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Wiedereröffnung des KSK-Beratungs-Centers in Schleiden

Schleiden – Es können wieder nahezu alle Services und Beratungsangebote genutzt werden – Barrierefreiheit aktuell noch nicht möglich. Seit dem gestrigen Mittwoch, 20. Oktober 2021, hat das Beratungscenter Schleiden (Blumenthaler Str. 12, 53937 Schleiden) der Kreissparkasse Euskirchen wieder für den Kundenverkehr geöffnet.

In den letzten Wochen wurde mit Hochdruck daran gearbeitet, schnellstmöglich den Normalbetrieb wieder herzustellen – mit Erfolg. Ab diesem Zeitpunkt können in Schleiden wieder nahezu alle Services und Beratungsangebote genutzt werden. Wegen der flutbedingt hohen Anzahl von Kundenanliegen wird das Beratungscenter bis auf Weiteres an fünf Tagen pro Woche geöffnet.

Einschränkungen gibt es aktuell bei der Barrierefreiheit des Beratungscenters. Wegen der weiter andauernden Sanierung des Erdgeschosses wurden Service-und Beratungsbereiche in das erste Obergeschoss verlegt. Der im Gebäude befindliche Aufzug wurde durch die Flutkatastrophe so stark beschädigt, dass er auch weiterhin nicht nutzbar ist. Der Zugang ist nur über den Nebeneingang des Gebäudes möglich.

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Kostbarer Brauch im Haus Effata

Blankenheim/Mechernich – Bewohner der Seniorenpflegeeinrichtung in Blankenheim feierten Erntedank mit festlichem Gottesdienst und gesegneten Weckbrötchen. In den letzten warmen Tagen leeren sich die Felder und die Speisekammern füllen sich. Der Abschluss der Ernte wird auch im Haus Effata der Communio in Christo festlich begangen. Für die Menschen ist das Erntedankfest ein kostbarer Brauch im Wechsel der Jahreszeiten.

Mit den Gaben der Natur wurde der Altar geschmückt. Foto: Anita Leyendecker/CIC/pp/Agentur ProfiPress

„Wunderschön wurde der Altar geschmückt, mit den Gaben der Natur, Blumen, Feldfrüchten und selbst gebackenem Brot. Feierlich wurde der Gottesdienst zelebriert“, berichtet Anita Leyendecker vom Sozialen Dienst im Haus Effata. Pater Dr. Innocent Dim aus Nigeria segnete die Gaben, dankte Gott und wünschte, dass alle Menschen auf dieser Erde jederzeit genug Nahrung haben.

Zum Ende der heiligen Messe wurden zuvor gesegnete, frischgebackene Weckbrötchen an die Bewohner verteilt und mit Dank angenommen.

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Mehr als 80 neue Sirenen für das Ahrtal

Ahrweiler – Bevölkerung soll zukünftig einfacher und effektiver gewarnt werden können. In der jüngsten Sitzung des Kreistags haben die Mitgliederinnen und Mitglieder  einstimmig beschlossen, die Firma Helin GmbH aus Hagen mit der Planung und dem Aufbau eines elektronischen Sirenenwarnnetzes für die ahranliegenden Gemeinden zu beauftragen. Die Kosten für Planung und Aufbau belaufen sich voraussichtlich auf rund zwei Millionen Euro. Die Kreisverwaltung wird darüber hinaus in einem nächsten Schritt die nicht unmittelbar vom Hochwasser betroffenen Kommunen des Landkreises betrachten sowie die Kostensituation und eine entsprechende Finanzierung abklären.

„Unser Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern wieder ein Stück Sicherheit zurückzugeben. Der Bereich der Ahr hat aufgrund seiner Lage dabei natürlich oberste Priorität, aber auch die anderen Kommunen im Kreis werden wir nicht aus den Augen verlieren“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL.

Die derzeitigen Planungen sehen vor, dass rund 80 neue, auf elektronischer Basis arbeitende Sirenenanlagen im Ahrtal benötigt werden – davon 22 als Ersatz für zerstörte Sirenenanlagen. Die neuen Sirenen sind für Fälle eines Stromausfalls akkugepuffert und können auch Sprachdurchsagen aussenden. Somit könnten nach Aussenden des Warntons auch weitere Handlungsanleitungen zum Verhalten oder empfohlenen Maßnahmen an die Bevölkerung übermittelt werden.

Das Land Rheinland-Pfalz hat bezüglich der Kosten für Planung und Aufbau eine hundertprozentige Förderung aus Mitteln des Bundesförderprogramms für ein neues Sirenennetz sowie aus Geldern des Landes zugesagt.

Zum Hintergrund: Ein zentrales Element des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes ist die Warnung der Bevölkerung. Neben der Warnung, zum Beispiel durch appbasierte Lösungen oder Durchsagen per Lautsprecher, gilt die Warnung mittels Sirenen noch immer als die einfachste, aber auch und gerade in der Fläche als die wirksamste Variante. Im Schadensgebiet entlang der Ahr (Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr, Städte Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig) gibt es grundsätzlich nur Motor-Sirenen mit einem Signal zur Feuerwehralarmierung. Versorgt werden sie mit Strom, jedoch ohne Notstromversorgung oder Batteriepufferung. Einige Sirenenstandorte sind zudem durch die Flut komplett weggefallen, in einzelnen Teilorten gab es darüber hinaus bisher keine Sirene, weil es dort auch keine Feuerwehreinheit zur Alarmierung gab und gibt.

Die bereits landesweit in Gang gesetzte Umstellung auf die digitale Alarmierungstechnik, mit der auch Warnsignale mittels Sirenen ausgesandt werden können, kommt für den Kreis Ahrweiler zu spät. Deshalb soll – auch mit Blick auf den bevorstehenden Winter und mögliche Hochwasser an der Ahr und ihren Zuflüssen – so schnell wie möglich eine Warnmöglichkeit per Sirenen geschaffen werden und gleichzeitig der restliche Landkreis bezüglich Sirenenwarnung nicht aus den Augen verloren werden.

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Feuerwehr-Spende aus Ostrau

Kall/Ostrau– Nachdem das Feuerwehrgerätehaus in Kall durch die Flut zerstört worden war, kam Hilfe aus dem Osten – Zu Spendenübergabe brachten die Kameraden aus Sachsen auch ihren Bürgermeister mit – Zwei Schecks über 3000 und 4300 Euro überreicht – Ein Knoten verbindet.

Vor der verhängnisvollen Flutnacht zum 15. Juli hatte keiner etwas von dem anderen gewusst. Doch das änderte sich, als in ganz Deutschland über die sozialen Medien von der Zerstörung in der Gemeinde Kall berichtet wurde. Vor allem die Tatsache, dass die Feuerwehr selbst durch die Zerstörung ihres Gerätehauses zum Flutopfer geworden war, bewegte viele Feuerwehren im Lande. So auch die Feuerwehr aus der Gemeinde Ostrau, die mit knapp 4000 Einwohnern etwa so groß wie der Zentralort Kall ist.

Sowohl die Gemeinde Ostrau mit ihrem Bürgermeister Dirk Schilling als auch die Feuerwehr, mit ihrem Vorsitzenden Mario Thomas an der Spitze, riefen zu Spenden für die Flutopfer und für die Kaller Feuerwehr auf. Die Feuerwehr aus Ostrau veranstaltete Ende August ein großes Fest, dessen Erlös für die Kollegen aus Kall bestimmt. Für die Kaller um ihren Löschzugführer Daniel Rütz war es dann  auch Frage, mit einem Teil der Mannschaft zum Fest nach Sachsen zu reisen.

„Da wächst nach der Flutkatastrophe etwas Schönes zusammen”, ist sich der Kaller Löschzugführer Daniel Rütz sicher, nachdem es jetzt ein Wiedersehen mit den Feuerwehrkollegen aus der Stadt Ostrau gegeben hatte. Die Feuerlöscher aus der nördlichsten Gemeinde Mittelsachsens waren zum Kameradschaftsabend des Löschzugs Kall nach Keldenich gekommen. Sie auch ihren Bürgermeister Dirk Schilling gleich mit in die Eifel gebracht, um Spenden für die von der Flut gebeutelte Feuerwehr in Kall zu überbringen.

Eingangs des Kameradschaftsabends hieß Bürgermeister Hermann-Josef Esser in der Begrüßungsrede seinen Amtskollegen aus Sachsen herzlich willkommen und kündigte an, das Schilling mit seiner Feuerwehr „nachher die Bühne entern  wird, um uns etwas Gutes zu tun“. Das tat Schilling dann schließlich mit seinem Feuerwehr-Vorsitzenden Mario Thomas, um zwei Spendenschecks an Löschzugführer Daniel Rütz und Gemeinde-Wehrchef Harald Heinen zu übergeben.

Mario Thomas berichtete, wie er von der verheerenden Flut in Kall und dem schweren Schicksal des Löschzugs Kall durch die aktive Berichtserstattung von Anke Latz, der Ehefrau eines Kaller Feuerwehrmannes, in den sozialen Medien und den damit verbundenen Spendenaufruf erfahren habe. Auch ein Aufruf der Kaller Feuerwehrfrau Jana Kurtensiefen über das Internetportal Facebook sei in Sachsen angekommen.

Für ihn und seiner Feuerwehr habe festgestanden, den Kallern helfen zu wollen. Da es auch im Osten des Landes Überschwemmungen gegeben habe, habe man in Ostrau auf den Einsatz zum Helfen gewartet. Zum Einsatz sei es nicht gekommen, und so habe für ihn und seine Kameraden aber festgestanden: „Wir wollen den Kallern helfen“. So sei die Idee geboren worden, am 28. August einen Benefiz-Abend mit Showeinlagen zu veranstalten.

Mit großer Freude habe man die Kaller Kollegen beim Fest begrüßt und erste Freundschaftsbande geknüpft. „Die Gäste aus Kall haben natürlich zur positiven Gestaltung des Abends beigetragen“, berichtete Mario Thomas, der schließlich einen Spendenscheck über 3000 Euro für den Löschzug Kall an Daniel Rütz.

Man habe die Ostrauer am Benefiz-Abend aufgefordert, für den guten Zweck kräftig zu Essen und zu Trinken, berichtete Bürgermeister Dirk Schilling, der seitens der Gemeinde Ostrau einen Scheck über 4.259,86 Euro übergab. Nach der Flutkatastrophe in vielen Teile des Landes habe auch die Gemeinde Ostrau zu einer Spendenaktion für Flutopfer aufgerufen mit dem Ziel, keine große Organisation zu unterstützen sondern gezielt zu helfen. Und da sei die geschädigte Feuerwehr Kall eine gute Adresse gewesen.

Im Verlauf des Abends wurden weitere Bekanntschaften mit den Kollegen aus Sachsen geschlossen. Vom Löschzug wurden Anke Latz und Jana Kurtensiefen, denen die Wehr durch die Spendenaufrufe in den sozialen Medien eine große Gesamtspendensumme zu verdanken hat, mit Blumen und Einkaufsgutscheinen bedacht. „Das haben sich mehr als verdient“, resümierte Löschzugführer Daniel Rütz. (Reiner Züll)

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NRW Minister Laumann: Denken Sie an Ihre Auffrischungs-Impfung gegen das Coronavirus!

Region/Düsseldorf – Über 70-Jährige werden per Brief über die Notwendigkeit einer Auffrischungsimpfung informiert. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit: Rund 2,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger über 70 Jahren erhalten in den kommenden Wochen Post: Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann informiert mit einem Schreiben, das über die Kreise und kreisfreien Städte versandt wird, über die Notwendigkeit einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus. Sofern die letzte Coronaschutzimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt, sind Bürgerinnen und Bürger, die mindestens 70 Jahre alt sind, dazu aufgerufen, sich kostenlos bei einem Hausarzt bzw. einer Hausärztin ein weiteres Mal impfen zu lassen. Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut (RKI) hat hierzu eine deutliche Empfehlung ausgesprochen.

„Die Wirksamkeit der Coronaschutzimpfung lässt nach jetzigem Wissensstand etwa ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung nach – gerade bei älteren Menschen. Auch wenn dann immer noch ein vergleichsweise guter Impfschutz vorhanden ist, sollten Menschen über 70 Jahren ihren Impfschutz frühestens nach sechs Monaten auffrischen lassen. Daher lautet meine Bitte: Kümmern Sie sich rechtzeitig um einen Impftermin für die Auffrischung, damit Sie mit dem bestmöglichen Impfschutz durch den Winter gehen können“, erklärt Gesundheitsminister Laumann. Wichtig ist: Der Brief ist keine Voraussetzung für eine Auffrischungsimpfung.

Insbesondere wird eine Auffrischungsimpfung derzeit Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Betreuten in Pflegeheimen empfohlen. Die entsprechenden Impfungen dort laufen bereits und sollen bis zum 31. Oktober 2021 abgeschlossen sein. Auch den dort Beschäftigten empfiehlt die STIKO eine Auffrischungsimpfung. Zudem laufen die Auffrischungsimpfungen zum Beispiel auch in Demenz-WGs oder Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Auch hier gilt: Die Auffrischungsimpfung wird dann angeboten, wenn die Zweitimpfung mehr als sechs Monate zurückliegt.

Eine grundsätzliche Empfehlung der STIKO für eine Auffrischungsimpfung der Allgemeinbevölkerung unter 70 Jahren gibt es derzeit nicht. Eine Empfehlung der STIKO für eine Auffrischungsimpfung für jene Personen zwischen 60 und 70 Jahren, die sich im Rahmen der sogenannten „Osteraktion“ mit AstraZeneca haben impfen lassen, liegt derzeit ebenfalls noch nicht vor. Über eine Auffrischungsimpfung muss hier deshalb im Einzelfall vom behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin entschieden werden. Denn gemäß den Beschlüssen der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) vom 2. und 9. August 2021 wird Personen, die sowohl die Erstimpfung als auch die Zweitimpfung mit AstraZeneca erhalten haben, unabhängig vom Alter eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen. Voraussetzung ist lediglich, dass die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Personen in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt sollten die Möglichkeit zur Auffrischungsimpfung ebenfalls in Anspruch nehmen, wenn seit ihrer Grundimmunisierung bereits sechs Monate vergangen sind. In der Regel dürfte dieses Angebot unmittelbar am Arbeitsplatz unterbreitet werden. Alternativ ist auch die Impfung in einer ambulanten Arztpraxis möglich.

Auch Personen, die in der Vergangenheit mit dem Impfstoff der Firma Johnson & Johnson geimpft wurden, sollten einen Arzttermin für eine Auffrischungsimpfung vereinbaren. Das Land wird darüber hinaus sicherstellen, dass auch schwer erreichbare Personengruppen, die zum Beispiel über mobile Teams mit Johnson & Johnson geimpft wurden, ein Impfangebot mit einem mRNA-Impfstoff erhalten. Hierzu gehören beispielsweise wohnungslose Menschen.

Minister Laumann: „Es gibt immer noch Menschen, die sich trotz aller Bemühungen bisher noch zu gar keiner Coronaschutzimpfung entschieden haben. Ich betone es gerne erneut: Jeder, der sich impfen lässt, leistet einen Beitrag dazu, damit wir gut durch die kalte Jahreszeit kommen. Und gerade für die älteren Bevölkerungsgruppen gilt: Denken Sie auch an die Grippeschutzimpfung. Diese kann gleichzeitig mit der Coronaschutzimpfung verabreicht werden. Denn wir dürfen nicht vergessen: Auch die Influenza kann für Risikogruppen lebensgefährlich sein.“

Zum Hintergrund:

Die STIKO empfiehlt eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie für folgende Personen:

  • Personen im Alter von über 70 Jahren
  • Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen. Aufgrund des erhöhten Ausbruchs­potentials sind hier auch Bewohnerinnen und Bewohner und Betreute im Alter von unter 70 Jahren eingeschlossen.
  • Pflegepersonal und andere Tätige mit direktem Kontakt mit den zu Pflegenden in ambulanten, teil- oder vollstationären Einrichtungen der Pflege für alte Menschen oder für andere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere COVID-19-Krankheitsverläufe
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt
  • Personen mit einer Immundefizienz (ID)

Darüber hinaus soll die primäre Impfserie bei Personen, die mit dem COVID-19-Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, vier Wochen nach erfolgter Impfung mit einem mRNA-Impfstoff als weitere Dosis optimiert werden.

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Bischof Stephan Ackermann ruft zur Beteiligung an Wahl der Räte am 6. und 7. November im Bistum Trier auf

Region/Trier/Saarbrücken/Koblenz – „Mitreden!“ in den pastoralen Gremien im Bistum Trier. Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat die Katholikinnen und Katholiken im Bistum aufgerufen, ihr Mitbestimmungsrecht wahrzunehmen und am 6. und 7. November 2021 an der Wahl der pastoralen Gremien teilzunehmen. In Pfarreien, die sich zum 1. Januar 2022 zusammenschließen wollen, finden die ersten gemeinsamen Wahlen am 29. und 30. Januar 2022 statt. Wahlberechtigt sind insgesamt rund 1,1 Million Menschen im Bistum Trier.

„Bitte würdigen und unterstützen Sie das Engagement in den Räten, das für die weitere Entwicklung unserer Kirche unverzichtbar ist: Machen Sie – schon ab 16 Jahren – von Ihrem verbrieften Wahlrecht Gebrauch“, sagte Ackermann in einem am Sonntag, 17. Oktober, veröffentlichten Wahlaufruf, der in den Gottesdiensten verlesen wurde. Eine Kirche, die sich der Synodalität verpflichte, brauche Menschen, die in demokratisch gewählten Räten vor Ort die pastoralen und finanziellen Entscheidungen mitbestimmten, sagte der Bischof weiter.

Im Motto der Wahl „Mitreden! Der Zukunft eine Stimme geben“ spiegele sich ein Leitgedanke der Trierer Bistumssynode wider, die auf die Würde und Verantwortung aller Getauften setzt.

Ackermann dankte den hunderten von ehrenamtlichen Christinnen und Christen, die in den letzten Wochen mit einem großen zeitlichen Einsatz die Wahlen vorbereitet hätten. Sie und ein noch größerer Kreis von Kandidatinnen und Kandidaten hätten auch in diesem Jahr ihre Bereitschaft erklärt, Verantwortung für die weitere Entwicklung des christlichen Lebens in ihren Gemeinden und Pfarreiengemeinschaften zu übernehmen. „Jede und jeder einzelne von ihnen gibt bereits mit dieser Kandidatur ein individuelles und keineswegs selbstverständliches Glaubenszeugnis in die Mitte einer pluralen Gesellschaft hinein“, dankte Ackermann den Frauen und Männern.

In vielen von der Flutkatastrophe betroffenen Pfarreien können zunächst keine Wahlen stattfinden. Den betroffenen Menschen „gilt heute und für eine gewiss lange Zeit unsere besondere Aufmerksamkeit in geschwisterlicher Solidarität“, sagte der Bischof abschließend

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Neues E-Carsharing Projekt für den Landkreis Vulkaneifel gestartet

Daun – Der Landkreis Vulkaneifel, die Kreissparkasse Vulkaneifel sowie die EifelEnergiegenossenschaft (eegon eG) starten ein neues E-Carsharing-Projekt für die Vulkaneifel. Volker Pressel, Vorstand der EifelEnergiegenossenschaft, Landrätin Julia Gieseking sowie der Vorstand der Kreissparkasse Vulkaneifel, Dietmar Pitzen und Stephan Alt, stellten das Gemeinschaftsprojekt E-Carsharing zusammen mit dem Klimaschutzmanagement des Landkreises Vulkaneifel offiziell vor.

„Wir freuen uns, den Bürgern und Bürgerinnen ein zusätzliches Mobilitätsangebot machen zu können!“, betont Landrätin Julia Gieseking. „Außerdem leisten wir damit einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz“, ergänzt KSK-Vorstandsvorsitzender Dietmar Pitzen.

Landrätin Julia Gieseking bezeichnete den Ausbau der E-Mobilität-Infrastruktur und das damit verbundene E-Carsharing Angebot als wichtigen Schritt, die Klimaziele weiter voranzubringen und die Maßnahmen des Klimaschutzteilkonzepts „Nachhaltige Mobilität für den Landkreis Vulkaneifel“ umzusetzen. „Mit unserem E-Carsharing Angebot wollen wir die Bürger und Bürgerinnen ermuntern, spontan und flexibel neue Mobilitätswege auszuprobieren und sich mit dem E-Carsharing vertraut zu machen“, so die Landrätin.

„Wer sich einmal unter eegon/go zum Carsharing angemeldet hat, kann das E-Fahrzeug aufschließen, nutzen und laden“, informierte eegon Vorstand Volker Pressel. Carsharing sei auch im Vulkaneifelkreis eine echte Alternative für alle Menschen ohne eigenes Auto sowie für Touristen oder Einheimische, die einmal das Fahren eines E-Autos testen möchten. „Wir sind sehr froh, Partner wie die Kreisverwaltung Vulkaneifel und die Kreissparkasse Vulkaneifel gefunden zu haben“, betonte Volker Pressel.

Als Ankermieter nutzen Kreisverwaltung und Kreissparkasse Vulkaneifel das Elektroauto als Poolfahrzeug während der Öffnungs- und Beratungszeiten. Wochentags steht das Fahrzeug jedem interessierten Führerscheinbesitzer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 16:00 Uhr sowie montags und freitags ab 18:00 Uhr zur Verfügung. Am Wochenende kann das Elektrofahrzeug ganztags genutzt werden. Es handelt sich hierbei um ein stationengebundenes E-Carsharing, was bedeutet, dass das Auto an der Kreisverwaltung bzw. an der Kreissparkasse gemietet und abgestellt werden kann. Das Fahrzeug, ein Renault ZOE, eignet sich besonders gut für Kurz- und Mittelstrecken.

Pro gefahrene Kilometer zahlt der Nutzer einen Kilometerpreis von 35 Cent zuzüglich einer einmaligen Buchungsgebühr und einem Stundentarif. Im Tarif sind der Ladestrom, die Versicherung und weitere Punkte vollumfänglich abgegolten.

Im Rahmen der Kooperation kümmert sich eegon um die Bereitstellung und den Betrieb des Elektrofahrzeugs, die Kundenbetreuung, Verwaltung und Abrechnung. „Als Bürgerenergiegenossenschaft in der Region ist es unsere Aufgabe, Wohlbefinden zur Verfügung zu stellen und auch in Zukunftstechnologien zu investieren“, so eegon Vorstand Volker Pressel.

In diesem Zusammenhang machte Volker Pressel auf das Laden der Fahrzeuge aufmerksam: „Es ist wichtig, dass die Fahrzeuge Naturstrom aus erneuerbaren Energien laden. Dafür sorgen wir mit unseren Anlagen aus Wind und Photovoltaik.“ Nur so könne die Energiewende vorangebracht werden. Auch habe man mit den Parkplätzen an der Kreisverwaltung und vor der Hauptstelle der Kreissparkasse Vulkaneifel in Daun einen optimalen Standort für das
E-Carsharing gefunden.

Das Leihauto macht elektrisches Fahren für Jedermann umweltfreundlich möglich und leistet so nach Meinung der Initiatoren einen spürbaren Beitrag zur Weiterentwicklung der Elektromobilität und zum praktizierten Umweltschutz in der Region.

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Die Ausstellung „Der Regenwald im Einkaufswagen“ seit gestern Montag 18. Oktober in Aachen zu sehen

Aachen – Wenn Susanne Schwier, Beigeordnete der Stadt Aachen für Bildung, Kultur, Schule, Jugend und Sport, in den kommenden Monaten aus ihrem Büro tritt, steht sie mitten im Regenwald: „Ich bin begeistert, dass das hier wirklich ein Dschungel geworden ist“, sagt sie, während im Hintergrund Urwaldgeräusche im Flur des städtischen Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule in der Mozartstraße erschallen.

Der Urwald im Flur hat einen wichtigen und ernsten Hintergrund: In wie vielen Lebensmitteln und Konsumgütern unseres täglichen Lebens verbirgt sich eigentlich der Regenwald? Eine erstaunliche Antwort dazu liefert die Ausstellung „Der Regenwald im Einkaufswagen“, die seit dem gestrigen Montag, 18. Oktober, im Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen zu sehen ist. „Nachhaltigkeit fängt schon bei den ganz Kleinen an. Kinder sollen wissen: Egal, was die nutzen – einen Fußball, das Shampoo – es hat einen Einfluss auf die Natur“, so die Beigeordnete Schwier.

Die Ausstellung, in Kooperation mit der Tropenwaldstiftung „OroVerde“ aus Bonn, zeigt die globalen Folgen des heutigen Konsums. Themenschwerpunkte der Ausstellung spiegeln sich im pädagogischen Alltag der Kindertagesstätten, werden von den Mitarbeiter*innen reflektiert und in ihrer Arbeit aufgegriffen. Die Ausstellung läuft bis zum 7. Januar 2022 und kann von allen interessierten Bürger*innen während der Öffnungszeiten des Fachbereichs in der Mozartstraße 2-10 besucht werden.

Themen greifbar und erlebbar machen

Und damit Kinder bald schon ein Gespür dafür bekommen, soll das Themenfeld der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in allen städtischen KiTas implementiert werden. Dafür soll nicht nur die Ausstellung werben, sondern auch ein Fachtag am kommenden Freitag, 22. Oktober, für pädagogische Fachkräfte aus dem Elementarbereich. Dort werden konkrete Handlungsfelder aufgezeigt um das komplexe Thema greifbar, erlebbar zu machen und nachhaltig in den KiTas zu verankern.

In den städtischen Kindertagesstätten haben die pädagogischen Mitarbeiter*innen in ihrer Rolle als Lern- und Bildungsbegleitung die Aufgabe, die Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen immer stärker in den Mittelpunkt ihrer pädagogischen Arbeit zu stellen. Beate Traeger, Sachgebietsleiterin Pädagogik in der Abteilung KiTas und Tagespflege des Fachbereichs: „Es geht darum, in den KiTas eine Haltung zu entwickeln.“ Monika Kaspar, Leiterin der KiTa Brunssumstraße, die den Fachtag mit organisiert hat, ergänzt: „Es geht darum, den Blick zu schärfen.“ Helfen sollen dabei Vorträge wie „Was ist politisch gewollt?“ oder zur gesunden Ernährung in KiTas, in Verbindung mit ganz konkreten Workshops, bei denen Dinge ausprobiert werden können und dem direkten Austausch mit KiTa-Leitungen, die bereits in dem Themenfeld der nachhaltigen Entwicklung unterwegs sind. „Die KiTa ist ein wichtiger Lebensraum für die Kinder“, merkt Jürgen Strarkes, Leiter der KiTa Bergstraße an, der ebenfalls im Organisationsteam des Fachtags aktiv ist. Kinder seien heute bis zu 45 Stunden und fünf Jahre in der KiTa. Hier will man zukünftig ansetzen: „Wir wollen alle städtischen KiTas an den Start bringen“, ist Susanne Schwier wichtig.

Die Chancen stehen dafür gut: „Wir haben über 160 Anmeldungen, aus allen städtischen KiTas sind Kolleg*innen mit dabei“, freut sich Starkes über den großen Zuspruch. Außerdem wird der Fachtag im Internet gestreamt, so dass Pädagog*innen an ihrem Konzeptionstag die Vorträge online schauen können – und der Stream wird noch vier Monate online zu sehen sein. „Damit können wir eine vierstellige Zahl von Kolleg*innen erreichen“; rechnet Strakes aus. „Sie haben mit dem Thema ins Schwarze getroffen“, ist Beigeordnete Schwier überzeugt.

Fachtag: Noch Restplätze frei. Jetzt anmelden!

Für den Fachtag am Freitag, 22. Oktober, in der 4. Aachener Gesamtschule können sich Interessierte noch anmelden, es sind noch Restplätze frei. Der Tag richtet sich an pädagogisches Personal aus dem Elementarbereich. Anmeldung per Mail bitte an michaela.fenina@mail.aachen.de.

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„Die Not wird nicht geringer“ – Kirchenmobil ist regelmäßig in Bad Neuenahr-Ahrweiler unterwegs

Bad Neuenahr – Neben dem Verkaufswagen des Metzgers und vor der Rosenkranzkirche in Bad Neuenahr steht ein weißer Transporter. Die Markise ist ausgefahren, zwei Campingstühle stehen darunter und auf den Tischen stehen zwei volle Obstkörbe, den dritten hält gerade Christoph Storb in der Hand und geht auf eine ältere Dame zu: „Ich habe eine Stärkung für Sie“. Ein wenig unsicher greift die Frau zu einer Banane. „Einfach so?“, fragt sie. Ja, denn der Diakon aus dem Dekanat Völklingen und sein Team von „kirche:mobil!“ sind zwar von der katholischen Kirche, aber sie sind nicht hier, um Menschen im allgemeinen Verständnis zu missionieren. Sie haben ein offenes Ohr oder wünschen einfach einen guten Tag. 200 Passanten werden sie an diesem Tag so begegnen.

Oder sie helfen der älteren Dame weiter, die den Mosesparkplatz sucht. Eine junge Frau kommt gerade aus einer Arztpraxis mit einer Diagnose, die sie noch nicht richtig einzuordnen weiß. Martina Zimmer (Pastoralreferentin im Dekanat Losheim-Wandern), Hans-Josef Puch (Diakon mit Zivilberuf in der Pfarreiengemeinschaft Schweich) und eben Christoph Storb hören mitfühlend zu. Aus diesen kurzen Moment können sich durchaus längere Gespräche ergeben, wissen die Team-Mitglieder, die rund um Christoph Storb in wechselnder Besetzung dabei sind. „Es ist ganz anders als Seelsorge daheim“, sagt Storb. „Es ist drastischer und die Probleme existenzieller. Da gibt es die, die sich freuen, dass sie wieder Gas haben, aber dann haben sie keinen Installateur, der es einschließt.“ Das bedeutet im Umkehrschluss weiterhin kalt zu duschen.

„Viele ältere Menschen sind nach Bad Neuenahr-Ahrweiler gezogen, weil zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten fußläufig zu erreichen waren. Jetzt funktionieren Aufzüge nicht, Geschäfte sind geschlossen und überall hört man Baulärm – alles ist zerstört“, gibt Martina Zimmer einige Gesprächsthemen wieder. „Als Kirche haben wir die besondere Pflicht auf die Menschen zu achten, die nicht so hinterher kommen, die beispielsweise kein Internet oder Smartphone haben“, so Storb. „Und immer wieder ist die Flutnacht Thema“, ergänzt Martina Zimmer. „Wenn die Menschen etwas Zeit haben, dann kommen die schmerzlichen Erinnerungen hoch“, spricht Puch von seinen Erfahrungen während vergangener Einsätze im Ahrtal.

Das Engagement wird in den nächsten, kälteren Wochen fortgesetzt. „Die Not wird nicht geringer“, weiß Storb. Im wöchentlichen Wechsel ist das Mobil an der Rosenkranzkirche (das nächste Mal am Montag, 25. Oktober) oder am Bahnhof in Ahrweiler (Freitag, 5. November) zu finden. Informationen rund um die Arbeit des Bistums Trier angesichts der Flutkatastrophe sind unter t1p.de/hochwasser-hilfe zu finden.

Bei kirche:mobil! handelt es sich um ein Projekt der katholischen Kirche im Dekanat Völklingen, das finanziell durch das Bistum Trier und die Bischof-Stein-Stiftung gefördert wird. Im Saarland steht das Mobil seit Anfang 2020 unter anderem auf Wochenmärkten oder an Spielplätzen. Es ist ausgestattet mit einer Kaffeemaschine, gemütlichen Sitzmöbeln und auch Spielen sowie Impulsen. Bei den Einsätzen an der Ahr gibt es zusätzlich noch Informationskärtchen mit Angeboten der katholischen und evangelischen Kirche sowie Impulse.

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RLP Innenminister Roger Lewentz zu Besuch in Mayen

Mayen – In diesen Tagen besuchte Innenminister Roger Lewentz die Eifelstadt Mayen und informierte sich persönlich über die Generalsanierung der Genovevaburg. Oberbürgermeister Dirk Meid erläuterte dem Innenminister – im Beisein der zuständigen Fachbereichsleiter Uwe Hoffmann und Andreas Seiler – bei einem Rundgang durch die Burg das umfangreiche Sanierungsprojekt mit einem Kostenvolumen von rund 13,5 Mio. Euro.

Seitens des Bundes liegt bereits eine Förderzusage i.H.v. 50 % der geplanten Kosten vor. Das Land Rheinland-Pfalz hat derzeit ebenfalls eine Förderung i.H.v. 2 Mio. Euro avisiert. Eine weitergehende Unterstützung des Landes bei der Durchführung der Maßnahme wird zu gegebener Zeit geprüft.

Die im Vorfeld mit den Zuschussgebern abgestimmte Europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen konnte zwischenzeitlich zum Abschluss gebracht und hieraus resultierend die Aufträge an das Architektenbüro BERDI, Bernkastel-Kues und das Fachingenieurbüro IFH in Mayen erteilt werden, die ihre Arbeit aufgenommen haben.

„Ich bin sehr dankbar über die Unterstützung von Bund und Land, ohne die wir die dringend notwendige Sanierung unseres Wahrzeichens nicht realisieren könnten“, erklärte Oberbürgermeister Dirk Meid.

Doch nicht nur die Generalsanierung der Genovevaburg war Thema des Besuches. Seine Zeit in Mayen nutze Lewentz auch um sich über weitere wichtige Mayener Themen auf den aktuellen Stand zu bringen. Stellvertretend sei hier die Stadtsanierung im Rahmen der „Lebendigen Zentren“, angeführt, in der das Land die Stadt Mayen bereits seit 2012 finanziell unterstützt.