Ahrweiler – Landrätin Weigand ruft Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme auf. Im Rahmen des Forschungsprojekts „KAHR“ werden wissenschaftliche Erkenntnisse zur Klimaanpassung, Hochwasservorsorge und Resilienz gesammelt, um moderne und innovative Lösungsansätze unmittelbar in den Wieder- und Neuaufbau der Region nach der Flut einfließen zu lassen. Um die hierfür notwendigen Daten auf eine breite Basis zu stellen, werden in den kommenden Wochen die von der Flutkatastrophe Betroffenen selbst befragt. Mithilfe eines Online-Fragebogens sollen die Bürgerinnen und Bürger des Ahrtals ihre Eindrücke und Erfahrungen zu den Themen Flutschäden, Wiederaufbau und Vorsorge gegenüber Extremereignissen schildern.
„Wir alle geben unser Bestes, um unser Ahrtal nicht nur wieder aufzubauen, sondern es neu, zukunftsorientiert und nachhaltig zu gestalten. Unser gemeinsames Ziel ist ein Ahrtal der Zukunft, in dem wir uns auch vor den Gefahren zukünftiger Hochwasser so gut wie möglich schützen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich der Landkreis Ahrweiler als Praxispartner dem bundesweiten Forschungsprojekt ‚KAHR‘ angeschlossen. Und nun bitte ich Sie, unterstützen Sie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und nehmen Sie an der Befragung teil“, sagt Landrätin Cornelia Weigand.
Für die Befragung wurde ein Online-Fragebogen entwickelt. Rund 5000 Bürgerinnen und Bürger im Kreis Ahrweiler werden in den kommenden Wochen angeschrieben und erhalten einen Zugangscode, der die Teilnahme an der Online-Umfrage ermöglicht. Der Fragebogen kann über einen QR-Code auf dem Anschreiben, die Befragungsseite https://survey.uni-stuttgart.de/evasys/online.php oder per E-Mail angefordert sowie online ausgefüllt werden. Die Befragung nimmt etwa 20 bis 30 Minuten in Anspruch und ist bis zum 20. Juli 2022 möglich.
Für eine verlässliche Interpretation der Ergebnisse ist es wichtig, dass möglichst viele der angeschriebenen Personen an der Umfrage teilnehmen. Die Befragung ist aber ausdrücklich freiwillig. Alle Angaben unterliegen den strengen Anforderungen des Datenschutzes, die strikt beachtet werden.
Weitere Auskünfte zur Online-Umfrage des wissenschaftlichen Projekts „KAHR“ erteilt Charlotte Burggraf, Telefon 02641 / 975-475, E-Mail an charlotte.burggraf@kreis-ahrweiler.de.
Was ist „KAHR“?
Bei „KAHR“ (Klimaanpassung, Hochwasser und Resilienz) handelt es sich um ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit fünf Millionen Euro gefördertes Projekt, in dem Partner aus Wissenschaft und Praxis zusammenarbeiten. Ziel ist es, die von der Flutkatastrophe im Juli 2021 betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bei ihren Aufbaumaßnahmen zu unterstützen und wissenschaftlich zu begleiten. Hierzu werden die Expertisen aus den Bereichen Stadt- und Raumplanung, Hydrologie, Wasserbau und -wirtschaft, Natur- und Umweltrisiken, Gebäudetechnologie sowie Innovations- und Systemforschung gebündelt, damit moderne und innovative Lösungsansätze direkt in den Wiederaufbau einfließen können. Die Fördermaßnahme „KAHR“ startete am 1. November 2021 mit insgesamt 13 Partnern.
Weitere Informationen zu Verbundpartnern, Themen und Terminen sind unter https://hochwasser-kahr.de zu finden.
Mendig – Ab dem 20. Juni findet die alljährliche internationale Kampagne STADTRADELN statt und Mendig ist wieder mit dabei. Jeder kann sich an dieser Aktion beteiligen und innerhalb von 21 Tagen möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurücklegen und dabei Kilometer für sich, sein Team und seinem Landkreis sammeln. Bereits im letzten Jahr hatten knapp 50 Bürgerinnen und Bürger für die Stadt Mendig über 6.000 km zurückgelegt und konnten somit nach Berechnung des Klimabündnisses ca. 900kg CO2 einsparen – ein ganz toller Beitrag zum Klimaschutz.
„Letztes Jahr haben sich im Landkreis Mayen-Koblenz 72 Teams mit 727 Teilnehmer beteiligt, die zusammen 157.288 km mit dem Fahrrad zurückgelegt haben. Eine Strecke 3-mal um die Erdkugel. Wir freuen uns schon sehr auf zahlreiche Anmeldungen für unsere Stadt und hoffen die über 6.000 km vom letzten Jahr, zu überbieten.“, so Achim Grün, Ansprechpartner der Aktion STADTRADELN.
STADTRADELN ist eine internationale Kampagne des Klima-Bündnis und wird vom ADFC Rheinland-Pfalz und dem Ministerium für Umwelt, Ernährung, Energie und Forsten Rheinland-Pfalz unterstützt.
Alter und neuer FVM-Präsident: Dr. Christos Katzidis (r.) folgt auf Bernd Neuendorf im Amt des FVM-Präsidenten. Neuendorf hatte nach seiner Wahl zum DFB-Präsidenten Bernd am 11. März sein Amt am Mittelrhein niedergelegt. Foto: FVM
Region/Hennef – Dr. Christos Katzidis ist neuer Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM). Die 127 Delegierten aus den neun Fußballkreisen wählten den 52-jährigen Bonner am gestrigen Samstag, 18. Juni 2022 beim ordentlichen Verbandstag des FVM in der Sportschule Hennef einstimmig in das höchste Amt des siebtgrößten DFB-Landesverbandes.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf (r.), bis zum 11. März Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein, gratuliert Dr. Christos Katzidis zur Wahl in das Amt des FVM-Präsidenten. Foto: FVM
„Ich danke Ihnen sehr herzlich für das Vertrauen, das Sie mir entgegenbringen. Ich möchte mit Ihnen gemeinsam die Zukunft des Fußballs am Mittelrhein weiter positiv gestalten“, erklärte Katzidis. „Grundlage ist für mich ein enger Austausch mit unseren Mitgliedern in den Vereinen und eine kooperative Zusammenarbeit mit ihnen und den Fußballkreisen. Daher werden wir nach der pandemiebedingten Pause beispielsweise die Vereinsdialoge schnellstmöglich wieder aufnehmen und mit den Vereinen vor Ort in den Austausch gehen.“
Das FVM-Präsidium 2022-2025 v.l.n.r. Mark Degenhardt (Vertreter der jungen Generation), Wolfgang Sieben (Vorsitzender des Verbandsausschusses für Freizeit- und Breitensport), Emilie Schmidt (Vorsitzende des Verbandsausschusses für Frauenfußball), Peter Oprei Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses, Vizepräsidentin Johanna Sandvoß, Schatzmeister Ewald Prinz, Präsident Dr. Christos Katzidis, Rudi Rheinstädtler (Vorsitzender des Verbandsjugendausschusses), Anja Vianden Präsidiumsmitglied für Digitalisierung, Sascha Hendrich-Bächer (Leiter der Sportschule Hennef), Kamil Niewiadomski (Vorsitzender des Verbandsausschusses für Rechts- und Satzungsfragen), Vizepräsident Hans-Christian Olpen, Markus Müller (Vorsitzender des Verbandsspielausschusses), FVM-Geschäftsführer Dirk Brennecke. Foto: FVM
Zentraler Schwerpunkt für den neuen FVM-Präsidenten ist die Unterstützung der Vereine: „Fußball ist die Vereinssportart mit den meisten Mitgliedern in Deutschland. Unsere Fußballvereine sind eine elementare Säule unserer Gesellschaft, die wir in allen Bereichen weiter stärken müssen.“ Die UEFA EURO 2024 ist für Katzidis eine große Chance, den Kinder- und Jugendfußball zu fördern: „Die Erfahrung zeigt, dass gerade nach großen Turnieren Kinder und Jugendliche in die Vereine strömen. Die Unterstützung und Weiterentwicklung des Amateurfußballs und Breitensports, mit besonderem Fokus auf den Bereich Kinder und Jugendliche, ist einer unserer strategischen Schwerpunkte. Deshalb ist es wichtig, die neuen Spielformen im Kinderfußball bis zur Saison 2024/25 in die Fläche zu bekommen und alle Trainerinnen und Trainer entsprechend zu qualifizieren.“ Zur Stärkung der Vereine gehört für ihn auch, den Fokus auf die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt und die Vereinsberatung zu richten. „Wir müssen gemeinsam politischer werden und konkrete Maßnahmen einfordern, um die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen zu stärken. Darüber hinaus ist gute Führung ein Erfolgsfaktor für erfolgreiche Vereinsarbeit. Wir werden deshalb auch die guten Ansätze im Verband bei der Vereinsberatung erweitern, um auch die Vereinsarbeit vor Ort weiter zu stärken“, so Katzidis. Bei den gesellschaftspolitischen Themen sieht Katzidis die strategischen Schwerpunkte in der Förderung von Mädchen und Frauen im Fußball, im Bereich der Gewaltprävention, des Kinderschutzes und der sozialen Integration.
Zu den ersten Gratulanten nach der Wahl von Katzidis gehörte DFB-Präsident Bernd Neuendorf, der nach seiner Wahl zum DFB-Präsidenten am 11. März 2022 sein Amt als FVM-Präsident niedergelegt hatte. „Ich freue mich, dass mit Christos Katzidis ein Mann an der Spitze des FVM steht, der fachlich und menschlich alle Voraussetzungen mitbringt, um diese verantwortungsvolle und fordernde Aufgabe zu bewältigen. Ich bin sicher: Mit ihm wird sich der Fußball am Mittelrhein weiter gut entwickeln“, erklärte Neuendorf. „Der FVM ist ein großartiger Verband mit herausragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ehren- und im Hauptamt. Ihnen allen möchte ich persönlich für das mir in den letzten Jahren entgegengebrachte Vertrauen und die große Unterstützung danken. Der FVM ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ich werde die Zeit in Hennef in sehr guter Erinnerung behalten und den im Verband engagierten Menschen eng verbunden bleiben.“
Das neue Präsidium
Neu ins FVM-Präsidium gewählt wurde neben Christos Katzidis Emilie Schmidt als Vorsitzende des Verbandsausschusses für Frauenfußball, die das Amt nach dem Ausscheiden von Anja Hompesch bereits seit Dezember 2021 kommissarisch innehatte. Wolfgang Sieben übernimmt das Amt des Vorsitzenden des Verbandsausschusses für Freizeit- und Breitensport von Helmut Waldhaus. Alle anderen Positionen bleiben in der neuen Wahlperiode bis 2025 unverändert: In ihren Ämtern bestätigt wurden Vizepräsident Hans-Christian Olpen, Vizepräsidentin Johanna Sandvoß, Schatzmeister Ewald Prinz, Markus Müller (Vorsitzender des Verbandsspielausschusses) und Peter Oprei (Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschuss) sowie Kamil Niewiadomski als Vorsitzender des Verbandsausschusses für Rechts- und Satzungsfragen, Anja Vianden als Präsidiumsmitglied für Digitalisierung und Mark Degenhardt als Vertreter der jungen Generation. Rudi Rheinstädtler, bereits beim Verbandsjugendtag Ende April als Vorsitzender des Verbandsjugendausschusses wiedergewählt, wurde von den Delegierten des Verbandstages bestätigt.
Der FVM zeichnete die Familie Espeter aus Stolberg für deren herausragendes Engagement im inklusiven Fußball mit dem diesjährigen Egidius-Braun-Preis aus; v.l.: FVM-Vizepräsidentin Johanna Sandvoß, Ursula Espeter, FVM-Vizepräsident Hans-Christian Olpen sowie Nike, Jonas, Jorick, Claas und Klaus Espeter. Foto: FVM
Egidius-Braun-Preis
Seit 2010 würdigt der FVM das außerordentliche Wirken des früheren und am 16. März 2022 verstorbenen DFB- und FVM-Präsidenten Egidius Braun mit der Verleihung des Egidius-Braun-Preises. Anlässlich des Verbandstages zeichnet der FVM seither Menschen oder Institutionen aus, die das Credo von Egidius Braun, ‚Fußball ist mehr als ein 1:0‘ in besonders herausragender Weise mit Leben füllen und in seinem Sinne zeigen, welch positive Kraft und große gesellschaftspolitische Verantwortung der Fußball hat. In diesem Jahr ehrte der FVM die Familie Espeter aus Stolberg bei Aachen. „Ursula und Klaus Espeter sind gemeinsam mit ihren Kindern treibende Kräfte, wenn es um die Förderung und Weiterentwicklung des integrativen Fußballs am Mittelrhein geht“, erklärte FVM-Vizepräsidentin Johanna Sandvoß. „Mit ihrem Verein TABALiNGO bieten sie sportbegeisterten Kindern unabhängig des Behinderungsgrades sportliche Begegnungsräume mit vielfältigen Angeboten. Sie organisieren Fußballturniere oder unterstützen den Spielbetrieb der FVM-Liga inklusiv, die auch dank ihres fantastischen Engagements gegründet worden ist und eine Vorreiterrolle im organisierten Fußball einnimmt“, so Sandvoß. Die Auszeichnung mit dem Egidius-Brau-Preis ist mit einer Spende des FVM von 5.000 Euro verbunden, die die Familie Espeter zur Unterstützung ihrer Aktivitäten und Projekte einsetzen kann.
Ehrungen
Zu Ehrenmitgliedern ernannte der Fußball-Verband Mittelrhein Rolf Müller und Manfred Schultze. Die Kreisvorsitzenden der Fußballkreise Berg bzw. Düren und FVM-Beiratsmitglieder waren im Frühjahr auf den Kreistagen ihrer Fußballkreise nach mehreren Jahrzehnten großartigen ehrenamtlichen Engagements nicht mehr angetreten. Ihre Kreise hatten sie bereits auf den Kreistagen zu Ehrenvorsitzenden ernannt. Am Vorabend des Verbandstages waren zudem langjährige und verdiente Ehrenamtliche mit Verdienst- und Ehrennadeln des FVM sowie des DFB ausgezeichnet worden.
Vita Dr. Christis Katzidis
Dr. Christos Katzidis, Jahrgang 1969, hat in der Jugend beim SV Wersten 04 (Fußballverband Niederrhein) sowie später beim 1. FC Hardtberg (Bonn) und Bonner SC gespielt und war unter anderem Auswahlspieler der Kreisauswahl Bonn. Im Seniorenbereich war er bis 2001 bei verschiedenen Bonner Vereinen von der Kreisliga C bis zur Verbandsliga aktiv und als lizenzierter Trainer u.a. beim TuS Pützchen (Kreis Bonn) engagiert.
Beruflich ist Katzidis seit 2017 Abgeordneter des Landtages von Nordrhein-Westfalen. In der 17. Wahlperiode war er innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, ordentliches Mitglied des Innen-, Sport- und Haushaltskontrollausschusses sowie der Parlamentarischen Untersuchungsausschüsse „Amri“ und „Kindesmissbrauch“. Vor seiner Wahl in den Landtag war der promovierte Polizeioberrat a.D. unter anderem Personaldezernent beim Polizeipräsidium Bonn und dort auch Leiter der Aus- und Fortbildung. Ehrenamtlich engagiert war Katzidis von 2013 bis 2022 als Kreisvorsitzender der CDU Bonn, von 2014 bis 2019 war er zudem Mitglied im Rat der Stadt Bonn, dort unter anderem Vorsitzender des Sportausschusses. Der 52-Jährige ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt in Bonn.
Das FVM-Präsidium 2022-2025:
Präsident: Dr. Christos Katzidis (Bonner SC)
Vizepräsident*innen: Hans-Christian Olpen (SV Gremberg-Humboldt), Johanna Sandvoß (TSV Weiß)
Schatzmeister: Ewald Prinz (TuS Veytal)
Vorsitzender des Verbandsspielausschusses: Markus Müller (ESV Gremberghoven)
Vorsitzende des Verbandsausschusses für Frauenfußball: Emilie Schmidt (Spvg. Wesseling-Urfeld)
Vorsitzender des Verbandsjugendausschusses: Rudi Rheinstädtler (FC Victoria Pier)
Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses: Peter Oprei (FC 1913 Roetgen)
Vorsitzender des Verbandsausschusses für Rechts- und Satzungsfragen: Kamil Niewiadomski (FC Hennef 05)
Vorsitzender des Verbandsausschusses für Freizeit- und Breitensport: Wolfgang Sieben (SpVgg. Jackerath-Opherten)
Präsidiumsmitglied für Digitalisierung: Anja Vianden (FC Blau-Weiß Friesdorf)
Vertreter der jungen Generation: Mark Degenhardt (SV Sötenich)
Markus Müller (Vorsitzender, ESV Gremberghoven), Patrick Zielezny (JSG Beuel und SV Beuel 06), Marco Feith (TSV Bayer 04 Leverkusen), René Stoll (SV Falke Bergrath), Michael Schnitzler (SV Sistig-Krekel), Jan Griskewitz (Vertreter der jungen Generation, SG Oleftal)
Verbandsausschuss für Frauenfußball 2022-2025:
Emilie Schmidt (Vorsitzende, Spvg. Wesseling-Urfeld), Paul Standley (SV Menden), Patrick Effer (TuS Eudenbach), Stefan Gabriele (1. FFC Bergisch Gladbach), Tülay Kayadibi (Vertreterin der jungen Generation, DJK Gummersbach)
Verbandsschiedsrichterausschuss 2022-2025:
Peter Oprei (Vorsitzender, FC 1913 Roetgen), Michael Bernhardt (Eintracht Hohkeppel), Michael Beitzel (Siegburger Turnverein), Helmut Hüdepohl (DJK Arminia Eilendorf), Alexander Degeer (1. FC Köln), Sven Körfer (SV Brachelen), Hans-Willi Ronig (SC Alemannia Lendersdorf), Christian Scheper (1. FC Spich), Dominik Mynarek (Vertreter der jungen Generation, CSV Düren)
Verbandsausschuss für Freizeit- und Breitensport 2022-2025:
Wolfgang Sieben (Vorsitzender, SpVgg. Jackerath-Opherten), Dirk Wohlfeil (SSV Bergneustadt), Hartwig Schumacher (TV Herkenrath 09), Carina Kuhnt (SpVgg. Jackerath-Opherten), Sarah Jannusch (Vorwärts Spoho 98), Sebastian Sander (Vertreter der jungen Generation, VfVuJ 1902 Winden)
Verbandsausschuss für Rechts- und Satzungsfragen 2022-2025:
Kamil Niewiadomski (Vorsitzender, FC Hennef 05), Christoph Goerke (SV Altenberg), Dr. Jonas Kliesch (BSG BMVg), Markus Meier (Wahlscheider SV), Emre Can Polat (Vertreter der jungen Generation, FC Prometheus-Italia)
Kassenprüfer 2022-2025:
Gerhard Schultz (1. FC Köln), Wolfgang Pütz (TuS Immekeppel), Michael Herpers (VfJ Laurensberg)
Verbandssportgericht 2022-2025:
Thomas Riedel (Vorsitzender, 1. FC Spich), Dr. Martin Fröhlich (TSV Alemannia Aachen), Stefan Flock (SV Blau Weiß Hand), Martina Lambertz (SC 1913 Hitdorf), Manuel Plützer (SSC Satzvey), Kaan Haydan (Vertreter der jungen Generation, TSV Bayer 04 Leverkusen)
Bezirkssportgericht I 2022-2025:
Norbert Schneider (Vorsitzender, FSV Schwarz-Weiß Neunkirchen-Seelscheid), Dr. Daniel Schlering (TB Turnerbund 1906 Witterschlick), Matthias Faulenbach (SSV Homburg-Nümbrecht), Sven Steinhoff (SV Adler Dellbrück und SC Leverkusen), Helmut Küpper (TSV 06 Siegburg-Wolsdorf), Romina Küpper (Vertreterin der jungen Generation, TSV 06 Siegburg-Wolsdorf)
Bezirkssportgericht II 2022-2025:
Thorsten Peters (Vorsitzender, FC Wegberg-Beeck), Christian Lex (SV Klinkum), Marc Waldhausen (TuS 08 Langerwehe), Carlo Bollenbeck (SC Meschenich), Gregor Müller (FC 1913 Roetgen), N.N. (Vertreter*in der jungen Generation)
Jürgen Bachmann (SC Widdig), Helmut Brief (FC Eschweiler), Guido Fuchs (Siegburg-Kaldauen und Siegburger TV), Helmut Küpper (TSV 06 Siegburg-Wolsdorf), Dieter Lindenlauf (Viktoria Katzem), Eduard Meinzer (SV Helpenstein)
Goldene FVM-Ehrennadel:
Stefan Flock (SV Blau Weiß Hand), Wolfgang Pütz (TuS Immekeppel), Franz-Willi Schmitz (FC Bensberg), Norbert Schneider (FSV Schwarz-Weiß Neunkirchen-Seelscheid)
Silberne FVM-Ehrennadel:
Sven Körfer (SV Brachelen), Martina Lambertz (SC Hitdorf), Christian Lex (SV Klinkum), Manuel Plützer (SSC Satzvey), Rudi Rheinstädtler (FC Victoria Pier), Johanna Sandvoß (TSV Weiß), Andreas Steffens (SV Concordia Weyer)
Goldene FVM-Verdienstnadel:
Markus Altmann (VfL Eintracht Warden), Matthias Faulenbach (SSV Homburg-Nümbrecht), Gregor Müller (FC Roetgen), Thorsten Peters (FC Wegberg-Beeck), Helmut Waldhaus (FC Wegberg-Beeck), Thomas Wicht (SSV Heimerzheim)
Silberne FVM-Verdienstnadel:
Christoph Goerke (SV Altenberg), Sarah Jannusch (Vorwärts Spoho 98), Max Leuchter (SG Oleftal), Michael Schnitzler (SV Sistig-Krekel), Hartwig Schumacher (TV Herkenrath 09), Marc Waldhausen (TuS 08 Langerwehe), Patrick Zielezny (JSG Beuel und SV Beuel 06)
Schütz dich in der Sonne – mach‘s wie
Jolinchen als Sonnenschutz-Pirat. Grafik: AOK
Region/Eisenberg – Pünktlich zum Sommeranfang am 21. Juni wird das AOK-Drachenkind Jolinchen zum Sonnenschutz-Piraten und erklärt Mädchen und Jungen, wie sie sich richtig gut vor der Sonne schützen können. Mit Hilfe des Sonnenschutz-Piraten Jolinchen werden Kinder an die Grundregeln für den Aufenthalt im Freien erinnert.
Dazu gehört auch das regelmäßige Eincremen. Die Rolle des Erwachsenen übernimmt dabei der Papagei mit der Tube Sonnencreme samt Lichtschutzfaktor 50 im Flügel und Sprüchen wie: „Hut, Kappe, Kopftuch aufsetzen“; „Mittagssonne meiden“; „Regelmäßig eincremen nicht vergessen“. „Sonnenschutz ist wichtig, vor allem in jungen Jahren, denn Kinderhaut ist noch sehr empfindlich“, sagt Rolf Geifes von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse, Experte für die Jolinchen-Aktion.
Geschichte, Motiv als Ausmalbild, Spiele und Rätsel sind auf der Webseite jolinchen.de ab dem 21. Juni verfügbar. Ebenso stehen dort für Kitas und Grundschulen Spiel- und Bastelvorschläge sowie eine Schritt-für-Schritt-Bastelvorlage für Jolinchens Piratenhut zum Download bereit. „Für ältere Kinder gibt es zudem noch ein Sonnenquiz, welches die Jungen und Mädchen online spielen können“, so Geifes. „Das Quiz greift Alltagssituationen auf, in denen Kinder den Sonnenschutz gerne vergessen.“
Wie wenig auch Erwachsene über das wichtige Thema „Sonnenschutz“ wissen, das hat aktuell eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK ergeben. Demnach hat zwar jeder zweite Erwachsene in Deutschland Angst vor Hautkrebs, aber jeder Dritte schützt seine Haut mit Sonnenschutzmitteln nur zu besonderen Gelegenheiten wie bei Freibadbesuchen oder im Urlaub. Mit weit mehr als 200.000 neu erkrankten Betroffenen pro Jahr zählt Hautkrebs laut Robert Koch-Institut zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Der größte Risikofaktor für Hautkrebserkrankungen sind die UV-Strahlen, beispielsweise durch zu lange, intensive oder ungeschützte Aufenthalte in der Sonne.
Chefarzt Prof. Dr. Jörg Heller (re.) und Oberarzt Jan Kelschenbach (li.) vermitteln ihr Know-how in informativen Vorträgen. Im Fokus: die Volkskrankheiten Darmkrebs und Sodbrennen. Foto: Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler
Bad Neuenahr-Ahrweiler – Im Rahmen eines digitalen Arzt-/Patientenseminars am Dienstag, den 21. Juni 2022 rückt die Abteilung für Innere Medizin am Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler zwei Volkskrankheiten in den Fokus: Darmkrebs und Sodbrennen. Der Informationsabend ist kostenlos und findet online via Zoom statt.
Neuere Untersuchungen zeigen, dass Männer im Schnitt zehn Jahre früher an Darmkrebs erkranken als Frauen. „Und gerade Männer gehen seltener zur Vorsorge als Frauen“, so die Erfahrung von Prof. Dr. Jörg Heller. Der Chefarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie am Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler möchte Männer ermuntern, mehr Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Darmkrebsvorsorge und die Chancen der Früherkennung sind daher zentrale Themen des digitalen Arzt-/Patientenseminars am Dienstag, den 21. Juni 2022 von 17:00 bis 18:30 Uhr. Interessierte können unkompliziert und ohne vorherige Anmeldung via Zoom teilnehmen.
Der zweite Teil des digitalen Informationsabends nimmt sich einem weit verbreiteten Leiden an: Sodbrennen. Bis zu einem Drittel der Bevölkerung kennt die Beschwerden, die entstehen, wenn saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Bei manchen passiert es nur gelegentlich. Andere sind in so extremer Form betroffen, dass sie eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität beklagen. „Sodbrennen kann durch falsche Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht oder eine Schwäche der Speiseröhrenmuskulatur entstehen, aber auch ein Alarmzeichen für das Vorliegen einer schwerwiegenden Erkrankung sein“, erklärt Jan Kelschenbach, Oberarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie am Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler. Im Rahmen des Seminars geht er genauer auf die Ursachen der Reflux-Krankheit ein und informiert über Behandlungsmöglichkeiten, die Betroffenen zur Verfügung stehen.
Die digitalen Arzt-/Patientenseminare des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler nehmen jeden Monat ein anderes Krankheitsbild in den Fokus. „Zunächst vermitteln Fachärztinnen und Fachärzte des Klinikums ihr Know-how in informativen Vorträgen. Anschließend haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen“, erklärt Dr. Gerhard Kreuter, Vorsitzender des Fördervereins, der die Durchführung der Seminare tatkräftig unterstützt. Eine Teilnahme ist über die Zoom-Webseite (https://zoom.us/join) oder die Zoom-App möglich. Nach Eingabe der Webinar-ID (853 2233 9084) sowie des Kenncodes (011401) startet das Seminar automatisch. Eine detaillierte Anleitung sowie einen direkten Link zum Seminar finden Interessierte im Veranstaltungskalender auf der Homepage des Marienhaus Klinikums unter www.marienhaus-klinikum-ahr.de.
Was? Arzt-/Patientenseminar Darmkrebs und Sodbrennen
Wann? Dienstag, 21. Juni 2022 / 17:00 bis 18:30 Uhr
Die Prozession in Dernau zieht zum Abschluss wieder in die Pfarrkirche ein. Foto: Stefan Endres
Dernau/Ahrtal – Feier des Fronleichnamsfestes mit Sakramentsprozession in Dernau. Elf Monate nach der Flut haben viele Pfarreien im Ahrtal am 16. Juni das Hochfest Fronleichnam gefeiert. In Dernau, das zur Pfarreiengemeinschaft Altenahr gehört, feierte Weihbischof Jörg Michael Peters den Fronleichnams-Gottesdienst mit den Gläubigen und leitete die anschließende Sakramentsprozession durch die Straßen des Ortes. Sie führte auch an vielen noch zerstörten Häusern entlang, sodass sie die Botschaft des Festes mit den Erfahrungen der Flut verband.
In seiner Predigt in der Pfarrkirche St. Johannes Apostel schaute der Trierer Weihbischof auf die Bedeutung des Brotes für die Ernährung sowie die Worte Jesu, in denen er sich als das „lebendige Brot“ bezeichnet. Das Fest Fronleichnam als das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ sei demnach eine „Demonstration gegen den Hunger in all seinen Formen – auch nach dem ‚Größeren‘, das wir uns nicht erarbeiten, sondern nur schenken lassen können“, sagte Peters. Vor dem Hintergrund des Leids durch die Hochwasserkatastrophe, aber auch der erfahrenen menschlichen Hilfe sei das Fest das Bekenntnis, „dass wir trotz allem festhalten an Gott, der uns Zukunft verheißt. Im Brot nehmen wir Jesus mit dorthin, wo wir wohnen und machen ihn in der Welt sichtbar“, sagte er mit Blick auf die Prozession und den in der Monstranz mitgeführten Leib Christi in Gestalt der geweihten Hostie. „Damit glauben und bekennen wir, dass ein Stück Himmel auf Erden und in unseren Alltag gekommen ist.“
Bei der Prozession mit der Hostienmonstranz durch die Straßen der Ahrgemeinde segnete der Weihbischof an der zweiten der vier geschmückten Altarstationen eine neue Figur des Heiligen Matthias. Das Original im sogenannten Matthias-Heiligenhäuschen „Op de Kier“ war in der Flutnacht weggespült worden. Astrid Rickert, die das Heiligen-Kapellchen mitbetreut, erzählte von einer der „berührenden Geschichten“ im Zusammenhang mit der Flut und der überwältigenden Hilfe. Der Feuerwehrmann Björn Busch aus Kriegsfeld bei Alzey hatte bei seinem Hilfseinsatz den Verlust mitbekommen und über die Sozialen Medien zwei Menschen ausfindig gemacht, die für einen Ersatz sorgten. Der Bildhauer Pascal Wirth aus Überherrn im Saarland fertigte unentgeltlich eine neue Matthias-Skulptur an, die Restauratorin Michaela Schelshorn aus Oberbayern sorgte, ebenfalls honorarfrei, für die farbliche Fassung der Figur. Die Material- und sonstigen Kosten trug überwiegend der Feuerwehrmann. Damit konnte nach der Prozession das traditionelle „Kierefest“ an Fronleichnam wieder stattfinden.
An der dritten Station am Marienalter, der ganz im Zeichen der Solidarität und Fluthilfe gestaltet war, trugen die Kommunionkinder die Fürbitten vor. Die letzte Station mit Texten und Gebeten fand am Antonius-Altar statt, bevor die Prozession wieder in die Pfarrkirche einzog und der Weihbischof den sakramentalten Schlusssegen spendete. (red)
70 Firmenicher und Obergartzemer machten sich bei einer Ideenwerkstatt Gedanken über das künftige Aussehen und duie Funktionen und Inhalte ihres Dorfgemeinschaftshauses. Der Doppeldorf-Treffpunkt braucht auch noch einen originellen Namen. „DoDo-Treff“ sei nur eine Art Arbeitstitel, so Organisator Hans-Josef Wolf.“ Foto: DoDo/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Firmenich/Obergartzem – Der neue Doppeldorf-Treffpunkt am Kindergarten nimmt Gestalt an. Jetzt organisierte der „DoDo Bürger- und Kulturverein e.V.“ eine Ideensammlung für das neue Dorfgemeinschaftshaus. Das Motto lautete „Dorffest trifft Ideenwerkstatt“.
Wie DoDo-Sprecher Hans-Josef Wolf dem Mechernicher „Bürgerbrief“ mitteilt, wurde die Veranstaltung in Kooperation mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW durchgeführt und zwar vor Ort von Tobias Bäcker vom Programmbüro „Dritte Orte“.
Eröffnet wurde die Ideen-Werkstatt durch den Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. 70 Teilnehmer unterschiedlichen Alters waren gekommen. Tobias Bäcker erläuterte das Programmverständnis für so genannte „Dritte Orte“ der Begegnung und der Kultur. Wie dieser Ort im Doppeldorf Firmenich/Obergartzem konkret aussehen soll, das liege nun in den Händen der Menschen vor Ort.
An fünf Stationen Ideen gesammelt
Die Ideenwerkstatt fand bei strahlendem Sonnenschein im provisorischen Biergarten des künftigen DoDo-Treffs statt. Es soll ab Herbst des kommenden Jahres in fußläufiger Entfernung neu gebaut werden. Alle Teilnehmer/innen konnten Ideen für die Gestaltung und Belebung des neuen Standortes einbringen.
An fünf Stationen sollten sie auf Papier oder in Bild und Ton ihre Vorstellungen kundtun. Hans-Josef Wolf: „Alle waren mit Feuereifer dabei.“ Ein Mitglied des „DoDo Bürger- und Kulturverein e.V“ sagte ihm: „Ich habe noch nie erlebt, dass meine Eltern sich in dieser Weise kreativ an was beteiligt haben“.
Die Ergebnisse sollen vom Programmbüro dokumentiert und auf der Internetseite www.dodo-treff.de abrufbar sein. Neben Ideen kamen 950 Euro Spenden zusammen. Ideen und Engagement seien auch in Zukunft jederzeit willkommen, so Hans-Josef Wolf. Man kann sich unter Tel. (0151) 61 42 74 72 oder E-Mail hansjosefwolf@web.de bei ihm melden.
Landrat Wolfgang Spelthahn überreichte (vorne 3.v.l.) den Betreuern der Kinderheimen und Wohngruppen des Kreises Düren Kinogutscheine für das Lumen-Filmtheater Düren für alle Kinder und Jugendlichen. Unterstützt wird die Ferien-Aktion von Kino-Betreiber Benjamin Riedel (hinten 1.v.r.). Foto: Kreis Düren
Düren – Landrat Wolfgang Spelthahn hat heute, 17. Juni im Dürener Lumen-Filmtheater mehr als 200 Kinogutscheine für Kinder und Jugendliche, die in Kinderheimen und Wohngruppen leben, verteilt. Die Betreuerinnen und Betreuer der Einrichtungen aus dem Kreis Düren nahmen diese stellvertretend entgegen. Die Ferien-Aktion soll den Kindern und Jugendlichen einen schönen Tag bescheren – wann immer sie möchten.
„Das Kinoprogramm für die kommenden Monate ist sehr vielversprechend. Ich wünsche allen eine tolle gemeinsame Zeit im Kino“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Passende Snacks wurden gleich mitgeliefert – das Lumenkino spendete säckeweise Popcorn. „Wir freuen uns, wenn wir alle hier bald wiedersehen, wenn der Gutschein eingelöst wird“, sagte Kino-Betreiber Benjamin Riedel, der die Aktion gerne unterstützt.
Die Mitglieder der Bezirksgruppe Mayen-Koblenz des Eifelvereins bei der jüngsten Bezirksvorstandsitzung im Kreishaus unter dem Vorsitz von Landrat Dr. Alexander Saftig (rechts). Foto: Kreisverwaltung/Morcinek
Region/Mayen-Koblenz – Der diesjährige Bezirkswandertag des Eifelvereins in Mayen-Koblenz findet am 21. August in Münstermaifeld statt. Darüber wurde unter anderem in der jüngsten Bezirksvorstandsitzung der Bezirksgruppe Mayen-Koblenz informiert, zu der Landrat Dr. Alexander Saftig als Bezirksvorsitzender ins Kreishaus eingeladen hat. Verbunden mit dem örtlichen Feuerwehrfest wird der Bezirkswandertag in enger Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Münstermaifeld ausgerichtet.
An dem Sonntag werden vier geführte Wanderungen angeboten. Neben zwei Wanderungen mit Streckenlängen zwischen 6 und 9 Kilometern wird es eine Stadtwanderung sowie eine geführte Wanderung durch die Museen Kirchesch geben. Los geht es am 21. August um 10 Uhr am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Münstermaifeld. Gäste sind herzlich zum Mitwandern willkommen. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos.
Die Bezirksgruppe Mayen-Koblenz zählt insgesamt sechs Ortsgruppen. Die Ortsgruppen Untermosel, Münstermaifeld, Andernach, Mayen, Polch und Koblenz sind allesamt sehr rege und bieten das ganze Jahr über vielseitige Wanderungen an. Da sich darunter sowohl kleinere Strecken als auch größere Strecken befinden, ist für jedermann etwas dabei. Die Ortsgruppen des Eifelvereins kooperieren in vielfältiger Weise auch mit anderen Partnern, darunter zum Beispiel mit der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik und dem Vulkanpark. Darüber hinaus sorgen die Wegewarte des Eifelvereins mit großem ehrenamtlichem Engagement für die gute Begehbarkeit vieler Wanderwege in der Rhein-Mosel-Eifel-Region, wie zum Beispiel beim Nette-Natur-Weg, der von Weißenthurm nach Mayen führt. Weitere Informationen zum Eifelverein gibt es im Internet unter der Adresse www.eifelverein.de, wo auch Links auf die einzelnen Ortsgruppen eingestellt sind.
Cassel/Heckenbach-Kreis Ahrweiler – Cassels idyllische Lage, seine Topographie, der Naturschutz, die historische Identität des Ortes – das scheint leider weiterhin keine Rolle für den Gemeinderat von Heckenbach zu spielen. Über Jahrzehnte hatte das Bundesbaugesetz den Außenbereich der Dörfer vor Zersiedelung geschützt und damit den Charakter der Landschaft gesichert. Angesichts der Wohnungsnot in den Städten und der Verödung der Ortskerne hatte der Bundestag dann die Idee, das Bauen durch eine erleichterte Gesetzgebung zu unterstützen, leerstehende Brachen und verwahrloste Innenstädte sollten zu Wohnraum, Lücken sollten geschlossen werden. Dazu wurden die Schutzbestimmungen für Natur und Umwelt aufgeweicht. Leider verfehlte das Gesetz seinen Zweck: in vielen Landgemeinden, in denen man das Bauverbot im Außenbereich als lästig empfand, ging man dazu über, große Flächen im Außenbereich zu zersiedeln.
Für Cassel ist dasselbe geplant, hier sollen neue Einfamilienhäuser in einer topografisch sehr empfindlichen Lage errichtet werden. Dabei geht es nicht um Bauersatzland für die Flutopfer, wie die Leiterin der Bauabteilung der VG Altenahr im Treffen zwischen dem Heckenbacher Gemeinderat und Vertretern der Bürgerinitiative „Unser Cassel“ einräumte. Im Klartext: Der Verbrauch von Natur und Landschaft soll also nicht die Not derer mildern, die im letzten Sommer ihr Zuhause verloren haben, denn die Opfer der Katastrophe müssen nach aktuellem Stand bis Sommer 2023 bereits erschlossenes Bauersatzland vorweisen können, um ihren Entschädigungsanspruch geltend zu machen. Stattdessen widmet man sich in der Gemeinde Luxusproblemen: In Cassel solle der Altersdurchschnitt des Dorfes durch den Zuzug junger Familien gesenkt werden, hieß es im Treffen. Abgesehen davon, dass Cassel derzeit kein Altenheim ist, besteht das Dilemma: die meisten jungen Familien suchen in erster Linie kein Neubaugebiet mit teurem Fernblick, sondern bezahlbaren Wohnraum und eine funktionierende Infrastruktur samt Schulen und Geschäften, nichts davon kann Cassel bieten. Der Ort zeichnet sich durch seine Abgeschiedenheit aus, die in erster Linie Ruhesuchende anlockt, die meist mittleren Alters oder im Rentenalter sind.
Die Bürgerinitiative bemüht sich um einen konstruktiven Dialog. Sie betont, dass sie nicht gegen die Schaffung von Wohnraum sei, sondern ein achtsames Wachsen des Dorfes in Harmonie mit Natur und Umwelt unterstütze. Sie hat daher im Treffen mit dem Gemeinderat einen umfangreichen Katalog vorgestellt, in dem es zum einen um alternative Baulandflächen ging, zum anderen um einen vollkommen anderen Umgang mit den Wünschen der Bürger. In den Monaten vor dem Treffen hatte die Initiative durch eine Umfrage Daten gesammelt, um herauszufinden, was den Menschen in ihrer Gemeinde wichtig ist. An oberster Stelle standen: die Nähe zur Natur, der Naturschutz, Ruhe und Abgeschiedenheit, Dorffrieden und -gemeinschaft, Erhalt des Dorfcharakters, Beruhigung des Verkehrs, Land- und Forstwirtschaft, sowie mehr Bürgerbeteiligung. Gerade Letzteres ist verständlich, denn ohne die Initiative „Unser Cassel“ wäre die Bürgerbeteiligung von Anfang an wohl auf der Strecke geblieben.
Nach wie vor wird der Dialog seitens des Gemeinderates zwar sachlich, aber nicht wirklich ergebnisoffen geführt. Die Alternativen sollen jedoch in gemeinsamen Termin weiter erörtert werden. Die Bürger fragen sich, warum gerade diese Hangwiese gewählt wurde, obwohl sie im Quellgebiet des Atzbaches liegt? Jeder im Ort weiß: Der Atzbach sprudelt auch nach wochenlanger Trockenheit, bei jedem kräftigen Regenguss rauscht er, jede Flächenversiegelung werden die talwärts gelegenen Gemeinden deutlich zu spüren bekommen. Die Vertreter der Bürgerinitiative erinnerten daran, dass es noch zahlreiche Bauplätze in der Gemeinde gibt, die leichter zu erschließen sind, die Landwirtschaft nicht derart beeinträchtigen und keinen so massiven Eingriff in die Natur darstellen. Die frappierende Antwort: weil diese Wiese der Gemeinde gehört! Ein Argument, das jede Diskussion abwürgt, denn es bedeutet: In der Nähe liegende, besser geeignete Grundstücke sollen also erst gar nicht in die Planung einbezogen werden. Man will sich offenbar nicht die Mühe machen, mit privaten Baulandeigentümern gemeinsam Wohnraum zu entwickeln. Flächen gäbe es, aber um deren Verkauf attraktiv zu machen, müsste die Gemeinde Ideen für kreative und gewinnversprechende Gestaltung erarbeiten. Das ist jedoch anstrengender als die Planungen an Planungsbüros auszulagern.
Die Bürgerinitiative setzt jetzt auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Dominik Gieler, der seine Unterstützung als Vermittler angeboten hat. Im Januar hatte die Initiative die Kandidaten für das Amt des neuen Landrats zu einem Rundgang und anschließender Diskussion eingeladen. Diese Tradition setzte sie jetzt mit Dominik Gieler fort, der der Einladung nach Cassel gerne gefolgt war. Es wurde diskutiert, wie der Landkreis Ahrweiler nach der verheerenden Flut nun zu einer Modellregion werden kann. Diesem Anspruch wollen alle Beteiligten gerecht werden, denn das Ahrtal steht auch weiterhin im öffentlichen Fokus des Landes. Man wird den Wiederaufbau mitverfolgen und sich ein Beispiel an der Neuentwicklung unserer Region nehmen – wenn die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden. Das sieht auch der neue Verbandsbürgermeister so: Cassel und die Gemeinde Heckenbach, ebenso wie alle anderen kleinen und größeren Ortschaften an den Berghängen des Ahrgebirges sind Teil dieser Region und damit mitverantwortlich für deren Entwicklung.
Die Bürgerinitiative hat daher an den neuen Bürgermeister der Verbandsgemeinde appelliert, sich für eine nachhaltige Zukunftsstrategie einzusetzen. Damit in Cassel nicht das passiert, was in Deutschland täglich geschieht: Landschaft verschwindet – in der Größe von 43 Fußballfeldern, täglich!
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