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Bombenfund in der Salierallee – UPDATE 14:10 Uhr – Informationen für Anwohner*innen über Call Aachen

Aachen – Bombe erfolgreich entschärft. Der Kampfmittelräumdienst hat die US-Flieger-Bombe erfolgreich entschärft. Die evakuierten Anwohner*innen können in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

Vor Ort waren 147 Kolleg*innen der Feuerwehr und des THWs im Einsatz. Diese unterstützten gemeinsam mit 50 Kräften von weiteren Hilfsorganisationen und 46 Polizist*innen die 31 Kolleg*innen des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung bei der Evakuierung des Gebiets.

Bei Bauarbeiten wurden gestern, 22. Juni, auf Höhe der Salierallee 18a am Rand des Grünstreifens eine US-Flieger-Bombe mit einem Gewicht von 500 kg gefunden. In Abstimmung mit dem Kampfmittelräumdienst wird am heutigen Donnerstag ein Bereich im Radius von 500 Metern um die Bombe herum geräumt. Im Anschluss an die Evakuierung wird die Bombe entschärft. Betroffen sind rund 3.800 Personen. Sobald die Bombe entschärft ist, wird die Stadt Aachen alle Bewohner*innen informieren.

Am heutigen Donnerstag werden Schulen und KiTas in diesem Bereich geschlossen bleiben. Schul- und KiTa-Leitungen werden derzeit informiert. Betroffen sind unter anderem das Pius Gymnasium, das Rhein-Maas-Gymnasium, das Einhard Gymnasium sowie weitere Schulen und KiTas. Die Vorgabe zur Räumung betrifft auch die FH Aachen mit dem Standort Eupener Straße.

Für Evakuierte, die keine andere Möglichkeit der Unterbringung haben, ist als Notunterkunft die Luise Hensel Realschule im Gillesbachtal 35 vorgesehen. In Corona-Quarantäne befindliche Personen können die Boulderhalle „move“ in der Kurbrunnenstraße 22 aufsuchen.

Die Stadt Aachen bittet Anwohner*innen, die Fragen zur Evakuierung haben, sich auf aachen.de oder Facebook über den aktuellen Stand zu informieren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit sich telefonisch an die Hotline des Call Aachen unter der Rufnummer 0241 4320 zu wenden.

Die Stadt Aachen empfiehlt, den Bereich um die Salierallee zu meiden bzw. großräumig zu umfahren.

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Fluthelferfest der Feuerwehr Kall – Die Feuerwehr sagte „Danke“

Kall – Haribo versüßte den Inhalt von 200 Butterbrotdosen der Kinder. Es ist seit vielen Jahren guter Brauch, dass die Feuerwehr Kall am dritten Samstag im Jun ihr traditionelles Floriansfest feiert. In diesem Jahr fand diese Veranstaltung nach zweijähriger Corona-Pause und der verheerenden Flut im vergangenen Jahr in einer etwas anderen Form und zudem an einem anderen Ort auf dem Schützenplatz in Keldenich statt.

Das Fest stand im Zeichen des Dankes an die vielen Helfer, die die Kaller Feuerwehr nach der Flut unterstützt und fleißig mit angepackt haben, das durch de Flut arg in Mitleidenschaft gezogenen Feuerwehr-Gerätehaus halbwegs wieder nutzbar zu machen. Und auch den  Feuerwehren, die damals von weither angereist waren, um die Kaller Kameraden bei der Bewältigung der unzähligen Einsätzen zu unterstützen, wollte der Löschzug Kall Danke sagen.

Um auch den Kindern der Fluthelfer beim Fest etwas zu bieten, hatten die Organisatoren des Löschzug-Vorstandes sich für den Nachmittag einiges einfallen lassen. Eine große Feuerwehr-Hüpfburg und eine kleine Rallye mit Schlauchkegeln, Dosenwerfen und Wasserspritze sorgten bei den Kids für Kurzweil.

Für alle Kinder hielt der Löschzug 200 rote Schul-Butterbrotdosen als Geschenk parat. Dank einer großzügigen Spende der Firma Haribo konnte die Feuerwehr die Dosen vor dem Verschenken an die Kinder bis zum Rand mit Süßigkeiten füllen. Hilfe beim Fest bekam die Feuerwehr durch den Karnevalsverein  „Löstige Bröder“, der mit einer starken Service-Truppe angerückt war, um die vielen Gäste mit Getränken zu bewirten.

Am Abend sorgte dann die Liveband „De Schlingele“ für sommerliche Partystimmung unter den rund 300 Gästen. Bei denen bedankte sich Löschzugführer Daniel Rütz, der an die große Hilfsbereitschaft nach der Flut erinnerte. Es seien neue Freundschaften weit über die Grenzen des Kreises Euskirchen hinweg entstanden.

Aus dem sächsischen Ostrau war eine Abordnung der dortigen Feuerwehr nach Keldenich gekommen. Die Wehr hatte für die Kaller Wehr nach der Flut in Ostrau ein Fest gefeiert und der Kaller Wehr gespendet. Am Samstag brachte die Wehr den Kaller Freunden heimattypisches Bier aus Sachsen mit.

Und auch der Feuerwehr aus Bredenbeck nahe Hannover, die wochenlang in Kall geholfen hatte, war mit einer größeren Delegation zum Fest nach Keldenich angereist. Auch sie war nicht mit leeren Händen gekommen. Zugführer Michael Hirt überreichte dem Kaller Löschzugführer Daniel Rütz eine Feuerwehr-Uhr für das neue Gerätehaus. Mehrere Tage lang war auch eine Feuerwehrbereitschaft aus dem Kreis Gütersloh mit mehreren Löschgruppen in Kall im Hochwasser-Einsatz gewesen. Für sie übergab deren Leiter Peter Hargemann eine Geschenkbox mit ostwestfälischen Spezialitäten an Daniel Rütz. Fluthelfer der Feuerwehr Wettelrode aus Sachsen-Anhalt hatten für ihre Kaller Kollegen einen Bildband und einen Präsentkorb mitgebracht, den Marko Manrath überreichte.

Eine besondere Überraschung hatte Daniel Rütz für Thomas Janßen von der Werkfeuerwehr der Düsseldorfer Firma Henkel parat, die die Kaller Feuerwehr schon zwei Tage nach dem Hochwasser Ersatz für die durch die Flut verlorenen gegangenen Einsatzuniformen brachten. Zudem stellte das Unternehmen der Gemeinde ein Ersatz-Löschfahrzeug zur Verfügung, das inzwischen als Geschenk in  das Eigentum  der Gemeinde übergegangen ist.

Das große Löschfahrzeug – noch mit Düsseldorfer Kennzeichen – war kurz vor Weihnachten ein Hingucker beim großen Lichterzug gewesen, den Landwirte in Erinnerung an die Flut veranstaltet hatten. Am Samstag schenkte Daniel Rütz der Werksfeuerwehr ein großes Foto,  welches das illuminierte Henkel-Löschfahrzeug beim Lichterzug zeigt, und das Thomas Janßen dankbar entgegennahm.

Auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser bedankte sich noch einmal bei Janßen für die schnelle Unterstützung der Werksfeuerwehr nach dem schlimmen Flutgeschehen.

Im Juli Dankes-Fest der Gemeinde

Das offizielle Flut-Dankesfest der Gemeinde Kall findet am Freitag, 15., und Samstag, 16. Juli, auf dem Bahnhofsvorplatz statt. Es steht unter dem  Motto „Ein Jahr danach – Gedenken und Danken“. Der Freitag, der Jahrestag der Flut, steht im  Zeichen des Gedenkens. Er beginnt um 17 Uhr mit einem Gedenk-Gottesdient auf dem Bahnhofsplatz. Es folgen Gruß- und Dankesworte sowie musikalische Unterhaltung durch die Musikkapelle Kall. Ab 20 Uhr ist Kölsch-Rock mit Stefan Brings und dessen Schwester Maria angesagt.

Samstags soll ab 15 Uhr beim Familien- und Dankesfest gefeiert werden. Auf dem Rewe-Parkplatz hat die Inhaberin des Rewe-Centers, Anna Pauly, ein buntes Kinderprogramm  organisiert. Auf der Bühne vor dem  Bahnhof startet Kinderlieder-Sänger Uwe Reetz um 15 Uhr das Programm der Live-Musik.  Um 16 Uhr folgen die „Eifelperlen“ mit Uwe Reetz, Stefan Göbel und Bernd Kistemann. Um 17.30 Uhr werden die Dreiborner Schotten „Drums & Pipes“ erwartet, ehe gegen 18.30 Uhr die „Lückenfüller“ die Bühne entern  werden.

Ab 20.30 Uhr gibt sich die bekannte Oldie-Coverband „Herb Kraus & The WALKIN‘ SHOES“ in Kall die Ehre. Die Band um Herb Kraus, Andrea Kraus, Axel Becker und Ulrich Schulz  musizierte auch bereits in  den USA.        

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STADTRADELN 2022 in Mayen gestartet

Mayen – Schon 100 Mayener sind dabei, Anmeldungen sind noch bis zum 10.07.2022 möglich. Am Montag war es so weit, das dritte Mayener STADTRADELN ist gestartet. Ab sofort und noch bis zum 10.07.2022 gilt es nun möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zu sammeln und dadurch zu zeigen, dass der Radverkehr auch in Mayen einen hohen Stellenwert hat.

Denn wer Fahrrad fährt, fördert seine Gesundheit, ist emissionsfrei unterwegs und trägt damit zu mehr Klimaschutz im Verkehrssektor bei.

Zum Auftakt des dritten Mayener STADTRADELNS hatten der Mayener Oberbürgermeister Dirk Meid und Klimaschutzmanager Helge Lippert zur mittlerweile fast schon traditionellen Stadtrundfahrt eingeladen. Diesem Aufruf haben sich ca. 25 Teilnehmer des STADTRADELNS angeschlossen. Mit dabei waren wie auch in den Vorjahren Mitglieder des Radsportclub Eifelland Mayen e.V. (RSC Mayen) und der Initiative ProRad Mayen. Mit diesen ging es vom Marktplatz aus über den Stadtring und die St. Veit Straße bis zum Maifeldradweg und wieder zurück.

An verschiedenen Stellen der Rundfahrt wurden kürzlich umgesetzte und auch geplante Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs vor Ort vorgestellt.

Interessierte können sich nach wie vor unter stadtradeln.de/mayen für die Stadt Mayen anmelden und ein eigenes Team gründen oder einem bestehenden Team beitreten. Für alle die keinem Team beitreten möchten ist eine Teilnahme über das offene Team Mayen möglich.

STADTRADELN ist eine internationale Kampagne des Klima-Bündnis und wird vom ADFC Rheinland-Pfalz und dem Ministerium für Umwelt, Ernährung, Energie und Forsten Rheinland-Pfalz unterstützt.

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Kinder erleben Nachhaltigkeit in Euskirchen

Euskirchen – Zwölf Kindertagesstätten der Stadt Euskirchen tragen mittlerweile das Zertifikat „Nachhaltige KiTa“. „Das sind über die Hälfte der städtischen Kindertageseinrichtungen“, freut sich Jürgen Ungerathen, der zuständige Abteilungsleiter.

Vergeben wird die Auszeichnung im Rahmen des Projektes „Nachhaltige KiTa – Mit Kindern aktiv für die Welt“, das vom Wissenschaftsladen Bonn durchgeführt wird. Um das Zertifikat zu erhalten, müssen die Kitas an Workshops teilnehmen und konkrete Nachhaltigkeitsziele entwickeln, die sie in ihrer Einrichtung umsetzen. Projektleiterin Edith Klingsporn lobte: „In den ausgezeichneten Kitas gibt es ein großes Engagement für Umwelt, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung.“

Abteilungsleiter Jürgen Ungerathen mit Projektleiterin Edith Klingsporn (l.) und Kita-Leiterin Martina Kellershoff mit der selbst gebauten Waschanlage. Foto: Tim Nolden

2020 fiel der Startschuss für die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Wissenschaftsladen – seitdem haben sich bereits 12 Kitas zertifiziert und auch nach der Zertifizierung weitere Projekte umgesetzt. So lernten die Kinder beispielsweise, wie wichtig die Ressource Wasser ist und warum es Sinn macht, es während des Zähneputzens abzudrehen. Auch wurde thematisiert, wieviel Müll anfällt und wie man ihn vermeiden kann. In der städtischen Kita Gottfried-Disse-Straße haben die Kinder aus alten Paletten und anderen Dingen, die sonst im Müll landen, eine kleine Waschanlage für ihre Fahrzeuge gebaut, mit der die Kinder nun spielen können. Die Kitas, die zuletzt zertifizert wurden, sind die städtischen Kitas in Frauenberg, Weidesheim und die Einrichtung auf der Käthe-Kollwitz-Straße.

Zukünftig, so hofft Ungerathen, werden noch weitere Kitas diesem Weg folgen und sich ebenfalls zertifizieren lassen.

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„Rettungswache Nideggen ist eine Musterwache in unserer Region“

Düren/Nideggen – „Angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung zählt in Notfällen jede Sekunde. Mit dem Bau der Notarzt- und Rettungswache Nideggen haben wir den Rettungsdienst im Kreis Düren ein wesentliches Stück verbessert“, stellte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der feierlichen Einweihung des Neubaus an der Jülicher Straße 13 am Rande des Zentralortes Nideggen fest.

Während der anderthalbjährigen Bauzeit wurde ein insgesamt 730 Quadratmeter großer Neubau geschaffen, in dem täglich bis zu zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsdienst Kreis Düren AöR (RDKD) ihren Dienst verrichten. Dank der nun vorhandenen Schulungsräume ist Nideggen ein neuer Schwerpunkt zur Ausbildung von Notfallsanitätern. Alle Auszubildenden haben dort während ihres Dienstes praxisbegleitenden Unterricht und Fallbesprechungen mit ihren Praxisanleitern. Alle, die dort arbeiten, profitieren von dem engen Austausch zwischen ärztlichem und nicht-ärztlichem Personal im Dienstalltag. „Die Rettungswache Nideggen ist eine Musterwache in unserer Region“, unterstrich Landrat Wolfgang Spelthahn deshalb während der Einweihungsfeier. Sie soll künftigen Neubauten als Vorbild dienen. Gemeindereferentin Susanne Jansen verlas Fürbitten und segnete das Gebäude ein.

Über 3700 Einsätze verzeichnete die Wache Nideggen zuletzt binnen eines Jahres, wobei in gut 1800 Fällen notärztliche Hilfe erforderlich war, während der Rettungswagen rund 1900-mal ausrückte. „Bei der Erstellung unseres Rettungsdienstbedarfsplanes haben wir uns an den kürzeren Zeitvorgaben von Großstädten orientiert“, berichtete der Landrat den zahlreich erschienenen Gästen von einem Sicherheitsplus im ländlichen Raum.

Stationiert sind in dem Neubau ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug, die jeweils rund um die Uhr besetzt sind. Ein weiterer Rettungswagen ist täglich von sieben bis 19 Uhr einsatzbereit. Betrieben wird die Wache von der RDKD. Bislang waren die Fahrzeuge an verschiedenen Standorten untergebracht, wobei der Rettungswagenstandort vom Malteser Hilfsdienst betrieben wurde.

Beim Neubau der Wache lag die Projektkoordinierung bei der Gesellschaft für Infrastrukturvermögen des Kreises Düren (GIS), der es erneut gelungen ist, den vorgegebenen Kostenrahmen – in diesem Fall 3,7 Millionen Euro – einzuhalten.

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Heute Mittwoch 22. Juni Online Vortrag – Mein Kind schläft nicht – Tipps für eine gute Nacht!

Mayen – Felicitas Hermsen vom St. Elisabeth Krankenhaus Mayen lädt für den heutigen Mittwoch, 22. Juni zum Online-Vortrag ein. Eltern kennen es: Nach einem langen Tag legt man das Kind endlich ins Bett. Was aber, wenn der Nachwuchs einfach nicht einschlafen will? Was können Eltern tun, um die Kleinen zur Ruhe zu bringen? Felicitas Hermsen, Oberärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im St. Elisabeth Mayen, gibt betroffenen Eltern am Mittwoch, 22. Juni, im Rahmen eines Online-Vortrags Tipps. Interessierte können von 17.30 bis 18.30 Uhr teilnehmen und der Expertin anschließend Fragen stellen.

Der Online-Vortrag ist ein Angebot des GK-Mittelrhein, um auch in Zeiten der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen in gewohnt kompetenter Weise mit Patienten und Interessierten in den Austausch zu gehen. Abgedeckt werden ausgewählte Themen der Informationsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“. Wie kann man mitmachen? Es genügt eine E-Mail an veranstaltungen@gk.de mit dem Thema des Vortrags im Betreff. Über alles weitere wird dann rechtzeitig vor der Veranstaltung persönlich per E-Mail informiert.

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Beethoven, Schumann… Summertime im Atelier Franke – Die 15. Wachtberger Kulturwochen eröffnet

Wachtberg-Gimmersdorf  – „Es ist wieder gelungen!“, mit diesen Worten hat Bürgermeister Jörg Schmidt die 15. Wachtberger Kulturwochen im Atelier Michael Franke offiziell eröffnet. Trotz immer noch andauernder Corona-Pandemie sei es, wie er fand, weniger mit Sorge als wohl mehr aus einer Stimmung von „Jetzt erst recht!“ wieder gelungen, ein „fantastisches Programm in den Wachberger Kulturwochen auf die Beine zu stellen.“ Er dankte den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern sowie den beiden für die Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Rathaus-Mitarbeiterinnen Marlies Frech und Margrit Märtens für deren Engagement. Besonderen Dank richtete Schmidt an Michael Franke: “Es ist schon Tradition, dass Sie Ihre schönen Räume für das Eröffnungskonzert zur Verfügung stellen. Eine wunderschöne Location. Vielen Dank dafür!“ Dieser lobte die schon langjährige gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wachtberg. Franke wies zudem auf weitere Konzerte bei ihm im Rahmen der Kulturwochen hin. Da es sich um teils russische Musik und Interpreten handele, merkte er an, dass diejenigen russischen Künstler, die sich regimekritisch äußerten, unserer besonderen Unterstützung bedürften. Die Sprache der Musik bleibe immer zeitlos.

Schumann trifft Beethoven in Bonn

Das Eröffnungskonzert gestalteten Elisa Wittbrod (Geige), Robert Wittbrod (Bratsche, Gitarre), Bernhard Zapp (Cello) und Gabriela Pullen (Klavier), die in wechselnden unterschiedlichen Zusammensetzungen auftraten.

Zum Auftakt, dem „Kleinen Trio über irische Themen“ von Alec Rowley, erklangen sehr schön und melodiös Geige, Cello und Klavier. Mit Johannes Brahms‘ „Intermezzo 1 (a-moll) und Intermezzo 2 (A-Dur)“ hatte Gabriela Pullen einen Soloauftritt, der mit viel Applaus bedacht wurde. Aus Ludwig van Beethovens „Streichtrio Es-Dur“ spielten danach die drei Streicher den ersten Satz: Allegro con brio. Nur Bratsche und Cello als musikalisches Zweigespräch boten Robert Wittbrod und Bernhard Zapp mit Beethovens Erstem Satz aus „Duett mit zwei obligaten Augengläsern“ – ganz ohne Augengläser, klar und elegant. Mit dem folgenden dritten Satz: Andante cantabile aus Robert Schumanns „Klavierquartett Es-Dur“ fanden sich alle vier Ensemblemitglieder zu ihrer vollen Größe und zu einem fulminanten Spiel zusammen. Zu „Bravo-Rufe“ aus dem Publikum verleiteten schließlich Elisa Wittbrod und Gabriela Pullen mit ihrer wahrlich leidenschaftlichen Darbietung des ersten Satzes „Mit leidenschaftlichem Ausdruck“ aus Schumanns „Sonate für Violine und Klavier a-moll“. Zum Abschluss, zu George Gershwins „Summertime“ aus Porgy und Bess, griff Robert Wittbrod nicht zur Bratsche, sondern zur Gitarre. Zu den von ihm darauf gespielten anfänglich alleinigen Klängen gesellten sich erst das Cello und dann das Klavier sowie die Geige hinzu. Hatte das Cello die eindringliche Melodie von Summertime begonnen, so übernahm im weiteren Verlauf zunehmend die Geige die Melodie – ein wunderschönes Zusammenspiel der vier Musikerinnen und Musiker! Das Publikum war begeistert und so gab’s, passend zu den hochsommerlichen Temperaturen, „Summertime“ nochmals als Zugabe. (mm)

Weitere Veranstaltungen im Atelier Michael Franke:

  • Samstag, 25.06.2022, 19.00 Uhr
    Konzert „Haydns Letztes und Beethovens Erstes“
    mit Gabriela Pullen (Klavier) und dem Antares Quartett
  • Sonntag, 26.06.2022, 11.00 Uhr
    Führung durch die Ausstellung mit Michael Franke
  • Mittwoch, 29.06.2022, 19.00 Uhr – im Garten
    „Klänge in der Natur“ – Offene Probe Chor Navicula

Atelier Michael Franke, Ließemer Str. 3, Wachtberg-Gimmersdorf

 

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Auftakt-Veranstaltung „Eifelkreis Verbindet“ – Noch bis Donnerstag 23. Juni 12.00 Uhr anmelden

Bitburg – Das Digitalprojekt EIFELKREIS VERBINDET stellt sich vor. Nachdem die Auftaktveranstaltung im letzten Jahr coronabedingt abgesagt werden musste, lädt das Smart City Projekt „EIFELKREIS VERBINDET“ nun alle interessierten Bürgerinnen und Bürger des Eifelkreises zum Nachholtermin am 23. Juni 2022 in die Bitburger Stadthalle ein. Zudem wird es die Möglichkeit geben, sich an dem Abend per Livestream zuzuschalten.

Die Digitalisierung eröffnet ländlichen Räumen Potenziale, welche nicht nur zu einer höheren Lebensqualität und besseren Vernetzung führen, sondern auch weite räumliche Distanzen überwinden. Diesen und weiteren Aufgaben wird sich der Eifelkreis, in Kooperation mit den Verbandsgemeinden und der Stadt Bitburg, in den nächsten Jahren als Modellvorhaben „Smart Cities“ verstärkt annehmen. Hierzu wurde im letzten Jahr das Projektbüro EIFELKREIS VERBINDET gebildet, welches momentan eine Digitalstrategie für den gesamten Eifelkreis erarbeitet. Die Strategieentwicklung soll aber nicht im Alleingang geschehen, sondern unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, die herzlich dazu eingeladen sind ihre Ideen zu digitalen Themen einzubringen.

Die Auftaktveranstaltung findet am 23. Juni 2022 ab 17:00 Uhr in der Stadthalle Bitburg, im Rahmen des bundesweiten Digitaltags, statt. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, hat trotzdem die Möglichkeit teilzunehmen: denn die gesamte Veranstaltung wird per Livestream im Internet übertragen. Den Link zum Livestream erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung vorher per E-Mail.

Neben der Vorstellung des Digitalprojekts EIFELKREIS VERBINDET wird an diesem Abend aufgezeigt, worin die Chancen der Digitalisierung für die Entwicklung des Eifelkreises bestehen. Dabei stehen Fachakteure und Experten für Fragen und Antworten zur Verfügung und berichten über Ihre Erfahrungen. Hierzu können sich auch die im Livestream zugeschalteten Bürgerinnen und Bürger einbringen und Ihre Fragen online einreichen.

Im Foyer und auf dem Vorplatz der Bitburger Stadthalle wird darüber hinaus ein „Markt der Möglichkeiten“ zu finden sein. Hier können sich die Gäste vor und nach dem Hauptprogramm der Veranstaltung über vorhandene Digitalisierungsprojekte und -initiativen informieren und ein Bild davon machen, wie Zukunftsthemen im Eifelkreis bereits heute aussehen oder später aussehen könnten.

Nutzen Sie die Gelegenheit, die (digitale) Zukunft des Eifelkreises mitzugestalten und seien Sie am 23. Juni dabei. Aus organisatorischen Gründen ist für die Teilnahme eine Anmeldung erforderlich. Anmelden können Sie sich noch bis Donnerstag um 12 Uhr über den QR-Code oder alternativ per E-Mail an: eifelkreisverbindet@bitburg-pruem.de

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„Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“

Euskirchen – Ausstellung zur DGB-Kampagne im Kreishaus Euskirchen / Landrat Markus Ramers: „Beschäftigte sind keine Blitzableiter für Frust und Aggression“ Rettungskräfte, Feuerwehrleute oder Beschäftigte im öffentlichen Dienst werden immer häufiger angepöbelt, beleidigt oder sogar bedroht. „Der Ton in unserer Gesellschaft ist leider deutlich rauer geworden, nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie.

Das spüren wir auch in der Kreisverwaltung“, sagt Landrat Markus Ramers. Eine neue Ausstellung im Foyer des Kreishauses soll deshalb auf das Problem aufmerksam machen. Unter dem Titel „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ präsentiert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) rund ein Dutzend Roll-Ups, die plakativ ein Zeichen gegen die zunehmende verbale und körperliche Aggressivität setzen.

Auf großen Plakaten sind Menschen aus unterschiedlichen Berufen abgebildet. So ist zum Beispiel eine junge Polizistin zu sehen und dazu ihr Zitat: „Ich sorge für deine Sicherheit. Und du zeigst mir den Mittelfinger?“ Ein anderes Plakat zeigt einen Feuerwehrmann mit dem Statement: „Ich lösche ein brennendes Haus. Und du bewirfst mich mit Böllern?“ 67 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben in den vergangenen Jahren Beleidigungen, Bedrohungen und tätliche Angriffe erlebt. Vor diesem Hintergrund wirbt der DGB gemeinsam für mehr Respekt gegenüber den Beschäftigten.

Ralf Woelk, Geschäftsführer DGB für die Region NRW Süd-West: „Gewalt betrifft längst nicht mehr nur die Polizei und andere Sicherheitskräfte. Alle Beschäftigten im Dienst der Gesellschaft werden immer öfter Opfer von verbaler und zum Teil körperlicher Gewalt.“ Das bestätigt auch der Landrat des Kreises Euskirchen: „Auch bei unserer Polizei und in den Verwaltungen von Kreis und Kommunen gibt es leider immer wieder nicht hinnehmbare Grenzüberschreitungen.“ Die zunehmende Respektlosigkeit und sinkende Hemmschwellen gegenüber Mitarbeitenden staatlicher Institutionen und Organisationen seien ein grundlegendes Problem. „Wir müssen uns hier klar positionieren: Wir werden Gewalt und Aggression nicht akzeptieren. Die Beschäftigten sind keine Blitzableiter für Frust und Aggression.“

Bei der Kampagne des DGB geht es konkret um mehr Respekt gegenüber Polizistinnen und Polizisten, Feuerwehrleuten, Mitarbeitenden von Rettungsdiensten, Beschäftigten im Gesundheitswesen, in Bildungseinrichtungen, bei Ordnungsämtern oder Jobcentern und allen öffentlichen Verwaltungen und Betrieben. „Wir erleben oft, dass bereits Kleinigkeiten ausreichen, um die Emotionen einiger Menschen überkochen zu lassen“, betont Thomas Hartmann, DGB-Gewerkschaftssekretär aus Aachen. „Nicht selten endet etwa das Ausstellen eines Strafzettels für falsches Parken in einem Polizeieinsatz, weil der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes auf das Übelste beschimpft oder sogar bedroht wird. Mit der Aktion möchten wir deshalb die Menschen in den Uniformen und an den Schreibtischen sichtbar machen, die die Pöbeleien aushalten müssen.“

Die Ausstellung ist bis zum 2. Juli zu den regulären Öffnungszeiten im Foyer des Kreishauses zu sehen. Weitere Informationen und Hintergründe zur Kampagne unter www.mensch.dgb.de

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Gedenken zum Jahrestag der Flut im Ahrtal – Veranstaltungs-Beginn steht fest

Ahrweiler – Der SWR überträgt die Veranstaltung live im Fernsehen und online. Die Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Flutkatastrophe am 14. Juli 2022 beginnt um 17.30 Uhr. Das teilt die Kreisverwaltung mit. Das Gedenken findet im Kurpark von Bad Neuenahr statt und ist für rund 2000 Personen ausgelegt. Zentrales Element der rund 60-minütigen Veranstaltung wird das Gedenken an die 134 Todesopfer sowie die weiterhin zwei Vermissten im Kreis Ahrweiler sein.

„Uns ist es sehr wichtig, an diesem Tag den Menschen zu gedenken, die ihr Leben in der Flut verloren haben und heute nicht mehr bei uns sein können. Ihren Familien und Freunden möchten wir mit der Gedenkveranstaltung zum Ausdruck bringen, dass wir ihre Angehörigen, ihre Lieben, nicht vergessen und ihr Schicksal uns bewegt, auch wenn unsere Anstrengungen auf den Wiederaufbau gerichtet sind“, betont Landrätin Cornelia Weigand.

Neben der Landrätin werden auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bürgermeister Guido Orthen, als Stellvertreter für die von der Flut betroffenen Kommunen, sprechen. Darüber hinaus werden Betroffene ihre Erinnerungen und ihre Hoffnungen für die Zukunft zum Ausdruck bringen. Umrahmt wird das Programm durch Musiker aus der Region.

Der SWR wird die Gedenkveranstaltung live im SWR Fernsehen und online übertragen.