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Für ein unbedenkliches Kostümvergnügen an Karneval

Region/Koblenz – SGD Nord prüft Sicherheit von Karnevalsverkleidungen – Kostüme gehören zum Karneval wie der Sand zum Meer. Ob Biene, Gespenst oder Superheld – bei der Verkleidung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Für welches Kostüm man sich entscheidet, sollte jedoch nicht nur von der persönlichen Vorliebe, sondern auch von der Sicherheit des Kostüms abhängen. Diese zu überprüfen, ist eine der Aufgaben der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord.

Als zuständige Marktüberwachungsbehörde prüft die SGD Nord auch in diesem Jahr im Einzelhandel des nördlichen Rheinland-Pfalz, ob die Verkleidungsutensilien den sicherheitstechnischen Anforderungen entsprechen. Zeigen sich dabei deutliche Auffälligkeiten, wie etwa fehlende oder ausschließlich fremdsprachige Sicherheitshinweise, werden weitere Schritte eingeleitet. Dazu zählen beispielsweise die Mitnahme von Proben zur genaueren Untersuchung und die Kontaktierung des zu benennenden Verantwortlichen in der Europäischen Union (EU).

Die Überprüfung und Gewährleistung der Sicherheit von Karnevalskostümen liegt jedoch nicht allein in den Händen der zuständigen Überwachungsbehörden: Auch die Karnevalsjecken selbst können ihren Teil zum sicheren Kostümvergnügen beitragen. So sollten etwa Textilien, vor allem solche, die unmittelbar auf der Haut getragen werden, vor dem ersten Gebrauch gewaschen werden. Wegen ihrer leichten Entflammbarkeit sind Kostüme und Accessoires außerdem von offenem Feuer fernzuhalten.

Besondere Vorsicht ist bei Verkleidungen für Kleinkinder geboten. So können neben verschluckbaren Kleinteilen auch lange Schnüre, Bänder und Schärpen zur Gefahr werden, da sie sich beispielsweise in Rolltreppen oder bei schließenden Türen in Bussen einklemmen und so zur Strangulation führen können. Ob die Kinderkostüme den Sicherheitsanforderungen entsprechen, lässt sich an der CE-Kennzeichnung erkennen. Sie zeigt an, dass das Produkt den Anforderungen der Spielzeugrichtlinie entspricht. Die meisten Kinderkostüme, vor allem solche, die unter anderem oder ausschließlich für den Gebrauch beim Spielen durch Kinder unter 14 Jahren bestimmt oder gestaltet sind, sind mit der CE-Kennzeichnung versehen. Sie dürfen außerdem nur schwer entflammbar sein und haben hohe Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Den Maßstab gibt hier die europäische Norm für Sicherheit von Spielzeug (EN 71) vor.

Doch es ist nicht nur die Kleidung, die zu einer Gefahrenquelle werden kann: Auch beim Zubehör sind Sicherheitsaspekte zu beachten. So müssen Masken, die Mund und Nase bedecken, ausreichend große Atemöffnungen haben. Da sie oft schädliche Weichmacher enthalten, sollten sie nicht zu lange getragen werden. Grundsätzlich gilt: Bei einem stark chemischen Geruch ist vom Kauf abzuraten.

Nicht zu unterschätzen sind auch Spielzeugpistolen und -revolver mit Zündplättchen, die beim Abfeuern einen lauten Knall erzeugen. Wie Untersuchungen verschiedener Marktaufsichtsbehörden zeigen, können sie insbesondere bei Kindern zu Frühschäden am Gehör und zu bleibender Hörminderung führen. Bei Spielzeugpistolen mit Munition besteht außerdem die Gefahr von Sehschäden.

Um etwaige Sicherheitsmängel beanstanden zu können, ist es wichtig, schon beim Kauf auf die Angabe der Anschrift des benannten Verantwortlichen in der EU zu achten. Es liegt in der Verantwortung des Herstellers und des benannten Verantwortlichen, die Sicherheit der Karnevalsartikel zu gewährleisten. Eine unabhängige Prüfung der Artikel durch Sachverständigenorganisationen – wie beispielsweise der TÜV-Rheinland – ist in Europa nicht vorgeschrieben.

Wenn alle Teilnehmenden des Karnevals die Warnhinweise beachten, steht unbeschwerten Karnevalstagen nichts mehr im Wege.

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Neue Fahrradboxen an zwei Knotenpunkten in Jülich

Jülich – Schnellerer Umstieg vom Fahrrad in Bus und Bahn – An den Haltestellen „Jülich Bahnhof“ und „Jülich Solarcampus, Haltstelle Von-Schöfer-Ring“ wurden je 16 und 8 sogenannte „Fahrradboxen“ installiert und können ab sofort von Pendelnden, Gewerbetreibenden oder Besuchenden über die Internetseite www.radbox.nrw gebucht werden.

Mit den Boxen hat man die Möglichkeit, schnell und komfortabel zwischen Rad und Bus oder Bahn umzusteigen. Die Fahrradboxen bieten entscheidende Vorteile: Schutz vor Diebstahl und Vandalismus sowie Witterungsschutz.

„Multimodale Mobilitätslösungen gewinnen zunehmend an Bedeutung“, so Bürgermeister Axel Fuchs.Der Jülicher Bahnhof ist ein Beispiel für eine breit aufgestellte, multifunktionale Mobilstation an einem bedeutenden Knotenpunkt für Bus und Bahn, Park & Ride, Taxiständen, Bürgerbushaltestelle, Fahrradabstellanlagen, inkl. Radservicestation, Fahrradboxen, und Mitnahmebank. ÖPNV und Bedarfsverkehre ergänzen sich hier hervorragend. Die Mobilitätssicherung für Alle – explizit für Menschen ohne PKW – erfüllt dieser vielfältige Knotenpunkt.“

Eine Nummer kleiner bietet die Mobilstation an der Haltstelle „Jülich Solarcampus / „Von-Schöfer-Ring“, mit Fahrradabstellanlage und Fahrradboxen primär den hier ansässigen Studierenden, Vorzüge des Knotenpunktes an. Bitter ist, dass die hier fundamentierte Radservicestation innerhalb kürzester Zeit Diebstahl zum Opfer fiel. „Aus diesem Grunde wird die Stadt Jülich die Radservicestationen innerhalb der Fahrradabstellanlagen an der Kölnstraße und am Bahnhof lediglich abschließbar anbieten. Es ist bedauerlich, dass kriminelle Energie uns zu diesem Handeln veranlasst“, so Mobilitätsmanagerin Claudia Tonić-Cober.

Um die Fahrradboxen nutzen zu können, wird ein kleines Entgelt in Form einer Miete erhoben. Die Nutzung einer Fahrradbox mit einer Mindestdauer von 24 Stunden kostet lediglich einen Euro. Für einen ganzen Monat kostet der Stellplatz zehn Euro, für Dauermieter von einem Jahr fallen Kosten in Höhe von 100 Euro an. Für Nutzende, die ein ÖPNV-Abo besitzen, gibt es zusätzlich einen 50 prozentigen ÖPNV-Rabatt. Alle Nutzungsentgelte dienen lediglich zur Kostendeckung und sind bereits inklusive der Mehrwertsteuer.

Nach kurzer einmaliger Registrierung mit Name und E-Mail-Adresse und der Eingabe eines Zahlungsmittels (Paypal, Kreditkarte oder Girocard) lassen sich die Radboxen nach Wahl des Standortes der Mietdauer und dem gewünschten Tag schnell – bis zu drei Monate im Voraus – buchen. Künftig können sich registrierte Nutzende für jeden Standort in ganz Nordrhein-Westfalen über das Angebot an abschließbaren Radboxen informieren, buchen und gleichzeitig bezahlen. Ein Zugang ohne Internetverbindung ist leider nicht möglich.

Die Radboxen sind ein wichtiger Baustein des kreisweiten Projektes zur Errichtung von Mobilstationen, welche zu 90% durch den Aufgabenträger go.Rheinland gefördert wurden. An diesem Projekt hat sich auch die Stadt Jülich beteiligt. Sie ist Eigentümerin der neuen Fahrradboxen, der Betrieb und alle damit verbundenen Fragen werden durch die vom Fördermittelgeber beauftragte Firma Viaboxx aus Königswinter abgewickelt. Nähere Informationen befinden sich auch an der neuen Fahrradabstellanlage.

 

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Neujahrsempfang der Bezirksvertretung und des Bezirksamtes Aachen-Richterich

Aachen – Am vergangenen Sonntag, 14. Januar, hat Bezirksbürgermeister Hubert Meyers neben vielen Vertreter*innen aus Vereinen, Schulen und anderer Einrichtungen auch Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen zum jährlichen Neujahrsempfang auf Schloss Schönau begrüßt.

Die Oberbürgermeisterin wies in Ihrer Rede auf die vielen Projekte und Veränderungen hin, die aktuell im Prozess „Perspektive Richterich und die Dell“ gemeinsam mit Politik und Bürger*innen diskutiert und in Form von Leitzielen als Orientierung für die zukünftige Entwicklung formuliert werden. Sie ermutigte alle, sich bei der nächsten Bürger*innen-Informationsveranstaltung am 30. Januar in der Peter-Schwarzenberg-Halle einzubringen. „Nur durch gemeinsame Diskussionen und den Austausch von Standpunkten können Veränderungen mit den besten Ergebnissen auf den Weg gebracht werden“, so Keupen. Sie dankte allen, die durch ihr Engagement zu einem guten Miteinander beitragen.

Auch der Bezirksbürgermeister blickte in seiner Ansprache auf die anstehenden Projekte. Beispielhaft zählte er die Gestaltung der Ortsmitte Alt-Richterich, den Bau der neuen Feuer- und Rettungswache, den barrierefreien Umbau des Schlosses Schönau und die Planung der Haupterschließungsstraße auf. „Die Politik im Bezirk arbeitet gemeinsam an der Fortentwicklung des Stadtbezirks, auch wenn nur ein Drittel der Projekte in der Hand der Stadt Aachen liegen“, so Meyers. Und weiter: „Mein Dank gilt aber vor allem den vielen Vereinen, Einrichtungen und Institutionen für die Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens. Trotz einiger Schwierigkeiten konnte der Weihnachtsmarkt in Richterich auch in 2023 stattfinden. Die Vielfalt unserer Vereine kann man in unserem Veranstaltungskalender 2024 sehen. Vielen Dank an Sie alle!“

Musikalische Beiträge brachten die Pianistin Marina Wladowa vom Kulturkreis Richterich und die Sänger des St.Marien-Gesangvereins Horbach unter der Leitung von Chordirektor Ando Gouders. Der Geschäftsführer des St. Marien-Gesangvereins, Theo Brauers, ließ in seiner illustren Schilderung alle Gäste am Erfolg des zum 13. Mal in Folge errungenen Titels „Meisterchor im Chorverband NRW“ teilhaben, bevor nach einer Zugabe der Neujahrsempfang mit Gesprächen ausklang.

 

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Leon Hupperich und Johann Fuhrmann erhalten Förderpreis der SparkassenStiftung „Zukunft Kreis Ahrweiler“

Ahrweiler – Vor wenigen Tagen haben Leon Hupperich und Johann Fuhrmann den Förderpreis der SparkassenStiftung „Zukunft Kreis Ahrweiler“ aus den Händen von Jonathan Jütte, Kundenberater der Kreissparkasse Ahrweiler im BeratungsCenter Adenau, erhalten. Der Förderpreis ist mit 500,00 € dotiert und würdigt besondere Leistungen, die Leon Hupperich und Johann Fuhrmann im Rahmen ihrer Gesellenprüfung zum Maurer bzw. Zimmermann gezeigt haben. Leon Hupperich absolvierte seine Ausbildung bei der „Bauunternehmung Lanzerath GmbH“ aus Gelsdorf. Johann Fuhrmann durchlief seine Ausbildung im Betrieb „Holbach GmbH Zimmerei“ aus Adenau. Neben dem Förderpreis der SparkassenStiftung „Zukunft Kreis Ahrweiler“ haben die beiden Absolventen ebenfalls noch die Urkunde der Baugewerks-Innung überreicht bekommen.

„Wir freuen uns für Leon Hupperich, Johann Fuhrmann und ihren Ausbildungsbetrieben über die hervorragenden Abschlüsse. Gut ausgebildete Handwerker sind gerade in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels von besonderer Bedeutung. Die Unterstützung des Handwerks ist daher für uns eine Selbstverständlichkeit. Mit unseren Förderpreisen in 9 Berufsbildern versuchen wir, jungen Menschen einen Anreiz für eine Berufsausbildung im Handwerk zu geben.“, erklärt Jonathan Jütte das Engagement der SparkassenStiftung.

 

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Schneefall – Schulpflicht heute ausgesetzt – Vorsicht ist geboten

Region/Aachen/Köln – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Aachen eine amtliche Warnung vor Schneefall herausgegeben: Gewarnt wird für den Zeitraum Mittwoch, 17. Januar, 9 Uhr, bis voraussichtlich Donnerstag, 18. Januar, 6 Uhr, vor Schneefällen und damit einhergehender verbreiteter Glätte. Dabei werden Neuschneemengen zwischen 5 bis 20 Zentimeter erwartet.

Auf Beschluss der Bezirksregierung Köln wird die Präsenzpflicht für Schüler*innen am heutigen Mittwoch, 17. Januar, ausgesetzt, weil die Wetterlage „einen geordneten Unterrichtsbetrieb ohne eine Gefährdung der Schüler*innen nicht zulässt“. Das bedeutet: Das Lehrpersonal ist vor Ort, die Schulen sind grundsätzlich geöffnet, und Schüler*innen, die in die Schulen kommen, werden dort auch betreut.

Für die städtischen Kitas gilt ebenfalls: Die Einrichtungen sind grundsätzlich geöffnet, das Personal ist vor Ort, sodass eine Betreuung gewährleistet ist.

Die Entscheidung obliegt den Eltern, ob sie ihre Kinder zur Schule beziehungsweise in die Kita schicken.

Die generelle Bitte von Stadt und Feuerwehr Aachen an alle Bürger*innen lautet: Verzichten Sie auf alle vermeidbaren Autofahrten! Fahren Sie nur mit Winterausrüstung! Egal wie Sie sich fortbewegen, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto: Bewegen Sie sich vorsichtig und umsichtig, so dass alle gemeinsam gesund durch den Tag kommen und die Verkehrswege für Einsatzfahrzeuge, Streufahrzeuge und alle, die sonst fahren müssen, frei bleiben!

Weitere Infos zur aktuellen Wetterlage auf der Homepage des DWD: https://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_landkreise/warnWetter_node.html.

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Die Musikschule Landkreis Vulkaneifel e.V. hat eine neue Leitung

Daun – Neuaufstellung der Musikschule Landkreis Vulkaneifel – Claudia Scheiner aus Daun hat Leitung im Dezember übernommen. Die 37-jährige gebürtige Daunerin hat sich nach ihrem Studium an den Musikhochschulen Köln und Saarbrücken als Sängerin einen Namen gemacht und ist auch in der Musikschule ein schon bekanntes Gesicht: Seit 2012 ist sie hier als Gesangslehrerin, seit 2019 darüber hinaus als Chorleiterin tätig. Sie bringt viel Motivation und eigene Ideen für ihre neue Rolle als Leiterin mit und ergänzt den im Oktober letzten Jahres gewählten Vorstand.

Unter Vorsitz von Landrätin Julia Gieseking bilden der erste Kreisbeigeordnete Alois Manstein (als stellvertretender Vorsitzender) und die weiteren Kreisbeigeordneten Christoph Bröhl und Frank Baumhardt den Vorstand. Als Beisitzer und langjähriges Vorstandsmitglied erneut in den Vorstand gewählt wurde Dietmar Pitzen. Geschäftsführer des Vereins ist Dieter Schmitz, Büroleiter der Kreisverwaltung Vulkaneifel.

Hintergrundinformationen

Die Musikschule des Landkreises Vulkaneifel war bis 1996 kreiseigen. Durch einen damaligen Kreistagsbeschluss wurde – wie damals bei Kultureinrichtungen übliche Praxis – die Trägerschaft auf den neu gegründeten Verein „Musikschule Landkreis Daun, heute Vulkaneifel e.V.“ übertragen.

Gleichzeitig wurde ein Vertrag zur jährlichen finanziellen Unterstützung der Musikschule Landkreis Vulkaneifel e.V. geschlossen. Der Landkreis Vulkaneifel ist seit jeher der Hauptfinanzier der Musikschule des Landkreises Vulkaneifel. Nachdem eine Arbeitsgruppe rund um Christoph Bröhl die Verträge und Regularien, die noch aus en 90er Jahren stammten, auf die aktuellen Richtlinien öffentlicher Musikschulen angepasst hat, hat der Kreistag sich im Dezember 2022 für einen Änderungsvertrag ausgesprochen. Inhalt dieses Vertrages ist u.a. dass die Kreiszuwendung sich zukünftig vielmehr an die Landesförderung der öffentlichen Musikschule orientieren soll. Der Änderungsvertrag sieht eine jährliche Kreiszuwendung (Höchstbetrag) von dann 125.000 € sowie eine moderate jährlich fortzuschreibende Anpassung von 2,5 % vor. Lt. Kreistagsbeschluss soll der Vertrag dann in Kraft treten, wenn die kommunale Ausrichtung der Musikschule mit einem Vorstand, der mehrheitlich aus Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises besteht, umgesetzt wurde. Die Mitgliederversammlung hat die Umsetzung der Beschlüsse mit der Wahl des neuen Vorstands im letzten Jahr erfolgreich umgesetzt.

Der neue Vorstand wurde durch die Neueinstellung von Claudia Scheiner als Leitung der Musikschule nun vervollständigt.

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Ausblick beim Neujahrsempfang – Trotz Erschwernissen kommt Alsdorf voran

Alsdorf – Platz gab es für viele Töne: Für ernste und heitere, für musikalische und karnevalistische – rund 400 Gäste nutzten beim Neujahrsempfang der Stadt Alsdorf die Gelegenheit, sich in der Stadthalle ein Bild von Entwicklungen in Alsdorf zu machen. Die betrachtete Bürgermeister Alfred Sonders nicht ohne Sorge.

Ansprache des Alsdorfer Bürgermeisters Alfred Sonders.

Angesichts fehlender finanzieller Unterstützung durch Bund und Land sowie die Abschaffung der Covid-Isolierungsmöglichkeiten kämpfe Alsdorf mit einem Haushaltsloch im zweistelligen Millionenbereich. „Diese ganzen finanziellen Dramen werden wir sicher auch in den kommenden Jahren haben, weil sich niemand auf den über uns stehenden staatlichen Ebenen Gedanken darüber macht, wie man die Kommunen angemessen finanzieren kann!“ Im Rahmen der Möglichkeiten könne dennoch in Alsdorf vieles auf den Weg gebracht werden, nicht zuletzt mit Blick auf die Kinder und Jugendlichen. Vor drei Wochen wurde die neue Kita an der Feldstraße eröffnet, beinahe fertiggestellt ist zudem die neue Kita Heggeströver an der Schaufenberger Straße. „Damit sind insgesamt 240 Plätze für unsere Kleinsten neu entstanden. Ein bis zwei kleinere Kitas werden wir wohl zusätzlich brauchen, um die Bedarfe der kommenden Jahre zu decken – und genau diese Kitas werden wir ebenfalls beizeiten auf den Weg bringen, um unsere Kinder bestmöglich zu versorgen!“ Das gelte auch für den Bereich der Offenen Ganztagsgrundschule. „Da sind wir ebenfalls schon sehr weit. An allen Grundschulen haben wir Mensen, die eine Grundvoraussetzung für den Offenen Ganztagsbetrieb sind.“ Auch Schaufenberg sei auf dem besten Weg, in den OGS-Betrieb starten zu können. Zudem stehe der zweizügige Anbau an der Gemeinschaftsgrundschule Kellersberg-Ost kurz vor dem Start. Der Start des Hallenbades im Sommer, die Eröffnung des Neubaus der Jugendkunstschule „Aber Hallo“ im Frühjahr, der Ausbau des ÖPNV-Angebots in der Region und die fast vollendete Sanierung aller Sportplätze im Stadtgebietes – „wir kommen in vielen Bereichen trotz aller Erschwernisse gut voran“. Nicht selten auch dank ehrenamtlichen Engagements. „Vieles wird aufrecht erhalten durch eine hoch engagierte Bevölkerung, die so viele Dinge auf ehrenamtlicher Basis regelt, die eine Kommune mangels Masse nicht mehr regeln kann. Ohne dieses Heer an Menschen, die sich in Vereinen und Hilfsorganisationen für Soziales, Sport, Umwelt oder Kultur ehrenamtlich in unserer Stadt einbringen, ginge das nicht.“ Der Zusammenhalt, den es in Bergbautagen gab, sei bis heute deutlich spürbar. Auf die Zeit des Strukturwandels blickte Sven Pennings, Geschäftsführer der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit), zurück. Die neue Nutzung alter Bergbauflächen – hier etwa durch das Kultur- und Bildungszentrum, das Energeticon und die Schaffung von Wohnflächen – und die Ansiedlungen zahlreicher Unternehmen im Businesspark Alsdorf in Schaufenberg und Hoengen seien der Schlüssel zum Erfolg. Den werde die Stadt, die auf viele Freizeit- und Kulturangebote verweisen könne, auch künftig haben, blickte Pennings voraus.

Musikalisch gestaltet wurde der Abend von den Städtischen Chören. Nachdem der Popchor unter Leitung von Vera Kerkhoffs-Creutz zu Beginn des Empfangs unter anderem mit John Farnhams „You’re The Voice“ eingestimmt hatte, sorgte der Städtische Chor unter Leitung von Jeremy Hulin im Mittelteil mit „O Fortuna“ aus Carl Orffs „Carmina Burana“ für einen Hörgenuss. Dem jecken Brauchtum wurde zum Finale der Teppich ausgerollt. Auf der Bühne begrüßte Alfred Sonders alle Majestäten der Karnevalssession 2023/24. „Solch einen gemeinsamen Aufmarsch aller kleinen und großen Prinzen und Prinzenpaare gibt es in dieser Form nur ein einziges Mal in der Session!“ Dass die Majestäten bestens miteinander feiern können, wurde dabei deutlich. Für die Annäherung sorgte auch das vom Publikum unterstützte gemeinsame Singen – natürlich mit dem „Alsdörp-Lied“. (apa)

 

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Bergkapelle Mechernich mit neuem Vorstand

Mechernich – Bei der Mitgliederversammlung der seit 1870 bestehenden Mechernicher Bergkapelle wurde ein neuer Vereinsvorstand gewählt. Vorsitzender bleibt Norbert Schnotale. Neu an seiner Seite ist Frank Weiermann als 2. Vorsitzender. Da er dadurch sein Amt als Beisitzer abgegeben hat, rückte Aloys Schnotale auf diese Position nach. Bei den weiteren Vorstandsmitgliedern handelt es sich um Barbara Simons als Beisitzerin, Sarah Brock als Kassiererin und Julia Milde als Schriftführerin.

Musikbegeisterte Bergleute hatten die Bergkapelle am 16. Januar 1870 gegründet – damals noch als Knappen-Harmonie-Verein (KHV). Laut Statut ist der Zweck des Vereins die Anregung und Belebung des musikalischen Sinnes im Allgemeinen und die gegenseitige Aufheiterung seiner Mitglieder durch Aufführung passender Musikstücke im Besonderen, wie es auf der Website der Bergkapelle heißt.

Ihr Proben-, Ausstellungs- und Feierlokal ist die Glück-auf-Halle direkt neben dem Untertagebereich des Bergbaumuseums. Jeden Freitag ist dort Probe, bei der nicht nur die musikalische Weiterbildung im Vordergrund steht, sondern auch die Pflege der Zusammengehörigkeit und die Geselligkeit.

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Kreis Mayen-Koblenz und Westconnect schließen Breitbandausbau in VG Mendig ab

Mendig – Der flächendeckende geförderte NGA-Breitbandausbau („Next Generation Access“) ist im Gebiet der Verbandsgemeinde Mendig technisch abgeschlossen. Im Auftrag des Landkreises Mayen-Koblenz hat der Netzbetreiber Westconnect in den vergangenen 18 Monaten in der Verbandsgemeinde Mendig Glasfaserinfrastruktur zur verbesserten Breitbandversorgung bisher unterversorgter Gebiete errichtet. Neben Privatadressen hat das Unternehmen 100 Gewerbebetriebe und Standorte öffentlicher Einrichtungen in der Stadt Mendig und den Ortsgemeinden Bell, Rieden und Thür an das schnelle Internet angeschlossen.

Der Internetausbau ist dabei Teil des Baus eines Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetzes durch den Landkreis Mayen-Koblenz. Damit wird der Ausbau verbleibender weißer Flecken und Gewerbegebiete in den Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig, Pellenz, Vordereifel und der Stadt Mayen vorangetrieben. Anlässlich der Fertigstellung des NGA-Breitbandnetzes in der Verbandsgemeinde Mendig kamen Vertreter der Verwaltung, Westnetz und von Westconnect stellvertretend auf dem Firmengelände der KWK-tec GmbH in Mendig zusammen, um das schnelle Netz symbolisch in Betrieb zu nehmen.

„Breitbandversorgung ist eine wesentliche Investition in die zukunftsfähige, digitale Infrastruktur im gesamten Kreisgebiet. Gerade die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität unserer Region werden damit enorm gestärkt. Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig schnelles Internet für die Bürger zum Beispiel im Home-Office oder für die Schüler im Home-Schooling ist. Ich bin froh, dass wir im Landkreis seit Jahren zielstrebig den Ausbau vorangetrieben haben“, betonte Landrat Dr. Alexander Saftig anlässlich der Inbetriebnahme und freute sich außerdem, dass der Zeitplan beim Ausbau weitestgehend eingehalten werden konnte.

Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, hob hervor, dass hohe Übertragungsgeschwindigkeiten in den betroffenen Bereichen geschaffen werden konnten und ergänzte: „Es freut uns besonders, dass durch die erfolgten Baumaßnahmen unsere Gewerbestandorte im Ausbaugebiet gigabitfähige Anschlüsse erhalten haben. Somit sind nun alle Kommunen innerhalb der Verbandsgemeinde Mendig an das Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetz angeschlossen. Damit ist auch die Basis für einen flächendeckenden Breitbandanschluss für alle privaten Haushalte gelegt, der aktuell zügig voranschreitet.“

Philipp Klein, Manager für regionale Kooperationen bei Westconnect, fügte hinzu: „Unsere Kunden und Kundinnen profitieren nun von attraktiven Angeboten für Telefon, Internet und internetgestütztem Fernsehen, zugeschnitten auf die jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen. Diese Individualität der Leistungen gilt insbesondere für die Gewerbekunden.“

Der geförderte Breitbandausbau im Kreisgebiet Mayen-Koblenz durch Westconnect umfasst insgesamt circa 130 Kilometer neuen Trassenbau. Westconnect arbeitet dabei an einem ambitionierten Zeitplan für die Realisierung des Projektes und plant, bis Ende 2024 insgesamt rund 700 Adressen unterversorgter Haushalte und Gewerbetreibende im Landkreis Mayen-Koblenz an das schnelle Breitbandnetz anzuschließen. Von den 44 Millionen Euro, die in den gesamten NGA-Breitbandausbau im Landkreis Mayen-Koblenz fließen, trägt 50 Prozent der Kosten der Bund, 40 Prozent das Land und 10 Prozent die kreisangehörigen Kommunen.

In der nun erfolgreich fertig ausgebauten Verbandsgemeinde Mendig hat der Netzbetreiber auf insgesamt 16 km Kilometer Trassenlänge erfolgreich neue Leerrohr-Infrastruktur errichtet und mit Glasfaser bestückt. In den Orten der Verbandsgemeinde konnten damit die förderfähigen Privatgebäude und Gewerbebetriebe an das schnelle Internet angeschlossen werden. Achim Danhausen, Projektleiter der Westnetz GmbH für den NGA-Ausbau ist stolz auf das Erreichte: „Seit mehr als zehn Jahren treiben wir aktiv die Breitbandversorgung im Landkreis Mayen-Koblenz und hier in der Verbandsgemeinde Mendig voran. Die Ergebnisse zeigen unsere Verlässlichkeit und die nachhaltige Entwicklung der Region, die uns am Herzen liegen.“

Die höheren Bandbreiten sind inzwischen bei nahezu allen Adressen des Ausbaugebietes verfügbar. Die Anschlüsse im Gebiet der Verbandsgemeinde Mendig werden in der derzeit modernsten Variante realisiert: als sogenannte FTTH-Bauweise (Fiber to the Home), das heißt in Form einer durchgehenden Glasfaserverbindung bis in das Haus hinein. Über diese gigabitfähige Ausbautechnologie mittels Glasfaserhausanschlüssen stehen den Kunden Bandbreiten bis zu 1.000 MBit/s zur Verfügung.

Wie wichtig eine schnelle Internetversorgung besonders für Unternehmen ist, betonte beim Fototermin auch Daniel Friedrich, Geschäftsführer der KWK-tec GmbH als Spezialist für Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung: „Eine Highspeed-Internetverbindung ist für uns in der Kommunikation mit unseren Kunden und Kundinnen besonders essenziell, damit unser Geschäft reibungslos läuft. Daher sind wir froh, dass entsprechende Technik und Angebote nun endlich aufgebaut wurden und zur Verfügung stehen.“

Über das neue Angebot hat Westconnect in Infoveranstaltungen vor Ort und bei Beratertagen oder per Anschreiben informiert. Auskünfte über Produkte und Services gibt es online unter www.eon-highspeed.com oder über die kostenfreie Info-Hotline 0800-9900066.

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Tag des Ehrenamts – Anerkennung für Ehrenamtler und Rudi Völler als Gast

Region/Koblenz – Ein außergewöhnlicher Tag zu Beginn eines außergewöhnlichen Jahres: Am gestrigen Sonntag hat der Fußballverband Rheinland im Rahmen des Tags des Ehrenamts verdiente Ehrenamtler und Schiedsrichter ausgezeichnet – die Kreis-Ehrenamtspreisträger, die Preisträger „Fußballhelden – Junges Ehrenamt“, Preisträger der Aktion „Danke, Schiri“ sowie einige langjährige Ehrenamtler, deren Lebenswerk in den Fokus gerückt wurde. Die Veranstaltung fand im Hotel Zugbrücke in Grenzau statt – aus Höhr-Grenzhausen kam der erste Rheinlandpokalsieger der Verbandshistorie, die am 11. Juni dieses Jahres 75 Jahre umfassen wird.

„Der Tag des Ehrenamts ist immer ein ganz besonderer Tag im Fußballverband Rheinland – es ist einer der wichtigsten Tage des Jahres, weil wir Menschen ehren, die uneigennützig für andere da sind“, sagte FVR-Präsident Gregor Eibes. „Ihnen allen spreche ich ein ganz herzliches Dankeschön für ihr Wirken aus.“ Neben Thomas Bergmann (DFB-Vizepräsident und Präsident des Fußball-Regional-Verbandes Südwest), Monika Sauer (Präsidentin des Sportbundes Rheinland), FVR-Ehrenpräsident Walter Desch und vielen Ehrenmitgliedern des Verbandes begrüßte Eibes eine herausragende Persönlichkeit in Grenzau: Rudi Völler, Weltmeister 1990 und aktuell DFB-Direktor der A-Nationalmannschaft der Männer, war zu Gast im Westerwald. „Veranstaltungen wie diese sind enorm wichtig, ich komme gerne hierhin“, sagte Völler. „Mein Respekt und meine Anerkennung gilt all jenen, die sich ehrenamtlich einbringen – ich weiß, wie schwierig das ist. Und ohne das Ehrenamt geht es nicht.“

Das sieht natürlich auch Patrik Klos so – der neue Landesehrenamtsbeauftragte des Fußballverbandes Rheinland trug die Laudationen für die Preisträger vor und musste dabei auf seinen Vorgänger Jörg Ehlen verzichten, der krankheitsbedingt nicht vor Ort sein konnte. „Der Tag des Ehrenamts ist der Festtag für die Fußballfamilie im Rheinland“, meinte Klos. „Ich spreche aus eigener Erfahrung: Es ist ein ganz besonderer Moment, eine solche Ehrung zu erfahren. Das sind Augenblicke, die man nicht vergisst.“

Neben den Preisträgern aus den neun Kreisen des Fußballverbandes Rheinland wurden im Rahmen der Aktion „Danke Schiri“ auch drei Schiedsrichter aus dem Rheinland geehrt: Isabella Krah, Markus Wozlawek und Peter Ganzer, wobei Wozlawek urlaubsbedingt nicht vor Ort sein konnte.

Zusätzlich zu den Ehrenamtspreisträgerinnen und -preisträgern des Jahres 2023 wurden zwölf weitere Personen geehrt, die sich im Fußball im Rheinland in besonderer Weise verdient gemacht haben – und das über einen langen Zeitraum. Anlässlich des bevorstehenden Jubiläums zum 75-jährigen Bestehen des Fußballverbandes Rheinland zeichnete der FVR Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler für ihr Lebenswerk aus, die sich in den verschiedensten Funktionen, Aufgabenbereichen und auf den unterschiedlichsten Ebenen in ihrer Freizeit für die Fußballfamilie im Rheinland engagiert haben und immer noch engagieren. Ohne Menschen wie diese, ohne das Ehrenamt würde es den Fußball im Rheinland in seiner heutigen Form und mit all seinen Facetten nicht geben.

Der Tag des Ehrenamts war die erste Veranstaltung des Fußballverbandes Rheinland in dessen Jubiläumsjahr: Der FVR feiert am 11. Juni 2024 sein 75-jähriges Bestehen. Anlässlich dessen hat der Fußballverband Rheinland ein Buch veröffentlicht, das am heutigen Sonntag erstmals vorgestellt wurde. Darin werden neben der Historie des Verbandes viele der Persönlichkeiten beleuchtet, die aus ihm hervorgegangen sind – ob Spieler, Trainer, Schiedsrichter oder Funktionäre. Es wird an Meister und Pokalsieger, an besondere Vereine und außergewöhnliche Ehrenamtler, an Partnerschaften auf internationaler Ebene erinnert. 75 bewegte Jahre FVR mit vielen Erlebnissen, Ereignissen und Geschichten, auf die es sich zurückzublicken lohnt.