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„Bares für Rares“-Star „Waldi“ zündet Meiler an

Mechernich/Düttling – Kein geringerer als Walter Lehnertz („Waldi“) aus der Fernsehshow „Bares für Rares“ soll 2024 den Holzkohlemeiler auf der Stadtgrenze zwischen Mechernich, Heimbach und Schleiden im Dörfchen Düttling anzünden. Das gab „Chefköhler“ Gerd Linden am Wochenende bekannt, nachdem er mit dem populären Antikhändler aus Krekel handelseinig geworden war.

Lehnertz und Linden wollen den aktuellen Meiler an Pfingstsamstag, 18. Mai, um 14 Uhr anzünden. Dazu gibt es ein Unterhaltungsprogramm, Essen und Trinken. Ausgeschenkt werden soll auch ein Gebräu namens „Schwarzer Kerl“, ein Doppelbockbier mit 7,1 Prozent, das in einer kleinen Brauerei in Mendig in der Vulkaneifel gebraut wird.

„Walter Lehnertz ist ausgebildeter Pferdewirt“, schreibt das Internetlexikon „Wikipedia“, über den oft von den anderen „Bares-für-Rares“-Händlern auf den Arm genommenen angeblichen Eifel-Prototypen, mit dessen Image sich zweifelsohne nicht alle Bewohner des Landstrichs identifizieren:

„Von 1998 bis zur Auflösung 2002 war er als Geschäftsführer der Walter Lehnertz Garten- und Landschaftsgestaltung GmbH in Mechernich tätig. Zwischenzeitlich war er als Angestellter im Baugewerbe aktiv. Seit etwa 1998 beschäftigt sich Lehnertz mit Antiquitäten.“ Seit 2016 sei Lehnertz Geschäftsführer der „Waldi’s Eifel Antik“ in Krekel und betreibe zudem nach Angaben des ZDF eine Baufirma.

80-Euro-Gebote machten ihn bekannt

Überregionale Aufmerksamkeit erreichte „Waldi“ durch seine Auftritte in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“, deren Händlerteam er seit der ersten Staffel 2013 angehört. Als sein „Markenzeichen“ gelten Erstgebote von 80 Euro, so „Wikipedia“, oft auch für höherwertige Objekte. Auch bei Carmen Nebel, in der Quizshow „Wer weiß denn sowas?“, beim Tanzwettbewerb „Skate Fever“ (RTL 2) und im „Kölner Treff“ stand Walter Lehnertz bislang vor der Kamera.

Der Düttlinger Meiler wird seit über 15 Jahren betrieben, zunächst im Wechsel mit dem Rheinischen Freilichtmuseum Kommern, wo Gerd Linden als Landwirtschafts- und Köhlermeister beschäftigt war. Das Entzünden und das jährliche „Meilerfest“ mit „Köhlerbraten“ und Programm sind Publikumsattraktionen.

In der Zeit der Eisenerzverhüttung im Schleidener Tal gab es im Kermeter mehr als 1000 Meilerplätze. Buchen, wie sie früher zwischen Gemünd, Heimbach und Voißel schon in Urwäldern gediehen, werden für die von Gerd Linden und Team betreuten Meiler gefällt, auf Stücke geschnitten, gerissen und zu Meterscheiten gespalten, kunstvoll kreisförmig aufgestapelt, mit Waldgrassoden bedeckt und schließlich mit Erde überzogen und angezündet.

Bei einem normalgroßen Meiler weichen die Köhler 14 Tage nicht von ihrem vor sich hin kokelnden Bauwerk, um Tag und Nacht eingreifen zu können. Die Sauerstoffzufuhr darf nicht hermetisch abgeriegelt, muss aber minutiös überwacht werden.

Übung im Übernachten in mit Soden gedeckten Köhlerhütten haben außer Köhlermeister Gerd Linden selbst auch seine Söhne Daniel, Ingo und Markus, deren Frauen und „Köhlerliesel“ Ellen, Jenny und Kerstin, deren „Oberliesel“ Andrea Esser, deren Freund Markus „Bienchen“ Schmitz, ein Imker, „Köhlerbube“ Gerd „the Bird“ Gabrys, Guido, Günter Müller sowie Senior Jakob Gresser aus Bergbuir.

Zuschauer sind willkommen

Mitte der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts ließ sich Gerd Linden, damals noch Landwirtschaftsmeister im Mechernicher Freilichtmuseum, von den letzten „schwarzen Männern“, die noch Köhlereiwirtschaft in der Region betrieben, in Aufbau und Meiler-Führung unterweisen.

Die ersten Meiler brannte Linden seit Mitte der achtziger Jahre in Kommern ab, seit 2008 zusätzlich alle zwei Jahre im Mai/Juni am Kermeter-Rand in der Nähe seines Heimatdorfes Düttling. Außerdem war Gerd Linden bereits zweimal als „Wanderköhler“ beim Forstamt in Essen im Einsatz und 2022 mit seinem Sohn Daniel beim „größten Waldfest Deutschlands“ in Müschenbach im Westerwald.

Zuschauer sind auch schon beim Aufschichten des Holzkohlemeilers vom 13. bis 17. Mai willkommen. Das Fest zum Anzünden durch „Waldi“ Lehnertz“ beginnt Samstag, 18. Mai, um 14 Uhr. Die Verkohlungsphase dauert etwa 18 Tage, so die Journalistin Gudrun Klinkhammer vom Düttlinger Meilerteam, und soll bis etwa 26./27. Mai dauern. Die Ernte ist für Sonntag, 28. Mai, bis Dienstag, 30. Mai, geplant. „Meilerfeste“ am Sonntag, 19. Mai, Sonntag, 26. Mai, und Fronleichnams-Donnerstag, 30. Mai.

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Die Gewinner der „evm-Palettenparty“ stehen fest – Ein Verein aus der Vulkaneifel dabei

Region/Koblenz – Die Gewinner der diesjährigen evm-Palettenparty stehen fest. Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) hatte in diesem Jahr wieder elf Paletten mit Wurfmaterial verlost. „Wir freuen uns, dass auch im Karneval wieder Normalität eingekehrt ist und die Vereine wieder Süßigkeiten bei ihren Umzügen werfen können“, sagt evm-Sprecher Marcelo Peerenboom.  Über eine Palette mit Wurfmaterial darf sich auch ein Verein aus der Vulkaneifel freuen: Jirrelsteener Narrenbande, Gerolstein.

Die Jirrelsteener Narrenbande aus Gerolstein belegte bei der evm-Palettenparty den dritten Platz und freuen sich über eine Palette mit Wurfmaterial. Foto: evm/Sascha Ditscher

„In diesem Jahr haben 59 Vereine aus der Region ihre Fotos eingereicht. Das ist die zweitgrößte Palettenparty seit Bestehen des Wettbewerbs“, erklärt Marcelo Peerenboom. Auch alle anderen Gewinnspielteilnehmer gingen nicht leer aus: Die evm unterstützt drei weitere Vereine mit einer Geldspende von jeweils 111 Euro. „Kreativität wird bei uns belohnt. Daher erhalten drei Vereine einen Sonderpreis, da uns ihre Bilder besonders gut gefallen haben“, so Marcelo Peerenboom.
Auch alle anderen Vereine erhalten eine Geldspende. „Das Hauptziel der Palettenparty ist es, Karnevalsvereine aus der Region zu unterstützen. Daher möchten wir uns bei allen Vereinen für ihren Einsatz bedanken und unterstützen sie mit einem Trostpreis in Höhe von je 55 Euro“, sagt Marcelo Peerenboom.

Palettenparty ging in die achte Runde

Die evm unterstützt zum achten Mal mit der Aktion Karnevalsvereine und -gruppen aus der Region. Um zu gewinnen, mussten die Gewinnspielteilnehmer ein kreatives Foto zum Motto „Alles paletti mit Power und Konfetti“ einreichen. Die Allgemeinheit konnte online für ihren Favoriten abstimmen. „Wir sind ein regional verwurzeltes Unternehmen und engagieren uns für die Menschen in der Region. Daher spielt auch der Karneval eine wichtige Rolle für uns, und wir freuen uns, dass wir mit der Palettenparty die hiesigen Karnevalsvereine unterstützen können“, so der evm-Sprecher. An der Verlosung durfte jeder teilnehmen, der im Karneval in der Region aktiv ist.

 

 

 

 

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EIFEL Award 2023 – Nachhaltigkeit ist die Zukunft der Region

Simmerath – In der Tenne in Simmerath-Eicherscheid wurde der EIFEL Award 2023 vergeben. Der Preis ging an 36 Unternehmen, die eines gemeinsam haben: Sie haben vorbildliche Konzepte und Ideen, um das große Zukunftsthema Nachhaltigkeit in ihren Betrieben und für ihre Kunden konkret werden zu lassen.

Die Eifel ist als Wirtschaftsregion in besonderer Weise abhängig von Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz. Denn ihre hohe Lebensqualität ist ein wichtiger Standortfaktor. Darüber hinaus basieren viele Betriebe auf intakter Natur, vom touristischen Betrieb über die Produzenten etwa von Lebensmitteln bis hin zum Dienstleister für nachhaltige Lösungen. Der breit gefächerte Branchenmix von solidem Handwerk bis zur innovativen Hightech macht die Eifel stark und zukunftsfähig. Herausforderungen wie etwa der immer dringlicher werdende Klimaschutz werden aktiv angenommen, denn die Unternehmerinnen und Unternehmer verfügen über Tatkraft und Bodenständigkeit, sie sind optimistisch und gemeinschaftlich orientiert. Mit ihrem Standort sind sie eng verwurzelt und wissen, was Verbindlichkeit bedeutet. Sie verwirklichen jeden Tag den Slogan “Wir. Leben. Eifel.” An einem Strang ziehen bedeutet für sie: Nachhaltigkeit ist keine Theorie, sondern alltägliche Praxis – damit das Fundament der Eifel stark bleibt. Ökonomie und Ökologie gehören zusammen.

Der EIFEL Award 2023 zeichnet Betriebe aus, die sich in ihren jeweiligen Geschäftsfeldern ebenso wie in ihren Abläufen und Verfahren besonders um Nachhaltigkeit verdient machen. Der detaillierte Bewerbungsbogen für den EIFEL Award fragte sowohl harte wie weiche Faktoren ab: Welche baulichen oder energetischen Maßnahmen werden im Betrieb umgesetzt? Welche Innovationen tragen dazu bei, Produktion und Verbrauch ressourcenschonend zu gestalten? Wie werden die Beschäftigten und die Stakeholder zu nachhaltigem Handeln motiviert? Wie wird die soziale Verpflichtung von Nachhaltigkeit als Zukunftsbasis verwirklicht?

Die Rückmeldungen auf den diesjährigen Wettbewerb des EIFEL Award waren zahlreich, sie kamen aus allen Teilregionen der Eifel und Ostbelgien sowie aus allen Sparten. Die Auswahl der Preisträger fiel nicht leicht. Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier als Gastgeber der diesjährigen Preisverleihung charakterisiert das hohe Niveau: „Der diesjährige EIFEL Award zeichnet Unternehmen aus, die nicht nur von Nachhaltigkeit reden, sondern bereits aktiv mit konkreten Projekten auf dem Weg sind. Ich freue mich, dass aus der städteregionalen Eifel fünf tolle Unternehmen dabei sind! Unternehmen, die in umweltfreundliche Praktiken investieren und Maßnahmen ergreifen, profitieren nicht nur von Kosteneinsparungen, sondern stärken auch ihre Marktposition. Die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit wird sich für die Unternehmen somit auszahlen, das ist die Zukunft!“

Andreas Kruppert, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm und Präsident der Zukunftsinitiative Eifel (ZIE), betonte in seiner Rede die Bedeutung des von der ZIE angestoßenen Standortmarketings und in diesem Rahmen auch der Nachhaltigkeit als eines der wichtigsten Themen: „Als Zukunftsinitiative Eifel konnten wir seit über 15 Jahren durch zahlreiche Projekte, intensiven Austausch mit Partnern und gezielter Einbindung der Wirtschafts- und Wissenschaftstreibenden viele begeistern, Zahlreiches bewegen und Nachhaltiges bewirken. Damit wurden Mehrwerte geschaffen, die für einzelne Akteure – ob Unternehmen oder Institutionen – nicht zu erreichen gewesen wären. Wir sind unverwechselbar: Diese positive Entwicklung wollen wir innerhalb und außerhalb der Eifel erlebbar und erkennbar machen.

Nachhaltigkeit impliziert als Zielstellung den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen. Nachhaltiges Handeln im unternehmerischen Sinne bedeutet daher, ökonomische, ökologische und soziale Ziele gleichgewichtig zum Wohlergehen heutiger und zukünftiger Generationen in Einklang zu bringen. Unsere Unternehmen übernehmen Verantwortung über gesetzliche Vorgaben hinaus. In Zeiten globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Ressourcenknappheit rückt die Verantwortung von Unternehmen für die Auswirkungen ihres Handelns auf Umwelt und Gesellschaft immer stärker in den Fokus.

Dass dieses Thema zunehmend in den Eifeler Betrieben ankommt, zeigt die große Anzahl der Bewerbungen zum diesjährigen Eifel Award. Mit ihm wollen wir die Eifeler Betriebe dabei unterstützen, ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung ganz bewusst als Erfolgsfaktor in die Unternehmensstrategie zu integrieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und gleichzeitig das Wohlergehen auch zukünftiger Generationen zu sichern.“

Der EIFEL Award 2023 aus Sicht der Unternehmerinnen und Unternehmer

Der EIFEL Award ist auch aus Sicht der ausgezeichneten Unternehmen eine große Motivation, weiterhin vorbildlich aktiv zu sein. Sie sehen sich durch den Award in ihren Bemühungen, von denen letztlich der gesamte Wirtschaftsstandort Eifel profitiert, effektiv gestärkt. So sagt beispielsweise Matthias Kuhl, Geschäftsführer der Premosys GmbH mit Sitz in der Vulkaneifel: „Dass wir den Award bekommen haben, ist eine echte Ehre, wir freuen uns sehr. Auch beim Thema des EIFEL Award 2024, der zur Digitalisierung verliehen wird, sehen wir uns bestens aufgestellt.“ Das Interesse auch eines international erfolgreichen Industrie-Unternehmens wie Premosys am EIFEL Award belegt die hohe Bedeutung, die der Auszeichnung beigemessen wird.

Ganz anders sind die betrieblichen Strukturen bei Julietta Baums aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm, die mit geführten Lama- und Alpaka Wanderungen ihres Reiseunternehmens eifelnomaden die Auszeichnung erhielt. „Der EIFEL Award ist eine schöne Bestätigung für den richtigen Weg und doch auch eine Überraschung“, sagt sie. Seit mehr als zwanzig Jahren bietet sie mit dem Unternehmen nomad nachhaltige Reisen in orientalische Länder an und bekam als einer der ersten deutschen Reiseveranstalter ein Gütesiegel für Nachhaltigkeit im Tourismus. Bei den eifelnomaden kommt noch etwas hinzu: „Wir sind sehr gut mit Erzeugern oder Gastronomen in der Eifel vernetzt, so dass Wertschöpfung in der Region bleibt… auch ein Faktor für Nachhaltigkeit. Umweltbildung und Artenschutz bringen wir unseren Gästen konkret in der Eifel nahe.“

Bei Hydro Extrusion, Teil einer international agierenden Holding, zeichnet der EIFEL Award ebenfalls die konsequent umgesetzte Strategie aus: „Nachhaltigkeit steht im Fokus für jeden Mitarbeiter. Monatlich berichten wir den Fortschritt, der zu unseren Zielen führt. Jeder Mitarbeiter hat die Chance in wöchentlichen Meetings Verbesserungsvorschläge zu machen. Wir bilden unsere Mitarbeiter in nachhaltigem Arbeiten aus und erklären die Umweltkosten unserer Aktionen“, so die Plant Managerin Vanessa Pirlot am Firmensitz im ostbelgischen Raeren zur Bedeutung des Preises. Nachhaltigkeit meint auch das Soziale: „Wir sind Sponsoren in den meisten lokalen Sportvereinen, beim lokalen Töpfereimuseum oder bei Aktionen wie dem ‚Lauf des Lebens‘ für Krebsforschung. Des Weiteren fördern wir den ‚Lions Club‘ oder Benefizveranstaltungen.“

Nachhaltigkeit ist konkret und visionär zugleich, wie der EIFEL Award unter anderem am Beispiel der Raiffeisenbank Eifel eG, Simmerath, belegt: „Wir sind stolz auf unsere Raiffeisenwälder. Aber um unsere Region nachhaltig zu stärken, bedarf es mehr. Hier setzen wir heute schon im Kleinen bei uns an: durch die Einsparung von CO2, selbsterzeugtem Strom und die sukzessive Optimierung unserer Arbeitsprozesse. Gemeinsam verfolgen wir die Vision, uns als DIE Bank für die Eifel zu positionieren“, sagt Alena Voßen, Vorstandsreferentin und Nachhaltigkeitsmanagerin des Kreditinstituts.

Für Alexandra Menge, die Presto Humus GmbH mit Sitz in Kobern-Gondorf leitet, gehört das Thema des EIFEL Award sogar zu den Grundvoraussetzungen des Geschäftsmodells: „Wir sind Erdenmacher, Gartenliebhaber und vor allem Umweltschützer! In Zeiten knapper Ressourcen schaffen wir echte Nachhaltigkeit und Wertschöpfung: Aus ‚grünem Abfall‘ entstehen neue Produkte für Endverbraucher. Kreislaufwirtschaft gehört zu unserer DNA, denn dank eigener Rohstoffversorgung mit nachwachsenden und natürlichen Produkten wie beispielsweise Rohrinden und Grünschnittkompost bekommt die Natur durch uns zurück, was sie bietet.“

Alle 36 Gewinner des EIFEL Award 2023 bezeugen auf ihre eigene Weise, dass die Eifel in Sachen Nachhaltigkeit eine starke Position einnimmt. Sie haben viele Gemeinsamkeiten, aber durch ihre Strukturen und Geschäftsfelder natürlich auch viele Unterschiede im Umgang mit dem Thema. Insgesamt bilden die Preisträger die Vielfalt ab, mit der Nachhaltigkeit in der Eifel erfolgreich umgesetzt und konsequent vorangetrieben wird. Der EIFEL Award wird von den Preisträgern als Ansporn und Würdigung zugleich verstanden.

Hintergrund

Der EIFEL Award wird seit 2009 von der Zukunftsinitiative EIFEL (ZIE) verliehen. Zu den Preisträgern seitdem gehören unter anderem produzierende Betriebe ebenso wie Kultureinrichtungen, soziale Projekte ebenso wie Start-ups. Die gesamte Palette der Eifeler Wirtschaft wird abgebildet. Der letzte Award wurde 2022 verliehen und gab mit dem Schwerpunktthema „Gute Arbeitgeber“ Impulse für die Gewinnung von Fachkräften und für das erfolgreiche Halten motivierter und gut ausgebildeter Fachkräfte.

Der EIFEL Award 2024 wird sich dem Thema „Digitalisierung“ widmen. Der Aufruf zur Bewerbung startet im Sommer, die Preisverleihung wird stattfinden am 19. November 2024.

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Ein Herzelektriker für Mechernich – Dr. Erol Saygili neuer Chefarzt der Kardiologie

Mechernich – Mit Dr. Erol Saygili, dem neuen Chefarzt der Kardiologie, ist modernste Technik in das Kreiskrankenhaus eingezogen – Hochauflösendes 3D-Mapping System ermöglicht zusätzlich zu den bewährten Methoden Behandlung von komplexen Herzrhythmusstörungen.

Es sind eine Unmenge an Kabeln, die da aus den Geräten herausragen. Als sein Blick darauf fällt, muss Dr. Erol Saygili selbst ein wenig Schmunzeln. „Das Team ist inzwischen schon so gut eingespielt, dass unsere Patienten innerhalb von zehn Minuten verkabelt sind“, versichert der neue Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie im Kreiskrankenhaus Mechernich. Verkabelt an eine hochmoderne Technik, die seit Beginn des Jahres bei der Behandlung von Vorhofflimmern eingesetzt wird.

Eine Krankheit, die immer häufiger wird, weil die Menschen immer älter werden. „Zehn Prozent der über 75-Jährigen sind davon betroffen“, sagt der neue Chefarzt. Hinzu kämen Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck, die ebenfalls immer häufiger auftreten. „Wenn dann das Vorhofflimmern vorliegt, laienhaft gesprochen ein Kurzschluss im Herzen, dann bringe ich das als Herzelektriker wieder ins Lot“, erklärt der 43-jährige Kölner mit einem Lächeln.

Eine Karte des Herzens

Das geschieht minimalinvasiv und die betroffene Stelle im Herzen wird letztlich verödet. Ablation heißt das im Fachjargon und mit Dr. Erol Saygili hat mit der „Pulsed field Ablation“ eine hochmoderne Technologie in Mechernich Einzug gehalten. Damit der Experte mit seinem Team die zu behandelnde Stelle im Herzen auch genau lokalisieren kann, wurde das Angebot der invasiven Kardiologie und Rhythmologie zum Jahresbeginn um ein hochauflösendes 3D-Mapping System erweitert.

Diese 3D-Karte des Herzens erleichtert den Kardiologinnen und Kardiologen die Sicht in dem pulsierenden Organ und sorgt dafür, dass die medizinischen Werkzeuge exakt zum Ort des Ursprungs der Herzrhythmusstörung gelangen können. Um die Karte zu erstellen, werden die elektrischen Eigenschaften des Herzgewebes genutzt.

Dr. Erol Saygili hat sich schon früh mit diesem Thema befasst. Nach dem Studium an der Uni Köln forschte er am Labor für molekulare Kardiologie und Herzmuskelphysiologie und wurde schließlich in Köln promoviert. Seine Facharztausbildung absolvierte er an der RWTH Aachen sowie an der Universität Düsseldorf. Als Leiter der Sektion Elektrophysiologie des Evangelischen Krankenhauses Hagen legte der verheiratete Vater zweier Kinder erstmals seinen fachlichen Schwerpunkt fest, den er zuletzt als Sektionsleiter Elektrophysiologie im Kölner St. Antonius Krankenhaus weiterführte und jetzt auch im Krankenhaus Mechernich etablieren möchte.

Junge Ärzte ausbilden

Martin Milde freut sich über diesen kompetenten Neuzugang, der zu Beginn des Jahres die Nachfolge von Dr. Peter Wirtz angetreten hat. „Wir hatten sehr viele Bewerbungen für diese Position“, so der Geschäftsführer der Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH. Dieses große Interesse sei für ihn auch ein Beleg für die Attraktivität des Mechernicher Standorts. „Aus den vielen Bewerbungen haben wir mit Dr. Erol Saygili den aus unserer Sicht besten Bewerber ausgewählt“, so Martin Milde, der noch einmal betonte, dass in den vergangenen Jahren zahlreiche Investitionen in die Zukunft des Standorts und insbesondere auch in die Kardiologie getätigt wurden.

So verfügt Mechernich inzwischen über zwei hochmoderne Herzkatheterlabore und ein bestens ausgebildetes Ärzteteam. „In der Klinik arbeiten derzeit vier Oberärzte und acht Assistenzärzte“, berichtet Dr. Erol Saygili, der mit seinem Team auch den Behandlungsschwerpunkt in der invasiven Diagnostik und Therapie koronarer Herzerkrankungen sowie in der Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren fortsetzen wird.

Darüber hinaus sollen die regionalen und auch überregionalen Patienten von dem Einsatz der neuen Medizintechnik profitieren. Doch nicht nur die. Denn die moderne Ausrichtung der Klinik soll auch dem Ärzteteam und der Ausbildung zugutekommen. „Eines meiner kurzfristigen Ziele ist, die Klinik als Ausbildungsstätte für Elektrophysiologie der DGK zertifizieren zu lassen“, betont der neue Chefarzt: „So können wir die Ausbildung für jüngere Kolleginnen und Kollegen noch vielfältiger und attraktiver gestalten.“

 

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1200 Fachkräfte aus 111 Tageseinrichtungen für Kinder feiern den erfolgreichen Abschluss ihrer Qualitätsschulung

Aachen – Frühkindliche Bildung, ein gutes soziales Miteinander und kulturelle Vielfalt: Diese Werte bilden nur einen kleinen Ausschnitt des Leistungsangebots katholischer Kindertagesstätten im Bistum Aachen ab. Qualitätsschulungen gehören seit Jahren zur Regel. In diesen Tagen freuen sich mehr als 1200 Fachkräfte aus 111 Kitas über den erfolgreichen Abschluss ihrer Qualitätsschulung. Das Programm gibt es seit 2016.

Mit der jüngsten Iglu-Studie, die regelmäßig der Lese- und Schreibkompetenz von Grundschulkindern auf den Grund geht, zeigt sich erneut, dass der Schriftspracherwerb bereits auch in der Kita beginnt. Im Bistum Aachen vertrauen täglich zehntausende Eltern ihre Kinder den insgesamt 315 katholisch getragenen Tageseinrichtungen für Kinder an.

Um eine regelmäßige Qualifizierung sicherzustellen, die nicht nur das Wohl der Kinder, sondern auch die Anliegen der Eltern und ein gutes soziales Miteinander berücksichtigt, hatte das Bistum Aachen gemeinsam mit dem Caritasverband für das Bistum Aachen ein umfangreiches und anspruchsvolles Qualifizierungsangebot gestartet. Nahmen im ersten Durchlauf 68 Einrichtungen teil, waren es im zweiten Schritt bereits 111 Kitas, die das Programm auch in Zeiten von Corona und unter erschwerten Bedingungen konsequent mitgemacht hatten.

Kein Wunder, dass die Stimmung bei der Urkunden-Vergabe im Aachener Eurogress aller bestens war. Bischof Dr. Helmut Dieser, Diözesancaritas-Direktor Stephan Jentgens und Dr. Thomas Ervens, Leiter der Hauptabteilung Pastoral / Schule / Bildung im Bischöflichen Generalvikariat, zollten den angereisten 1200 Erzieherinnen großen Respekt und waren begeistert ob des großartigen Engagements.
„Sie haben einen der schönsten Berufe der Welt“, würdigte Bischof Dr. Helmut Dieser und warb dafür, die Welt immer wieder aus der Sicht der Kinder zu sehen. In der Arbeit mit den Kindern entdeckte Dr. Thomas Ervens das „lebendige Feuer einer missionarisch-diakonischen Kirche“. Er ermutigte die Fachkräfte und Verantwortlichen, die Qualitätsentwicklung weiter voranzutreiben.
Die Kitas gestalten durch ihre Arbeit Politik und Gesellschaft mit, so Diözesancaritasdirektor Stephan Jentgens. Er forderte angesichts dieser Leistung eine bessere finanzielle Ausstattung der Einrichtungen, flexible Zugänge zu Ausbildung und Beschäftigung, die Entwicklung multiprofessioneller Teams, in denen sich Erzieherinnen und Erzieher auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können. Leitungen müssten für ihre verantwortliche Arbeit freigestellt werden.

Qualitätsschulungen, wie sie im Projekt von Bistum und Caritas erfolgen, schärfen den Blick für das, was gut ist und für das, was besser werden kann. Mit Haltung und Werten an die Arbeit zu gehen, stärke die Teams, betonte Lena Przybilla, Bereichsleiterin Hedi Kitas im Erzbistum Berlin.

Den feierlichen Abschluss des Tages bildete die Verleihung von Qualitätsbriefen und eines Gütesiegels durch den Bundesgeschäftsführer des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK), Paul Nowicki. Diese Dokumente belegen, dass sich diese Einrichtungen bei ihrer alltäglichen Arbeit an festgelegten Standards orientieren. Qualitätsbriefe erhielten die Kitas St. Hubertus und St. Gertrud aus Selfkant, die Kitas St. Vincentius, Rabennest und St. Peter und Paul aus Wegberg, die Kita St. Godehard aus Tönisvorst und die Kita Regenbogen aus Mönchengladbach.

Das Gütesiegel erhielt das Katholische Familienzentrum St. Mariä Heimsuchung in Herzogenrath, das bereits seit 2005 beharrlich an seiner Qualität arbeitet. Ein leuchtendes Beispiel für die rund 120 Einrichtungen, die sich 2024 in einer nächsten Runde des Projekts „Qualität aus christlicher Überzeugung“ auf den Weg machen. Die Projektleiterinnen Virginia Bertels vom Bistum und Petra Daun von der Caritas freuen sich mit vielen Mitstreitenden auf diese neue Etappe.
Insgesamt besuchen mehr als 19 000 Kinder die 315 Kitas mit rund 5.000 pädagogischen Fachkräften im Bistum Aachen.

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Tiktok, YouTube Handwerker und echter Eifeler Heiko Köhnen eröffnet und spendet

Polch – Mitte Januar eröffnete Tiktok und YouTube Handwerker Heiko Köhnen sein neues Handwerker- und Industriegeschäft in Polch und rund 70 Gäste feierten mit ihm. Der gelernte KfZ Mechaniker und echter Eifeler, ist vielen kein Unbekannter mehr, denn durch seine
Handwerker Videos die auf Tiktok und Youtube laufen, erzielt er mittlerweile Aufruf-Rekorde.

Zusammen mit seinem langjährigen guten Freund und ehemaligen Arbeitskollegen Andreas Hilden, bilden sie das Video-Format „Hallo Heiko“, dass ein großes und breites Publikum anspricht. Mit viel
Witz und coolen Sprüchen, punkten die beiden nicht nur bei den Handwerkerfans. Bei Tiktok sind ihre Videos, die an die Sendung „Hör mal wer der Hämmer“ erinnern, besonders beliebt.

„Gesamt wurden unsere Videos bei Tiktok und YouTube rund 6 Mio. mal angeschaut. Mittlerweile kommen sogar größere Unternehmen auf uns zu, und wollen uns als Sponsor begleiten“, so Heiko Köhnen, der mit dem großen Erfolg von „Hallo Heiko“ so nicht gerechnet hätte. So stellte z.B. die Firma Rhodius für die Eröffnungsfeiern einige besondere Give-aways wie Mützen, Laptoptaschen etc. für die geladenen Gäste zur Verfügung. Die Store Eröffnung startete am 12.1 um 11 Uhr für einen erlesenen Kreis an geladenen Gästen. Neben Sekt, Kaffee und Bratwürstchen, konnte das große Sortiment der Produkte auf 240 m² bestaunen werden.

Einen präsenten Platz erhielt an diesem Tag auch die Spendenbox für die JSG Maifeld. „Als Unternehmen stehen wir alle in der Verantwortung unseren Beitrag zu leisten. Die Jugendarbeit ist besonders wichtig. Deshalb war für mich klar, dass ich meine Eröffnungsfeier mit einer Spende für die JSG Maifeld begleiten möchte. Ich fühle mich mit dem Verein selbst durch eine frühere mehr als 10-jährige Trainertätigkeit sehr verbunden, deshalb ist mir auch bewusst, wie wichtig Spenden für Vereine sind. Es fällt immer etwas an und da ist jeder Euro gut aufgehoben“, so Heiko Köhnen, der seine Gäste ermutigte mit einem Beitrag zu unterstützen.

Frau Sarah Hilden, von der Firma Gebäudereinigung Hilden & Schilberz, welche an derselben Adresse ansässig ist, kam dieser bitte direkt nach und spendete 250 Euro. „Als Mutter von 3 kleinen Kindern ist es für mich selbstverständlich die Jugendarbeit zu fördern.“ Insgesamt kamen bei der Eröffnungsfeier 525 Euro zusammen.

„Wir sind überglücklich und froh, dass wir durch unsere Eröffnungsfeier so viel Geld zusammen bekommen haben.“ teilte Heiko Köhnen sichtlich gerührt mit. „Dies sollte ein Ansporn sein, auch für andere Unternehmen, die Jugendarbeit von Vereinen zu unterstützen und zu fördern. Ich hoffe es kommen in den nächsten Tagen und Wochen noch einige Euros dazu“. Die Spendenbox für den JSG möchte Heiko Köhnen auch weiterhin in seinem Geschäft aufgestellt lassen, mit dem Wunsch, dass auch in der nächsten Zeit noch fleißig nachgespendet wird.

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Motto der Kita-Sozialarbeit in Mayen – „Hand in Hand“

Mayen – Kita-Sozialarbeit begleitet Kinder in ihrer Entwicklung – Mit der Einführung der Kita Sozialarbeit wurde ein präventives und leicht zugängliches Angebot in der Kitalandschaft sichergestellt. „Hand in Hand“ – so heißt das Motto der Kita-Sozialarbeit in Mayen. Ob es darum geht zu informieren, zu unterstützen oder zu vermitteln – die Sozialarbeiter*innen stehen Familien mit Kindern bis zum Schuleintritt zur Seite.

Die Fachkräfte stehen bei Fragen rund um die Entwicklung und Erziehung von Kindern zur Verfügung – helfen aber auch bei Problemen im Alltag und suchen gemeinsam mit den Betroffenen nach passenden Lösungen. Dabei informieren die Kita-Sozialarbeiter*innen über weiterführende Hilfsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten durch andere Institutionen. Auch verschiedene Fördermöglichkeiten werden für die Kinder angeboten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Präventionsarbeit im Sozialraum in Form von Projektarbeit oder Einzelsetting.

Um diesen Service bestmöglich leisten zu können, werden individuelle Beratungsgespräche, offene Sprechstunden in den Kitas oder auch telefonische Beratungen angeboten. Die Möglichkeit, eines Hausbesuches ist ebenfalls gegeben.

Zudem wurde in jeder Kita mit der Einführung der Kita-Sozialarbeit anhand des jeweiligen Bedarfes ein individueller Schwerpunkt festgelegt. Derzeit arbeiten elf Fachkräfte an den Kitas in Mayen. Die Steuerungsfunktion obliegt dem Stadtjugendamt Mayen. Es finden auf Einladung von Bereichsleiterin Sandra Dietrich-Fuchs regelmäßige Austauschtreffen mit unterschiedlichen Akteuren statt.

„Die Kita-Sozialarbeit befindet sich noch in den Anfängen wird aber jetzt schon als wertvolle Ergänzung im Kita-Alltag wahrgenommen“, so Sandra Dietrich-Fuchs.

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Fast 2,1 Millionen Halbjahreszeugnisse in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Notenvergaben an rund 5400 Schulen in Nordrhein-Westfalen – Fast 2,1 Millionen Schülerinnen und Schüler an etwa 5.400 Schulen in Nordrhein-Westfalen erhalten am Ende dieser Woche ihre Halbjahreszeugnisse. „Das ist ein wichtiger Zwischenschritt für unsere Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in den vergangenen Monaten viel Zeit und Einsatz investiert haben, um ihre schulischen Ziele zu erreichen“, betonte Schul- und Bildungsministerin Dorothee Feller. „Die Zeugnisse belohnen das Erreichte und geben gleichzeitig Aufschluss darüber, in welchen Fächern Leistungen noch verbessert werden können. Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern, dass sie zufrieden sind mit ihren Leistungsnachweisen und im zweiten Halbjahr mit viel Freude weiterlernen und ihre schulischen Ziele erreichen können.“

Damit die Kinder und Jugendlichen hierfür gute Bedingungen vorfinden, hat Ministerin Feller mit dem Handlungskonzept zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Maßnahmen initiiert. Erste Erfolge sind sichtbar. So hat sich die Personalausstattung der Schulen in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um rund 3.900 Stellen auf insgesamt 160.900 besetzte Stellen verbessert (Stand: 1. Dezember 2023). „Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen, werden aber weiterhin einen langen Atem brauchen“, sagte die Ministerin. Das Handlungskonzept wird fortgeschrieben, weitere Maßnahmen werden folgen. So hatte Ministerin Feller zu Wochenbeginn bereits die neue Werbekampagne für Lehrkräfte vorgestellt.

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Kaller Dreigestirn unterstützt die Hilfsgruppe Eifel

Kall – Die Tollitäten der Kaller „Löstige Bröder“ bringen Aufkleber und Pins für den guten Zweck unter das närrische Volk – Die Nachfrage ist so groß, dass Anstecker nachbestellt werden mussten – Willi Greuel begeistert – Sie wollen bis Aschermittwoch nicht nur viel Spaß haben, sondern auch Gutes tun: Und deshalb hat sich das „Federwölkchen“-Dreigestirn der Kaller „Löstige Bröder“ dazu entschlossen, die in Kall ansässige Hilfsgruppe Eifel zu unterstützen. Prinz Michael I. (Schulz), Bauer Uwe II. (Walber) und Jungfrau „Markus I. (Walker) haben Aufkleber und Ansteck-Pins herstellen lassen, die sie bei ihren Auftritten zum Verkauf anbieten. Die Nachfrage ist groß.

Der gesamte Verkaufserlös soll nach Aschermittwoch an die Hilfsgruppe übergeben werden, berichtete Prinz Michael Schulz am Montagabend bei der Einweihung der Dreigestirn-Hofburg auf dem Anwesen von Bauer Uwe Walber. Vor ihrer Proklamation hätten die drei Tollitäten entschieden, Autoaufkleber entsprechende Ansteck-Pins herstellen zu lassen, um diese bei ihren Auftritten zu verkaufen. Die Aufkleber zeigen den Orden des Federwölkchen-Dreigestirns.

Weil man mit der Aktion aber kein Geld habe verdienen wollten, einigten sich die Drei, die auf ihre Kosten angefertigten 200 Aufkleber und 100 Pins zugunsten eines guten Zwecks unters Narrenvolk zu bringen. Man entschied sich, mit dem gesamten Verkaufs-Erlös die Hilfsgruppe Eifel zu unterstützen. Man hoffe, einen vierstelligen Betrag zusammen zu bekommen.

Dabei sind die Tollitäten schon jetzt zuversichtlich, dass dieses Ziel erreicht werden kann. Und nur wenige Tage nach der Proklamation bei der großen Kostümsitzung des KV „Löstige Bröder“ und dem am Tag darauf erfolgten Bürgermeister-Empfang seien die Vorräte von Aufklebern und Pins so stark reduziert gewesen, dass man spontan noch 150 weitere Pins nachbestellt habe.

Bei der Hilfsgruppe Eifel wisse man, dass das gespendete Geld dort verwendet werde, wo es gebraucht werde. Und deshalb, so Michael Schulz, würden die Anfertigungskosten komplett vom Dreigestirn finanziert, so dass der Verkaufserlös zu 100 Prozent an die Hilfsgruppe gehe.

Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel ist begeistert von der Aktion des närrischen Trivoliums. Er hofft deshalb, schon bald viele Autos mit dem Aufkleber des „Federwölkchen“-Dreigestirns zu sehen. Wie hoch die Spende am Ende ausfalle, sei eigentlich zweitrangig. „Viel mehr zählt die Tatsache, dass Prinz, Bauer und Jungfrau sich die Aktion, die auch noch aus eigener Tasche finanzieren, für die Hilfsgruppe ausgedacht haben“, so Willi Greuel. Das zeige wieder einmal mehr, dass auf die Eifeler Verlass sei. (Reiner Züll)

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5000 Euro Spende vom Hellenthaler Schoeller Werk

Kall/Hellenthal – Die Hellenthaler Schoeller Werk GmbH & Co.KG zählt mit 800 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern im Kreis Euskirchen. Seit vielen Jahren zeichnet sich die Firma auch für ihr soziales Engagement aus, wie der Vorsitzender Hilfsgruppe Eifel, Willi Greuel, kürzlich bei einem Besucher in der Geschäftsführung des Unternehmens bestätigte. Greuel war von den Betriebsräten Manuel Pesch und Johannes Schmal sowie Geschäftsführer Alexander Mertens nach Hellenthal eingeladen worden, um der Hilfsgruppe eine Spende von 5000 Euro zu übergeben.

Wie Manuel Pesch berichtete, habe der Betriebsrat vor Weihnachten unter den Mitarbeitern eine Sammlung zugunsten der Hilfsgruppe angestoßen. Die Sammlung sei auf eine große Resonanz gestoßen. Dann habe die Geschäftsführung den gesammelten Betrag verdoppelt und auf 5000 Euro aufgerundet. Im Unternehmen sei die vielfältige Arbeit der Hilfsgruppe bekannt.

Willi Greuel informierte über die Arbeit der Hilfsgruppe, der die Eifeler Bevölkerung in 32 Jahren annähernd neun Millionen Euro Spendengelder anvertraut habe. Aus 13 Typisierungsaktionen seien über 20.000 Eifeler in die Internationale Knochenmark-Spenderdatei registriert worden. 365 davon hätten inzwischen lebensrettende Stammzellen für Patienten in 34 Ländern der Erde gespendet.

Geschäftsführer Alexander zeigte sich beeindruckt von Willi Greuel‘s Schilderungen. „Wir sind froh, diese Arbeit unterstützen zu können“, so Mertens. Er versprach der Hilfsgruppe weitere Unterstützung, wobei, so der Geschäftsführer: „Wir können Ihnen mit unseren Rohren allerdings kaum helfen“.

Wie Marketing-Chef Timo Klein berichtete, sei das 1827 gegründete Hellenthaler Unternehmen einer der führenden Hersteller für geschweißte und gezogene Edelstahlrohre in Premiumqualität im europäischen Markt. Die jährlich rund 80 Millionen Meter Edelstahlrohr kämen unter anderem in der Medizintechnik, der Nahrungsmittelindustrie, der Kälte- und Klimatechnik, im Apparatebau sowie als Leitungsrohre in der Industrie und im Automobil-Bereich zum Einsatz.

Willi Greuel bedankte sich bei Geschäftsführer Alexander Mertens und den beiden Betriebsräten Manuel Pesch und Johannes Schmahl mit einer Dankesurkunde der Hilfsgruppe und dem Versprechen, dass jeder Cent für die Hilfsprojekte verwendet werde.

Die Spende an die Hilfsgruppe war nicht die einzige, mit der das Schoeller Werk soziale Einrichtungen unterstützt. Kurz vor Weihachten hatte die Firma mit den Mitarbeitern den „Winterzauber 2023“, ein Betriebsfest zum Jahresabschluss, veranstaltet, bei dem es neben dem Dank an die Belegschaft auch um das Engagement in der Region und die Stärkung des sozialen Bewusstseins des Unternehmens ging. Im Verlauf des Abends wurde ein Schätzspiel veranstaltet, das einen Erlös von 1000 Euro erbrachte. Diesen Betrag spendete das Unternehmen an die Kaller Tafel.