Kategorien
News

Oldtimer-Rallye nach historischem Vorbild von 1972 führte durch Mechernich-Eiserfey

Mechernich-Eiserfey – Über 180 Autos auf den Spuren der „Olympia Rallye 72“ von Kiel nach München unterwegs – Rallye-Legende Walter Röhrl wieder mit von der Partie – Begeisterte Zuschauer säumten den Straßenrand. Staunende Gesichter und blitzende Handykameras erfüllten Eiserfey am Donnerstag, als über 180 Oldtimer den Ort, samt kurzem Stopp zum abstempeln und Zeit messen, mit röhrenden Motoren durchquerten. Sie befinden sich im Rahmen des „Olympia Rallye 72 Motorworld Revival 2022“ auf ihrem Weg zum Münchener Olympiastadion. Gestartet ist die Rallye in Kiel.

In ganz Eiserfey saßen begeisterte Oldtimer-Fans vor ihren Häusern oder versammelten sich am Stempelpunkt. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Denn: Zum 50. Jubiläum wurde die legendäre „Olympia Rallye 72“ neu aufgelegt. Vom 8. bis 13. August führt diese nun einmal mehr quer durch Deutschland, ganz nach dem historischen Vorbild. Doch geht es diesmal um perfekt eingehaltene Zeiten und abgeholte Stempel, statt um Geschwindigkeit. Die Veranstalter nennen das „Wertungsprüfung nach Gleichmäßigkeitsmessung plus Orientierungsaufgaben“. Die Straßenverkehrsordnung muss dabei selbstverständlich geachtet werden.

Damals ging die Rallye aufgrund der Olympischen Sommerspiele 1972 in München an den Start. Gefahren wurde von den Segelrevieren in Kiel bis zum Münchener Olympiastadion. Insgesamt entsprach dies 3.371 Kilometern.

Das Ganze ist eine Non-Profit-Veranstaltung. Das Rennen wird vom „Deutschen Olympischen Sportbund“ sowie über 30 weiteren Sponsoren unterstützt und soll sieben verschiedene soziale Projekte unterstützen.

Ein Ort als Rallyestrecke

In ganz Eiserfey saßen die Leute vor ihren Haustüren oder versammelten sich am Stempelpunkt vor dem Gasthof Mießeler. Dort bewunderten sie die unübersehbare Oldtimerkolonne, grüßten die Teams und erfreuten sich an den betagten und teils so raren wie wertvollen Karossen. Auch der Ortsbürgermeister Walfried Heinen war begeistert mit dabei. Er erzählte: „Die Rallye gefällt mir wirklich sehr gut. So etwas Besonderes erlebt man nicht jeden Tag.“

Viele Modelle aus den Baujahren 1950 bis 1990 von BMW, Porsche, Mercedes, Opel und Volkswagen, bis hin zu Exoten wie Aston Martin, Jaguar, Leyland Innocenti, Bitter und sogar DeLorean, samt glücklicher Teams darin, passierten den kleinen Ort und holten sich ihren wohlverdienten Stempel, bevor es auch schon direkt wieder weiter in Richtung Zingsheim, Tondorf und schließlich Mosel ging.

Insgesamt befuhren über 180 Oldtimer die Bundesstraße 477, um sich einen Stempel zu holen. Zwar gab es kurzfristig eine Routenänderung, doch stellte dies für die passionierten Rallyefahrer kein großes Problem dar.

Klimaneutral und für den guten Zweck

2.252 Kilometer in sechs Tagen, 44 verschiedene Automarken und 197 angemeldete Teams. Von 14 bis 86 Jahren sind alle Altersklassen bei den Teams (vier reine Damenteams) dabei. Die Rallye ist sogar klimaneutral. Sämtliche im Vorhinein berechneten Abgaswerte wolle man mit einem Wiederaufforstungsprojekt für gesunden Mischwald im Harz ausgleichen. Außerdem fährt der Orga-Bus, ein ADAC VW T1 Bulli, ausschließlich mit sogenanntem e-Fuel, hergestellt aus Wasser, Co2 und grüner Energie.

Unter dem Motto „Oldtimer unterstützen sozial benachteiligte Youngtimer“ werde, laut Veranstalter, an sechs verschiedene Hilfsprojekte eine Spende über jeweils 7.200 Euro übergeben. Darunter Vereine wie „Lebenshilfe Gießen“, „Asha for children“ (Gegen Kinderarbeit in Nepal) oder „Horizont“ (Mütter mit Kindern ohne festen Wohnsitz und Unterstützung benachteiligter Familien). Als Rallyeleiter agiert Fabian Mohr, Kuno Hug ist für die Organisation zuständig.

Auch Rallye-Legende Walter Röhrl, der beim Original mit seinem Ford Capri, den er immer noch besitzt, beim original vor 50 Jahren mit dabei war, ist als Botschafter und Zeitzeuge wieder mit von der Partie und werde dabei auch verschiedene Autos fahren.

Das historische Vorbild

1972 mussten insgesamt 307 Teams ganze 62 Wertungsprüfungen durchfahren, bei denen die Zeit gemessen wurde. 145 von ihnen blieben schlussendlich in der Wertung. Als Sieger gingen damals die Franzosen Jean-Pierre Nicolas und Jean Todt im Alpine Renault A110 vor den Schweden Anders Kulläng und Donald Karlsson ins Ziel, die genau wie die drittplatzierten Franzosen Jean Ragnotti und Jean-Pierre Rouget in einem Opel Ascona 19 SR fuhren.

Im Gegensatz zu 1972 erwartet die Fahrer diesmal sechs Tage Fahrt (53,5 Stunden) samt fünf Übernachtungen, im Schnitt legen sie dabei 375 Kilometer pro Tag zurück. Damals waren es fünf Tage samt nur einer Übernachtung, im Schnitt 674 Kilometer am Tag bei insgesamt 82 Stunden Zeit.

Frank Ehrhardt verteilte die Eiserfeyer Stempel, Herbert Bersch notierte Zeiten und zählte die betagten Karossen. Ehrhardts Freund Andreas Schwalbe organisiert einen Teil des Rallyeabschnitts in der Kölner Region bis hin zur Eifel. Die Freunde sind selbst einst eine Tour in einem Suzuki Swift 1,3 GTI 16 V, einem Klassiker der Rallyeautos, von Mainz bis nach Monaco gefahren. Frank Ehrhardt habe mit seinem „Autohaus Ehrhardt“ in Laatzen darüber hinaus oftmals Autos für Rennen passionierter Rallyefahrer, oftmals Studenten, beispielsweise bei der legendären „Rallye Monte Carlo“ gestellt.

Kategorien
News

Sicher im Dienst – Das Ordnungsamt Aachen im Einsatz

Aachen – Die Stadt Aachen setzt auf Prävention und Fortbildung. Es gibt eine Null-Toleranz-Haltung bei Gewalt gegen Beschäftigte. Gewaltprävention und Gesundheitsschutz sind zentrale Elemente der Personalentwicklung bei der Stadt Aachen. Aus diesem Grund werden Beschäftigte im Außendienst des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung in Theorie und Praxis professionell geschult.

Personaldezernent Dr. Markus Kremer nimmt aktiv am Training teil und gegrüßt die Einsatzkräfte. Foto: © Stadt Aachen / Andreas Herrmann

Das Konzept des interdisziplinären Einsatztrainings wurde nun durch Stadtdirektorin Annekathrin Grehling und Personaldezernent Dr. Markus Kremer in den Räumlichkeiten des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung vorgestellt. Von Beginn an wirkte die Stadt Aachen an dem 2021 initiierten Landesprojekt „Mehr Schutz und Sicherheit für Beschäftigte im öffentlichen Dienst“ mit. So ließ es sich auch Anne Herr als Vertreterin des NRW-Netzwerks #sicherimDienst nicht nehmen, bei der Vorstellung dabei zu sein.

Mitunter beschimpft, angefeindet und teilweise sogar angegriffen

Die Aufgaben des Ordnungs- uns Sicherheitsdienstes sind konfliktbehaftet: Wer Bürger*innen auf Fehlverhalten hinweist, Auseinandersetzungen schlichtet, rechtliche Vorgaben durchsetzt und Sanktionen ausspricht, erntet selten Applaus. Täglich sind die Vollzugskräfte in Einsätzen mit Konflikten konfrontiert. Sie werden mitunter beschimpft, angefeindet und teilweise sogar angegriffen. Im Jahr 2018 wurden alleine 500 Beleidigungen und 50 Sachbeschädigungen. Gemeldet.

Um diese anspruchsvollen Aufgaben zu bewältigen, werden vielseitige Kompetenzen benötigt. Neben der Vermittlung von Rechtskenntnissen steht, regelmäßig ein intensives Training in Einsatzkommunikation, Eingriffs- und Selbstschutztechniken auf dem Plan. Die Einsatzkräfte werden dazu in speziell eingerichteten Seminar- und Trainingsräumen geschult. Bei diesem Einsatztraining bereiten die Teams Erfahrungen aus dem Dienst nach und werden für verschiedene Szenarien unter professioneller Begleitung von zwei Einsatztrainern ausgebildet.

Stadtdirektorin Grehling kennt als Rechts- und Ordnungsdezernentin die Herausforderungen, mit denen ihre Mitarbeitenden vor allem im Außendienst täglich konfrontiert sind. „Das wöchentliche Training vermittelt wichtiges Wissen und trainiert zentrale Kompetenzen. Durch die Regelmäßigkeit werden geübte Handlungsweisen zur Routine, was die Sicherheit und das professionelle Vorgehen, gerade auch in schwierigen Situationen, fördert. Wenn es zu Übergriffen kommt, wissen die Einsatzkräfte, was zu tun ist. Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Strategie und bringen jeden Vorfall zur Anzeige“, erklärte Grehling.

Vermittlung deeskalierender Kommunikationsstrategien

Personaldezernent Dr. Kremer betonte: „Das Thema beschäftigt uns schon seit vielen Jahren. Bereits 2018 haben wir unser ‚Sicherheitskonzept Gewaltprävention‘ auf den Weg gebracht, das neben der Entwicklung technischer und organisatorischer Maßnahmen vor allem auf die Vermittlung deeskalierender Kommunikationsstrategien baut. Mit der Einstellung eines Gewaltpräventionstrainers und dem Ausbau der sozialpsychologischen Mitarbeiter*innenberatung haben wir auf die Bedarfe reagiert.“ In seiner Funktion als Sportdezernent ist ihm an der körperlichen Fitness der Bediensteten gelegen, da sie die mentale Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten fördert. Diese intensive Betreuung mache die Stadt in diesem Bereich – in dem aktuell durchaus noch Mitarbeiter*innen gesucht werden – zu einer vorbildlichen Arbeitgeberin.

Susanne Aumann, Leiterin der Außendienste, gab einen Einblick in die inhaltliche Konzeption und die behördenübergreifende Zusammenarbeit in Aachen. „Der Einsatz für mehr Schutz und Sicherheit der Kolleg*innen ist ein fortlaufender Prozess. Veränderte Einsatzlagen erfordern angepasste Handlungsstrategien. Auch wenn wir schon viel umsetzen konnten, bleiben wir auch in Zukunft am Ball“, so Aumann.

Volker Haupt, einer der beiden Trainer: „Gewalt ist kein schönes Thema, aber eine herausfordernde Aufgabe.“ Zusammen übe man klassische Selbstverteidigung, aber auch Eingriffstechniken, etwa um Menschen zu fixieren, zu fesseln oder in ein Auto zu verfrachten. Aber oft genauso wichtig: „Die Kolleg*innen können sich auch einfach die Nöte von der Seele reden.“

Zustimmung findet das zielgerichtete Vorgehen auch im Präventionsnetzwerk #sicherimDienst. Durch die Bewertung der aktuellen Forschungslage zu Gewalt im öffentlichen Dienst wurde die Bedeutung von Prävention einmal mehr deutlich. Anne Herr lobte das Engagement der Stadt Aachen und lud alle Interessierten dazu ein, aktiv mitzuwirken (weitere Informationen unter www.sicherimdienst.nrw). Anne Herr vom Präventionsnetzwerk: „Wir wollen vor allem auch darauf aufmerksam machen, dass nicht nur Berufsgruppen davon betroffen sind, bei denen man vielleicht damit rechnen könnte, sondern auch Rettungskräfte oder Sachbearbeiter*innen zum Beispiel.“ Mittlerweile hätten sich 600 Personen aus rund 250 Einrichtungen, Behörden und Kommunen in NRW dem Netzwerk angeschlossen – Zuwachs mehr als erwünscht.

Im Anschluss an die Theorie ging es nahtlos in die Praxis über. Die Einsatzkräfte fanden sich zum Start pünktlich im Trainingsraum ein. In dieser Woche gab es mehr Teilnehmer*innen als sonst, denn Vertreter*innen der Verwaltungsspitze nutzten die Gelegenheit vor Ort, um sich hautnah ein eigenes Bild von dem Einsatztraining des Ordnungsamts zu machen. Aumann und Kremer nahmen sogar aktiv am Training teil.

Kategorien
News

Mayener OB Dirk Meid zu Besuch in der Partnerstadt Godalming

Mayen – Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des deutsch-englischen Freundschaftskreises zwischen Mayen und der englischen Stadt Godalming besuchte Oberbürgermeister Dirk Meid die Partnerstadt in der südenglischen Grafschaft Surrey.

Die Feierlichkeit zu diesem besonderen Jubiläum hätte bereits im Jahr 2020 stattfinden sollen. Da die Corona-Pandemie dies allerdings nicht zuließ, wurde die Bürgerfahrt des Freundschaftskreises und die Feier anlässlich des Jubiläums Anfang August 2022 nachgeholt.

Die intensiven und herzlichen Kontakte mit den englischen Freunden konnten gepflegt werden und gemeinsam feierte man das 40-jährige Jubiläum des Freundschaftskreises. Im Rahmen des Programms kam es zu vielen interessanten Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern der Partnerstadt.

Für Oberbürgermeister Meid war der Besuch in Godalming ein Ereignis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. „Ich habe die Freundschaft gespürt und erlebt, die die Menschen in beiden Städten seit über 40 Jahren pflegen. Ich bin sicher, dass der deutsch-englische Freundschaftskreis weiter wachsen wird und das ist besonders in Zeiten wie diesen umso bedeutender“, so der Mayener Stadtchef.

Die nächste Begegnung steht übrigens schon fest: Im Oktober feiert die Städtepartnerschaft zwischen Mayen und Godalming ebenfalls 40-jähriges Jubiläum. Die hiermit verbundenen Feierlichkeiten finden in Mayen statt.

Kategorien
News

Digitales Arzt-Patienten-Seminar – Dienstag 16. August 2022 am Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die nicht zu unterschätzende Volkskrankheit Bluthochdruck. „Dass sich Bluthochdruck schleichend entwickelt und anfangs kaum Beschwerden verursacht, macht ihn besonders gefährlich“, warnt Chefarzt Dr. Theodoros Ballidis. Mithilfe des kostenlosen Informationsabends möchte er für das Risiko sensibilisieren und über Vorsorge, Diagnostik sowie Behandlungsmöglichkeiten informieren. Der Informationsabend ist kostenlos und findet online via Zoom statt.

Schätzungen zufolge leiden allein in Deutschland zwischen 18 bis 35 Million Menschen an Bluthochdruck. Die Dunkelziffer ist sehr hoch, da viele gar nicht wissen, dass sie betroffen sind. Bis es plötzlich zu einem Notfall kommt: einem Schlaganfall zum Beispiel, oder einem Herzinfarkt. „Bluthochdruck gehört zu den häufigsten Ursachen von Herz- und Kreislaufkrankheiten“, warnt Dr. Theodoros Ballidis, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie sowie der angegliederten Schlaganfalleinheit am Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler. Aber auch Nierenversagen sowie der Verlust der Sehfähigkeit sind mögliche Folgen. Im digitalen Arzt-/Patientenseminar am Dienstag, den 16. August 2022 von 17:00 bis 18:30 Uhr möchte Dr. Ballidis für das Risiko sensibilisieren sowie über Vorsorge, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten informieren. Interessierte können unkompliziert und ohne vorherige Anmeldung via Zoom teilnehmen.

Faktoren wie Übergewicht, ungesunde Ernährung, zu viel Alkohol oder zu wenig Bewegung können Bluthochdruck begünstigen. Allerdings gibt es ebenso schlanke, sportliche und ernährungsbewusste Menschen, die unter einer sogenannten Hypertonie leiden – zum Beispiel aufgrund einer familiären Veranlagung. „Dass sich Bluthochdruck schleichend entwickelt und anfangs kaum Beschwerden verursacht, macht ihn besonders gefährlich“, sagt Dr. Ballidis. Immerhin heißt unerkannt auch unbehandelt. Und das kann dramatische Auswirkungen auf den Körper haben: „Ein zu hoher Druck im Kreislauf überlastet auf Dauer die Gefäße, das Herz und andere lebenswichtige Organe“. Das gilt auch für Betroffene, die zwar diagnostiziert, aber unzureichend behandelt sind. Die richtige medikamentöse Einstellung ist in diesem Kontext eines der zentralen Themen, auf das Dr. Ballidis im Rahmen des Informationsabends eingehen wird.

Die digitalen Arzt-/Patientenseminare des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler nehmen jeden Monat ein anderes Krankheitsbild in den Fokus. „Zunächst vermitteln Fachärztinnen und Fachärzte des Klinikums ihr Know-how in informativen Vorträgen. Anschließend haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen“, erklärt Dr. Gerhard Kreuter, Vorsitzender des Fördervereins, der die Durchführung der Seminare tatkräftig unterstützt. Eine Teilnahme ist über die Zoom-Webseite (https://zoom.us/join) oder die Zoom-App möglich. Nach Eingabe der Webinar-ID (814 9756 6608) sowie des Kenncodes (212080) startet das Seminar automatisch. Eine detaillierte Anleitung sowie einen direkten Link zum Seminar finden Interessierte im Veranstaltungskalender auf der Homepage des Marienhaus Klinikums unter www.marienhaus-klinikum-ahr.de.

Was?              Arzt-/Patientenseminar Bluthochdruck

Wann?            Dienstag, 16.08.2022 / 17:00 bis 18:30 Uhr

Wo?                Online via Zoom (https://zoom.us/join)

Webinar-ID     814 9756 6608

Kenncode       212080

 

Kategorien
News

195.000 Euro für ersten Treibgutrechen in Mayen – Installation im September

Mayen – Eine der Hochwasserschutzmaßnahmen, die noch in diesem Jahr umgesetzt werden kann, ist die Errichtung eines Treibgutrechens an der Sagnesmühle. Hier kann dann bei einem entsprechenden Hochwasserereignis Treibgut vor der Stadt aufgefangen werden, sodass dieses gar nicht bis zur „roten Brücke“ in der Bürresheimer Straße geschwemmt wird. Denn gerade an der „roten Brücke“ kam es bei stärkeren Regenereignissen immer zu Ansammlungen von Treibgut und in der Folge zu Überflutungen.

Der Treibgutrechen in Form eines „V“ kann nunmehr das Schwemmholz, welches angespült wird bereits ein gutes Stück vor dem Stadtgebiet aufhalten. An der geplanten Stelle kommt es auch bei einer Ansammlung von Treibgut nicht gleich zu einer Überschwemmung, die für Anlieger kritisch sein könnte. Des Weiteren lässt sich dort das aufgefangene Treibgut weitaus leichter entfernen als an den Brücken im weiteren Flussverlauf.

Bei der Errichtung des Rechens wird darauf geachtet, dass die Abstände zwischen den einzelnen Gliedern eingehalten werden, damit eine Fischwanderung nicht beeinflusst wird. Vorgesehen sind sieben Pfähle mit einem Durchmesser von 60 cm und einem Abstand von 2,30 Metern. Die Pfähle werden ungefähr zwei Meter aus dem Wasser herausstehen.

Der Baubeginn dieser Maßnahme ist für Mitte September vorgesehen und wird rund einen Monat in Anspruch nehmen. Die geplanten Baukosten belaufen sich auf circa 195.000 €, welche teilweise vom Land Rheinland-Pfalz gefördert werden.

Sobald der Treibgutrechen fertig installiert ist, wird eine regelmäßige Inspektion der Anlage vorgenommen, um eine Funktionssicherheit der technischen Anlage gewährleisten zu können.

Kategorien
News

Erste Frauen-Stärken-Wochen im Kreis Euskirchen

Euskirchen – Lesung mit Bestseller-Autorin Nicole Staudinger bildet den Auftakt. Sie ist die Schlagfertigkeitsqueen. Auf ihren T-Shirts und Tassen stehen Sprüche wie: „Wer mich nicht mag, muss wohl noch an sich arbeiten!“ Die Rede ist von Nicole Staudinger. Die Autorin, Speakerin und Trainerin steht für alles, was Frauen stark macht. Damit ist sie wie geschaffen für die Auftakt-Lesung zu den ersten Frauen-Stärken-Wochen im Kreis Euskirchen.

Die Schlagfertigkeitsqueen Nicole Staudinger bildet mit ihrer Lesung am 25. August den Auftakt zu den Frauen-Stärken-Wochen. Foto:
Stefan Neumann/pp/Agentur ProfiPress

„Wir haben im Kreis Euskirchen geballte Frauenpower. Mit den Frauen-Stärken-Wochen wollen wir zeigen, wie vielfältig das Angebot hier ist“, sagt Sandra Schmitz bei der Präsentation des Programms im Kuchenheimer Café Fabric Schmiede. Dafür hatte sich bereits 2019 aus dem Arbeitskreis Frauen und Migration des Kreises ein Organisationsteam entwickelt. Durch Pandemie und Flut war aber an eine Umsetzung des Programms nicht zu denken. Die Zeit wurde allerdings genutzt, um das Netzwerk auszubauen. Inzwischen sind es zwölf Organisationen und Einrichtungen, die aktiv daran mitarbeiten, dass die Frauen-Stärken-Wochen vom 25. August bis 10. September Realität werden.

Stärken der Frauen, Frauen stärken

Der Titel sei bewusst doppeldeutig gewählt worden, erläutert Mitorganisatorin Annette Kleinertz von der Katholischen Kirche Euskirchen. Es gehe einerseits um die Stärken der Frauen, aber auch darum, die Frauen zu Stärken. So können alle Frauen, Mädchen und Interessierte im Kreis Euskirchen aus 53 Angeboten wählen, die bis auf drei kostenfrei angeboten werden. In diesen Workshops und Aktionen können die Teilnehmerinnen die eigenen Kraftquellen entdecken, ihre Balance zwischen Anspannung und Entspannung halten, um bewusster die eigenen Ressourcen zu nutzen und neue Wege zu mehr Lebensfreude und Gesundheit finden, schreiben die Verantwortlichen.

Wiedereinstieg in den Beruf

„Ein wichtiger Schwerpunkt unseres Programms liegt in der beruflichen Qualifikation von Frauen und bei der Unterstützung zum Wiedereinstieg in den Beruf“, stellt Birgitt van Megeren vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Aachen heraus. Ricarda Brecher vom kommunalen Bildungs- und Integrationszentrum Kreis Euskirchen lenkt den Blick auch auf die Entspannungs- und Achtsamkeitsaspekte der Frauen-stärken-Wochen. „Die Frauen lernen dabei viel über ihre Stärken. Das ist besonders für Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte von Bedeutung“, sagt Brecher.

Als Migrationsberaterin beim Deutschen Roten Kreuz kann ihr Janine Frackmann da nur zustimmen. „Wir möchten die Frauen empowern, selbstständiger zu sein und zu agieren“, sagt sie. Daher war es für Frackmann und das DRK selbstverständlich, sich an den Frauen-Stärken-Wochen zu beteiligen und auch selbst Angebote zu machen.

Kunst als Ausgleich oder Boxen

Zum Auftakt wird Nicole Staudinger am Freitag, 25. August, um 19 Uhr im Stadttheater Euskirchen aus ihrem Bestseller „die Schlagfertigkeitsqueen“ lesen. „Staudinger zeigt, wie frau nie mehr sprachlos ist und bietet einen Leitfaden für ein starkes weibliches Selbstbewusstsein“, kündigen die Macherinnen der Frauen-Stärken-Wochen an. Der Eintritt kostet 10 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühren.

Vom 26. August bis zum 10. September gibt es Angebote ganz unterschiedlicher Art. Manche werden online durchgeführt, viele in Präsenz. In der Liste finden sich Workshops zu Bewerbungsstrategien, zu Kunst als Ausgleich, zu Stressbewältigung und Achtsamkeit, zu Selbstvertrauen steigern durch Boxen oder zu Meditation und Entspannung.

Das Organisationsteam für Frauen-Stärken im Kreis Euskirchen setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Institution. Neben den genannten sind das das BZE Euskirchen, die Caritas, die Dekra Akademie GmbH Euskirchen, das Jobcenter EU-aktiv Euskirchen, das Gleichstellungs-Team beim Kreis Euskirchen, die Stadt Euskirchen und der Euskirchener Stadtmarketing-Verein z.e.u.s.

Alle Informationen sowie Mailadressen für Anmeldungen und Links zu Tickets finden sich unter: www.arbeitsagentur.de/vor-ort/bruehl/frauen-staerken

Kategorien
News

Erster geförderter Mobilfunkmast in Rheinland-Pfalz wird im Landkreis Ahrweiler errichtet

Ahrweiler/Mainz – In der Gemeinde Lind, Landkreis Ahrweiler, soll der erste öffentlich geförderte Mobilfunkmast in Rheinland-Pfalz errichtet werden. Dafür hat die bundeseigene Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) jetzt einen Förderaufruf veröffentlicht. Bisher ist der Ausbau des Mobilfunknetzes reine Angelegenheit der privaten Mobilfunknetzbetreiber gewesen, die ihre Mobilfunkmasten unter Beaufsichtigung der Bundesnetzagentur errichten.

Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer äußerte sich erfreut darüber, dass es in Rheinland-Pfalz nun mit dem Standort in Lind und noch dazu im Landkreis Ahrweiler zum ersten offiziellen Förderaufruf gekommen ist: „Durch die fortschreitende Digitalisierung sind die Anforderungen an die digitale Infrastruktur enorm gewachsen. Gerade in einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz haben wir noch immer Orte, an denen nicht alle Netzbetreiber in gleicher Dichte die Mobilfunkversorgung sicherstellen. Das soll und muss sich ändern. Wie schon im Breitbandausbau, in dem sich seit einigen Jahren das Modell mit der Mischung aus privat-eigenwirtschaftlichem und öffentlich-gefördertem Ausbau erfolgreich etabliert hat, soll dieses Modell auch für den Mobilfunk dazu beitragen, eine flächendeckende digitale Infrastruktur aufzubauen.“

Bundesminister für Digitales, Dr. Volker Wissing: „Die Menschen müssen endlich überall in Deutschland Mobilfunkempfang haben. Mit der Gigabitstrategie schaffen wir die Bedingungen, um den Ausbau deutlich zu beschleunigen. So unterstützt zum Beispiel die MIG vor Ort konkret dabei, die weißen Flecken zu schließen. Es freut mich, dass diese Unterstützung nun den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Ahrweiler direkt zu Gute kommt.“

Ernst Ferdinand Wilmsmann, Geschäftsführer der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft, ergänzt: „Welche Bedeutung eine lückenlose Mobilfunkversorgung hat, zeigte nicht zuletzt die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal. Über Mobilfunknetze können in kritischen Situationen Warnungen und Notrufe abgesetzt werden. Mit dem geplanten Funkmast in der Gemeinde Lind wird zukünftig ein Ortsteil versorgt, in dem bisher kein Empfang vorhanden war und der vor einem Jahr vom Hochwasser getroffen wurde.“

Um die flächendeckende Versorgung mit Mobilfunksignalen durch öffentliche Förderung zu unterstützen, ist durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr im Januar 2021 die MIG gegründet worden. Auf Basis einer Analyse von noch unversorgten Gebieten, den sogenannten „Weißen Flecken“, wurden von der MIG mehrere potenzielle Fördergebiete ermittelt. In diesen Gebieten wurde anschließend eine Markterkundung durchgeführt. Ist von Mobilfunknetzbetreibern aus eigener privatwirtschaftlicher Initiative heraus kein Mobilfunkmast in den kommenden drei Jahren in Planung, so besteht die Voraussetzung zur Realisierung eines Funkmastes auf Basis der öffentlichen Förderung durch die Bundesregierung.

Um diesen Prozess zu unterstützen, steht in Rheinland-Pfalz die Clearingstelle Mobilfunk als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Somit soll das Ziel der Versorgung der „Weißen Flecken“ nach und nach erreicht werden. In Rheinland-Pfalz sind aktuell weitere Standorte für Funkmasten in Planung, die in den kommenden Monaten durch die Förderung der MIG realisiert werden können.

Kategorien
News

Hitzegefahr für Tiere – Veterinäre weisen auf Gefahren im Sommer hin

Region/Mayen-Koblenz – Wenn sich das Thermometer jenseits der 30-Grad-Grenze einpendelt und die Sonne erbarmungslos niederbrennt, kann es für Hund, Katze, Meerschweinchen und Co. gefährlich werden. Darauf weisen die Veterinäre der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hin.

Fehlt ein kühles Schattenplätzchen, ist die Frischluftzufuhr oder das Trinkwasserangebot nicht ausreichend, entsteht in den kleinen Tierkörpern ein Wärmestau, der dann schnell die Symptome eines Hitzschlags nach sich zieht. „Abgeschlagenheit, Unruhe oder Taumeln sind erste Alarmzeichen, die vom Tierbesitzer sofortiges Handeln verlangen. In einem solchen Fall muss das Tier sofort in den Schatten, besser noch in einen kühleren Innenraum, gebracht und mit frischem Trinkwasser und Frischluft versorgt werden“, so die Veterinärin Dr. Simone Nesselberger. Bei Krämpfen, Atemnot oder gar Bewusstlosigkeit besteht akute Lebensgefahr. Zeigt ein Tier diese Symptome, sollte es mit feucht-kalten Tüchern bedeckt sofort zum Tierarzt gebracht werden. Während des Transports ist es wichtig, auf ausreichende Luftzirkulation zu achten.

Gefährdet sind vor allem ältere oder herzkranke Hunde und Katzen wie auch hochträchtige und ganz junge Tiere. Sie sollten nicht der sengenden Mittagshitze ausgesetzt werden. Auch bei robust erscheinenden Tieren ist es ratsam, körperliche Aktivitäten immer auf die kühleren Tageszeiten zu verlegen.

Die Veterinäre weisen zudem auf die unterschätzte Hitzschlaggefahr bei Kaninchen, Meerschweinchen und Ziervögeln hin. Gerade Ziervögeln, deren Käfige oder Freigehege im Laufe des Tages der vollen Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind, sollte permanent eine natürliche Schattenquelle zur Verfügung stehen. „Die handelsüblichen kleinen Schutzhäuschen aus Sperrholz sind als alleinige Schattenspender nicht ausreichend“, so Nesselberger. Weit verbreitet ist zudem der Irrglaube, Kaninchen und Meerschweinchen benötigen kein Trinkwasser. Dieser Irrtum kann im Hochsommer für die Tiere tödliche Folgen haben.

Erhöhte Hitzschlaggefahr droht allen Tieren, die bei hohen Außentemperaturen im Auto transportiert werden müssen. Autofahrten mit Haustieren erfordern daher eine sorgfältige Vorbereitung. Für längere Fahrten sollten die kühleren Tages- oder Nachtzeiten eingeplant werden. In das Reisegepäck gehören ein ausreichender Vorrat an Trinkwasser und mehrere, möglichst helle Tücher, die bei Sonneneinstrahlung angefeuchtet werden und als kalte Kompressen oder verdunstungsaktive Käfigabdeckung dienen können. Ist der Wagen durch längeres Stehen überhitzt, sind auch kürzere Autofahrten für Tiere belastend und sollten vermieden werden. Grundsätzlich gilt: Ein Tier darf niemals im geparkten Fahrzeug zurückgelassen werden – auch nicht für kurze Zeit. Offene Fensterspalten sind bei hochsommerlichen Temperaturen kein ausreichender Klimaschutz. „Da kommt es schnell zum Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Dabei gilt: Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit schützt vor Strafe nicht. Man sollte bedenken, dass die Hitze für die Tiere eine Qual ist“, so Nesselberger abschließend.

Kategorien
News

Goldbären-Gitarre zugunsten Wacken Foundation versteigert

Grafschaft/Wacken – Am Mittwoch, 10. August um 22:00 Uhr endete die Charity-Auktion zur begehrten HARIBO E-Gitarre „DeFender of Frohsinn“ mit einem Höchstgebot von 5.249 Euro. Den Erlös spendet HARIBO an die Wacken Foundation, die sich für die Förderung von Nachwuchskünstler:innen einsetzt.

Zahlreiche Metal- und Goldbären-Fans hatten in den vergangenen Tagen auf der Plattform eBay für Charity ihr Gebot für das wohl begehrteste Ausstellungsstück des diesjährigen Wacken Open Air Festivals abgegeben: Die „DeFender of Frohsinn“ von HARIBO. Gestern endete die von dem Familienunternehmen initiierte Charity-Auktion und das unverkennbare Einzelstück wechselte für 5.249 Euro den Besitzer. Der Auktionserlös geht an die gemeinnützige Wacken Foundation, die sich seit Jahren für Musiker:innen und Nachwuchskünstler:innen der Heavy-Metal-Szene einsetzt.

Ein echtes Unikat – handsigniert von den Stars des W:O:A 2022

Die „DeFender of Frohsinn“ E-Gitarre ist eine Sonderanfertigung des begnadeten Berliner Gitarren-Bauers Alexander Markusch, der bereits Saiteninstrumente für Rock-Größen wie Metallica-Chef James Hetfield und Judas-Priest-Gitarrist Richie Faulkner baute. Zum diesjährigen Wacken-Festival hat er sich an ein ganz besonderes Projekt gewagt und für HARIBO und Wacken eine streng limitierte Edition seiner Gitarren entwickelt: Eine tiefschwarze E-Gitarre, deren Korpus dem Umriss der Goldbären nachempfunden ist. Weltweit gibt es nur sechs Exemplare der Gitarre. Um bei der Charity-Auktion möglichst viele Spendengelder für die gemeinnützige Wacken Foundation zu sammeln, ließ HARIBO eine Gitarre von den Stars des diesjährigen W:O:A Festivals signieren, darunter Uli Jon Roth von den Scorpions und Kenny Altmann von 5th Avenue. Ausgestellt in einem „Schrein“ auf dem Festivalgelände löste das Liebhaberstück unter den rund 85.000 Besucherinnen bereits große Begeisterung aus.

Spektakulärer Weltrekord über dem Festival sorgt für hohe Spendensumme 

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte auch Metal-Musiker Johannes „Johnny“ Ritter. In einem Heißluftballon, 327 Meter über dem „Holy Ground“ des Wacken Festivals 2022, stellte er am vergangenen Samstag den Rekord im „höchsten Luftgitarrensolo der Welt“ auf und sorgte damit nicht nur bundesweit für Schlagzeilen, sondern trieb auch die Gebote der Auktion nochmals in die Höhe. Im Interview erzählt er, warum er damit auch auf die Charity-Aktion von HARIBO zugunsten der gemeinnützigen Wacken Foundation aufmerksam machen will: „Organisationen wie die Wacken Foundation sind für den Metal unglaublich wichtig. Sie tragen dazu bei, dass dieser unglaubliche und manchmal doch unterschätzte Musikstil sichtbar bleibt und junge Bands gefördert werden. Metal begeistert Menschen jeglichen Alters aus allen Regionen der Welt. Daher sind solche Förderungen wichtig. Ich bin HARIBO sehr dankbar, dass sie Lust hatten, die Luftgitarrenmission zu unterstützen und die Gitarre für die Wacken Foundation zu versteigern.“

Kategorien
News

Horper und Purpus kritisieren Rückzug des Landes RLP vom Leistungspflügen-Wettbewerb

Region/Koblenz – Mit Unverständnis reagieren der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, und der Vorsitzende des Landjugendverbandes Rheinland-Nassau, Benjamin Purpus, auf die Ankündigung des rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministeriums, sich ab sofort aus dem für den bäuerlichen Berufsstand wichtigen und bewährten Wettbewerb des Leistungspflügens zurückzuziehen.

In Schreiben an Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt machten Horper und Purpus deutlich, dass die Dienstleistungszentren Ländlicher Raum gemeinsam mit dem bäuerlichen Berufsstand über Jahrzehnte hinweg sehr professionell am Leistungspflügen-Wettbewerb mitgearbeitet hätten. Das Argument für den Rückzug der Verwaltung, die Kompetenzen, die das Pflügen erfordere, hätten in der landwirtschaftlichen Praxis keine Bedeutung mehr, konnten die Verbandsvorsitzenden nicht nachvollziehen. Das Pflügen spiele nach wie vor sowohl für den Ökolandbau als auch für die konventionelle Landwirtschaft eine sehr große Rolle. Schließlich trage gerade das Pflügen wesentlich zur Unkrautbekämpfung und somit zur Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln und zu einer intensiven Bodenlockerung – mit all ihren Vorteilen für die Bodenfruchtbarkeit – bei. In ihren Schreiben wiesen Horper und Purpus darauf hin, dass das Land Rheinland-Pfalz stolz auf ihre gut ausgebildeten Landwirte sein könne. Schließlich stelle das Land seit 2010 fünf Deutsche Meister im Leistungspflügen. Außerdem würden sie erfolgreich an Welt- und Europameisterschaften teilnehmen.

Der bäuerliche Berufsstand fordert das Land auf, sich weiterhin an der Planung und Durchführung des Leistungspflügen-Wettbewerbs zu beteiligen. In der agrartechnischen Ausbildung spiele das Pflügen nach wie vor eine sehr bedeutende Rolle und die Kompetenzen rund um den Pflug seien wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Der Leistungspflügen-Wettbewerb bietet die Gelegenheit, das Gelernte unter Beweis zu stellen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.