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Stadt Mayen plant Förderung von Dachbegrünung

Mayen – Ein wichtiges Anliegen der Stadt Mayen ist es die Auswirkungen des Klimawandels lokal zu begrenzen. Da Grünflächen sich im Sommer weniger stark erhitzen als Asphalt und Betonflächen hat ein hoher Grünflächenanteil eine positive Auswirkung auf das städtische Klima. Die Temperaturen in der Stadt steigen entsprechend weniger stark.

Ein hoher Grünanteil ermöglicht auch eine stärkere Versickerung des Regenwassers und ist ein Baustein zu mehr Schutz vor lokalen Überschwemmungen durch Starkregen. Nicht zuletzt fördert ein hoher Grünflächenanteil auch die Artenvielfalt in Mayen und ist ein Beitrag zum lokalen Natur und Umweltschutz.

Gründe für mehr Grün in der Stadt gibt es also reichlich, Flächen auch, z.B. Garagendächer. Die Umwandlung eines Garagendaches in eine grüne Oase ist jedoch mit einigem Aufwand und auch Kosten verbunden.

Ein Teil der Kosten, für eine Dachbegrünung, wird auf Antrag durch die Stadt Mayen übernommen. Dadurch sollen Anreize geschaffen werden den Grünanteil auf privaten Flächen zu erhöhen.

Entsprechende Mittel stehen im Haushaltsplan bereit. Das Förderprogramm wird zurzeit erarbeitet und dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Danach können Mittel beantragt werden. Ziel ist eine einfache und unbürokratische Antragstellung.

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Feuerwehr Mechernich benötigt Unterstützung

Mechernich – Die Löschgruppe Mechernich führt im Monat April wieder eine Haus- und Straßensammlung durch. Hierzu sind die Kameradinnen und Kameraden im Kernort Mechernich und in Bergheim unterwegs und werden an den Haustüren klingeln.

„Natürlich wird die Mechernicher Feuerwehr von der Stadt finanziell getragen und unterstützt. Dies bezieht sich aber hauptsächlich auf die technische Ausstattung und das Notwendigste“, so Feuerwehrsprecher Georg Leyendecker.

Darüber hinaus gebe es aber auch Anschaffungen, die die Löschgruppe aus eigenen Mitteln finanzieren möchte. So werden unter anderem zusätzliche Einsatzausstattungen und Übungsmaterial benötigt.

Neben dem Dienst der aktiven Wehr wird in Mechernich auch eine Jugendfeuerwehr unterhalten, um den Nachwuchs an zukünftigen Einsatzkräften zu sichern. Ein Teil der Spendengelder würde den Jugendlichen Ausflüge zu Wettbewerben und Freizeitmaßnahmen ermöglichen. Ebenso die Anschaffung von T-Shirts und Freizeitbekleidung (auch für die aktive Wehr), um in der Öffentlichkeit einheitlich auftreten zu können.

Leyendecker: „Wenn auch Sie die Arbeit der Feuerwehr unterstützen möchten, würde sich die Löschgruppe Mechernich über einen freundlichen Empfang an der Haustüre sowie eine Geldspende sehr freuen.“

Löschgruppenführer Hussein Yassine ergänzt: „Die Kameraden der Löschgruppe freuen sich aber nicht nur über ihre Spenden, sondern auch über neue Kameraden, sowohl in der aktiven Wehr als auch in der Jugendfeuerwehr oder auch über neue Fördermitglieder. Hierzu sprechen Sie die Mitglieder der Feuerwehr bitte direkt an.“

Die Sammler tragen Dienstkleidung und führen einen Dienst- und Sammelausweis mit sich.

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Grüne Zukunft für die Fußballer im südlichen Stadtgebiet von Zülpich

Zülpich – Beim Abschied vom „roten Gold“ sah es lange Zeit nach einer Sensation aus. Bis kurz vor Spielende stand die Partie zwischen der SG Bürvenich/Schwerfen und dem SV Rhenania Bessenich unentschieden, ehe dem haushohen Favoriten aus Bessenich doch noch der Siegtreffer gelang. Es war das letzte Spiel auf dem Schwerfener Aschenplatz, denn direkt im Anschluss haben die vorbereitenden Arbeiten zur Umwandlung der traditionsreichen Spielstätte in einen modernen Kunstrasenplatz begonnen. In
Kürze wird dann die Firma „Cordel-Bau“ aus Wallenborn bei Gerolstein mit den eigentlichen Umbauarbeiten starten.

Die Federführung bei diesem Projekt hat der SSC Schwerfen. Dessen Vorsitzende Monika Niestroj und Andreas Winkelhag, Kassierer und Fußballabteilungsleiter des Vereins, hatten zuvor zusammen mit
Bürgermeister Ulf Hürtgen und dem Beigeordneten Ottmar Voigt eine entsprechende Pacht- und Bauvereinbarung mit der Stadt Zülpich unterzeichnet. Zuvor hatte die Verwaltung im Rahmen der Haushaltsberatungen 2021 beschlossen – ähnlich wie gut ein Jahr zuvor in Bessenich – auch im südlichen Stadtgebiet bei entsprechender Einigung mit dem Verein einen Kunstrasenplatz anzulegen. Der Stadtrat hatte für diesen Zweck einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 250.000 Euro bewilligt.

Zuvor hatten sich die Vereine aus dem südlichen Stadtgebiet, der SC Bürvenich, der SV Sinzenich, der SSC Schwerfen, der SC Enzen-Dürscheven und die SG Eifelland, für den Standort Schwerfen ausgesprochen.

Die genannten Vereine werden die neue Sportanlage zukünftig auch nutzen. Das Land NRW unterstützt das Vorhaben mit einer Förderung in Höhe von rund 55.000 Euro aus dem Landesprogramm „Moderne Sportstätten 2022“. Die übrigen Kosten stemmt der SSC Schwerfen unter anderem durch ein Darlehen der NRW-Bank, aber auch durch Spenden, Sponsoring sowie – mit Unterstützung der benachbarten Vereine – einem erheblichen Anteil an Eigenleistungen.

Wegen der Corona-Pandemie und den Auswirkungen der Flutkatastrophe auf die Entwicklung der Baustoffpreise hatte sich die Realisierung des Projektes mehrfach verzögert. Auch einige Umplanungen waren nötig. So wurden die Anschaffung von ursprünglich vorgesehenen vier neuen Jugendtoren und zwei überdachten Spieler-/Trainerbänken vorläufig gestrichen. Doch es steht nun fest, dass der SSC Schwerfen mit einem modernen Kunstrasenplatz in eine grüne Zukunft blickt. „Wir sind unheimlich
froh, dieses Projekt endlich starten zu können“, so die SSC-Vorsitzende Melanie Niestroj.

„Vom Aschenplatz zum Kunstrasenplatz – das ist für jeden Fußballverein ein Quantensprung“, sagt Bürgermeister Ulf Hürtgen. „Deshalb freue ich, dass es in Schwerfen nun losgeht und damit auch im südlichen Stadtgebiet beste Voraussetzungen für alle Fußballer, aber ganz besonders natürlich für den Nachwuchs geschaffen werden.“

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Ausbildung zur Sicherheits-Beraterin oder zum Sicherheits-Berater in der Verbands-Gemeinde Kaisersesch

Kaisersesch – Bürgerliches Engagement ist ein wichtiger Baustein für ein erfüllendes Miteinander in unserer Gesellschaft. Ein wichtiger Teil dieses Engagements ist die Arbeit der Sicherheitsberater*innen für Senioren, kurz: SfS.

Warum brauchen wir die Sicherheitsberater*innen für Senioren?

Die demografische Entwicklung in Deutschland macht auch vor Rheinland-Pfalz nicht halt. Das durchschnittliche Lebensalter steigt erfreulicherweise. Mit zunehmenden Alter nimmt oft auch die Furcht vor Kriminalität zu.

Was macht die Sicherheitsberater*innen für Senioren so einzigartig?

SfS sprechen die Sprache älterer Menschen, kennen und teilen deren Sorgen. Sie können praxisnah hilfreiche Verhaltensweisen vermitteln und zeigen, wie sich ältere Menschen im Alltag besser vor kriminellen Gefahren schützen können.

Was können die Sicherheitsberater*innen für Senioren leisten?

– Gefahrensituationen erkennen

– Verhaltensempfehlungen geben

– erkennen, wer fachlich kompetenter Ansprechpartner für einzelne Problemlagen ist im Ernstfall helfen (Grundkenntnisse in Erster Hilfe)

und die Grenzen der eigenen Kompetenz kennen und beachten

Wie kann ich Sicherheitsberater*innen für Senioren werden?

Die SfS sind immer an einen Träger angebunden, das können beispielsweise die Gemeinde, Seniorenbeiräte, kommunale Leitstellen („Älter werden“) oder freie Träger sein. Ausführlichere Informationen finden Sie in den Mindeststandards für Sicherheitsberaterinnen und Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren (SfS) in rheinland-pfälzischen Städten und Gemeinden.

Hier die nächsten Ausbildungstermine:

Mittwoch, 08.06.2022 | Mittwoch, 15.06.2022 | Mittwoch, 22.06.2022
jeweils von 09:00 bis 16:00 Uhr

Die Räumlichkeit wird noch mitgeteilt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann wenden Sie sich unter dem Stichwort „Sicherheitsberater für Senioren“ bitte zeitnah an

Marion Klein | Telefon: 02653 9996-712 | E-Mail: marion.klein@vg.kaisersesch.de

 

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Vereinsumfrage im AW-Kreis – Ergebnisse liegen vor

Ahrweiler – Projektteam „Weitermachen! Kreis Ahrweiler“ unterstützt auch im Einzelfall. Rund 150 Vereinsvorstände und ehrenamtlich Engagierte aus dem Kreis Ahrweiler haben in den vergangenen Wochen an einer Online-Umfrage des Projektteams „Weitermachen! Kreis Ahrweiler“ der Kreisverwaltung teilgenommen. Befragt wurden sie zu aktuellen Herausforderungen und Wünschen. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Ein Großteil der Befragten – rund 81 Prozent – gab an, dass ihr Verein vor allem unter den Folgen der Corona-Pandemie leidet. Darüber hinaus ist rund die Hälfte der teilnehmenden Vereine im Kreis zudem von der Flut im vergangenen Jahr betroffen. So müssen unter anderem Gebäude instand gesetzt, Geräte neu angeschafft und Plätze wieder bespielbar gemacht werden. Darüber hinaus stellen nach eigenen Angaben die Arbeit im Vereinsvorstand (19 Prozent) und die Anzahl der Mitglieder (rund 20 Prozent) die Vereine vor Herausforderungen.

In diesem Zusammenhang äußerten die Vereine insbesondere den Wunsch nach individueller Unterstützung (rund 50 Prozent). Des Weiteren wünschte man sich weitere Schulungen (rund 21 Prozent) und Veranstaltungen (rund 14 Prozent) – hauptsächlich zu drängenden Themen der Vorstandsarbeit.

Neben der allgemeinen Umfrage bestand für die Vereine zudem die Möglichkeit, Fragen, Wünsche und Anregungen an das Projektteam zu stellen und Einzelfälle zu schildern. Insgesamt haben 60 Vereine dieses Angebot wahrgenommen. 30 von ihnen konnten bereits mit konkreten Angeboten aus dem Projekt „Weitermachen! Kreis Ahrweiler“ unterstützt werden. Vor allem die eigens entwickelte App „MeinBeitrag“ sowie die Beratung durch die „Ehrenamt-Senior-Experten“ wurden angeboten.

Mit dem Kommunikations- und Vermittlungsportal „MeinBeitrag“ werden Freiwillige im Kreis Ahrweiler unterstützt, ihre Ideen und Zuarbeit anzubieten oder das passende ehrenamtliche Engagement zu finden. Vereine und Initiativen können auf diese Weise die für sie passende Hilfe für Veranstaltungen und Projekte finden. „MeinBeitrag“ ist eine kostenfreie, webbasierte App und kann somit als Internetportal aufgerufen oder aber auch als App auf dem Smartphone genutzt werden.

Das Angebot der „Ehrenamt-Senior-Experten“ richtet sich an junge beziehungsweise neue Vereinsverantwortliche und unterstützt sie bei der Übernahme eines Vorstandsamts. Die Experten bieten Beratung, Mentoring und Hilfestellung im Rahmen ihres Erfahrungsschatzes.

Zusätzlich zur unmittelbaren Hilfe und Unterstützung der Vereine fließen die Umfrage-Ergebnisse zudem in die zukünftige Arbeit des Projektes „Weitermachen! Kreis Ahrweiler“ ein. Weitere Informationen gibt es beim Projektteam in der Abteilung Förderprogramme/Landwirtschaft der Kreisverwaltung Ahrweiler und online unter https://kreis-ahrweiler.de/ehrenamt/weitermachen/.

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Großartiger Leseabend mit dem Journalisten und Autor Jürgen Wiebicke im Mechernicher Rathaus

Mechernich – Wie das Leben so spielt, und das Sterben vor sich geht, darüber erfuhren knapp hundert Besucher einer Benefizlesung mit dem Kölner Autor und Journalisten Jürgen Wiebicke eine ganze Menge, die Freitagabend ins Mechernicher Rathaus gekommen waren.

Viele Besucher der Benefizlesung und auch Norbert Arnold, der Geschäftsführer des Sozialwerks der Communio in Christo (r.), ließen sich ihre Buchexemplare vom Autor Jürgen Wiebicke signieren. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Moderator des „Philosophischen Radios“ montags abends auf WDR 5 hatte vor Jahresfrist der Einrichtungsleiterin Sonja Plönnes und Hospizleiterin Verena Izzo vom Sozialwerk der Communio in Christo bei einer Lit.Eifel-Veranstaltung in die Hand versprochen, er werde zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung fürs Hospiz Stella Maris der Communio wieder nach Mechernich kommen.

Es war nicht das erste Mal, denn bereits vor Jahren hatte Jürgen Wiebicke die Communio und ihre Pflegeinrichtungen besucht und war beim Gründungsgedenktag des Ordo als Referent und Moderator zum Thema Tod und Sterben aufgetreten. Auch diesmal sei es ihm umso leichter gefallen, nach Mechernich zu kommen, da er der Hospizidee und dem Hospiz sehr eng verbunden sei, erklärte der Autor im gutgefüllten Ratssaal.

Dann eröffnete er den gemischten Vorlese- und Gesprächsabend mit einer Passage vom Ende, dem allmählichen Dahinscheiden und Tod seiner Mutter im Hospiz. Es ging dabei – und im Buch „Sieben Heringe“ generell – nicht um voyeuristische Inaugenscheinnahme. Hier findet eine Würdigung von Menschen der Kriegsgeneration und ihrer von der Nazidiktatur geprägten Biographien statt.

Ohne Grimm und Vertuschung

Bei Jürgen Wiebickes Mutter, die neben seinem Vater Hauptdarstellerin des bei der Benefizlesung im Mittelpunkt stehenden Buches „Sieben Heringe“ ist, geht es um die aktive und deshalb schmerzliche, aber auch befreiende Bilanzierung des eigenen Lebens.

Das sich bei der Betrachtung ohne Grimm, aber auch ohne grobe Vertuschung als reich entpuppt. Nicht, weil es komplikationslos verlaufen und alles gelungen wäre, sondern, ganz im Gegenteil, weil es so voller Schwierigkeiten steckte und voller Leben war.

Herrlich etwa die Schilderung der ersten Begegnung zwischen Mutter und Vater Wiebicke auf einer Wiese, auf der er die Schafe hütete und sie nach Kaninchenfutter für die „Stallhasen“ daheim suchte. Er half ihr Kettensträucher und Wegerich zu suchen: „Lass es uns gemeinsam tun“, ein Schlüsselsatz fürs ganze Leben… Doch zum Treffen am nächsten Nachmittag hatte er bereits einen ganzen Sack voll Karnikelfutter für sie gerupft. Jürgen Wiebicke: „Das war sein Strauß roter Rosen für sie, ein Sack voll Kaninchenfutter…“

Doch die romantischen Szenen können in dieser Ehe – wie in den meisten anderen – nicht überwogen haben, sondern werden wohl eher die seltene Ausnahme gewesen sein, vermutet der Sohn und Autor: „Aber ich bin froh, dass es sie gab, und ihre Ehe keine reine Versorgergemeinschaft war…“

Trauma der Kriegsgeneration

Das Leben seiner Mutter war aber nicht nur voll Leben, sondern, wie sie dem Sohn im Angesicht des eigenen Todes offenbart, auch voller Tod. Kein Wunder nach zwei in der Familie („natürlich“) nicht thematisierter Abtreibungen. Oder der unverarbeitete Anblick auf Kindergröße geschrumpfter Brandbombenopfer im Zweiten Weltkrieg, der der Mutter noch auf dem Sterbelager Albträume bescherte.

Jürgen Wiebicke hatte auch Trost für die Hinterbleibenden mit nach Mechernich gebracht: „Wundern Sie sich nicht, wenn Sie sich nachher ein bisschen verrückt vorkommen… Aber Trauernde können sich nicht aussuchen, woran sie denken wollen, wenn sie doch ständig wie vom Blitz getroffen werden…“

Das Reden (und wohl auch das Schreiben, wie in seinem Fall) helfen auf jeden Fall bei der Bewältigung, so Jürgen Wiebicke: Sie verhindern, dass „Geschichten für immer mit in die Grube fahren, die dieses Leben geschrieben hat“. Seine Mutter habe sich selbst „freigesprochen“, indem sie ihm erzählte, was wirklich los war, und er sollte es nicht für sich behalten, sie war auch einverstanden, dass der Autor es seinen Lesern und Zuhörern weitergibt.

Das seien keine „Abenteuergeschichten“ mehr gewesen nach der Art, wie sie Erwachsene aus ihrem reichhaltigen Erleben den Kindern vorzutragen pflegen, so Jürgen Wiebicke: „Wenn man alles zur Sprache bringt, auch das Schwere, dann kann das die Wirklichkeit verändern. Das Schwere geht nicht weg, wenn man es verschweigt…“

Ohne Zorn und ohne Vorwurf brachte der studierte Germanist und Philosoph, Jahrgang 1962, auch die Bewältigung oder Verdrängung der Nazivergangenheit einer ganzen Generation zur Sprache. Und er brachte Beispiele für einen „inneren Faschismus“, der nicht nur die Kinder des Krieges befallen hatte, sondern auch die Generation nach ihnen, die oft keine Sprache für Emotionen finde und wie gepanzert durchs Leben gehe.

Es war ein großartiger Lese- und Erzählabend in angenehmer Atmosphäre, der sich nicht nur auf literarischem und philosophischem Boden bewegte, sondern die Menschen im Auditorium zu versöhnen suchte mit dem Leben und dem Menschsein.

Sehr viele Zuhörer erwarben „Sieben Heringe“ am Büchertisch der Buchhandlung Schwinning und ließen sich ihr Exemplar von Jürgen Wiebicke signieren. Der Erlös der Benefizlesung kommt dem Hospiz Stella Maris des Ordo Communionis in Christo zugute. Die Unkosten übernahmen „Schäfer Reisen“ und die Lang & Roggendorf Medien GmbH („ProfiPress“).

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Die Welt zu Gast in Kreuzau – Foto-Ausstellung von Jonas Heimbach im Rathaus Kreuzau

Kreuzau – Der junge Künstler Jonas Heimbach zeigt bis zum 29. April 2022 im Rathaus Kreuzau 42 seiner schönsten Fotos, die auf seinen Weltreisen entstanden sind. Es sind Aufnahmen aus verschiedenen Ländern, welche Geschichten von Begegnungen mit atemberaubenden Landschaften, traumhaften Städten und wilden Tieren erzählen.

Der Name der Ausstellung „Heimat in der Ferne“ ist inspiriert durch das Gefühl, was der Künstler immer hat, wenn er zu einer Reise aufbricht. „Wenn ich in ein Flugzeug, auf ein Schiff oder in einen Zug steige, habe ich nicht mehr das Gefühl, mich auf eine Reise ins Unbekannte zu begeben. Stattdessen empfinde ich ein angenehmes Gefühl der Ruhe und des Wissens, nun wieder in meinem Element zu sein. Als würde sich das Verlassen meines Zuhauses zeitgleich wie das Ankommen in meiner ganz eigenen Heimat anfühlen“, so Jonas Heimbach.

Jonas Heimbach ist 21 Jahre alt, kommt aus Düren und begeistert sich seit seiner Kindheit für Tiere, Natur und Fotografie. Inzwischen ist die Fotografie in Verbindung mit seiner Liebe für Natur und Reisen zu einem zentralen Punkt in seinem Leben geworden. Als jüngstes Mitglied der Fotografischen Gesellschaft Düren eröffnete er mit 16 Jahren seine erste Ausstellung. Nach seinem Abitur 2019 reiste er für mehrere Wochen und Monate in der Welt herum. Ob Wanderungen im Himalaya und Kaukasus, Tiger-Safari im Dschungel Nepals oder Zugreise mit dem Rucksack durch Europa, all dies sind nur ein paar der vielen Abenteuer, die er erlebte und ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er heute ist! Neben der Fotografie hat Jonas Heimbach inzwischen auch an weiteren Kunstrichtungen wie dem Schreiben von Büchern, Filmen oder grafischer Malerei seinen Spaß gefunden und ergänzt damit seine fotografischen Projekte.

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Tierpark Alsdorf erfährt Unterstützung durch Hoftrac 1390 – Allrounder unterstützt das Tierpark-Team

Alsdorf – Ein echter Allrounder unterstützt jetzt die Arbeit des Tierpark-Teams um seinen Leiter Stefan Heffels. Er hat nicht nur Bärenkräfte, sondern auch einen Hang zur Sauberkeit. „Zwar passt er nicht in unsere Arbeitsanzüge, dafür erledigt er Aufgaben mehr oder weniger alleine, bei der wir vorher mit drei, vier Mann anpacken mussten“, lacht Heffels. Die Rede ist vom knallroten Hoftrac 1390.

Dieses Multitool ist nicht nur spielend leicht zu bedienen – Bürgermeister Alfred Sonders drehte gleich eine Runde auf dem Verkehrsübungsplatz am Tierpark damit –, er verfügt zudem über eine Reihe von Fähigkeiten für verschiedene Arbeitszwecke. Mit einer Palettengabel, etwa zum Transport von Mobiliar oder Blumenkübel, oder einer Krokogabel zum Aufnehmen großer Heu- und Strohballen oder zum Greifen von Baumstämmen. Außerdem unterstützen eine Schaufel und eine Kehrmaschine das Reinigen der Gehwege.

Bürgermeister Alfred Sonders, der zugleich Vorsitzender des Tierpark-Vereins ist, und Stefan Heffels sind sich einig: „Durch die Erweiterung der Aufgabengebiete im Tierpark Alsdorf war die Anschaffung dieses Fahrzeugs dringend notwendig.“ Die Anschaffungskosten von etwa 67.500 Euro wurden durch die Freizeitobjekte Gesellschaft Alsdorf mbH (FOGA) gedeckelt, etwa auch durch den Ertrag aus den Parkgebühren auf dem Tierparkparkplatz. (apa)

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Bewegung in die Dörfer – Schulungs-Angebot am 9. und 10. April in Plaidt

Plaidt/Mayen-Koblenz – 32 Ortsgemeinden aus dem Landkreis Mayen-Koblenz beteiligen sich aktuell am Projekt „Bewegung in die Dörfer“. Ziel des Projektes ist es, ältere Menschen, die sportlich wenig affin sind, bei regelmäßigen Treffen zur Bewegung zu motivieren und gemeinschaftliche Aktionen zu organisieren. Rund 70 sogenannte Bewegungsbegleiter, die die Treffen leiten, wurden bisher dafür ausgebildet. Am 9. und 10. April gibt es die Möglichkeit für weitere interessierte Personen, sich in einem zweitätigen Kurs zum Bewegungsbegleiter ausbilden zu lassen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Ausrichter sind die Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung in RLP und die LandFrauen Mayen-Koblenz in Kooperation mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz. Bei der Schulung steht sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen über körperliche Veränderungen und Bedürfnisse des Alltags im Alter im Fokus. In zahlreichen praktischen Übungen erhalten die Bewegungsbegleiter vielseitige Ideen, die sie zu ihren örtlichen Bewegungsgruppen mitnehmen können. Vor den Corona-bedingten Einschränkungen nahmen mehr als 400 ältere Menschen aus dem Landkreis regelmäßig an den Bewegungsangeboten teil. „Wir hoffen, dass bald wieder feste Treffen in Präsenz angeboten werden können. Und natürlich hoffen, wir dass weitere Gemeinden am Projekt Bewegung in die Dörfer teilnehmen und wir neue engagierte und motivierte Bewegungsbegleiter gewinnen können“, sagt Lea Bales, die als Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung das Projekt betreut.

Weitere Informationen zum Projekt „Bewegung in die Dörfer“ bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Lea Bales, Telefon: 0261/108-275, E-Mail: lea.bales@kvmyk.de Anmeldung zur Schulung unter https://www.lzg-rlp.de/de/schulungen.html

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„Freude am Leben“ – Otmar-Alt-Ausstellung in der Kunstakademie Heimbach eröffnet

Düren – „Die Kunst von Otmar Alt inspiriert und zeigt die positiven Seiten des Lebens. Gerade in schwierigen Zeiten, wie wir sie gerade erleben, sendet diese Kunst ein wichtiges Signal der Hoffnung“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn zu Beginn seiner Laudatio für den Künstler Otmar Alt bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag, 03. April. In der Internationalen Kunstakademie Heimbach werden unter dem Motto „Freude am Leben“ bis zum 1. Mai insgesamt 75 Werke des bekannten Malers ausgestellt.

Gezeigt Malereien, Druckgrafiken und Skulpturen, die der Mitgründer der Kunstakademie und dortige Dozent zwischen 2003 und 2022 geschaffen hat. Bunt, abstrakt und kraftvoll präsentieren sich die Werke in drei Ausstellungsräumen auf zwei Ebenen. „Ich möchte Otmar Alt herzlich danken für das großartige und langjährige Wirken in seiner zweiten Heimat – dem Kreis Düren. Wie wir sehen, hat uns Otmar Alt viel Freude in den letzten Jahrzehnten vermittelt“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn vor den anwesenden Gästen. Auch der Direktor der Internationalen Kunstakademie Heimbach, Prof. Dr. Frank Günter Zehnder, würdigte den heute 81-Jährigen: „Otmar Alt ist eine Person mit tiefer Menschlichkeit und Optimismus. Seiner Ansicht nach trägt der Künstler nicht nur die Verantwortung für ein Werk, sondern auch für die Gesellschaft. Durch die Komposition des Bildes werden Botschaften vermittelt, die mit Worten in der Form nicht ausgedrückt werden können.“

In jedem seiner Werke stecken viel persönliche Beobachtung, Lebenserfahrung, Schalk sowie das Farb- und Formenspiel. Zum ersten Mal zu sehen ist sein neuestes Bild aus dem Frühjahr „Alte Kunst in neuen Mauern“ (2022), das die Burg Hengebach, die Heimat der Akademie, in den Mittelpunkt rückt. Letztmals wird der mit fünfzehn farbigen Blättern reichste Bildzyklus „Pinguin“, Alts Lieblingstiere, gezeigt, da er in Privatbesitz ist.

Zeitgleich mit der Otmar-Alt-Ausstellung werden handgefertigte Keramiken von den Bewohnern aus dem Stammhaus Jülich, einer Wohngemeinschaft junger Erwachsener mit Behinderung, ausgestellt. Der Töpfermeister Arno Schlader, der bis zu seinem Tod 2010 ein enger Freund von Otmar Alt war, hat viele Jahre mit den Bewohnern ehrenamtlich getöpfert und sie für dieses Handwerk begeistert. „Es ist ein tolles Zeichen, dass beide Ausstellungen parallel hier laufen“, sagt der Landrat, der auch Vorsitzender der Trägervereins der Kunstakademie ist. Die Feierstunde in Heimbach wurde musikalisch von dem Trompeter Rüdiger Baldauf begleitet.

Otmar Alt bedankte sich für die wundervollen Worte und zeigte sich gerührt. „Kunst ist wie ein Grundnahrungsmittel – unverzichtbar“, so seine Devise. Er ist ein wichtiger Teil der Geschichte des Kreises Düren, der in diesem Jahr 50 Jahr alt wird, wie der Landrat betonte. So dürfte beispielsweise der kunstvoll gestaltete Zug der Rurtalbahn noch vielen im Gedächtnis sein. Umso erfreulicher ist es, dass das Jubiläumsjahr des Kreises in der Kunstakademie bunt, kreativ und lebensfroh mit den neuen und älteren Kunstwerken und der Ausstellung gefeiert wird, so der Landrat