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Deutscher Rekord – 120 Millionen Euro im Eurojackpot zu gewinnen

Region/Koblenz – Am Freitag winkt der bislang größte Gewinn in Deutschland. 120 Millionen Euro – so viel gab es in der deutschen Glücksspielgeschichte bislang noch nie zu gewinnen: Am Freitag ist es aber soweit. Dann wird in der Lotterie Eurojackpot der höchste Jackpot aller Zeiten in unserem Land ausgespielt.

„Die kommende Eurojackpot-Ziehung wird im wahrsten Sinne des Wortes historisch“, sagt der rheinland-pfälzische Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner. „Erstmals in der fast 75jährigen Geschichte von Lotto Rheinland-Pfalz dürfen wir uns auf eine derart hohe Gewinnsumme freuen. Es ist der höchste Jackpot aller Zeiten in Deutschland.“

Am Freitag (22, Juli) geht es in der obersten Gewinnklasse der Lotterie Eurojackpot, die in 18 europäischen Ländern angeboten wird, um 120 Millionen Euro. Da die Gewinnklasse 1 in der Ziehung am Dienstagabend erneut unbesetzt blieb, steigt der Jackpot nun zum ersten Mal seit der Eurojackpot-Produktänderung auf den Höchstbetrag. Bis Ende März 2022 war der Jackpot bei 90 Millionen Euro gedeckelt. Nun kann er auf bis zu 120 Millionen Euro ansteigen.

Viele Eurojackpot-Tipper warten jetzt mit Spannung auf die kommende Ziehung am Freitag. Wer wird die richtigen sieben Zahlen bei der Spielformel 5aus50 und 2aus12 auf seinem Spielschein haben? Die Chance auf den ersten Gewinnrang liegt bei 1:140 Millionen.

Die Spielteilnahme ist bis Freitagabend um 19:00 Uhr in allen rund 900 rheinland-pfälzischen Lotto-Annahmestellen sowie im Internet unter www.lotto-rlp.de möglich.

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Aachener Bank vergibt Rosenberger Designpreis – Zweiwöchige Ausstellung

Aachen – Bereits zum elften Mal hat die Aachener Bank in Kooperation mit der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg der Handwerkskammer Aachen den Rosenberger Designpreis vergeben. Unter den Examensstücken der diesjährigen Absolventen hatte eine fachkundige Jury die drei besten Arbeiten ausgesucht.

Platz zwei und 500 Euro erhielt Tischler Milan Schaferschick für seine Arbeit „Work and travel“. Hierbei handelt es sich um einen aus Fichtenkanthölzern und Verbindern geformten Korpus, der einen mobilen Ort der Ruhe und Konzentration darstellt. Sein Aufbau ist in zwei Bereiche unterteilt. Die Multiplex-Innenverkleidung schafft die konstruktive Aussteifung. Schafswolle als Isolierung, ein gespannter Baumwollstoff als Fassade und ein gebogenes Blech als Dach bilden das schützende Element und den affektierten Gegenpart. Die beiden Bereiche zeigen eine sehr unterschiedliche Formensprache: Zum einen das gradlinige und reduzierte Innere, das für Ruhe und Konzentration sorgt, und zum anderen das geschwungene und flexible Äußere, das die Beweglichkeit hervorhebt.

Ebenfalls 500 Euro gingen an den Drittplatzierten Darnell Beusing (Tischlermeister) für sein „Schachmöbel“: Das Konzept dieser Examensarbeit sieht vor, dass sich ein Schachmöbel selbstbewusst und monumental im Raum positioniert. Aufgrund seiner Präsenz soll es den Nutzer zu Pausen auffordern und zum Spielen einladen. Ein Schritt zurück vom Digitalen, um zu zeigen, dass analoge Vorgänge und soziale Interaktionen nicht immer virtuell ersetzt werden können. Die Form des Schachmöbels wurde durch die Eigenschaften von Schachfiguren inspiriert. In der Entwurfsphase wurden vorhandene Begebenheiten in Frage gestellt: Warum im Sitzen spielen, wenn man sich im Stehen besser konzentrieren und leichter neue Blickwinkel erlangen kann? Warum ist der König die größte Figur, wenn er am schwächsten ist und beschützt werden muss? Müssen Schachfeld und Figuren so einen großen, optischen Kontrast haben? Gibt es andere Möglichkeiten, die beiden Seiten voneinander zu unterscheiden als nur durch Farbe?

 

In diesem Jahr wurde auch wieder der Publikumspreis „Mein Lieblingsstück“ vergeben. Die Besucher der Examensausstellung in der Akademie wählten am Wochenende vor der Preisverleihung ihren Favoriten. Die meisten Kreuze auf den Teilnahmekarten erhielt der Holzbildhauermeister Sebastian Dominik Söder für seine Trainingsbank „MOVE!“ Das Konzept besteht aus einer Urform, welche zwei Wege geht: drinnen und draußen. Drinnen zeigt es sich konstruktiv, und durch die schmeichelnde Haptik und die einfache Form lädt es zum Sportmachen ein und nimmt die Ausrede, den Abend auf der Couch zu verbringen. Draußen demonstriert es sich subtraktiv: Es geht auf den absterbenden Waldbestand ein und ist in der freien Natur spielerisch erfahrbar. Die Grundform von „MOVE!“ ermöglicht ein Ganzkörpertraining ohne Hilfsmittel, nur mit dem eigenen Körpergewicht. Durch die funktionsgemäße Formgebung ermöglicht es eine Vereinfachung sowie Intensivierung der Übungen.

 

Glückliche Siegerin unter den Teilnehmenden des Publikumspreises ist Katharina Müller, deren Karte bei der Auslosung gezogen wurde. Sie erhielt ein handwerksdesigntes Tablett.

 

Die Examensstücke der diesjährigen Akademie-Absolventen sind vom 20. Juli bis zum 2. August montags und donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr, dienstags und mittwochs von 8.30 bis 17 Uhr und freitags von 8.30 bis 13 Uhr in der Zentrale der Aachener Bank, Theaterstraße 5, zu sehen.

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Ministerpräsident Hendrik Wüst verleiht den Staatspreis an Michael Schumacher

Region/Köln/Düsseldorf – Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Mittwoch, 20. Juli 2022, den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen an Michael Schumacher verliehen. Der frühere Rennfahrer wird damit geehrt für seine herausragenden internationalen sportlichen Leistungen, in Anerkennung seines vorbildlichen sozialen Engagements und für seine Verdienste um sein Heimatland Nordrhein-Westfalen. Michael Schumachers Frau Corinna Schumacher und seine Tochter Gina Schumacher nahmen die Auszeichnung in der MOTORWORLD Köln entgegen. Die Laudatio auf den 58. Träger der höchsten Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen hielt Jean Todt, selbst ehemaliger Rennfahrer, Michael Schumachers Teamchef bei Ferrari und langjähriger Präsident des Welt-Automobilverbands FIA.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Michael Schumacher hat den Motorsport geprägt wie kein Zweiter vor und nach ihm. Und er hat die Begeisterung der Deutschen für diesen Sport entfacht: Kerpen, Monza, Spa – bis heute klingen diese Begriffe nach. Ein ganzes Land sah Ferrari-Rot. Michael Schumacher hat Millionen Menschen fasziniert – weil er für Leidenschaft steht, für Teamgeist, für Höchstleistung im Zusammenspiel von Mensch und Technik. Und weil er als Mensch, als Persönlichkeit überzeugt hat – weil man sich mit ihm identifizieren kann. Wir würdigen heute vor allem den Michael Schumacher jenseits des Rennsports und des grellen Scheinwerferlichts: einen Menschen, der ein großes Herz hat und dem es von jeher wichtig war, an andere zu denken. Michael Schumacher hat auch diejenigen im Blick, denen es nicht gut geht. Ihnen hat er mit äußerst großzügigen Spenden geholfen, meist ganz im Stillen. Seine Familie führt das karitative Engagement fort.“

Ob bei den Hochwasserkatastrophen an der Elbe 2002 und 2013, mit seiner 10-Millionen-Dollar-Spende nach der Tsunami-Katastrophe 2004 in Südostasien oder bei der Hochwasser-Katastrophe im Sommer 2021 in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz; ob als UNESCO-Sonderbotschafter für Kinder in Not oder in seinem Einsatz gegen den Missbrauch von Drogen und Alkohol: Michael Schumacher habe sich – mit seiner Familie – stets für andere engagiert.

Auch Jean Todt würdigte die „herausragende karitative Ader“ seines Freundes und ging in seiner Laudatio ebenso auf den Sportler wie auf den Menschen Michael Schumacher ein: „Mit sieben WM-Titeln ist
Michael, gemeinsam mit Lewis Hamilton, der erfolgreichste Rennfahrer in der langen und ruhmreichen Geschichte der Formel 1. Er ist eine Ikone seines Sports. Michael liebte es, im Team zu arbeiten, und das Team liebte es, für ihn zu arbeiten. Er verstand sich als Teamplayer, in Wirklichkeit war er eher ein Team-Leader. Eine Führungsfigur mit einer natürlichen Autorität. Ein leidenschaftlicher Kämpfer, ein unerbittlicher Gegner, ein nimmermüder Arbeiter, ein detailversessener Antreiber. Durch seine Siege und Erfolge stieg er aus einfachen Verhältnissen auf zu einem wahren Weltenbürger, der mit Menschen aus vielen verschiedenen Kulturkreisen eng zusammenarbeitete. Aber er vergaß nie, wo seine Wurzeln lagen und er hat die Bodenhaftung nie verloren. ‚Ich bin nur jemand, der zufällig gut Auto fahren kann‘, hat er früher oft gesagt, und seine Demut und Bescheidenheit standen ihm immer gut.“

Die feierliche Veranstaltung in der MOTORWORLD Köln wurde vom Marcus Bartelt Quartett mit Stücken wie „Kölsche Jung“ der Kölner Band Brings und Frank Sinatras „My Way“ musikalisch begleitet. Die MOTORWORLD auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Butzweiler Hof Köln beinhaltet unter anderem die Dauerausstellung Michael Schumacher Private Collection.

Michael Schumacher

Michael Schumacher sammelte seine ersten Erfahrungen im Rennsport auf der von seinem Vater gepachteten Kartbahn in Kerpen. Von 1986 bis 1989 absolvierte er eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Michael Schumacher ist mit sieben Weltmeistertiteln zusammen mit Lewis Hamilton der erfolgreichste Fahrer der Formel 1-Geschichte. Schumacher startete von 1991 bis 2006 sowie von 2010 bis 2012 bei insgesamt 308 Großen Preisen der Formel-1-Weltmeisterschaft. Er hält die Rekorde von fünf Weltmeisterschaften in Folge und 77 schnellsten Rennrunden. Zudem hielt er lange die Rekorde von 91 Siegen, 68 Pole-Positions und 155 Podestplatzierungen. 2002 wurde Michael Schumacher von der UNESCO für seinen langjährigen Einsatz bei den Hilfsprojekten Bildung für Kinder in Not zum Sonderbotschafter ernannt.

Hintergrund zum Staatspreis

Der Staatspreis wurde 1986 als höchste Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen gestiftet. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Pandemiebedingt wurde der Staatspreis in den Jahren 2020 und 2021 nicht verliehen. In den Jahren zuvor wurden unter anderem der frühere Bundesminister Prof. Klaus Töpfer, der Gründer und Direktor des Circus Roncalli, Bernhard Paul, der Kölner Schriftsteller Dr. Navid Kermani, die Gründer des Komitees Cap Anamur Christel Neudeck und Rupert Neudeck, die Künstler Günther Uecker und Gerhard Richter sowie Marcel Reich-Ranicki, Alice Schwarzer und Jürgen Habermas mit dem Staatspreis ausgezeichnet.

Die Höhepunkte der Preisverleihung sind am Sonntag, 24. Juli 2022, ab 9.55 Uhr im WDR zu sehen.

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Bachpatenfest 2022 – Ehrung für ehrenamtliches Engagement

Region/Trier-Land – Rund 700 aktive Bachpatenschaften mit mehr als 3.000 Personen wirken aktuell beim Schutz und der ökologischen Verbesserung von rund 2.700 Kilometern Gewässer ehrenamtlich mit. 60 dieser Patenschaften bestehen schon seit der Gründung der Initiative vor 30 Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums der Bachpatenschaften in Rheinland-Pfalz hatte das Landesamt für Umwelt im Rahmen des Bachpatenfestes Bachpatenschaften geehrt, die bereits von Beginn an der Aktion teilnehmen.

Aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Trier-Land ehrte Klimaschutzministerin Katrin Eder für das bereits seit mindestens drei Jahrzehnten bestehende Engagement den Heimatverein Butzweiler e.V. (Newel-Butzweiler, Butzerbach), Johann Abts (Welschbbillig, Nussbach), den ASV Kylltal 1964 e.V. (Kordel, Kyll) sowie die Interessengemeinschaft Thomasbach (Ralingen-Godendorf, Thomasbach).

Die Bachpatenschaften werden vom Landesamt für Umwelt (LfU) koordiniert. Aufgabe der ehrenamtlich tätigen Bachpatinnen und Bachpaten ist es, als Partner der unterhaltungspflichtigen Kommunen dazu beizutragen, dass der Bach in einem möglichst naturnahen Zustand bleibt oder in einen solchen versetzt wird. Bachpaten haben ein vielfältiges Tätigkeitsspektrum: regelmäßig Veränderungen im Gewässer dokumentieren, heimische Ufergehölze pflanzen, Gewässer und Ufer von Müll befreien, invasive Arten regulieren. Zu ihren Aufgaben gehört es auch, die Wasserqualität zu kontrollieren und Verschmutzungen zu melden.

Bürgermeister Michael Holstein unterstützt diese Initiative, die zum einen ein wichtiger Baustein in der Prävention von Hochwasserschäden und zum anderen ein großer Bestandteil im Schutz der heimischen Flora und Fauna sei.

Wie wird man Bachpatin oder Bachpate?

Wer Interesse an einer Bachpatenschaft hat oder sich einer bestehenden Bachpatenschaft anschließen möchte, findet unter https://aktion-blau-plus.rlp-umwelt.de/servlet/is/8442/ weitere Infos.

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Rotes Kreuz im Kreis Euskirchen eröffnet seinen ersten Wald-Kindergarten

Blankenheim-Mülheim – Ein Hase begrüßt jeden Morgen das Team des neuen Rotkreuz-Waldkindergartens in Blankenheim-Mülheim. Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren, denn am 1. August starten die ersten Kinder, die „Buchfinken“, ins neue Kindergartenjahr. „Ein Waldkindergarten bietet ganz besondere Möglichkeiten – sowohl die Natur zu entdecken als auch für die erlebnispädagogische Arbeit der Erzieher“, freut sich Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker.

Der neue Rotkreuz-Waldkindergarten nutzt zwei spezielle Bauwagen am Mülheimer Waldrand direkt hinter dem Sportplatz – und natürlich ganz viel Wald. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Für das Rote Kreuz, den größten Träger von Kindertagesstätten im Kreis Euskirchen, ist es der erste Waldkindergarten. Und auch für die Gemeinde Blankenheim: „Unsere Gemeinde ist der zweitgrößte Waldbesitzer in Nordrhein-Westfalen und wir haben einen stetig steigenden Bedarf an Kindergarten-Plätzen. Die Entscheidung für einen Waldkindergarten haben deshalb alle Fraktionen einstimmig mitgetragen“, so Blankenheims Bürgermeisterin Jennifer Meuren.

Natürlicher Bewegungsdrang

Für Rolf Klöcker liegen die Vorteile einer Wald-Kita auf der Hand: „Hier können wir dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder Rechnung tragen – die vielen Bewegungsmöglichkeiten und die natürliche Umgebung stärken die körperliche und die seelische Gesundheit. Zudem wird bei den Kindern eine emotionale Bindung zur Natur aufgebaut.“ Jennifer Meuren fügt hinzu: „So können die Kinder von Anfang an einen sorgsamen Umgang mit der Natur und den Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, erfahren.“

Im Waldkindergarten in Mülheim beginnt der Tag mit der Bringzeit zwischen 7.30 und 8.30 Uhr. Das Tagesprogramm startet dann mit dem Morgenkreis, bei dem die Kinder in großer Runde auf Baumstämmen vor den beiden Bauwagen der Kita sitzen. Natürlich geht es jeden Tag in den Wald, wo die Kinder sich ihre Spiellandschaften mit der Zeit selbst gestalten dürfen. „Sie können zum Beispiel die Freiflächen nutzen, um mit Ästen und Blättern zu bauen, Fangen spielen oder Tiere beobachten“, erklärt Jan Schmitz, der als Erlebnispädagoge die Leitung der neuen Kita inne hat.

Tag der offenen Tür

Die Wochentage sollen in der Kita feste Themenschwerpunkte haben. So soll es zwei Abenteuertage geben, einen Kreativtag, einen Kräutertag und einen Tag der Elemente. „Aber auch alltägliche Dinge wie Bastelarbeiten, Gesellschaftsspiele oder schulvorbereitende Dinge kommen bei uns nicht zu kurz“, betont Erzieherin Christina Staeven.

Basteln, spielen, Bücher lesen und vieles mehr können die Kinder in ihrem Aufenthaltsraum, der in einem der beiden speziellen Bauwagen am Waldrand untergebracht ist. Dort finden sich auch eine Küchenzeile, Toiletten und Dusche sowie ein gemütlicher Ruheraum mit Kissen und Bilderbüchern. „Bei Bedarf kann der Kindergarten mit einem zusätzlichen Bauwagen auch noch um eine weitere Gruppe ergänzt werden“, erzählt Blankenheims Bürgermeisterin.

Aktuell ist der Waldkindergarten, der sich in Mülheim direkt am Waldrand hinter dem Sportplatz befindet, auf eine Gruppe mit 20 Kindern ausgelegt. Die sechs Plätze für Kinder unter drei Jahren sind schon belegt, für Kinder ab drei Jahren sind aktuell noch sieben Plätze frei. Das Team besteht aus fünf pädagogischen Fachkräften, darunter ein Erlebnispädagoge und eine Waldpädagogin. Eltern können sich an Jan Schmitz (Kita-Leitung) wenden unter Telefon 0151-25856074 oder per E-Mail an waldkitamuelheim@drk-eu.de. Oder sie kommen zum Tag der offenen Tür am Sonntag, 11. September, ab 11 Uhr.

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Soziales Leben – Ideen von Jung und Alt sind gefragt!

Ahrweiler – Projekte im Aufbaugebiet bieten Raum für aktive Beteiligung. Wie soll das Leben in den Dörfern und Städten beziehungsweise Stadtteilen zukünftig gestaltet werden? Bürgerinnen und Bürger, Jung und Alt, haben die Möglichkeit, aktiv an der Entwicklung von Zukunftsperspektiven vor Ort mitzuwirken und ihre Vorstellungen zum Wiederaufbau des sozialen Lebens einzubringen. Der Runde Tisch zum „(Wieder-)Aufbau der sozialen Infrastruktur“, der durch den Fachbereich II – Jugend, Soziales und Gesundheit – der Kreisverwaltung initiiert wurde, hat dazu mehrere Beteiligungsprojekte auf den Weg gebracht.

„Uns ist es ein großes Anliegen, alle Generationen mit ihren Vorstellungen und Ideen in die Gestaltung des Wiederaufbaus der sozialen Infrastruktur einzubeziehen. Wir möchten keine Angebote und Projekte planen, ohne zu fragen, was aus Sicht der Einwohnerinnen und Einwohner in Bezug auf das soziale Leben gebraucht und gewünscht wird“, erklärt Fachbereichsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers.

Um den verschiedenen Personen- und Altersgruppen gerecht zu werden, richten sich die Beteiligungsprojekte direkt an die verschiedenen Generationen: Kinder und Jugendliche, Familien sowie Seniorinnen und Senioren. Hierfür werden sowohl bereits bestehende Angebote genutzt als auch zusätzliche Veranstaltungen geplant. So konnte das Haus der offenen Tür (HoT) Sinzig – dank der finanziellen Unterstützung von ADRA Deutschland e. V. – zwei Stellen zur Durchführung von Beteiligungsprojekten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Wiederaufbaugebiet schaffen und das Projekt „Aufwind – Deine Chance Ahrtal“ starten.

Bis zum 30. September läuft noch die Postkarten-Aktion „Unsere Heimat“, die sich an Bürgerinnen und Bürger, die 65 Jahre oder älter sind, richtet. „Insbesondere ältere Bürgerinnen und Bürger stehen seit der Flut vor besonderen Herausforderungen, beispielsweise in den Bereichen Mobilität und Freizeit. Dies kann sich möglicherweise auch auf die sozialen Kontakte auswirken. Durch die Postkarten-Aktion möchten wir in Erfahrung bringen, wie ältere Menschen zukünftig in ihrem Dorf oder Stadtteil leben möchten und welche Angebote sie dafür brauchen“, erläutert Amrei Neißner, Ansprechpartnerin für die Beteiligung von älteren Personen in der Kreisverwaltung Ahrweiler. Im gesamten Aufbaugebiet – von Dorsel bis Sinzig – stehen sogenannte „Heimatboxen“ zur Verfügung, in die Interessierte ihre ausgefüllte Postkarte einwerfen können.

Erwachsene haben die Möglichkeit, ihre Vorstellungen vom Wiederaufbau im Rahmen einer Online-Befragung mitzuteilen, die über einen QR-Code abgerufen werden kann.

Die Zusammenführung und Auswertung der Ergebnisse der Beteiligungsprozesse aller Generationen erfolgt durch eine Steuerungsgruppe auf Ebene des Kreises. Die Ergebnisse werden veröffentlicht und die Möglichkeit ihrer Umsetzung gemeinsam mit den Menschen vor Ort besprochen.

Weitere Informationen zu den Beteiligungsprojekten:

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene: Projekt „AUFWIND – Deine Chance Ahrtal“, Lissy Fey (Telefon: 0151/56 89 17 89) oder Daniel Maßion (Telefon: 0151/53 57 48 16), E-Mail: info@aufwind-ahr.de, www.aufwind-ahr.de;

Erwachsene, Seniorinnen und Senioren: Amrei Neißner, Kreisverwaltung Ahrweiler, Fachbereich II, Telefon: 02641/975-908, E-Mail: amrei.neissner@kreis-ahrweiler.de; www.kreis-ahrweiler.de

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Straßendaten werden im Auftrag der Stadt Mayen digital erfasst

Mayen – Mit mobiler Straßentechnik durch die Stadt Mayen. Das orange-silberne Messfahrzeug mit Kameras auf dem Dach, das ab der 30. KW durch Mayen fährt, wird sicherlich vielen Bürgern auffallen. Bei der Befahrung werden die Straßendaten, durch den beauftragten Berliner Technologieanbieter eagle eye technologies, genau aufgenommen und optisch erfasst. Anschließend werden die Daten für die Stadt aufbereitet und dokumentiert. Diese sollen als Grundlage für den Aufbau eines Straßenkatasters und eines Erhaltungskonzeptes dienen. Mit Hilfe des erstellten „digitalen Geo-Zwillings“ von Mayen kann die Stadtverwaltung ihre Straßeninfrastruktur ganz gezielt verwalten, planen und sanieren.

Mit den eagle-eye-Kameras werden keine Filme gedreht, sondern Einzelbilder aufgenommen. Die Fahrzeuge sind mit speziellen Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe die Straßenflächen während der Befahrung erfasst werden. Zahlreiche Kameras erfassen gleichzeitig den Straßenraum und nehmen die Verkehrsanlagen auf. Die eagle eye-Daten werden ausschließlich zu internen Zwecken, also für die Dokumentation der kommunalen Verkehrsinfrastruktur, genutzt. Im Ergebnis erhält die Verwaltung exakte Zustandsdaten aller Straßenflächen. Die digitalen Daten werden in das örtliche Geoinformationssystem eingepflegt.

Im Rahmen der Datenerfassung ist das Unternehmen bemüht, so wenige wie möglich persönliche Bilddaten zu erfassen. Konkret versuchen sie in verkehrsarmen Zeiten zu fahren und spezielle Flächen mit geringem Personenaufkommen zu erfassen. Die Fahrzeuge sind mit entsprechendem Signal und als Vermessungsfahrzeuge gekennzeichnet. Eine Zuordnung persönlicher Daten zu den erfassten Bilddaten erfolgt in keinem Fall. Das vorhandene Bildmaterial wird lediglich im Rahmen des Auftrages zur Erfassung kommunaler Infrastruktur verwendet.

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Eifeler Gewässer im Stress

Bitburg – Für die Entnahme von Wasser für den Eigenbedarf gelten Regeln. Trockene und besonders heiße Sommer bleiben auch bei den Eifeler Gewässern nicht ohne Folgen. Ausbleibende Niederschläge und hohe Temperaturen belasten nicht nur Wald und Landwirtschaft – auch unsere Gewässer leiden. Die extrem geringe Wasserführung führt zu erhöhten Wassertemperaturen und einer Verringerung des Sauerstoffgehaltes. Gerade für die hier heimischen Fischarten wie Bachforelle, Äsche oder Mühlkoppe kann dies zu Massensterben führen.

Vor allem in trockenen Monaten wird immer wieder festgestellt, dass Wasser mittels Pumpen aus oberirdischen Gewässern, wie Bächen, Flüssen oder Wassergräben, entnommen wird. Die Untere Wasserbehörde des Eifelkreises Bitburg-Prüm weist darauf hin, dass die rechtswidrige Entnahme eine Ordnungswidrigkeit, bei Schädigung des Gewässers gar einen Straftatbestand, darstellt.

Grundsätzlich darf jede Person oberirdische Gewässer in einer Weise und in einem Umfang benutzen, wie dies nach Landesrecht als Gemein- oder Anliegergebrauch zulässig und wasserwirtschaftlich unbedenklich ist, wenn nicht Rechte Anderer entgegenstehen und Befugnisse Anderer beeinträchtigt werden. Hierzu zählen unter anderem das Schöpfen und Tränken mit Handgefäßen.

Dagegen fallen große Wasserentnahmen mit mobilen Schläuchen oder festen Rohrleitungen mit und ohne Pumpe nicht unter den Gemeingebrauch. Sie bedürfen einer wasserrechtlichen Gestattung durch die Untere Wasserbehörde

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Charity AhrTuS Lauf in Ahrweiler – ein voller Erfolg

Ahrweiler/Laacher See – Fast genau ein Jahr nach der Flut organisierte der TUS Ahrweiler den 1. Ahr-TuS-Lauf einen Volkslauf auf dem Kalvarienberg. Startnummernausgabe und Siegerehrung befanden sich in der Ahrche in Ahrweiler. Der Verein „die Ahrche“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Katastrophenhilfe und Wiederaufbau nach dem Ahr-Hochwasser zu leisten und befindet sich auf dem ehemaligen Campingpatz am Ahrtor.

Ehrung zur Meistbeteiligung durch Geschäftsführerin Sabine Schenke (1. v.re)

Ein beklemmendes Gefühl bekamen die Gäste, die erstmals dieses Gelände betraten. Das war allerdings gleich verschwunden, als sie von einem netten Team an der Ausgabestelle der Startnummern empfangen wurden. Jeder Aktive erhielt neben der Startnummer ein Präsent. Walker*innen nahmen gleichzeitig an einer Verlosung teil, wo alle einen tollen Preis gewannen.

Zum Warmlaufen mussten die Sportler etwa einen km zum Startgelände laufen. Auch hier war alles bestens organisiert. Nette Helfer*innen empfingen sie am Verpflegungs- und Gepäckaufbewahrungsstand. Das Wetter spielte mit und jeder war gut gelaunt.

Die erste Läuferin der LG Laacher See war Julia Ringel. Sie lief 1 km in 5:10 Min. Anschließend fiel der Startschuss für die 10 km. Hier gab es fast nur Treppchenplätze für die LG’ler. Marc Hermes (MHK) und Michael Krämer (M50) führten das LG-Feld mit 45:11 Min. an. Die Strecke war mit zahlreichen Höhenmeter gespickt. Zur Belohnung gab es mehrere Getränkestellen, sogar eine mit leckerem Ahrwein, sowie einem grandiosen Ausblick ins Ahrtal.

Auf der 7,5 Walkingstrecke waren Frank Monschauer (62:57 Min.), Beate Bohr, Barbara König und Elisabeth Waldorf in 1:31:03 Std. unterwegs.

Als größte Teilnehmergruppe wurden die LG’ler mit „erfrischenden“ Fässchen geehrt. Ergebnisse unter https://my.raceresult.com/203904/results

 

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Tatort Eifel-„Junior Award“ – Simon Wolf der Gewinner vom Megina-Gymnasium in Mayen

Daun – Und Action! Daun war in der vergangenen Woche Schauplatz ganz besonderer Dreharbeiten: Simon Wolf, der Gewinner vom Megina-Gymnasium in Mayen setzte gemeinsam mit 11 Mitschülerinnen und Mitschülern sein selbst geschriebenes Drehbuch unter professioneller Betreuung von Schauspielcoach Manfred Schwabe und Günter Bertram von der Medienanstalt RLP um.

Die Geschichte von Simon Wolf wurde beim diesjährigen „Junior Award“ als bester Wettbewerbsbeitrag in der Altersgruppe von 14 bis 20 Jahren ausgewählt und prämiert. Unter dem Motto „Es geht auch ohne Mord und Totschlag“ sollte eine angefangene Kriminalgeschichte des bekannten Krimiautors Ralf Kramp mit dem Titel „Keine Spur“ zu Ende geschrieben werden. Sie handelt von Antonia, die sich auf die Suche nach ihrer Freundin Sophie macht und dabei in eine spannende und aufwühlende Situationen gerät.

Simon Wolf und seine Mitschülerinnen und Mitschüler standen nun für eine Woche in Daun vor und hinter der Kamera. Aufgeteilt in Gruppen lernten sie alle Facetten der Filmproduktion kennen: von der Kamera- und Tontechnik über Requisite und Maske bis hin zum Schauspielern. Am Ende eines jeden Drehtages beriet das Nachwuchs-Filmteam gemeinsam über die auszuwählenden Szenen. Simon Wolf selbst hat mit Unterstützugn von Manfred Schwabe die Regie geführt und eine kleine Rolle übernommen. Neben Manfred Schwabe und Günter Bertram unterstützten Kameramann Nils Keber und Cutter Markus Kiefer das Team professionell.

Auch mit am Set der Dreharbeiten, der aus Daun stammende Schauspieler Martin Geisen sowie der ebenfalls in Daun lebende Schauspieler Sebastian Krolik. Beide hatten sich kurzerhand bereit erklärt, die Rollen der Erwachsenen in der Geschichte von Simon Wolf zu übernehmen.

„Der „Junior Award“ und damit die Förderung des Nachwuchs ist ein wichtiger Baustein unseres Krimifestivals Tatort Eifel. Die Jugendlichen rund um Gewinner Simon Wolf lernen bei uns in der Vulkaneifel die verschiedenen Gewerke am Filmset kennen und erhalten spannende Einblicke hinter die Kulissen. Wir freuen uns sehr, dass der Wettbewerb in diesem Jahr wieder ausgetragen werden konnte“, sagt Julia Gieseking, Landrätin des Landkreises Vulkaneifel. „Mein Dank geht an das Team vor Ort, das die Dreharbeiten begleitet, aber auch an die vielen helfenden Hände und Unterstützerinnen und Unterstützer“, so die Landrätin weiter. Um möglichst nah an der Geschichte von Simon Wolf zu bleiben, wurde u.a. eine alte, heruntergekommene Wohnung für die Dreharbeiten benötigt, ebenso musste ein Obststand aufgebaut und Statisten für eine Marktsituation besorgt werden.

Der fertige Film wird am 24. September im Rahmen des Krimifestivals „Tatort Eifel“ erstmals vor Publikum vorgeführt (15:30 Uhr, Kinopalast Vulkaneifel).

Der „Junior Award“ wird ausgerichtet von der Kreisverwaltung des Landkreises Vulkaneifel, dem Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz. Unterstützt wird er von der Stiftung MedienkompetenzForum Südwest, dem SWR und vielen weiteren Partnern.