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ISB-InfoPoints auch im neuen Jahr 2024 – Unterstützung im Ahrtal bleibt bestehen

Region/Ahrtal/Mainz – Die ISB-InfoPoints im Ahrtal, ein gemeinsames Angebot des Ministeriums der Finanzen Rheinland-Pfalz und der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), bleiben mindestens bis zum 30. Juni 2024 bestehen. Vor Ort stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helfer-Stab gGmbH das Angebot zur Verfügung. In künftig sieben ISB-InfoPoints, die gleichmäßig über die betroffene Region verteilt sind, erhalten betroffene Privatpersonen weiterhin Hilfestellung bei der Beantragung der Aufbauhilfe bei Hausrats- und Gebäudeschäden. Zusätzlich wird das bestehende Angebot durch einen mobilen ISB-InfoPoint-Außendienst ergänzt, um zu Hause bei der Antragstellung zu unterstützen.

„Die Landesregierung hat versprochen, die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen bestmöglich zu unterstützen. Das Beratungsangebot an den ISB-InfoPoints wurde bisher sehr gut angenommen und konnte den Betroffenen unmittelbar weiterhelfen. Insgesamt geht es gut voran mit dem Wiederaufbau im Ahrtal, aber wir sehen, dass es weiterhin Bedarf an persönlicher Unterstützung und Beratung gibt. Deshalb setzen wir gemeinsam das Unterstützungsangebot für den privaten Wiederaufbau im kommenden Jahr zielgerichtet fort“, sagte Finanzministerin Doris Ahnen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die ISB-InfoPoints ein weiteres Mal verlängern konnten. Die Unterstützung bei der Antragstellung vor Ort hat eine sehr hohe Priorität“, bekräftigte ISB-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Link. „Neben der Beratung stehen wir natürlich nach wie vor als direkter Ansprechpartner zur Verfügung. Insbesondere bei komplexen Sachverhalten hat sich das schon oft bewährt.“ Bis Mitte November habe die ISB über 95 Prozent der vollständig vorliegenden Anträge mit einem Volumen von über einer halben Milliarde Euro bewilligt, bekräftigte er.

Die ISB-InfoPoints gibt es ab 2024 in den Städten Sinzig und Bad Neuenahr-Ahrweiler (Heimersheim, Rathaus, Verlagshaus Linus Wittich) sowie über das mittlere und obere Ahrtal verteilt: Altenahr, Hönnigen und Schuld. Die Verteilung ist so angelegt, dass die Unterstützung für die Betroffenen weiter auf kurzen Wegen erreichbar ist.

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Stadtsportbund Aachen e.V. – Sportabzeichen-Ehrung 2023 im Weißen Saal des Rathauses

Aachen – Am vergangenen Donnerstag zeichneten Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler und der Vorsitzende des Stadtsportbundes Aachen e.V., Björn Jansen, im Weißen Saal des Rathauses zahlreiche sportlich aktive Bürgerinnen und Bürger aus, die in den vergangenen 25 bis 60 Jahren jährlich das Deutsche Sportabzeichen abgelegt haben.

Ausgezeichnet wurden:

  1. Sportabzeichen: Herr Dieter Gier
    40. Sportabzeichen: Herr Klaus Kaltenbach, Herr Rainer Franken
    55. Sportabzeichen: Frau Gertrud Och                                                                     
    60. Sportabzeichen: Prof. Dr. Heinrich Köhne        

Darüber hinaus verlieh Dieter Fischer, Sportabzeichen-Beauftragter des Stadtsportbundes Aachen e.V., gemeinsam mit dem Vorstand der Sparkasse Aachen, Herrn Christian Burmester, die Sonderehrungen für das Generationen- und Familiensportabzeichen, im Bereich des Behindertensports und für die jüngsten Sportler im Stadtgebiet Aachen.

Verleihung Generationsportabzeichen: Familie Oprée
Verleihung Familiensportabzeichen: Familie Tiggeler
Ehrung Behindertensportabzeichen: Hans Tiggeler
Ehrung / Jugend: Mila Marie Offermanns

Vor dem gemeinsamen Umtrunk dankten Herr Jansen und Herr Fischer allen Stützpunktleitern des Sportabzeichens, die bei Wind und Wetter die Prüfungen abnehmen.

Informationen zum Deutschen Sportabzeichen

Das Deutsche Sportabzeichen ist die offizielle Auszeichnung für bestimmte sportliche Leistungen. Jeder kann das Sportabzeichen erwerben, auch wenn er kein Mitglied in einem Sportverein ist.

Man braucht in keinem Fall Leistungssportler zu sein, um die Anforderungen zu schaffen. Auch Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen können das Deutsche Sportabzeichen ablegen. Die sportlichen Bedingungen sind in vier Gruppen aufgeteilt. In den vier Leistungsgruppen werden motorische Grundlagen wie Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und allgemeine Schwimmfertigkeit geprüft. Aus jeder Gruppe muss eine Übung bestanden werden, bzw. ein Nachweis der Leistung erbracht werden. Die Sportler wählen aus verschiedenen Sportarten die vier altersgerechten Prüfungsbedingungen, die man im Laufe des Kalenderjahres erfüllen muss.

Das Sportabzeichen ist seit dem Jahr 2013 ein leistungsbezogenes Abzeichen. Es kann in den Stufen Bronze, Silber und Gold abgelegt werden.

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In Kall rollt bald der Ball wieder – Kostensteigerung auf 2,6 Millionen Euro

Kall – „Bis Weihnachten wird die Anlage samt Umzäunung fertig sein“, verspricht Manfred Poth, Projektleiter Wiederaufbau bei der Gemeinde Kall. Sehr zur Freude des Kaller Sport Clubs (KSC), dessen Vertreter/innen sich gemeinsam mit Manfred Poth sowie Bürgermeister Hermann-Josef Esser, seinem Allgemeinen Vertreter Markus Auel und Christoph Graf, stellv. Teamleiter technisches Bauamt, an der Sportanlage „Im Auel“ trafen.

Die Rede war vom neuen Kunstrasenplatz, der im Rahmen des Wiederaufbauplans der 2021 durch die Flut völlig zerstörten Sportanlagen entsteht und nun fast fertiggestellt ist. Direkt neben dem Kunstrasenplatz sollen noch ein Rasenkleinspielfeld sowie eine multifunktionale Spiel-um Sportfläche für alle Generationen entstehen, an deren Planungen die Bevölkerung sich hatte beteiligen können.

„Wir haben mit dem Kunstrasenplatz begonnen, damit der KSC und andere Vereine den Spielbetrieb so schnell wie möglich weideraufnehmen können“, erklärt Bürgermeister Hermann-Josef Esser. Tatsächlich, so der KSC-Vorsitzende Wolfgang Kirfel, sei es für den Verein nicht einfach gewesen, die Zeit ohne eigenen Sportplatz zu überbrücken. Ausgewichen waren die Kaller Mannschaften in der Zwischenzeit auf die Sportplätze in Keldenich und Scheven.

Geplant war die Fertigstellung des Kunstrasenplatzes bereits für Herbst dieses Jahres – die Verzögerung wie auch eine Kostensteigerung auf 2,6 Millionen Euro sind der Kampfmittelbeseitigung geschuldet. Nach Expertenprüfung war diese erforderlich geworden. Poth: „Wir mussten rund eine Million für die Kampfmittelbeseitigung ausgeben, das liegt auch an neuen gesetzlichen Vorgaben.“

Kurz nach dem Spatenstich im April 2023 seien die Vorgaben des Kampfmittelräumdienstes in Kraft getreten, sodass die Fläche bis auf das Niveau von 1945 abgetragen werden musste. „Bei einer ersten Sondierung waren dann 28 Störpunkte entdeckt worden, davon blieb nach der zweiten Sondierung keiner übrig“, berichtet der Projektleiter Wiederaufbau. Bürgermeister Esser ergänzt: „Das Ganze hat viel Zeit und Geld gekostet, aber auch zu einem hohen Maß an Sicherheit geführt.“

Die neue LED-Flutlichtanlage entspricht den Vorgaben der „Sternenparkregion Eifel“. Das bedeutet, dass nur das Spielfeld ganz gezielt ausgeleuchtet wird, und so wenig Lichtemission wie möglich entsteht.

Mit dem Bau der Spiel- und Sportfläche könnte nach Beschlussfassung im Bauausschuss Ende November und Ausschreibung des Auftrags dann im Frühjahr 2024 begonnen werden, so Poth, „wenn alles klappt“. Mit ebendieser Einschränkung kündigt der Leiter Wiederaufbau auch den ersten Spatenstich für das angrenzende Sportheim für denselben Zeitraum an.

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Führungskräfte der evm pflanzen mehr als 300 neue Bäume

Adenau – Team hilft bei der Aufforstung eines Waldstücks in der Gemeinde Barweiler – Normalerweise beschäftigen sie sich mit wichtigen Fragen rund um die Energieversorgung und tragen zudem Personalverantwortung. Kürzlich waren die Führungskräfte der Energieversorgung Mittelrhein (evm) in einer ganz anderen Mission unterwegs: Unter Anleitung von Revierförster Jens Marx vom Forstrevier Hocheifel pflanzten sie mehr als 300 junge Bäume in einem Waldstück am Wirftbach in der Gemeinde Barweiler in der Verbandsgemeinde Adenau.

Bevor das reguläre Führungskräftetreffen startete, ging es also zunächst einmal mit Spaten, Wiedehopfhauen und reichlich Setzlingen in den Wald. Förster Jens Marx hatte für die Baumpflanzaktion eine Fläche auf der Raftenwiese am Wirftbach ausgesucht, in der einmal Fichten standen, die aufgrund widriger Umstände gefällt werden mussten. Trockenheit, Extremwetterereignisse und Schädlingsbefall sorgen bekanntlich dafür, dass die Fichte im heimischen Wald keine Zukunft mehr hat. Das Führungsteam der evm pflanzte daher unterschiedliche Baumsorten, die mit den Bedingungen besser zurechtkommen. „Als regionales Unternehmen liegt uns auch der heimische Wald am Herzen. Daher haben wir sehr gerne unseren aktiven Beitrag dazu geleistet, die Waldfläche wieder aufzuforsten und einen standortgerechten Auewald anzulegen“, erklärt evm-Vorstandsvorsitzender Josef Rönz.

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Katschhof – Aachener Archäologen graben alte Karlsmünze aus und machen weitere spannende Entdeckungen

Aachen – Silberdenar Karls des Großen ist das Prunkstück der jüngsten Grabung. Auch eine Bronzemünze aus der Merowingerzeit und Zeugnisse frühmittelalterlicher Handwerkskunst wurden gefunden. In diesen Tagen wächst es wieder, das Budendorf auf dem Katschhof. Ende November steht die Eröffnung des Aachener Weihnachtsmarkts an. Während der Publikumsmagnet dieses Jahr voller Stolz sein 50-jähriges Bestehen feiert, können Stadtarchäologe Andreas Schaub und sein Team noch ein gutes Stück weiter zurück in die Geschichte blicken. Denn dort, wo bald Glühwein getrunken und Süßes genascht wird, waren in den vergangenen Wochen Schaub & Co. mit Schippe und reichlich Expertenwissen unterwegs.

Bei Grabungen auf dem Katschhof haben sie mehrere besondere Fundstücke ans Tageslicht gebracht. Und sie geben den Menschen einige neue Öcher Anekdötchen an die Hand, die sie in Kürze beim Glühwein erzählen können: „Wisst ihr, seit wann der Katschhof ein richtiger Platz ist? Nein!? Seit Anfang des 12. Jahrhunderts.“ Das hat die aktuelle Grabung nämlich ergeben. „Zu dieser Zeit ist die erste befestigte Oberfläche des Katschhofs entstanden“, verrät Schaub eine Erkenntnis, die der jüngste Blick ins Aachener Erdreich zutage gefördert hat.

Stadtbaurätin Burgdorff: „Aachen atmet Geschichte“

„Prunkstück der bisherigen Grabung ist jedoch sicherlich ein Silberdenar Karls des Großen“, fügt Schaub an. Präsentiert wurden die Entdeckung und viele weitere im Rahmen eines Pressetermins am Mittwoch (15. November) gemeinsam mit Stadtbaurätin Frauke Burgdorff und Dr. Frank Pohle, Leiter der Route Charlemagne. „Aachen atmet an jeder Ecke Geschichte“, weiß Frauke Burgdorff nur zu gut. „Die aktuellen Entdeckungen unserer Stadtarchäologie und den großartigen ehrenamtlichen Helfern schenken uns erneut Puzzleteile, die Neues über die Struktur unserer Stadt und die Leben der Menschen von damals verraten. Wo wurden großen Plätze angelegt? Wo arbeiteten die mittelalterlichen Handwerker mit welchen Werkzeugen? Ich finde es persönlich spannend, immer wieder etwas aus diesen frühen Kapiteln Aachener Geschichte zu erfahren. Fachlich greifen wir dieses Wissen selbstverständlich auf und lassen es als Stadtplanerin und Stadtplaner in unsere Arbeit von heute einfließen.“

Der Silberdenar Karls des Großen ist überhaupt erst die siebte Münze der gesamten Karolingerzeit aus dem Aachener Stadtgebiet – also eine echte Seltenheit. Nicht zuletzt deswegen sind die wichtigsten Fundstücke der aktuellen Grabung nun in einer Sondervitrine im Stadtmuseum Centre Charlemagne, nur einen Steinwurf vom Grabungsort ebenfalls am Katschhof gelegen, ausgestellt.

Dr. Frank Pohle ist froh über die bewährte Zusammenarbeit zwischen Stadtarchäologie und Stadtmuseum: „Das Spannende an der Grabung sind einmal mehr die Funde und Befunde aus den karolingerzeitlichen Schichten. Eine in allen Punkten schlüssige Rekonstruktion der Ostseite des Katschhofes im 9. Jahrhundert liegt noch nicht vor. Insofern freuen wir uns über alles, was zur Klärung des Bildes beiträgt.“

Einblick in das mittelalterliche Aachen

Nachdem im vergangenen Jahr ein 120 Jahre alter und kranker Baum gefällt werden musste, da die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war, rückten in den vergangenen Wochen die Archäologen auf dem Katschof – nahe des Durchgangs zur Krämerstraße – an. In einer Baugrube, die zentral zwischen historischem Dom und Rathaus liegt, wächst die Wahrscheinlichkeit, Neues aus der Vergangenheit ans Tageslicht zu bringen. Das Loch ist nun für die Dauer des Weihnachtsmarktes verfüllt worden. Im Anschluss stehen abschließende archäologische Untersuchungen an, bevor ein neuer Baum an der Stelle gepflanzt werden kann und das grüne Katschhof-Ensemble wieder vervollständigt.

Was fand das Expertenteam noch?

  • In der frühmittelalterlichen Handwerkerschicht fand sich ein Glasmosaikstein mit Goldfolienüberzug. Wurden die Mosaiksteine für die Marienkirche Karls des Großen womöglich hier produziert? Weitere Untersuchungen sollen Klarheit schaffen.
  • Eine kleine Bronzemünze stammt vermutlich aus der Merowingerzeit. „Es wäre erst die vierte Münze dieser Zeit aus Aachen“, betont der Stadtarchäologe.
  • Gußtiegelfragmente und Bergkristallfragmente illustrieren und belegen das Handwerk des Frühmittelalters.
  • Knochenperlen und Werkabfälle zeigen, dass auch noch im 16. Jahrhundert dort Handwerker arbeiteten. Sie produzierten Rosenkränze aus Knochen.

Neben der Datierung, seit wann der Katschhof ein befestigter Platz ist, konnten die Geschichtsexperten weitere wichtige Erkenntnisse gewinnen. Denn die Frage steht sogleich im Raum: Was war eigentlich an der Stelle zwischen Dom und Kaiserpfalz, bevor der Platz angelegt wurde? Schaub erklärt: „Im Frühmittelalter – also auch zur Karolingerzeit – befand sich dort ein stark handwerklich geprägter Bereich. Es gibt Spuren von Eisen und Bronzeproduktion beziehungsweise -verarbeitung. Vielleicht sind wir sogar auf Hinweise zu einer Bergkristallwerkstatt gestoßen.“ Ob es sogar Hinweise auf die Pfalzbauhütte sind, oder ob es sich einfach um normale Handwerker in der Pfalzsiedlung handelt, ist derzeit noch offen und bedarf weiterer Analysen.

Ein bisher unbekanntes Pfalzgebäude?

Zudem spekulieren die Archäologen seit der jüngsten Grabung darüber, ob es auf dem Katschhof ein weiteres, bislang unbekanntes Pfalzgebäude gegeben hat. „In der Grabungsfläche fanden sich überraschend Reste einer großen Bruchsteinmauer, die entweder noch während oder aber kurz nach der Handwerksnutzung dort errichtet wurde. An dieser Stelle waren zuvor keine festen Gebäude bekannt“, gibt Schaub Einblicke in die bisherige Forschungslage.

Zu guter Letzt sind die Archäologen womöglich auf Spuren der Belagerung Aachens von 1248 gestoßen. Schriftliche Quellen berichten: Wilhelm von Holland hat im Jahr 1248 Aachen belagert und mithilfe eines aufgeschütteten Damms die Bäche (Paunelle, Johannisbach) aufgestaut, worauf die halbe Altstadt unter Wasser stand. Das führte die Stadt schließlich zur Aufgabe. Zwar wurden in den 1950er Jahren Reste des mutmaßlichen Damms lokalisiert, aber es wurden bisher noch keine archäologischen Spuren der tatsächlichen Flut nachgewiesen. Berechnungen von Wissenschaftler Bernhard Pröschel im Rahmen einer Dissertation an der RWTH Aachen haben ergeben, dass die Flut bis etwa zur Mitte des Katschhofs gereicht haben müsste. „Die jetzigen Grabungen haben nun eine mutmaßliche Schwemmschicht ans Licht gebracht, die archäologisch tatsächlich in das 13. Jahrhundert datiert werden kann“, berichtet der Stadtarchäologe. Prof. Frank Lehmkuhl forscht am Lehrstuhl für Physische Geographie und Geoökologie des Geographischen Instituts der RWTH. Er war der Doktorvater von Pröschel und hat nun eine Probe entnommen. So soll im Labor final geklärt werden, ob es sich tatsächlich um eine Schwemmschicht handelt. Sollte diese Gewissheit liefern, könnte schon bald das nächste Öcher Ameröllche wasserfest beim Glühwein erzählt werden: „Wisst ihr eigentlich, dass einmal die halbe Altstadt und mit ihr der Katschhof genau hier, wo wir gerade stehen, von einem mittelalterlichen Kriegsherren geflutet worden ist? Nein!? Dann hört mal zu…“

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Kreis Düren bietet „One-Stop-Shop“ für Neubürger aus dem Ausland an

Düren – Aller Anfang ist schwer. Wenn Neubürgerinnen und Neubürger aus dem Ausland in den Kreis Düren kommen stellen sich häufig viele Fragen, Behördengänge müssen erledigt werden, Versicherungen geklärt und Unklarheiten zu Job, Wohnung oder Finanzen gelöst werden. Um viele einzelne Behörden- und Beratungsgänge zu ersparen, hat der Kreis Düren mit dem sogenannten „One-Stop-Shop“ eine Anlaufstelle geschaffen, bei der an einem Ort mehrere essenzielle Dienstleistungen gebündelt und zentral angeboten werden.

„Wir möchten den Start im Kreis Düren so einfach wie möglich machen und die Willkommenskultur stärken“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Mit einem Besuch in einer Anlaufstelle, die gleich mehrere Dienstleistungs- und Beratungsangebote vorhält (daher der Name „One-Stop-Shop“), wird das Ankommen in der neuen Heimat erleichtert. Kooperiert wird hierbei mit dem Amt für Integration und Ausländerangelegenheiten des Kreises Düren. „Wir können so ein zusätzliches Unterstützungsangebot schaffen, um eine schnelle und gute Integration zu ermöglichen“, sagt die zuständige Dezernentin Sybille Haußmann.

Die Zielgruppen sind schwerpunktmäßig ausländische Studierende und Fachkräfte. Der „One-Stop-Shop“ wird jeden ersten Freitag im Monat von 9 bis 13 Uhr im Forum „Seen und Entdecken“ im Bismarck Quartier Düren (Moltkestraße 39) angeboten. Im nächsten Monat findet er somit am Freitag, den 1. Dezember, statt.

„Unser Welcome Center wird mit dem ‚One-Stop-Shop‘ um eine weitere gute Service-Leistung ergänzt. Es ist wichtig, dass sich alle, die zu uns kommen wollen, von Anfang an gut aufgehoben fühlen“, sagt Jens Bröker, Leiter des Referats Wandel und Entwicklung beim Kreis Düren. Für jede Angelegenheit gibt es eine Station mit jeweiligen Expertinnen und Experten. Zu Themen wie Kontoeröffnung, Wohnungsfindung, Jobsuche, Versicherung, kommunales Integrationsmanagement und Freizeit wird auf Deutsch und Englisch beraten. Eine vorherige Registrierung, bei der einstündige Zeitfenster gebucht werden können, ist unter https://formular.kreis-dueren.de/frontend-server/form/provide/1616/?lang=en erwünscht, um Wartezeiten zu vermeiden.

 

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Die Empfehlungen des Aachener Bürger*innenrats stehen jetzt fest

Aachen – Nach dem zweiten Arbeitswochenende des Aachener Bürger*innenrats stehen jetzt die konkreten Empfehlungen des Gremiums fest. Zuvor hatten seine Mitglieder sich in einer Zukunftswerkstatt mit der Frage „Wie kann Aachens Innenstadt wieder ein attraktives Einkaufsziel werden?“ beschäftigt, verschiedene Ideen und Utopien ausgearbeitet sowie erste grobe Handlungsfelder formuliert. Auf dieser Basis wurde beim aktuellen Treffen eine Vielzahl an Lösungsvorschlägen gesammelt, diskutiert und priorisiert. Mithilfe der Moderationsmethode „Dynamic Facilitation“ gelangte das Gremium zu Lösungen, die oft unerwartet, kreativ und von transformativer Kraft für alle Beteiligten waren.

Der Bürger*innenrat wird die ausgearbeiteten Empfehlungen in einer öffentlichen Bürger*innenrats-Konferenz am 12. Dezember vorstellen. Am 13. Dezember soll der Katalog an den Stadtrat übergeben werden. Im Januar wird das Bürger*innengutachten dann im Bürgerforum diskutiert. Abschließend beratschlagt und entscheidet der Rat der Stadt über die Empfehlungen des Bürger*innenrats zum Thema Einzelhandel. Begleitend wird die Stadtverwaltung unter www.aachen.de die Bürger*innen über diesen Prozess und die entsprechende Umsetzung der Empfehlungen informieren.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen freute sich in einer ersten Stellungnahme, dass Aachen als Vorreiterin in Deutschland erfolgreich den ersten ständigen Bürger*innenrat in Aachen etablieren konnte. Sie sagte: „Der Bürger*innenrat ist ein wichtiges Instrument, um Bürger*innen aktiv für eine partizipative Stadtgesellschaft in politische Prozesse einzubeziehen. Als ständige, institutionalisierte Einrichtung geht das Gremium weit über ein Diskussionsforum hinaus. Politik und Verwaltung erhalten so eine unmittelbare Empfehlung aus der Bürgerschaft“. Und weiter: „Demokratie wird nur durch echte Beteiligung gestärkt und festigt das Vertrauen der Bürger*innen in die politischen Prozesse. Aachen setzt damit ein klares Zeichen für eine Demokratie, die auf Transparenz, Vielfalt und aktiver Bürger*innenbeteiligung beruht“.

Die Mitglieder des Bürger*innenrats werden jedes Jahr neu bestimmt. Neben der Möglichkeit, die eigene Stadt mitzugestalten sowie eigene Ideen und Perspektiven einzubringen, erhalten die Teilnehmenden eine Aufwandsentschädigung. Durch die Einrichtung und strukturelle Verankerung als einen ständigen Bürger*innenrat werden die Bürger*innen und Bürger Aachens nicht nur stärker in die kommunale Politik einbezogen, sondern stärken die Aachener Dialogkultur zugleich durch ein neues und wirksames Instrument.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.aachen.de/buerger_innenrat

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Patricia Gräfin Beissel von Gymnich sponserte 14 neue Trainingsjacken – Übergabe auf Burg Satzvey

Mechernich-Satzvey – Kurz nach der diesjährigen Sessions-Eröffnung gab es auf Burg Satzvey gleich den nächsten Grund zu feiern: 14 brandneue Trainingsjacken für die Jugendgarde des „Karnevalsvereins 1977 Vussem e.V.“. Gesponsert hatte sie Patricia Gräfin Beissel von Gymnich – ganz nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“

Den Kontakt hatte Chantal Traue hergestellt, deren Tochter Emilia in der Jugendgarde tanzt. Ihre zweite Tochter Lea arbeitet bei „Emotion Pferd“, einer Firma der Gräfin, mit. Da sie auch mit der Gräfin befreundet sind, war die Idee für die Aktion schnell entwickelt. Chantal Traue hatte die Jacken sogar selbst bedruckt.

Und so verteilte Gräfin Beissel von Gymnich eine neue KV-Jacke an jedes einzelne Kind samt Vornamen sowie Logos der Burg Satzvey und „Emotion Pferd“ darauf, bevor die Mädchen ihr jeweils eine Blume als Dank überreichten. Von Stefanie Schneider, die die Jugendgarde gemeinsam mit Joline Schumann trainiert, bekam die Gräfin zum Dank eine Flasche „Baileys“-Likör und einen Strauß Blumen geschenkt.

„Wichtig, etwas zurückzugeben“

Gräfin Beissel von Gymnich betonte beim Anblick der leuchtenden Kinderaugen glücklich: „Ich war direkt überzeugt. Denn ich finde es wichtig, etwas zurückzugeben. Nach der Flutkatastrophe 2021, bei der an der Burg und dem Außengelände viele Schäden entstanden sind, haben uns viele Helfer unterstützt und beim Wiederaufbau geholfen, der sich bestimmt auch noch ein paar Jahre hinziehen wird. Da fand ich es eine sehr schöne Idee die Mädels auch zu unterstützen!“

300 Euro hatte sie an Einnahmen aus ihren beiden Firmen für die neuen Jacken zur Verfügung gestellt. Zum einen von der „Patricia Gräfin Beissel GmbH“, mit der sie legendäre Events wie die Ritterspiele oder das Halloween-Spektakel organisiert, und zum anderen von „Emotion Pferd“, mit der sie Kurse, Seminare und mehr Dinge rund ums Pferd anbietet.

Auch Chantal Traue war gegenüber der Agentur ProfiPress gerührt: „Ich freue mich wirklich riesig, denn ich hätte niemals erwartet, dass die Gräfin gleich alle Kosten übernimmt. Auch die Mädels waren direkt aufgeregt und haben sich schon tierisch auf die Übergabe heute gefreut!“

Doch das war an diesem Tag nicht das einzige Highlight für die kleinen Jecken. Denn „Lucero“, ein Pferd von Gräfin Patricia Beissel von Gymnich, wohnte der Übergabe bei und konnte sich vor dem Interesse kleiner Pferdefans kaum retten. Dabei wollte es doch eigentlich nur in Ruhe an den geschenkten Blumen knabbern…

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Gigabit-Ausbau im Eifelkreis Bitburg-Prüm – Öffentlich-rechtlicher Vertrag unterzeichnet

Bitburg – Im Einklang mit den von Bund und Land vorgesehenen Ausbauzielen wurde im Herbst 2020 die Entwicklung einer „Gigabit-Strategie“ für den Eifelkreis Bitburg-Prüm beschlossen, die perspektivisch darauf abzielt, sämtliche Teilnehmeranschlüsse im gesamten Kreisgebiet mit einer zukunftsfähigen Glasfaseranbindung direkt bis ins Gebäude bzw. die Wohnung zu erschließen.

Mit einem öffentlich-rechtlichen Vertrag haben nun die Stadt Bitburg sowie die Verbandsgemeinden Arzfeld, Bitburger Land, Prüm, Südeifel und Speicher dem Eifelkreis die Zuständigkeit zur Entwicklung und Umsetzung der Gigabit-Strategie übertragen. Zuvor hatten der Kreistag, die Verbandsgemeinderäte sowie der Stadtrat Bitburg dem Ausbaukonzept und dem Vertrag zugestimmt. Landrat Andreas Kruppert betont den klaren Nutzen der erfolgreichen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Breitbandstrategie im Eifelkreis: „Alle politischen Vertreter sehen in der Herstellung eines flächendeckenden Glasfasernetzes bis in die Gebäude einen überragenden Beitrag zur Sicherung der Standortattraktivität, der Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit der Region.“

Bundeszuwendung von rund 42,5 Mio. Euro bewilligt
Für die Herstellung eines flächendeckenden Glasfasernetzes bis in jedes Gebäude wurde eine Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von rund 193 Mio. Euro durch das Fachbüro Micus in Düsseldorf ermittelt. In der Folge hatte der Eifelkreis Förderanträge beim Bund im Rahmen der neuen Gigabitrichtlinie 2.0 gestellt. Der Antrag für das Cluster Nord umfasst die Gebiete der Verbandsgemeinden Arzfeld und Prüm. Das Antragscluster Süd umfasst die Gebiete der Verbandsgemeinden Bitburger Land, Südeifel, Speicher und der Stadt Bitburg.

Nach Auswertung durch den Bund wurde der Förderantrag des Eifelkreises für das Cluster Nord bereits mit einer Zuwendung in vorläufiger Höhe von 42,445 Mio. EUR bewilligt. Der weitere Antrag für das Cluster Süd befindet sich noch in der Prüfung durch den Bund. Die Kreisverwaltung hofft sehr, dass auch dieser Antrag im Zuge des ersten Förderaufrufes des Bundes im Jahr 2023 bewilligt wird.

 

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Eigenbetrieb Technische Dienste der Stadt Alsdorf warnt vor „Kanalhaien“

Alsdorf – Der Eigenbetrieb Technische Dienste (ETD) der Stadt Alsdorf warnt aus gegebenem Anlass vor unseriösen Firmen, die bei Bürgerinnen und Bürgern anrufen oder an der Haustüre klingeln und vorgeben, dass eine Inspektion der Abwasserrohre dringend notwendig sei.

Diese Firmen, so genannte „Kanalhaie“, nutzen meist aggressive Werbemethoden und drohen mit angeblichen Vorschriften um auf Kundenfang zu gehen. Dies wird oft damit verknüpft, dass zum Schnäppchenpreis eine Kamerabefahrung der Abwasserleitungen angeboten wird. Dem folgen dann aufwendige und teure Sanierungen an der Abwasseranlage.

Der ETD rät: Beauftragen Sie Rohrsanierer nie ohne schriftliche Vereinbarung und prüfen Sie immer gründlich den Vertrag. Unterschreiben Sie grundsätzlich nichts vorschnell an der Haustüre. Hauseigentümer sollten sich zudem immer den anerkannten Sachkundenachweis vorlegen lassen. Auch das Einholen von Vergleichsangeboten ist ratsam.

Der ETD betont, dass keine Firmen in seinem Auftrag unterwegs sind und rät dazu, sich bei Zweifeln und Rückfragen an den ETD unter 02404/554500 oder direkt an die Polizei zu wenden. Auch die Verbraucherzentrale berät zu diesem Thema, insbesondere im Hinblick auf Vertragsabschlüsse an der Haustüre. Das Verbrauchertelefon Abwasser ist unter 0211/73809300 zu erreichen. (apa)