Bei der Zülpicher DRK-Karnevalisten-Blutspende (v.l.): Horst Wachendorf, der Präsident der Prinzengarde, Gerd Walraff, der Präsident der Hovener Jungkarnevalisten (HJK), drei weitere HJK-Karnevalisten und Prinz Rolf (Rolf Kogel). Foto: Thomas Heinen/DRK/pp/Agentur ProfiPress
Zülpich – 258 Blutspender, darunter fünf „Neue“ beim DRK-Karnevalistentermin waren „in Corona-Zeiten ein Supererfolg“. Als vollen Erfolg kann der Zülpicher Rotkreuz-Gemeinschaftsleiter Thomas Heinen die jüngste „Karnevalisten-Blutspende“ des Ortsvereins Anfang der Woche im Forum verbuchen. „Wir hatten 258 Spender, davon fünf Erstspender, ein Supererfolg in Corona-Zeiten“, so Heinen im Gespräch mit dem Zülpicher Amtsblatt.
Unter anderem begaben sich Horst Wachendorf, der Präsident der Prinzengarde, Gerd Walraff, der Präsident der Hovener Jungkarnevalisten (HJK), und Prinz Rolf (Rolf Kogel) in die bewährten Hände des DRK-Blutspendedienstes West und des Rotkreuz-Ortsvereins Zülpich, der – wie bei allen Blutspenden in der Römerstadt – wieder für eine vorzügliche Stärkung sorgte.
Thomas Heinen: „Blutkonserven sind bei vielen Operationen und Erkrankungen unverzichtbar. Doch der lebenswichtige Stoff wird immer knapper, sodass es selbst an großen Kliniken immer wieder zu Engpässen kommt. Derzeit spenden nur drei Prozent der Deutschen regelmäßig Blut. Auf der anderen Seite werden 4,5 Millionen Konserven Jahr für Jahr benötigt.“
Euskirchen – Infektionsketten lassen sich angesichts der hohen Zahlen nicht mehr ermitteln – Gesundheitsamt konzentriert Ermittlungsarbeit auf bestimmte Gruppen. Die aktuelle Infektionslage im Kreis Euskirchen ist wie im gesamten Bundesgebiet hochdynamisch. Bundesweit meldet das RKI täglich Infektionszahlen, die diese Woche erstmals über 100.000 Fälle umfassen. „Omikron hat die Spielregeln verändert“, sagt denn auch Landrat Markus Ramers. „Die hohe Anzahl der täglichen Corona-Neuinfektionen im Kreis Euskirchen zwingt uns daher zu Änderungen und Anpassungen im Gesundheitsamt.“
Nach einem einstimmigen Beschluss des Krisenstabes wird das Kontaktpersonenmanagement umgestellt. „Der Großteil der Infektionsfälle und der Haushaltsangehörigen werden zukünftig nicht weiter ermittelt werden“, so Christian Ramolla, der Leiter des Gesundheitsamtes. „Kontaktpersonen werden zudem durch Gesundheitsämter nicht weiter systematisch verfolgt, vielmehr besteht die Notwendigkeit, dass Infizierte aktiv ihre Kontaktpersonen ansprechen. Das Gesundheitsamt wird also somit nur noch in Ausnahmefällen bei den Corona-Infizierten bzw. deren Kontaktpersonen anrufen.
Angesichts der hohen Anzahl der täglichen Neuinfektionen und der langen Laborlaufzeiten bis zum Testergebnis bei gleichzeitig verkürzten Quarantänezeiten macht die bisherige Vorgehensweise keinen Sinn mehr. Die Infektionsketten lassen sich aktuell nicht mehr ermitteln und damit auch nicht unterbrechen. Daher muss sich das Gesundheitsamt auf besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen konzentrieren, etwa in Alten- und Pflegeheimen oder bei möglichen „Superspreader-Ereignissen“. Schulen und Kindertagesstätten fallen damit ebenfalls aus dem Ermittlungsraster, unter anderem weil es in beiden Einrichtungen regelmäßige Tests gibt, die im Infektionsfall automatisch zu einer Quarantäne führen.
„In der jetzigen Situation ist ein höherer Grad der Eigenverantwortlichkeit gefordert“, so Ramolla, der auf die aktualisierte Corona-Homepage der Kreisverwaltung verweist. Unter https://corona.kreis-euskirchen.de finden die Bürgerinnen und Bürger eine Vielzahl von Fragen und Antworten rund um Corona-Infektionen, Quarantäneregelungen und Testmöglichkeiten. Darüber hinaus können individuelle Fragen auch über die Bürger-Hotline 02251 / 15-800 geklärt werden.
„Omikron hat wie erwartet auch im Kreis Euskirchen die Oberhand gewonnen“, so Landrat Ramers. „Wir müssen weiter sorgsam sein und alles dafür tun, dass der Anstieg der Corona-Infektionszahlen nicht zu schnell zu heftig ausfällt.“ Gemeinsam mit Christian Ramolla appelliert er an alle, sich impfen bzw. boostern zu lassen, denn das sei der beste Schutz gegen eine schwere Erkrankung. Eine Übersicht über alle öffentlichen Impfangebote findet sich ebenfalls auf der Corona-Seite der Kreisverwaltung.
Miriam Grothe (li.) und Simone Mecklenbeck mit Kindern der Katholischen Kita St. Willibrord. Foto: Julia Fröder / Bistum Trier
Plaidt – Wo Kinder demokratisch mitentscheiden. „Wir wurden von Eltern motiviert, uns zu bewerben“, sagt Miriam Grothe. Dass die erste Teilnahme am Deutschen Kita-Preis bereits jetzt ein voller Erfolg für die katholische Kindertagesstätte (Kita) St. Willibrord in Plaidt werden würde, damit hätten die Verantwortlichen nicht gerechnet. Die Einrichtung in Trägerschaft der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz hat sich gegen 1.200 Mitbewerber aus ganz Deutschland durchgesetzt und steht nun in den Top 10. Ob sie es auch unter die fünf Erstplatzierten schaffen wird, entscheidet sich im Frühsommer.
Der Schwerpunkt in Plaidt liegt auf der Demokratie-Pädagogik. In der Praxis bedeutet das viele Freiheiten für die Kinder in abgestecktem Rahmen und das Leben mit einer eigenen Verfassung. „Das ganze Haus ist ihr Haus“, bringt es Miriam Grothe auf den Punkt. „Wir machen uns dafür stark, dass aus ihnen selbstbestimmte Kinder werden, die wissen, welche Rechte sie haben.“
Im Vordergrund der Arbeit steht die Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Kindes. So können die etwa 130 Kinder frei zwischen mehr als zehn Schwerpunkträumen wählen. Zur Verfügung stehen unter anderem ein Bau- und ein Rollenspielraum, das Atelier oder die Turnhalle. „Sie können dann selbst entscheiden, wo, mit wem und wie lange sie dort sind“, erklärt Miriam Grothe die Idee. Ein weiteres Beispiel ist das Mittagessen. Die Mädchen und Jungen können bis 11 Uhr selbst entscheiden, an welchem Tisch sie sitzen wollen und „sie entscheiden selbstständig, wie viel und was sie essen möchten“, erklärt die stellvertretende Leiterin Simone Mecklenbeck.
Hauseigene Kita-Verfassung
Demokratie und Partizipation werden also hier konkret gelebt. Ein Beweis dafür ist die hauseigene Verfassung, die die Rechte der Kinder schützt und ihnen eine Stimme gibt, mit der sie sich einbringen können. So haben sie das Recht, Veränderungswünsche und Beschwerden vorzubringen und zwar in Form einer wöchentlichen Sprechstunde. „Uns ist keine weitere Einrichtung bekannt, die solch eine Verfassung hat“, hebt die Standortleiterin die Einzigartigkeit hervor.
Zum Konzept zählt auch der rücksichtsvolle Umgang mit der Umwelt. Das fängt beim Einüben der korrekten Mülltrennung an und geht über eine ökologische Alternative zu herkömmlichem Kleber bis hin zu Wasserspendern, damit auf Plastikflaschen verzichtet werden kann. „Hinzu kommt, dass wir unter anderem ein Hochbeet bepflanzen oder unseren Joghurt selber machen“, berichtet Miriam Grothe und fügt ein Beispiel an, durch das der ganzheitliche Ansatz gut zu erkennen ist: „Wenn wir in den Park gehen, sammeln wir selbstverständlich auch Müll ein – ohne dass das jetzt die eigentliche Aktion wäre.“
Beim Deutschen Kita-Preis darf sich die erstplatzierte Kita über ein Preisgeld von 25.000 Euro freuen, die zweit- bis fünftplatzierten jeweils über 10.000 Euro. Die Plaidter Kids haben für den Fall der Fälle gleich eine Idee, bei der sich auch die vermittelte Grundhaltung wiederspiegelt. „Die größeren Kinder haben nicht nur an sich gedacht, sondern sie möchten viele Spielgeräte für draußen, wo alle Kinder etwas davon haben. Nicht nur ein großes Klettergerüst für die Älteren“, berichtet Miriam Grothe von ihrem Gespräch mit den Mädchen und Jungen. „Da merken wir, es funktioniert.“
Neben der Kita in Plaidt sind zwei weitere katholische Kitas aus dem Bistum Trier unter den zehn Finalisten: Die Familien-Kita Emmaus in Gillenfeld in der Eifel (Trägerschaft Katholische KiTa gGmbH Trier) und die Kita Pastor-Hein in Sulzbach-Altenwald im Saarland (Trägerschaft Katholische KiTa gGmbH Saar).
Weitere Informationen zur Kita St. Willibrord gibt es per E-Mail an kita-plaidt(at)kita-ggmbh-koblenz.de.
Hintergrund: Der Deutsche Kita-Preis ist eine gemeinsame Initiative des Bundesfamilienministeriums und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Marke ELTERN, der Soziallotterie freiheit+ und dem Didacta-Verband.
Die gemeinnützige Trägergesellschaft Katholische Kindertageseinrichtungen im Raum Koblenz mbH (kurz: Katholische KiTa gGmbH Koblenz) mit Verwaltungssitz in Mayen ist einer der größten Betriebsträger von Kindertageseinrichtungen im nördlichen Rheinland-Pfalz. Mit seinen rund 3.300 Mitarbeitenden unterhält der kirchliche Träger derzeit 160 Kindertageseinrichtungen mit mehr als 13.500 Betreuungsplätzen. (jf)
Am 16.12.2021 wählte der Stadtrat der Stadt Jülich Richard Schumacher einstimmig zum neuen Beigeordneten. Anfang der Woche erhielt er die Ernennungsurkunde von Bürgermeister Axel Fuchs (re.). Foto: Stadt Jülich
Jülich – Bürgermeister Axel Fuchs überreicht die Ernennungsurkunde, nachdem nunmehr auch die Zustimmung des Kreises Düren als Aufsichtsbehörde vorlag.
Für die kommenden Jahre wünscht er dem neuen Beigeordneten alles Gute und weiterhin eine glückliche Hand bei der Erledigung seiner vielfältigen Aufgaben.
Düren – Gemeinsame Erklärung von Kreis Düren und RWTH Aachen. Die 2020 gegründete Future Mobility Park GmbH (FMP) muss ihre Aktivitäten zunächst ruhen lassen. Grund sind veränderte Förderbedingungen für die Entwicklung von Flächen und die Ansiedlung von Unternehmen. Beides ist im Strukturwandel der Region eine wichtige Aufgabe der GmbH. Das Aldenhoven Testing Center (ATC) arbeitet unabhängig davon weiter.
Die FMP gehört dem Kreis Düren (51 Prozent) und der RWTH Aachen (49%). Sie ist thematisch eng verzahnt mit dem Aldenhoven Testing Center (ATC), das die gleiche Gesellschafterstruktur aufweist und sich innovativen Mobilitätskonzepten verschrieben hat. So wird auf dem Gelände des ATC seit Jahren am autonomen Fahren geforscht. Die Arbeit des ATC ist von den aktuellen Entwicklungen der FMP nicht betroffen.
Als die FMP GmbH gegründet wurde, gingen die Gesellschafter davon aus, dass Förderungen für Flächenentwicklungen und Unternehmensansiedlungen vollständig, also zu 100 Prozent, über Land und Bund erfolgen würden. So war es im politischen Raum immer kommuniziert worden. Mittlerweile ist klar, dass es bei vielen Förderungen einen erheblichen Eigenanteil gibt. Vielfach geht es um Millionenbeträge. Dies ist für Kommunen eine große Herausforderung. Auch die RWTH kann dem in dieser Form nicht nachkommen. Aus diesem Grund sehen sich der Kreis Düren und die Universität leider gezwungen, die Aktivitäten der FMP vorerst ruhen zu lassen.
Insbesondere die Entwicklung der für Ansiedlungen benötigten Flächen kann nicht in der ursprünglich angedachten Form realisiert werden. Auch für weitere Bausteine wie beispielsweise ein Gebäude, das zunächst als Anlaufstelle für temporäre Bedarfe von Unternehmen und Forschungseinrichtungen dienen sollte, lässt sich unter den gegebenen Förderbedingungen nicht realisieren. Die bisher geleisteten Vorarbeiten der FMP GmbH sind allerdings nicht verloren und stehen den kommunalen Akteuren zur Verfügung. Die konkret ansiedlungsinteressierten Unternehmen und Institutionen werden durch die Wirtschaftsförderung des Kreises Düren weiterhin eng begleitet. Dank verfügbarer und bebaubarer Flächen steht ihren Plänen auch nichts entgegen.
Dies ist wichtig, weil eine moderne Mobilität von zentraler Bedeutung für eine Gesellschaft ist, sowohl sozial als auch wirtschaftlich. Für den Transport von Menschen und Gütern ist stets Energie erforderlich. Nicht nur der Klimawandel, sondern auch sich ändernde Prioritäten in der Gestaltung von Städten sowie ländlicher Regionen und nicht zuletzt die durch die Pandemie beschleunigten Veränderungen im Mobilitätsverhalten führen zu erheblichen Herausforderungen. An dieser Stelle sind Forschung und Entwicklung gefragt, in einem interdisziplinären Ansatz Lösungen für die Herausforderungen zu finden. Oftmals können technologische Sprünge wie beispielsweise die Digitalisierung und Elektrifizierung zu Lösungen beitragen. Es ist eine ausgewiesene Stärke des Rheinischen Reviers, in diesem Bereich über wegweisende Forschung und Entwicklung sowie namhafte Unternehmen zu verfügen.
Seit mehr als zwölf Jahren betreiben der Kreis Düren und die RWTH Aachen gemeinsam und erfolgreich das Aldenhoven Testing Center, das zudem kontinuierlich weiterentwickelt wird. Dank dieses Engagements ist Aldenhoven ein inzwischen weltweit bekannter und beachteter Standort, den Großkonzerne wie Sony, aber auch innovative Start-Ups wie Lightyear für die Entwicklung und Erprobung ihrer Fahrzeugkonzepte nutzen. Dank der Lage im Rheinischen Revier und aufgrund der sich ändernden Mobilität in der Region sehen der Kreis Düren und die RWTH Aachen in Aldenhoven ideale Voraussetzungen für die Etablierung eines thematisch fokussierten Gewerbeparks für die Mobilität von Morgen. Ein entsprechendes Konzept und eine ganze Familie von ineinander verzahnten Projekten entstanden in den vergangenen Jahren und wurden intensiv mit den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren der Region, des Landes NRW sowie den Bundesstellen besprochen. Für diesen Zweck und die Umsetzung wurde die Future Mobility Park GmbH gegründet. Sie sollte auf der Basis der angekündigten Finanzierungsmöglichkeiten aus den Bundes- und Landesmitteln zur Abfederung des Strukturwandels im Rheinischen Revier die Vision gemeinsam mit den betroffenen Kommunen in die Realität überführen.
Das ATC wird wie bisher weiterarbeiten. Die Betreibergesellschaft ist und bleibt ein erfolgreiches Joint Venture des Kreises Düren und der RWTH Aachen, das die Forschungs-, Test- und Entwicklungsmöglichkeiten auch in diesem Jahr weiter verbessern und an die Anforderungen anpassen wird. Es bleibt damit einer der Magneten für die Ansiedlung von Unternehmen im direkten Umfeld und damit für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen im Rheinischen Revier.
Methodenkoffer „Stark statt breit“. Foto: Michael Bosseler / Kupferstadt Stolberg
Stolberg – Methodenkoffer „Stark statt breit“ stellt sich vor. Fortbildung in der Kupferstadt Stolberg zum Thema Cannabisprävention. Die Präventionsarbeit der Diakonie Aachen in Stolberg und Umgebung sensibilisiert Jugendliche und junge Erwachsene zu den Gefahren von Suchtmitteln. Neben den Präventionsthemen Medienkompetenz, Cybermobbing und Alkoholprävention liegt der Fokus aktuell besonders bei der Cannabisprävention.
Dazu fand in Kooperation mit dem Jugendamt der Kupferstadt Stolberg im städtischen Jugendtreff „JaM“ im Dezember eine Fortbildung zum Methodenkoffer „Stark statt breit“ der Suchtvorbeugung in NRW statt. „Bei dem Methodenkoffer handelt es sich um eine Zusammenstellung von Übungen, die es Mitarbeiter*innen in Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit ermöglicht, spielerisch und informativ mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen über Cannabis ins Gespräch zu kommen“, erläutert Elke Koch von der Fachstelle für Suchtprävention der Diakonie.
„Die Inhalte des Koffers sind uns seit vielen Jahren bekannt und kommen in Stolberg bereits erfolgreich zum Einsatz. Wir sind als Jugendamt immer an einer Nachschulung von Kolleg*innen interessiert – zumal es unbedingt nötig ist, neuere Aspekte der Suchtbekämpfung in den Blick zu nehmen“, ergänzt Michael Bosseler vom Jugendamt der Kupferstadt Stolberg.
Mitarbeiter*innen aus dem Bereich der Mobilen Jugendarbeit, der beruflichen Bildung, Schulsozialarbeiter*innen und Lehrer*innen kamen der Einladung nach und nahmen an der vierstündigen Fortbildung teil. „Cannabiskonsum bei Jugendlichen ist ein Dauerthema. Viele Jugendliche nehmen die Gefahren des Cannabiskonsums aber zu wenig wahr“ berichten die Teilnehmer*innen der Fortbildung aus der Arbeitspraxis.
Insgesamt wurden zehn Methoden vorgestellt, erprobt und im Anschluss von den Teilnehmern ausgewertet. Sie ermöglichen die Vermittlung von allgemeinen Informationen rund um das Thema Cannabis. Insbesondere die psychischen, körperlichen und aktuellen rechtlichen Folgen werden detailliert und nachvollziehbar erläutert. Im Koffer enthalten ist ebenfalls der „Schadstoffjoint“, der visuell Detailinformationen zu Streckmitteln und Zusatzstoffen in Cannabisprodukten zeigt. Ergänzend dazu weitere Methoden, die sich mit den Gründen und Folgen des Konsums und mit der Entwicklung von Alternativen beschäftigen.
In der Auswertung gaben die Teilnehmer*innen an, dass das vorgestellte Material informativ und gut für die präventive Arbeit mit Jugendlichen einzusetzen ist. „Die Prävention vor Cannabis und anderen Suchtmitteln bleibt in Stolberg ein wichtiges Thema, um jungen Menschen einen Wissensvorsprung, Gesprächspartner und überlegte Entscheidungen anzubieten“, ist sich das Team der Jugendarbeit sicher.
Ein besonderer Dank gilt dem Team der kommunalen Jugendarbeit des Jugendamtes der Kupferstadt Stolberg für ihre Unterstützung zur Durchführung der Veranstaltung.
Weitere Termine und Informationen zu Fortbildungen erfahren sie hier:
Kaisersesch – Mehrgenerationenhaus (MGH) Schieferland Kaisersesch – Hinweis in eigener Sache! Bedingt durch die erschwerende Situation, einmal die Baustelle und zum anderen die noch immer andauernde Pandemie, haben wir uns dazu entschlossen, bei nachstehenden Angeboten die Pause bis März 2022 zu verlängern:
– Erzählcafé und Spielkreis
– Seniorenfilmnachmittag
– Großeltern-Enkelkind-Filmnachmittag
– Digitale Treffen mit unseren Digitalbotschaftern
Beratungen und Sprechstunden finden aber weiterhin telefonisch, internetbasiert, per E-Mail sowie mit vorheriger Terminvergabe statt. Die aktuellen Beratungsangebote finden Sie unter www.kaisersesch.de/beratungsangebote
Bitte beachten Sie, dass der Zutritt zum MGH Schieferland Kaisersesch bis auf Weiteres nur noch unter Beachtung der 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet) und mit Termin möglich ist. Einzelheiten zur Erreichbarkeit während der Pandemie finden Sie unter www.mehrgenerationenhaus.kaisersesch.de
Abschied: Bürgermeister Jörg Schmidt (re.) verabschiedet Harald Frank nach über 20 Jahren im Dienste der Gemeinde Wachtberg in den wohlverdienten Ruhestand. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm
Wachtberg-Berkum – Hausmeister mit Herz: Harald Frank und Paul Fuchs. „Neue Besen fegen gut, aber die alten kennen jede Ecke!“ Zum Jahresende 2021 gingen mit Harald Frank, Hausmeister am Berkumer Schulzentrum, und Paul Fuchs, Hausmeister im Rathaus, gleich zwei Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung in den Ruhestand, die über viele Jahre das Gesicht an ihrer jeweiligen Wirkungsstätte waren… und, das dürfte keine Frage sein, dort wirklich alle, auch die verstecktesten Ecken kannten.
Abschied: Paul Fuchs (li.) – über 40 Jahre im Dienst der Gemeinde Wachtberg, davon 33 Jahre als Hausmeister im Rathaus. Bürgermeister Jörg Schmidt fiel es schwer, den „guten Geist“ des Rathauses gehen zu lassen. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm
Den beiden angehenden Rentnern fiel der Abschied ebenso schwer wie auch den Kollegen*innen, schließlich waren die zwei Hausmeister über viele Jahre immer für diese zur Stelle gewesen, wenn es um kleine und größere Hilfestellungen im Alltag ging. Nach so langer Zeit bedeuten diese beiden Weggänge jetzt auch einen deutlichen Generationenwechsel in diesen Aufgabenbereichen.
Harald Frank – als Schulhausmeister immer die Ruhe bewahrt
„Im Jahr 2000 startete, was zu dem Zeitpunkt noch niemand wissen oder ahnen konnte, ein sehr gutes Hausmeisterteam, das Team Dittkrist/Frank“, blickte Bürgermeister Jörg Schmidt zurück anlässlich der Abschiedsfeier für Harald Frank, die Corona bedingt leider nur in ganz kleinem Rahmen stattfinden konnte. „Sie beide haben sich hervorragend um die Grundschule Drachenfelser Ländchen, die Hans-Dietrich-Genscher-Schule sowie um die Fred-Münch-Sporthalle gekümmert. Sie haben organisiert, kontrolliert, repariert, beaufsichtigt und gepflegt. Kurz gesagt, Sie waren die Allrounder, die fast alles möglich gemacht haben. Sie haben dafür Sorge getragen, dass sich die Schüler, Lehrer, Besucher, Ferienfreizeitteilnehmer und Sportvereine wohlgefühlt haben. So manche Schul- und Kulturveranstaltung haben Sie gewuppt. Sie waren zu jeder Tages- und Nachtzeit für Ihr Schulzentrum da“, beschrieb und lobte Schmidt Franks Werdegang und langjährigen Einsatz für die Gemeinde Wachtberg. Er könne sicherlich Bücher darüber schreiben, was er alles in den 21 Jahren mit Schülern, Lehrern, Eltern, Besuchern und Veranstaltern erlebt habe, wollte Schmidt Frank die eine oder andere Anekdote entlocken. Dieser jedoch, ganz der ruhige Hausmeister, als der er sich bewiesen hatte, zog es vor, allgemein von Schülern zu erzählen, ohne Namen zu nennen, die als Jugendliche in der Schule schon mal das eine oder andere angestellt hätten, ihn nun aber, inzwischen selbst erwachsen, immer sehr freundlich grüßen würden, sobald sie ihn irgendwo träfen. „Ich war nicht besonders streng zu den Kindern“, resümierte Frank dann auch, „… solange nichts kaputt ging!“ Und so wird er vielen auch in Erinnerung bleiben, als der Hausmeister, den so schnell nichts aus der Ruhe brachte. Ruhe wird er künftig ausreichend haben und viel frische Luft, denn jetzt kann er ausgiebig seinem Hobby nachgehen – Holz machen im Wald.
Paul Fuchs – mit Herz und Kreativität im Rathaus
Bürgermeister Jörg Schmidt mochte sich kaum vorstellen, wie es sein würde, künftig morgens ohne ein „Guten Morgen, Herr Fuchs!“ den Tag zu beginnen. Denn ohne Paul Fuchs, den Hausmeister im Rathaus, würde ein wahres Urgestein in der Gemeindeverwaltung fehlen. Vor über vier Jahrzehnten, 1980, startete Fuchs als Gemeindemitarbeiter in der Gärtnerkolonne des Bauhofs. Dann, 1988, bewarb er sich auf die Stelle des Rathaus-Hausmeisters. „Und wir hätten niemand Besseren finden können als Sie, Herr Fuchs“, war Schmidt überzeugt. Denn Fuchs, morgens der Erste und abends der Letzte, sorgte den ganzen Tag über dafür, dass im Rathaus alles rund lief. Für sämtliche Probleme, Fragen und Nöte hatte er eine Lösung und manchmal, so Schmidt, habe er sogar das Unmögliche möglich gemacht. “Über drei Jahrzehnte, die meiste Zeit Ihres Lebens, haben Sie im Rathaus verbracht“, resümierte der Bürgermeister. In all den Jahren habe er einige Kollegen*innen, Beigeordnete, Bürgermeister und mit Frau Offergeld auch die erste Bürgermeisterin kommen und gehen sehen. Interne Umstrukturierungen, technische Neuerungen oder gänzlich unbekannte Herausforderungen wie die aktuelle Corona-Pandemie – immer war Paul Fuchs an vorderster Front, hat mitgedacht, mit angepackt, mit geräumt und so dafür gesorgt, dass alles einen guten Lauf nehmen konnte. Nicht zuletzt aber wird Fuchs als Künstler im Rathaus unvergessen bleiben. Die vielen Plakate, Broschüren, Einladungen, Weihnachtskarten, Eintrittskarten und Urkunden, die er entworfen hat – unzählbar! Zu jeder Gelegenheit hat er etwas Kreatives beigetragen. Schmidt: „Lieber Herr Fuchs, sie waren nicht einfach nur Hausmeister, sie waren Kümmerer, Organisator, Künstler, Kritiker, Mitdenker, Ratgeber, Zuhörer und Seelsorger. Kurz gesagt, Sie waren das Herz und der gute Geist dieses Rathauses!“ Und so verabschiedete sich Fuchs dann auch etwas wehmütig: „Ich bin immer gerne ins Rathaus gekommen. Das wird mir fehlen!“ Wobei es für ihn nicht nur ein Abschied vom Rathaus, sondern auch von Wachtberg bedeutet, zieht er doch nach Kaarst zu Sohn und Enkelkindern. Aber wer weiß, hoffte der Bürgermeister, Paul Fuchs könne ja immer noch einen Zweitwohnsitz in Wachtberg anmelden. Denn das war allen, die ihn kannten, klar: Paul Fuchs wird vielen fehlen.
Trafen sich vor Ort, um Einzelheiten zum NATURCAMPUS-Projekt zu besprechen und auch erst Ideen zu entwickeln (v.l.): Norbert Kloten und Barbara Breuer (beide Stadt Zülpich) sowie Brigitte Zeller (Chlodwigschule), Dr. Christoph Münch (Franken-Gymnasium), Thomas Höveler (Franken-Gymnasium) und Jörn Hermes (Gemeinschaftshauptschule). Foto: Stadt Zülpich
Zülpich – Schulen wollen sich bei Realisierung des NATURCAMPUS-Projektes einbringen. Grünzug zwischen Schulcampus und Busbahnhof wird ökologisch umgestaltet. Als eine von bundesweit 40 Kommunen wurde die Stadt Zülpich im vorigen Jahr im Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ für ihre Projektidee zur Förderung von Stadtnatur und Insekten im Siedlungsraum ausgezeichnet.
Das Projekt NATURCAMPUS sieht vor, den Grünzug zwischen
Schulzentrum und Busbahnhof am Adenauerplatz in ein artenreiches Areal umzuwandeln. Dazu sollen beispielsweise die Rasenflächen durch artenreiche Blühwiesen ersetzt und zum Beispiel durch Sand-,
Stein- und Totholzschüttungen neuer attraktiver Lebensraum für Insekten geschaffen werden. In die Realisierung sollen unter anderem auch die am Zülpicher Schulcampus ansässigen Schulen eingebunden
werden.
Norbert Kloten und Barbara Breuer von der Stadtverwaltung Zülpich trafen sich deshalb nun vor Ort mit Brigitte Zeller (Chlodwigschule), Jörn Hermes (Gemeinschaftshauptschule) sowie Dr. Christoph Münch und Thomas Höveler (beide Franken-Gymnasium), um Einzelheiten zum Projekt zu besprechen.
Neben der Anpflanzung neuer Bäume sollen Blühstreifen den Bereich mit einem bunten Blütenteppich auflockern. Darüber hinaus sollen verschiedene Aufschüttungen und Insektenhotels Kleinstlebewesen
Unterschlupf bieten und die vorhandene Fauna bereichern. Die Vertretungen der Schulen signalisierten die Bereitschaft, sich aktiv in dieses Projekt einzubringen und konnten im Laufe des Gespräches
auch schon einige nachhaltige Ideen entwickeln.
Der Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ wurde vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ durchgeführt und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro für die Umsetzung des Projekts verbunden.
Ahrweiler – Im Zuge der verheerenden Flutkatastrophe an der Ahr und ihren Zuflüssen vor rund einem halben Jahr wurden auch einzelne elektronisch überwachte Pegel zerstört. Derzeit wird ihr Ausfall zum durch mobile Pegelmessgeräte kompensiert. Dass das Thema Pegelmessungen im Kreis Ahrweiler insgesamt neu gedacht und eingeordnet werden muss, haben auch die Regenfälle und die damit verbundenen leicht erhöhten Pegel am 4. Januar 2022 gezeigt. Die Kreisverwaltung setzt sich daher beim zuständigen Landesamt für Umwelt (LfU) Rheinland-Pfalz für den Ausbau des Pegelnetzes und der Warnsysteme ein.
„Bereits im Oktober haben wir das LfU darum gebeten, uns über den zeitlichen Ablauf des Wiederaufbaus der bisher vorhandenen Pegel zu informieren. Bislang war es so, dass die Ahr durch drei und die größeren Zuflüsse durch insgesamt vier Pegel beobachtet wurden. Das ist aus unserer Sicht nicht ausreichend und es ist dringend notwendig, zusätzliche Pegel, zum Beispiel im Ahrverlauf vor Bad Neuenahr-Ahrweiler, zu installieren. Außerdem fordern wir die Einrichtung von Niederschlagsmessungen, deren Daten ebenfalls elektronisch und online abrufbar wären“, so der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies.
Darüber hinaus schlägt die Verwaltung vor, vor allem für die Hauptzuflüsse der Ahr und weitere Hauptbäche im gesamten Kreisgebiet ein Frühwarnsystem zu installieren. Vergleichbar mit dem bereits in der benachbarten Gemeinde Wachtberg und der Stadt Bonn eingerichteten System, könnte so neben der reinen Pegelmessung auch mit Radar- und Kameraüberwachungen gearbeitet werden.
Das LfU hatte diese Vorschläge zunächst abgewiesen. Weitere Pegel und Messungen, „um die Hochwasservorhersage in der Region zu verbessern“, seien „nicht erforderlich“, heißt es in einem Schreiben an die Kreisverwaltung. Inzwischen konnten sich Verwaltung und LfU darauf einigen, dass sogenannte „Hilfspegel“ durchaus sinnvoll sein können.
Zudem wird es Anfang Februar eine gemeinsame Video-Konferenz mit dem LfU und der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) geben. Neben der weiteren Vorgehensweise zu den Pegel- und Niederschlagsmessungen, wird es auch um die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten an den Nebenflüssen der Ahr gehen.
„Wir befinden uns im engen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen des LfU und der SGD und suchen nach gemeinsamen Lösungen für einen effektiven und belastbaren Hochwasserschutz im gesamten Kreis“, betont Gies nachdrücklich.
Aktuelle Informationen zu den Pegelständen an den einzelnen Flussläufen im Kreis Ahrweiler finden Sie immer auch unter https://hochwasser-rlp.de.
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