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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Wir müssen jetzt handeln! Am 2.November gehts los!

Region/Mainz, 29.10.2020 – „Die wichtigsten Helfer im Kampf gegen das Corona-Virus sind die Menschen. Denn das Virus lebt von persönlichen Begegnungen. Deswegen müssen wir diese reduzieren, wenn wir nicht riskieren wollen, dass die Krankheit unkontrolliert wütet. Wir können nicht übersehen: Auch die Zahl der schweren Verläufe steigt wieder und auch die Zahl der Todesfälle. Deswegen sind sich Länder und Bundesregierung einig: Wir müssen jetzt handeln! Heute gilt wieder wie im Frühjahr: ‚flatten the curve‘“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach den Beratungen des Bundes mit den Ländern.

„Wir wollen nicht zulassen, dass eine Infektionswelle dazu führt, dass Erkrankte nicht behandelt werden können – weil auch unter Ärzten und Pflegepersonal das Virus zur Ausfällen führt – und Krankenhäuser überlastet sind. Deswegen müssen wir jetzt den „Überlastungsschalter“ drücken und die Infektions-Welle brechen. Wir haben daher beschlossen, persönliche Kontakte im Bereich Freizeit drastisch zu begrenzen, damit Kitas, Schulen und das Wirtschaftsleben nicht runtergefahren werden müssen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter. Sie sei überzeugt, dass es das mildere Mittel sei, sich in der Freizeit einzuschränken, statt Wirtschaftsleben und damit Einkommen zu reduzieren und statt Schulen und Kitas zu schließen. Die wichtigste Maßnahme in der kommenden Zeit werde es sein, Abstand zu halten und Treffen von Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Die zusätzlichen Schutzmaßnahmen treten ab dem 2. November deutschlandweit in Kraft. Sie werden bis Ende November befristet. Nach Ablauf von zwei Wochen werden die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder sich erneut beraten, ob die Maßnahmen greifen.

Hilfen für betroffene Branchen

„Wenn wir jetzt nicht entschlossen handeln, werden die Folgen für die Wirtschaft gravierend sein. Wir wissen aber auch, dass Freizeit und Unterhaltung wichtige Wirtschaftsbereiche darstellen, die jetzt betroffen sind, und wir lassen diese nicht allein. Unternehmen, die von temporären Schließungen betroffen sind, wird der Bund eine Nothilfe gewähren, um sie für die finanziellen Ausfälle zu entschädigen. Ich habe mich besonders für die Soloselbständigen eingesetzt. Diese werden in dem Bundesprogramm erfasst. Jenseits der umfassenden temporären Beschränkungen führen bereits die bisherigen Maßnahmen dazu, dass einige Wirtschaftsbereiche auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen. Deshalb wird der Bund Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche verbessern. Dies betrifft zum Beispiel den Bereich der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft. Außerdem wird der KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten geöffnet und angepasst“, so die Ministerpräsidentin.

Die Arbeitgeber haben eine besondere Verantwortung für ihre Mitarbeiter, um sie vor Infektionen zu schützen. Deshalb muss jedes Unternehmen in Deutschland auch auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung sowie betrieblichen Pandemieplanung ein Hygienekonzept umsetzen und angesichts der gestiegenen Infektionszahlen auch nochmals anpassen. Ziel ist u.a., nicht erforderliche Kontakte in der Belegschaft und mit Kunden zu vermeiden, allgemeine Hygienemaßnahmen umzusetzen und die Infektionsrisiken bei erforderlichen Kontakten durch besondere Hygiene-und Schutzmaßnahmen zu minimieren. Bund und Länder fordern die Unternehmen eindringlich auf, jetzt wieder angesichts der hohen Infektionszahlen, wo immer dies umsetzbar ist, Heimarbeit zu ermöglichen.

Deutschlandweite Maßnahmen sind notwendig

„Die Maßnahmen, die wir noch vor zwei Wochen mit dem Bund vereinbart haben, reichen nicht aus, um das Virus zu stoppen. Die Task Forces in Rheinland-Pfalz haben auf Basis des Warn- und Aktionsplanes gute, effiziente und zielgerichtete Maßnahmen ergriffen; die Virenlast in der Bevölkerung ist aber schon zu hoch, dass sie nachhaltig wirken. Zusätzlich zu lokalen Maßnahmen brauchen wir deutschlandweite Schutzmaßnahmen, weil wir heute nicht mehr einzelne und lokalisierte Ausbruchsgeschehen haben, weil wir heute nicht mehr einzelne Risiko-Gebiete haben, sondern weil heute fast die gesamte Landkarte in Deutschland rot ist. Wir haben es schon einmal geschafft und wir können es wieder schaffen“, so die Ministerpräsidentin.

„Ich weiß, es ist nicht leicht, die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Es fällt schwer, auf Geselligkeit zu verzichten, nicht alle Freunde treffen zu können, nicht mit der erweiterten Familie feiern zu können, nicht auszugehen. Aber ich weiß auch, dass die Regierung im Bund und wir in den Ländern Verantwortung dafür tragen, dass es nicht dazu kommt, dass Millionen Menschen erkranken und Tausende sterben.“

Schutz gefährdeter Gruppen, Schnelltests für Personal und Besucher

Steigende Infektionszahlen führten leider auch zu einem Anstieg an Infektionen in medizinischen Einrichtungen und bei gefährdeten Personengruppen. „Ihr Schutz ist unsere Aufgabe. Wir wollen verhindern, dass es durch grundsätzliche Besuchsverbote zur Vereinsamung kommt. Deshalb haben die zuständigen Stellen je nach den lokalen Gegebenheiten für die Krankenhäuser, Pflegeheime, Senioren-und Behinderteneinrichtungen besondere Schutzvorkehrungen ergriffen“, unterstrich die Ministerpräsidentin weiter.

Der Bund habe durch die neue Testverordnung sichergestellt, dass die Kosten der seit kurzem verfügbaren SARS-CoV2-Schnelltests für regelmäßige Testungen der Bewohner bzw. Patienten, deren Besucher und das Personal übernommen werden. Die verfügbaren Schnelltests sollen jetzt zügig und prioritär in diesem Bereich eingesetzt werden, um auch bei steigenden Infektionszahlen einen bestmöglichen Schutz zu gewährleisten und sichere Kontakte zu ermöglichen.

Schutzmaßnahmen ab 2. November im Einzelnen

Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes und eines weiteren Hausstandes, aber in jedem Fall maximal begrenzt auf zehn Personen, gestattet. Weil diejenigen, die sich nicht an die Maßnahmen halten, andere Menschen gefährden, werden Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen von den Ordnungsbehörden sanktioniert. Darüberhinausgehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land ein gesundheitliches Risiko. Bund und Länder wirken bei den verstärkten Kontrollen zusammen.

Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.

Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören

a. Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen

b. Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen

c. Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen

d. der Freizeit-und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand.

e. Fitnessstudios, Schwimm-, Spaßbäder und ähnliche Einrichtungen.

Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.

Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

Der Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche aufhält.

Schulen und Kindergärten bleiben grundsätzlich geöffnet. Die Länder entscheiden über die erforderlichen Schutzmaßnahmen.

Dank an alle, die helfen, das Virus einzudämmen

„Der überwiegenden Mehrheit, die bisher und auch in Zukunft diese Maßnahmen mit Gemeinsinn und Geduld einhalten, gehört mein Dank. Meinen größten Respekt und Dankbarkeit zolle ich denjenigen, die im Gesundheitssystem ihren Dienst leisten und denjenigen, die für die praktische Umsetzung der Maßnahmen sorgen. Deswegen gilt heute wieder: Bleiben Sie zu Hause, damit diejenigen, die Ihnen helfen, für Sie da sein können“, so die Ministerpräsidentin.

„Vor uns liegen vier schwierige Wintermonate. Aber wir können mit Zuversicht in die Zukunft sehen. Die Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung und die Weiterentwicklung bei den Corona-Tests sind Grund zur Hoffnung, dass wir, wenn es uns gemeinsam gelingt, gut durch diesen Winter zu kommen, im nächsten Jahr schrittweise die Pandemie überwinden.“

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Landtag kommt zu Sondersitzung zusammen – Schweitzer: „Befinden uns an entscheidendem Wendepunkt“

Region/Mainz, 29.10.2020 – Der rheinland-pfälzische Landtag wird an diesem Freitag zu einer Sondersitzung zusammenkommen. In der Plenarsitzung wird Ministerpräsidentin Malu Dreyer eine Regierungserklärung zur aktuellen Corona-Lage abgeben. Dazu erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer:

„Wir befinden uns in der Pandemie an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir treten in Deutschland und Rheinland-Pfalz erneut in eine Phase ein, in der wir den Gesundheitsschutz der Vielen gegen die Freiheiten des Einzelnen abzuwägen haben. Es ist der richtige Weg, in diesem kritischen Stadium der Pandemiebekämpfung auf die Beteiligung des Parlaments zu setzen. Dass die Landesregierung zu den Corona-Beschlüssen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten und ihren Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz umgehend die Einbindung des Parlaments sucht, ist ein starkes Signal. Die Entwicklung des Infektionsgeschehens duldet keinen weiteren Aufschub. Noch haben wir die Möglichkeit, das Infektionsgeschehen durch harte und konsequente Maßnahmen wieder in den Griff zu bekommen. Welches unkontrollierbare Ausmaß das Infektionsgeschehen ohne einen solchen Wellenbrecher entwickeln kann, lässt sich gerade schmerzlich bei unseren europäischen Nachbarn beobachten.

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Corona-Rebellen treiben in Wittlich ihr Unwesen

Wittlich, 29.10.2020 – Seit einigen Wochen versammeln sich selbsternannte „Corona Rebellen“ jeden Sonntagnachmittag in Wittlich und predigen dort sektenähnlich Woche für Woche ihre ekelhafte Hetze und beweihräuchern sich damit. Eine Frau Marina Peil-Wendling hatte die Demonstration für die Bewegung „Corona-Rebellen“ beantragt. Nach eigenen Aussagen hat Peil-Wendling die Demo auf dem Platz an der Lieser für jeden Sonntag bis 2023 angemeldet.

Quelle: Agf.de und EAZ

Unterstützt wird sie seither unter anderem von der aus Hermeskeil stammende Kinderärztin Dorothea Thul und dem aus der AFD ausge-schlossene Landtagsabgeordneten Jens Ahnemüller aus Konz und einer Handvoll weiterer Corona-Rebellen. Die Gegendemonstranten stören die Demonstration durch laute Musik, Sirenengeheul und laute Zwischenrufe.

Das Ganze geht jetzt schon seit Juli 2020 so. Jeden Sonntag ist ein Großaufgebot von Polizei notwendig, der Demonstration Präsenz zu zeigen. Zuvor, genauer gesagt einen Monat, nachdem Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona Pandemie eingeleitet wurden, trafen sich ein paar Dutzend Menschen in Trier, um singend durch die Straßen zu „spazieren“ ohne Abstand, ohne Maske.

Sie sind nicht für die Erhöhung von Kurzarbeitergeld, nicht für die stärkere Unterstützung von Eltern, Kleingewerbetreibenden oder Kulturschaffenden und nicht für ein besseres Gesundheitssystem auf die Straße gegangen. Nein, sie wollten „Freiheit“ die Freiheit von Maßnahmen, die vernünftig sind, Maßnahmen, die notwendig sind, um Leben zu retten.

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„StadtteilZEITUNG“ für die Berg- und Talachse feiert Premiere

Stolberg, 28.10.2020 – Die Starterausgabe der StadtteilZEITUNG für das Programm des Integrierten Handlungskonzeptes „Berg- und Talachse“ ist fertiggestellt. Mit einer Print-Auflage von 10.000 Stück wird jeder Haushalt in Oberstolberg, Liester, Münsterbusch, Mühle und Velau des Fördergebietes in den nächsten Tagen eine Ausgabe erhalten. Darüber hinaus liegt die Zeitung an Auslagestellen und städtischen Außenstellen.

Die StadtteilZEITUNG soll die Menschen im Programmgebiet über die baulichen, sozialen und ökologischen IHKo-Maßnahmen sowie weitere Angebote und Aktivitäten in dem Gebiet informieren. Ein besonderes Ziel, so betont Bürgermeister Patrick Haas, ist „die Motivation von noch mehr Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadtteile, sich aktiv in die Prozesse einzubringen und sich selbst für ihr Wohnumfeld zu engagieren. Dafür gibt es in der Stadtteilzeitung zahlreiche Mitmach-Aktionen, in denen Möglichkeiten zur Beteiligung vorgeschlagen sind.“

Die Themen der ersten Ausgabe sind zum Beispiel der Bürgerfonds, die Umgestaltungspläne für den Geschwister-Scholl-Platz auf der Liester und der aktuelle Sachstand zur Bürgerbeteiligung „Blühende Mühlener Brücke“.

Auch der Titel und das Design der Zeitung sind noch nicht in Stein gemeißelt. Vorschläge und thematische Anregungen für die kommenden Ausgaben sind jederzeit herzlich willkommen! Es gibt viel Platz für Ideen von Bürgerinnen und Bürger, die sich gerne als „Viertel-Reporter“ betätigen können. Die Kontaktpersonen für Interessierte, Ideen und Feedback sind folgende Mitarbeiterinnen der Stadtteilbüros: Frau Ayse Ilter (Stadtteilbüro „Berg“, a.ilter@low-tec.de, 0176-11226119) und Frau Vera Langenberg (vera.langenberg@wabe-aachen.de, 0178-6602821).

Ab 2021 soll die StadtteilZEITUNG dann dreimal jährlich erscheinen. Dank Fördermitteln für die IHKo-Öffentlichkeitsarbeit ist eine Veröffentlichung bis 2024 gesichert.

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FÖJ – Kooperation zwischen Forstbetrieb und Förderverein „Naturschutzstation Bad Münstereifel e.V.“

Bad Münstereifel, 28.10.2020 – Ein FÖJ ist ein „Freiwilliges Ökologisches Jahr“, welches als Stütze der eigenen Berufsorientierung dienen kann. Gefördert wird das FÖJ vom Landschaftsverband Rheinland (LVR).

Mein Name ist Malin Bank, ich bin 18 Jahre alt und mache seit dem 1. August 2020 ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Naturschutzstation Bad Münstereifel in Kooperation mit dem Forstbetrieb der Stadt Bad Münstereifel. Diese Kombination gibt mir die Möglichkeit sowohl die Naturschutzarbeit kennenzulernen, als auch die Forstarbeiten.

FÖJlerin Malin Bank und Renate Lehminger-Mertens beim Füttern der Schafe. Foto: Stadt Bad Münstereifel

Meine Einsatzstelle ist die Naturschutzstation, diese ehemalige „Tongrube Toni“ auch „Teichmann-Haus“ genannt, bietet zahlreiche Lebensräume für geschützte wildlebende Pflanzen, Tiere und seltene Orchideen.

Den größten Teil der Woche bin ich im Forstrevier der Revierleiterin Frau Julia Nies tätig. Wichtige Teilaufgaben sind zum Beispiel die regelmäßige Kontrolle der Revierarbeiten. Vor allem die seit 2018 herrschende Borkenkäfer-Katastrophe nimmt viel Zeit und Planung in Anspruch, aber auch das Schützen der jungen Bäume in den vielen Neuaufforstungen gehört zu meinen Aufgaben.

An den Mittwochabenden und Donnerstagmorgen begleite ich zusammen mit der Biologin Frau Dr. rer. nat. Renate Lehminger-Mertens das Edelkrebs Projekt. Abends werfen wir die Reusen aus und zählen am nächsten Morgen die Anzahl und Geschlechter der Krebse. Somit werfen wir immer ein Auge auf das Gewässer des Naturschutzgebietes.

An den Donnerstagen helfe ich Herrn Markus Körfer bei vielen ehrenamtlichen Aufgaben, wie der Kontrolle und Pflege einiger Streuobstwiesen und seiner Schafe auf Flächen im Naturschutzgebiet.

In den Ferienfreizeiten bekommen Frau Jule Helmling (Dipl. Geogr., Umweltpädagogin) und ich viel Unterstützung von den kleinen Naturschützern. Zusammen mit den Kindern entdecken wir die Flora und die Fauna des Naturschutzgebietes und werten diese gemeinsam aus. Somit wird den Kindern ein Verständnis für Natur und Umwelt vermittelt. Umweltpädagogische Sachverhalte werden dabei oft spielerisch vermittelt, Klimaschutzaspekte praktisch umgesetzt und die Natur- und Umweltschützer von morgen ausgebildet.

Bei diesem FÖJ lernt man viel nachhaltig zu denken. Nicht nur im Forst wird in die Zukunft geplant, sondern auch im Naturschutz. Wie schützt man das Gebiet langfristig? Welche Methoden für den Schutz dürfen durchgeführt werden? Und am wichtigsten, anlehnend an die erste Frage, wie pflege ich das Gebiet, um es langfristig zu erhalten?

Alle diese Fragen und Planungen unterstütze ich zusammen mit dem Fachpersonal und gemeinsam kreieren wir die Lösungen. Es ist wie ein riesiges Projekt, welches in die Ewigkeit gerichtet ist und genau das finde ich so spannend an diesem FÖJ. Die vielen verschiedenen Aufgabenfelder lassen es nie langweilig werden. Zudem nehme ich die Natur viel bewusster wahr und erkenne mögliche Probleme oder aber auch eine schöne Entwicklung des Waldes und der Natur.

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Apfelsorten für Allergiker!

Mechernich, 28.10.2020 – Im Streuobstwiesenteil der Nordeifel, zu dem auch das Stadtgebiet Mechernich gehört, spielt sich zurzeit eine sehr reichhaltige Apfelernte ab. Es gibt gleich zwei Zusammenschlüsse von Obstwiesenbesitzern, die alte Sorten zu Saft und Schnaps verarbeiten und vermarkten, den Verein „Renette“ und die Firma „Föno“.

Museumbäuerin Rosi Josten zeigt Apfelscheibentrocknen beim „Tag nach der Ernte“ im Freilichtmuseum Kommern. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Was in der Öffentlichkeit nicht so gegenwärtig ist, sind verbreitete Allergien gegen Äpfel oder Kernobst. Und der Umstand, dass es Apfelsorten gibt, die auch für Allergiker geeignet sind. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer jetzt in einer Pressemitteilung hin.

Zu den Sorten, die besonders gut verträglich sind, gehören „Santana“, „Wellant“, „Rubinette“, „Berlepsch“ oder der gute alte „Boskoop“, der im Raum Mechernich weit verbreitet ist. In der vom Rheinischen Landwirtschaftsverband (RLV) verbreiteten Pressemittelung heißt es aber auch: „Es ist allerdings notwendig, dass jeder Allergiker für sich testet, welche Apfelsorten er verträgt. Denn die Verträglichkeit ist von Person zu Person verschieden.“

Liste der Direktvermarkter

Häufig wird behauptet, dass alte Apfelsorten verträglicher seien als neue. Diese Aussage könne so nicht bestätigt werden, schreibt der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer. Die Aneinanderreihung von Aminosäuren in der Apfelsorte sei entscheidend dafür, ob Allergiker eine Apfelsorte vertragen können oder nicht. Und die sei von Sorte zu Sorte unterschiedlich – egal ob alt oder neu.

Auch die Dauer der Lagerung habe Einfluss auf die Verträglichkeit. So vertragen viele Allergiker frisch geerntete Äpfel besser als Früchte, die lange Zeit gelagert worden sind. Viele direktvermarktende Obstbaubetriebe bieten den Verbrauchern in ihren Hofläden die Möglichkeit an, die Apfelsorten zu probieren. Eine Liste mit direktvermarktenden Apfelerzeugern findet man auf www.provinzialverband.de

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Jugendbeirat Mayen im Austausch mit der Politik

Mayen, 27.10.2020 – Kürzlich traf sich der Jugendbeirat Mayen mit Vertretern der städtischen Parteien zu einem Austausch im Forum Mayen.

Unter Beachtung aller derzeitigen Coronaregeln waren 10 Mitglieder des Jugendbeirates, Frau Sondermann und Vertreter der im Rat vertretenen Parteien anwesend.

Die Jugendlichen hatten diesen Termin geplant, um die Möglichkeit zu bekommen, einige Fragen an die Politik zu stellen. Zugleich konnte der Jugendbeirat seine eigenen Vorstellungen und Planungen näher erläutern. Seitens der Mitglieder des Jugendbeirates wurde der Wunsch geäußert, mehr und besonders frühzeitig in Planungen, welche auch die Jugend betreffen, einbezogen zu werden.

Die Vertreter der Politik informierten sich bei den Jugendlichen über die aktuellen Projekte und gaben einige hilfreiche Tipps.

Unter anderem werden durch den Jugendbeirat aktuell Senioren bei Einkäufen unterstützt, Spielplätze erweitert und Skater- bzw. Mountainbikebahnen geplant.

Das Treffen war für alle Beteiligten sehr interessant und soll wiederholt werden.

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Kommune bewegt Welt: Kreis Düren gewinnt den Wettbewerb

Düren, 27.10.2020 – Der Kreis Düren hat den mit 20.000 Euro dotieren bundesweiten Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ gewonnen. In der Kategorie der großen Kommunen mit über 100.000 Einwohnern behaupteten sich die Aktiven aus dem Kreis Düren gegen die Mitbewerber. Corona-bedingt fand die Preisverleihung des Wettbewerbs von „Engagement global“ am 23. September 2020 erstmals virtuell statt.

Der Kreis Düren hatte sich mit vier Kooperationspartnern beworben: Initiator war der Verein GermAfrika Kompass, der von der Evangelischen Gemeinde zu Düren, dem Caritasverband für die Region Düren-Jülich sowie dem Verein Kultur ohne Grenzen unterstützt wurde. Gemeinsam überzeugte man die Jury von einer kommunalen Entwicklungspolitik, in der Migration und Entwicklung intensiv zusammen gedacht werden.

Im Mittelpunkt der Bewerbung stand die Veranstaltungsreihe „Glokal-Afrodeutsches Wochenende & Empowerment“. Sie rückt bedeutende entwicklungspolitische Themen im Bereich Migration und Entwicklung in die Öffentlichkeit. Hauptziel war es, das Thema auf lokaler Ebene unter dem Motto „Austausch auf Augenhöhe“ zu verankern. An den Glokal-Veranstaltung wirkten auch Solar Global e.V., der Sportverein 1912 Jülich, das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus und „Fußballvereine gegen Rechts“ mit.

Die Glokal-Veranstaltungsreihe vereint mit Migration und Integration zwei Teile, die oft separat gesehen werden und erweitert sie um Entwicklung als dritten Teil. 2018 hat die Veranstaltung den Weg für entwicklungspolitische Themen im Bereich Migration bereitet und wurde 2019 mit Fragestellungen rund um die Themen Umwelt und Klima erweitert. Zusammen mit dem Forschungszentrum Jülich sollte die Veranstaltung 2020 das Thema „Innovation und wirtschaftliche Zusammenarbeit“ haben, was Corona-bedingt jedoch nicht möglich war.

Das Preisgeld von 20.000 Euro ist für die Verstetigung der Veranstaltungsreihe und die Stärkung des Themenfeldes „Migration und Entwicklung“ vorgesehen. Glokal besteht zurzeit aus zwei Hauptteilen, dem Politik- sowie dem Sport-/Kulturteil. Mit dem Preisgeld soll als drittes Themenfeld „Innovation und wirtschaftliche Zusammenarbeit“ dazukommen. So soll eine kleine Wirtschaftsmesse organisiert werden, auf der Projekte der wirtschaftlichen Entwicklung vorgestellt werden. Für Emmanuel Ndahayo, einer der beiden Vorsitzenden des Vereins GermAfrika Kompass, ist das eine Herzensangelegenheit: „Die Partner sollten sich auch auf wirtschaftlichem Feld auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam ausloten, welche Kooperationen möglich und sinnvoll sind.“

Der seit 2014 zweijährlich stattfindende Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ zeichnet bundesweit das gemeinsame entwicklungspolitische Engagement von Kommunen und migrantischen Organisationen aus.

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Friedhof im Stadtteil Kürrenberg wird zum Schmuckstück

Mayen, 27.10.2020 – Bereits seit Jahren trifft sich eine Gruppe von Seniorinnen und Senioren um den Initiator Manfred Neiss um einmal monatlich auf dem Friedhof in Kürrenberg Pflegearbeiten durchzuführen.

In vielen Arbeitsstunden wurden jeweils am ersten Montag im September und Oktober die durch den Wegfall der Grabstätten entstandenen Freiflächen wieder hergerichtet.

Ebenfalls wurden mit Unterstützung der Gemeindearbeiter und der Bereitstellung von Arbeitsgeräten durch den Betriebshof der Stadt Mayen die unbefestigten Fußwege überarbeitet.

Ebenso ist vorgesehen zum Ende des Monats Oktober nochmals zusätzlich eine Reinigungsaktion auf dem Friedhof durchzuführen, damit der Friedhof zum Fest „Allerheiligen“ wie in den vergangenen Jahren als Schmuckstück zu bewundern ist.

Ortsvorsteher Siegmar Stenner begrüßt diese Initiative und plant mit Herrn Neiss noch weitere Projekte, die dann von der „Seniorenband“ umgesetzt werden.

„Ohne diese 8 Personen wäre der Kürrenberger Friedhof nicht zu einem solchen Schmuckstück geworden!, betont Herr Stenner.

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Ab Montag, 2. November werden am Johannesweg die direkten Zufahrten Baumarkt, „Im Schmidtenloch“ und „Hubert-Roggendorf-Straße“ gesperrt

Mechernich, 27.10.2020 – Die Arbeiten am Johannesweg schreiten weiter zügig voran. Jüngst konnte der erste Bauabschnitt vom „Bahnhofsberg“ bis zur Einfahrt „Marienau“ asphaltiert werden.  Ab Montag, 2. November, werden die direkten Zu- bzw. Ausfahrten Baumarkt, „Im Schmidtenloch“ und „Hubert-Roggendorf-Straße“ gesperrt. Die notwendigen Umleitungen (siehe „Plan“) werden ausgeschildert.

Ingenieur Rudi Mießeler vom Planungsbüro „MR“ zieht eine zufriedene Zwischenbilanz: „Wir liegen gut im Zeitplan. Allerdings ist die Maßnahme im ersten Teilstück stellenweise etwas komplizierter als geplant, da jede Menge Fremdleitungen und Kabel in der Erde sind, die keiner sofort zuordnen kann. Dem müssen wir natürlich akribisch nachgehen.“

Aktuell werden Leitungen und Rohre im zweiten Bauabschnitt – von der Marienau bis zur Baumarkt-Zufahrt – erneuert. Anfang November soll dieser Johannesweg-Abschnitt fertig gestellt sein. „Ab dem Zeitpunkt kann auch das bislang bearbeite Teilstück vom Bahnhofsberg bis zur Marienau wieder für den Verkehr freigegeben werden“, erläutert Mario Dittmann, Fachbereichsleiter „Straßen“ der Stadt Mechernich an.

Auch der REWE-Markt sei dann – zumindest für Kunden vom Bahnhofsberg kommend – ohne Umleitungen erreichbar, ebenso die Wohngebiete Knappenweg und Marienau für Anlieger und Anwohner.

Verzögerungen witterungsbedingt möglich

Im nächsten Bauabschnitt werden ab kommenden Montag (2. November) die Zu- bzw. Ausfahrten zum Baumarkt, „Im Schmidtenloch“ und „Hubert-Roggendorf-Straße“ am Johannesweg gesperrt werden – voraussichtlich bis Anfang 2021.

„Der Zeitplan gilt natürlich nur, wenn der Winter nicht zu streng ist. Kleine Verschiebungen sind bei solch umfangreichen Sanierung-Maßnahmen immer möglich und nicht auszuschließen“, so Mießeler.

Die Behelfstrasse für die Umleitung durch den Wald zum „Schmidtenloch“ wurde bereits geschottert. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Zum „Im Schmidtenloch“ gelangen Anwohner, Anlieger und Rettungsdienste dann über die Marienau und durch den Wald. Die Breite der dort eigens dafür angelegten und geschotterten Behelfsstraße ist weitestgehend auf vier Meter beschränkt. Davon ausgenommen sind nur zwei zehn Meter lange Ausweichstücke für den Gegenverkehr. An diesen Stellen beträgt die Trassenbreite sieben Meter.

Die Zufahrt zum Baumarkt wird während der dritten Bauphase über den Parkplatz am REWE-Markt möglich sein. Der Einbahnstraßenverkehr wird für diesen Zeitraum in der „Hubert-Roggendorf-Straße“ aufgehoben.

Der insgesamt knapp einen Kilometer lange Johannesweg, dessen Straßenbelag mehr einem Flickenteppich gleicht und dessen Kanalsystem marode ist, soll auf der kompletten Länge saniert und ausgebaut werden. Für die gesamte Maßnahme sind zwei Jahre eingeplant. Das Vorhaben war zuvor in zwei Bürgerversammlungen mit den Anliegern abgestimmt worden.