Ab dem 10. November gilt in der Paracelsus Klinik Bad Ems ein kompletter Besucherstopp. Foto: Paracelsus Klinik
Region/Bad Ems – Ab Mittwoch, dem 10. November gilt in der Paracelsus Klinik Bad Ems ein kompletter Besucherstopp. Damit reagiert die Klinikleitung auf die steigenden Corona-Fallzahlen in der Region. Das Besuchsverbot dient dem Schutz der Patienten und Mitarbeitenden.
„Wir bitten die Bevölkerung, insbesondere die Angehörigen und Besucher, um Verständnis für diese Maßnahme“, so Anne Schröer, Klinikmanagerin Paracelsus Klinik Bad Ems. „Um weiterhin eine bestmögliche Krankenversorgung für die Region und alle Menschen mit gesundheitlichen Problemen anbieten zu können, müssen wir unsere Mitarbeitenden und unsere Patientinnen und Patienten so gut wie möglich schützen“, erklärt die Klinikmanagerin weiter.
Die Regelung beschränkt ausschließlich Besuche in der Klinik. Personen, die eine ambulante Praxis des Medizinische Versorgungszentrums wegen einer Untersuchung oder eines Arztgespräches aufsuchen möchten, können und sollten dies auch weiterhin tun.
Düren – Die Desinfektion des Trinkwassers in Linnich wird am Mittwoch, 10. November, eingestellt. Dies hat das Gesundheitsamt des Kreises Düren in Absprache mit der Gelsenwasser AG festgelegt.
Erfahrungsgemäß wird sich der Chlorgeruch erst in den Folgetagen allmählich verflüchtigen, so dass empfindliche Personen übergangsweise noch einen Chlorgeruch bemerken können. Das Trinkwasser ist jedoch für alle Anwendungsbereiche im Haushalt geeignet, auch zum Trinken.
Seit dem 17. Oktober wird das Trinkwasser in Linnich (gesamtes Stadtgebiet mit allen Ortsteilen) und Titz-Hompesch (Boslarer Straße und Malefinkbachstraße) aufgrund mikrobiologischer Befunde mit Chlor desinfiziert. Die in der ersten Woche geltende Abkochempfehlung für immungeschwächte Personen wurde zwischenzeitlich aufgehoben.
Der Trinkwasser-Behälter konnte als Ursache für die Grenzwertüberschreitungen im Versorgungsgebiet ausgemacht werden. Er wurde gespült, abschnittsweise gereinigt und ist wieder in Betrieb. Die bakteriologische Belastung des Trinkwassers im Versorgungsgebiet konnte mit diesen Maßnahmen beseitigt werden. Die Desinfektion wurde vorsorglich noch einige Tage aufrechterhalten. Bei den engmaschigen bakteriologischen Untersuchungen und im Trinkwasser-Behälter gibt es seit einiger Zeit keine Beeinträchtigungen mehr. Behälter und Trinkwassernetz werden auch weiterhin engmaschig überwacht.
Bei Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger an das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Düren wenden: Tel.: 02421/221053244.
Gesundheits - und Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. Foto: Land NRW/R. Sondermann
Region/Düsseldorf – NRW Minister Laumann: Ergänzende Impfmöglichkeiten bringen weiteren Schwung in die Impfkampagne. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit: Um die Geschwindigkeit in der Durchführung der Auffrischungsimpfungen zu erhöhen und damit schnellstmöglich der Infektionsdynamik entgegenzuwirken, sollen in den Kreisen und kreisfreien Städten weitere mobile Impfungen sowie zusätzliche Impfstellen geschaffen werden – ergänzend zu den Impfungen der niedergelassenen Ärzteschaft. Dies hat das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium den Kreisen und kreisfreien Städten per Erlass mitgeteilt. Diese ergänzenden Impfangebote können sowohl für Erst- und Zweitimpfungen als auch für Auffrischungsimpfungen aufgesucht werden. Die Kreise und kreisfreien Städte sollen bei der Ausgestaltung ihrer Angebote sicherstellen, dass eine ausreichende lokale Verteilung gewährleistet ist, um möglichst wohnortnahe Impfangebote in den Städten und Gemeinden zu unterbreiten.
„Für die kommenden Monate ist der Impffortschritt von zentraler Bedeutung. Hier müssen wir weiter an Geschwindigkeit zulegen. Die Voraussetzung dafür schaffen wir jetzt: Mit den ergänzenden Impfmöglichkeiten bringen wir weiteren Schwung in die Impfkampagne. Die niedergelassene Ärzteschaft macht einen guten Job. Gemeinsam schaffen wir aber mehr. Mit den zusätzlichen Impfstellen errichten wir beispielsweise deshalb gemeinsam mit den Kreisen und Städten zusätzliche niedrigschwellige und flächendeckende Anlaufstellen, bei denen die Bürgerinnen und Bürger sich impfen lassen können”, betont Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.
Die bei den Kreisen und Städten verorteten Koordinierenden COVID–Impfeinheiten (KoCI) organisieren in eigener Verantwortung die Arbeit der Impfstellen, die jede Gemeinde erreichen soll. Die Impfstellen werden sowohl von ihrer Anzahl als auch von ihrem zeitlichen Umfang (Öffnungszeiten) flexibel auf die lokale Nachfrage nach Impfungen reagieren können. Orte zur Einrichtung von Impfstellen können zum Beispiel Turnhallen, Gemeindezentren oder leerstehende Ladenlokale sein. Es obliegt den Kreisen und Städten, ob sie bei Bedarf für die Inanspruchnahme der Impfangebote in den Impfstellen Terminvereinbarungssysteme einsetzen. Die Kosten für diese Systeme zur Zugangssteuerung zu den neuen Impfangeboten können mit dem Land abgerechnet werden. Ebenso werden die weiteren Kosten für die stationären Impfangebote durch den Bund und das Land getragen.
Das ärztliche Personal für die Impfzentren wird durch die Kassenärztlichen Vereinigungen gestellt. Für die Organisation des übrigen Personals (zum Beispiel medizinische Fachangestellte zur Unterstützung der Impfungen oder Hilfsorganisation zur Administration) sind die Kreise und Städte verantwortlich.
Die Öffentlichkeit soll über die Impfangebote vor Ort insbesondere über die kommunalen Medienkanäle informiert werden. Auch über die Website des Ministeriums sind entsprechende Informationen eingestellt: https://www.mags.nrw/coronavirus-schutzimpfung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt aktuell folgenden Personengruppen eine Auffrischungsimpfung:
Personen ab 70 Jahren,
Personen mit Immundefizienz,
Pflegepersonal und andere Tätige mit direktem Kontakt mit den zu Pflegenden in ambulanten, teil- oder vollstationären Einrichtungen der Pflege für (i) alte Menschen oder (ii) für andere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere COVID-19-Krankheitsverläufe,
Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt sowie
Personen mit einer mindestens vier Wochen zurückliegenden Impfung des Impfstoffs der Firma Johnson & Johnson.
Grundsätzlich können im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten aber allen Personen Auffrischungsimpfungen angeboten werden, die diese nach Ablauf von sechs Monaten nach Abschluss der ersten Impfserie wünschen.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Denken Sie an Ihre Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus. Die Wirksamkeit der Coronaschutzimpfung lässt nach jetzigem Wissensstand etwa ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung nach. Nutzen Sie also die Impfmöglichkeiten bei Ihrem Hausarzt oder lassen Sie sich bei den mobilen Impfungen oder den Impfstellen impfen, damit Sie mit dem bestmöglichen Impfschutz durch den Winter gehen können“.
Region – Im ruhenden Verkehr wird es ab heute, 09.11.2021 merkliche Erhöhungen geben. Insbesondere das widerrechtliche Parken auf Schwerbehindertenparkplätzen oder das Parken auf Gehwegen wird teurer. Nachdem am 28.04.2020 die StVO-Novelle in Kraft getreten war, deren Teilnichtigkeit die Anwendung des neuen Bußgeldkataloges zunächst unmöglich machte, wurde am 08.10.2021 im Bundesrat erneut über die Änderung entschieden.
Wo bislang Strafen in Höhe von 35,00 € für Schwerbehindertenparkplätze oder das Gehweg Parken mit 20,00 € geahndet wurden, sind künftig Bußgelder in Höhe von 55,00 € im bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog festgehalten. Behinderndes Parken auf Gehwegen zieht neben einem Bußgeld von 70,00 € sogar einen „Punkt in Flensburg“ mit sich.
Es zeigt sich auch deutlich die Förderung des Radverkehrs. Hier werden Bußgelder für Parken auf Radwegen von bis zu 70,00 € fällig, die ebenfalls einen Punkt ins Fahreignungsregister mit sich bringen.
Ebenfalls sollen die Parkflächen zum Laden und damit freien Parken für Elektrofahrzeuge entsprechend geschützt werden. Wo ein Verwarngeld von 10,00 € in der Vergangenheit eher einen „günstigen Parkplatz“ für Nichtberechtigte bot, greift man nun auch hier mit einem Bußgeld von 55,00 € tiefer in die Tasche.
Auch für diejenigen, die bislang in parkscheinpflichtigen Bereichen auf einen Parkschein verzichtet und stattdessen ein mögliches Bußgeld in Kauf genommen haben, wurden die Sanktionen erhöht: Für das Parken ohne Parkschein drohen künftig 20 Euro und damit doppelt so viel wie bisher. Dieser Betrag droht auch bei einer Überschreitung der Höchstparkdauer von bis zu 30 Minuten. Die Kosten für längere Überschreitungen der Parkdauer betragen bis zu 40 Euro.
Zu diesem besonderen Dienstjubiläum gratulierten ihr Bürgermeister Albert Jung (Zweiter von links), Direktorin Doris Linden vom Amtsgericht in Cochem (links) und Schiedsmann Arne Dybionka (rechts) in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der Bezirksvereinigung Koblenz im BDS - Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen. Foto: Verbandsgemeinde Kaisersesch
Kaisersesch – Schiedsfrau Gertrud Lorberger feiert besonderes Jubiläum. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde Schiedsfrau Gertrud Lorberger am 2. November 2021 für ihre 50-jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst geehrt. Zu diesem besonderen Dienstjubiläum gratulierten ihr Bürgermeister Albert Jung, Direktorin Doris Linden vom Amtsgericht in Cochem und Schiedsmann Arne Dybionka in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der Bezirksvereinigung Koblenz im BDS – Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen.
Gertrud Lorberger war vom 2. November 1971 bis Januar 2013 beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel (DLR), früher Kulturamt Mayen, angestellt. Zusätzlich zu ihrer beruflichen Laufbahn kamen noch eine ganze Reihe von weiteren ehrenamtlichen Engagements. Unter anderem war sie Schöffin am Landgericht in Koblenz und von 1989 bis 2009 Mitglied im Gemeinderat von Masburg. Seit 2009 ist sie auch als Betreuerin aktiv. Noch während ihrer Tätigkeit beim DLR wurde sie am 26. Juni 2012 als erste Schiedsfrau im Schiedsbezirk Cochem-Zell für den Schiedsamtsbezirk Kaisersesch I (Düngenheim, Eppenberg, Hauroth, Kalenborn, Masburg, Müllenbach, Laubach-Leienkaul und Urmersbach) ernannt. Das Amt als Schiedsfrau übt sie bis heute aus und erreicht somit das 50-jährige Dienstjubiläum.
Direktorin Doris Linden dankte Gertrud Lorberger ganz herzlich für ihre Arbeit im Dienst der Allgemeinheit als Beschäftigte des DLR sowie für die verantwortungsvolle Ausübung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Schiedsfrau. Sie überreichte ihr neben einer Dankurkunde der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer auch ein Dankschreiben von Justizstaatssekretär Dr. Matthias Frey sowie einen Blumenstrauß und wünschte ihr alles Gute für die Zukunft. Dem Dank und den Wünschen schlossen sich Bürgermeister Albert Jung und Schiedsmann Arne Dybionka an und übergaben jeweils ein kleines Geschenk.
Hintergrundinformationen zum Schiedsamt | Nicht jeder Streit muss vor Gericht:
Sehr häufig werden bei Streitigkeiten in Bagatellsachen die Gerichte angerufen, ohne dass die in Streit geratenen Parteien vorher den Versuch einer Streitschlichtung unternommen haben. Am Ende eines solchen Verfahrens steht neben dem erstrittenen Recht in vielen Fällen eine gescheiterte nachbarschaftliche Beziehung.
Hier bietet die Schiedsamtsordnung des Landes Rheinland-Pfalz die Möglichkeit der außergerichtlichen Streitschlichtung durch eine Schiedsfrau oder einen Schiedsmann. Die in Streit geratenen Parteien können einen Antrag auf Schlichtung unter Schilderung des streitigen Sachverhaltes und Formulierung des Schlichtungsbegehrens bei der örtlich zuständigen Schiedsperson stellen.
In Rheinland-Pfalz gibt es rund 500 Schiedspersonen und Stellvertreter*innen, die ehrenamtlich die ihnen übertragenen Aufgaben der außergerichtlichen Streitschlichtung wahrnehmen. Die Schiedsfrauen und Schiedsmänner erbringen einen äußerst wichtigen ehrenamtlichen Dienst für das Gemeinwesen. Sie entlasten hierbei die Gerichtsbarkeit und stellen zwischen den streitenden Bürger*innen des Landes einen wirklich dauerhaften und dabei auch noch kostengünstigen Rechtsfrieden her.
Weitere Informationen finden Sie online unter www.cochem-zell-online.de unter dem Schlagwort Schiedsamt.
Probefahrt auf der Ahrtalbahn nach dem Wiederaufbau der Gleise bei Heimersheim. Foto: DB AG / Dominic Dupont
Ahrtal – Stark zerstörte Strecke Remagen–Ahrweiler ab 08. November freigegeben. Rund 4.200 Tonnen Kies sowie 7.800 Tonnen Schotter neu verbaut. Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten laufen weiter auf Hochtouren. Rund vier Monate nach der verheerenden Flutkatastrophe sind Teile des Ahrtals wieder an den Bahnverkehr angeschlossen. Der erste Streckenabschnitt der stark zerstörten Ahrtalbahn ist seit heute in Betrieb.
Zwei Mal pro Stunde und Richtung fahren die Züge wieder zwischen Remagen und Ahrweiler. Die Wassermassen hatten die über 110 Jahre alte Ahrtalbahn auf vielen Streckenabschnitten geradezu weggeschwemmt. Besonders betroffen war unter anderem Heimersheim: Hier trug das Wasser den kompletten Bahnsteig davon, zerstörte den Bahndamm auf 1,5 Kilometer Länge und riss mehr als 1,2 Kilometer Gleise aus ihrer Lage. Für den Wiederaufbau der zerstörten Gleise mussten die Fachkräfte der Deutschen Bahn (DB) und Spezialfirmen Tonnen angeschwemmten Schuttes entfernen. Anschließend haben sie Gleise, Bahndämme und Technik repariert und teilweise neu gebaut.
Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der DB: „Die Züge sind zurück im Ahrtal – und damit ein weiteres Stück Normalität für die Menschen hier in der Region. Der Wiederaufbau war ein echter Kraftakt. Unermüdlich haben unsere Mitarbeitenden gemeinsam mit den Fachkräften der Bauunternehmen daran gearbeitet, die zerstörten Bahnanlagen zu reparieren und wiederaufzubauen. Mit diesem Engagement und der hervorragenden Zusammenarbeit konnten wir die Arbeiten vier Wochen früher abschließen als ursprünglich gedacht. Dafür bin ich allen Beteiligten besonders dankbar. Auch für die restlichen Streckenabschnitte wollen wir Tempo machen: Überall in den von der Flut getroffenen Gebieten sollen die Menschen so schnell wie möglich wieder Bahnfahren können.“
Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Schritt für Schritt, Strecke für Strecke, Hoffnung und Signal zugleich. Ab Montag ist Ahrweiler wieder etwas besser angebunden. Ab nächsten Monat geht dann auch die Strecke nach Walporzheim wieder in Betrieb. Angesichts der Schwere der Schäden kommen wir gut voran. Wir werden zwar noch längere Zeit mit den Langfristfolgen dieser Flutkatastrophe zu kämpfen haben, aber ich versichere Ihnen, dass wir in unserem Engagement beim Wiederaufbau der Infrastruktur nicht nachlassen werden. Die notwendigen Gelder stehen bereit, die Arbeiten laufen mit Hochdruck. Ich danke allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz.“
Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz: „Heute ist ein wichtiger Tag für das Ahrtal, der zeigt, dass wir bei der Mammutaufgabe des Wiederaufbaus mit sichtbaren Schritten vorankommen. Für die Menschen bringt er große Erleichterungen in ihrem Alltag, denn sie können nun im rheinnahen Streckenabschnitt wieder jeden Tag gut mit der Bahn unterwegs sein. Mein Dank gilt der Deutschen Bahn AG und allen Beteiligten, die diesen Streckenabschnitt in Rekordzeit wiederhergestellt haben. Die Landesregierung steht weiterhin an ihrer Seite, damit die Reaktivierung auch der restlichen Strecke schnell vorangeht. Unser gemeinsames Ziel ist ein zügiger und gleichzeitig nachhaltiger Wiederaufbau des Ahrtals. Dafür setzt sich die Landesregierung mit höchster Priorität und unter breiter Einbindung von Unternehmen, Verbänden, Kommunen und der Bürger und Bürgerinnen in der Region ein.“
Der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL zeigt sich erleichtert: „Dass die Strecke der Ahrtalbahn von Remagen bis nach Ahrweiler in so kurzer Zeit wieder instand gesetzt wurde, ist angesichts der Zerstörung ein kleines Wunder. Mein großer Dank gilt allen, die diese Herausforderung angenommen und gemeistert haben. Für die Menschen im Ahrtal ist das ein großartiges Signal und ein Zeichen dafür, dass der Wiederaufbau Stück für Stück vorangeht. Das lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken.“
Für die Instandsetzung des Streckenabschnitts zwischen Remagen und Ahrweiler hat die DB insgesamt 4.200 Tonnen Kies sowie 7.800 Tonnen Schotter verbaut. Zudem mussten fünf Kilometer Kabel, ein Kilometer Schiene, 1.500 Schwellen sowie zwei Bahnübergänge erneuert werden. Zunächst fahren die Züge allerdings nur auf einem Gleis – die Reparatur des zweiten Gleises wird noch weitere Zeit in Anspruch nehmen. Zudem muss der Haltepunkt Heimersheim zunächst noch entfallen.
Ab dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird der nächste Streckenabschnitt der Ahrtalbahn in Betrieb gehen: Dann nimmt die DB auch wieder den Verkehr zwischen Ahrweiler und Walporzheim auf.
Die Arbeiten auf der restlichen Ahrtalbahn zwischen Walporzheim und Ahrbrück werden noch deutlich länger andauern. Hier sind die Schäden besonders schwerwiegend: Unter anderem muss die DB acht Brücken und nahezu alle Stützbauwerke ersetzen und neue Schienen verlegen. Hinzu kommt die Instandsetzung von sieben Bahnübergängen und der zerstörten Stellwerke in Dernau und Kreuzberg. Das im Bau befindliche elektronische Stellwerk der Ahrtalbahn wird von Grund auf neu konzipiert. Parallel laufen erste Planungen für die Rundum-Erneuerung der Eisenbahninfrastruktur und eine mögliche Elektrifizierung. Konkrete Prognosen zur Wiederinbetriebnahme sind hier ebenso wie für die Strecken Euskirchen–Bad Münstereifel (Erfttalbahn) sowie Rheinbach–Euskirchen (Teilstrecke der Voreifelbahn) derzeit noch nicht möglich.
NRW Familienminister Joachim Stamp. Foto: Land NRW / R. Sondermann
Region/Düsseldorf – Familienminister Stamp: Informationen, Leistungen und Angebote für (werdende) Familien – zentral gebündelt und leicht verständlich. Das Familienministerium Nordrhein-Westfalen hat ein neues Familienportal gestartet. Das Portal soll erste Anlaufstelle für Familien und werdende Familien in Nordrhein-Westfalen sein und ihnen in unterschiedlichsten Lebenslagen einen einfachen und schnellen Zugang zu kind- und familienbezogenen Leistungen und Angeboten sowie weiterführenden Informationen bieten.
Familienminister Joachim Stamp: „Wir möchten, dass familienpolitische Leistungen und Angebote die Familien in Nordrhein-Westfalen auch erreichen. Die große Vielfalt der verschiedenen Familienleistungen führt aber mitunter dazu, dass manche Leistungen aufgrund fehlender oder unübersichtlicher Information die Menschen gar nicht erreichen. Die Digitalisierung der Verwaltung bietet die große Chance, Informationen zu Leistungen und Zugänge zu digitalen Anträgen zu bündeln und Familien von Bürokratie und unnötigen Behördengängen zu entlasten.“
Das neue Familienportal.NRW bietet Hilfestellungen zu Fragen rund um das Elternsein und das Aufwachsen von Kindern. Es macht neben umfassenden Informationen viele digitalisierte Leistungen und elektronische Antragsformulare der öffentlichen Verwaltung online zugänglich.
Das Familienportal.NRW berücksichtigt dabei verschiedene Lebenslagen und die Vielfalt von Familien. In der Startphase bündelt das Portal Informationen für werdende Eltern sowie Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 1 und von 10 bis 16 Jahren. Herzstück des Familienportals sind die Informationen zu bereits fertig entwickelten Online-Diensten und elektronischen Antragsformularen zu staatlichen Familienleistungen.
Staatssekretär Andreas Bothe: „Unser Ziel ist, das Angebot möglichst alltagsnah aufzubereiten. Das Serviceangebot reicht dabei von Checklisten zum Download und Tipps zum Familienleben über verständliche Darstellungen von rechtlichen Fragestellungen bis hin zu Ansprechpersonen und Kontaktadressen. Wir laden Familien in Nordrhein-Westfalen herzlich dazu ein, das Portal mit eigenen Wünschen und Vorschlägen mit zu gestalten.“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hierfür per Mail an familienportal@mkffi.nrw.de zu erreichen.
Schritt für Schritt wird das Angebot in den nächsten Monaten um neue Inhalte für weitere Altersstufen und Familienthemen sowie unterstützende Angebote wie Chatfunktionen, mehrsprachige Erläuterungen sowie lebenssituationsbedingte Austausch-Formate erweitert. Künftig werden sämtliche Familienleistungen gebündelt auf der Online-Plattform zu finden sein.
Das Familienportal ist am 8. November 2021 in der ersten Ausbaustufe an den Start gegangen. Hier geht es zum Familienportal.NRW.
Freuen sich über die Auszeichnung "Sterne des Sports" in Bronze: Michael Nisius, Bereichsleiter bei der Volksbank RheinAhrEifel eG; Monika Sauer, Präsidentin der Coblenzer Turngesellschaft und des Sportbundes Rheinland e.V.; Karin Hörsch, Coblenzer Turngesellschaft; Jürgen Jung, Direktor des Regionalmarktes KoblenzMittelrheinMosel der Volksbank RheinAhrEifel eG
Foto: Volksbank RheinAhrEifel eG
Region/Koblenz – Üblicherweise steht der Spitzensport im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Beim bundesweiten Wettbewerb „Sterne des Sports“ ist das anders: Mit dieser Auszeichnung würdigen die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) Vereine, die sich über das normale Breitensportangebot hinaus mit besonderen Angeboten nachhaltig engagieren und gesellschaftlich einbringen. Sieger auf örtlicher Ebene im Geschäftsgebiet der Volksbank RheinAhrEifel eG wurde die Coblenzer Turngesellschaft 1880 e. V. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.
Die Coblenzer Turngesellschaft konnte die Jury mit ihren umfassenden Aktivitäten in Zeiten der COVID-19-Pandemie überzeugen. Der Verein fand verschiedene Lösungen, um den Kontakt zu den Vereinsmitgliedern aufrecht zu erhalten. So wurde ein umfassendes digitales Bewegungsangebot entwickelt und in den bekannten Netzwerkstrukturen für die unterschiedlichsten Altersgruppen angeboten. Mit virtuellen Kontaktpunkten wurden Möglichkeiten geschaffen, die Verbindung zu den Vereinsmitgliedern nicht abreißen zu lassen und sich auszutauschen. Beispielsweise wurden Trainingseinheiten „zu Hause“ angeboten. „Der Verein hat sich mit einer Vielzahl an Aktivitäten gesellschaftlich engagiert und einen wertvollen Beitrag in der besonderen Corona-Zeit geleistet“, so Jürgen Jung, Direktor des Regionalmarktes KoblenzMittelrheinMosel der Volksbank RheinAhrEifel eG.
Den Platz zwei belegte der Turnverein Miesenheim mit seinem vielseitigen Angebot für Kinder und Jugendliche. Die Gruppe besteht aus 55 Mädchen und jungen Frauen im Alter zwischen 4 und 22 Jahren und startet im breitensportlichen Wettkampfbereich. Der Verein informiert und ermuntert seine Jugendlichen ab 15 Jahren, das Ehrenamt kennenzulernen. So erleben sie, wie viel Spaß die Gemeinschaft mit anderen Menschen macht. Der Verein kann sich über eine Zuwendung von 500 Euro freuen.
Über den dritten Platz und damit über 250 Euro für die Vereinskasse freut sich die SG DJK 1909 Andernach e.V. Manu‘s Taekwondo. Der Verein hat die Altersbegrenzung bei Wahlen und Entscheidungen aufgehoben, sodass auch Kinder in allen Vereinsbelangen voll stimmberechtigt sind.
Die großformatige und schwere Stele wird mit einem Baggerkran vorsichtig vom LKW vor das Rathaus gehoben. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich – Mit einer Feierstunde am Dienstag, 09. November, wird die Stele eingeweiht – WDR-Moderatorin Katia Franke wird in die Stille die Namen von 50 Todesopfern unter Zivilarbeitern und Kriegsgefangenen verlesen. Am frühen Morgen, noch leicht im Dämmern der Nacht, wird die 300 Kilogramm schwere, symbolstarke Stele aus Stahl an ihren Platz vor dem Rathaus gehoben. Sanft gleitet sie in ihre Position. Die Bauhof-Mitarbeiter sorgen nach dem Transport noch für einen sicheren Stand.
Die symbolstarke Stele ist bereits durch den städtischen Bauhof aufgestellt. Am Dienstag, 9. November, 18 Uhr, soll sie in einer Feierstunde mit Gästen und Bürgern eingeweiht werden. Sie ist gleichzeitig Zeugnis einer Erinnerung, die sich wandelt und wandeln muss, weil die Zeitzeugen der Gräueltaten aussterben und niemand mehr erzählen kann. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Fest verankert soll die Stele am Dienstag, 09. November, ab 18 Uhr, in einer würdevollen Feierstunde eingeweiht werden. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick lädt alle Bürgerinnen und Bürger auf den Rathausplatz ein, diesem für Mechernich, die Region und darüber hinaus einmaligen Moment mitzuerleben, der dem „Erinnert euch“ Raum, Beachtung und Zeugnis geben soll.
Wie wäre es, wenn die Welt ohne Vorurteile bunt sein dürfte, wenn alle Menschen akzeptiert würden, wie sie sind? Diese schöne Vorstellung wird von der Chor AG der Gesamtschule mit „Imagine“ (Stell‘ Dir vor) vertont. Ein Schüler, der als Flüchtling nach Mechernich kam, hat ein Gedicht verfasst zur „Verfolgung“ nachdem er sie am eigenen Leibe erfahren hat müssen.
Gefühlvolle Violinenmusik
Die WDR-Moderatorin Katia Franke wird die meiste Stille verströmen, wenn sie die Namen von 50 Todesopfern unter den Zivilarbeitern und Kriegsgefangenen verlesen wird. Gefühlvolle Musik werden Nicole Besse und Johanna Stein mit Violine und Violoncello beitragen. Sie spielen Werke von Federigo Fiorillo und Walther Aeschbacher.
Es ist an der Zeit“, sagt Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der sich an der Seite von Franz-Albert Heinen von Beginn an für das Gedenken eingesetzt und stark gemacht hat. Der Buchautor und Journalist hatte zunächst den Stein für eine Erinnerungsstätte in der ehemaligen Bergbaustadt ins Rollen gebracht. Der Bürgermeister wird die Veranstaltung eröffnen, Franz-Albert Heinen bewegende Fakten darlegen.
Hans-Peter Schick weiß als Bürgermeister der Stadt aus der Historie und Erzählungen von Zeitzeugen: „Auch in Mechernich hat es eine große Masse gegeben, die mindestens zugeguckt hat. Nur wenige Mitbürger haben sich gewehrt, darunter der Mechernicher Bäckermeister Andreas Girkens, der seine Courage mit dem Leben bezahlen musste.“
Von der Nachkriegsgeneration, die von Gräueltaten noch berichten konnte, lebe heute kaum noch jemand. „Umso wichtiger werden solche Erinnerungsstätten wie bald in Mechernich, um zu warnen, nicht zu vergessen, damit sich so etwas nie mehr wiederholt. Erinnerung muss sich wandeln“, sagt Hans-Peter Schick.
Mechernich läutet diesen Wandel sichtbar ein. Die Erinnerungs-Stele ist das erste Denkmal weit und breit, das ausdrücklich der in der Region umgekommenen sowjetischen Kriegsgefangenen und der aus dem besetzten Polen und Osteuropa verschleppten zivilen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter gedenkt, aber auch sämtlicher andere Opfergruppen der Naziherrschaft.
Oberst i.G. Dr. Ferdi Akaltin und Oberbürgermeister Dirk Meid zur Einweihung einer neuen Himmelsliege am Fünfkantstein. Foto: Jacqueline Blang/ Stadt Mayen
Mayen – Stadt Mayen und Bundeswehr investieren Preisgeld der Auszeichnung „Preis Bundeswehr und Gesellschaft“ in Waldmobil. In den letzten Tagen trafen sich Oberst i.G. Dr. Ferdi Akaltin und Oberbürgermeister Dirk Meid zur Einweihung einer neuen Himmelsliege am Fünfkantstein. Die große Kastanie ist Treffpunkt für viele Waldbesucher: Wanderer, Familien mit Kindern und Hunden beim Spaziergang, SoldatInnen beim Marschieren, Reiter, Jogger und noch viele mehr sind regelmäßig anzutreffen. Die Himmelsliege stellt eine weitere Möglichkeit zur Erholung und Entspannung, aber auch für Kommunikation dar.
Finanziert wurde die Himmelsliege, die auf vielen Traumpfaden anzutreffen ist, aus dem Preisgeld der 2020 verliehenen Auszeichnung „Bundeswehr und Gesellschaft“. Sie soll ein weiteres sichtbares Zeichen der engen Freundschaft und Verbundenheit zwischen Bundeswehr und der Stadt Mayen setzen.
„Das Verhältnis der Bundeswehr zur Stadt Mayen zeigt exemplarisch, wie Bundeswehr und Gesellschaft zusammenwachsen können und sollten – als fester Bestandteil Ihrer Stadt sind die fast eintausend Staatsbürger in Uniform im Stadtteil Kürrenberg eben mehr als nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern integraler Bestandteil dieser liberalen und weltoffenen Stadt.“ so Oberst i.G. Dr. Ferdi Akaltin, Kommandeur Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr. Er bedankte sich bei Oberbürgermeister Dirk Meid für die gelebte Freundschaft zu ’seinen‘ Soldaten – den Soldaten der Stadt Mayen.
Zum Hintergrund: Im letzten Jahr hat die Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, den Preis „Bundeswehr und Gesellschaft 2020“ in der Kategorie Gebietskörperschaft an den Eifelstandort Mayen verliehen.
In der Begründung heißt es: „Der Eifelstandort Mayen ist beispielgebend für ein vorbildliches, aktiv gelebtes Miteinander zwischen Bundeswehr und Gesellschaft. Dieses spiegelt sich eindrucksvoll in zahlreichen offiziellen Veranstaltungen sowie im facettenreichen ehrenamtlichen Engagement der Mayener Bürgerinnen und Bürger sowie Soldatinnen und Soldaten und den zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wieder. Die Patenschaft zwischen der Stadt Mayen und dem Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr sowie mit dem Bundeswehr- Dienstleistungszentrum wird im besonderen Maße ihrer Definition gerecht, wonach Patenschaft „die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht“ bezeichnet.“
Der ehemalige Kommandeur der Mayener Einheit, Oberst i.G. Dr. Gruhl, und Oberbürgermeister a.D. Treis nahmen den Preis im letzten Jahr gemeinsam entgegen.
Auch die Verwendung des Preisgeldes sollte im Sinne der gelebten Partnerschaft und Fürsorge, dem Miteinander von BürgerInnen und SoldatInnen erfolgen. Im Mayener Stadtwald können sich ab sofort viele Menschen an den Himmelsliegen erfreuen. Auch die zweite Himmelsliege erhielt einen exponierten Standort: Sie lädt im Fernblick Schloss Bürresheim zum Verweilen und Erholen ein.
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