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Jugend forscht – Von der Salz-Heizung bis zur Plastik-Alternative

Region/Koblenz – 91 Schülerinnen und Schüler beeindrucken mit Forschergeist – Umweltschutzprojekte stehen hoch im Kurs. Wie können Papierstrohhalme länger stabil bleiben? Wie kann eine nachhaltige Alternative zum Lithium-Ionen-Akku aussehen? Oder kann eine Heizung auf Basis von Salz funktionieren? Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Monaten auseinandergesetzt. Beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ konnten sie jetzt die Ergebnisse ihrer Projekte präsentieren – und dabei nicht selten die Fachjurys ins Staunen versetzen. Marcelo Peerenboom von der Energieversorgung Mittelrhein (evm) war als Wettbewerbspate begeistert: „Ihr könnt alle stolz auf eure Ergebnisse sein“, sagte er zu Beginn der Preisverleihung in den Räumen der Hochschule Koblenz.

Insgesamt 91 Kinder und Jugendliche aus Koblenz, dem Kreis Mayen-Koblenz, dem Kreis Neuwied, dem Westerwaldkreis, dem Rhein-Lahn-Kreis und dem Donnersbergkreis haben sich diesmal am Wettbewerb beteiligt und dazu 50 Projekte eingereicht. Für alle, die in einem Fachgebiet auf dem ersten Platz gelandet sind, geht es in die nächste Runde: Sie nehmen am Landeswettbewerb teil. „Diesen Teilnehmenden drücken wir ganz fest die Daumen und hoffen, dass sie am Ende so weit kommen wie Jan Heinemann aus Andernach, der mit seiner Erfindung ,Löschigel‘ erst unseren Regionalwettbewerb und später sogar den Bundeswettbewerb gewinnen konnte. Inzwischen hat er ein Unternehmen gegründet, das das Spezialgerät für die Feuerwehr herstellt“, erklärt Marcelo Peerenboom von der evm, die den Wettbewerb bereits seit mehr als 20 Jahren ausrichtet.

Gute Chancen, auch beim Landeswettbewerb erfolgreich zu sein, hat beispielsweise Jonathan Baschek vom Bischöflichen Cusanus-Gymnasium in Koblenz. Der 14-Jährige entwickelte eine Datenbrille. „Die Idee kam mit bei einer Autofahrt. Ich wünschte mir eine Möglichkeit, Benachrichtigungen meines Smartphones überprüfen zu können, ohne es aus der Tasche ziehen zu müssen“, erzählt der Neuntklässler. Und da sogenannte Smart Glasses meist mehr als 1.000 Euro kosten, arbeitete er an einer günstigeren Variante, was die Jury sehr beeindruckte und am Ende mit Platz 1 in der Kategorie Arbeitswelt belohnte.

Auch Franziska Dichter und Nora Faltis vom Eichendorff-Gymnasium qualifizierten sich für den Landeswettbewerb von „Schüler experimentieren“. Die beiden Siebtklässlerinnen gingen der Frage nach, ob Tablets im Unterricht sinnvoll sind. „Wir sind eine iPad-Klasse“, berichtet Nora. Gemeinsam mit Franziska untersuchte sie die Körperhaltung der Schülerinnen und Schüler bei Nutzung der Tablets im Unterricht. Ergebnis: „Die Nutzung schadet eher. Sinnvoll wäre es, höhenverstellbare Tische einzusetzen, um zu verhindern, dass man eine gebeugte Haltung einnimmt“, so Nora.

Auch Minh Anh Vu und Anastasia Held vom Max-von-Laue-Gymnasium reisen zum Landeswettbewerb. Die beiden gewannen mit ihrer Idee, eine umweltfreundliche Plastik-Alternative aus Chitosan herzustellen, das aus dem Chitin von Garnelen und Krabben gewonnen wird. Jan Hoffart von derselben Schule landete gleichfalls auf dem ersten Platz. Er entwickelte ein digitales Lager- und Kassensystem für den Schulkiosk. Das Max-von-Laue-Gymnasium erhielt aus den Händen von Wettbewerbsleiter Helmut Meixner einen Sonderpreis: Die Schule hatte mit 24 Projekten die meisten eingereicht.

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Therapie mit Herz – Lebenshilfe HPZ eröffnet neues Autismus-Zentrum

Mechernich – Lichtdurchflutete, freundliche Räumlichkeiten punkten mit zentraler Lage und bester Anbindung an den Bahnhof – Weitere Therapeuten gesucht. Kaffee, Schnittchen und Süßigkeiten stehen an diesem Morgen auf dem großen Tisch in der Küche. Der Grund: Die Lebenshilfe HPZ hat zur offiziellen Eröffnung des neuen Autismus-Zentrums in der Euskirchener Alleestraße 3-4 eingeladen. Warum der Tisch dabei besondere Beachtung verdient? „Weil er ganz wichtig ist für die Therapie“, erklärt Silke March, Leiterin des Zentrums. Denn dort passiert ganz viel Interaktion und Kommunikation, all das, womit sich die meisten Klienten, die in dem ambulanten Zentrum behandelt werden, schwertun.

Damit das nicht so bleibt, wird im Autismus-Zentrum viel Wert darauf gelegt, die kommunikativen und lebenspraktischen Fähigkeiten der Klienten zu stärken. Wenn Außenstehende denken mögen, dass am Tisch einfach nur gespielt wird, ist das weit gefehlt. „Vor und während des Spiels müssen Absprachen getroffen und Kompromisse eingegangen werden. Dann passiert Therapie, ohne dass es auffällt“, erläutert Diplom-Sozialpädagogin Silke March. Die Klienten werden in einer kontrollierten Atmosphäre in Situationen gebracht, die für sie anstrengend, mitunter sogar unangenehmen sein können.

Anspannung und Entspannung

Doch diese Anspannung ist für die Therapie ebenso essentiell wie die Entspannung, für die es im Autismus-Zentrum ebenfalls ganz viel Raum gibt. Im neuen Bewegungs- und Spieleraum können sich jüngere Klienten etwa nach Lust und Laune austoben. In den lichtdurchfluteten und freundlich eingerichteten Therapieräumen gibt es Rückzugsmöglichkeiten, Musikinstrumente oder die Gelegenheit zu malen. In der Therapieküche können Klienten und Therapeuten zudem bei Essen und Trinken ins Gespräch kommen.

„Wir haben vor den Therapiestunden zwar immer einen Plan im Kopf, aber je nach Befindlichkeit und tagesaktueller Stimmung gehen wir ganz individuell auf die Klienten ein“, erläutert Silke March, die seit Anfang Januar mit den Kolleginnen Ute Sifferath, Ira Hörnchen und Angela Beckschwarte Klienten im Alter zwischen zweieinhalb und 45 Jahren in den neuen Räumlichkeiten betreut. Weitere Therapeuten aus den Bereichen Heil-, Sozial- und Kindheitspädagogik sowie Musik- und Kunsttherapie werden noch gesucht.

Dies ist auf den wachsenden Bedarf an Therapieplätzen zurückzuführen – insbesondere in der Gruppe autistischer Jugendlicher und Erwachsener. Daher ist die direkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die Innenstadt auch so wichtig. Einerseits haben die Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, alleine zur Therapie zu kommen, andererseits können gelernte Verhaltensweisen in der Stadt direkt angewendet werden.

Selbstständig ihr Leben bewältigen

Denn Ziel ist es, dass die autistischen Klienten in die Lage versetzt werden, selbstständig ihr Leben zu bewältigen. Manche stellt etwa der tägliche Einkauf vor nahezu unüberwindbare Herausforderungen – zum Beispiel wegen der Angst, von der Kassiererin wegen Kleingelds angesprochen zu werden. „Solche Situationen können wir in der Stadt sehr gut unter realistischen Bedingungen üben“, sagt Therapeutin Ute Sifferath und betont damit die Bedeutung der zentralen Lage des neuen Zentrums. Zuvor werden die Klienten in Rollenspielen natürlich auf die sozialen Situationen, die auf sie zukommen können, vorbereitet.

Dafür ist es wichtig, dass sich alle in den neuen Räumen wohlfühlen. „Doch das läuft schon richtig gut“, sagt Lebenshilfe-HPZ-Geschäftsführer Christian Pfaff, der sich ausdrücklich bei den Vertretern der Realwert GmbH als Vermieterin für die gute Zusammenarbeit bedankte. Ihm gleich tat es Helmut Habscheid als Aufsichtsratsvorsitzender der Lebenshilfe HPZ.

Realwert-Geschäftsführer Kristian Klaes gab den Dank gerne zurück. „Wenn wir es geschafft haben, dass sich die Kinder, die älteren Klienten und auch die Mitarbeiterinnen hier wohl fühlen, dann sind wir hochgradig zufrieden“, sagt Kristian Klaes. Dessen könne er sich gewiss sein, versicherten die beiden anwesenden Mitarbeiterinnen. „Wir alle fühlen uns hier super wohl“, betont Silke March, die mit ihrem Team jedem Klienten eine Therapie mit Herz ermöglichen will.

Infos und Kontaktmöglichkeiten

Die Lebenshilfe HPZ hat Leistungsvereinbarungen mit dem Kreis Euskirchen, Rhein-Erft-Kreis und Kreis Düren abgeschlossen. Leistungsberechtigt sind autistische Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die aufgrund ihrer Autismus-Diagnose gegenüber dem Kreis einen Anspruch auf Eingliederungshilfe haben.

In allen Kreisen gibt es Standorte der Lebenshilfe HPZ, an denen die Beratungen und Therapien durchgeführt werden. Wer sich nicht sicher ist, ob er leistungsberechtigt ist, kann sich trotzdem gerne an die Lebenshilfe HPZ wenden, deren Mitarbeiter bei Fragen gerne helfen. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten sind auf der folgenden Internetseite zu finden:

https://www.lebenshilfe-hpz.de/ambulant/autismus-zentrum

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Spatenstich in Wachtberg-Berkum – „Es ist ein Quantensprung, in der heutigen Zeit so eine Sportanlage zu bauen!“

Wachtberg-Berkum – Spatenstich für Leichtathletik-Anlage in Wachtberg-Berkum – Jetzt wird’s sportlich… Wachtberg bekommt eine Leichtathletikanlage. Bürgermeister Jörg Schmidt setzte am 08. Februar den ersten Spatenstich und läutete so den Bau der Sportanlage hinterm Berkumer Schulzentrum offiziell ein.

Mit dabei und ebenfalls kräftig mit anpackten Beigeordneter Swen Christian, Sabine Radermacher, Fachbereichsleiterin Bildung, Jugend und Sport, Joshua Dickmeis vom Fachbereich Hoch- und Tiefbau sowie Clemens Esser vom Planungsbüro Atelier Esser – Ingenieure u. Landschaftsarchitekten und Albert Tautges von der ausführenden Firma Cordel Sport Bau GmbH.

Und was dort entstehen wird, ist beachtlich – eine Anlage nur für den Sport! Zahlreiche Sportarten können dann dort angeboten werden: Hand- und Basketball, Weitsprung, Hochsprung, Stabhochsprung, Laufbahn, Wurfwiese, Kugelstoßen, Bodenschießen uvm. Die Sprintstrecke kann einerseits für den 100-Meter-Lauf genutzt werden, ist aber auch für den Hürdenlauf geeignet, da sie 110 Meter lang ist. Für spezielle Sporttechniken kann die Rundstrecke genutzt werden, diese verfügt über einen Rampen-Auf- und -Abstieg, der einen ,,Berglauf“ imitieren soll. Auch ein Platz für Calisthenics ist vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 800.000 Euro.

„Es ist ein Quantensprung, in der heutigen Zeit so eine Sportanlage zu bauen!“ freut sich Bürgermeister Schmidt. Für die Schulkinder, aber auch für sportbegeisterte Wachtberger Bürgerinnen und Bürger, ist er sich sicher, eröffneten sich hiermit tolle neue Trainingsmöglichkeiten bis hin zum Erlangen des Sportabzeichens. Wenn witterungsmäßig alles rund läuft, soll im Sommer die Leichtathletikanlage in Betrieb gehen.

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Karnevals-Gesellschaft „Lebenshilfe HPZ“ feiert in Bürvenich närrisches Jubiläum

Zülpich-Bürvenich – Viermol ellef Johr – Andreas Tschauner nahm nach 54 Jahren aktivem Jeckenleben seinen Abschied – Kreisweit tätig für behinderte Menschen. Wirklich alles, was Rang und Namen hat in der Römerstadt Zülpich und im Kreis Euskirchen hatte sich am Samstag vor Karneval ins Dorfgemeinschaftshaus Bürvenich aufgemacht, um der Karnevalsgesellschaft von „Lebenshilfe HPZ“ Aufwartung zu machen.

Die Spitzen von Stadt und Kreis sowie Lebenshilfe-Organisationen machten der KG Lebenshilfe HPZ und ihrem scheidenden Präsidenten ihre Aufwartung. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Denn das 1979 von Andreas Tschauner (heute 73) aus der Taufe gehobene Narrenkomitee feierte sein viermal elfjähriges Jubiläum mit einer fulminanten Sitzung unter der bewährten Leitung seines Präsidenten und dessen potenzieller Nachfolgerin Birte Karstens. Andreas Tschauner ignorierte alle Versuche, ihn vom beschlossenen und noch vor dem Jubiläum verkündeten Rücktritt abzubringen.

Ein böser Treppensturz mit mehreren Handbrüchen eine Woche vor der Jubiläumssitzung war ihm Warnung genug: „Jetzt ist Schluss!“ Ortsvorsteher Jörg Körtgen mahnte ihn, er habe nicht eigens „Flugstunden“ nehmen müssen, um aufzuhören, die „Lebenshilfe HPZ“-Geschäftsführer Philipp Krosch und Christian Pfaff überreichten Pokal und Blumen, Heribert Kaptain, der Chef des Karnevalisten-Regionalverbandes Düren, eine Urkunde für Tschauners insgesamt 54 Jahre währende Karnevalisten-Laufbahn.

Auch Alt-Landrat Günter Rosenke, sein Nachfolger Markus Ramers, Zülpichs Bürgermeister Ulf Hürtgen, Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Habscheid sowie Alt- und Ehrenbürgermeister Josef C. Rhiem und Vize-Bürgermeisterin Silvia Wallraff überreichten ihre Aufmerksamkeiten zum viermal elfjährigen Jubiläum von Gesellschaft und Präsident.

„Befehl“ von Willy Emmerich

„Als Willy Emmerich mit dem Wunsch auf mich zukam, ich sollte bei Lebenshilfe HPZ eine Karnevalssitzung aufziehen, dachten zunächst alle daran, ein paar Tische zusammenschieben mit Chips und Cola drauf und unseren Bewohnern eine Tanzfläche zu schaffen“, erinnert sich der damals 29-Jährige: „Schon bald war es eine echte Sitzung mit selbst fabrizierten Auftritten, Büttenreden und Tanzauftritten.“

Mit den „Troublemakers“ und dem Ensemble „Let’s Dance“ haben sich längst eigene Musik- und Tanzgruppen mit klangvollen Namen gebildet. Das Publikum – größtenteils gehandicapte Bewohner von Wohngruppen aus dem ganzen Kreisgebiet und ihre Betreuer sowie Prominente – war begeistert.

Bei der Jubiläumssitzung brachen die „Schokolädcher“ Anja Ehrhardt und Silvia Smolka das Eis, gefolgt von der Tanzgruppe der Nordeifelwerkstätten in Ülpenich. Eine Sitzung in der Sitzung bestritt der Bürvenicher Karnevalsverein B.K.V., der mit dem Tambourcorps Blau-Weiß, großer Garde, Solomariechen Theresa sowie Prinzessin Dani I. (Jansen) und Kinderprinz Markus I. (Hopfinger) einzog.

„Integration enorm wichtig“

Später legte das Bürvenicher Danzspektakel noch einen spektakulären Auftritt aufs Parkett. Der Musikzug der Hovener Jungkarnevalisten spielte Prinz Rolf II. und Prinzessin Elke Kogel auf die Bretter, die die Welt bedeuten, auch Abordnungen der Zülpicher Karnevalsvereine Zölleche Öllege um Robert Frings, Prinzengarde (Horst Wachendorf), Blaue Funken (Manuel Hagedorn) und Hovener Jungkarnevalisten (Gerd Wallraff) machten ihre Aufwartung.

Den Schlussakkord spielte die Band „De Schlofmötze“ um Rainer Bruch („Die Fleech“) und Ralf Heeg. Für Musik und Tontechnik sorgten DJ Dirk und Oliver Jansen. „Wir werden die KG im Sinne von Andreas weiterführen“, versprach Birte Karstens der Presse. Und: „Das ganze Projekt ist für die Integration unserer Bewohner enorm wichtig. An dieser Tradition möchten wir festhalten und sind gespannt, was in den nächsten Jahren alles auf uns zukommen wird.“

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Sanierung der Fußgängerzone Euskirchen – Bauende ist für Juni 2024 avisiert

Euskirchen – Die Flutkatastrophe 2021 hat auch die Innenstadt stark in Mitleidenschaft gezogen. Noch im Februar starten aus diesem Grund notwendige Sanierungsarbeiten in der Neustraße sowie in der Berliner Straße. Die Stadt Euskirchen hat, gemeinsam mit Eigentümerinnen und Eigentümern, Anwohnenden und Gewerbetreibenden, in den vergangenen Monaten ein Konzept zur Neugestaltung der Innenstadt erarbeitet.

Geplant sind der Vollausbau sowie die Umgestaltung der Oberfläche. Hierzu zählen die Herstellung der Grundstücksanschlussleitungen sowie die Verlegung der Versorgungs- und Beleuchtungsleitungen. In einem zweiten Schritt werden der Straßenoberbau, die Bepflanzung sowie die Straßenbeleuchtung und die Möblierung erneuert. Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise. Baustart ist die 7. KW 2023. Das Bauende ist für Juni 2024 avisiert.

Die notwendigen Baumaßnahmen werden die Innenstadt Euskirchen infrastrukturell und gestalterisch aufwerten und die Aufenthaltsqualität deutlich erhöhen. Neben Infopoints in den betroffenen Bereichen steht ein Baustellenportal auf der Homepage der Stadt Euskirchen unter www.euskirchen.de/baustelle-fussgaengerzone zur Verfügung, auf dem der aktuelle Stand der Bauarbeiten sowie ergänzende Infos jederzeit zu finden sind. Der Zugang zu allen Geschäften, zur Gastronomie und zu den anliegenden Immobilien wird während der Bauarbeiten gewährleistet. Ebenso werden alle innerstädtischen Veranstaltungen für 2023 und 2024 wie geplant stattfinden können.

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In der Vulkaneifel freuen sich 39 Frauen, Männer und Kinder über den Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft

Daun – Zur ersten Einbürgerungsfeier nach dreijähriger Coronapause begrüßte Landrätin Julia Gieseking vor einigen Tagen 39 neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, überreichte ihnen in einem feierlichen Rahmen und im Beisein von Familien und Freunden ihre Einbürgerungsurkunden und hieß sie recht herzlich willkommen.

Zweimal im Jahr lädt die Kreisverwaltung Vulkaneifel ein, um den Menschen, die die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt haben, in einer kleinen Feierstunde und im Beisein von Familie und Freunden ihre Einbürgerungsurkunden zu überreichen. In den letzten beiden Jahren fielen jedoch auch die Einbürgerungsfeiern der Corona-Pandemie zum Opfer und konnten in der gewohnten Art und Weise nicht stattfinden. Umso erfreulicher war es, dass Landrätin Gieseking vor einigen Tagen im Beisein der Integrations- und Migrationsbeauftragten des Landkreises Vulkaneifel, Maaike Thijs, gleich 39 Frauen, Männern und Kindern die sog. Einbürgerungsurkunde, mit der sie offiziell die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, überreichen konnte.

Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger stammen aus 11 Ländern. Neben den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Frankreich, Italien, Polen und Rumänien gehörten Afghanistan, Syrien, Iran, Tunesien, Marokko, Kosovo und Eritrea zu den Herkunftsländern der neuen Staatsbürgerinnen und – bürger.

Herzlich willkommen im Landkreis Vulkaneifel

Landrätin Julia Gieseking begrüßte die Neubürger:innen ganz herzlich im Landkreis Vulkaneifel und legte dar, welche Bereicherung Menschen anderer Nationen, Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Kultur für uns alle sind und welche Chancen sich für alle dahinter verbergen. Gerade auch in Zeiten des demographischen Wandels brauchen wir Menschen aus anderen Ländern, die sich bei uns wohlfühlen, die sich bei uns zu Hause fühlen, die gemeinsam mit uns zusammen die Zukunft gestalten, so die Landrätin. Sie ermutigte die neuen Staatsangehörigen sich in der Gesellschaft einzubringen.

Neubürgerinnen und -bürger leben meist bereits seit Jahren in Deutschland

In der Regel leben die Menschen, die die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen, bereits seit vielen Jahren mit ausländischer Staatsangehörigkeit in unserer Mitte. Sie sind häufig der Arbeit oder der Liebe wegen zugezogen. Zu den Einbürgerungsvoraussetzungen zählen neben ausreichenden Kenntnissen der deutschen Sprache ein erfolgreich abgelegter Einbürgerungstest sowie die eigenständige finanzielle Sicherung des Lebensunterhaltes.

Einige Einbürgerungsbewerber:innen – je nachdem aus welchem Land sie kommen – müssen zudem mit Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft ihre Herkunftsstaatsagenhörigkeit aufgeben.

Pro Jahr werden durchschnittlich 60 Personen eingebürgert, die im Landkreis Vulkaneifel ihren Wohnsitz haben. Zukünftig ist – aufgrund von Gesetzesänderungen – mit einer zunehmenden Anzahl an Einbürgerungen zu rechnen.

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Spatenstich für den Glasfaserausbau in Wachtberg

Wachtberg-Niederbachem – Am 09. Februar 2023 erfolgte der Spatenstich für den Glasfaserausbau in Wachtberg. Die GlasfaserPlus realisiert in diesem Rahmen in den Ortsteilen Adendorf, Niederbachem, Villip und Berkum rund 4.700 Glasfaseranschlüsse bis ins Haus. Neben Bürgermeister Jörg Schmidt nahm an diesem feierlichen Anlass auch Ralf Gresselmeyer, CEO von GlasfaserPlus, teil. Zudem war als besonderer Gast auch Klaus Werner, CFO der Telekom Deutschland GmbH und wohnhaft in Wachtberg, beim Spatenstich vor Ort. GlasfaserPlus ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und IFM Investors, einem australischen Fondsverwalter, der im Eigentum von Pensionskassen steht und global Pensionsgelder in Infrastrukturunternehmen anlegt. Das neue Netz überträgt Daten stabil und zuverlässig in Gigabit-Geschwindigkeit und erlaubt Download-Geschwindigkeiten von 1 Gbit/s. Alle bekannten Anwendungen können damit problemlos genutzt werden.

„Für die Versorgung mit schnellem Internet ist das Glasfasernetz von besonderer Bedeutung. Ein Glasfaseranschluss in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus wird schon bald so wichtig sein wie der Zugang zu Strom, Wasser und Gas. Ich freue mich, dass wir nun unseren Bürgerinnen und Bürgern diese Möglichkeit bieten können“, so Bürgermeister Jörg Schmidt.

„Teil des modernen Glasfasernetzes zu sein, bringt für Wachtberg einen großen Standortvorteil mit sich. Auf diese Weise verknüpfen sich nicht nur die Vorteile des ländlichen Wohnraums mit den Vorzügen moderner Technologie, sondern steigert sich auch der Wert der angeschlossenen Immobilien“, so Klaus Werner, Chief Financial Officer der Telekom Deutschland GmbH.

„In Lichtgeschwindigkeit surfen, stabil streamen oder per Video kommunizieren ist schon lange kein Luxus mehr, sondern für mehr und mehr Menschen Basis ihres täglichen Lebens. Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes treiben wir darum konsequent die Verbreitung einer Versorgungsstruktur voran, die auch den ländlichen Raum an der Digitalisierung teilhaben lässt“, so Ralf Gresselmeyer, Chief Executive Officer von GlasfaserPlus.

Ein Netz für alle Telekommunikations-Anbieter

Die GlasfaserPlus stellt ihr Netz allen Telekommunikationsanbietern zur Verfügung. Bürger*innen haben damit die freie Wahl, bei welchem Unternehmen sie Internet, Telefon oder Fernsehen buchen möchten. Für den Ausbau in Wachtberg hat die Telekom bereits angekündigt, das Netz der GlasfaserPlus nutzen zu wollen.

Kostenloser Anschluss während der Ausbauphase

Die GlasfaserPlus schließt eine Immobilie während der Ausbauphase kostenfrei an, wenn Kundinnen oder Kunden einen Glasfaser-Tarif bei einem Telekommunikationsanbieter abschließen. Die GlasfaserPlus benötigt in diesem Fall lediglich eine Genehmigung, den Anschluss herstellen zu dürfen, weil die Arbeiten dafür auf Privatgrund geschehen. Die Beauftragung funktioniert folgendermaßen: Kunden/Kundinnen buchen bei einem Telekommunikationsanbieter einen Glasfaser-Tarif. Der wiederum nimmt Kontakt mit der GlasfaserPlus auf und kümmert sich um die Genehmigung und die Details. Bei einer Buchung nach der Ausbauphase werden in der Regel Kosten für den Hausanschluss erhoben, bei der Telekom betragen diese z.B. einmalig 799,95 Euro. Mehr Informationen zur Verfügbarkeit der Anschlüsse und zu den Tarifen der Telekom: www.telekom.de/glasfaser

Über GlasfaserPlus

Die GlasfaserPlus GmbH (www.glasfaserplus.de) ist ein Joint Venture zwischen der Deutschen Telekom und dem IFM Global Infrastructure Fund, das bis 2028 rund vier Millionen Glasfaseranschlüsse im ländlichen Raum sowie klein- und mittelstädtischen Regionen Deutschlands bauen will. Darüber hinaus beteiligt sich das Unternehmen an staatlichen Förderausschreibungen.

 

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„Kunst am Bau“ in der Kita Weiersbach in Mayen

Mayen – Die Kindertagesstätte „In der Weiersbach“ wurde für ihren Neubau unter anderem durch Mittel des Bundes gefördert. Eine Auflage dieser Förderung war es, das Projekt „Kunst am Bau“ in der neuen Kita umzusetzen. Die Künstlerin Maria Hill konnte in dem zweistufigen Wettbewerb mit Ihrem Beitrag „Auf und davon“ die Jury überzeugen. Das Kunstwerk wurde im Dezember 2022 fertiggestellt und kürzlich offiziell an die Kita Weiersbach übergeben.

Das Werk findet sich im Foyer sowie dem Außenspielbereich der Kindertagesstätte wieder. Die Arbeit von Maria Hill besteht aus insgesamt drei Teilen: Zum einen aus dem großformatigen Mobile im Luftraum des Foyers, zum anderen aus den Formen auf der Wand, oberhalb der Treppe des Foyers, die die Formen des Mobiles wieder aufgreifen. Im dritten Teil werden eben diese Formen in den zwei vorgenannten Elementen aus Weiberner Tuffstein im Garten der Kita ein weiteres Mal aufgegriffen.

Maria Hill hat sich bei dem Werk von dem pädagogischen Grundsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“ inspirieren lassen. Die Formen im Garten wurden unter anderem teilweise von der Künstlerin während eines Steinsymposiums in Ettringen geschaffen. Sie sind für die Kinder bespielbar.

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Tollitäten zu Gast im Rathaus Euskirchen

Euskirchen – Die Tollitäten aus dem Stadtgebiet Euskirchen gaben sich am gestrigen Sonntag im Rathaus die Klinke in die Hand. Bürgermeister Sacha Reichelt hatte zum Tollitätenempfang geladen, bei dem die Tollitäten aus Euskirchen und den Ortsteilen ihre Aufwartung machen konnten.

Tollitätenempfang in Euskirchen. Foto: Tim Nolden

Zu Gast aus den Ortsteilen waren Prinz Jojo und Prinzessin Renate von der KG Gemütlichkeit Dom-Esch, Prinz Dirk von der KG Rözeme Pannejecke aus Roitzheim, Prinz Kaiser I., Bauer Charly und Jungfrau Olivia von der KG Bleibach Frauenberg 1972 und Prinzessin Dagmar von den Nordeifel-Werkstätten.

Aus der Kernstadt waren dabei Prinzessin Marianne vom Senioren-Park Carpe Diem, Regentin Uli von der IG Südstadt sowie Küfer Joos und natürlich das Dreigestirn Prinz Mucki, Bauer Thomas und Jungfrau Johanna.

Im Rahmen der Veranstaltung verlieh Bürgermeister Reichelt zudem den Stadtorden an drei verdiente Karnevalisten. Ausgezeichnet wurden Hubert Henk von der Prinzengarde Euskirchen, Stephan Fischer von der KG Eueme Trööte und Markus Gemünd von der KG Nubbel.

„Wenn ich mir unsere Tollitäten so anschaue, dann bin ich mir sicher, dass wir eine tolle restliche Session erleben werden“, freute sich der Bürgermeister.

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Jecke Amtsübernahme im Rathaus Meckenheim

Meckenheim – Bürgermeister Jung überlässt seinen Schreibtisch den Tollitäten – Die Meckenheimer Tollitäten nehmen ihren jecken Auftrag ernst. Nur einen Tag nach dem erfolgreichen Rathaussturm bahnten sich Prinz Sven (Schnieber) I. und Prinzessin Sabrina (Schnieber) I. gemeinsam mit dem Meckenheimer Kinderprinzenpaar Karim (El Basry) I. und Lilly (Schubert) I. ihren Weg in das Büro von Bürgermeister Holger Jung, um für die närrische Hochphase dessen Amtsgeschäfte zu übernehmen. Während sich die beiden Prinzenpaare mit ihrem Gefolge verstärkt hatten, erwartet der Bürgermeister die jecken Spitzenkräfte mit süßen Leckereien und einem freundlichen: „Do sitt ihr jo widder.“ Auch hatte er bereits seinen Schreibtisch geräumt, damit die Tollitäten die Übernahme-Formalien ausfüllen und die städtischen Mitarbeitenden mit einer persönlichen E-Mail begrüßen konnten.

„Da ich seit Sonntag den Rathausschlüssel los bin, habe ich mir schon mal andere Termine gemacht“, sagte Holger Jung augenzwinkernd. „Der Schlüssel ist bei uns in guten Händen“, erwiderte Kinderprinzessin Lilly I. und setzte ihre Unterschrift unter das Formular. „Ab sofort weht hier ein anderer Wind“, machte Prinzessin Sabrina I. deutlich, dass bis Aschermittwoch die Jecken das Kommando im Rathaus geben werden. Derweil hatten sich die beiden Prinzen Karim I. und Sven I. die PC-Tastatur gegriffen und formulierten das Begrüßungsschreiben an die städtische Belegschaft. Ob ihre Forderungen erfüllt werden, dürfte sich in den nächsten Tagen zeigen. In einem waren sich aber alle Anwesenden schon vorab einig: „Wir machen uns weiterhin vell Spaß an dr Freud, Meckem Alaaf!“