Eltern – mit besonderen Kindern“ setzt sich für Familien mit Kindern mit seltenen Erkrankungen und komplexen Mehrfachbehinderungen ein und half bei der Umsetzung der Idee durch die Auswahl geeigneter Spielplätze. Bevorzugte Orte waren Plätze mit integrativen Spielgeräten, auf denen sich viele Familien aufhalten. Die einfache Befestigung der Schilder vor Ort, zum Beispiel an einem schon vorhandenen Zaun, war ebenfalls ein Auswahlkriterium.

Sarah Rodenbusch, Mitwirkende in der Initiative und Mutter, benutzte die Symbole ebenfalls mit ihrer Tochter, die in den ersten drei Jahren noch nicht sprechen konnte. Sie hat keine Bedenken, dass die Tafeln von Kindern nicht verstanden werden: „Kinder gehen mit diesen Symbolen ganz unverkrampft und selbstverständlich um. Sie brauchen keine Erklärung und probieren es einfach aus“, erzählt sie aus ihrer eigenen Erfahrung. „In den ersten drei Jahren haben wir viel mit unterstützter Kommunikation gearbeitet. Da hätten uns solche Tafeln geholfen. Diese Schilder sind deshalb ein wertvoller Baustein“, sagt Rodenbusch. Ein positiver Nebeneffekt: Auch sehr viele zugewanderte Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, können die Tafeln zur Verständigung nutzen.

An diesen Plätzen gibt es Kommunikationstafeln

An sieben Spielplätzen hängen nun die ersten Kommunikationstafeln: Alter Tivoli, im Kaiser-Friedrich-Park, im Kennedypark, Luisenstraße, Passstraße, Schillerstraße sowie im Suermondtpark. Für die einzelnen Spielplätze gestaltete der Autismusverlag auch individuelle Symbole, passend zu den Spielgeräten vor Ort. Sofern die Schilder gut angenommen werden, sollen sie beim Bau neuer Spielplätze ebenfalls angebracht werden.

Wer eine Rückmeldung zu den Tafeln geben möchte, kann das per Mail an die folgende Adresse tun: spielplatz@mail.aachen.de.

Kategorien
News

Stadt Meckenheim und Westenergie setzen weiteren Baustein in der Ladeinfrastruktur

Meckenheim – Intelligente Straßenbeleuchtung lädt gleichzeitig Elektroautos auf – Die Stadt Meckenheim ist smarter geworden. Möglich machen das vier neue intelligente Straßenlaternen, die das Energieunternehmen Westenergie und die Stadt Meckenheim in Betrieb genommen haben. Zwei dieser neuartigen Laternen befinden sich am Parkplatz an der Godesberger Straße, Höhe Bushaltestelle Merl Schleife, eine „Im Ruhrfeld“ 16 und eine am Jungholzweg 20. Die intelligente Straßenbeleuchtung in Meckenheim spendet nicht nur Licht, sondern dient auch als standortnaher Ladepunkt (eCharger) für Elektroautos.

Gemeinsam mit Lydia Bauer, Kommunalbetreuerin des Kommunalen Partnermanagements bei Westenergie, und der städtischen Mobilitätsmanagerin Liena Humke übergab Bürgermeister Holger Jung die Laternen offiziell ihrer Bestimmung. „Mit den intelligenten Straßenlaternen, den sogenannten Smart Poles, weiten wir unsere Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge weiter aus und bedienen damit die Nachfrage unserer Bürgerinnen und Bürger nach öffentlichen E-Ladestationen“, freute sich Holger Jung über den nächsten Baustein. „Zudem sind die Laternen mit energieeffizienten LED-Leuchtmitteln ausgestattet, sodass wir gleichzeitig einen Beitrag für den Klimaschutz und damit einen Mehrwert für unsere Stadt leisten“, so der Bürgermeister, der sich beim Energieversorger für die gute Zusammenarbeit bedankt

Lydia Bauer erläuterte: „Intelligente Straßenlaternen sind Multitalente. Sie sind ein hervorragendes Beispiel dafür, welche neuen Möglichkeiten uns die Digitalisierung heute und in Zukunft für die Infrastruktur geben wird. Mit den intelligenten Straßenbeleuchtungen erleichtern wir das Leben der Bürgerinnen und Bürger und stiften ihnen einen echten Mehrwert.“

Das Energieunternehmen bietet diese innovative Technologie den Städten und Kommunen mit dem Versprechen an, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Die modernen Straßenleuchten bringen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und urbane Mobilität in den öffentlichen Raum. Die integrierten eCharger für E-Autos bieten zudem eine Lösung für den raschen Ausbau von Ladepunkten in Städten.

 

Kategorien
News

Pilgern für den Klimaschutz – Mal was Positives zum Thema Kirche

Kall-Krekel – Krekeler Barweiler-Pilger pflanzten als Mahnung für mehr Klimaschutz unterwegs eine junge Rotbuche – Obwohl es die Barweiler-Pilgerbruderschaft Krekel bei Kall in der Aachener Bistumsregion Eifel bereits seit fast 300 Jahren gibt, gehen die Wallfahrer mit der Zeit. Auf ihrem diesjährigen Weg zur Muttergottes mit der Lilie pflanzten die Krekeler am „Scheerkreuz“ bei Hoffeld eine Rotbuche. Und zwar getreu dem Motto des diesjährigen Caritas-Sonntages „Klimaschutz, der allen nutzt“.

Das teilte Brudermeister Ulrich Fähse der „KirchenZeitung“ für das Bistum Aachen mit. In einem Aufruf zur Wallfahrt hatte er geschrieben, dass man mit der Fußwallfahrt nicht nur Bitten, sondern auch Dank zur „Königin des Friedens“ tragen wolle: „Die Wallfahrt findet am Caritas-Sonntag statt, der dieses Jahr unter dem Motto steht »Für Klimaschutz, der allen nutzt«. Dies werden wir verbinden, indem wir besonders für die Bewahrung der Schöpfung und der sozialen Gerechtigkeit beten…“

Wie Herbert Radermacher, der frühere Kaller Bürgermeister und einer der zwölf diesjährigen Mitpilger, ergänzt, wird die 1726 erstmals erwähnte Barweiler-Pilgerbruderschaft 2026 300 Jahre alt. Pfarrer Dr. Rainer Justen begrüßte die Wallfahrer aus der Gemeinde Kall, die mit ihrem eintägigen Fußweg nach Barweiler wie Maria dem Ruf Gottes gefolgt seien.

„Schuld auf uns genommen“

Unterwegs meditierten die Pilger über Schuld, Eingeständnis und Vergebung. Dabei sei es auch um jene Schuld gegangen, so Ulrich Fähse, „die wir als westliche Zivilisation durch unseren Konsum und die Verschmutzung der Umwelt auf uns genommen haben“. Die gepflanzte Rotbuche solle nicht nur ein Symbol für den Klimaschutz sein, sondern auch ein Anlaufpunkt für kommende Wallfahrten.

Außerdem drücke das Bäumchen die Verbundenheit der Krekeler Pfarrgemeinde mit Hoffeld aus. Rainer Klein aus dem Ort bei Barweiler habe sich für die Pflege des jungen Bäumchens bereit erklärt. Fähse: „Andere Pilgergruppen waren von der Idee so angetan, dass sie nächstes Jahr ebenfalls Bäume pflanzen wollen.“

Einige Kinder aus Hoffeld pilgerten mit den Krekelern die letzten Kilometer bis zur Wallfahrtskirche Barweiler. Viele „Autopilger“ aus der Heimat erwarteten die zwölf Fußpilger bereits zum Gottesdienst, den Heimatpfarrer Pater Wieslaw Kaczor SDS von Steinfeld hielt.

Kategorien
News

Ahrtal-Tourismus unterstützt Petition – „Mehrwertsteuer auf Speisen muss bei 7 Prozent bleiben“

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Der Ahrtal-Tourismus unterstützt die laufende deutschlandweite Petition des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) zur Beibehaltung von 7 Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants. Der Mehrwertsteuersatz war im Zuge der Corona-Pandemie im Sommer 2020 von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt worden, um die wirtschaftlichen Folgen für die Gastronomie abzuschwächen. Aufgrund der gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise ist die Regelung zwar verlängert worden, die Frist läuft jedoch am 31. Dezember 2023 aus.

Meike Carll, Referentin Tourismus beim Ahrtal-Tourismus, ergänzt: „Hinzu kommt natürlich auch die besondere Situation im Ahrtal. Für Hotellerie und Gastronomie waren nicht nur die Corona-Pandemie und die gestiegenen Kosten eine Herausforderung, sondern der Wiederaufbau hat ihnen alles abverlangt. Das Ahrtal wirbt um Gäste, um wirtschaftlich überleben zu können. Eine Anhebung der Mehrwertsteuer wäre für die Gastronomie im Ahrtal fatal!“ Denn gerade sei auch Aufbruchstimmung zu spüren.

Das gute Herbstwetter habe dazu beigetragen, dass viele Gäste zu den Weinfesten, zum Wandern und zum Übernachten und Genießen ins Ahrtal gekommen seien. „Für unsere Gastgeber ist es wichtig, jetzt nicht wieder einen Dämpfer zu bekommen“, so Carll. Zumal es auch immer noch Betriebe gebe, die aufgrund von enormer Bürokratie und anderen Problemen überhaupt noch gar nicht hätten wiederöffnen können.

Kategorien
News

Fachkräfte-Gewinnung durch Ausbildung – 14. Meckenheimer Wirtschaftsdialog

Meckenheim – Unter dem Titel „Fachkräftegewinnung durch Ausbildung“ hatte die Wirtschaftsförderung der Stadt Meckenheim zu ihrem 14. Wirtschaftsdialog eingeladen. Erstmals fand die Veranstaltung für Meckenheimer Unternehmen an einem Vormittag statt. Das Format kam sehr gut an. Etwa 50 Teilnehmende nutzten das Angebot.

Bürgermeister Holger Jung begrüßte die Unternehmerinnen und Unternehmer sowie zahlreiche Personalverantwortliche in den neuen Räumen der Elettronica GmbH und bedankte sich beim Geschäftsführer Dr. Marcello Mariucci für die Gastfreundschaft. Mariucci stellte anschließend sein Unternehmen, das schon seit 45 Jahren in Meckenheim ansässig ist, vor. Die deutsche Elettronica GmbH gehört zur Elettronica Gruppe mit Sitz in Italien. Das Unternehmen befähigt die Bundeswehr zur elektronischen Kampfführung durch die Integration, Betreuung und Instandsetzung von Sensoren sowie die Entwicklung von Test-, Validierungs- und Ausbildungssystemen. Außerdem entwickelt Elettronica für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wie die Polizei Überwachungs- und Einsatzleitsysteme und integriert diese in Fahrzeuge. Wie in vielen Unternehmen ist die Fachkräftegewinnung ein unter den Nägeln brennendes Thema. Elettronica hat etwas mehr als 100 Beschäftigte und aktuell eine ganze Reihe an offenen Stellen, wie Mareike Kleinschmidt, Leiterin People & Culture, erklärte.

Im Folgenden berichtete Silvia Kluth, Referentin Fachkräfteberatung der IHK Bonn/ Rhein-Sieg, über „Rezepte mit besten Zutaten zum Recruiting“. Sie informierte über die aktuelle Ausbildungskampagne der IHK und appellierte an Unternehmen, Menschen über Praktika in die Betriebe zu holen und Ausbildungsplätze anzubieten. Insbesondere ging sie auf die Beratung im Übergang von Schule zu Beruf ein. Beispielhaft nannte die Referentin die Möglichkeit, Schulpartnerschaften einzugehen, um einen engeren Kontakt zwischen Betrieb und Schule zu knüpfen. Außerdem könnten Nachwuchskräfte zu Ausbildungsbotschafterinnen und -botschaftern qualifiziert werden, um in Schulen für die Ausbildung zu werben und den Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe zu begegnen.

Zum Abschluss präsentierten sich die drei weiterführenden Schulen aus Meckenheim und berichteten über ihr Angebot im Bereich Berufsorientierung. Konrad-Adenauer-Gymnasium, Theodor-Heuss-Realschule und Geschwister-Scholl-Hauptschule sind für verschiedene Kooperationen mit Unternehmen bereit. Unternehmen können sich in den Schulen vorstellen, an Berufsinformationstagen teilnehmen oder eine feste Partnerschaft eingehen. Die Meckenheimer Garantie für Ausbildung – kurz MeGA – ist hierbei nur ein Beispiel für eine mögliche Kooperationen zwischen Betrieben und Schule.

Kategorien
News

Erntedank-Empfang der Kreis-Bauernschaft in Düren zelebriert

Düren – Im kunstvoll geschmückten Veranstaltungssaal im Kreishaus in Düren wurde heute der Erntedank-Empfang der Kreisbauernschaft zelebriert. Auch die Rheinische Kartoffelkönigin, Jule Bonsels, war vor Ort.

Astrid Hohn, die stellvertretende Landrätin des Kreises Düren, begrüßte die rund 50 Gäste aus zahlreichen Gemeinden des Kreises Düren: „Wir sind heute zusammengekommen, um der Natur sowie den Landwirtinnen und Landwirten zu danken. Und zwar dafür, dass wir jederzeit genug zu essen haben. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat gezeigt, dass wir weiter umdenken und uns noch aktiver für Natur- sowie Tierschutz einsetzen müssen.“

Jule Bonsels, die Rheinische Kartoffelkönigin, erklärte, dass die Schalenfestigkeit der Kartoffeln in diesem Jahr aufgrund der späten Pflanzung eine Herausforderung sei. „Nun kommt es auf die richtige Lagerung an, aber im Rheinland sind echte Profis am Werk. Daher freue ich mich sehr darüber, dass wir auch in diesem Jahr wieder hochwertige sowie regionale Kartoffeln anbieten können“, sagte sie, während sie neben der imposanten Erntekrone stand. Die neue Vorsitzende des Landfrauen-Verbandes Düren-Jülich, Eva-Maria Lieven, stellte sich ebenfalls der Runde vor. Die studierte Landwirtin lebt in Titz und betreibt einen Ackerbaubetrieb, auf dem Kartoffeln angebaut werden. „Ich bin eine Landfrau.

Auch Frauen leben Landwirtschaft und diese wiederum ernährt die Gesellschaft“, sagte Eva-Maria Lieven. Erich Gussen, der Vorsitzende der Kreisbauernschaft, forderte eine Transformation der gesamten Gesellschaft, nicht bloß der Landwirtschaft: „Den Bäuerinnen und Bauern muss der Raum gegeben werden, der die Produktion von regionalen Lebensmitteln kostendeckend möglich macht, denn wir haben hier im Rheinland – und im Kreis Düren – die besten Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Erzeugung von Lebensmitteln“, so Gussen weiter. Trotzdem stellte er klar, dass die Herausforderungen des Klimawandels nicht kleiner würden. Das zeige die diesjährige Getreideernte: „Entweder dörrt uns der Ertrag weg oder ständiger Regen verhindert das Einbringen der Ernte. Dafür brauchen wir zeitnahe Lösungen, ansonsten überrennen uns die Folgen des Klimawandels.“

Musikalisch begleitet wurde der Erntedank-Empfang vom Posaunen-Trio der Musikschule Düren. Der Empfang gipfelte in der feierlichen Übergabe der Erntekrone von der Kreisbauernschaft an den Kreis Düren. Die aufwendig gestaltete Erntekrone wird nun im Eingang der Kreisverwaltung Düren ausgestellt.

Kategorien
News

50 Jahre Kita Purzelbaum – Großes Märchenfest in Jülich-Broich gefeiert

Düren/Jülich-Broich – Die zum Kreis Düren gehörende Kita Purzelbaum in Jülich-Broich hat zu ihrem 50. Jubiläum ein großes Märchenfest gefeiert. Zahlreiche Gäste – darunter auch viele Ehemalige – reisten nach Jülich-Broich, um dem Team um Kita-Leiterin Stefanie Kleinermanns und den Kindern zu gratulieren.

Bei strahlendem Sonnenschein herrschte ein märchenhaftes Treiben in der Kita, die sich in der Trägerschaft der Kreismäuse AöR (Anstalt des öffentlichen Rechts) befindet. Zur feierlichen Eröffnung nahmen die Kindergartenkinder ihre Gäste mit auf eine Reise durch die Märchenwelt. Ins Festgeschehen tummelte sich auch ein ganz besonderer Ehrengast: der Grüffelo, die Hauptfigur aus einem beliebten Kinderbuch.

Für musikalische Begleitung sorgte der Singkreis aus dem Stammhaus Jülich. „Ein Hoch auf uns“ schallte jedoch nicht nur lauthals über das Gelände, denn die Kinder überraschten die Gäste auch mit passenden Gebärden zum Text. Im inklusiven Alltag der Kita ist die gebärdenunterstützte Kommunikation ein fester Bestandteil. „Wir sind alle mit dem Herzen dabei. Jeder Mensch, ob Kind oder Elternteil, wird hier an- und aufgenommen, wie sie oder er ist“, sagt Stefanie Kleinermanns.

Wohl auch aufgrund dieser Einstellung, dem interdisziplinären Team und dem familiären Rahmen, schaffte es die Kita Purzelbaum als einzige Kita aus Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr unter die zehn Finalisten beim Deutschen Kita-Preis. „Das war ein aufregendes Jahr für uns alle – für die Kinder, Eltern, Träger und alle Mitarbeitenden. Wir sind als Kita-Gemeinschaft nochmal ein Stück enger zusammengerückt und sind stolz über diese besondere Auszeichnung für unsere kindorientierte Arbeit“, betont die Kita-Leiterin.

Neben vielen bunten, auf das Motto abgestimmten Kinderaktionen, war das Fadenpuppenspiel Rumpelstilzchen ein weiterer Höhepunkt. Zum krönenden Abschluss wurden spannende Preise bei der Tombola des Fördervereins der Einrichtung verlost.

Kategorien
News

Mit dem Vulkan-Expreß die Signale auf grün geschaltet

Brohl – Pastoraler Raum Sinzig feiert Auftaktveranstaltung – Einen außergewöhnlichen Rahmen hat sich das Leitungsteam des Pastoralen Raums Sinzig überlegt, um den Auftakt des neuen Raumes zu feiern.

Das Leitungsteam des Pastoralen Raums Sinzig Dekan Matthias Schmitz, Sebastian Zinken und Sabine Mombauer begrüßten ebenfalls Weihbischof Robert Brahm im Vulkan-Expreß (v. links). Foto:© Eva Schlaf

300 Menschen hatten sich am 24. September bei der Auftaktveranstaltung des Pastoralen Raums Sinzig gemeinsam auf den Weg zu einer kleinen Reise gemacht. Ganz nach dem Motto: „Wir bleiben in Bewegung, machen uns auf den Weg, nehmen dabei jeden mit und freuen uns auf vielfältige Begegnungen“. Offiziell ist der neue Pastorale Raum, der das ehemalige Dekanat Remagen-Brohltal abgelöst hat, bereits zu Beginn dieses Jahres gestartet, seitdem wurden auch die ersten Schritte ins Neue gegangen. Jetzt luden die Verantwortlichen alle Interessierten dazu ein, das „Neue“ kennenzulernen.

Bei der feierlichen Eröffnung ging es für die Gäste gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Pastoralen Raums im Vulkan-Expreß mit 20 Kilometern pro Stunde von Brohl am Rhein nach Engeln im Brohltal. Mitgekommen und eingestiegen in die Wagons waren Gruppen, Familien und Mitglieder von Einrichtungen und Institutionen im Pastoralen Raum sowie viele weitere Interessierte. In Engeln angekommen, hatten sie in lockerer Atmosphäre Zeit zum Austausch und Kennenlernen – diese Möglichkeit wurde rege genutzt. Für die Kinder wurde ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm angeboten.

Im Anschluss wurde die Eröffnung des Pastoralen Raums Sinzig in einem Wortgottesdienst mit Weihbischof Robert Brahm gefeiert. Auch hierbei stand der Fokus auf dem Thema „Bewegung und neue Wege gehen“. Ein spontan gebildeter Chor und eine ebenso spontan gebildete Band begleitete den Gottesdienst musikalisch und sang unter anderem ein eigens für die Veranstaltung getextetes Lied. Es sei an der Zeit „Türen zu öffnen“, „Raum zu schaffen“, „einzusteigen“, „anzukuppeln“ und „das Signal auf grün zu setzen“, um sich gemeinsam mit allen Menschen, die dabei sein möchten, auf den neuen Weg zu machen – waren sich die Hauptamtlichen des Pastoralen Raums und Weihbischof Brahm einig.

Nach dem Wortgottesdienst ging es für die Menschen aus den verschiedensten Orten des Pastoralen Raums mit dem Vulkan-Expreß wieder an den Ausgangspunkt zurück.

Dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen, zeigte die Resonanz auf die Einladung des Leitungsteams bestehend aus Dekan Matthias Schmitz, Gemeindereferentin Sabine Mombauer und Diakon Sebastian Zinken: Bis auf den letzten Platz waren der gemietete Vulkan-Expreß und der Saal im Bahnhof Engeln ausgebucht. Die Organisatoren zeigten sich begeistert vom Erfolg. „Wir freuen uns sehr, dass unser Wunsch nach Begegnung in Erfüllung gegangen ist und dabei viele verschiedene Menschen miteinander in Kontakt gekommen sind. Es hat ein toller Austausch stattgefunden.“

Nun ist das Leitungsteam gespannt auf die Auswertung der Postkarten, die an die „Mitreisenden“ verteilt wurden. Darauf konnten sie kreativ werden und Slogans für den neuen Pastoralen Raum vorschlagen sowie ihre Wünsche an die Kirche rund um Sinzig und darüber hinaus aufschreiben.

Kategorien
News

Stadtsportbund Aachen e. V. und Stawag unterstützen Erwachsene beim Schwimmenlernen

Aachen – Mittlerweile ist den meisten Menschen bekannt, wie wichtig es ist, dass unsere Kinder schwimmen lernen und im Idealfall bereits die Kleinsten an das Element Wasser herangeführt werden. Aber was ist mit den Erwachsenen? Nicht alle Menschen konnten in der Kindheit eine Schwimmausbildung genießen. Viele nutzen heute die Chance, dies nachzuholen. Das zeigt der große Andrang auf die Schwimmkurse für Erwachsene Anfänger*innen in der Osthalle. Die Kurse werden seit Jahren vom Stadtsportbund Aachen e.V. in Kooperation mit der STAWAG, als Partner des Aachener Sports angeboten.

Die Beweggründe für den Kursbesuch sind unterschiedlichster Natur. Aussagen wie „Ich möchte endlich mit meinen Kindern oder Enkeln schwimmen gehen können“ oder „Nach einer traumatischen Flucht aus meinem Heimatland über das Mittelmeer, möchte ich die Angst vor dem Wasser verlieren und mich dort souverän bewegen können“, zeigen wie bunt gemischt die Gruppen sind. Gerade das macht diese Kurse auch aus.

„Es liegt auf der Hand, dass wir als Trinkwasserversorger gerne möchten, dass alle Menschen sich in diesem Element sicher und wohl fühlen. Es ist uns darum eine Herzensangelegenheit, vor allem auch denen, die sich im Erwachsenenalter an eine Schwimmausbildung heranwagen, Unterstützung zu bieten. Schwimmen ist etwas Elementares, es geht ums Nichtertrinken und ist damit eine wichtige Life-Skill. Da diese Fähigkeit in der Regel als Kind erlernt wird, machen sich viele gar keine Gedanken darüber, dass jemand nicht schwimmen kann. Aber für die betroffenen Erwachsene bedeutet das Schwimmen im Wasser oft das Überwinden von Ängsten und Schamgefühlen. Wir begrüßen deshalb das auch pädagogisch auf diese Anforderungen zugeschnittene Programm sehr“, betont Kirsten Haacke von der STAWAG.

Pro Kurs werden bis zu acht Erwachsene im Alter zwischen 20 und 60 Jahren hier zunächst behutsam im stehtiefen Wasser an das Element gewöhnt und lernen im nächsten Schritt die Grundfertigkeiten des Schwimmens. Dann wird das Gelernte im tiefen Becken verinnerlicht. Nebenbei trainiert man dabei das Herz-Kreislaufsystem und sorgt für einen positiven Effekt auf Gesundheit und Selbstbewusstsein.

Wer nach dem Anfängerkurs nicht genug bekommt vom Wasser, kann in weiterführenden Kraul- und Stilschwimmkursen seine Techniken verbessern. „Das Wasser, welches nicht selten zuvor einen angsteinflößenden Eindruck bei den Teilnehmenden hinterlassen hat, wird so heute oft als Trainingselement genutzt“, freut sich Nadine Frey, Geschäftsführerin des Stadtsportbund Aachen e.V.

„Das macht viel mit den Teilnehmenden und unterstützt die persönliche Entwicklung“, so Simone Deloie, die die Organisation der Kurse beim Stadtsportbund Aachen auch als Fachkraft für Integration durch Sport unterstützt.

Diese persönliche und sportliche Entwicklung begleitet Lukas Prömpler als einer von drei Übungsleitungen für Erwachsenenschwimmen beim Stadtsportbund Aachen e.V. nun bereits seit einigen Jahren. Er hat vielen Erwachsenen das Schwimmen beigebracht und Ängste genommen. „Es ist jedes Mal aufs Neue schön, Menschen, die es zu Beginn einige Überwindung kostete ins Wasser zu gehen, auf dem Weg zu sicheren und selbstbewussten Schwimmern zu begleiten“, freut sich Prömpler.