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Ahrtal Gemeinden Dernau, Mayschoß und Rech erhalten Dorferneuerungs-Sonderpreis

Ahrweiler/Ahrtal/Mainz – Die rheinland-pfälzischen Gemeinden Dernau, Mayschoß und Rech im Landkreis Ahrweiler erhalten den „Sonderpreis zur Ermutigung“ im Rahmen des Europäischen Dorferneuerungspreises 2020. Das hat eine internationale und interdisziplinäre Jury in München entschieden. Die drei Dorferneuerungsgemeinden liegen im Ahrtal und waren schwer von der dortigen Flutkatastrophe im Juli getroffen worden.

„Dernau, Mayschoß und Rech sind als Gemeindeverbund ins Rennen um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2020 gegangen und konnten die Jury bei einer Besichtigung vor Ort nicht nur durch ihr äußeres Escheinungsbild, sondern auch durch ihren beispielhaften sozialen Zusammenhalt, ein vom Miteinander geprägtes Engagement und durch ihre außerordentliche Innovationskraft überzeugen.

Die verheerende Flutkatastrophe hat leider große Teile der Dörfer mit ihrer gut ausgebauten Infrastruktur und ihrem von hochwertig renovierten Altbauten geprägten Straßenbild zerstört. Umso bedeutsamer ist es, dass die Jury nun mit einem Sonderpreis ihrer Anteilnahme und Wertschätzung sowie ihrem Glauben an den Wiederaufbau Ausdruck verliehen hat. Das ist ein starkes Signal an die Menschen vor Ort“, so Innenminister Roger Lewentz, der den drei Gemeinden herzlich gratulierte.

Die Entscheidung über den Europäischen Dorferneuerungspreis 2020 war aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben worden. Die Preisverleihung, die als großes europäisches Fest geplant ist, soll voraussichtlich im Mai 2022 in der Siegergemeinde des vergangenen Wettbewerbes, dem oberösterreichischen Hinterstoder, stattfinden.

Der Dorferneuerungswettbewerb findet alle zwei Jahre statt und wird von der Europäischen Arbeitsgemeinschaft Dorferneuerung und Landentwicklung mit Sitz im österreichischen St. Pölten ausgeschrieben.

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Sammeln für Erhalt der Kriegsgräber

Mechernich – Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bittet bis zum 30. November 2021 um Spenden – Mahnung, Völkerverständigung und Andenken – Sammler können sich durch Ausweis legitimieren. Die Stadt Mechernich informiert, dass in diesem Jahr wieder die traditionelle Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge stattfindet: Zwischen 1. und 30. November sind Freiwillige mit der Sammelbüchse deutschlandweit unterwegs und bitten auch die Mechernicher Bevölkerung um Spenden.

In den insgesamt 45 Dörfern, die zum Stadtgebiet gehören, übernehmen vor allem die Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister, Vereine und Feuerwehren die Sammeltätigkeit. In Mechernich und Kommern unterstützen außerdem die in Mechernich stationierten Soldaten die Aktion.

Alle Sammler können sich mit einem Ausweis der Kriegsgräberfürsorge legitimieren. Diese bereitet derzeit Britta Walter von der Stadtverwaltung vor, die die Organisation der Sammlung betreut. Hinsichtlich der immer noch anhaltenden Corona-Pandemie und der gängigen Hygienerichtlinien weist sie ausdrücklich darauf hin, dass Sammler und Sammlerinnen mit Masken und Desinfektion zum Schutz der Gesundheit aller ausgerüstet sind.

Zeichen der Verbundenheit

„Durch Corona und die Hochwasserkatastrophe wurde uns Menschen nochmal schmerzlich bewusst, dass sich das Leben durch Ereignisse, auf die man keinen Einfluss hat, entscheidend und einschneidend verändern kann – wie auch durch Krieg“, so Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Soldatengräber zu erhalten und zu pflegen sei nicht nur ein Zeichen der Verbundenheit und Solidarität, sondern auch eine Mahnung zum Frieden und zur Völkerverständigung. Die Kriegsgräberfürsorge setze Zeichen gegen das Vergessen und baue Brücken von Volk zu Volk, von Mensch zu Mensch.

Die gesammelten Spendengelder sollen eingesetzt werden für die Pflege und Instandsetzung von deutschen Kriegsgräberstätten im Ausland, für die Unterstützung der Workcamps im In- und Ausland sowie für Projekte im Rahmen der Friedenserziehung in den Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten des Volksbundes.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde nach dem Ersten Weltkrieg 1919 von einer kleinen Gruppe durch Kriegserlebnisse bewegter Menschen gegründet. Seit Kriegsende 1945 jedoch erfasst, pflegt und erhält der Volksbund im Auftrag und mit Unterstützung der deutschen Regierung die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland.

www.volksbund.de & Spendenkonto

„Wer sich dafür interessiert, kann auf der Homepage www.volksbund.de nach einem Klick auf den Link ‚Gräbersuche online‘ den Namen seiner Stadt oder Gemeinde eingeben und dann in Erfahrung bringen, wie viele Kriegstote aus seinem Heimatort ein Kriegsgrab im In- und Ausland haben. Dort erhält man auch Informationen über die letzte Ruhestätte des Verstorbenen“, erklärt Britta Walter. Mehrere tausend ehrenamtliche und 556 hauptamtliche Mitarbeiter kümmern sich heute um die vielfältigen Aufgaben der Organisation, darunter aktuell über 830 Kriegsgräberstätten in 46 Ländern Europas sowie in Nordafrika mit etwa 2,8 Millionen Kriegstoten.

Wer möchte, kann auch direkt auf das Konto des Volksbundes Deutscher Kriegsgräber e.V. spenden:

Commerzbank AG Essen, IBAN DE83 3604 0039 0132 5000 00, BIC COBADEFFXXX, Verwendungszweck: Sammlung Kriegsgräberfürsorge, OV MECHERNICH.

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Umrüstung der Straßen-Beleuchtung in Daun ist abgeschlossen

Daun – LED-Straßenlaternen erhellen jetzt die Stadt Daun. Moderne Technik von Westenergie senkt Kosten und schont die Umwelt. Die Umrüstung der Straßenlaternen in der Stadt Daun ist abgeschlossen. Insgesamt hat Westenergie alle Straßenleuchten im Rahmen der Dienstleistung „Licht & Service“ auf energieeffiziente LED-Leuchten ausgetauscht.

Zum Abschluss der Arbeiten überzeugten sich Stadtbürgermeister Friedhelm Marder, Kreis-Klimaschutzmanagerin Laura Cramer, Westenergie Kommunalmanager Thomas Hau sowie der Westnetz Straßenbeleuchtungsplaner Wolfgang Koch von der erfolgreichen Umsetzung der Modernisierung. „Die Erneuerung der Anlagen auf energiesparende LED-Technik ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende, sowie ein garantierter Erfolgsfaktor für Energieeinsparung und Energieeffizienz“, erläuterte Friedhelm Marder. „Wir freuen uns, dass wir durch die Umrüstung in Daun zukünftig Energie und Kosten einsparen.“

Das Ergebnis der Modernisierung ist in jeder Hinsicht einleuchtend: LED-Leuchten verbrauchen dank geringerer Wattzahl deutlich weniger Energie und entlasten die Umwelt. Die elektrische Leistung der Straßenbeleuchtungsanlage wird um 70 % pro Jahr reduziert. So werden dank der Umrüstung in Daun ein jährlicher Ausstoß von rund 183 t des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 vermieden.

„Damit trägt diese Maßnahme wesentlich zu den Klimaschutzzielen des Landkreises bei. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist, dass die LED- Leuchten das Licht gezielt auf den auszuleuchtenden Bereich der Straßen und Plätze richten und nicht in alle Richtungen streuen. Dadurch werden wir am Nachthimmel wieder mehr Sterne erkennen können“, ergänzt Klimaschutzmanagerin Laura Cramer.

Neben dem Plus für die Umwelt rechnet sich die Sanierung für die Stadt auch finanziell. Durch die Umrüstung der 1738 Straßenlaternen auf moderne Technik reduzieren sich die Stromkosten um ungefähr 70 %. Dadurch spart die Stadt Daun jährlich einen großen Teil ihrer Betriebskosten. Damit rechnet sich die Umrüstung bereits nach wenigen Jahren. Zudem sind moderne LED-Laternen energiesparend, haben eine längere Lebensdauer und haben damit auch günstigere Betriebskosten als die zuvor verbaute Technik“, so Thomas Hau von Westenergie.

Im gesamten Versorgungsgebiet engagiert sich Westenergie mit den Kommunen vielerorts als Dienstleister im Bereich der Wartung und des Betriebes von Straßen- und Außenbeleuchtungsanlagen. Dabei unterstützt Westenergie die Modernisierung der Anlagen auf hochmoderne LED-Technologie mit einem Zuschuss aus dem Programm „Kommunales Energie Konzept“ (KEK). Das KEK-Programm beinhaltet Lösungen und Produkte, mit denen sich Kommunen fit für die Energiezukunft machen. Gefördert werden Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz und Infrastruktur.

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Verkehr, Vorsorge… und Spielgeräte – Halbzeit-Bilanz „Bürgermeister vor Ort“ in Wachtberg

Wachtberg – In acht Ortschaften ist Bürgermeister Jörg Schmidt auf seiner „Bürgermeister vor Ort“-Tour bereits gewesen und dabei mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch gekommen. Zeit, eine Halbzeit-Bilanz zu ziehen.

Bürgermeister vor Ort – auf dem Dorfplatz in Adendorf. Foto: Gemeinde Wachtberg/bb

Adendorf, Klein Villip, Arzdorf, Berkum, Fritzdorf, Gimmersdorf, Ließem und Holzem – in diesen schon besuchten Ortsteilen traf Schmidts Bürgerdialog auf jeweils reges Interesse. Alle Termine waren gut besucht, teils fanden sich über 50 Bürger am angegebenen Treffpunkt ein. Auch Vertreter der lokalen Politik, aus Wachtbergs Gemeinderat und den Ortsausschüssen waren anwesend. Schon die ersten Bürgerdialoge zeigten, dass die Idee, den direkten Kontakt mit den Wachtbergerinnen und Wachtbergern in deren jeweiligen Wohnorten aufzunehmen, großen Anklang fand. Überall wurde der Bürgermeister herzlich willkommen geheißen.

Viele Themen – gemeinsame und individuelle

Die Themen waren vielfältig, einige wurden ähnlich in den unterschiedlichen Ortsteilen diskutiert, andere waren individuell nur auf die jeweilige Ortschaft bezogen.

Häufiges Thema war der Straßenverkehr. Hier ging es oftmals um Geschwindigkeitsübertretungen und den Wunsch nach mehr Radarkontrollen. Auch der Zustand der Straßen, Stichwort Schlaglöcher, und mögliche Verkehrsberuhigungen sprachen die Bürgerinnen und Bürger an. Ebenso die teils schwierigen Parksituationen mit  oftmals zugeparkten Straßen, auch hier wären mehr Kontrollen hilfreich.

Groß war zudem überall das Interesse an der Hochwasser- und Starkregenvorsorge, insbesondere mit Blick auf das Ereignis am 14./15. Juli diesen Jahres. Hinweise, was an einzelnen Stellen in den Ortschaften diesbezüglich noch weiter verbessert werden könnte, nahm Schmidt gerne auf.

Auch der Pflegezustand von öffentlichen Wegen und Plätzen gab Anlass zur Diskussion. Den  Wunsch, der Bauhof möge häufiger reinigen, konnte der Bürgermeister gut nachvollziehen, gab aber zu bedenken, dass seit einiger Zeit kein Glyphosat mehr eingesetzt werden dürfe, was den Pflegeaufwand nun deutlich erhöhe. In Fritzdorf und Gimmersdorf kamen zudem Fragen zur Sanierung bzw. Reinigung von Denkmälern auf.

Interessiert waren die Anwesenden auch daran, vom Bürgermeister Infos zu Sachständen aktueller Bauvorhaben zu erhalten, z.B. wie weit welche Bauplanungen fortgeschritten, wie viele Häuser/Wohneinheiten vorgesehen seien und  welche Straßen wann ausgebaut würden.

Und nicht zuletzt ging es auch um die Jüngsten, um Wachtbergs Kinder, hier besonders um die Spielplätze. Schmidt verwies in diesem Zusammenhang auf das Spielplatzkonzept, in dessen Rahmen alle Spielplätze auf den Prüfstand kämen. Mehr Spielgeräte war auch das, was dem wohl jüngsten Teilnehmer der „Bürgermeister vor Ort“-Runde in Adendorf am Herzen lag. Er war eigens gekommen, um mit Bürgermeister Schmidt persönlich zu sprechen. Der Grundschüler wünschte sich weitere Spielgeräte auf dem Schulhof der Adendorfer Schule am Wald. Auch dies wurde gerne notiert.

Gelebte Demokratie
Rückblickend zieht Schmidt ein erstes positives Resümee: „Viele Fragen und Anregungen konnten direkt vor Ort beantwortet werden.“ Andere wurden aufgenommen und werden jetzt durch die Verwaltung geprüft. Bei manchen Fragen wird die Politik bzw. der zuständige Ortsausschuss eingebunden werden, teilweise ist die Gemeinde aber auch nicht selbst zuständig, sondern der Rhein-Sieg-Kreis, der Landesbetrieb Straßen NRW, die Polizei, die RVK o.ä. Derlei Hinweise werden nun weitergegeben an die zuständigen Stellen.

„Der direkte Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern ist gelebte Demokratie. Mir ist es wichtig ‚Kümmerer vor Ort‘ zu sein und die Anliegen, Fragen und Wünsche da, wo es die Menschen betrifft, gemeinsam mit ihnen zu besprechen. Das macht mir viel Freude“, zeigt sich Schmidt zufrieden nach den bisher äußerst  konstruktiv verlaufenen „Bürgermeister vor Ort“-Terminen und freut sich schon auf die in den anderen acht Ortsteilen noch stattfindenden Termine.

Im nächsten Jahr sollen die Gespräche vor Ort dann nochmals neuaufgelegt werden. (mm/bb)

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Geert Mak erhält die Médaille Charlemagne 2021 – Preisverleihung in Aachen am Freitag 15. Oktober

Aachen – Der niederländische Journalist und Historiker Geert Mak erhält den Preis für seine integrative Arbeit als Publizist. In der Begründung heißt es, dass Mak in seinen Büchern einen wesentlichen Beitrag zu der Diskussion über die Rolle Europas in der Welt leiste und gleichzeitig dazu beitrage, den Menschen die Idee eines vereinigten europäischen Kontinents näher zu bringen.

Die Preisverleihung findet am 15. Oktober im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt. Martin Schulz, Mitglied des Deutschen Bundestages sowie ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments, wird die Laudatio halten.

Der niederländische Journalist und Historiker Geert Mak erhält am 15. Oktober in Aachen die Karlsmedaille für europäische Medien, die „Médaille Charlemagne pour les Médias Européens“. Mit dieser Medaille wird seit dem Jahr 2000 im Umfeld der Karlspreis-Feierlichkeiten eine europäische Persönlichkeit oder Institution ausgezeichnet, die sich auf dem Gebiet der Medien in besonderer Weise um den Prozess der europäischen Einigung und um die Herausbildung einer europäischen Identität verdient gemacht hat. Die Laudatio hält Martin Schulz, Mitglied des Deutschen Bundestages sowie ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments.

Diskussion über die Rolle Europas in der Welt

Mit Vergabe dieser 20. Karlsmedaille würdigt das Kuratorium des Vereins „Médaille Charlemagne“ die integrative Arbeit des studierten Rechtswissenschaftlers und Soziologen Mak als Publizist. In der Begründung des Kuratoriums heißt es unter anderem: „Mit seinen klugen Beobachtungen des europäischen Kontinents, die er vor allem in seinen Büchern „In Europa“ und „Große Erwartungen – Auf den Spuren des europäischen Traums“ dargelegt hat, zeichnet Geert Mak eine detaillierte Chronik der letzten 30 Jahre und formuliert eine hoffnungsvolle Perspektive in einer Zeit extremer geopolitischer Veränderungen. Auf diese Weise leistet er einen wesentlichen Beitrag zu der Diskussion über die Rolle Europas in der Welt und trägt gleichzeitig dazu bei, den Menschen die Idee eines vereinigten europäischen Kontinents näher zu bringen.“

„Wettermann“ für Europa

Und weiter: „Gerade in Zeiten, in denen durch unvorhersehbare Ereignisse wie eine Pandemie plötzlich Grenzen wiederauftauchen, in denen ein Mitglied der europäischen Gemeinschaft diese verlässt, braucht es Mahner, die der europäischen Gemeinschaft den Spiegel vorhalten. Geert Mak erinnert die Bürgerinnen und Bürger Europas daran, was zu häufig bereits als selbstverständlich betrachtet wird und zeigt gleichzeitig auf, dass die Einheit dieses großartigen Kontinents ohne Bemühungen jedes Einzelnen immer wieder bedroht wird.

So muss das Buch von Geert Mak weitergeschrieben werden, denn es gibt keinen Stillstand im europäischen Projekt. Man muss sich Europa immer wieder erarbeiten, scheinbar in einem Meer schwimmend, in dem das Wetter ständig wechselt. In diesem Sinne ist Geert Mak eine Art ‚Wettermann‘ für Europa und wir hoffen, dass er es noch lange bleibt.“

Die bisherigen Preisträger

Bisherige Preisträger der Médaille Charlemagne waren der Publizist Lord George Weidenfeld (GB), der Autor Cees Nooteboom (NL), der Produzent Jan Mojto (D), der Regisseur Jean-Jacques Annaud (F), der ehemalige Intendant des Westdeutschen Rundfunks Köln Fritz Pleitgen (D), die polnische Schauspielerin Krystyna Janda, die Stiftung Berliner Philharmoniker, gemeinsam die Regisseure Fatih Akin (D) und Abdellatif Kechiche (F), die Organisation „Reporter ohne Grenzen“, der Musiker André Rieu (NL), die Verlegerin Inge Schönthal-Feltrinelli (I), die russische Zeitung Novaya Gazeta, Timothy Garton Ash (GB), die European Film Academy (EFA), die OSZE-Beauftragte für die Freiheit der Medien Dunja Mijatović, der Eurovision Song Contest, der deutsche Fernsehjournalist und ehemalige Leiter des ARD-Studios Brüssel Rolf-Dieter Krause, der britische Schriftsteller und Historiker Sir Ian Kershaw sowie 2019 das Erasmus Student Network (ESN). .

Die Mitglieder des Vereins

Verliehen wird der Preis vom Verein „Médaille Charlemagne pour les Médias Européens“, dem folgende Institutionen angehören: Stadt Aachen, Stadt Maastricht, Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, Landesanstalt für Medien NRW, Film- und Medienstiftung NRW GmbH, Arte – der Europäische Kulturkanal, BBC World News, Deutsche Welle, EOS Entertainment GmbH, Discovery Networks Deutschland, der Digitalpublisher und Zeitungsverleger Verband NRW (DZV.NRW), sowie die Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen e. V. Der Verein wurde 2006 auf Initiative der Landesanstalt für Medien NRW und der Stadt Aachen ins Leben gerufen.

Angela Katzy gestaltet die Medaille

Die Medaille selbst wird von der in Köln lebenden Künstlerin Angela Katzy gestaltet. Sie hat einen Durchmesser von etwa 10 cm und ist in 925er Silber gearbeitet. Der Lapislazuli ist in 750er Gelbgold gefasst, auch die innere Strebe ist in gelbgold gestaltet. Sie steht für den Strich, den Karl der Große einer Unterschrift gleich seinem Siegel selbst beifügte, da er selbst nicht schreiben konnte.

Anmeldung

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die an der Verleihung der Médaille Charlemagne teilnehmen möchten, können sich ab sofort digital unter https://eveeno.com/Charlemagne21 und/oder unter der Mail-Adresse

protokoll-aachen@mail.aachen.de bei der Protokoll-Abteilung der Stadt Aachen zur Preisverleihung anmelden.

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MYK-Sportmedaille für SG 2000 Mülheim-Kärlich – Verein für Arbeit im Lockdown ausgezeichnet

Mayen-Koblenz – Doppelte Glückwünsche des Landkreises Mayen-Koblenz übermittelte Landrat Dr. Alexander Saftig nach Mülheim-Kärlich. Zum einen feierte der SSV Mülheim-Kärlich sein 100-jähriges Bestehen. Zum anderen wurde der Tochterverein des SSV, die SG 2000 Mülheim-Kärlich, mit der diesjährigen Sportmedaille des Landkreises und einem Preisgeld vom 2.000 Euro im Rahmen der Jubiläumsfeier ausgezeichnet. Mit der Ehrung wurde die erfolgreiche Vereinsarbeit unter dem Gesichtspunkt „Gemeinschaft trotz Distanz – Unser Verein kommt fit durch die Krise“ gewürdigt.

So entwickelte der Verein unter anderem das Corona-Trainingskonzept „Zurück auf den Platz“. Unter Wahrung des Abstandsgebots, den gebotenen Hygienemaßnahmen und dem Schutz von Risikogruppen ging es zurück auf den Platz und gab somit den Sportlern das Gefühl von Gemeinschaft und aktivem Sport „live und in Farbe“ zurück. Daneben wurden „Corona-konforme“ Fußball-Feriencamps in den Oster-, Sommer- und Herbstferien für die 6- bis 12-Jährigen und ein Familientag, bei dem mit Abstand auf dem Rasen gepicknickt wurde, organisiert. Für die Kinder und Familien war dies nach der langen Zeit Zuhause ein echtes Highlight.

Auch konnten die Vereinsmitglieder auf ein Online-Technik- und Physiotraining zurückgreifen. Über das virtuelle Training hinaus teilten die Trainer ihren Spielern Pläne für Individual- und Lauftrainings aus, damit sie auch ohne Mannschaftstraining fit blieben. Neben dem Trainingsangebot wurden die monatlichen Vorstandssitzungen sowie die Besprechungen zwischen Trainer und Mannschaft digitalisiert. „Zusammengefasst – der Verein blieb immer im gegenseitigen Kontakt – auch, wenn es lange Zeit nur von Bildschirm zu Bildschirm war“, lobte der Landrat.

Mit der MYK-Sport-Medaille zeichnet die Sportstiftung des Landkreises Mayen-Koblenz herausragendes sportliches Engagement auf Vereinsebene aus. Alle zwei Jahre geht die Medaille an einen Verein, der sich besonders hervorhebt und in den vorgeschriebenen Kriterien „Vernetzung und Förderung, Vereinszusammenhalt, alternative Trainingsangebote, Digitalisierung sowie Engagement über die Vereinsgrenzen hinaus“ punktet.

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Spendenübergabe in Euskirchen durch HSV-Fanklubs

Euskirchen – Zerstörte Häuser, kaputte Straßen, geflutetete Sportflächen, verschmutztes Trinkwasser und eine verwüstete Innenstadt mit vollgelaufenen Cafés, Restaurants und Einkaufsläden: Was Wasser und Schlamm im Juli in der Stadt Euskirchen angerichtet haben, kann nur der ermessen, der in der knapp 58.500 Einwohner zählenden Stadt in Nordrhein-Westfalen lebt. Noch immer gibt es sichtbare Spuren der Zerstörung gerade in der City, die Aufräumarbeiten dauern voraussichtlich bis April 2022 –  Euskirchen im Regierungsbezirk Köln zählte zu den Städten im Rheinland, die vom Hochwasser besonders hart betroffen waren.

Hilfe kam seither von vielen Seiten für die Bewohner der Kleinstadt, die Not konnte aber nicht überall gelindert werden – zu groß waren und sind die Schäden. Einen gezielten Beitrag zum Wiederaufbau haben nun auch zwei miteinander befreundete Fanklubs vom Hamburger Sport-Verein geleistet:   Trotz der Entfernung von vielen hundert Kilometern hatte sie das Schicksal der Menschen ebenfalls nicht kalt gelassen. Durch Spenden unter Mitgliedern, Freunden und nach einem öffentlichen Aufruf auch in den sozialen Medien kamen 4.200 Euro zusammen, die Mitglieder vom Blauen Stern Schaumburg und von der Hamburger Botschaft Hannover nun im Euskirchener Rathaus übergeben haben: An Rainer Schütz aus dem Vorstand vom SC 1928 Roitzheim und an Brigitte Bürger, die Leiterin vom Kindergarten im Stadtteil Kreuzweingarten. Beide haben jeweils eine Zuwendung in Höhe von 2100 Euro erhalten. Für die symbolische Scheckübergabe waren die HSV-Fans aus Schaumburg und Hannover nach Euskirchen angereist – als Ausdruck ihrer persönlichen Anteilnahme.

Mit dabei war aber auch HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein, der in der Nähe von Euskirchen lebt und von der Hilfsaktion der beiden HSV-Fanklubs im Vorfeld erfahren hatte, privat spendete und die Summe so noch aufstockte. Damit habe er sowohl seine Verbundenheit zu den Euskirchenern als auch seine Freude für die Aktion der HSV-Fans ausdrücken wollen, so der Finanzvorstand der HSV Fußball AG.

Kindergarten und Sportverein haben die Mitglieder vom Blauen Stern ausgewählt –  nach Eigenrecherche im Internet. Begründung: Beide Einrichtungen wurden durch das Hochwasser in besonderer Weise in Mitleidenschaft gezogen. Vor drei Jahren brannte die Kita bis auf die Grundmauern nieder, im April war Wiedereröffnung – dann kam die Flut. Beim SC Roitzheim zerstörte das Wasser im Prinzip alles: Sportplatz, Clubheim, Umkleidekabinen und Grillhütte. Vieles von dem hatten die Sportler in Eigenleistung in den vergangenen Jahren aufgebaut. „Durch die schwere Zeit von Corona haben sich die Menschen voneinander entfernt. Es zeigt sich bei solchen schrecklichen Katastrophen nun aber, dass die Menschen wieder zueinander finden und zusammenhalten“, sagte Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt. „Das Positive an der Katastrophe ist der Zusammenhalt der Menschen in unserer Region.“ Aber auch Spendenaktionen wie die der beiden HSV-Fanklubs würden den Menschen wieder Kraft und Zuversicht geben.

Rainer Schütz vom Sportverein war von der Höhe der Spende „total gerührt“, wie er sagte. Der neu angelegte Kunstrasenplatz sei nicht mehr vorhanden und müsse an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. „Das gilt auch für Vereinsheim und Grillhütte.“ Beim SC Roitzheim spielen drei Herren-Teams, die erste Vertretung in der Kreisliga. Dazu gibt es noch drei Jugendmannschaften. „Die Kinder freuen sich schon auf die Bilder des Besuches und darauf, was wir mit dem Geld anschaffen können“, sagte Brigitte Bürger, die Kita-Leiterin. 55 Kinder betreut die Einrichtung, sie sind zurzeit auf drei Kindergärten verteilt.

„Die Eindrücke der noch immer zerstörten Innenstadt gehen uns sehr, sehr nahe“, sagte Uwe Rennekamp, Vorsitzender vom Blauen Stern Schaumburg. „Sie haben und das ganze Ausmaß der Katastrophe noch mal drastisch vor Augen geführt.“ Spenden-Initiator Marc Stelzer: „Wir wünschen dem Kindergarten, dem Sportverein und der Stadt Euskirchen alles Gute.“ Verabredet worden sei ein weiter bestehender Kontakt – und eine Rückkehr zu einem geselligen Beisammensein, wenn alles überstanden ist: „Wir freuen uns auf ein Wiedersehen ohne diesen schrecklichen Hintergrund.“

Für Andreas Voigt, Mitglied im Vorstandsteam der Hamburger Botschaft, hat die Spendenaktion noch eine weitere besondere Bewandtnis: „Unser Fanklub besteht in diesem Jahr zehn Jahre. Das Geld, das wir nun gespendet haben, war für unsere Jubiläumsfeier gedacht. So ist die Verwendung viel, viel  sinnvoller.“ Die Mitglieder hätten sich ohne Zögern für die Geldspende ausgesprochen.

Beim Blauen Stern Schaumburg sind Vorstand und Jugendausschuss besonders stolz auf die vielen Mitglieder, Bürger und Bürgerinnen aus ihrer Region, die dem Spendenaufkommen nachgekommen sind. „Das positive Feedback der Spender, dass wir das Geld persönlich übergeben, hat uns im Blauen Stern Schaumburg sehr gerührt“, sagte Jugend-Ausschussvorsitzende Jacqueline Kielgas.

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evm unterstützt Musikvereine in der Verbandsgemeinde Adenau

Adenau – Über insgesamt 1.500 Euro aus der „evm-Ehrensache“ dürfen sich zwölf Vereine in der Verbandsgemeinde Adenau freuen. Mit ihrem Spendenprogramm unterstützt die Energieversorgung Mittelrhein (evm) jedes Jahr Vereine und Institutionen aus der Region, wenn es um kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte geht.

Am Mittwoch, 6. Oktober, übergab Berthold Nick, Leiter Kommunale Betreuung bei der evm, gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Guido Nisius, den Spendenbetrag an die begünstigten Vereine. „Ich freue mich, dass es noch so viele aktive Musikvereine in unserer Verbandsgemeinde gibt, die das kulturelle Leben aufrechterhalten und auch viel in der Jugendarbeit leisten. Dieses Engagement unterstütze ich gerne mit der Spende“, erklärt Guido Nisius. „Es ist schön zu sehen, wie sich die Ehrenamtlichen für Jung und Alt einsetzen und damit zum Gemeinwohl in unserer Gesellschaft in der Verbandsgemeinde beitragen.“

Jeweils 125 Euro gehen an den Fanfarencorps Adenau der KG Adenau, das Stadtorchester Adenau e.V., den Tambourcorps Adenau, die Limbachthaler Musikanten, die Bergmusikanten Hoffeld, den Musikverein „Lustige Eifelländer“, den Musikverein Hümmel e.V., das Blasorchester Insul, den Original Hohe-Acht Musikverein e.V., den Tambourcorps „Germania“ Schuld 1933, die Wershofener Musikanten und den Tambourcorps Adler Wershofen für die Jugend- und Vereinsarbeit.

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Stadt Mayen schloss die Aktion Interkulturelle Woche 2021 erfolgreich ab

Mayen – Immer Ende September findet die alljährliche Aktion „Interkulturelle Woche“ statt. Auch in diesem Jahr war das Stadtjugendamt, vertreten durch die Familien-Flüchtlingskoordinatorin Sarah Sondermann in Kooperation mit dem Fachdienst Migration des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr und dem Jugendmigrationsdienst (JMD) und dem Beirat Migration und Integration wieder mit dabei und brachten die Interkulturelle Woche 2021 am Samstag, den 2. Oktober, mit einem Informationsstand auf dem Mayener Marktplatz zum Abschluss.

Unter dem Motto „Traumbaum“ konnten Passanten auf bunten Kärtchen ihren persönlichen Traum für ein funktionierendes Miteinander in Deutschland/ Mayen notieren und am Baum befestigen. Viele Leute besuchten den Stand von 9 -13 Uhr und beteiligten sich an der Aktion.

„Es freute mich sehr, zu sehen wie viele bei der Traumbaum Aktion mitgemacht haben und gemeinsam Fragen zu Migration und Integration zu beantworten“, so die Familien-Flüchtlingskoordinatorin Sarah Sondermann. „Der Ahornbaum wird zeitnah in der Alleestraße eingepflanzt und steht symbolisch für ein gemeinsames wachsen“, so Sondermann weiter.

Auch im nächsten Jahr möchte man wieder bei der jährlichen Interkulturellen Woche dabei sein, um Möglichkeiten zu bieten, Begegnungen zu schaffen und Fragen zu Migration und Integration zu beantworten.

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Orden in Rom verliehen

Mechernich-Kommern/Rom – Kommerner Sebastianusschützen pilgerten zum Sterbeort ihres Patrons und ehrten Jürgen Erken mit dem Hohen Bruderschaftsorden. In Rom erhielt der Kommerner Sankt-Sebastianus-Schütze Jürgen Erken jetzt den Hohen Bruderschaftsorden aus den Händen des Steinfelder Salvatorianerpaters Wieslaw Kaczor.

Pater Wieslaw Kaczor, der Präses der Wahlener St-Ruchus-Schützenbrudersdchaft, verleiht dem Sebastianer Jürgen Erken aus Kommern den Hohen Bruderschaftsorden in der Kirche San Sebastiano all Palatino, dem legendären Sterbeort des Märtyrers und Schützenheiligen Sebastian. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Die hohe Auszeichnung war bereits im März 2020 beantragt worden – und lag seither bei Schützenpräsident Diethard Eichinger-Heß in der Schublade. Die Corona-Pandemie hatte bislang eine Verleihung im entsprechenden Rahmen verhindert.

Gruppenfoto mit Schützen und Pilgern. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Die Romwallfahrt der Kommerner Sankt-Sebastianer bot jetzt die passende Kulisse in der Kirche San Sebastiano all Palatino, dem legendären Sterbeort des Märtyrers  und Schützenheiligen Sebastian. Jürgen Erken, der von der Verleihung nichts wusste, war sichtlich gerührt. Nach einer kurzen Laudatio von Diethard Eichinger-Heß segnete Pater Wieslaw den Orden und heftete ihn Erken an. Kaczor ist Präses der St.-Rochus-Schützenbruderschaft aus Wahlen (Gemeinde Kall).

Nächste Tour Oktober 2022

Alle Teilnehmer der Romfahrt 2021 waren von der Andacht und der Ordensverleihung berührt. Die Schwestern der Fraternité de Jerusalem, die dort in klösterlicher Stille leben, nahmen ebenfalls an der Zeremonie teil und bewirteten die Pilger nachher in ihrem wunderschönen Garten.

Ein Erlebnis besonderer Art war der Besuch am Grab des im Mai in die Reihe der Seligen aufgenommen Ordensgründers der Salvatorianer, Pater Jordan, an der Via della Conziliatione direkt am Petersplatz. Überwältigend war die Aussicht von der Dachterrasse auf den Vatikan.

Voraussichtlich Anfang Oktober 2022 ist die nächste Romwallfahrt der Kommerner Schützen geplant – dann sollen auch wieder Kinder und Jugendliche mitfahren. Interessenten können sich schon jetzt beim Präsidenten Diethard Eichinger-Heß unverbindlich erkundigen.