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Neurologie im Mayener Krankenhaus wird ausgebaut

Mayen, 04.09.2020 – Die Klinik für Innere Medizin in Mayen hat Verstärkung bekommen. Seit 1. August ist der Neurologe und Sozialmediziner Dr. Marcus Mondroch dort tätig. Der 47-jährige Facharzt verstärkt als Leiter der Sektion für Neurologie und Oberarzt der Inneren Klinik das Team der Akutgeriatrie. Bis zu seinem Wechsel in das St. Elisabeth war der gebürtige Dortmunder im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) des Katholischen Klinikums Koblenz bereits ambulant in Mayen tätig.

Eine eingehende neurologische Untersuchung ist für Dr. Marcus Mondroch die Grundlage seiner Arbeit in der Geriatrie. Die leitende Oberärztin der Abteilung, Dr. Jeni Alecu, freut sich über die fachliche Unterstützung. Foto: GK Mittelrhein/St. Elisabeth Krankenhaus Mayen

Sein Wissen rund um mehr als 100 Milliarden Nervenzellen, die unsere Bewegung, unsere Sprache, unser Denken und Fühlen steuern, kommt somit vielen Patienten im St. Elisabeth zugute. Ziel ist die Schaffung eines neurogeriatrischen Schwerpunktes innerhalb der Akutgeriatrie in Mayen. „In der Altersmedizin sind fast die Hälfte der Diagnosen neurologisch-psychiatrisch. Daher braucht die Geriatrie einen interdisziplinären Ansatz unter Beteiligung verschiedener Fachrichtungen und dazu gehört auch die Neurologie“, so der dreifache Familienvater.

Dr. Marcus Mondroch verfügt zudem über eine Ermächtigung der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, so dass auch eine ambulante Behandlung von neurologischen Erkrankungen im St. Elisabeth möglich ist. „Es war mir ein persönliches Anliegen, die ambulante Versorgung von neurologischen Patienten in Mayen und Umgebung, nach dem Wegfall der Zweigpraxis des MVZ Katholisches Klinikum Koblenz, zumindest in Teilen weiter sicherzustellen.“

 

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Standortbedeutende Sportstätte für die Region fertiggestellt

Daun, 04.09.2020 – Vergangenen Freitag wurden die umfassenden Erneuerungsarbeiten an der Tartanbahn im Dauner Wehrbüsch-Stadion unter Beteiligung zahlreicher Vertreter aus den Schulen der Region, aus der Stadt Daun, der Verbandsgemeinde Daun, des Landrates, der Firma Cordel-Bau aus Wallenborn und des TUS 05 Daun e.V. feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Der 1. Beigeordnete der Verbandsgemeinde Otmar Monschauer hat es in seiner Begrüßung betont. Die Verbandsgemeinde Daun ließ sich die Erneuerung mehr als eine dreiviertel Million Euro kosten. Das Land hat die Erneuerung mit knapp 200.000 Euro bezuschusst. Die Nutznießer dieser phantastischen, neuen Sportanlage sind die Kita’s, die Schulen der Region in und um Daun, der TUS 05 Daun e.V. und benachbarte Sportvereine.

Wie sind die Zeiten ändern zeigt sich ganz deutlich bei den Kosten. 1991 kostet der erste Tartanbelag noch 776,000 DM. Das Land bezuschusste damals den Neubau mit 442.000 DM, der Landkreis mit 208.000 DM. Heute kostet der Belag fast das Gleiche in Euro. Das Land gibt fast das Gleiche in Euro als Zuschuss. Nur der Landkreis hat sich dieses Mal nicht an den Kosten beteiligt. Durch die Umwelteinflüsse und Benutzung war die Beschichtung der alten Kunststoffbahnen nach fast 30 Jahren verschlissen. Darüber hinaus hatte sich der Kunststoffbelag in einigen Bereichen von dem darunter liegenden Asphalt gelöst und es hatten sich Risse im Kunststoff gebildet.

Sportstättenbau-Spezialist Firma Cordel aus Wallenborn hatte die Ausschreibung gewonnen. Firma Cordel ist spezialisiert für den Bau von Kunstrasenplätzen und Tartanbahnen. Die „TechniSat-Arena“ mit dem Kunstrasenplatz in direkter Nachbarschaft zum Wehrbüsch-Stadion wurden ebenfalls von Firma Cordel errichtet.

Baubeginn war Ende März 2020. Der alte Tartanbelag wurde in Bahnen herausgefräst. Die 400 Meter Laufstrecken und die Halbkreisflächen hinter den Toren wurden vollständig ausgetauscht. Auch der Einbau einer neuen Rasenfläche hat sich während der Bauphase angeboten. Bedingt durch Corona und Co. hat sich die Eröffnung der Sportanlage um etwa drei Monate verzögert. Aber jetzt ist sie fertig und kann wieder bespielt werden.

Landrat Heinz-Peter Thiel: „Wer hat’s erfunden? Die Schweitzer haben es erfunden“. Die erste Tartanbahn in Europa wurde 1968 im Stadion Letzigrund in Zürich eingebaut. Die Tartanbahn im Dauner Wehrbüsch-Stadion ist nach der Erneuerung bereits der zweite Belag dieser Art Kunststofflaufbahnen im Wehrbüsch-Stadion, wusste der Landrat bei seinem Grußwort zu berichten. Thiel: „Das Wehrbüsch-Stadion ist eine standortbedeutende Sportstätte für die Region“. Als Schulträger der Gymnasien im Landkreis ist das Wehrbüsch-Stadion für uns sehr wichtig.

Die neue Kunststoffbahn („Tartanbahn“ genannt) wird in der Leichtathletik vor allem für Lauf- und Sprungwettbewerbe genutzt. Im Dauner Wehrbüsch-Stadion wurden die beiden Halbkreissegmente hinter den Fußballtoren aus dem glichen Material für die Nutzung als Kleinspielfelder für Basketball, Volleyball und andere Ballsportarten installiert.

Die Laufbahnen – sechs an der Zahl – durften eine maximale Längenabweichung von zwei Zentimeter nicht übersteigen. Auf den Geraden sind es sieben Laufbahnen.  Auch musste die Höhennivellierung exakt neu ausgerichtet sein, um den Vorschriften des internationalen Leichtathletikverbandes voll und ganz gerecht zu werden.

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Gemeinschafts-Ausstellung im Rathaus Kreuzau vom 1. September bis 30. Oktober 2020

Kreuzau, 04.09.2020 – 40 beeindruckende Bilder der drei Künstlerinnen Iwona Mattern, Nicoline Rieck und Monika Klumb sind in der Ausstellung „Malerei im Rausch der Fantasie und Wirklichkeit“ im Kreuzauer Rathaus bis zum 30. Oktober 2020 während den Öffnungszeiten zu besichtigen.

Die drei Künstlerinnen sind Schülerinnen von der Malerin Marie-Luise „Malu“ Klein, die seit über 30 Jahren an der VHS Rur-Eifel in Düren sowie in Belgien, Österreich und in der Schweiz Malerei unterrichtet. Im Atelier in Soller sind Iwona Mattern, Nicoline Rieck und Monika Klumb seit vielen Jahren Frau Kleins Stammgäste. Im Rathaus Kreuzau präsentieren die drei nun, was sie von ihrer erfahrenen Kursleiterin gelernt haben. Sie zeigen, in verschiedenen Maltechniken auf Leinwand gebracht, eine Auswahl an floralen Bildern, faszinierenden Tiermotiven, beeindruckenden Landschafts- und Portraitbilder sowie abstrakte Motive.

Auf unterschiedlichen Wegen sind die drei Künstlerinnen zur Malerei gekommen. Iwona Mattern hat mit Wasserfarben und Bleistift in der Schulzeit ihre Leidenschaft zur Kunst entdeckt. Inspiriert vom US-amerikanischen Maler Bob Ross entbrannte wieder ihr Interesse für das Malen, der sie nun eifrig nachgeht. Nicoline Rieck hatte erst mit dem Einrichten und Gestalten ihres Hauses die Malerei für sich entdeckt und malt nun seit 2006 in der Malakademie. Monika Klumb kam während einer Reha auf den Geschmack der Kunst. Die Freude und die Neugier mit verschiedensten Maltechniken neue Bilder zu erschaffen ist mittlerweile ein fester Bestandteil in ihrem Leben geworden.

„Lebendig erfrischend“, so äußerte sich Bürgermeister Ingo Eßer beeindruckend über die Ausstellung und sprach den Damen ein großes Kompliment aus.

Alle Interessierten können sich die Bilder bis zum 30. Oktober 2020 zu den Öffnungszeiten montags bis freitags von 8.30 bis 12.00 Uhr, dienstags von 13.30 bis 16.00 Uhr sowie donnerstags von 13.30 bis 17.00 Uhr im Rathaus Kreuzau, Bahnhofstraße 7, 52372 Kreuzau ansehen. Aufgrund der aktuellen Situation darf die Rathausausstellung nur mit einem Mund-Nasen-Schutz betreten werden.

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Ein etwas anderer VulkanBike – Veranstalter trotzen der Pandemie

Daun, 04.09.2020 –  Wenn am 12. September um 9 Uhr am Dauner Marktplatz der Startschuss zum VulkanBike Eifel-Marathon fällt, dann wird einiges anders sein als letztes Jahr. Aber: Das Top-Sportevent findet statt und die Macher küren sogar einen Deutschen Meister auf dem E-MTB – erstmals in Deutschland.

Danke an alle Unterstützer

Das Orga-Team bedankt sich bei allen Partnern, die auch dieses Jahr voll hinter dem VulkanBike stehen. Neben dem Hauptsponsor Nürburg Quelle sind das die Kreissparkasse Vulkaneifel, Haibike, innogy, das GesundLand Vulkaneifel, inMEDIA und die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz.

Das große Finale steigt dieses Jahr virtuell Nach der Zieldurchfahrt beim VulkanBike gibt es eine weitere Änderung: Die Siegerehrung findet nicht auf der Bühne statt. Am 13. September um 17 Uhr startet auf der Facebook-Seite des Events die große Abschlussparty. Neben der virtuellen Siegerehrung wird es auch tolle Gewinnspiele, atemberaubende Bilder von der Strecke und Live-Musik von der angesagten Band „Tonsport“ geben.

Anmeldung läuft

Die Anmeldung für den etwas anderen VulkanBike ist online. Auf der Homepage haben die Organisatoren ein mehrsprachiges PDF zu allen coronabedingten Änderungen veröffentlicht. www.vulkan.bike

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GK-Mittelrhein eröffnet Physiotherapie-Schule in Mayen – Begehrte Ausbildung startet schulgeldfrei

Mayen, 03.09.2020 – Physiotherapeut – für viele junge Menschen ein Traumberuf. Doch die Hürden waren groß, um sich diesen Traum zu verwirklichen. Zum einen sind die Ausbildungsplätze begrenzt und zum anderen musste dafür Schulgeld bezahlt werden. Seit kurzem hat sich einiges verändert, nicht nur im Ausbildungsberuf, sondern auch im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein: Am 1. September 2020 eröffnete der Maximalversorger eine Physiotherapieschule in Mayen. Hier stehen für drei Ausbildungsjahre insgesamt 83 Plätze schulgeldfrei zur Verfügung. Dazu gibt es bereits ab dem ersten Ausbildungsjahr ein Gehalt von über 1.000 Euro brutto.

Natalie Waldforst, Direktorin des Bildungs- und Forschungsinstituts Mittelrhein (BFI), strahlt bei der Begrüßung des ersten Jahrgangs, der in Mayen seine Ausbildung startet: „Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt eine eigene Schule haben! Damit wollen wir in Mayen und unseren weiteren Einzugsgebieten attraktive und hochwertige Ausbildungsplätze anbieten. So können wir selbst für qualifizierten Nachwuchs im eigenen Haus sorgen und aktiv einen Beitrag zur allgemeinen Fachkräftesicherung in diesem Berufszweig leisten.“ Das BFI ist unter anderem für die Aus-, Fort- und Weiterbildung am GK-Mittelrhein zuständig und in der Forschung tätig.

Was lernen die Schüler in der Ausbildung zum Physiotherapeuten? Sie lernen, wie das menschliche Skelett aufgebaut ist, aber auch, wie Muskeln und Sehnen verbunden sind und zusammenarbeiten. Das ist das Basiswissen, um später Patienten behandeln zu können. Die wesentliche Aufgabe von Physiotherapeuten ist es, durch geeignete Verfahren die Patienten entsprechend anzuleiten, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit ihres Körpers weiterzuentwickeln, zu erhalten oder wiederherzustellen – und das in ganz unterschiedlichen Altersgruppen. Da die Bewegungsfähigkeit unfall-, alters- oder krankheitsbedingt eingeschränkt sein kann, wird vom Kleinkind bis zum Hochbetagten behandelt. Die dreijährige Ausbildung ist im Blocksystem aufgebaut und gliedert sich in einen schulischen und einen praktischen Teil.

Die theoretische Ausbildung findet an der Schule in Mayen statt. Die praktische Ausbildung am Patienten erfolgt dann wohnortnah an einem der fünf Krankenhausstandorte des GK-Mittelrhein, in der ambulanten Physiotherapie sowie bei weiteren Kooperationspartnern. Dabei wird eng mit Rehafit zusammengearbeitet. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft des GK-Mittelrhein ist an allen Unternehmensstandorten in Koblenz, Mayen, Boppard und Nastätten vertreten. Hier betreuen die Teams aus Physio-, Ergo- und Sporttherapie sowie Logopädie stationäre sowie ambulante Patienten mit nahezu allen therapeutischen Behandlungstechniken und sorgen so für einen nahtlosen Übergang zwischen stationärer Akut- und ambulanter Nachbehandlung. Am Ev. Stift St. Martin befindet sich zudem ein Ambulantes Rehazentrum. „Die Arbeit als Physiotherapeut ist unglaublich vielfältig und ganz nah am Menschen. Der Job setzt nicht nur umfassende Kenntnisse der Behandlungstechniken voraus, sondern auch viel Fingerspitzengefühl, denn soziale und psychologische Aspekte spielen für den Behandlungserfolg ebenfalls eine wichtige Rolle“, erklärt Frank Haas, Physiotherapeut und Geschäftsbereichsleiter von Rehafit.

Verantwortlich für die Schule in Mayen ist Thorsten Becker-Agelidis. Er freut sich auf die neuen Herausforderungen, die auf ihn zukommen. Das GK-Mittelrhein wünscht dem Schulteam sowie allen Azubis einen erfolgreichen Start!

Weitere Informationen und Beratung zur Ausbildung zum Physiotherapeuten im GK-Mittelrhein erteilt das BFI unter 0261 499-1802 sowie www.karriere-gk.de. Bewerbungen sind ganzjährig möglich.

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Landkreis Mayen-Koblenz und Hochschule Koblenz schließen Pilotprojekt ab – Siedlungsstruktur in MYK beleuchtet

KREIS MYK, 03.09.2020 – In ländlichen Regionen wirkt sich der demografische und soziale Wandel besonders stark auf kleine Gemeinden aus: Abwanderung, steigendes Durchschnittsalter, Verlust von Infrastrukturen und sozialem Zusammenhalt, funktionale und bauliche Defizite in den Ortskernen sowie Leerstände sind die Folge. Um die aktuellen Entwicklungen nachzuvollziehen und zu verstehen sowie auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet zu sein, führte der Landkreis Mayen-Koblenz gemeinsam mit der Hochschule Koblenz ein Pilotprojekt am Beispiel der Gemeinde Nachtsheim sowie der Stadt Bendorf durch. Dabei war es das primäre Ziel, auszuloten, welche Themen für einen Ort wirklich relevant und zukunftsweisend sind. Das Projekt ist nun abgeschlossen und verspricht neue Impulse für die Entwicklung ländlicher Regionen.

„Das Projekt wurde mittels einer Fokusanalyse durchgeführt. Sie ist eine stark praxisorientierte Untersuchung zur Ortsentwicklung und hilft Zukunftsthemen und Ziele zu definieren und daraus Strategien abzuleiten“, erklärt Professor Peter Thomé von der Hochschule Koblenz, Inhaber der Innovationsprofessur „Strategien ländlicher Räume“.

Der zuletzt durchgeführte Schritt des Projektes bestand darin, dass Studenten der Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen und Sozialwissenschaften Projekt- und Seminararbeiten erarbeiteten, welche die Potentiale der zuvor durchgeführten Fokusanalyse aufgriffen und praxisnah weiterentwickelten. Dazu wurde in Nachtsheim angedacht, eine ortsbildprägende Hofanlage umzubauen und zum altersgerechten Wohnen inklusive Betreuung zu nutzen. Ein weiteres Thema war die Idee eines Mehrfunktionenhauses, das zum Beispiel Dorfladen, Arztpraxis und  Vereinsräume innehat.

In Bendorf wurde der Schwerpunkt auf eine Neukonzeptionierung des „Alten Kinos“ gelegt und die beispielhafte und kreative Weiterentwicklung des innerstädtischen Blockbereichs zwischen Hauptstraße, Bachstraße, Erlenmeyerstraße und Luisenstraße betrachtet. Die beiden Kommunen wurden gemeinsam mit der Hochschule ausgesucht. Nachtsheim steht repräsentativ für den ländlich und Bendorf für den städtisch geprägten Raum entlang der Rheinschiene. Beide Regionen haben unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen. So stehen kleinere Gemeinden im ländlich geprägten Raum im ständigen Wettbewerb mit den Ballungsgebieten. Sie müssen sich als attraktiver Standort zum Leben und Arbeiten präsentieren. Dagegen kommt Klein- und Mittelstädten wie Bendorf die Aufgabe zu, als Stabilisatoren in den Regionen zu wirken. Zudem gilt es gerade in diesem Raum, den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Stadtgesellschaft zu stärken. „Dadurch, dass beide Regionen beleuchtet wurden, sind viele Erkenntnisse auf vergleichbar strukturierte Kommunen im Landkreis übertragbar“, sagt Alois Astor, Leiter der Dorferneuerung.

Der bisherige Projektablauf

Zu Beginn des Projektes wurden statistische Daten ausgewertet, Kartenmaterial analysiert und Ortsbegehungen durchgeführt. Um konkrete Stärken einer Gemeinde zu identifizieren und mögliche Potentiale zu entwickeln, wurden daraufhin Interviews mit sogenannten Schlüsselpersonen wie Bürgermeistern, Wehrleitern, Unternehmern und Verwaltungsmitarbeitern durchgeführt. Bei den Interviews standen vor allem die Themen Flächenpotenziale, Bauen und Sanieren, das soziale Miteinander, Nahversorgung sowie Infrastruktur im Fokus. Die gesammelten Daten sowie die Erkenntnisse aus den Gesprächen bildeten die Grundlage für den nächsten Schritt – die Beteiligung der übrigen Bevölkerung. „Persönliche Gespräche mit Menschen, die den Ort von Grund auf kennen, sind für den Prozess enorm wichtig und gewinnbringend“, sagt  Professor Thomé.

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Belgisches Gericht in Brüssel weist die Klage der StädteRegion Aachen gegen den Weiterbetrieb von Tihange 2 ab

StädteRegion Aachen, 03.09.2020 –  Am Donnerstag, 03.09.2020 ist die Klage der „Dreiländerregion gegen Tihange“ auf sofortige Stilllegung des maroden Atomreaktors „Tihange 2“ vor dem Gericht in erster Instanz in Brüssel abgewiesen worden. Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier bringt die Enttäuschung auf den Punkt: „Die StädteRegion Aachen, die Stadt Maastricht, die luxemburgische Stadt Wiltz sowie neun natürliche Personen, zwei Bundesländer und zwei Unternehmen aus der Region haben mit uns geklagt. Ich bin immer noch der festen Überzeugung, dass wir sehr gute Argumente vorgebracht haben, damit das gefährliche Spiel der Betreiber mit der Sicherheit von Millionen Menschen endlich ein Ende hat. Insofern enttäuscht dieses Urteil.“ Die Klagegemeinschaft will jetzt die detaillierte Urteilsbegründung analysieren.

Ein Gutes zieht Grüttemeier dann aber doch aus der langen und intensiven juristischen Auseinandersetzung um den Bröckelreaktor, der nur 60 Kilometer von Aachen entfernt steht: „Mittlerweile ist klar geworden, dass es zumindest für diesen gefährlichsten belgischen Meiler Tihange 2 keine Laufzeitverlängerung geben wird und er 2023 vom Netz gehen wird. Zwischenzeitlich war der weitere Betrieb ein konkreter Plan, den die Betreiber hatten. Damit ist für uns zumindest klar, dass die unerträgliche Situation der ständigen Angst vor einem Unfall im schon sichtbar in die Jahre gekommenen Atomreaktor in absehbarer Zeit ein Ende haben wird. Das ist sicher auch ein Erfolg unserer Klage, die von allen Fraktionen im Städteregionstag mit eingereicht und engagiert unterstützt worden ist“, so Tim Grüttemeier. „Ganz besonders danken möchte ich den tausenden Menschen, die über Ländergrenzen hinweg aktiv geworden sind und gegen diese Gefahr aufgestanden sind.“

Eine breite Allianz unter Führung der StädteRegion Aachen hatte schon Ende 2016 in Brüssel eine Klage gegen den Weiterbetrieb von Tihange 2 auf den Weg gebracht. Sie alle haben ihre persönliche Betroffenheit geltend gemacht und wegen einer Gefährdung von Leib, Leben und Gesundheit, die nach ihrer festen Überzeugung von Tihange 2 ausgeht geklagt. Zu den Klägern gehören auf der deutschen Seite die Vorsitzenden der im Städteregionstag vertreten Fraktionen, der Vorsitzende des Personalrates der StädteRegion, die Aachener Verlagsgesellschaft, Weiss Druck sowie die Bundesländer NRW und Rheinland-Pfalz. Sie alle eint auch heute noch die klare Forderung, Tihange 2 unverzüglich stillzuzulegen oder zumindest abzuschalten, bis die Sicherheit lückenlos und wissenschaftlich fundiert nachgewiesen wird.

Die Klage richtete sich gegen den Belgischen Staat, die Föderalagentur für Nuklearkontrolle (FANC) sowie den belgischen Stromversorger und Betreiber der Atomkraftanlage Engie Electrabel.

Nachdem im Jahr 2018 in den Sicherheitsbunkern einiger Tihange-Reaktoren der Abbau von Beton sowie Anomalien in den Stahlverstärkungen festgestellt worden waren, hatte die Klagegemeinschaft Ende Dezember 2018 neue Argumente in das laufende Gerichtsverfahren eingebracht. Angeblich seien zwischenzeitlich Betonbunker saniert worden. Einen Sicherheitsnachweis gibt es indes auch heute noch immer nicht. Nach rund einem Jahr Stillstand ging Tihange 2 im Juli 2019 wieder ans Netz, musste aber wegen technischer Probleme schon Anfang Oktober 2019 wieder heruntergefahren werden. Mitte Juni 2020 fand die mündliche Verhandlung in Brüssel statt, bei der Klägergemeinschaft und Beklagte ihre Argumente vorgetragen haben.

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Neue Kita für 1,2 Millionen Euro in Bad Münstereifel-Mahlberg

Bad Münstereifel-Mahlberg, 03.09.2020 – Handwerkliches Geschick attestiert der Redakteur Manfred Metz in den Dienstagsausgaben der „Kölnischen Rundschau“ und des „Kölner Stadt-Anzeiger“der Bad Münstereifeler Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian. Und zwar, weil sie bei der Grundsteinlegung des neuen Rotkreuz-Kindergartens in Mahlberg geschickten Umgang mit der Maurerkelle gezeigt hatte. Eine mit Zeitungen, Münzen, Urkunde und Spielzeug-LKW gefüllte Kunststoffröhre wurde im neuen Rotkreuz-Kindergarten Mahlberg eingemauert.

Ralf Krutwig, der Bereichsleiter Kindertagesstätten und stellvertretende Geschäftsführer des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen, assistierte der kurstädtischen Verwaltungschefin. Das Rote Kreuz soll in Mahlberg den neuen Kindergarten betreiben.

Wie die Stadt Bad Münstereifel berichtet, war Anfang 2018 die Nachfrage nach Plätzen in Kindertagesstätten im Bereich Schönau/Mahlberg stark angestiegen. Noch im gleichen Sommer wurde deshalb eine vierte Gruppe im Pfarrheim Schönau aufgemacht. Und man trug sich mit dem Gedanken, den Kindergarten Schönau zu erweitern, so Preiser-Marian.

Alternativ wurde zeitweise auch die Schaffung eines Waldkindergartens erwogen – aber wegen zu kleiner städtischer Flächen in Schönau und aufkeimender Gegenwehr aus der Bevölkerung wieder fallengelassen. Im Juli 2019 entschied der Stadtrat sich für einen Kindergarten-Neubau an der ehemaligen Schule in Mahlberg. Dort befand sich bislang ein Kinderspielplatz. Er soll nach dem Bau in unmittelbarer Nähe wiedererrichtet werden.

„Die Kinder, die später einmal in das neue Gebäude einziehen, werden einen tollen Fernblick genießen“, prophezeite die Verwaltungschefin der Kurstadt bei der Grundsteinlegung. Nach Absprache mit dem Kreisjugendamt und dem Landschaftsverband Rheinland wird der Kindergarten zweizügig gebaut. Es sollen in dem eingeschossigen Gebäude eine U3- und eine Ü3-Gruppe eingerichtet werden.

„Weiterhin werden entsprechende Nebenräume, ein Mehrzweckraum, Sanitärräume, eine Küche mit Vorratsraum, ein Personalraum und ein Büro in dem eingeschossigen, barrierefreien Gebäude entstehen“, schreibt Manfred Metz. Die Kita werde in Massivbauweise errichtet, als Gestaltungselement werde eine heimische Holzvorsatzschalung verwendet.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Das Dach wird so gestaltet, dass später eine Fotovoltaik-Anlage montiert werden kann. Die Fußbodenheizung wird über eine Wärmepumpe betrieben, deren elektrische Energie ebenfalls von der Fotovoltaik-Anlage entnommen werden soll.

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Kreissparkasse Vulkaneifel ehrt Dienstjubilare

Daun, 03.09.2020 – Die Menschen in der Vulkaneifel bringen der Sparkasse ein sehr großes Vertrauen entgegen. Gerade bei Geldangelegenheiten ist ein über Jahre gewachsener persönlicher Kontakt zwischen Kunden und Beratern von unschätzbarem Wert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können außerdem ihr wertvolles Wissen, das insbesondere aus der Erfahrung heraus wachsen kann, an den Nachwuchs weitergeben. „Die langjährige Treue zum Arbeitgeber über Jahrzehnte hinweg ist bei vielen Unternehmen inzwischen eher die Ausnahme, gerade für die Sparkasse jedoch ein typisches Merkmal – besonders in der Vulkaneifel“, so KSK-Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen. Gleich neun Dienstjubiläen konnten vor wenigen Tagen bei der Kreissparkasse Vulkaneifel in einer kleinen Feierstunde gewürdigt werden.

Vierzigjährige Dienstjubiläen begingen Anita Häb, Christa Meyer, Norbert Peifer und Gisela Zimmer. Anita Häb wurde zum 1 Februar 1980 bei der Kreissparkasse Vulkaneifel als Sachbearbeiterin in der Kreditabteilung eingestellt. Von 1987 bis zum Jahr 2000 nahm sie in der damaligen Stadtzweigstelle Kassierer – und Servicetätigkeiten wahr. Danach erfolgte ihr Einsatz als Servicemitarbeiterin der Dauner Hauptstelle in der Privatkundenberatung.

Christa Meyer begann im Jahr 1980 ihre Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Kreissparkasse Vulkaneifel. Nach der erfolgreichen Prüfung wurde sie in der Zahlungsverkehrsabteilung eingesetzt. Im Jahr 1984 wechselte sie in die Kreditabteilung und nahm dort verschiedene Aufgaben, u.a. in der Bilanzanalyse bzw. als Gruppenleiterin der Sachbearbeitung A-L, wahr. Es folgte von 2011 bis 2012 ein Einsatz in der Marktfolge Passiv. Seit 2012 ist sie in der Innenrevision tätig.

Norbert Peifer war Zeitsoldat bei der Bundeswehr in Büchel. Zum 01.08.1990 begann er seine Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Kreissparkasse Vulkaneifel. Nach der erfolgreichen Ausbildung wurde er in der Abteilung Finanz- und Rechnungswesen bzw. Unternehmensteuerung eingesetzt, wo er bis heute tätig ist.

Im Jahr 1980 startete Gisela Zimmer ihre Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Kreissparkasse Vulkaneifel. Danach führte ihr beruflicher Weg über den Einsatz im Vorstandsekretariat, der Kundenabteilung, beziehungsweise im Passivreferat (Bereich Wertpapier) bis hin zur Betriebsorganisation. Hier ist sie als Administratorin seit 2019 tätig.

Zehnjährige Dienstjubiläen begingen Susanne Crump (Kreditanlystin in der Kreditabteilung), Ina Jungen (Administratorin in der Betriebsorganisation), Thilo Keßeler (Firmenkundenberater) und Philipp Michels (stellv. Orga-Abteilungsdirektor).

KSK-Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen sowie KSK-Vorstandsmitglied Stephan Alt  gratulierten  den Jubilaren  sehr herzlich und sprachen ihnen besondere Anerkennung für ihren engagierten Einsatz und die geleistete Arbeit in den insgesamt 210 Dienstjahren aus. Für den Personalrat und die Belegschaft überbrachte Marco Peifer herzliche Glückwünsche und dankte für die gute Zusammenarbeit.

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Investition in die Zukunft: Bürgermeister Bert Spilles begrüßt zum Ausbildungsbeginn die neuen Nachwuchskräfte

Meckenheim, 03.09.2020 – Die Stadt Meckenheim ist modernes Dienstleistungsunternehmen und attraktiver Arbeitgeber zugleich. Auch investiert die Verwaltung in die Zukunft und bildet junge Menschen vielfältig aus. Zum Ausbildungsbeginn am 1. September begrüßte Bürgermeister Bert Spilles drei neue Nachwuchskräfte für den Verwaltungsbereich. Zudem hieß er jene Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJler), Anerkennungspraktikantinnen und Fachoberschülerinnen herzlich wilkommen, die fortan spannende Einblicke in die Arbeit der städtischen Kindertageseinrichtungen gewinnen werden.

„Die Kommunen brauchen junge Leute für die Verwaltung und Kindertageseinrichtungen. Daher freue ich mich umso mehr, dass Sie sich dafür interessieren“, begrüßte Spilles die Jugendlichen, die eine solide Verwaltungsausbildung erwartet. „Wir bilden alles ab, was Sie sich vorstellen können. Das macht diese Tätigkeit auch so spannend.“ Der Bürgermeister verwies auf den unmittelbaren Kontakt mit den Bürgern. „Daraus ergibt sich eine direkte Rückmeldung für Sie.“ Überhaupt sei der Austausch wichtig. „Meine Tür steht für jeden Mitarbeitenden, jeden Auszubildenden offen. Ich habe stets ein offenes Ohr für Sie“, betonte Spilles, der die Nachwuchskräfte im Ratssaal des modernen Rathauses begrüßte. „Hier“, so der Bürgermeister, „profitieren Sie auch von den kurzen Wegen.“

Die beiden Auszubildenden Lisa Schmucker und Jannik Zirbes streben den Abschluss zum Verwaltungsfachangestellten (Kommunalverwaltung) an. Sie lernen in den nächsten drei Jahren die verschiedensten Bereiche der Verwaltung kennen. Neben der praktischen Ausbildung im Rathaus besuchen sie im Rahmen eines Blockunterrichts die Berufsschule und erhalten dienstbegleitende Unterweisungen beim Studieninstitut in Fächern wie Organisation, Kosten- und Leistungsrechnung, Finanzmanagement, Verwaltungs-, Kommunal- sowie Sozialhilferecht.

Milena Grzesik durchläuft das duale Studium „Allgemeine Verwaltung / Bachelor of Laws“. Mit diesem Studiengang wendet sich die Meckenheimer Stadtverwaltung an Nachwuchsführungskräfte für den gehobenen nichttechnischen Dienst. In einer Regelstudienzeit von drei Jahren werden berufspraktische Inhalte in den verschiedenen Bereichen der Verwaltung sowie theoretische Inhalte an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Köln vermittelt.

Den drei Auszubildenden wünschte Spilles ebenso viel Freude wie den Anerkennungspraktikantinnen Natalie Schönberg und Kristina Köhn, den Fachoberschülerinnen Salma Al Jaoui und Andjela Vujic sowie den FSJlern Emily Popp, Janik Schäfer, Philipp Schäfer, Mohamed Bouhlal, Celina Dahmen und Maria Hamo. „Ich hoffe, dass Sie sich bei uns wohlfühlen und für sich herausfinden werden, ob sie beruflich den richtigen Weg eingeschlagen haben“, so Spilles.