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Was tun bei Herzschwäche? – Chefarzt informiert am Mittwoch 16. März in einer Telefon-Sprechstunde

Mayen – Den Behandlungsmöglichkeiten und präventiven Maßnahmen bei Herzschwäche widmet sich Dr. Alae Bourakkadi, Chefarzt der Inneren Medizin – Kardiologie, Palliativmedizin, Akutgeriatrie im St. Elisabeth Krankenhaus Mayen am Mittwoch, 16. März, in einer Telefonsprechstunde. Um Fragen zu beantworten, ist er zwischen 17 und 18 Uhr persönlich unter 02651 83-3601 zu erreichen.

In Deutschland leiden schätzungsweise drei bis vier Millionen Menschen an einer Herzschwäche. Die sogenannte Herzinsuffizienz ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Aufgrund einer Schwächung des Herzmuskels ist die Leistungsfähigkeit des Herzens eingeschränkt, weshalb es ihm nicht gelingt, ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen. Jahrelanger Bluthochdruck oder eine koronare Herzkrankheit, bei der Ablagerungen von Cholesterin und anderen Fetten die Herzkranzgefäße verengen, können beispielsweise verantwortlich für die Entstehung sein.

Die Telefonberatung ist ein Angebot des GK-Mittelrhein, um auch in Zeiten der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen in gewohnt kompetenter Weise mit Pati-enten und Interessierten in den Austausch zu gehen. Abgedeckt werden ausgewählte Themen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Einfach im genannten Zeitraum die angegebene Telefonnummer wählen, mit etwas Glück durchkommen und die gewünschte Frage zum Thema stellen.

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Gründungs- und Ehrenmitglied der LG Laacher See Margret Otto feiert Geburtstag

Laacher See – Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Margret Otto, Ehrenmitglied der LG Laacher See, durfte im Januar ihren 85. Geburtstag feiern. Der ehemalige Vorsitzende Josef Handeck und der amtierende Vorsitzende ließen es sich nicht nehmen, die Jubilarin persönlich zu gratulieren. Begleitet wurden sie von Rita Handeck.

Mit weiteren Laufbegeisterten gründeten Margret und ihr verstorbener Ehemann Toni 1980 im Restaurant Waldfrieden am Laacher See die LG. Von den anwesenden Sportlern Marlene und Bruno Kohns, Erich Portz und Lothar Muth wurde Florian Klasen als Vorsitzender gewählt. Vor der Gründung gehörten die Läufer zum TUS Grün Weiß Mendig. Da nun Läufer keine Handballer sind, musste ein eigener Vereinsname her. Jedes Gründungsmitglied war bei den Laufveranstaltungen für ein körperlich oder geistig beeinträchtigtes Vereinsmitglied verantwortlich.

Die heute traditionelle Veranstaltung „Rund um den Laacher See“ wurde vor Vereinsgründung schon sechs Mal durchgeführt. Bereits 1979 veranstaltete man als TUS Grün Weiß Mendig den ersten Halbmarathon. Die Winterlaufserie wurde damals noch in Mendig an der Erlenmühle ausgerichtet und bestand aus vier Veranstaltungen.

Nachfolger von Klasen war Josef Handeck. Als selbstständiger Bäckermeister fehlte es ihm an Zeit, sich ausreichend um sein Ehrenamt zu kümmern. Ihm stand ein engagierter Vorstand zur Seite. Darunter waren weiterhin Toni Otto und sein Sohn Manfred. Manfred übernahm nach ein paar Jahren das Amt des Vorsitzenden. „Unsere ganze Familie war im Einsatz. Schwiegersohn Achim Nallin übernahm nach Erich Portz die Kassenführung. Die Töchter Rosemarie und Waltraud standen Läuferfamilie stets zur Seite“, erinnert sich die Seniorin.

Bis 2008 begleiteten Ottos die Ämter im Vorstand. Toni fühlte sich zu alt für die Vorstandsarbeit und Manfred hat sich beruflich anders orientiert.

Den Mitgliedern der LG Laacher See war es wichtig, dass der Verein sich weiterentwickelt und riefen den Vulkan Halbmarathon nach dreijähriger Pause 2008 in Zusammenarbeit mit der Großbäckerei Lohner wieder ins Leben. Der Lauf „Rund um den Laacher See“ und die Winterläufe gehören nach wie vor zum Angebot des Vereins. Mittlerweile zählt die LG Laacher See 431 Mitglieder. Die meisten davon bringen sich bei den Veranstaltungen als freiwillige Helfer ein. „Ohne die großartige Unterstützung wäre es uns nicht möglich, solche Sportveranstaltungen anzubieten. Die steigenden Teilnehmerzahlen und die Resonanz unserer Gäste bestätigen uns, dass unsere Arbeit nicht umsonst ist“, schwärmt der stv. Vorsitzende Axel Schäfer.

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Hilfslieferung von Rumänien Sunshine, Rotem Kreuz und anderen für Ukraine-Flüchtlinge

Euskirchen – „Rumänien Sunshine“ verlädt unter anderem mit Rotkreuz-Hilfe 40 Tonner mit Material für Kriegsopfer und Flüchtlinge aus der Ukraine. Auch unter Mitwirkung des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen konnte die von dem früheren Gemeindebrandmeister Winfried Dederichs (Roderath) gegründete private Hilfsorganisation „Rumänien-Sunshine e.V.“ jetzt einen 40-Tonnen-Großraumtransporter mit Unterkunfts-Zelten, Feldbetten und Hilfsgütern für die Ukraine zusammenstellen.

Rolf Zimmermann, der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Schleiden und Museumskurator in vogelsang ip, liefert Hilfegüter an, die in Meckenheim auf einen 40-Tonnen-Großraumtransporter mit 80 Kubikmeter Ladevolumen umgeladen werden. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Neben dem Roten Kreuz im Kreis Euskirchen und „Rumänien Sunshine“ selbst steuerten auch die Feuerwehren Wülfrath und Bad Neuenahr/Ahrweiler Hilfsgüter bei, die sie als Neuware von einheimischen Firmen gespendet bekamen.

Wilfried Dederichs: „Von Meckenheim geht die Lieferung an das Zentrallager am Flughafen »Henri Coanda« in der Nähe von Bukarest. Von dort aus werden die Hilfsgüter an die 200 Kilometer entfernte ukrainische Grenze geliefert und entsprechend dem Verwendungszweck an Flüchtlinge oder an die Krisengebiete zugeteilt.“

Notstromaggregat und Beleuchtung

Die Lieferung enthielt neben zwei Großraumzelten mehr als 40 Feldbetten, drei Notstromaggregat und eine Beleuchtungseinheit zur Einrichtung eines zentralen Aufnahmelagers für Flüchtlinge, zwei Paletten neuwertige Rettungsdienst-Kleidung, fünf Paletten Waschlotion, drei Paletten Hygieneartikel, eine Palette Desinfektionsmittel, eine Palette Feuerlöscher, 300 Rucksäcke, Schutzhelme, Lebensmittel, Rollstühle, Rollatoren und vieles mehr.

Die Löschgruppe Frohngau stellte einen Schaumlöschanhänger bereit, der ebenfalls mit verladen wurde. Die Gemeinde Gura Ocnitei, die bisher von „Rumänien-Sunshine e.V.“ unterstützt wurde, hat bereits ebenfalls einen Transport u.a. mit 60 Betten, die aus der DRK-Flüchtlingsunterkunft Vogelsang übernommen wurden, in die Grenzregion geliefert und dort in einem Dorfgemeinschaftsraum eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet.

Der Vorstand von „Rumänien-Sunshine e.V“ um Stefan und Winfried Dederichs bittet um freundliche finanzielle Unterstützung: DE 42 3826 0082 3012 6190 13 Volksbank Euskirchen.

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„Hör mal was ich kann“ für Blasorchester-Neulinge

Wittlich – Das Team der Kreismusikjugend Bernkastel-Wittlich hat sich in Zusammenarbeit mit der Musikschule des Landkreises für dieses Frühjahr wieder dazu entschlossen, die Veranstaltung „Hör mal was ich kann“ in gewohnter Form mit einer Leseprobe in der Berufsbildenden Schule in Wittlich sowie einem Probewochenende in Klausen mit Übernachtung anzubieten.

Der Kurs ist für die jüngsten Musiker gedacht, die erst zwei bis drei Jahre in der Ausbildung sind. Sie sollen bereits früh die Möglichkeit erhalten in einem Blasorchester auf Kreisebene zu musizieren und Freude am Gemeinschaftserlebnis zu haben. Die Spielliteratur ist modern ausgerichtet und dem Leistungsstand der jungen Instrumentalisten angepasst. Das Projekt wird von der Sparkasse Mittelmosel Eifel-Mosel-Hunsrück und dem Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz unterstützt, was einen Teilnehmerbeitrag von nur 30 € für die gesamte Veranstaltung ermöglicht.

Die Leseprobe findet am Samstag, 19. März 2022, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr in der BBS Wittlich und das Probenwochenende mit geplanter Übernachtung am 9./10. April 2022 mit einem kleinen Abschlusskonzert für Eltern und Bekannten in der Eberhardsklause in Klausen statt.

Die Konzerte sind am 14. Mai bei der Musikschul-Veranstaltung „Hast Du Töne“ im Gymnasium in Bernkastel-Kues sowie am 16. Juli im Rahmen des Irish-Folk-Projektes der Musikschule des Landkreises zur Eröffnung des Wandelkonzertes in Traben-Trarbach.

Das aktuell gültige Hygienekonzept (für die professionelle Musik, die Amateurmusik und den außerschulischen Musikunterricht in Rheinland-Pfalz) wird eingehalten und es werden gegebenenfalls alle Teilnehmer zusätzlich vor Ort getestet.

Anmeldung für alle interessierten Kinder und Jugendlichen, insbesondere aus den Musikvereinen, über die Kreismusikjugend. Dietmar Heidweiler, E-Mail: heidweiler.dietmar@kmv-bks-wil.de, Tel.: 06508 917296.

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Ukraine-Hilfe – Kreis Düren richtet Hotline und zentrale Mailadresse ab dem heutigen Montag 14. März ein

Düren – Die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Düren für die Menschen aus der Ukraine ist hoch. Der Kreis Düren hat daher für Hilfsangebote und Fragen eine Hotline sowie eine zentrale Mailadresse eingerichtet. Die Hotline ist ab dem heutigen Montag, 14. März, von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreises Düren besetzt, die gerne unter der Nummer 02421-221046920 weiterhelfen.

Gesprächszeiten (auf Deutsch) sind montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 16 Uhr.

Die Mailadresse lautet ukrainehilfe@kreis-dueren.de. Wer beispielsweise helfen will, Wohnraum anbieten kann, Geflüchtete betreut oder sich über Beratungsangebote informieren will, bekommt hierüber umfassende Informationen und die richtigen Ansprechpartner. Alle aktuellen Infos und Hilfsangebote gibt es auch gesammelt auf der Homepage des Kreises Düren unter bit.ly/HilfeFürUkraine.

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Ahrtal – Weinanbau auch zukünftig möglich

Ahrtal/Koblenz – Auch in Zukunft können die Winzer an der Ahr innerhalb des nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 neu ausgewiesenen Überschwemmungsgebietes Weinbau betreiben. Gleichzeitig wird durch den teilweisen Verzicht auf Weinbaufläche und die Veränderung der Rebzeilenausrichtung an bestimmten Stellen den Anforderungen der Wasserwirtschaft bezüglich einer Hochwasserprävention Rechnung getragen. Zu diesem Ergebnis kamen nach gemeinsamen Verhandlungen jetzt der Weinbauverband Ahr als Vertreter der regionalen Winzer und die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) in ihrer Funktion als obere Wasserbehörde.

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Startschuss für das I. Semester 2022 bei der VHS Mayen

Mayen – In diesen Tagen konnte Oberbürgermeister Dirk Meid den neuen Arbeitsplan der VHS Mayen für das I. Semester 2022 entgegennehmen. „Die Mitarbeiter der Volkshochschule Mayen haben auch für das kommende Semester wieder ein vielfältiges Programm erstellen können.“, lobte Oberbürgermeister Meid und führt weiter aus: „Wir hoffen sehr, dass auch alle Angebote wie geplant durchgeführt werden können. Im vergangen Jahr hat uns Corona leider an vielen Stellen hier einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Unter dem Motto „Wissen und mehr“ werden eine Reihe von attraktiven Kursen aus den Bereichen Sprachen, Gesellschaft, Gesundheit und künstlerisches Gestalten angeboten

Auch Angebote zur Weiterbildung und zur Freizeitgestaltung einiger Kooperationspartner der VHS, wie zum Beispiel die Verkehrssicherheits- und Mobilitätsberatung für die Deutsche Verkehrswacht Mayen-Koblenz e.V., finden hier ihren Platz.

Im Bereich Sport und Entspannung konnte die VHS neue Dozenten gewinnen und im Bereich Seniorenbildung bietet die VHS Mayen auch Altbewährtes. So wird beispielsweise wieder Englisch für Senioren angeboten. Wenn gleich für die VHS-Kurse ein Hygienekonzept vorliegt, können Änderungen am Programm derzeit leider jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Wer jetzt neugierig wurde, kann das VHS-Semesterverzeichnis ab sofort erhalten. Es liegt kostenlos in der Geschäftsstelle der VHS, Rathaus Rosengasse, Mayen sowie in vielen Geschäften, Arztpraxen und Versicherungen  in der Innenstadt von Mayen bereit.

Auch kann unter www.mayen.de/vhs  Einsicht in das aktuelle Programm genommen werden.

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„Natur, Kultur und Erholung“, „Einkaufen, Erleben und Einkehren“ und „Kinder, Jugend und Sport“

Schleiden/Gemünd – Neues Stadtentwicklungskonzept soll Gemünd neu ausrichten. Drei Erlebnisräume mit den Schwerpunkten „Natur, Kultur und Erholung“, „Einkaufen, Erleben und Einkehren“ und „Kinder, Jugend und Sport“ sollen Gemünd städtebaulich voranbringen – Stadtrat entscheidet am 7. April 2022 über den „Startschuss zur neuen Stadtentwicklung“.

In der Katastrophe die Chance sehen – dieses Ziel haben sich Verwaltung und Stadtrat seit der Flutkatastrophe im Juli 2021 auf die Fahne geschrieben. Bei einer zweitägigen Klausurtagung auf Vogelsang am vergangenen Wochenende stand unter dieser Zielsetzung auch die strategische und zukunftsorientierte Positionierung der Nationalparkhauptstadt Schleiden im Kneippkurort Gemünd auf der Agenda.

Gerade im touristisch geprägten Ortsteil Gemünd hat die Flut im vergangenen Jahr mit voller Wucht zugeschlagen und nahezu die gesamte Infrastruktur zerstört oder massiv beschädigt. „Beim Wiederaufbau möchten wir die Chance nutzen, Gemünd städtebaulich weiter nach vorne zu bringen, und damit die Lebens- und Aufenthaltsqualität wesentlich verbessern“, so der Erste Beigeordnete Marcel Wolter, der als Projektleiter von „Schleiden 21/26“ für den Kommunalen Wiederaufbau im Schleidener Tal verantwortlich ist.

Die Weichen hierzu hat der Stadtrat bereits im Dezember vergangenen Jahres gestellt, indem er 80.000 Euro für die Erstellung eines entsprechenden Konzeptes im Haushaltsplan 2022 bereitgestellt hat – im Januar wurde der Auftrag an die Firma Erlebnisplan aus Köln vergeben, da ein solches Entwicklungskonzept maßgeblich für die Wiederaufbaupläne der Kommune nach der Flutkatastrophe ist.

Stephanie Fähnrich, Geschäftsführerin der Firma Erlebnisplan erarbeitete das Konzept zur integrierten, räumlichen und touristischen Entwicklung Gemünds. Ihre Mission: Berührungspunkte schaffen, die Menschen emotional mit Orten verbinden und das Besondere im Vorhandenen entdecken. Die soll erreicht werden, indem das räumliche und touristische Profil von Gemünd ganzheitlich ausgerichtet und Lebens- und Erlebnisqualität, Aufenthaltsdauer und Wertschöpfung erhöht werden.

Das vorgestellte Konzept beinhaltet drei öffentliche Kernbereiche – sogenannte Erlebnisräume – mit den Schwerpunkten „Natur, Kultur und Erholung“ im Kurpark, „Einkaufen, Erleben und Einkehren“ in der Innenstadt sowie „Kinder, Jugend und Sport“ in Müsgesauel. Dabei ist jeder dieser Bereiche als Lebens-, Erlebnis- und Begegnungsraum zu verstehen der mit Interaktion, Begegnung und Bewegung gefüllt werden soll.

„Das Konzept legt lediglich den integrativen Rahmen für die drei Stadtbausteine fest“, so Wolter. „Die Entwicklung und Ausgestaltung der Bereiche erfolgt gemeinsam mit der Bürgerschaft sowie weiteren Akteuren aus der Gastronomie, der Beherbergung, den Vereinen und den Unternehmen.“

Für die städtebauliche Weiterentwicklung Gemünds sind vor allem die räumlichen Lücken zwischen den drei Erlebnisräumen zu schließen und miteinander zu verbinden. Hierzu sei allerdings die Einbeziehung des Eifel-Ardennen-Platzes, des Marienplatzes und des gesamten Bereichs am Katharinenhof notwendig, führt Wolter weiter aus. Die Stadt Schleiden befinde sich derzeit in Gesprächen mit den Grundstückseigentümern, um das Vorhaben zu realisieren. Wolter sieht die städtebauliche Gesamtkonzeption unter Einbeziehung und Attraktivierung dieser Plätze für die Innenstadt Gemünd als große Chance und wichtiges Zeichen nach der Flutkatastrophe. „Gemünd würde seiner Ausrichtung als touristische Destination in Zukunft wieder gerecht. Zudem erhöhen wir die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger sowie unserer Gäste und erzielen auch Synergieeffekte, indem wir Argumente für mögliche Investoren oder Projektträger liefern“, so der Erste Beigeordnete.

Das integrierte, räumliche und touristische Entwicklungskonzept für den Neu- und Wiederaufbau der Innenstadt Gemünd soll am 7. April 2022 durch den Stadtrat beschlossen werden. Zuvor wird es in der Sitzung des Stadtentwicklungs-ausschusses am 22. März 2022 präsentiert.

 

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Ideen für verbesserten Hochwasser-Schutz in Zülpich vorgestellt

Zülpich – Der Landrat des Kreises Euskirchen, Markus Ramers, besuchte jetzt Zülpich, um sich gut ein halbes Jahr nach der Hochwasserkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 bei Bürgermeister Ulf Hürtgen aus erster Hand über den aktuellen Stand des Wiederaufbaus und Pläne für präventive Hochwasserschutzmaßnahmen zu
informieren.

Schon unmittelbar nach der Hochwasserkatastrophe hat die Stadtverwaltung Zülpich mit der Aufarbeitung der Ereignisse begonnen. Seither sitzen Fachleute aus unterschiedlichen Abteilungen der Verwaltung regelmäßig an einem Tisch und entwickeln Ideen für Hochwasserschutzmaßnahmen, die bei Starkregenereignissen die Zülpicher Ortschaften und deren Bürgerinnen und Bürger besser schützen sollen.

Ein konkreter Vorschlag, den Bürgermeister Ulf Hürtgen, der Beigeordnete Ottmar Voigt und Jürgen Kremer von der städtischen Bauverwaltung dem Landrat während seines Besuchs in Zülpich vorstellen konnten, ist die Schaffung eines Abschlagbauwerks für den Vlattener Bach, so dass dieser im Notfall in den unmittelbar angrenzenden Zülpicher Wassersportsee umgeleitet werden kann.
Ein ähnliches Bauwerk gibt es am Neffelsee bei Zülpich-Füssenich.

Dort hat der Erftverband schon vor Jahren am westlichen Ufer einen kaskadenartigen Abschlag gebaut, der bei Starkregenereignissen das
Wasser des Neffelbachs in den See einleitet. „Dieser Abschlag hat während der Hochwasserkatastrophe im gesamten Neffeltal Schlimmeres verhindert“, berichtete Bürgermeister Ulf Hürtgen.

„Deshalb wünschen wir uns eine derartige Lösung auch für den Wassersportsee.“ Dadurch könne bei einem extremen Starkregenereignis der gesamte Unterlauf des Vlattener Bachs sowie große Teile im Einzugsbereich des Rotbachs entlastet werden. Mögliche Bedenken, dass eine Eutrophierung des Wassersportsees die Folge eines Starkregenereignisses sein könnte, wurden vom Erftverband und auch vom Gesundheitsamt des Kreises Euskirchen nicht bestätigt. Auch die Furcht vor einem steigenden Wasserpegel ist nach Angaben der Experten unbegründet. Überschüssiges Wasser soll kontrolliert über den Mühlengraben abgeführt werden.

Nach dem Ende der Braunkohleförderung im Jahr 1969 war das Restloch mit Hilfe des Vlattener Bachs geflutet worden. Teile des damaligen Zulaufs sind auch heute noch sichtbar.

„Ich halte das für eine gute Maßnahme“, sagte Landrat Ramers beim Besuch vor Ort. „Dadurch, dass hier auf vorhandene Strukturen zurückgegriffen werden kann, ließe sich das sicherlich auch einfacher
realisieren.“ Wie wichtig ein Abschlag in den Wassersportsee ist, hatte sich unlängst während des Sturmtiefs Roxana gezeigt, als der Pegel des Rotbachs an etlichen Stellen im Stadtgebiet erneut bedenklich angestiegen war.

Landrat Ramers betonte beim Besuch in Zülpich außerdem, dass es neben einem verbesserten Hochwasserschutz auch besserer Prognosen bedürfe, um die Bevölkerung zu schützen. Klare Informationen und
gezielte Warnungen seien hier wichtig. Dabei gehe Qualität vor Quantität, denn bei der Vielzahl von Warnmeldungen sei die Lage manchmal nicht leicht einzuschätzen. „Auf kommunaler Ebene sind wir dabei stets auf die Expertise und die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes und der Landesbehörden angewiesen“, so Ramers weiter. Eine Meinung, die auch Bürgermeister Ulf Hürtgen teilt: „Die Kommunen dürfen bei der Entscheidung, ob bzw. was zu tun ist, nicht allein gelassen werden.“

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Informationen zur Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Gemeinsame Haltung von Kreis und Kommunen. Mit Besorgnis und Mitgefühl blickt auch der Kreis Ahrweiler auf die dynamischen Entwicklungen in der Ukraine. Immer mehr Menschen machen sich aufgrund ihrer Notlage und der dramatischen Situation vor Ort auf den Weg in die westlichen Nachbarländer. Auf eigene Initiative oder die hilfsbereiter Privatpersonen und Helfergruppen erreichen immer mehr Flüchtlinge auch den Kreis Ahrweiler. Den acht Kommunen und dem Kreis Ahrweiler ist es ein besonderes Anliegen, diesen Menschen angesichts der humanitären Katastrophe zu helfen. Gleichzeitig leiden auch im Kreis selbst noch Tausende Menschen unter den Folgen der verheerenden Flutkatastrophe. Das Land Rheinland-Pfalz hat aus diesem Grund einen Verteilstopp für Flüchtlinge im Kreis Ahrweiler erlassen.

„Das Ahrtal ist noch immer schwer gezeichnet durch die Flut. Tausende Menschen können selbst noch nicht in ihr Zuhause zurück, große Teile der Infrastruktur sind nach wie vor zerstört, Schulen und Kitas sind betroffen und viele Menschen benötigen eine enge psychosoziale Unterstützung, um das Erlebte zu verarbeiten. Um in diesem Bereich der sozialen Infrastruktur die zusätzlichen Bedarfe zu decken, ist nach wie vor eine große Kraftanstrengung zahlreicher Akteure erforderlich. Hinzu kommt, dass beispielsweise einige Bildungseinrichtungen nur im Rahmen von Provisorien genutzt werden können. Nach der Hochwasserkatastrophe haben sich die nicht unmittelbar von der Flut betroffenen Kommunen bereits solidarisch gezeigt und Betroffene aufgenommen“, so Landrätin Cornelia Weigand, die sich zur aktuellen Lage der Flüchtlinge aus der Ukraine am Mittwoch, 9. März, mit den hauptamtlichen Bürgermeistern der Städte Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen und Sinzig, der Verbandsgemeinden Adenau, Altenahr, Bad Breisig und Brohltal sowie der Gemeinde Grafschaft ausgetauscht hat.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Versorgung einer großen Anzahl weiterer, unter Umständen zum Teil schwer traumatisierter Menschen im Kreis schlichtweg nicht möglich sein wird. Ebenso müssten die ukrainischen Flüchtlinge adäquat untergebracht, betreut und versorgt werden.

Dem Kreis und den acht Kommunen ist es ein Anliegen, dass den Menschen aus der Ukraine nicht nur eine sichere Unterbringung und Perspektive geboten wird, sondern auch entsprechende therapeutische Angebote zur Verfügung gestellt werden können. „Natürlich verstehen wir den Wunsch, helfen zu wollen. Viele von uns haben nach der Flut selbst großzügige und selbstlose Unterstützung erfahren dürfen“, so Weigand und die Bürgermeister. Im Kreis Ahrweiler sei diese Form der Hilfe aufgrund der schwierigen Situation derzeit leider nicht möglich – angefangen bei der Unterbringung bis hin zur Aufnahme in Kitas und Schulen.

„Den aus der Ukraine Geflüchteten kann in der offiziellen Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Trier bestmöglich geholfen werden. Dort können sie registriert, versorgt und in das offizielle Verteilverfahren aufgenommen werden. Außerdem steht dort entsprechendes Fachpersonal, wie Dolmetscher und Therapeuten, zur Verfügung. Das gilt auch für unbegleitete Minderjährige.“

Für geflüchtete Familien und Einzelpersonen, die bereits im Kreis Ahrweiler angekommen und privat untergebracht sind, werden in Absprache mit den Kommunen und dem Kreis Einzelfall-Lösungen erarbeitet.