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„2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ in NRW – Antragsstart ist der 1. Oktober

Region/Düsseldorf – Das Land Nordrhein-Westfalen stellt zwei Millionen Euro für das neue Kleinstförderprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ zur Verfügung – Antragsstart ist der 1. Oktober. Die Staatskanzlei teilt mit: Engagierte, zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen können ab dem 1. Oktober 2021 einen Antrag auf Förderung im Rahmen des neuen Landesprogramms „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ stellen. Dafür stellt das Land Nordrhein-Westfalen zusätzlich zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, erklärt: „Ich freue mich, dass die Engagierten in Nordrhein-Westfalen durch das neue Landesprogramm nun eine zusätzliche Unterstützung erhalten und kleinere Projekte und Vorhaben umsetzen können. Das Land wird bis zu 2000 Vorhaben mit einem Festbetrag von je 1.000 Euro fördern. Der diesjährige Themenschwerpunkt lautet „Gemeinschaft gestalten – engagierte Nachbarschaft leben“.“

Bürgerschaftliches Engagement in Nordrhein-Westfalen soll durch das neue Landesprogramm gestärkt werden. Mit „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ ist nun ein niederschwelliger Förderzugang für Engagierte geschaffen worden, der ein sehr schlankes Antragsverfahren beinhaltet.

„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass neben Vereinen und Stiftungen beispielsweise auch Initiativen einen Antrag stellen können. Darin unterscheidet sich das Programm von anderen. So können auch Nachbarschaftsinitiativen, die etwas für die Gemeinschaft initiieren möchten, wie zum Beispiel eine Adventsaktion für Seniorinnen und Senioren im Stadtteil oder auch eine Aktion für die von der Flut betroffenen Ortsteile, einen Antrag einreichen“, so Andrea Milz.

Bei der Umsetzung des Förderprogramms unterstützen die Kreise und kreisfreien Städte. Sie haben die Fördermittel gemessen an der Einwohnerzahl vom Land übertragen bekommen und kümmern sich um die Bearbeitung der Anträge aus ihrem Kreis- beziehungsweise Stadtgebiet.

Informationen zum Förderprogramm, zur Antragstellung und zu den am Programm teilnehmenden Kreisen und kreisfreien Städten können auf www.engagiert-in-nrw.de abgerufen werden.

Das neue Landesprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ ist Teil der am 2. Februar dieses Jahres durch die Landesregierung beschlossene Engagementstrategie für Nordrhein-Westfalen. Engagierte und zivilgesellschaftliche Organisationen hatten im Rahmen eines breiten Beteiligungsprozesses den Bedarf an zusätzlichen Förderzugängen, insbesondere Programmen der Kleinstförderung, geäußert.

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„Sie haben das mit Bravour gemeistert“

Region/Mayen-Koblenz – Der komplette Kurs der Gesundheits- und Krankenpfleger am Ev. Stift hat bestanden. Sie haben in ihrer Ausbildung hautnah erfahren müssen, wie eng Freude und Leid beieinander liegen können. Der Kurs 2018-2021 der Gesundheits- und Krankenpflege an der Pflegeschule des Ev. Stift St. Martin war ein ganz Besonderer.

Da war einerseits Corona, was den jungen Pflegeazubis unerwartete und oft schwierige und emotionale Situationen bescherte, ganz besonders belastete sie aber der tragische Verlust ihrer Kursleiterin Olga Schmidt. Die beliebte und lebensfrohe Lehrerin hat bei den Schülern und dem Kollegium eine unbeschreibliche Lücke hinterlassen. „Sie wäre sehr stolz auf Sie gewesen“, so Michael Sölter, stellv. Schulleiter bei der sehr bewegenden Rede zur Examensfeier. „Sie alle haben diese Zeit überdurchschnittlich gut gemeistert!“ Überdurchschnittlich war auch die Erfolgsquote des Kurses – alle haben bestanden, einmal sogar mit einer glatten 1,0. Auch der Prüfungsvorsitzende Fritz Rau, der aus der Pfalz angereist war, bestätigte, dass er ein „alle bestanden“ mit der aktuell gültigen Prüfungsordnung noch nicht erlebt hat. „Das war schon eine Nummer, Sie haben das mit Bravour gemeistert.“ Ein Erfolg für das GK-Mittelrhein ist auch, dass sich rund zwei Drittel der frisch Examinierten für eine berufliche Zukunft im Ev. Stift entschieden haben.

Der Dank des Kurses ging an seine Lehrer und Prüfer. „Wir sind so froh, dass Sie uns an die Hand genommen haben und uns auch während der schweren Zeit aufgefangen haben.“ Besonders dankten sie Elke Giehl, die mit viel Empathie die Betreuung des Kurses übernommen hatte. Abschließend war es dann eine schöne Feier mit einer ganz besonderen Atmosphäre.

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Stolberger Grundschulkinder besuchen Workshop zum Klimawandel

Stolberg – Der Klimaschutz ist für die Kupferstadt Stolberg – erst recht nach den Erfahrungen der Flutkatastrophe – ein Thema mit hoher Priorität. Aus diesem Grund fördert die Stadt schon jetzt die Kompetenzen von Grundschulkindern für den Klimaschutz.

Jede Grundschulklasse in der Kupferstadt konnte an einem Workshop zur Klimakrise teilnehmen. Insgesamt beteiligten sich 12 Klassen mit über 200 Schülerinnen und Schülern aus 6 Stolberger Schulen.
Hierbei wurde den Kindern der Zusammenhang zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und der Erderhitzung erklärt. So lernten die Kinder zum Beispiel, dass ein einzelnes Auto zwar weniger CO2 ausstößt als ein Bus, aber da im Auto meist nur eine Person fährt, ist der Bus mit den vielen Passagieren die meist umweltfreundlichere Wahl.

Die teilnehmenden Grundschulkinder wissen nun auch, welche Unterschiede es bei der Produktion von Strom aus fossilen Brennstoffen und aus erneuerbaren Energien gibt.
Die Teilnahme am Workshop wurde ermöglicht durch eine Kooperation mit der Deutschen Umwelt-Aktion e.V. (DUA) und atmosfair. Seit 2017 haben fast 1.000 Schulen in Deutschland daran teilgenommen.

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Gesandter des Papstes predigt am Sonntag 26. September in Trier

Region/Trier – Am Sonntag, 26. September, wird der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, in Trier zu Gast sein. Mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und der kroatischen Gemeinde feiert er um 10 Uhr das Hochamt im Trierer Dom. Dort wird der Gesandte des Papstes in Deutschland auch predigen.

Anlass seines Besuches ist das 1600-jährige Hieronymus-Jubiläum im vergangenen Jahr. Die Würdigung des heiligen Kirchenvaters Hieronymus (347-420), der der Fakultätspatron der Theologischen Fakultät Trier ist, musste aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Die Eucharistiefeier wird musikalisch von Mitgliedern der kroatischen Mission Koblenz mitgestaltet, die Lesung in kroatischer Sprache übernehmen Mitglieder der Missionen Trier und Saarbrücken.

Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen ist das Platzangebot im Dom begrenzt, die vorhandenen Plätze sind bereits vergeben.

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2. Koblenzer Forum Infektiologie am Freitag 24. September – Anmeldung bis zum heutigen Mittwoch Abend 22. September noch möglich

Region/Mayen-Koblenz – Koblenzer Forum Infektiologie startet in die 2. Auflage. Experten laden für Freitag, 24. September, in den Kemperhof ein. Infektionen spielen nach wie vor sowohl in der ambulanten als auch stationären Medizin eine große Rolle und stellen oftmals in ihrer Diagnostik und Therapie eine besondere Herausforderung dar. Wenngleich das ganze Spektrum der Infektionskrankheiten im Rahmen einer zweitägigen Fortbildungsveranstaltung zu behandeln unmöglich ist, bietet das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein mit dem 2. Koblenzer Forum Infektiologie dennoch für Teilgebiete der Infektiologie fokussierte Informationen zum aktuellen Kenntnisstand bezüglich Diagnostik und Therapie.

Die Themenschwerpunkte: In Entwicklung befindliche neue Antibiotika, der Stellenwert moderner Verfahren zur Diagnostik von Infektionen und das anti-infektive und hygienische Management bei konkreten infektiologischen Krankheitsbildern und Situationen. Um diese Themen zu behandeln und zu diskutieren, konnten Experten auf den Gebieten der Infektiologie, Krankenhaushygiene, Intensivmedizin und Mikrobiologie gewonnen werden.

Die Fortbildung, die sich an Ärzte und Pflegende richtet und mit jeweils 7 Fortbildungspunkten akkreditiert ist, findet am Freitag, 24. September, von 10 bis 16.30 Uhr im Konferenzzentrum des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein, Kemperhof, statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist aufgrund der aktuellen Covid-19 Situation zwingend erforderlich. Die Fortbildung wird unter Einhaltung der 3G-Regelung durchgeführt. Die Teilnehmer müssen entweder negativ getestet (maximal 24 Stunden alt) oder geimpft (2. Impfung vor mindestens 14 Tagen erfolgt) oder genesen (Positivnachweis vor maximal 6 Monaten) sein. Für getestete Personen gibt es nur eine eingeschränkte Anzahl an Plätzen. Die Kontaktdatenerfassung erfolgt vor Ort handschriftlich per Formulatr.

Alle wesentlichen Informationen sind online auf www.gk.de zu lesen. Eine Anmeldung ist möglich bis spätestens Mittwochabend, 22. September, per E-Mail an intensivmedizin@gk.de.

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Erfolg für die SGD Nord beim Deutschen Ingenieurpreis

Region/Koblenz – Initiative Baukultur erhält Anerkennung für den „Leitfaden Straßenraumgestaltung“ Mit ihrem „Leitfaden Straßenraumgestaltung“ hat die Initiative Baukultur, die bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord angesiedelt ist, eine Anerkennung beim „Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr 2021“ in der Kategorie Baukultur erreicht. Der Leitfaden, der gemeinsam mit der Hochschule Koblenz und dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) erarbeitet und veröffentlicht wurde, gibt Anregungen, wie man Straßen und Plätze gestalten und sie in die Kulturlandschaft des Welterbes Oberes Mittelrheintal einbinden kann. „Die Auszeichnung ist für uns der Lohn für eine intensive, institutionsübergreifende Arbeit. Es ist wichtig, dass die Straßen nicht nur Verkehrsraum, sondern auch Lebensraum sind – gerade auch mit Blick auf die Buga 2029“, sagt SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis.

Mit großer Freude nahm Prof. Dr. Martin Kaschny (Vizepräsident der SGD Nord) die Würdigung bei der feierlichen Preisverleihung in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle gemeinsam mit den Autoren Prof. Ulrike Kirchner und Prof. Dirk Fischer (beide von der Hochschule Koblenz) sowie Julia Holzemer-Thabor (Initiative Baukultur) entgegen.

Der „Ingenieurpreis Straße und Verkehr“ wird seit 2013 alle zwei Jahre unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur verliehen. Die Arbeiten konnten in den Kategorien Baukultur, Innovation/Digitalisierung und neue Mobilität eingereicht werden. Insgesamt gab es 58 Einreichungen. Pro Kategorie wurden drei Arbeiten für eine zweite Bearbeitungsphase nominiert. Der „Leitfaden Straßenraumgestaltung“ schaffte es auf Anhieb unter die drei Nominierten der Kategorie Baukultur. Der „Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr 2021“ in der Kategorie Baukultur ging an die Stadt Kiel für das Projekt Umgestaltung der Holstenbrücke/Neubau Kleiner Kiel-Kanal „Holstenfleet“.

„Es unter die drei besten Bewerber für den Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr zu schaffen, ist eine große Ehre und wir freuen uns sehr über diesen Erfolg“, so Prof. Kaschny. „Ich bin mir sicher, dass der Leitfaden Straßenraumgestaltung auch über die Region hinaus wertvolle Anregungen für die Gestaltung von Straßen und Plätze geben wird.“

Baukultur umfasst alle Bereiche des Planens und Bauens und bezieht die Regionalplanung, die Landschaftsplanung, den Städtebau, die Architektur aber auch die Verkehrs- und Ingenieurbauwerke ein. Vor diesem Hintergrund gibt der Leitfaden Straßenraumgestaltung wertvolle Anregungen für die Einbindung von überörtlichen Straßen in die Kulturlandschaft, aber auch Empfehlungen zur Gestaltung der Straßen und Plätze in den Ortschaften des Tals. Der besondere Fokus liegt dabei auf der Funktion der Straßen, Wege und Plätze als Begegnungsflächen und Orte der Kommunikation, des Miteinanders und der regionalen Identifikation für die Menschen und Touristen im Tal.

Wie gelingen gute Planungsprozesse? Dieser Frage widmet sich der „Leitfaden Straßenraumgestaltung“, indem er die Prozesse, die gute Planungen ermöglichen, vorstellt. Er wirbt für frühzeitige integrierte städtebauliche Planungen, für ein interdisziplinäres Zusammenwirken der Planer unterschiedlicher Fachrichtungen und für die Durchführung von Beteiligungsformaten wie zum Beispiel Workshops und qualitätssichernder Wettbewerbsverfahren. Ein Kapitel widmet sich der Barrierefreiheit im öffentlichen Straßenraum. Von besonderer Bedeutung ist das Thema Stadtgrün. In Zeiten des Klimawandels zeigt es die Bedeutung von klimaanpassenden Maßnahmen in den Orten wie dem Anpflanzen von Bäumen, die nicht nur der Ortsgestaltung dienen, sondern auch wichtige CO2-Speicher und Schattenspender in Orten des Oberen Mittelrheintals sein können.

Der Leitfaden Straßenraumgestaltung richtet sich an die Straßenbauverwaltungen des Landes, an kommunale Bauverwaltungen, an die politischen Entscheidungsträger vor Ort sowie an alle Interessierten. Der Leitfaden Straßenraumgestaltung entstand mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums der Finanzen Rheinland-Pfalz, dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz und dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Der Leitfaden kann bestellt werden und steht als Download bereit. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.sgdnord.rlp.de.

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Der Mayener Edi Hürter feierte 90. Geburtstag

Mayen – In diesen Tagen gratulierte Oberbürgermeister Dirk Meid einem bekannten Mayener Bürger zum runden Geburtstag: Edi Hürter wurde 90! „Ich gratuliere Ihnen herzlich zum Geburtstag und wünsche Ihnen nur das Beste, vor allem Gesundheit “, so Oberbürgermeister Meid. Natürlich hatte der Stadtchef auch ein kleines Präsent für Edi Hürter mitgebracht. „Meine herzlichsten Glückwünsche verbinde ich auch mit einem Dankeschön für Ihr langjähriges Engagement für Ihre Heimatstadt!“, richtete der Oberbürgermeister anerkennende Worte an Edi Hürter.

Der gelernte Autosattlermeister, der vielen durch die gleichnamige Mayener Firma bekannt ist, war über Jahrzehnte hinweg in den städtischen Gremien aktiv. 1964 begann seine politische Karriere in den verschiedensten Ausschüssen, ab 1970 kamen mehrere Wahlperioden im Mayener Rat hinzu. 1998 hat Hürter für sein Engagement für die Stadt Mayen auch die Goldene Verdienstplakette bekommen. 2008 hatte Hürter sein Ratsmandat niedergelegt. Doch auch heute ist er noch politisch aktiv: Er engagiert sich als stellvertretendes Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt Mayen.

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Flotte Musik für Flutopfer-Hilfe

Kall – „Die Old Timer“ hatten ein Benefiz-Konzert zugunsten der Hilfsgruppe Eifel organisiert – Edith Dederichs: „Den Menschen etwas Abwechslung und Freude schenken – Furioses Finale mit dem Pia-Fridhill-Duo und Georg Kaiser – Blumen für die Sängerinnen, Zollstöcke für die Musiker.

Hielten beim Benefiz-Konzert die Fäden in der Hand: Ralf Heistert von der Hilfsgruppe Eifel und Edith Dederichs von der Band Die Old Timer. Foto: Reiner Züll

Sie stach nicht nur durch ihr leuchtend rotes Kleid auf der Bühne hervor, sondern auch durch ihren professionellen Gesang. Edith Dederichs, Frontfrau der Band „Die Old Timer“ zog am Sonntag bei einem Benefiz-Konzert zugunsten der Flutopfer-Hilfe der Hilfsgruppe Eifel auf dem Areal des Möbelhauses Brucker alle Register ihres Könnens. Sie hatte mit Bandkollege Ralf Pütz die Idee gehabt, das Flutopfer-Projekt der Hilfsgruppe Eifel zu unterstützen. Dabei waren sie bei den anderen Bandkollegen und bei befreundeten Musikern auf große Zustimmung gestoßen.

Etwa 300 Besucher erlebten auf dem Areal des Möbelhauses Brucker ein ansprechendes Benefiz-Konzert zugunsten des Flutopfer-Projektes der Hilfsgruppe Eifel. Foto. Reiner Züll

Und so standen am Sonntagnachmittag neben der Band „Die Old Timer“ (Die alte Zeit) das Duo Pia Fridhill & Jens Hoffmann sowie der Songwriter Georg Kaiser auf der Bühne, vor der sich bei schönem Spätsommerwetter etwa 300 Zuhörer eingefunden hatten. Auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser weilte unter den Besuchern. Der Eintritt zum Konzert war frei, es wurde am Eingang lediglich um Spenden für die Flutopfer-Hilfe gebeten.

Es sei schön, nach langer Corona-Pause endlich wieder auf der Bühne zu stehen, freute sich Band-Frontfrau Edith Dederichs: „Mit unserer Musik wollen wir heute den Menschen, die von der Flut schwer getroffen worden sind, ein wenig Abwechslung und Freude schenken“. Sie bedankte sich bei der Familie Brucker, die den Platz spontan bereit gestellt habe. Ebenso bei der Firma Ahrkustik aus Schuld an der Ahr. Obwohl die Firma in diesem Ort selbst schwer von der Flut getroffen sei, habe sich in den Dienst der guten Sache gestellt, lobte auch Ralf Heistert von der Hilfsgruppe Eifel die Unterstützung aus dem von der Flut geschundenen Ahr-Ort.

Nach dem gemeinsamen finalen Abba-Song Thank you for the music verabschiedeten sich alle Akteure von einem dankbaren Publikum. Foto: Reiner Züll

Der Erlös dieses Konzertes, so Edith Dederichs, diene „einem nützlichen und wichtigen Zweck“. Viele Menschen im nahen Umfeld hätten durch die Flut im Juli ihr Hab und Gut verloren, einige sogar ihr Leben. Man erlebe derzeit eine „große Not direkt vor der eigenen Haustür“. Das Hochwasser habe aber auch deutlich gemacht, dass das traute Heim heute nicht mehr immer sicher sei.

Mit ihren Band-Kollegen präsentierte die Sängerin deutsche Schlager aus den 50er bis 80er Jahren, Latin Jazz und natürlich auch Mundart-Lieder. Da fehlten auch die Kölsch-Hits „Bei Toni an der Ihsbud“ oder „Dat es Heimat“ nicht.

„Elch-Pop“ aus Schweden sowie Soul, Pop, Jazz und Folk gab das Duo Pia Fridhill & Jens Hoffmann zum Besten. Die gebürtige Schwedin schreibt mit ihrem Partner Jens Hoffmann ihre Songtexte selbst. Sie erzählen persönlich, ergreifende und oftmals lustige Geschichten, wovon sich das Publikum am Sonntag überzeugen konnte.

Der Eifeler Songwriter und Gitarrist Georg Kaiser unterhielt die Zuhörer mit Irish & Scottish Folk, mit gefühlvollen Balladen und fetzigen Stücken zum Mitsingen. Aber auch die Kölner Fan-Hymne „Mir ston zo Dir, FC Kölle….“  Hatte Kaiser bestens drauf. Der Sänger zählt heute zu den gefragten Solokünstlern der Folkszene. Er hat über 200 eigene Stücke selbst geschrieben.

Das Konzert endete mit einem furiosen Finale und der Abba-Hommage „Thank you for the music“, bei der alle Akteure gemeinsam musizierten und vor allem die beiden Sängerinnen Pia Fridhill und Edith Dederichs einen glanzvollen Schlusspunkt setzten.

Ralf Heistert von der Hilfsgruppe Eifel bedankte sich bei der Band „Die Old Timer“ für das Veranstalten des Konzertes und bei den anderen Akteuren für deren Mitwirken. Die Damen bekamen Blumen geschenkt, die Herren Zollstöcke aus einer Sonder-Edition, die eine Firma aus Ostwestfalen eigens für die Flutopfer-Hilfe der Hilfsgruppe Eifel produziert hatte. Aktuell hat die Hilfsgruppe Eifel bereits 208.000 Euro Soforthilfe an Familien ausgezahlt, die bei der Flut ihr Hab und Gut verloren haben. (Reiner Züll)

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Riesengaudi bei der traditionellen Kürbisregatta auf dem Obergartzemer Krewelshof Eifel

Mechernich-Obergartzem – Die Kürbisregatta auf dem Krewelshof Eifel bei Obergartzem war eine Riesengaudi für die 25 Teilnehmer und ihre fast 500 Zuschauer. Unter blauem Himmel bei angenehmen 23 Grad hielt sich der sportliche Ehrgeiz erwartungsgemäß in Grenzen. „Dabeisein“ war alles, Hauptsache die Lebensfreude kam auch hierbei nicht zu kurz…

Die Kürbisregatta auf dem Krewelshof Eifel bei Obergartzem war eine Riesengaudi für die 25 Teilnehmer und ihre fast 500 Zuschauer. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Paddelknicker“ Jakob Assenmacher, einer der Athleten, machte mehreren Doppelpaddeln aus Leichtmetall den Garaus. Am Ende mussten die Finalteilnehmer die Schlussläufe mit nur je einer Paddelhälfte bestreiten. „Nächstes Jahr nehmen wir Karbon“, schlug einer vor, Veranstalterin Danielle Bieger hatte ein bewährtes Modell aus Holz und Kupferhülse in der Mitte mitgebracht.

Der Mann, der zwei Doppelpaddel im Wortsinn „knickte“, ein Kürbisboot versenkte und am Ende doch noch als Bronzemedaillengewinner auf den zum Treppchen umfunktionierten Strohballen stand: Jakob Assenmacher (2.v.r.) mit (v.r.) Moderator „Magic Ingo“, Veranstalterin Danielle Bieger und DLRG-Gruppenleiter Jonah Kehren. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Wo rohe Kräfte sinnlos walten“, unkte Rundfunkmoderator Ralf Thiel (Radio 700) angesichts von Assenmachers zweitem Paddelknicker in Folge. Thiel kommentierte die sonnige Sonntagsnachmitttags-Veranstaltung zusammen mit seinem Kollegen „Magic Ingo“ von gegenseitigen Ufern aus. Beide feuerten Athleten wie Zuschauer gleichermaßen an. Wer in den Zweierduells sein Paddel als erster an den Steg am gegenseitigen Ufer anschlug, hatte gewonnen.

Der Spaß stand im Vordergrund, und eine Abkühlung im bis zu acht Meter tiefen See des Erlebnisbauernhofs der Familie Bieger tat den gekenterten Kanuten erfrischend gut, kam aber selten vor. Die dicken ausgehöhlten Kürbisse erwiesen sich als erstaunlich stabile Wassersportfahrzeuge. Bis auf einen Kürbis, den der bereits publikumsbekannte „Paddelterminator“ Jakob Assenmacher versenkte.

Eva van Bonn (DLRG) und Lukas Kitz hatten die Paddel vorn

An den Ufern verfolgten dicht an dicht die Zuschauer – vor allem Familien mit Kindern – Vorrundenwettkämpfe und schließlich die Finales – und klatschten begeistert in die Hände, zählten die Countdowns bis zu den von Max Bieger abgefeuerten Startschüssen – und feuerten ihrerseits die Kanuten an.

Am Ende standen Eva van Bonn und Lukas Kitz in den nach Frauen und Männern getrennten Regattaklassements auf zu Siegertreppchen umfunktionierten Strohballen. Die Plätze zwei belegten Carmen Karwanska und Christian Weck. Die Bronzemedaillen errangen Maja Matthes und der erwähnte Jakob Assenmacher. Neben tollen Pokalen aus den Händen von Veranstalterin Danielle Bieger gab es Preisgelder in Höhe von 300, hundert und 50 Euro pro Wettbewerbsklasse.

Kinder gingen diesmal nicht an den Start, wie noch bei der bislang letzten Kürbisregatta 2020, die wegen Covid 19 bis in den kühlen Oktober verschoben worden war. Aber auch diesmal durften die kleineren Kanuten wenigstens probeweise in den dicken ausgehöhlten Rennkürbissen Platz nehmen und ein paar Paddelschläge tun.

Die Teilnehmer waren größtenteils aus einem Umkreis von 60 Kilometern um den Krewelshof Eifel angereist, eine ganze und dazu noch erfolgreiche Equipe kommt schon seit Jahren aus dem niedersächsischen Osnabrück zum Krewelshof.

Bekannt wurde der freudenreiche Ruder-Spaß übrigens im Jahre 2007 durch eine Wette in Thomas Gottschalks TV-Sendung „Wetten, dass..?“, so der Krewelshof-Bauer Theo Bieger: „Es folgten Meisterschaften im baden-württembergischen Ludwigsburg – wir auf dem Krewelshof sind seit 2015 mit am Start!“

Über die Sicherheit der Veranstaltung zu Land und zu Wasser wachte die DLRG, Bezirksgruppe Euskirchen, um ihren Gruppenleiter Jonah Kehren. Auch Eva van Bonn, die Siegerin der Frauen, kommt aus den Reihen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, die während der Badesaison Wochenende für Wochenende am Freilinger See Aufsicht übt.

Neben dem Rudervergnügen rundherum auf dem Gelände erwartete die vielen Besucher an diesem Sonntag – und darüber hinaus – eine große Kürbisausstellung „Manege frei für den Kürbis-Zirkus“. Mehr als 100.000 Kürbisse wurden auf dem Krewelshof Eifel dafür aufwändig verarbeitet und kunstvoll als Zirkusfiguren in Szene gesetzt.

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Wohnraumportal der Kreisverwaltung Ahrweiler wird gut angenommen

Ahrweiler – Mehr als 65 Wohnungen an Flutbetroffene vermittelt. Vor rund fünf Wochen ist das Wohnraumportal der Kreisverwaltung Ahrweiler an den Start gegangen, um Betroffene der Flutkatastrophe bei der Suche nach einer Unterkunft zu unterstützen. Ziel dabei ist, vor allem mittel- beziehungsweise langfristig zur Verfügung stehenden Wohnraum anzubieten. Eine erste Zwischenbilanz zeigt jetzt: Mehr als 65 Unterkünfte konnten bereits erfolgreich vermittelt werden.

Das Portfolio des Portals umfasst aktuell rund 180 Wohnangebote; insgesamt wurden bereits mehr als 250 Unterkünfte inseriert. Die Angebotspalette reicht hierbei von Ein-Zimmer-Appartements über mittelgroße Wohnungen bis hin zu Häusern, die Platz für Großfamilien bieten.

„Diese Angebote sind auch rund neun Wochen nach der Flutkatastrophe noch immer gefragt. Denn der Bedarf an Unterkünften – ganz besonders aus dem Kreis Ahrweiler selbst –  ist nach wie vor sehr hoch. Viele Menschen möchten in unserem schönen Kreis bleiben“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies, MdL. Da auch viele ältere Menschen oder Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen von den Auswirkungen des Hochwassers betroffen sind, wird zudem dringend barrierefreier Wohnraum benötigt.

Anbieter können ihre Angebote online registrieren, veröffentlicht werden lediglich die Daten des eingestellten Wohnobjekts. Sofern sich Interessenten melden, vermittelt die Kreisverwaltung Ahrweiler den entsprechenden Kontakt zum Anbieter. Hierzu dient die Hotline 02641 / 975-930. Diese ist montags bis donnerstags, von 8 bis 16 Uhr, und freitags, von 8 bis 13 Uhr, erreichbar.

Das Portal für Anbieter und Suchende ist online zu finden unter https://kreis-ahrweiler.de > Button „Wohnraumvermittlungsportal Kreis Ahrweiler“.