Kategorien
News

Deutschlands erster ständiger Bürger*innenrat in Aachen nimmt Fahrt auf

Aachen – Aufruf zur Themensuche – Themen für den ersten Bürger*innenrat können bis zum 10. März eingereicht werden. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen: Es geht nicht um ein Diskussionsforum, sondern um ein wirksames Instrument, das Dinge in dieser Stadt nach vorne bringt und in der Umsetzung von den Menschen getragen wird.“

Bürger*innen aktiv in politische Prozesse einzubeziehen, ist inzwischen keine Besonderheit mehr. Dazu gehören in vielen Städten auch so genannte „Bürgerräte“ unterschiedlichster Art. In Aachen geht jetzt eine neue Form dieser Beteiligung an den Start: ein Bürger*innenrat als ständige, institutionalisierte Einrichtung mit begleitender Gremienstruktur, den es in dieser systematisch aufgestellten Form in Deutschland nach Aachener Kenntnis bislang nicht gibt. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen schätzt besonders den partizipativen Ansatz dieses neuen Gremiums: „Der Bürger*innenrat ist ein zentraler Baustein des Bürger*innendialogs. Es geht nicht um ein Diskussionsforum, sondern um ein wirksames Instrument, das Dinge in dieser Stadt nach vorne bringt und in der Umsetzung von den Menschen getragen wird.“

Repräsentativ, freiwillig, per Los ausgewählt

Im Bürger*innenrat der Stadt Aachen werden 56 nach Alter, Bildung und Sozialräumen repräsentativ ausgewählte Bürger*innen vertreten sein. Die Teilnahme ist freiwillig. Der Bürger*innenrat kommt zwei- bis dreimal im Jahr zusammen und berät – unterstützt von Fachleuten – über ein relevantes städtisches Thema, das vorher von Mitbürger*innen vorgeschlagen und nach Diskussion im Bürgerforum vom Rat beschlossen wurde. Unterstützt wird der Bürger*innenrat von Fachleuten für das jeweilige Thema. Die Mitglieder des Bürger*innenrates werden jedes Jahr neu bestimmt.

Dana Duikers, Leiterin des Fachbereichs Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung betont: „Hier kommen Menschen miteinander ins Gespräch, die sich sonst im Alltag kaum begegnen, und sprechen in einem moderierten Rahmen über ein Thema, das alle bewegt – zum Beispiel: Wie schaffen wir mehr soziale Gerechtigkeit? Wie können wir unseren Straßenraum für die unterschiedlichen Nutzer*innen aufteilen? Wie kann unsere Stadt krisensicher werden? Durch die Diskussion erfolgt ein Perspektivwechsel, und Politik und Verwaltung erhalten eine unmittelbare Empfehlung aus der Bürgerschaft. Das ist für alle ein Gewinn.“

Themen für 2023 können bis zum 10. März eingereicht werden

Alle Aachener*innen ab 16 Jahren sind aufgerufen, eine Frage oder ein Thema einzureichen. Das Thema sollte für die gesamte Stadt relevant sein. Und: Es muss von der Stadt Aachen selbst entschieden werden können. Damit es ins Auswahlverfahren kommt, müssen sich zudem 125 Menschen für das Thema ausgesprochen haben. Ein Begleitgremium des Bürger*innenrates sichtet die Themen und spricht nach festen Kriterien eine Empfehlung in Form eines Bürger*innen-Gutachtens aus. (Zu Beginn sind in diesem Gremium Menschen aus Politik, Verwaltung und der Initiative „Bürgerrat Aachen“ aktiv. Zukünftig wird das Begleitgremium aus Mitgliedern der vorherigen Bürger*innenräte zusammengesetzt.) Fünf Themenvorschläge werden öffentlich in einer Sitzung des städtischen Bürgerforums vorgestellt und mit den Bürger*innen diskutiert. Danach wird im Rat der Stadt Aachen über die Ergebnisse entschieden. Wenn der Rat zustimmt, erhält die Verwaltung den Auftrag, das Bürger*innen-Gutachten umzusetzen.

Bis zum 10. März 2023 haben alle Einwohner*innen in der Stadt Aachen die Möglichkeit, Themenvorschläge für das Jahr 2023 einzubringen. Das geht per Mail an buerger_innenrat@mail.aachen.de oder per Post an: Stadt Aachen, Fachbereich Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung, Albert Halfmann, Verwaltungsgebäude Katschhof, Johannes-Paul-II.-Straße 1, 52062 Aachen.

Mathias Dopatka, SPD, erklärte als Vorsitzender des Bürgerforums: „Wir treten an Menschen heran, die vielleicht noch nie darüber nachgedacht haben, wie sie sich in der Stadt einbringen können. Aus Sicht der Politik kann ich nur sagen: Wir gehen davon aus, dass wir auf diese Art Ideen hören werden, die wir sonst gar nicht auf dem Schirm gehabt hätten. Und darauf freue ich mich sehr.“

Das Bürger*innen-Sekretariat sorgt für Kontinuität

In der Verwaltung wird es eine Stelle geben, die den Bürger*innenrat unterstützt und begleitet. Dieses Bürger*innen-Sekretariat ist auch die Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Bürger*innenrat. Das Bürger*innen-Sekretariat wacht zudem über die Unabhängigkeit des Verfahrens und sorgt für die Kontinuität des Bürger*innenrats. Es stellt die Qualität und die Umsetzung der Ergebnisse sicher und ist verantwortlich für die ständige Verbesserung der Prozesse. Der Bürger*innenrat tagt jährlich zu einem neuen Thema. Dabei ist es wichtig, dass die Ergebnisse auch umgesetzt werden und die Fragen von einer hohen Qualität sind, um tatsächlich einen Mehrwert zu liefern. Dazu wird der Bürger*innenrat laufend weiterentwickelt und mit den Bürger*innen gemeinsam verbessert.

Das Vorbild stammt aus der Grenzregion

Gereon Hermens, Sprecher der Initiative „Bürgerrat Aachen“ bedankte sich bei Politik und Verwaltung für die Umsetzung der Idee und betonte, wie wichtig das Format für den Zusammenhalt einer Stadt sei: „Es wird dazu führen, dass wir mehr Gemeinsamkeit und Gemeinschaft in dieser Stadt erleben können.“ Anregungen für diese Form der Beteiligung fand die Aachener Initiative „Bürgerrat Aachen“ in der direkten Nachbarschaft Aachens, in Ostbelgien. Als Vorreiterin hat die Stadt Eupen bereits seit vier Jahren Erfahrung mit dem Bürgerrat. Eingerichtet wurde er, um das Vertrauen der Bürger*innen in Politik wiederherzustellen. Zugleich erhofft sich die Deutschsprachige Gemeinschaft, das Verständnis für die politischen Entscheidungsprozesse zu fördern und damit die demokratischen Institutionen zu stärken.

Als Sprecherin der Arbeitsgruppe, die sich arbeitsintensiv für den Bürger*innenrat engagiert hat, nennt Hilde Scheidt, DIE GRÜNEN, das neue Gremium einen „Booster für Demokratie“. Es sei eine Riesenchance für die Stadt, den Bürger*innen wirklich auf Augenhöhe zu begegnen: „Wir müssen dieses Wagnis eingehen, auch wenn es um kritische Fragen geht.“

Eine aktuell in den städtischen Citylights laufende Plakataktion zeigt Menschen, die bereits Themen eingereicht haben. Der Zeitplan: Im März entscheidet das Begleitgremium über die Relevanz der Fragen, im April werden sie in einer öffentlichen Sitzung beraten. Noch vor der Sommerpause sollen 3.000 repräsentativ ausgewählte Personen angeschrieben und zur Teilnahme aufgefordert werden. Über ein Losverfahren werden 56 Menschen ausgewählt. Voraussichtlich nach der Sommerpause wird dann die erste Sitzung des Bürger*innenrates stattfinden können.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen bringt es zum Abschluss der Pressekonferenz am 19. Januar 2023 noch einmal auf den Punkt: „Die Bürger*innen der Stadt wollen sich einbringen, nicht nur zu Themen, die tagespolitisch relevant sind, sondern zu allen Lebensbereichen. Die Idee eines Bürger*innenrates von den Menschen der Stadt für die Menschen der Stadt bietet die Möglichkeit, die Themen, die die Menschen besonders beschäftigen, breit zu diskutieren und politisch nach vorne zu bringen. Ich freue mich auf die Vorschläge und Ideen zum ersten ständigen Bürger*innenrat, der meine volle Unterstützung hat.“

Infos sind auf der Internetseite des Bürger*innenrates zu finden unter aachen.de/buerger_innenrat.

Kategorien
News

Pater Wieslaw führt Region Eifel

Mechernich/Steinfeld – Bistum Aachen tauscht sein Führungspersonal teilweise aus und schafft neue „Pastorale Räume“ für die künftige Seelsorge. Pater Wieslaw Kaczor (63) SDS, der Pfarrer von Steinfeld, ist Nachfolger des Schleidener GdG-Leiters und Pfarrers Philipp Cuck auf dem Posten des vor einigen Jahren neugeschaffenen Regionalvikars geworden.

Diese vom Bischof ernannten Oberen der acht Bistumsregionen Eifel, Heinsberg, Düren/Jülich, Mönchengladbach, Krefeld, Viersen, Aachen-Stadt und Aachen-Land, haben die seinerzeit in den Regionen von Laien und hauptamtlichem Personal selbst gewählten Regionaldekane abgelöst. In einer langen Tradition letzter Eifeldekan war zwei Wahlperioden oder zehn Jahre lang der Mechernicher Pfarrer und GdG-Leiter Erik Pühringer.

Zum insgesamt dreiköpfigen Regionalteam Eifel gehören außer Pater Wieslaw Kaczor auch Georg Nilles und Erich Dederichs. In Aachen-Land wurden Erdmute Söndgen, Dr. Annette Jantzen und Regionalvikar Hannokarl Weishaupt installiert, in Aachen-Stadt haben Regionalvikar Frank Hendriks, Kathrin Hohmann und Walter Nett die Hüte auf.

Das Regionalteam Düren bilden Maria Buttermann, Gudrun Zentis und Regionalvikar Msgr. Norbert Glasmacher, in Heinsberg walten Dr. Elisabeth Gerards, Stephan Lütgemeier und Regionalvikar Markus Bruns, in Kempen-Viersen Gabi Terhorst, Harald Hüller und Regionalvikar Jan Nienkerke.

Alfred Piehler hört auf

Zum Regionalteam Krefeld gehören Hildegard Rother-Hauser, Elisabeth Vratz und Regionalvikar Dr. Thorsten Obst, in Mönchengladbach stehen Elisabeth Laumanns, Annette Diesler und Regionalvikar Ulrich Clancett an der Spitze der Region.

Ihre Arbeit in den Regionalteams beendet haben Alfred Piehler (Team Eifel), Hiltrud Derix (Heinsberg), Hans-Joachim Hofer (Krefeld), Ulrike Wellens (Mönchengladbach), Norbert Franzen (Aachen-Land) sowie die Ex-Vikare Philipp Cuck (Eifel) und Klaus Hurtz (Mönchengladbach).

Nächste Reformschritte – Näheres unter www.heute-bei-dir.de – sind der Bildung so genannter „Pastoraler Räume“ gewidmet. Die derzeit existenten „Gemeinschaften der Gemeinden (GdG)“, Nachfolger von Pfarreien und Dekanaten, sowie Kirchenvorstände und Regionalpastoralräte sollen an der Meinungsbildung beteiligt werden. Auch die Frage der Seelsorge in diesen größer werdenden Gebilden soll thematisiert werden.

„Strukturen dienen keinem Selbstzweck, sondern sollen viele neue vitale Orte von Kirche ermöglichen und bestehende beflügeln“, beteuert der Generalvikar des Bischofs, Dr. Andreas Frick, in einer Mitteilung seiner „Bistumsnachrichten“. Dennoch gehe „es natürlich nicht ohne einen zeitgemäßen Zuschnitt“, dem sich die Kirche im Bistum Aachen stellen müsse.

In einem feierlichen Gottesdienst setzte Bischof Dr. Helmut Dieser die neuen Regionalteams ein, 24 Frauen und Männer. „Sie leiten zusammen mit dem Regionalpastoralrat die Region und verantworten die regionale Prozessumsetzung“, heißt es in der Pressemitteilung des Bistums.

Neue Vermögensverwaltung

Die Teams bestehen aus drei Christen, dem Regionalvikar, der immer Kleriker ist, einer Pastoralreferentin oder einem Pastoralreferenten sowie einem/r gewählten Ehrenamtler/in.

Die Grenzen der „Pastoralen Räume“ sollen zukünftig in der Regel auch die Grenzen der Verwaltung des Kirchengemeindevermögens durch Körperschaften des öffentlichen Rechts (KdöR) bilden. Der diesbezügliche Beschlussvorschlag entstammt einer Projektgruppe aus Vertretern des Kirchensteuer- und Wirtschaftsrates, der Initiative „Kirche bleibt hier“, der diözesanen Räte sowie dem Ökonomen und der Justitiarin des Bistums.

Kategorien
News

„Das Forschungs-Zentrum ist das weltweite Aushängeschild der Marke Jülich“

Jülich – Bürgermeister Axel Fuchs hält Laudatio auf größten Arbeitgeber der Region. Der Verein Stadtmarketing Jülich e.V. hat zum siebten Mal den „Jülicher Stadtmarketing-Preis“ verliehen. Gewürdigt wurden bemerkenswerte Aktivitäten zu einer nachhaltigen Steigerung der Attraktivität Jülichs.

Zahlreiche Vertreter aus Verwaltung, Politik, Unternehmen, Schulen, Behörden und Vereinen sowie bisherige Preisträger und Neujahresredner waren der Einladung des Vereins in Kooperation mit dem Jülicher Bürgermeister Axel Fuchs gefolgt.

Die diesjährige Preisverleihung an das Forschungszentrum Jülich ist das Ergebnis der Wahl aus hochrangigen Vorschlägen. Für die Jury aus Bürgermeister Axel Fuchs, dem Kuratoriumsvorsitzenden Uwe Willner und Wolfgang Hommel als Vereinsvorsitzendem erfolgte die Wahl zum richtigen Zeitpunkt. Die Jury kürte die Institution mit über 7000 Mitarbeitenden zum alleinigen Preisträger.

Wolfgang Hommel als Vorstandsvorsitzender des Stadtmarketing Jülich e.V. ging in seinem traditionellen Rückblick auf die „Markenkerne“ Jülichs als historische Forschungsstadt ein. „Wir haben viel und können viel“ zog er Schlüsse aus den bemerkenswerten Ausstellungen und überregionalen Aktivitäten des Museums im Jahr 2022. Mit der Installation des City-Managements als „gutes Signal für die Gewerbetreibenden in der Innenstadt“ und der Weiterentwicklung des BrainergyParks mit der Schaffung von Arbeitsplätzen und Ansiedlungen zeigte er eine hoffnungsvolle Entwicklung auf. Diese erhofft er sich auch beim Blick auf die drohende Schließung des Jülicher Krankenhauses. Dabei helfen soll auch die jüngste Aktivität des Vereins – die Sammlung von Argumenten, die in einem Positionspapier dem Bürgermeister übergeben und in die Diskussion eingebracht wurden. „Mit Leben füllen“ will der Verein auch die mit der Stadt Jülich geschlossenen Kooperationsvereinbarung, die Ziele und Maßnahmen zusammen und in die Politik bringen soll.

Die Laudatio auf den größten Arbeitgeber der Region als Preisträger hielt würdigend der erste Bürger der Stadt – Bürgermeister Axel Fuchs. „Das Forschungszentrum hat unsere Stadt in den vergangenen Jahrzehnten geprägt. Die Bevölkerungsstruktur in Jülich ist eine besondere, auch wegen des Forschungszentrums. Menschen aus 65 Nationen sind wegen ihrer Arbeit im Forschungszentrum nach Jülich gekommen und machen uns zu einer Stadt der Vielfalt. Das Forschungszentrum ist das weltweite Aushängeschild der Marke „Jülich“. – Schon immer und es muss uns bewusst sein, dass dies so bleiben soll. Dafür soll der Preis ein bisschen Bewusstsein schaffen“, so Axel Fuchs abschließend. „Die Stadt Jülich und das Forschungszentrum Jülich, wir gehören untrennbar zusammen. Wir blicken zurück auf Jahrzehnte der erfolgreichen und freundschaftlichen Zusammenarbeit und freuen uns auf eine Fortsetzung in der Zukunft“, versicherte er.

Im Anschluss überreichte Wolfgang Hommel gemeinsam mit Bürgermeister Axel Fuchs den Stadtmarketing-Preis 2022 an Professor Wolfgang Marquardt als Vorstandsvorsitzenden des Forschungszentrums Jülich. Dieser erklärte in seiner Dankesrede: „Wir tragen den Namen dieser historisch namhaften Stadt mit Stolz im Namen unserer Einrichtung und tragen ihn so in die ganze Welt. Mit unserer Arbeit tragen wir nicht nur zur allgemeinen Bekanntheit der Stadt bei, sondern wir geben ihr auch ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal. Eine Mittelstadt in der Größe Jülichs mit einer so eindrucksvollen Forschungs- und Innovationskraft wird man in Europa kaum ein zweites Mal finden. Es freut mich daher sehr, dass die Stadt Jülich dies in ihrem Slogan „historische Festungsstadt – moderne Forschungsstadt“ zum Ausdruck bringt. In den vergangenen zehn Jahren ist das Forschungszentrum Jülich um mehr als 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsen. Damit ist es ein Wachstumstreiber für die Region und die Stadt Jülich. Dies ist natürlich auch eine Herausforderung für die Stadt. Attraktiver Wohnraum, gute Kindertagestätten und Schulen, ein abwechslungsreiches Kultur- und Freizeitangebot und eine Innenstadt mit Verweilqualität sind wichtige Standortfaktoren, die dazu führen, dass sich die Kolleginnen und Kollegen auch gerne in Jülich niederlassen.  Ein gutes Krankenhaus der Grundversorgung gehört auch dazu und daher wünsche ich allen Streitern für den Erhalt des Jülicher Krankenhauses alles Gute und viel Erfolg“, schloss Marquardt seine Dankesrede.

In der zur Preisverleihung gehörenden traditionellen Neujahrsrede präsentierte Philipp Mülheims als Leiter des Science College einen Blick auf Jülichs Zukunft aus Sicht des Science College. Er richtete in einem kurzweiligen Vortrag den Fokus auf die MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), die nicht nur die Grundlage für Exzellenz und Studium bildet, sondern auch für jedes Handwerk. Das Science College fördert vor allem Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung durch den Austausch Gleichgesinnter. Experimente, Exkursionen, Vorträge und viele andere Aktivitäten ermöglichen und fördern den Spaß am Lernen als Basis für die eigene Entwicklung in der Zukunft. Er und seine Teams sind „Gesichter, die ein lebendiges Bild der eigenen Interessen vermitteln“, so Mülheims.

Bei einem abschließenden Imbiss, den der Stadtmarketingverein und die Stadt Jülich gemeinsam ausrichteten, ließen die Preisträger und zahlreichen Gäste in inspirierenden Gesprächen mit persönlichen Ausblicken auf das Jahr 2023 den Abend ausklingen.

Kategorien
News

Weisser Ring leistet auch Opferhilfe im Vulkaneifelkreis

Daun/Wittlich/Mainz – Zu einem Gedankenaustausch und der Vorstellung des Weissen Rings trafen sich die rheinland-pfälzische Landesvorsitzende, Sabine Bätzing-Lichtenthäler gemeinsam mit Außenstellenleiter Wolfgang Schmitz aus Bernkastel-Wittlich mit der Landrätin des Vulkaneifelkreises, Julia Gieseking und informierten ausführlich über die ehrenamtliche Arbeit der größten Opferhilfeorganisation.

Der Landesverband Rheinland-Pfalz ist einer von 18, des seit 1976 bestehenden und in Mainz Eduard Zimmermann gegründeten Vereins zur Hilfe für Opfer von Straftaten. Landrätin Gieseking zeigte sich beeindruckt, dass landesweit 27 Außenstellen mit rund 220 Mitarbeitenden direkte Opferberatung und –begleitung leisten. „Dieses Engagement findet zu 100 % ehrenamtlich statt und erfordert von den Ehrenamtlern nicht nur Empathie, sondern auch gleichermaßen eine hohe Fachlichkeit und Qualifikation.“, so Bätzing-Lichtenthäler, die als Landesvorsitzende dankbar ist für das große Engagement in ihrem Landesverband.

Und dieses Engagement ist auch notwendig, denn die Nachfrage von Opfern auf Unterstützung und Beratung ist steigend. „Ob Opfer von häuslicher Gewalt, Sexualdelikten aber auch Betrugsszenarien wie „Enkeltrick“ oder in zunehmenden Maße auch Cybermobbing ersuchen unsere Unterstützung vor Ort.“, so Wolfgang Schmitz, der als Außenstellenleiter langjährige Erfahrung in die Arbeit seines Teams einbringt. Umso wichtiger ist es, flächendeckend Angebote vorzuhalten. „Leider ist die gemeinsame Außenstelle der Vulkaneifel und des Eifelkreises nicht besetzt, aber Hilfe wird für die Bürgerinnen und Bürger natürliche trotzdem angeboten und vorgehalten. „Es ist dem Engagement der benachbarten Außenstelle aus Bernkastel-Wittlich zu verdanken, dass auch im Vulkaneifelkreis Opfer von Straftaten konkrete und direkte Hilfe durch den Weissen Ring erfahren.“, dankt Sabine Bätzing-Lichtenthäler den Opferbegleitern.

Ziel des im vergangenen Jahr gewählten Landesvorstands ist es, dass jeder Landkreis künftig wieder mit einer Außenstelle vertreten ist.“, beschreibt die Landesvorsitzende eines der primären Ziele, „damit wir überall, wohnortnahe Opferhilfe leisten können.“ „Im Vulkaneifelkreis ist leider seit einiger Zeit keine eigenständige Außenstelle mehr vorhanden, so dass wir dringend Menschen aus dem Vulkaneifelkreis suchen, die sich engagieren möchten.“, so Praktiker Wolfgang Schmitz. „Ob Studierende, Senioren oder Menschen im Arbeitsleben, die noch auf der Suche nach einer sinnstiftenden ehrenamtlichen Tätigkeit sind, wir heißen jeden und jede Willkommen.“ Landrätin Julia Gieseking bedankte sich für die ausführlichen Informationen und die Praxisbeispiele mit denen Schmitz die Arbeit des Weissen Rings anschaulich dargestellt hatte und sagte zu, mitzuhelfen für die Arbeit des Weissen Rings und eine Mitarbeit zu sensibilisieren.

Wer mehr über den Weissen Rings wissen möchte oder sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit interessiert, dem steht das Landesbüro des Weissen Rings in Mainz telefonisch 06131/6007311, per Mail rheinland-pfalz@weisser-ring.de oder mit Informationen auf der Website www.rheinland-pfalz.weisser-ring.de zur Verfügung.

 

Kategorien
News

KSK-Vorstands-Vorsitzender feierte runden Geburtstag

Mayen – Karl-Josef Esch, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Mayen, feierte Mitte Januar seinen 60. Geburtstag. Der Jubilar blickt auf mehr als 40 Jahre Sparkassenzugehörigkeit zurück und ist mit der Kreissparkasse und der Region sehr eng verbunden.

1979 begann er seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Kreissparkasse Mayen und durchlief danach zahlreiche Funktionen, unter anderem als Kundenberater in der Wertpapierabteilung, Filialleiter und Leiter des Vorstandssekretariates. Von 2007 bis 2011 wechselte er als Vorstandsmitglied zur Kreissparkasse Ahrweiler, bevor er 2012 in den Vorstand der Kreissparkasse Mayen berufen wurde. Seit Mai 2015 lenkt er dort mit viel Herzblut die Geschicke als Vorstandsvorsitzender.

„Wer ihn kennt, weiss, dass Karl-Josef Esch immer mit beiden Beinen fest auf dem Boden geblieben ist. Er bringt echtes Herzblut für unserer Heimatregion, die Menschen und die Unternehmen mit“, so KSK-Vorstandsmitglied Christoph Weitzel, „Herzlichen Glückwunsch im Namen des gesamten KSK-Teams! Für das neue Lebensjahr wünschen wir vor allem weiterhin gute Gesundheit, viel Erfolg und Zuversicht!“

 

Kategorien
News

Ab April in den städtischen KiTas Aachen – Eine digitalisierte Essensbestellung und -abrechnung

Aachen – Digitales Aufladen, Kontrollieren, Bestellen, Zuschüsse abrechen oder Bestellungen stornieren: Die App oder Webanwendung bietet viele Möglichkeiten. „Die überwiegende Zahl der Kinder bleibt zum Mittagessen in den KiTas“, weiß Beate Traeger, Abteilungsleiterin KiTas und Tagespflege im Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen. Stadtweit werden derzeit fast 3.700 Kinder in den städtischen Einrichtungen betreut. Je nach Größe der KiTa kommen da schnell 80 bis 100 Essensportionen zusammen – und hohe vierstellige Summen bei der Abrechnung.

Bisher läuft die komplette Verwaltung der Bestellung und Bezahlung für das Mittagessen, aber auch für Snacks oder Getränke, über die Leitungen der Kindertageseinrichtungen, über Excellisten und treuhänderisch in bar. Dazu kommen noch die Abrechnung von Drittmitteln in Form von Bildungs- und Teilhabeleistungen (BuT) bei einigen Familien. Alles in allem kompliziert und unübersichtlich. Aber das ändert sich nun: Ab 1. April wird das komplette Verfahren digitalisiert. Abteilungsleiterin Traeger ist fest davon überzeugt, dass dies eine große Erleichterung für beide Seiten – Eltern und KiTa-Leitung – wird: „Denn das bisherige System bot auch immer viele Fehlerquellen und Diskussionsbedarf.“

App oder Web

Digitale Abrechnungssysteme für KiTa-Verpflegung werden deutschlandweit bereits vielfach eingesetzt. Die Stadt Aachen hat sich für den erfahren Anbieter Kitafino entschieden. „Eltern stehen eine kostenlose App oder Webanwendung zur Verfügung. Auch telefonische Bestellungen oder per Fax bleiben weiter möglich, für alle Familien, die nicht internetaffin sind“, zeigt Janina Backhaus, Sachgebietsleitung „Verwaltung“ in der städtischen KiTa-Abteilung, die Möglichkeiten auf. So wird garantiert, dass alle Kinder an der KiTa-Verpflegung teilnehmen können. Damit wird den Eltern eine komfortable Lösung angeboten, bei der sie die Bestellungen und Zahlungen unterwegs oder am Laptop erledigen können. Sie verfügen über ein Guthabenkonto und können den Stand der Abrechnung und die Bestellung der Mittagessen jederzeit digital überprüfen. Über das Abrechnungsprogramm ist auch eine direkte Verrechnung der Bildungs- und Teilhabeleistungen (BuT) möglich, sodass der Aufwand in den KiTas erheblich reduziert wird.

So funktioniert es

  • Die Eltern registrieren sich einmalig auf kitafino.de, pflegen ihre Stammdaten ein und laden das Essensgeldkonto durch Überweisung auf. Anschließend können die Eltern das Essen bestellen – direkt beim jeweiligen Caterer der KiTa.
  • Bestellen ist einfach per Internet oder über die App für Smartphones möglich. Eltern, die kein Internet haben, können auch telefonisch oder per Fax bestellen.
  • Die Tage, an denen die Kinder ein Essen bekommen sollen, können tagesgenau festgelegt werden. Auch eine kurzfristige Stornierung – etwa am Abend vorher – bei Krankheit des KiTa-Kindes ist möglich.
  • Eine durchgängige Erreichbarkeit ist durch zwei Ansprechpersonen von Kitafino, eine zusätzlich Servicehotline, eine Service-Mailadresse und per Fax gewährleistet.
  • Seitens der Stadt Aachen gibt es Unterstützung durch das Servicecenter Call-Aachen, um Anrufe koordiniert entgegennehmen zu können.
  • Zusätzlich gibt es für KiTa-Leitungen eine konkrete Ansprechperson im Fachbereich Kinder, Jugend und Schule.
  • Kitafino bietet einfache Erklärvideos und mehrsprachige Erklärtexte. Die Anwendung steht in Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Russisch und in leichter Sprache zur Verfügung.

Eine Win-Win-Situation

  • Der Aufwand und die Pflege der Bestelldaten werden vereinfacht.
  • Die KiTa-Leitungen haben mehr Zeit, die in Betreuungs- und Bildungsarbeit, Erziehungspartnerschaft und Personalführung investiert werden kann.
  • Das Fehlerpotential bei der hohen Anzahl an Bezahlvorgängen wird minimiert.
  • Möglichen Konflikten mit den Eltern wird vorgebeugt.
  • Möglicher Korruption wird vorgebeugt.
  • Die Bezahlung wird pro Mittagessen und nicht mehr pauschal berechnet.

 

Kategorien
News

Vier Tollitäten, ein Empfang in Mechernich

Mechernich – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick begrüßte Vussemer Dreigestirn und Kommerner Prinz im Ratssaal – Karnevalistischer Austausch und ganz viele Orden – Pläne für Rathaus-Sturm geschmiedet. Es hatte etwas von einem Familientreffen – und lustig sollte es auch werden. Dazu standen zünftige Getränke bereit und das Rathaus-Team freute sich über den Besuch der jecken Karnevalsfamilien aus Vussem und Kommern. Denn angesichts von Corona-Unsicherheiten und Ukraine-Krieg hatten sich die Verantwortlichen dazu entscheiden, den Tollitäten-Empfang in einem kleineren Rahmen im Ratssaal zu feiern.

Dreimol Alaaf auf die närrischen Regenten: Die Veraltungsspitze mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (4.v.r.), Erstem Beigeordneten Thomas Hambach (3.v.r.) und Kämmerer Ralf Claßen (2.v.r.) empfing im Ratssaal den Kommerner Prinzen Bit I. (v.l.) sowie das Vussemer Dreigestirn mit Jungfrau Dunja, Prinz Frank I. und Bauer Peter. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Für Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick eine sehr gute Entscheidung. „Denn wir sind zwar eine kleine, aber dafür eine durchaus feine Runde“, begrüßte das Mechernicher Stadtoberhaupt den Kommerner Prinzen Bit I. (Wilhelm Draht) sowie das Vussemer Dreigestirn mit Prinz Frank I. (Dr. Frank Gummelt), Jungfrau Dunja (Falk Lodzinski) und Bauer Peter (Peter Empt). „Nach zwei Jahren Pause können wir endlich wieder zusammenkommen, feiern und unsere Tollitäten in diesem schönen Rahmen hier im Ratssaal begrüßen“, stellte Dr. Hans-Peter Schick dann auch fest, bevor er das Mikrofon an Moderator Björn Wassong übergab.

Fröhlich und gut gelaunt

Der war nicht nur Moderator, sondern stieg auch als Huusmeister vom Rathaus in die Bütt. „So schön bunt und herrlich normal, ist es sonst eher nicht in diesem Saal. Und alle sind so fröhlich und gut gelaunt, manch einer auf dem Flur war ganz erstaunt“, brachte er die Stimmung im Rathaus auf eine kurze Formel. Und auch sonst sorgte er mit seiner Büttenrede in Reimform für reichlich Lacher im Publikum, bevor er Prinz Bit I. mit seinem Gefolge zur Präsentation nach vorne bat.

Der hatte reichlich Orden im Gepäck. Bei seinem eigenen in Form einer Pilstulpe warnte er die neuen Ordensträger mit einem Augenzwinkern, dass er immer „schnack getragen werden muss, sonst läuft das Bier aus“. Zudem gab es auch noch den Sessionsorden der KG Greesberger, mit dem die Vorsitzende Nicole Reipen die Vertreter von Verwaltung und Politik beehrte.

Sessionslied gesungen

Dem standen die Vertreter des KV Vussem 1977 in nichts nach, nachdem eine Pause zum harmonischen karnevalistischen Austausch genutzt wurde. Dann gab es einen fulminanten musikalischen Einmarsch des Dreigestirns mit Gefolge und auch die Vussemer verteilten reichlich Orden an die närrischen Untertanen im Saal. Zudem gaben Prinz Frank I., Jungfrau Dunja und Bauer Peter ihr Sessionslied zum Besten. „Irgendwie hört sich das immer gleich an, egal wie die Jungs stimmlich drauf sind“, erlaubte sich deren Präsident Ralf Schumann einen schmunzelnden Seitenhieb auf die gelungene Playback-Show.

Vorab hatten sich Präsident und Dreigestirn noch mit den Rathaus-Verantwortlichen beratschlagt. „Und ich freue mich sehr, dass sich die Vussemer in Abstimmung mit der Prinzengarde Mechernich bereiterklärt haben, das Rathaus zu erstürmen und die Prinzengarde zu unterstützen“, verkündete Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Denn schließlich gebe es in dieser Session keine Mechernicher Tollität und ein Rathaussturm ohne närrische Regenten, sei kein richtiger Rathaussturm. Prinz Bit I. wird dann allerdings nicht dabei sein, weil er am Weiberdonnerstag den über die Stadtgrenzen bekannten Kommerner Kinderzug begleiten wird.

Kategorien
News

Die Stadt Mayen nutzt Katastrophe als Chance

Mayen – Die Stadt Mayen hat die Naturkatastrophe vom Juli 2021 als Chance genutzt. Der direkt an der Nette liegende Betriebshof der Eifelmetropole, der in der Flutnacht schwer beschädigt wurde, ist mittlerweile in ein höher gelegenes Gewerbegebiet umgezogen. Finanziell und organisatorisch wurde die Stadt dabei mit Mitteln aus dem Wiederaufbaufonds und der Wiederaufbauabteilung der Landesregierung im Mainzer Innenministerium unterstützt.

Unmittelbar an der Nette in der Straße Im Bannen war der alte Betriebshof angesiedelt, der bei der Naturkatastrophe 2021 überflutet wurde.Foto: Entwicklungsagentur (EA)

Dabei waren die Pläne der Stadt vor der Katastrophe ganz andere. 2024 sollte für den Betriebshof mit seinen rund 40 Mitarbeitern, Fuhrpark und Materialien auf einem noch zu erschließenden Gewerbegebiet im Etzlergraben eine neue Heimat gebaut werden. Mit mehr als zehn Millionen Euro war die Investition veranschlagt. Dann kam die Flut.

Auf mehr als 1,8 Millionen Euro wurde der Schaden an Gebäude und Gerätschaft auf dem Gelände an der Straße Im Bannen hochgerechnet, den die wilden Wasser der Nette hinterlassen hatten. Dieses Geld in einen maroden Betriebshof zu investieren, der ohnehin aufgegeben werden sollte, kam für die Stadt nicht in Frage. Bei der Suche nach Optionen für einen kurzfristigen Umzug stieß die Verwaltung auf das Areal der Firma BIMCA im Basaltweg. Die Firma war nach Neuwied umgezogen, das Gelände stand zum Kauf. Ein Glücksfall für die Stadt.

Weil der alte Bauhof Opfer der Naturkatastrophe geworden war, stand der Stadt finanzielle Unterstützung aus dem Wiederaufbaufonds von Bund und Ländern zu. Bereits im Mai 2022 konnte Mayens Oberbürgermeister Dirk Meid von der Wiederaufbaubeauftragten der Landesregierung, Staatssekretärin Nicole Steingaß, einen Förderbescheid über 3,16 Mio. Euro aus dem Fonds für den Wiederaufbau des Betriebshofes und den Rückbau des Altgeländes entgegennehmen.  „Die örtlichen Betriebshöfe sind ein unverzichtbarer Bestandteil kommunaler Infrastruktur. Derartige Einrichtungen müssen nach der Flutkatastrophe wieder in Einsatzbereitschaft versetzt werden, betonte die Staatssekretärin bei der Übergabe.  In den Richtlinien für die Aufbauhilfe sei ausdrücklich vorgesehen, dass auch Ersatzvorhaben wie dieses gefördert werden können. „Dass in Mayen auf ein bereits vorhandenes Objekt zurückgegriffen wird, ist besonders nachhaltig und beschleunigt das Vorhaben“, freute sich Steingaß. Steingaß hatte den alten Betriebshof der Stadt Mayen bereits im Dezember 2021 besichtigt und sich dabei ein Bild von den Schäden gemacht.

Seit dem Sommer des vergangenen Jahres ist Betriebshof-Chef Wolfgang Saur mit seiner Mannschaft auf dem neuen Gelände tätig. Von hier aus starten sie jetzt täglich um Gärtnerarbeiten an den öffentlichen Anlagen zu verrichten, die Straßen der 19 000 Einwohner sauber und im Winter sicher zu halten, Sanierungsarbeiten an öffentlichen Gebäuden zu erledigen oder Auf- und Abbaubauhilfe bei städtischen Veranstaltungen zu leisten.

Damit das neue Betriebshofgelände den Anforderungen gerecht wird, stehen aber noch zahlreiche Umbaumaßnahmen an. Architektin Martina Ackermann ist mit der Planung einer neuen Wasch- und Kehrmaschinenhalle, der Modernisierung der sanitären Anlagen für die Mitarbeiter und zusätzlichen Lagerflächen beauftragt. Auf die Hallendächer sollen noch Photovoltaikanlagen, um Strom zu gewinnen. Heizen will man mit einer Luft-Wärmepumpe, die nur bei besonders kalten Temperaturen noch von einer Ölheizung unterstützt wird. Und auch das Regenwasser wird auf dem Betriebshof gesammelt, um es umweltfreundlich zu nutzen.

Insgesamt werden Grundstückserwerb, Umbau und Abriss des alten Betriebsgeländes rund 6,3 Millionen Euro die Stadt kosten. Damit liegt man deutlich unter den veranschlagten Kosten für den für 2024 anvisierten Neubau im Etzlergraben, freuen sich Andreas Seiler und Gerd Schlich von der Stadtverwaltung. Und noch einen Benefiz zieht die Stadt aus dem aus der Not geborenen Umzug. Im Etzlergraben will man mehrere kleinere Unternehmen ansiedeln, die Arbeitsplätze schaffen und Gewerbesteuer in die Stadtkasse bringen. Was mit dem alten Betriebshofgelände passiert, ist noch nicht endgültig entschieden.  „Wir streben eine natürliche Nutzung nach der Renaturierung an“, sagt Oberbürgermeister Dirk Meid. „Und wenn das Gelände auf natürliches Niveau zurückgebaut ist, hilft es uns auch in Sachen Hochwasservorsorge“, so Meid.

Kategorien
News

Meckenheim stellt die Weichen auf Zukunft und forciert die Verkehrswende

Meckenheim – Bürgerbeteiligung beim Mobilitätskonzept ausdrücklich erwünscht – Interessierte können sich ab sofort als „Wegedetektive“ in kartenbasiertes Onlinetool einbringen. Die Stadt Meckenheim stellt die Weichen auf Zukunft und forciert die Verkehrswende hin zu einer nachhaltigen, klima- und umweltgerechten Mobilität.

Wegbereiter ist das Mobilitätskonzept, mit dessen Erstellung die Stadtverwaltung die Büros VIA eG und ISAPLAN Ingenieur GmbH beauftragt hat und an dessen Koordination die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke maßgeblich mitwirkt. Auch bindet die Stadt Meckenheim ihre Bürgerinnen und Bürger in Form von unterschiedlichen Beteiligungsformaten in den Prozess ein. Den Auftakt bildet der „Wegedetektiv“. Durch dieses kartenbasierte Onlinetool erhalten Interessierte die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge und Hinweise interaktiv einzugeben und zu kommentieren. Die Eingaben sollen den Ist-Zustand abbilden und dienen als wesentliche Grundlage für die weiteren Arbeiten. Jede Anregung zählt!

Gemeinsam haben die Beteiligten den Startschuss für das Onlinetool gegeben, das ab sofort bis zum 16. März freigeschaltet ist, unter:

www.wegedetektiv.de/meckenheim.
Es handelt sich bei dem Wegedetektiv ausdrücklich nicht um einen Mängelmelder.

„Uns ist es wichtig, im Zuge des Mobilitätskonzeptes das Wissen aller Akteurinnen und Akteure zu erfassen und zu bündeln“, sagte Liena Humke bei der Präsentation des Onlinetools. „Inwiefern ist eine bessere Vernetzung mit dem ÖPNV gewünscht? Wo sind weitere Bushaltestellen nötig? Wo sind weitere Radwege erforderlich?“, nannte David Philipps vom Planungsbüro VIA eG mögliche Beispiele, die sich digital wiederfinden könnten. Die Handhabung des Onlinetools ist simpel und wird direkt auf der Homepage erklärt. Neben der Option, eine kurze Erläuterung zu schreiben, besteht die Gelegenheit, ein aussagekräftiges Foto oder eine Grafik hochzuladen. Der Beitrag kann unterschiedlichen Themenfeldern, die farblich variieren, zugeordnet werden. „Wir sind schon sehr gespannt auf die Einträge in den nächsten Wochen“, sagte Bürgermeister Holger Jung, der die Bürgerinnen und Bürger zur regen Teilnahme einlädt.

„Meckenheim verfügt über gute Voraussetzungen, um die Verkehrswende zu gestalten“, verwies Holger Jung auf die umfassende Verkehrsanbindung und nicht zuletzt darauf, dass Meckenheim erst im vergangenen Jahr wieder als fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt ausgezeichnet wurde.

Bei der Entwicklung des Mobilitätskonzeptes setzt die Stadt Meckenheim auf ein breites Meinungsbild. Neben den Bürgerinnen und Bürgern werden auch die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen eines verwaltungsinternen Workshops eingebunden. Er soll für das Thema Mobilität sensibilisieren, den umfassenden Charakter des Mobilitätskonzeptes vorstellen sowie Berührungspunkte beziehungsweise aktuelle mobilitätsrelevante Projekte in den einzelnen Fachbereichen aufzeigen. In einer gemeinsamen Arbeitsphase gilt es dann, den Ist-Zustand der Mobilität in Meckenheim aus Verwaltungssicht zu analysieren und Visionen für die Mobilität im Jahr 2035/40 zu entwickeln.

Ebenso sind lokale Akteurinnen und Akteure gefragt, sich in weitere Workshops einzubringen. Zudem liefern die Befahrung des Radnetzes je nach winterlicher Witterung ab Ende Februar, eine Mobilitätstour mit der Bürgerschaft zu Fuß um Ostern sowie zwei Bürgerwerkstätten im Frühjahr wichtige Erkenntnisse auf dem Weg zum Mobilitätskonzept, das voraussichtlich im ersten Quartal 2024 als übergeordneter Rahmenplan beschlossen werden soll. Die Analyse umfasst die einzelnen Verkehrsarten, Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV und Motorisierter Individualverkehr (MIV) sowie querschnittsorientierte Mobilitätsthemen. Aus dem Rahmenplan gilt es letztlich, konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten und umzusetzen.

Das Mobilitätskonzept wird von der Politik getragen. Nachdem sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr im Juni 2021 einstimmig dafür ausgesprochen hatte, beschloss der Stadtrat noch im gleichen Monat ebenfalls einstimmig die Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes. Die Vergabe der Planungsleistungen erfolgte schließlich im August 2022 im Fachausschuss.

Kategorien
News

Friseur-Influencer Daniel Golz zu Gast in Hetzerath

Wittlich/Hetzerath – Starfriseur Daniel Golz war am 16. Januar live vor Ort in Hetzerath. Wer die spannende Show mit Daniel Golz in Hetzerath verpasst hat, kann ihn am 19. März in Koblenz sehen. Der besonders aus den sozialen Medien bekannte Friseur-Influencer bot über 300 Gästen der Friseurbranche eine unterhaltsame Show. Die Friseur-Innung Bernkastel-Wittlich hatte Golz für dieses Event gewinnen können. Im ausverkauften Bürgerhaus folgten über 300 Friseure der unterhaltsamen Show. Dabei ging es nicht nur um praktische Tipps rund um die Arbeit eines Friseurs, die Haarfarbe und Social Media. Auch die Kundenberatung, Nachhaltigkeit und „Selfcare“ waren wichtige Themen, zu denen Golz dem begeisterten Publikum wertvolle Hinweise gab.

„Wir sind froh, mit Daniel Golz eine so bekannte Persönlichkeit aus dem Friseurhandwerk für unsere Show gewonnen zu haben“, freut sich Sabine Schömann-Kuhnen, Obermeisterin der Friseur-Innung Bernkastel-Wittlich. „Gerade als eher kleine, aber feine Friseurinnung mit 25 Mitgliedern war es für uns eine ganz besondere Ehre, dieses Event anbieten zu können. Herzlichen Dank an unseren Partner Redken für deren tolle Unterstützung.“

Daniel Golz war zuletzt auch im Deutschen Fernsehen für die TV-Produktion „Waschen, Schneiden, Leben“ vor der Kamera. Demnächst werden hiervon auch neue Folgen im ZDF ausgestrahlt. 2014 ist er mit dem Friseurblog www.DanielGolz.de gestartet. Zu dieser Zeit gab es keinen Friseurblogger, der Videos gedreht hat und firmenunabhängige Lehr- und Schulungsvideos für kreative Friseure anbot. Der gebürtige Rügener hat in Bremen seine Friseurkarriere gestartet und ist als Friseurmeister und Trainer aktiv.

Am 12. März 2023 geht bei der Friseur-Innung Bernkastel-Wittlich die nächste große Veranstaltung über die Bühne. Mit der „Hair & Style Night“ wird die Innung im Verbund mit zwölf Ausstellern im Bürgerhaus Hetzerath wieder vieles rund um Mode und Lifestyle präsentieren. Diese Veranstaltung richtet sich dabei auch an modeinteressierte Kunden und wurde bereits mehrfach erfolgreich durchgeführt.

Wer die spannende Show mit Daniel Golz in Hetzerath verpasst hat, kann ihn am 19. März in Koblenz sehen. Der Landesverband Friseure & Kosmetik Rheinland begrüßt Daniel Golz im Zentrum für Ernährung und Gesundheit (ZEG) der HWK Koblenz. Infos und Tickets unter www.lv-friseure.de