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Medizin für eine Woche ausgeblendet

Kall-Steinfeld/Mechernich – Deutsches Ärzteorchester zur Klausurprobe und Aufführungen in Eifelklöstern – Mechernicher Arzt und Orchestermitgründer Dr. Wilfried Winkelhog maßgeblich beteiligt. Ein berauschendes Klangerlebnis genossen 250 Zuhörer in der Basilika Steinfeld bei der „Missa da Requiem“ von Verdi, vergangenen Freitag aufgeführt durch das Deutsche Ärzteorchester und den Oratorienchor Brühl.

150 Musiker und Sänger des Deutschen Ärzteorchesters und des Oratorienchors Brühl standen im Chorraum und Querschiff der Steinfelder Klosterbasilika. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

150 Musiker und Sänger standen im Chorraum und Querschiff der Kirche. „Ein gleichermaßen technisch anspruchsvolles wie auch klanglich beeindruckendes Stück“, schreibt der Journalist Stephan Everling in den in Mechernich erscheinenden Kölner Tageszeitungen.

Einstudiert wurde das Werk von dem Künstlerischen Leiter Alexander Mottok. Foto: Stephan Everling/pp/Agentur ProfiPress

Maßgeblich beteiligt am Gastspiel des Ärzteorchesters im Salvatorianerkloster Steinfeld und in der früheren Abtei Himmerod war der Weyerer Arzt (Stadt Mechernich) Dr. Wilfried Winkelhog, der das Ensemble 1989 mitgegründet hatte. „Mit begeistertem Applaus dankte das Publikum am Ende für die gelungene Aufführung“, schreibt der Rezensent.

Die ganze Woche hatte das Ärzteorchester mit dem Oratorienchor unter Judith Mohr in seiner ersten Arbeitsphase nach Corona das berühmte Requiem einstudiert. „Wir hatten hervorragende Arbeitsbedingungen“, lobte Dr. Wilfried Winkelhog. Seminarräume konnten für Satzproben benutzt werden, und sogar die Aula sei in die Probenarbeit einbezogen worden. Einstudiert wurde das Werk von dem Künstlerischen Leiter Alexander Mottok.

Hochwasseropfer Denkmalschutz

Das war für das Laienorchester eine große Aufgabe, denn die Mitglieder stehen meist noch im Beruf und mussten extra Urlaub nehmen. „Medizin spielte in dieser Woche keine Rolle, nur Musik“, so Winkelhog: „Das Orchester ist wie eine große Familie!“ Und: „Wir haben für diese Veranstaltung ein eigenes Hygienekonzept ausgearbeitet“, sagte er.

Der Weyerer Arzt bezeichnet Verdis Requiem als „gewaltiges Werk“. In Steinfeld und Himmerod wirkten die Solisten Elvira Hasanagic (Sopran) und Diana Schmid (Mezzosopran) sowie Michael Bonnaire (Tenor) und Simon Bailey (Bass) mit.

Wie beim Ärzteorchester üblich, wurde das Konzert in Steinfeld für einen guten Zweck gegeben. Ursprünglich sollten die vereinnahmten Gelder für Sanierungsarbeiten an Basilika und Klosteranlage Steinfeld gespendet werden, so Florian Klinkow von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Doch nach der verheerenden Flut im Juli kam man überein, die Spendensammlung der Nothilfe für private Denkmaleigentümer zukommen zu lassen. Um Kall hat die Stiftung 62 Förderanträge erhalten, zwei aus Sötenich, 15 aus Schleiden, vier aus Gemünd, sechs aus Mechernich und 45 aus Bad Münstereifel. Bereits ausgezahlt worden sind 360 000 Euro.

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Selbständige können ab heute Neustarthilfe Plus für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 beantragen

Region/Berlin – Von der Corona-Pandemie betroffene Soloselbständige können ab heute Direktanträge auf die bis zum Jahresende verlängerte Neustarthilfe Plus für den Förderzeitraum Oktober bis Dezember 2021 stellen. Sie können damit zusätzlich bis zu 4.500 Euro Unter­stützung für diesen Zeitraum erhalten. Die Antragsstellung erfolgt über die bekannte Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Auch die Förderbedingungen sind in Form von umfassenden FAQ-Listen auf dieser Website veröffentlicht. Die Antragstellung für die verlängerte Neustarthilfe Plus für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, die ihre Anträge über prüfende Dritte einreichen, wird gesondert bekannt gegeben. Diese Anträge können ab Anfang November gestellt werden.

Die bis Jahresende verlängerte Neustarthilfe Plus ist inhaltlich unverändert zur Neustarthilfe Plus für die Monate Juli bis September 2021 und führt die guten und bewährten Förderbedingungen fort. Antragsberechtigt für die Direktantragstellung Neustarthilfe Plus, die heute startet, sind – wie auch bislang – Soloselbständige mit oder ohne Personengesellschaften sowie weitere Personengruppen, wie sogenannte kurz befristet Beschäftigte in den Darstellenden Künsten und unständige Beschäftigte. Voraussetzung ist insbesondere, dass die Selbständigkeit im Haupterwerb ausgeübt wird und dass höchstens eine Teilzeitkraft beschäftigt wird.

Auch die verlängerte Neustarthilfe Plus wird als Vorschuss ausgezahlt. Bei der Endabrechnung müssen Antragsteller dann die Umsatzeinbußen darlegen und nachweisen. Wenn sie im Förderzeitraum Juli bis September bzw. Oktober bis Dezember 2021 Umsatzeinbußen von über 60 % im Vergleich zum Referenzumsatz 2019 zu verzeichnen haben, können Sie den Zuschuss in voller Höhe behalten. Fallen die Umsatzeinbußen geringer aus, wird die Neustarthilfe Plus mit der Endabrechnung (anteilig) gekürzt und ist dann gegebenenfalls anteilig bis zum 30. September 2022 zurückzuzahlen.

Soloselbständige, die bereits die Neustarthilfe Plus für die Monate Juli bis September 2021 erhalten haben, und weitere Hilfe benötigen, können bis 31. Dezember 2021 einen neuen Antrag für die Monate Oktober bis Dezember 2021 stellen. Das geht sehr einfach: Wenn sich keine weiteren Änderungen ergeben haben, genügt dazu ein Klick im Antragssystem.

Praxistipp: Wichtig ist, dass die im Antrag angegebene Kontonummer fehlerfrei eingegeben wird und dass diese mit der Kontonummer übereinstimmt, die beim Finanzamt hinterlegt ist. Bei Anträgen mit abweichenden Kontonummern kommt es im Verfahren der Bewilligungsstellen, das Ende des Monats beginnt, immer wieder zu Rückfrageschleifen und damit zu Verzögerungen bei der Auszahlung. Daher empfiehlt es sich bei Eingabe der Kontonummer besonders sorgfältig vorzugehen und die beim Finanzamt hinterlegte Kontonummer einzugeben.

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Stadt Wittlich stellt Klimaschutz-Manager ein

Wittlich – Vergangene Woche konnte Bürgermeister Joachim Rodenkirch Johannes Praeder als neuen Mitarbeiter der Stadtverwaltung herzlich willkommen heißen. Der studierte Geograph Johannes Praeder hat zum 1. Oktober die neu geschaffene Stelle Klimaschutzmanager bei der Stadt Wittlich angetreten.

Bürgermeister Joachim Rodenkirch freute sich, dass ein gebürtiger Wittlicher nach Studium und Arbeitserfahrungen unter anderem bei der Kreisverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler die Stelle innerhalb der Stadtverwaltung Wittlich besetzt und wünschte ihm alles Gute für sein Wirken. Diesen Wünschen schlossen sich die stellvertretende Personalratsvorsitzende Petra Hoffmann und der Fachbereichsleiter Hans Hansen gerne an.

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Bistum Trier schafft Koordinierungs-Büro für den Wiederaufbau nach der Flut

Region/Trier – Früherer Bistumsmitarbeiter Peter Schuh übernimmt Koordinierung und Vernetzung. Peter Schuh, bis 2019 Leiter der Immobilienabteilung im Bischöflichen Generalvikariat Trier, wird künftig als Beauftragter des Bistums Trier für die Koordinierung des Wiederaufbaus in den von der Flutkatastrophe betroffenen Kirchengemeinden in der Eifel und an der Ahr tätig sein. Das gab Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg am 14. Oktober in Trier bekannt. „Ich bin dankbar, dass sich mit Peter Schuh ein langjähriger und erfahrener Kollege bereit erklärt hat, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen“, sagte von Plettenberg. Schuh sei im Generalvikariat bestens vernetzt und werde aufgrund seiner Erfahrungen als Netzwerker eine hilfreiche Rolle einnehmen können.

Schuh soll dabei wesentlich vor Ort tätig sein und will Kontakte, insbesondere zwischen der Ortsebene und der Diözesanebene, aber auch zu politisch Verantwortlichen im Land, herstellen und begleiten. Auch der Kontakt zu den Verantwortlichen für die Seelsorge an der Ahr gehört zum Arbeitsfeld. „Ich sehe meine Aufgabe darin, die von Bischof Ackermann beschriebenen Aufgaben der wirksamen Solidarität und der wachsamen Aufmerksamkeit in kleine Münzen umzusetzen und für die betroffenen Menschen und Pfarreien erfahrbar zu machen“, sagte Peter Schuh bei Unterzeichnung der Auftragsvereinbarung mit dem Generalvikar. Er wird von einem beim Generalvikar eingerichteten Koordinierungsbüro unterstützt.

Mit ihm arbeitet dort Johannes Kölling, der auch weiterhin in der Geschäftsführung des Zentralbereichs 1 „Pastoral und Gesellschaft“ im Bischöflichen Generalvikariat tätig ist. Das Koordinierungsbüro hat somit die direkte Anbindung an die verschiedenen Fachabteilungen im BGV. Peter Schuh und Johannes Kölling sind erreichbar unter Tel.: 0651-7105-500, E-Mail: peter.schuh@bistum-trier.de

Generalvikar von Plettenberg informierte auch darüber, dass mittlerweile eine erste Übersicht über die voraussichtlichen Wiederherstellungskosten für die von der Flut betroffenen Immobilien vorliegt. „Insgesamt sind 58 Objekte betroffen, für die wir von einer Schadenssumme von 34 Millionen Euro ausgehen“, sagte von Plettenberg. Dazu gehören 26 Kirchen (9,3 Mio. Euro), 12 Pfarrheime (3,8 Mio. Euro), 8 Pfarrhäuser (3,4 Mio. Euro), 9 Kindertagesstätten (16,6 Mio. Euro) und drei weitere Immobilien (0,3 Mio. Euro). „Hier sind grob die Wiederherstellungskosten brutto kalkuliert, nachdem unsere Fachleute die Immobilien in Augenschein nehmen konnten“, erläuterte der Generalvikar. Er wies darauf hin, dass zukünftig aufgrund der Vorschädigung entstehende Folgeschäden und deren Beseitigung wie etwa Schimmelschäden nicht Bestandteil der Kalkulation sei. Eingerechnet worden seien Sofortmaßnahmen, Kosten für die provisorische Herrichtung, Bau- und Baunebenkosten.

Bund und Land hätten 16,6 Milliarden Euro an öffentlichen Fluthilfen zugesagt, berichtete von Plettenberg. Auch Religionsgemeinschaften könnten diese Unterstützung bis zum 30. Juni 2023 beantragen und könnten bis zu 80 Prozent der Kosten, für Kitas sogar bis zu 100 Prozent, als Unterstützung erhalten. Derzeit würde gemeinsam mit den Kirchengemeinden, die in der Regel Eigentümer der Immobilien sind, beraten, wie und in welcher Form der Wiederaufbau erfolgen könne. „Wir wollen den Wiederaufbau nachhaltig und bedarfsorientiert angehen“, sagte Generalvikar von Plettenberg.

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Wiederaufbau Landkreis Ahrweiler – Land nimmt Gasversorgungs-Anlage für 1.100 Haushalte in Betrieb

Ahrweiler/Mainz – 1.100 Haushalte in Bad Neuenahr-Ahrweiler können auf Betreiben des Landes ab heute wieder mit Gas versorgt werden. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hat hierfür eine mobile Gasversorgungsanlage in Bad Neuenahr-Ahrweiler errichtet, die nun in Betrieb geht. Die mobile Anlage dient der Wärmeversorgung zahlreicher Haushalte im bevorstehenden Winter, während die Energienetze Mittelrhein (enm) unabhängig davon an der Wiederherstellung der regulären Gashochdruckleitungen arbeiten. Das Versorgungsnetz in Bad Neuenahr-Ahrweiler war durch die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal vor rund drei Monaten zerstört worden.

„Beim Wiederaufbau im Ahrtal stehen die Energieversorger vor der großen und drängenden Herausforderungen, die Haushalte rechtzeitig zum Winter mit Wärme zu versorgen. Ich bin froh, dass das Land mit der mobilen Gasversorgungsanlage in Bad Neuenahr-Ahrweiler hier einen großen Beitrag leisten kann. 1.100 Haushalte in der Kreisstadt haben ab sofort die Möglichkeit, rechtzeitig zum Winter wieder Gas zu beziehen. Das Projekt verdeutlicht, dass das Land auch abseits der enormen finanziellen Aufbauhilfen alles unternimmt, um die Menschen bei einem schnellen Wiederaufbau zu unterstützen“, so die Wiederbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Staatssekretärin Nicole Steingaß, bei der Inbetriebnahme der mobilen Gasversorgungsanlage.

„Zu einer wirksamen Klimapolitik gehört, dass beim Wiederaufbau im Ahrtal neueste und sparsame Wärme- und Heiztechniken eingesetzt werden sollten“, sagte Klimaschutzstaatssekretärin Katrin Eder. „Jetzt geht es aber erst einmal darum, pragmatische und kurzfristige Lösungen zu finden. Deshalb berät die Energieagentur Rheinland-Pfalz zusammen mit der Schornsteinfegerinnung derzeit mit Hochdruck und kostenfrei vor Ort über kurzfristige Maßnahmen und bespricht mit den Betroffenen gleichzeitig, wie eine langfristige nachhaltige Wärmeversorgung aussehen könnte. Daran haben mehr als 80 Prozent der Betroffenen ein großes Interesse, wie unsere Energieberater vor Ort ermittelt haben.“

„Nach den im Sommer sehr schlechten Meldungen über eine fehlende Gasversorgung im Winter in weiten Teilen der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, bin ich sehr froh, dass es uns nun gelungen ist, mit dieser Flüssigerdgas-Anlage eine Zwischenversorgung zu sichern“, so die Vizepräsidentin der ADD Begoña Hermann.

Nach der Ankündigung des Energieversorgers EVM im August, weite Teile der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler voraussichtlich bis März 2022 nicht mit Gas versorgen zu können, hatte die ADD umgehend mit den Planungen für eine mobile Gasversorgungsanlage für die Kreisstadt begonnen. Unterstützt wurde die ADD durch die Energieagentur Rheinland-Pfalz, die Hochschule Trier, das THW Dillenburg (Hessen) und das Deutsche Rote Kreuz sowie durch überregionale Gasversorger und Fachfirmen.

Von der nun installierten mobilen Gasanlage profitieren neben den 1.100 Haushalten im Norden von Bad Neuenahr-Ahrweiler auch Haushalte in sieben Ortschaften der Gemeinde Grafschaft, die nun wieder mit erhöhtem Druck beliefert werden können. Welche Gebiete, sogenannten Sektoren, wieder mit Gas versorgt werden, wird auf der Website der enm dargestellt. Durch die mobile Gasversorgungsanlage werden die Sektoren 8 und 8a komplett sowie 11 größtenteils angeschlossen.

Damit die Haushalte das Gas nutzen können, müssen zunächst die Hausanschlüsse wieder in Betrieb genommen werden. Hierfür bedarf es einer Entlüftung und Prüfung jedes einzelnen Anschlusses. Dort, wo Gaszähler und Hausdruckregler noch vorhanden und betriebsbereit sind, werden fortan Monteure der enm von Haus zu Haus gehen und die Wiederinbetriebnahme durchführen. Haushalte, bei denen der Gaszähler ausgebaut wurde, müssen einen Installateur beauftragen, der die Heizungsanlage wieder in Betrieb nimmt.

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Pater Dr. Friedrich Emde SDS ist neuer Provinzoberer der deutschen Provinz der Salvatorianer

Steinfeld – Pater Dr. Friedrich Emde SDS ist der neue Provinzobere der deutschen Provinz der Salvatorianer. In Steinfeld fand am Dienstag, 12. Oktober 2021, die Wahl statt. Dr. Friedrich Emde löst damit Pater Hubertus Veeser SDS ab, der nach neun Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wiederwahl antreten konnte. Neun Jahre im Amt als Provinzoberer ist das Maximum, die Legislaturperiode dauert drei Jahre, dann ist eine Wiederwahl möglich von weiteren drei Jahren, und mit Genehmigung des Generaloberen sind drei weitere Jahre, also neun Jahre insgesamt im Amt des Provinzoberen, machbar.

Pater Dr. Friedrich Emde SDS ist neuer Provinzoberer der deutschen Provinz der Salvatorianer. Foto: Gudrun Klinkhammer

Im Amt bestätigt wurde Vize-Provinzoberer Pater Heribert Kerschgens SDS und Provinzökonom bleibt Pater Lambertus Schildt SDS, auch er wurde im Amt bestätigt. Zu den Gratulanten von Pater Friedrich Emde SDS zählten telefonisch Pater Milton Zonta SDS, der Generalobere der Salvatorianer. Vor Ort gratulierten unter anderem die Provinzoberin der Salvatorianerinnen, Schwester Klara Maria und Pater Agustín Van Baelen SDS, General Konsultor mit Sitz in Rom.

Pater Friedrich Emde SDS wurde am 19. Juli 1963 in Medebach im Sauerland geboren und wuchs als Ältester mit zwei jüngeren Geschwistern auf. 1986 legte er das Abitur ab, danach studierte er von 1987 bis 1997 in Passau und Tübingen. 1987 legte er die Ordensprofess ab, die Priesterweihe erhielt er 1993. Er arbeitete später als Religionslehrer und Schulleiter und lebt heute in Bad Wurzach.

Am 8. Dezember wird er sein Amt offiziell in München antreten, denn der Sitz des Provinzialates befindet sich in München. (gkli)

Interview mit Pater Dr. Friedrich Emde:

Frage: Pater Dr. Friedrich Emde, war das Ihr Lebensplan, Provinzoberer der Salvatorianer zu werden?

Pater Dr. Friedrich Emde: Nein, das war nicht mein Lebensplan, aber so ist es gekommen, und alles fing hier in Steinfeld vor vielen Jahren an. Damals war ich hier mit Freunden in der Gemeinschaft und lernte die Salvatorianer kennen, das hat mich so sehr angesprochen, dass ich mich ihnen anschloss.

Frage: Sie haben promoviert, womit beschäftigte sich Ihre Arbeit?

Pater Dr. Friedrich Emde: Mit Alfred Döblin, seinem Lebensweg und seinem Weg zum Christentum.

Frage: 2020 sind sie „ausgestiegen“, haben die Tätigkeit als Lehrer und Schulleiter in Bad Wurzach hinter sich gelassen und ein Sabbatjahr absolviert. Wie war das?

Pater Dr. Friedrich Emde: Eine Auszeit war das, sehr empfehlenswert. Wenige Mitbrüder machen davon Gebrauch. Nach dieser Auszeit, in der ich unter anderem in England war, widme ich mich nun wieder einer neuen Aufgabe, das ist schon etwas Besonderes, und jetzt geht es wieder richtig an die Arbeit. Ich werde von Bad Wurzach nach München ziehen, der Tag wird vom klösterlichen Leben bestimmt in einer Gemeinschaft mit zehn Mitbrüdern.

Frage: Kirche, was kommt? Wie sehen Sie die Zukunft?

Pater Dr. Friedrich Emde: Wir müssen uns verabschieden von der Kirche im Sinne einer Volkskirche, die herkömmlichen Strukturen, wie sie jetzt sind, werden nicht mehr lange halten. Doch merken wir auch, dass neue Menschen zu uns kommen, Kirche hat etwas mit Beziehung, mit Authentizität und der Suche nach Glauben. Wichtig für uns war und ist der Prozess, den Pater Hubert Veeser angestoßen hat: Die Fokusgemeinschaften. Aus sieben Niederlassungen der Salvatorianer wurden vier: München, Bad Wurzach, Steinfeld und Berlin. Mittelfristig sind diese vier Niederlassungen gesichert. Bei den vier Niederlassungen handelt es sich um Schulstandorte, Wallfahrtsziele, Zentren für persönliche Seelsorge und Pfarrgemeinden. Wir versuchen immer, Ort der Begegnung zu sein. Aufgegeben haben wir in den vergangenen Jahren die Niederlassungen in Stuttgart, Münster und Lochau.

Frage: Wie fühlen Sie sich?

Pater Dr. Friedrich Emde: Ich fühle mich in Aufbruchstimmung, jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, an diesem Satz von Hesse ist wirklich etwas Wahres dran. Uns Salvatorianer beflügelt allerdings auch die Seligsprechung unseres Gründers, Pater Franziskus Jordan. Erst dachte ich: Schade, dass nur so wenige Menschen nach Rom fahren dürfen zur Seligsprechung im Mai 2021 wegen der Corona-Pandemie. Doch inzwischen denke ich, dass aufgrund der Übertragungsmöglichkeiten viel mehr Menschen die Feierlichkeiten sehen konnten, als gedacht, was mich sehr freut. Dieses Erlebnis gibt immer noch Aufschwung und Energie.

Danke für das Gespräch sagt Gudrun Klinkhammer.

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Ein Weg von Tor zu Tor – 442.000 Pflastersteine für Bad Münstereifel

Bad Münstereifel – Neben vielen zerstörten Häusern, wurden auch große Teile der Straßen und die darunter liegenden Leitungen beschädigt. Die Instandsetzungsarbeiten laufen auf Hochtouren, doch eine neue Pflasterung wird Zeit in Anspruch nehmen, denn die Arbeiten können erst begonnen werden, wenn alle Anschlüsse an den beschädigten Häusern innerhalb des Mauerrings hergestellt wurden. Als Starttermin wurde der 03.01.2022 ins Auge gefasst. Aufgrund der Größe des Bauprojektes wird mit der Fertigstellung Mitte 2022 gerechnet.

In der Ratssitzung am 04.10.2021 entschied der Rat der Stadt Bad Münstereifel einstimmig gesägtes Pflaster in der von der Flutkatastrophe schwer getroffenen Kernstadt vom Orchheimer bis zum Werther Tor verlegen zu lassen.

In der Sitzung wurden zu Beginn verschiedene Pflaster-Varianten diskutiert, die zuvor von Herrn Lorenz -aus dem gleichnamigen Ingenieurbüro- in einer Präsentation vorgestellt wurden. Großen Anklang fand das gesägte Pflaster mit schmalen Fugen, welches im Sinne der Inklusion den gesamten Straßenbereich für alle nutzbar und zugänglich zu macht.  Die Ratsmitglieder entschieden sich gegen eine „Rollatorbahn“, die die Nutzung einschränkt zugunsten einer barrierearmen, vollzugänglichen Lösung.

Insgesamt müssen 442.000 Pflastersteine ihren neuen Platz innerhalb des Mauerrings finden.  Die Beschaffung dieser Menge an Steinen wird in etwa drei Monate in Anspruch nehmen. Auch die Größe des anstehenden Projektes birgt besondere Herausforderungen. So handelt es sich um eine Baustelle mit rund 8.850 m² zu pflasternder Fläche. Das bedeutet, dass ein Unternehmen mit mindestens 25 Mitarbeiter:innen zeitgleich, an rund fünf unterschiedlichen Stellen parallel mit den Pflasterarbeiten beschäftigt ist und dies sechs Monate lang. Während der Pflasterarbeiten kommt es zu Einschränkungen, denn die betroffenen Gebäude werden nur fußläufig erreichbar sein, da eine Anfahrt mit Fahrzeugen nicht möglich ist.

Bis zum Beginn der Arbeiten stehen weitere Instandsetzungsarbeiten an den Ver- und Entsorgungsleitungen an.

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20.000 Euro aus Spenden-Initiative zur Flutopferhilfe für den Eifelkreis Bitburg-Prüm

Bitburg – Landkreis Ostprignitz-Ruppin sammelt über 20.000 Euro für Betroffene im Eifelkreis. Am 20. Juli startete der Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Nordwesten des Landes Brandenburg einen Aufruf, Geld für die Opfer der zurückliegenden Hochwasserkatastrophe zu spenden. Viele Menschen sind dem Aufruf gefolgt und zahlreiche Einrichtungen, Unternehmen und Vereine im ostdeutschen Landkreis organisierten eigene Spendenveranstaltungen, um den betroffenen Menschen zu helfen. Der Landkreis unterstützte dabei die private Initiative des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt Kyritz, Hans-Joachim Winter, mit der Absicht, vor allem Kindern und Jugendlichen der von der Flut besonders betroffenen Familien zu helfen.

In gemeinsamer Anstrengung ist es nun dem Landkreis gelungen, eine beeindruckende Spendensumme von mehr als 41.000 € zu sammeln. „Die vielen Menschen, die in Ostprignitz-Ruppin gespendet haben, tragen dazu bei, niedrigschwellige Angebote zu unterstützen, die dringend benötigt werden, um Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren dabei zu helfen, langsam wieder in den Alltag zurückzufinden sowie Erlebtes zu verarbeiten. Dafür möchte ich allen Spenderinnen und Spendern sehr danken“, so Landrat Ralf Reinhardt. Das Geld wird nun in Absprache und mit Unterstützung des DRK-Kreisverbands Ostprignitz-Ruppin jeweils hälftig an zwei Projekte des Roten Kreuzes in den Landkreisen Ahrweiler und Bitburg-Prüm gehen.

Im Eifelkreis werden Beratungs-, Betreuungs- und Unterstützungsangebote des DRK Kreisverbands unterstützt. Hier sollen Antragshilfen beispielsweise bei der Beantragung von Fördermitteln und sozialrechtlichen Leistungen erfolgen sowie die Vermittlung von Ansprechpartnerinnen bei Versicherungen und Behörden. Außerdem soll auch zu anderen Fachbereichen wie unter anderem psychologische Begleitung vermittelt sowie Fahrdienste organisiert werden. Zur Anschaffung des mobilen Beratungsbüros und zur personellen und sachlichen Ausstattung werden dringend Gelder benötigt, um den Menschen, die durch die Flut Verwandte, Bekannte, ihr Hab und Gut oder ihr Obdach verloren haben, unterstützen zu können.

DRK Kreisgeschäftsführer Rainer Hoffmann bedankt sich ausdrücklich bei den Spendern für ihre außerordentliche Unterstützungsbereitschaft: „Diese Form der Anteilnahme ist wirklich beeindruckend. Es freut mich überaus, dass die Menschen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin an uns denken. Die Bürger im Eifelkreis wissen dies sehr zu schätzen.“

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„FahrRad in Aachen“: Vier weiterführende Schulen beteiligen sich an Fahrrad-Wettbewerb bis Ende November 2021

Aachen – Das Fahrrad bietet eine gute Alternative zu Rollern, überfüllten Bussen und Elterntaxis. Damit mehr Kinder sicher mit dem Fahrrad zur Schule kommen, hat Stadt Aachen mit ihrer Kampagne „FahrRad in Aachen“ ein vielfältiges Angebot für Aachener Grundschulen und weiterführende Schulen entwickelt. Dazu gehört für die weiterführenden Schulen zum Beispiel Fahrrad AG, Fahrradtouren, Fahrradtrainings auf dem Schulhof, Verkehrserziehung und das Mobilitätsprojekt „Sicher zur Schule & sicher zurück“.

„Wir möchten die Kinder und Jugendliche motivieren, mehr Fahrrad zu fahren. Es ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit. Kinder und Jugendliche bewegen sich immer weniger und daher braucht es interessante Angebote“, erläutert Dr. Stephanie Küpper, Projektleiterin der städtischen Kampagne „FahrRad in Aachen. „Wir hoffen mit der „FahrRad-Schul-Challenge“ ein Angebot gefunden zu haben, das gut von den Schülerinnen und Schülern angenommen wird“.

Digitale Radverkehrsförderung der Aachener Schulen mit RydeUp

Im Rahmen der städtischen Kampagne “FahrRad in Aachen” wird daher eine stadtweite Schulaktion bis zum 30. November 2021 zur Stärkung des Bewusstseins für das Fahrrad als alltägliches Fortbewegungsmittel veranstaltet. Mit Hilfe der App “RydeUp” treten das Rhein-Maas-Gymnasium, das Einhard-Gymnasium, das Couven-Gymnasium und die Maria-Montessori Gesamtschule in einem regionalen Schulwettbewerb gegeneinander an und kämpfen gemeinsam um eine Prämie. Hierbei gewinnt die Schule, die mit Blick auf die Zahl der tatsächlichen Schülerinnen und Schüler die meisten Kilometer sammelt.

Das Ziel dieser Aktion ist, immer mehr Schulen dazu zu bringen, den Radverkehrsanteil an weiterführenden Schulen zu erhöhen. „Die ‚FahrRad-Schul-Challenge‘ der Stadt Aachen ist eine tolle Initiative, um auch Schülerinnen und Schüler auf eine innovative Art und Weise nochmal mehr für das Thema Fahrrad im Alltag zu begeistern“, sagt RydeUp-Geschäftsführer Yannic Schwarz.

„Das Rhein-Maas-Gymnasium ist eine Schule, die sich seit vielen Jahren für den Klimaschutz engagiert. Wir finden es toll, dass sich auch andere Schulen für das Fahrradfahren einsetzen möchten und nehmen die Challenge mit Teamgeist und sportlichem Ehrgeiz auf. Denn die nötigen Innovationen in der Mobilität können wir nur gemeinsam bewerkstelligen“, erläutert Monika Eck-Kämper, Schulleiterin des Rhein-Maas-Gymnasiums.

Auch viele Schüler*innen und Lehrer*innen der Maria-Montessori Gesamtschule nutzen das Fahrrad für den täglichen Schulweg. „Das freut uns schon sehr, doch könnten es noch mehr Fahrrad fahrende Montessori-Menschen werden“, sagt Ulrike Graf, die Kontaktlehrerin der Vertretung von Schülerinnen und Schülern. „Unsere Schule möchte Kindern Nachhaltigkeit in allen Lebenslagen vermitteln. Mobilität spielt im Leben eine zentrale Rolle und deswegen machen wir gerne bei der FahrRad Schul-Challenge mit.“

Auch beim Couven-Gymnasium ist der Klimaschutz in der Schulgemeinde sehr wichtig. „Wir freut uns, bei dem Wettbewerb teilnehmen zu können und hoffen in erster Linie, dass die Aktion viele Schüler*innen anregt, auch über die zwei Monate hinaus mit dem Rad zur Schule zu kommen“, sagt Kristine Reichel, Lehrerin des Couven-Gymnasiums.

Und Miriam Trutnau vom Einhard-Gymnasium sagt: „Uns als Einhard-Gymnasium freut es sehr, dass wir als Schulgemeinschaft an der Schul-Challenge teilnehmen können. Durch den Wettbewerb erhoffen wir uns, das Klimabewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu stärken, indem das Fahrrad als umweltfreundliche und praktische Alternative zu den anderen Verkehrsmitteln genutzt wird.“

Wenn diese Aktion gut angenommen wird, soll in jedem Jahr ein Schulwettbwerb Radfahren möglichst aller weiterführenden Schulen stattfinden

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West-Afrikanische Friedenstifterin zu Gast im Bistum Trier

Region/Trier – Für gewöhnlich schlichtet Schwester Nenlidang Gochin zwischen gewaltbereiten jungen Männern in ihrem Heimatland Nigeria – vergangene Woche war sie im Vorfeld des Weltmissionstages als missio-Gast im Bistum Trier unterwegs. Auf ihren Terminen vom 06. bis 11. Oktober wurde die Franziskanerin von den Mitarbeitenden der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier begleitet. Dort hat sie von ihrem friedlichen Kampf gegen religiös motivierte Gewaltexzesse zwischen christlich und muslimisch geprägten Gruppen berichtet und für den interreligiösen Dialog geworben.

Die 43-Jährige engagiert sich in der Friedensarbeit in Jos, einer besonders konfliktreichen Stadt Nigerias. Während ihres Besuchs im Bistum Trier hat sie sich mit verschiedenen kirchlichen Vertretern getroffen, Schulen und andere Einrichtungen besucht, die besonderen Fokus auf das Thema „interreligiöser Dialog“ legen möchten. Denn das ist, worauf ein Großteil ihrer Arbeit beruht: friedenstiftende Dialoge zwischen Christen und Muslimen herstellen.

Das Zusammenleben beider Religionen in Nigeria ist von immer wieder aufflammenden Konflikten gezeichnet. Mit dem Ziel diese Konflikte zu lösen, setzt sich die Ordensfrau aktiv in der Damietta-Friedensinitiative ein, die sie von 2016 bis 2019 selbst als Landeskoordinatorin geleitet hat. Die Initiative wurde 2008 ins Leben gerufen und gründe auf dem Respekt vor der menschlichen Würde, so Schwester Nenlidang. Innerhalb von Damietta gibt es verschiedene Gruppen von Kindern, Jugendlichen, verwitweten Frauen aber auch gemischte Gruppen, die gemeinsam an Projekten arbeiten. Dazu zählen Trainings und Workshops, die den Dialog zwischen den Gruppen herstellen und fördern sollen. „Reden hilft dabei, die Angst voreinander zu verlieren“, erklärt Schwester Nenlidang. Um gegenseitiges Verständnis zu schaffen, werden zum Beispiel christliche und muslimische Feste zusammen gefeiert.

Sich gemeinsam in der Öffentlichkeit zeigen – für Schwester Nenlidang eine Selbstverständlichkeit. Dass die Franziskanerin selbst Katholikin ist, habe zwar immer schon zu Vorurteilen geführt, ändere aber nichts an ihrem Verständnis von Menschenwürde. „Ich differenziere nicht zwischen den Religionen, sondern versuche mit meiner Arbeit gemeinsame Werte zu betonen“, sagt sie. „Muslime und Christen sollen schließlich gleichermaßen von den Aktionen der Friedensinitiative profitieren.“

Ihr großes Engagement hat auch einen persönlichen Hintergrund: Schwester Nenlidang ist mit vielen muslimischen Freunden aufgewachsen. Mit der Zeit wurden die religiösen Unterschiede zwischen ihnen zu einer immer größeren Hürde. „Ich habe Angst gehabt, mich weiterhin mit meinen Freunden zu treffen.“ Und so trennten sich ihre Wege. „Wir haben viel verloren“, sagt sie. Umso stärker setzt sie sich heute für Frieden in ihrem Heimatland ein und stiftet Hoffnung für ein besseres Miteinander in Nigeria und weltweit.

Der Weltmissionssonntag des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Jedes Jahr wird in rund 100 Ländern für ihre soziale und pastorale Arbeit in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt. Dieses Jahr findet er am 24. Oktober statt. Im Fokus der Aktion steht Nigeria