Kategorien
News

Planungen zur Steinbach-Talsperre

Euskirchen – Wie es an der Steinbachtalsperre weitergeht, ist für viele Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Frage. Auch die Stadtverwaltung Euskirchen ist darum bemüht, die Zukunft der Talsperre zu sichern. Dabei müssen Aspekte wie Hochwasserschutz, Naherholung sowie das Vorhalten von Lösch- und Brauchwasser unter einen Hut gebracht werden.

Nun gibt es erste Ideen, wie das gelingen könnte. Bürgermeister Sacha Reichelt und e-Regio-Geschäftsführer Markus Böhm möchten diese Pläne gerne mit den Euskirchener Bürgerinnen und Bürgern teilen. Angedacht ist es, dass in der Scharte, die aktuell den Damm unterbricht, ein neues Bauwerk eingesetzt wird. „Die Scharte führt nicht dazu, dass wir mehr Hochwasserschutz haben, sondern weniger“, erläutert Bürgermeister Reichelt. So sollen mehrere Ablässe Teil dieses Bauwerkes sein, die den Inhalt der Talsperre schnell regulieren können. Auf diesem Wege soll einerseits wieder Wasser angestaut werden und dem See seine bekannte Anmutung zurückgegeben werden. Andererseits soll es aber im Falle eines Starkregens möglich sein, den Spiegel der Talsperre schnell zu senken und somit das Staubecken zu großen Teilen als Retentionsfläche zu nutzen.

Zwischen dieser Idee und der Umsetzung in die Realität steht noch eine Menge Arbeit – nicht zuletzt muss geprüft werden, wie das Wasser abgelassen werden kann, ohne dass es zu Belastungen durch die Wassermengen kommt. „Wir möchten die Bevölkerung frühzeitig über die Ideen informieren, um falschen Informationen und Gerüchten vorzubeugen“, erklärt Bürgermeister Sacha Reichelt.

Aktuell werden noch die Bauarbeiten an der Scharte abgeschlossen. „Wir rechnen damit im ersten oder zweiten Quartal wieder eine geringe Wassermenge anstauen zu können“, so schätzt Geschäftsführer Markus Böhm den Fortgang der Arbeiten ein. Auch hier werde natürlich sehr genau darauf geachtet, dass nur so angestaut wird, dass keine Gefahr bestehe. Die Risiken werden für die gesamte Maßnahme sehr genau geprüft – so wurde auch ein Gutachten in Auftrag gegeben, das prüfen soll, was die Folgen eines Bruchs der Staumauer gewesen wären, damit sich hieraus zukünftige Maßnahmen im Bereich Hochwasserschutz ableiten lassen.

Kategorien
News

Die Expressbrücke von Satzvey

Mechernich-Satzvey – Die Brücke über den Veybach (L11) ist wieder für den Verkehr freigegeben – NRW-Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte, Straßen.NRW Direktorin Dr. Petra Beckefeld räumten mit Dr. Hans-Peter Schick, Klaus Voussem, Achim Blindert, Heike Waßenhoven und Marco Kaudel die Absperrbaken auf Seite. Der Verkehr rollt wieder durch Satzvey. Nach nur drei Monaten reiner Bauzeit konnte das Brückenbauwerk freigegeben werden.

Die Satzveyer Brücke wird für den Verkehr freigegeben. Die Absperrbaken räumen beiseite, v.r: Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Marco Kaudel, Klaus Voussem, Peter Hanf, Dr. Hendrik Schulte, Achim Blindert, Dr. Petra Beckefeld, Heike Waßenhoven. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die rot-weißen Absperrbaken räumten Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld auf Seite, gemeinsam mit Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, MdL Klaus Voussem und Achim Blindert, der Wiederaufbaukoordinator des Kreises Euskirchen, sowie die beiden Ortsbürgermeisterin Heike Waßenhoven (Satzvey) und Marco Kaudel (Lessenich). Aber auch Peter Hanf vom Aufsichtsrat der bauausführenden Firma Max Bögl half mit.

Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick betont, dass auch über den Schwerlastverkehr, der mit der neuen Brücke wieder durch Satzvey rollen wird, gesprochen werden muss, um für Bürgerinnen und Bürger die damit verbundenen Belastungen zu senken. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Danke, dass diese Maßnahme so flott umgesetzt wurde“, bedankt sich Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der sich für die Bürger freut, dass in Planung und Genehmigungsverfahren beim Landesbetrieb Straßenbau NRW und dem Land NRW ein „Schnellgang“ eingelegt worden ist. Mit der Brücke werde allerdings auch der Schwerlastverkehr in der engen Ortslage wieder zunehmen. „Da müssen wir gemeinsam gucken, wie man die Belastung für die Bürgerschaft minimieren kann“, sagte er in Richtung Schulte und Beckefeld gewandt.

Die Brücke wurde in Schnellbauweise errichtet. Die Bauweise des Bauwerks sei hochinnovativ, wie Peter Hanf betont. Deshalb auch schnell. Die Brücke besitze einen direkt befahrbaren Oberbau aus Betonfertigteilen. Durch den Einsatz einer höheren Betonfestigkeit sei die Brücke damit nicht nur langlebiger, sie komme sogar ohne zusätzlichen Asphaltaufbau aus.

Die Widerlager des Bauwerks sind mit Beton-Bohrpfählen in Tiefengründung hergestellt. Dadurch werde eine Unterspülung der Brückenfundamente zukünftig verhindert, so der Landesbetrieb Straßen.NRW. In der neuen Veybachbrücke wurden demnach 120 Kubikmeter Beton verbaut.

„Wenn plötzlich etwas fehlt“

Bei der Hochwasserkatastrophe zum 15. Juli war das in den 1930er Jahren errichte Brückenbauwerk zerstört worden. „Ein solches Unglück zeigt immer wieder, was es bedeutet, wenn uns plötzlich etwas fehlt“, stellt Schulte fest. In Satzvey haben sich Nachbarn nicht mehr erreichen können, Wege waren abgeschnitten und ein Dorf über Monate in zwei Teile geteilt.

„Die Jahrhundertkatastrophe hat auch die Behörden gezwungen, aus dem bürokratischen Alltag herauszubrechen und viele der sonst üblichen Hürden aus dem Weg zu räumen, um so schnell wie möglich wieder normale Lebensumstände zu schaffen“, so der Staatssekretär weiter. Die Lösung lieferte ein „Fünf-Punkte-Programm“: Ohne Ausschreibungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen, kein neues Planfeststellungsverfahren, vereinfachte Kampfmittelsondierung.

Insgesamt 220 Straßensperrungen habe es NRW-weit gegeben. Hendrik Schulte: „Davon sind 90 Prozent abgearbeitet und wieder freigegeben. Am Rest wird überall noch gearbeitet.“ Die Veybachbrücke sei eine von 15 Brücken in Nordrhein-Westfalen, die komplett zerstört und vollständig ersetzt werden mussten. „Zugegebenermaßen ist das hier eher eines der kleineren Bauwerke, aber das ist für den Nutzer völlig egal, wenn er von A nach B nicht rüberkommt….“

In Satzvey wurden rund 1,4 Millionen Euro investiert. Die Besonderheit ist, dass parallel zu den Arbeiten vor Ort, die Fertigteile im Werk gefertigt worden sind und damit Zeit gewonnen werden konnte. „Wir haben keine Behelfsbrücke, sondern eine Expressbrücke“, betonte Hendrik Schulte. Sie sei nach den gleichen Standards, Qualitäten und Richtlinien gebaut wie andere. „Wir gehen davon aus, dass die Brücke weitere 100 Jahre hält“, sagt Schulte. Gegenüber dem Vorgänger bietet das Bauwerk in jedem Fall einen breiteren Durchlass, sprich mehr Platz, für den Bach.

Straßen-NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld freut sich, dass „wir den Bürgerinnen und Bürgern diese vorweihnachtliche Überraschung bereiten konnten“. Voussem betont: im ländlichen Gebieten seien Straßen durchaus Lebensadern.

Kategorien
News

Deutsche Bahn und Land NRW verschönern Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen mit bunter Graffitikunst

Region/Düsseldorf – Moderne Streetart setzt einzigartige Akzente an 25 Bahnhöfen. Graffiti-Künstlerinnen und –künstler sowie Streetart-Kollektive haben im Auftrag der Deutschen Bahn (DB) und des Landes Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr insgesamt 25 Bahnhöfe mit moderner Wandkunst bemalt. Jetzt haben Ina Brandes, Verkehrsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, und Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land Nordrhein-Westfalen, ein erstes positives Fazit gezogen und sich persönlich am Bahnhof Dortmund-Hörde einen Eindruck verschafft.

„Wir wollen mehr Menschen überzeugen, mit der Bahn zu fahren“, so Ina Brandes, Verkehrsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen. „Dazu müssen unsere Bahnhöfe gute Orte sein. Deshalb haben wir mit der Deutschen Bahn dieses schöne Projekt ins Leben gerufen:

Mit professioneller Graffiti-Kunst werden Stationen und Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen bunter, lebendiger und attraktiver – das ist zum Beispiel an der S-Bahn-Station Dortmund-Hörde mit der Spray-Malerei der alten Anlage Phoenix-West exzellent gelungen. Das Motiv zeigt die Region und kommt bei Fahrgästen auf dem Weg zum Bahnsteig sicher gut an! Ich freue mich, dass 2022 noch weitere Bahnhöfe von Künstlerinnen und Künstlern verschönert werden.“

Seit Juni 2021 haben Künstlerinnen und Künstler die Bahnhöfe Schritt für Schritt bemalt. Jeder Bahnhof hat seine eigene „Handschrift“ erhalten. Insgesamt waren neun Künstlergruppen im Einsatz. Die Künstlerinnen und Künstler stammen überwiegend aus Nordrhein-Westfalen.

Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land Nordrhein-Westfalen: „Kleine Maßnahmen haben große Wirkungen. In bunten, gut beleuchteten Unterführungen fühlen sich Reisende deutlich wohler. Mit attraktiven Bahnhöfen wollen wir die Menschen vom System Schiene überzeugen. Damit setzen wir einen wichtigen Baustein für die Verkehrswende.“

Bei ihren Gestaltungen haben sich die Künstlerinnen und Künstler auf die Personenunterführungen konzentriert. Denn Kundenbefragungen zeigen: Kreativität mit bunten, hellen Wänden sorgt bei den Reisenden für ein deutlich besseres Bild vom Bahnhof – besonders, wenn sie einen Bezug zum Umfeld haben. So treffen Reisende am Gelsenkirchener Hauptbahnhof auf Tiger, Eisbären und Nashörner aus dem Gelsenkirchener Zoo. An einigen Bahnhöfen haben die Künstlerinnen und Künstler Züge und Symbole aus der Welt der Eisenbahn auf die Wände gemalt. An der Dortmunder S-Bahn-Station Hörde erinnert der Umriss des ehemaligen Hüttenwerks Phoenix-West an die Stahl-Ära im Ruhrgebiet.

Die Flächen waren je nach Bahnhof unterschiedlich groß: Das kleinste Kunstwerk (Dortmund-Möllerbrücke) hat eine Fläche von rund 70 Quadratmetern, das größte Gemälde mit rund 1.000 Quadratmetern ist kürzlich in Erftstadt fertig geworden. Insgesamt ist eine Fläche von mehr als einem Fußballfeld (7.200 Quadratmetern) bemalt worden.

In den vergangenen Jahren hat die DB einige Stationen in Nordrhein-Westfalen von professionellen Künstlerinnen und Künstlern gestalten lassen. Die Kunstwerke bieten auch einen gewissen Schutz vor Vandalen, denn erfahrungsgemäß respektieren Sprayer die Arbeit der Künstler und beschmieren sie nicht. Daher plant die Deutsche Bahn Graffitikunst auch an weiteren Bahnhöfen. Jetzt ist aufgrund von Kälte und Nässe aber zunächst Winterpause. Ab dem Frühjahr nehmen die Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeit wieder auf.

Finanzierung durch das Land Nordrhein-Westfalen

Die Mittel in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro stammen aus dem „Sonderprogramm kommunale Verkehrsinfrastruktur ÖPNV des Landes Nordrhein-Westfalen“. Mit einem Volumen von 50 Millionen Euro fördert die Landesregierung damit die kommunale Infrastruktur im öffentlichen Personennahverkehr. Das Geld gibt es unter anderem für die Modernisierung von Haltestellen, Instandhaltung von Bahnhöfen sowie für Beschleunigungsmaßnahmen im ÖPNV. Mit dem Programm hat das Land einen konjunkturellen Impuls für das Baugewerbe und Handwerk gesetzt.

Kategorien
News

Die alten Buchen schützen

Wershofen – Das Reinigungsunternehmen „Clean Excellence“ hat in der Eifel 2000 Quadratmeter Wald gepachtet – Erklärtes Ziel des Firmenchefs Michael Baggeler: „ Die Erde besser hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben“. Nachhaltigkeit und Innovation sind große Themen  bei der Firma „Clean Excellence GmbH“ mit Hauptsitz in Königswinter. Und dies gilt nicht nur für den vielfältigen Reinigungs-, Industrie- und Gesundheitsservice des Unternehmens, sondern auch für die Natur, die dem Firmengründer und Geschäftsführer der GmbH, Michael Baggeler, sehr am Herzen liegt.

Während einer dreistündigen Wanderung durch den Firmenwald bekamen die Clean-Beschäftigten von Mitarbeitern der Wohlleben-Waldakademie viele Informationen über Natur- und Klimaschutz. Foto: Bubenzer

Vor 33 Jahren gründete Baggeler die Firma mit der Philosophie, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen Freude an der Arbeit haben, und an dem die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den Wert ihrer Arbeit fühlen und Anerkennung erfahren.

„Wertschätzung von Menschen und Natur in einer lebenswerten Welt“, lautet die Vorstellung des „Clean“-Chefs, in dessen Unternehmen der schonende Umgang mit den Ressourcen im Vordergrund steht. Michael Baggeler: „Unser Ziel ist es, dazu beizutragen, unsere Erde etwas besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben“.

Um mit einem eigenen Beitrag diesem Ziel näher zu kommen und ein nachhaltiges Zeichen zu setzen, engagiert sich die Firma in der Gemeinde Wershofen in der Eifel bei einem Buchwald-Urwaldprojekt der Akademie des bekannten Försters und Autors Peter Wohlleben. Michael Baggeler hatte einen TV-Beitrag des fernsehbekannten Försters gesehen, der ihm bewusst machte, wie wichtig der Schutz und Erhalt der Wälder ist.

Baggeler handelte: Im Augst dieses Jahres pachtete er von der Gemeinde Wershofen einen 2000 Quadratmeter großen, alten Buchenwald für die kommenden 50 Jahre. In dieser Zeit soll dieses angepachtete Wildnisgebiet konsequent geschützt werden, indem die Gemeinde Wershofen 50 Jahre lang auf ihr Nutzungsrecht verzichtet.

Für Michael Baggeler ist der Schutz des Buchenwaldes besonders wichtig, weil gerade Buchen eine besondere Rolle im Klima- und Artenschutz spielen. Sie sind durch große Stabilität gekennzeichnet und  Schädigungen durch Sturm oder Feuer sind ihm fremd.

Alte Buchenwälder gelten als Regenwälder Europas, doch ist es um sie – ähnlich wie in den Tropen – schlecht bestellt. Buchenwälder mit einem Alter ab 180 Jahren haben heute in Deutschland nur noch einen Anteil von 0,16 Prozent der Landfläche, und selbst diese Restflächen werden weiter bewirtschaftet. In diesen bewirtschafteten Wäldern fehlt Totholz, das wichtiger Lebensraum für tausende von Insekten- und Pilzarten ist, weitgehend.

Alte Buchenbestände verschwinden auch deshalb immer mehr, weil selbst in Naturschutzgebieten weiter abgeholzt werden darf. Vom Abholzen wird der gepachtete 2000 Quadratmeter große Wald der Clean Excellence GmbH zumindest die nächsten 50 Jahre verschont. In dieser Zeit werden dagegen pro Quadratmeter mindestens 70 Kilogramm CO2 dauerhaft im Wald gespeichert, zudem werden weitere 50 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter Waldfläche gebunden.

Mit der reinen Information an die Belegschaft, dass die Firma Wald gepachtet hat, beließ es Michael Baggeler nicht, sondern er war bestrebt, seinem Personal das Thema nicht nur zu verinnerlichen, sondern es auch erlebbar und fühlbar zu machen.

Und so lag es nahe, dass der Betriebsausflug zu Wohllebens Waldakademie ging, wo Baggelers Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch den gepachteten Buchenwald geführt und während der fast dreistündigen Wanderung von einem Mitarbeiter der Akademie viele Informationen über Natur- und Klimaschutz bekamen.

Auch für das eigene Betriebsklima war die gemeinsame Waldwanderung, der sich eine Kuchentafel in der Akademie und später ein gemeinsames Essen anschloss, ein großer Gewinn. Baggelers Beispiel zeigt, wie man die Mitarbeiter/innen mit auf die Reise nehmen kann, ihnen Nachhaltigkeit näherbringt und auch noch etwas fürs Betriebsklima beitragen kann.

Michael Baggeler schaut schon voraus ins bevorstehende neue Jahr, in dem er das Projekt durch das Anpachten eines weiteren, 2000 Quadratmeter großen Buchenwaldes in Wershofen weiterwachsen lässt. Dann ist auch eine betriebliche Veranstaltung mit dem bekannten Förster Peter Wohlleben geplant. Dem umweltbewussten Firmenchef ist es sehr wichtig, fortlaufend das Bewusstsein seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine nachhaltige Zukunft zu schulen. (Reiner Züll)

Kategorien
News

Land RLP fördert Skills-Lab im Kreis Ahrweiler zur Sicherung der Pflegeausbildung mit 124.000 Euro

Ahrweiler/Mainz – Die Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 hat auch junge Menschen und Auszubildende im Landkreis Bad Neuenahr–Ahrweiler persönlich und beruflich schwer getroffen. Viele können praktische Teile der Pflegeausbildung aufgrund von zerstörten Ausbildungsorten wie ambulanten Pflegediensten nicht absolvieren und das theoretisch erlernte Wissen nicht in der Praxis anwenden und üben.

„Wir sehen uns in der Pflicht, den betroffenen Auszubildenden eine berufliche Perspektive zu bieten und wollen für die Menschen in der Region ein starkes Zeichen setzen. Ich freue mich deshalb sehr, dass das Land durch die Förderung eines Skills-Labs die Pflegeausbildung im Landkreis Bad Neuenahr–Ahrweiler sichert“, betonte Arbeits- und Sozialminister Alexander Schweitzer.

Damit die Ausbildung fortgesetzt werden kann, wurde ein Pflegeschulstandort am Krankenhaus der Marienhaus GmbH im Landkreis reaktiviert, das von der Flutkatastrophe verschont blieb. Für die praktische Ausbildung wird das Skills-Lab aus Mitteln der Landesregierung in Höhe von 124.000 Euro vollfinanziert.

Mit dem Skills-Lab-Konzept wird die Erkenntnis aufgegriffen, dass berufliches Handeln nicht nur erlernt werden kann, indem darüber gesprochen wird, sondern insbesondere durch eine praktische Umsetzung. Das Skills Lab enthält neben verschiedenen Pflegesimulationspuppen und der dazugehörigen Software auch die Möglichkeit, per Videoübertragung die praktische Ausbildung zu gestalten. Es bildet typische Tätigkeitsbereiche des Pflegeberufes ab und bietet die Möglichkeit, demonstrierte pflegerische und medizinische Tätigkeiten beobachtbar zu machen. Ziel ist es, den Theorie-Praxis-Transfer in den Ausbildungen des Gesundheitswesens zu unterstützen.

„Damit wird für die Pflegeauszubildenden die Möglichkeit geschaffen, einen lernzielorientierten und effektiven simulationsgestützten Unterricht durchzuführen“, sagte Schweitzer. Die momentane Situation habe erneut deutlich gemacht, welche enorme gesellschaftliche Bedeutung die Pflegeberufe haben. „Wir brauchen junge Menschen, die sich für einen Pflegeberuf entscheiden. Es ist ein erklärtes Ziel der Landesregierung, die Ausbildung in der Pflege zu sichern und zu stärken.“

Kategorien
News

Drei Kitas aus dem Bistum Trier unter den Top 10

Gillenfeld/Plaidt/Sulzbach – Gleich drei katholische Kitas aus dem Bistum Trier haben es unter die zehn Finalisten des Deutschen Kita-Preises geschafft: Die Familien-Kita Emmaus aus Gillenfeld in der Eifel, die Kita Pastor-Hein aus Sulzbach-Altenwald im Saarland und die Kita St. Willibrord in Plaidt nahe Andernach. Die Trägerinnen der Einrichtungen, die katholischen KiTa gGmbHs Trier, Koblenz und Saar leisten für ihre kleinen Schützlinge so gute Arbeit, dass sie die Experten und Expertinnen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) überzeugen und sich gegen deutschlandweit rund 1.200 Mitbewerber durchsetzen konnten. In drei Portraits werden die Kitas mit den sie auszeichnenden Profilen noch ausführlich auf unserer Homepage vorgestellt werden.

Wie geht es für die Teams nun weiter? Der nächste Auswahlschritt wäre normalerweise ein Besuch vor Ort durch die Experten-Teams der Kinder- und Jugendstiftung sowie der Internationalen Akademie Berlins. Da dies aufgrund des Pandemiegeschehens nicht stattfinden kann, werden die Kitas digital bei einem virtuellen Rundgang besucht. Über verschiedene Formate machen sich die Fachleute des Deutschen Kita-Preises auf diese Art dennoch ein umfängliches Bild: in einer gemeinsamen Gesprächsrunde mit Leitungskräften und dem pädagogischen Fachpersonal, einem Interview mit einer Ansprechperson des Trägers sowie einer Gesprächsrunde mit Eltern und Erziehungsberechtigten.

Die Ergebnisse der digitalen Erkundungen fließen schließlich in einen Bericht ein, auf dessen Grundlage die Jury des Deutschen Kita-Preises die fünf Preisträger für das Jahr 2022 auswählt.

Preisverleihung in Berlin im Mai

Eine Besonderheit stellt in diesem Jahr eine eigens konzipierte digitale Fortbildung zur Erhebung der Kinderperspektiven dar. Angeboten wird sie im Januar von der DKJS exklusiv für Fachkräfte aus den zehn Finalisten-Teams. Dann bleibt es spannend: Bei der Preisverleihung im Mai in Berlin werden die Gewinner bekannt gegeben. Die erstplatzierte Kita darf sich dann über ein Preisgeld von 25.000 Euro freuen, die zweit- bis fünftplatzierten jeweils über 10.000 Euro.

Der Deutsche Kita-Preis ist eine gemeinsame Initiative des Bundesfamilienministeriums und der DKJS in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Marke ELTERN, der Soziallotterie freiheit+ und dem Didacta-Verband. Die Auszeichnung setzt Impulse in der frühkindlichen Bildung und würdigt das Engagement der Menschen, die tagtäglich in Kitas zeigen, wie gute Qualität vor Ort gelingen kann. Weitere Informationen sind zu finden unter: www.deutscher-kita-preis.de.

Informationen zur Arbeit der drei katholischen Trägergesellschaften im Bistum Trier mit ihren knapp 500 Einrichtungen gibt es unter: www.kita-ggmbh-trier.de; www.kita-ggmbh-koblenz.de und www.kita-saar.de.

Kategorien
News

Gothaer spendet 30.000 Euro in Euskirchen

Euskirchen – Das Unwetter Bernd hat in Euskirchen und Umgebung im Juli 2021 Verwüstungen eines bis dato nicht vorstellbaren Ausmaßes angerichtet. Der Kölner Versicherer Gothaer hat für die von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen einen Hilfsfonds ins Leben gerufen, aus dem die Gothaer Bezirksdirektor Reiner Huthmacher zusammen mit Gothaer Allgemeine Vorstandschef Thomas Bischof jeweils 10.000 Euro für den Kindergarten in Kreuzweingarten, den Spielplatz in Schweinheim und die Möblierung der Innenstadt überreichte.

„In dieser Ausnahmesituation hat für die Gothaer die schnelle Hilfe für die Menschen in den betroffenen Regionen die oberste Priorität. Allein unsere Agentur hat in den ersten beiden Wochen 240 Schäden bei betroffenen Kundinnen und Kunden in der Region besichtigt und einen großen Teil bereits abschließend reguliert. Inzwischen sind wir bei über 400 Schäden, die wir seit mehr als 5 Monaten managen,“ erklärt Reiner Huthmacher, Inhaber der gleichnamigen Gothaer Bezirksdirektion mit Standorten in Euskirchen und Bornheim.

Um in den betroffenen Regionen auch über die Versicherungsleistungen für Gothaer Kundinnen und Kunden hinaus zu helfen, hatte das Unternehmen im Juli einen Hilfsfonds mit einem Volumen von zunächst 500.000 Euro ins Leben gerufen. Gefördert werden vor allem soziale Projekte oder solche, die zu einem nachhaltigen Wiederaufbau in den betroffenen Regionen beitragen.

Durch das Hochwasser wurden Spielgeräte in der Fußgängerzone, die gesamte Spielfläche des Spielplatzes Schweinheim sowie die Außenspielfläche des Kindergartens Kreuzweingarten unter Wasser gesetzt und vollständig zerstört. Zur schnellen Wiederbeschaffung von Spielgeräten sowie die Wiederherstellung der Spielfläche überreichte Thomas Bischof gemeinsam mit Bezirksdirektor Reiner Huthmacher dem Bürgermeister Sascha Reichelt Spenden von insgesamt 20.000 Euro sowie weitere 10.000 Euro an die Kindergartenleiterin Brigitte Bürger. „Gerade für die Kinder ist es enorm wichtig, möglichst schnell wieder mehr Normalität zu erleben“, betonte Huthmacher bei der Spendenübergabe. „Deshalb unterstützen wir die Stadt Euskirchen beim Wiederaufbau der Spielflächen.“

„Wir sind sehr dankbar für die Spenden,“ betonte Bürgermeister Sascha Reichelt bei der Spendenübergabe. „Das sind wirklich gute Projekte, damit wird besonders den Kindern bei uns sehr geholfen.“ Kindergartenleiterin Brigitte Bürger freute sich sehr über die unerwartete Spende: „So können die Kinder, wenn es wieder wärmer wird, wie gewohnt draussen spielen und toben.“

Kategorien
News

DFB spendet Materialpakete für flutgeschädigte Vereine in der Eifel

Region/Koblenz – Tolle Überraschung für rund 40 Vereine im Fußballverband Rheinland: Alle von der Flutkatastrophe Mitte Juli betroffenen Klubs haben bereits kurz vor Weihnachten ein ganz spezielles Paket erhalten bzw. werden es im Januar 2022 erhalten, zusammen- und bereitgestellt durch den Deutschen Fußball-Bund und überreicht durch Mitglieder des Präsidiums des Fußballverbandes Rheinland.

Der Inhalt der Pakete: (sehr) gut erhaltene Trainingskleidung aus dem Bestand der Nationalmannschaften. „Vieles ist bei der Flut kaputt gegangen. Da kommt uns solch eine Spende wie gerufen“, sagt Klaus Pallien, Vorsitzender der SG Sauertal Ralingen, des im Kreis Trier-Saarburg am schlimmsten von der Katastrophe betroffenen Vereins – dort überreichte der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses, Erich Schneider, zusammen mit dem Kreisvorsitzenden Hans-Peter Dellwing das Paket.

(von links) Udo Seifen (Beigeordneter der Verbandsgemeinde Adenau und 1. Vorsitzender der Oberahrtaler Sportfreunde), Bernd Backes (Oberahrtaler Sportfreunde) Dieter Sesterheim (Kreisvorsitzender Rhein/Ahr) Walter Desch (Präsident Fußballverband Rheinland), Dieter Hoffmann (SG Ahrtal), Udo Stratmann (1. Vorsitzender SC Dümpelfeld) und Gerd Stappen (1. Vorsitzender SV Insul). Foto: FVR

Vor Weihnachten wurden zudem je ein Paket durch FVR-Präsident Walter Desch und den Kreisvorsitzenden Dieter Sesterheim an die Oberahrtaler Sportfreunde und die SG Ahrtal (beide Kreis Rhein/Ahr) sowie durch Präsidiumsmitglied Karlheinz Doerschel und den Kreisvorsitzenden Walfried Hacken an den SV Waxweiler (Kreis Eifel) übergeben. „Ich freue mich sehr, dass sich der DFB für die von der Flut betroffenen Vereine auch auf diesem Weg engagiert“, sagt FVR-Präsident Walter Desch. „Neben den finanziellen Leistungen, die im Übrigen auch durch unsere Stiftung ‚Fußball hilft‘ ermöglicht werden, ist materielle Unterstützung natürlich ebenfalls willkommen, zumal die meisten Vereine und ihre Mitglieder durch die Flut vieles verloren haben.“

Kategorien
News

St. Elisabeth Krankenhaus Mayen freut sich über die 800. Geburt

Mayen – Zu Weihnachten gab es ein besonderes Geschenk im St. Elisabeth in Mayen. Mit Pauline meldet das Haus die 800. Geburt in 2021. Am Heiligabend um 5:30 Uhr erblickte das kleine Mädchen das Licht der Welt. Pauline war bei ihrer Geburt 3430 Gramm schwer und 53 Zentimeter groß. Die stolzen Eltern sind Katrin und Dennis Arens aus Cochem.

Schon das zweite Jahr in Folge wurde somit die „Schallmauer“ von 800 Geburten durchbrochen. Betreut werden die frischgebackenen Eltern in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Dazu stehen dem Team auch die Kinderärzte aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Haus rund um die Uhr zur Seite. Besondere Geburten im Jahr 2021 sind den Mitarbeitenden noch präsent. So zum Beispiel die 500. Geburt am 9. August oder der Tag des 18. Januar. „An diesem Tag hatten wir hier acht Geburten“, berichtet Chefarzt Dr. Senad Habibovic. „Das ist außergewöhnlich viel.“ Auch eine Zwillingsgeburt ist dem Team noch nachhaltig in Erinnerung. Die Eltern hatten sich gegen einen Kaiserschnitt entschieden. „Spontangeburten sind besonders bei Erstgebärenden mit Zwillingen eher selten. Doch die Eltern fühlten sich sehr gut aufgehoben bei uns und die Mutter bekam ihre Zwillinge auf natürlichem Weg“, freut sich die Leitende Hebamme Elvira Hoffmanns. Wenig Zeit für eine Entscheidung blieb bei einer Geburt im Auto. Das Kind kam mit Hilfe von Dr. Gottfried Steinle und Hebamme Ana Kae auf dem Parkplatz vor dem Krankenhaus zur Welt. Ein aufregendes Ereignis, auch für die erfahrenen Kollegen.

Dass die Geburtshilfe im St. Elisabeth sehr gefragt ist, beweisen die hohen Geburtenzahlen. Aber auch aus der Frauenheilkunde gibt es Nennenswertes zu berichten. „Hier ist das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum bereits bestens etabliert. Über 300 verschiedene Inkontinenz- und Senkungs-Eingriffe haben wir in 2021 durchgeführt“, so Dr. Senad Habibovic. Das Zentrum bietet also auch nach der Schwangerschaft und bei weiteren vielfältigen Fragestellungen eine wichtige Anlaufstelle für betroffene Frauen. Abschließend sagt der Chefarzt: „Es ist unser Ziel, die Eltern vor, während und nach der Geburt kompetent zu begleiten und allen Kindern den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen.“

Kategorien
News

Sonder-Impfaktion für Kinder im Kreis Düren am Sonntag 02. Januar – Termine ab Dienstag 28. Dezember buchbar

Düren – Für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren bietet der Kreis Düren am Sonntag, 2. Januar, eine Sonderimpfaktion in der Kulturmuschel im Jülicher Brückenkopfpark an. Von 10 bis 18 Uhr sind vier Kinderärzte im Einsatz, 500 Termine stehen zur Verfügung.

Die Termine sind über folgenden Link ab Dienstag, 28. Dezember, 10 Uhr buchbar: www.impfzentrum-dueren.de (der zweite Impftermin für die Kinder ist am 23. Januar und muss nicht separat gebucht werden).

Zum Termin kann ein Elternteil bzw. eine erziehungsberechtigte Begleitperson mitkommen.