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40 Religions-Lehrerinnen und -lehrer erhalten ihre kirchliche Beauftragung im Dom zu Aachen

Aachen – Weihbischof Borsch ermutigt zu Vertrauen und Gelassenheit – 40 Religionslehrerinnen und -lehrer haben im Aachener Dom die kirchliche Beauftragung zur Erteilung des katholischen Religionsunterrichts erhalten. Im Rahmen des festlichen Gottesdienstes hat Weihbischof Karl Borsch die Urkunden überreicht. Gleichzeitig haben auch zwei Gemeindereferentinnen ihre Missio Canonica erhalten, nachdem sie in ihrer Ausbildung erfolgreich den schulischen Schwerpunkt pastoraler Arbeit durchlaufen haben.

Mit Blick auf das Gleichnis vom Sämann ermutigte Weihbischof Karl Borsch die Lehrerinnen und Lehrer in seiner Predigt, mit vollen Händen weiterzugeben, was sie haben. „Ihre Aufgabe ist es zu säen. Überlassen Sie das Wachsen und Fruchtbringen getrost den Anderen. Zu wissen, dass Gott wachsen lässt, macht gelassen“, sagte Borsch.
Im Religionsunterricht setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den christlichen Werten auseinander: Für Vielfalt. Für Demokratie. Für Menschenwürde. „Unsere Religionslehrerinnen und -lehrer sind in ihrer täglichen Arbeit stets Vorbild und Orientierung. Sie bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit Glaube und Christentum zu beschäftigen und tragen somit zur Werteorientierung bei. Der Religionsunterricht bietet Raum für offenen Diskurs zu eigenen Positionen und anderen Weltanschauungen sowie Religionen. Somit leistet er einen wichtigen Beitrag zu einem gelingenden Gemeinschaftsleben in Schule und Gesellschaft“, betont Carsten Gier, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Bischöflichen Generalvikariat.

Kirchliche Sendung

Der feststehende Begriff für die kirchliche Lehrbeauftragung, die die neuen Religionslehrerinnen und Religionslehrer aus den Händen des Bischofs empfangen, lautet „Missio canonica“ – „Kirchliche Sendung“. Denn die Religionslehrerinnen und Religionslehrer sind durch den Bischof gesandt, im Raum der Schule den christlichen Glauben in Gemeinschaft mit der Kirche zu vermitteln. Zudem erfüllen sie ihren Dienst mit staatlicher Unterrichtsbefähigung und als Bedienstete des Landes Nordrhein-Westfalen bzw. eines anderen staatlich anerkannten Schulträgers. Grundlage für ihre Anstellung ist in der Regel die Staatsprüfung für ein Lehramt und in jedem Falle die Kirchliche Bevollmächtigung.

Enorme Verantwortung

Im Bistum Aachen unterrichten über 3.000 Lehrerinnen und Lehrer Tag für Tag zirka 150.000 Schülerinnen und Schüler an ungefähr 700 Schulen im Fach Katholische Religionslehre. Indem diese Lehrerinnen und Lehrer dadurch den Schulen zur Erfüllung ihres Bildungsauftrags verhelfen, leisten sie einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft.

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Aufräum-Aktion für alle – Kreis Düren unterstützt Kommunen bei „Hero for a Day“

Düren – Für die Umwelt, für das Engagement und für die Gemeinschaft: Der Kreis Düren und sieben Kommunen beteiligen sich erstmals an dem Projekt „Hero for a Day“, an dem in diesem Jahr bei der „Aufräumaktion für alle“ draußen Müll gesammelt wird.

Der Tag „Hero for a Day“ soll vor allem junge Menschen ans Ehrenamt heranzuführen und er findet im Rahmen der Aktionswoche „Engagement macht stark“ statt, eine Kampagne des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement. Sie wird jährlich zu wechselnden Schwerpunkten veranstaltet. Vom 20. bis 30. September stehen die Aktionen unter dem Thema „Nachhaltig engagiert“. Im Kreis Düren wird daher bei Müllsammelaktionen aufgeräumt, die teils bereits in den Kommunen etabliert sind oder durch „Hero for a Day“ neu entstanden sind.

„Ich freue mich, dass wir gemeinsam ein Zeichen setzen und bei der ‚Aufräum-Aktion für alle‘ mitmachen. In einigen Kommunen finden diese Aktionen regelmäßig statt, für andere ist dies ein Anstoß für neue Traditionen. Jede und jeder ist herzlich eingeladen, beim Müllsammeln mitzumachen, sich zu engagieren und neue Menschen kennenzulernen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Ziel sei es, den Menschen nicht nur das Thema „Ehrenamt“, sondern auch „Nachhaltigkeit“ näherzubringen. Gemeinsam mit den Bürgermeistern der beteiligten Kommunen wirbt er für eine große Beteiligung beim Aufräumen.

Die Kommunen, die sich der Aktion „Hero for a Day“ anschließen beziehungsweise in der Woche Müllsammelaktionen anbieten sind: Heimbach, Hürtgenwald, Inden, Jülich, Kreuzau, Merzenich und Titz. Sie werden unterstützt von der Kontakt- und Anlaufstelle „Dein Ehrenamt. MITWIRKUNG.“ des Kreises Düren. Bürgerinnen und Bürger, die mitmachen möchten, können sich bei den jeweiligen Terminen in der Kommune anschließen (siehe Termine unten). Die Müllentsorgung wird durch die Kommunen gewährleistet. Wer eigene Aktionen ins Leben rufen möchte, ist hierzu ebenfalls herzlich eingeladen – die Müllentsorgung muss dann jedoch eigenständig erfolgen. Weitere Informationen zu den Aufräumaktionen gibt es unter www.kreis-dueren.de/hero-for-a-day. Eine Anmeldung ist in Kreuzau und Jülich erwünscht.

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Vierfach-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl im CHIO Aachen Podcast so offen wie nie

Aachen – „Nach Tokio war ich in einer emotionalen und körperlichen Leere, wie ich sie noch nie zuvor gespürt hatte.“ In der dritten Folge des CHIO Aachen Podcasts im bayerischen Aubenhausen zeigt sich Jessica von Bredow-Werndl bemerkenswert offen und thematisiert Selbstzweifel und Versagensängste, berichtet von emotionalen Ausnahmezuständen rund um Olympia und erklärt, wie sie auch aus dem tiefsten Tal wieder einen Weg zurückgefunden hat.

Die Anlage im bayerischen Aubenhausen ist ihre Ruheoase, das merkt man schnell, wenn man Jessica von Bredow-Werndl zwischen Stallungen, Blumenbeeten und Schwimmteichen besucht. Hier ist die Vierfach-Olympiasiegerin zu Hause, hier kann sie abschalten, und hier hat sie Marc Eschweiler für die dritte Folge des CHIO Aachen Podcasts begrüßt. Im Gespräch gibt sie erstaunlich offen Einblicke in ihre Gefühlswelt während und nach den Olympischen Spielen, erzählt von Tiefpunkten und von Strategien, noch stärker aus diesen hervorzugehen.

„Ich habe Selbstzweifel, auch Versagensängste. In Paris hat es alles gebraucht, was ich in meinem bisherigen Leben gelernt habe“, räumt die 38-Jährige etwa ein und berichtet vom Grand Prix Spécial, der alles andere als optimal für sie und ihre Traumstute TSF Dalera BB lief. „Ich bin geschlagen worden, wir hatten untypische Fehler. Danach von der Angst zu versagen wieder ins absolute Vertrauen zu gehen, ist viel schwieriger als es klingt.“ Am Ende hat es geklappt und Dalera konnte ihre sportliche Karriere mit ihrem vierten Olympiasieg beenden.

Doch der Weg hin zu diesem grandiosen Erfolg war selbst nach den ersten Goldmedaillen bei den Corona-Spielen 2021 nicht immer einfach. „Nach Tokio war ich in einer emotionalen und körperlichen Leere, wie ich sie noch nie zuvor gespürt hatte“, erinnert sich Jessica von Bredow-Werndl an eine sechsmonatige, „absolut uninspirierte“ Phase, in der sie „gar nicht mehr richtig gut reiten“ konnte.

In Situationen wie diesen kommt dann Aubenhausen ins Spiel. Und zwar nicht nur als Ruheort, sondern vor allem auch als Heimat der Pferde und Team-Mitglieder. Denn ihre Familie mit Ehemann Max von Bredow und den Kindern Moritz und Ella sowie ihr gesamtes Team unterstützen die erfolgreiche Dressurreiterin unglaublich. „Ich bin nur so stark wie die Menschen und die Pferde um mich herum“, betont die Frau, die sich selbst als Grenzgängerin bezeichnet. Am Ende zählt für sie vom Zahnarzt über den Physiotherapeuten bis hin zum Schmied jedes einzelne Puzzleteil, damit es zur vollkommenen Einheit und dem Erfolg kommen kann.

Mit ihrem Herzenspferd Dalera ist das Tüfteln für den größtmöglichen Erfolg jetzt vorbei, die Stute soll ihre Rente in Aubenhausen verbringen und dort „einfach eine geile Zeit“ erleben. In den berühmtesten Dressurvierecken dieser Welt wird man Jessica von Bredow-Werndl demnach zumindest kurzfristig nicht sehen. Ziele hat sie dennoch schon wieder: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, noch zwei, vielleicht auch drei Olympische Spiele als Reiterin mitzuerleben.“ Zunächst sieht sie allerdings andere Sterne am Dressurhimmel: „Ich glaube, Wendy und Isabell Werth werden jetzt richtig Karriere machen. Ich finde aber auch Freestyle von Catherine Dufour ganz toll, auch Glamourdale und Lottie Fry sind noch nicht am Limit“, prognostiziert die 38-Jährige ihre Top 3 für die Zukunft.

Weitere spannende Eindrücke schildert Jessica von Bredow-Werndl in der dritten Folge des CHIO Aachen Podcasts. Diese finden Sie hier und überall dort, wo es Podcasts gibt. Und wer Jessica und Dalera noch einmal in Aachen erleben möchte, für den bietet sich spontan am 21. September die Möglichkeit. Am kommenden Samstag werden die beiden im Rahmen eines Live-Trainings von Jessica von Bredow-Werndl und ihrem Bruder Benjamin Werndl beim CHIO Aachen CAMPUS im Deutsche Bank Stadion in Aktion zu erleben sein. Tickets gibt’s hier.

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Verwaltungsrat der Kreissparkasse Ahrweiler nimmt seine Tätigkeit auf

Ahrweiler – Nachdem im Juni dieses Jahres die Kommunalwahlen stattgefunden haben, hat der Kreistag des Kreises Ahrweiler in seiner Sitzung am 12. Juli 2024 die Vertreter des Trägers Kreis Ahrweiler für den Verwaltungsrat der Kreissparkasse Ahrweiler gewählt. Das Verhältnis entspricht den jeweiligen Stimmanteilen, die die Parteien bei der Kommunalwahl erhalten haben. Als Vertreter des Trägers Kreis Ahrweiler in den Verwaltungsrat der Kreissparkasse Ahrweiler wurden Johannes Bell (FWG), Guido Ernst (CDU), Martin Kallweitt (AfD), Michael Korden (CDU), Sarah Rößel (Grüne), Christoph Schmitt (SPD) und Petra Schneider (CDU) gewählt.

Darüber hinaus hat die Belegschaft der Kreissparkasse Ahrweiler aus ihrer Mitte heraus dem Kreistag 4 Mitarbeitervertreter für den Verwaltungsrat vorgeschlagen, die ebenfalls in der Sitzung des Kreistags am 12. Juli von diesem in den Verwaltungsrat der Kreissparkasse Ahrweiler gewählt wurden. Die Mitarbeitervertreter für die Amtsperiode 2024-2029 sind Benno Balasus (Personalratsvorsitzender), Daniel Bollinger (stv. Bereichsleiter der Rechtsabteilung), Martin Pause (Financial Consultant) und Heike Kiefel (stv. Bereichsleiterin Firmen- und Immobilienkunden).

Vor wenigen Tagen wurden die neu gewählten Verwaltungsräte im Zuge der konstituierenden Sitzung des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Ahrweiler verpflichtet und in ihre Tätigkeiten eingeführt. Insgesamt besteht der Verwaltungsrat aus der Landrätin Cornelia Weigand, dem ersten Kreisbeigeordneten Horst Gies, sieben Vertretern des Trägers Kreis Ahrweiler sowie vier Mitarbeitervertretern, die allesamt noch einen Stellvertreter haben.

„Wir gratulieren den neuen Verwaltungsräten zu ihrem Amt und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit“, berichtet Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler und führt weiter aus: „Gemeinsam mit unserem Verwaltungsrat ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen die Marktführerschaft im Landkreis Ahrweiler zu behaupten und auszubauen. Wir sind für die Menschen im Kreis Ahrweiler der erste Ansprechpartner wenn’s um Geld oder mehr geht!“

Die Kreissparkasse Ahrweiler ist der Finanzdienstleister Nummer 1 im Kreis Ahrweiler. Der Verwaltungsrat der Kreissparkasse ist deren Aufsichtsorgan und bestimmt die Richtlinien der Geschäftspolitik. Daher spielen der Verwaltungsrat und dessen Mitglieder eine Schlüsselrolle in der kontinuierlichen Verbesserung und Anpassung der Dienstleistungen der Kreissparkasse Ahrweiler an die Kundenbedürfnisse.

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Neue Einsatzkleidung für Notärztinnen und Notärzte am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Modern und funktional – Mit seinem lokalen Traumazentrum bildet das Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler eine zentrale Säule der notärztlichen Versorgung der Region. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) treten die speziell ausgebildeten Notärzte des Marienhaus Klinikums nun auch optisch als einheitliches Team auf.

Im Zuge der Anpassung an aktuelle Richtlinien wurde die Funktionskleidung des Rettungsteams erneuert. Die persönliche Schutzausrüstung bietet nicht nur umfassenden Schutz vor äußeren Gefahren während der Einsätze, sondern auch erhöhten Komfort, etwa durch integrierte Kniepolster. Diese sind besonders bei Rettungsmaßnahmen wie Reanimationen (Wiederbelebung), die häufig im Knien durchgeführt werden, von großer Bedeutung und erleichtern den Helfern ihre anspruchsvolle Arbeit.

Zum Schutz der Notärzte vor unterschiedlichen Wetterbedingungen gehört nun auch eine wetterbeständige Softshelljacke zur Standardausrüstung. „Durch die einheitliche Kleidung sind wir nun auch optisch ein Team, was die Schnittstelle zwischen Krankenhaus und Rettungswache weiter stärkt“, betont Dr. Heike Kornemann, Leiterin des Notarztstandortes sowie Ärztliche Leitung der Zentralen Notaufnahme am Krankenhaus Maria Hilf.

Der kürzlich erfolgte Umzug der Rettungswache des DRK zurück an das Marienhaus Klinikum hat die Zusammenarbeit weiter intensiviert. Diese enge Kooperation ist für die Patientenversorgung von entscheidender Bedeutung, da ein eingespieltes Team besonders bei Einsätzen mit Schwerverletzten schnell, koordiniert und zielgerichtet agieren kann, wobei jede Sekunde zählt.

Das Klinikum ist zudem in der Lage, spezielle Erkrankungen umfassend zu behandeln. Durch den kontinuierlichen Betrieb eines Herzkatheterlabors, einer Schlaganfall-Einheit (Stroke-Unit) und des lokalen Traumazentrums arbeitet das gesamte Klinikteam ebenso eng und effizient zusammen wie die Notfallhelfer im Außeneinsatz.

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Erste Kommune im Landkreis Mayen-Koblenz mit Digitalen Meldeempfängern (DME) ausgestattet

Mendig – Die Verbandsgemeinde Mendig hat seine Feuerwehrfrauen und -männer als erste Kommune im Landkreis Mayen-Koblenz in Gänze mit Digitalen Meldeempfängern (DME) ausgestattet. Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig, übergab die modernen Alarmierungsmittel jetzt gemeinsam mit Christopher Wittig, Leiter des für die Feuerwehr zuständigen Fachbereichs der VG-Verwaltung Mendig, und Wehrleiter Stephan Schüller an die Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehren.

Die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren sei, so Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig, ein wichtiger Baustein der Vorsorge zur Abwendung von Gefahren. „Wir sind froh, dass wir alle Feuerwehrkameradinnen und -kameraden zeitgleich mit den Digitalen Meldeempfängern ausrüsten konnten und damit die Alarmierung früh zukunftssicher machen konnten“, stellte Lempertz zufrieden fest. Mit der Übergabe der neuen Meldeempfänger ist der Prozess vom analogen zum digitalen Funk fast abgeschlossen. „Mit der Umstellung auf die digitale Alarmierung wird auch dieser Bereich zukünftig abhörsicher. Die Datenübermittlung bei einer Alarmierung wird von der Leitstelle ausgelöst und erscheint in Textform auf dem Display des Meldeempfängers. Bis zur endgültigen Umstellung, die am 1. Dezember 2024 erfolgen soll, werden in der VG Mendig insgesamt 25 Feuerwehrmänner und -frauen als ‚Tester‘ eingesetzt, die mehrfach am Tag Probealarmierungen bekommen, um etwaige Funklöcher zu orten“, erklärt Christopher Wittig. Die Sirenenalarmierung diene dann primär nur noch zur Warnung der Bevölkerung.

Die Verbandsgemeinde Mendig hat insgesamt 200 Digitale Meldeempfänger angeschafft. Davon werden 170 an die Feuerwehrmänner und -frauen, die in den Wehren der Verbandsgemeinde aktiv sind, ausgehändigt. Die DME, die aufgrund von erwartbaren Preissteigerungen bereits 2023 angeschafft wurden, haben 36.410 Euro gekostet. Das Land Rheinland-Pfalz hat die Anschaffung mit 13.599 Euro bezuschusst.

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Mehr als 200 Einsatzkräfte üben Katastrophen-Szenario im Landkreis Mayen-Koblenz

Region/Mayen-Koblenz – Am gestrigen Samstag, den 14. September, haben mehr als 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Katastrophenschutz im Landkreis Mayen-Koblenz den Ernstfall geübt. Die Technische-Einsatzleitung sowie die Übungsleitung waren in Mendig untergebracht.

Auch die Verwaltungsstäbe der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz sowie der Verbandsgemeinden Vordereifel und Pellenz waren alarmiert und im Einsatz. Bei der Übung, die fiktiv an einem heißen Sommertag stattfand, galt es verschiedene anspruchsvolle Einsatzszenarien abzuarbeiten: Zunächst wurde ein großer Waldbrand in der Region simuliert, daraufhin mussten 1.000 Personen im Landkreis Mayen-Koblenz untergebracht werden und Notunterkünfte eingerichtet werden.

Erschwert wurde die Lage durch einen großflächigen Stromausfall und einen zusätzlichen Waldbrand mit der Rettung von mehreren verletzten Personen aus unwegsamem Gelände. Übungsorte mit realistischen Lageszenarien waren in St. Johann, Plaidt, Virneburg, Baar und Herresbach. Landrat Dr. Saftig zeigte sich nach der Übung zufrieden: „Die Einsatzkräfte haben bewiesen, dass sie zur Stelle sind, wenn es darauf ankommt. Ich danke den vielen ehrenamtlichen Kräften der Blaulichtfamilie sowie den tätigen Mitarbeitern der Verwaltungen für ihr enormes Engagement.“

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Aktuell weltgrößter grüner Kürbis bei der 13. NRW-Kürbis-Wiegemeisterschaft in Lohmar

Region/Lohmar – Kürbis-Gigant mit 642,5 Kilo – Favorit Andreas Wild holt mit dem aktuell weltgrößten grünen Kürbis den ersten Platz – Krewelshof-Bauer Max Bieger landet mit seinem 532,5 Kilogramm schweren Gewächs auf Platz zwei – Gärtner und Hobbyzüchter aus NRW präsentierten riesiges Gemüse und gigantische Kürbisse.

Ein beeindruckender Anblick auf dem Krewelshof in Lohmar. Die aufgereihten Kürbisse warten auf das Wiegen. Foto: Bieger/pp/Agentur ProfiPress

Was für eine unfassbar starke Konkurrenz in diesem Jahr. Zahlreiche Kürbisse sollten im Bereich von 500 Kilogramm liegen. Daher war die Spannung extrem groß, als Kürbis-Gigant nach Kürbis-Gigant per Gabelstapler auf die Waage des Lohmarer Krewelshofs gehievt wurden – und am Ende gab es ein Sieger-Gewächs, das laut internationalen GPC-Standards mit 642,5 Kilogramm der aktuell weltgrößte grüne Kürbis ist. Züchter Andreas Wild freute sich riesig über diesen Erfolg.

„Es war so unfassbar eng dieses Mal“, berichtet Krewelshof-Bäuerin Danielle Bieger über den diesjährigen Wettbewerb, bei dem ihr Sohn und Jungbauer Max Bieger auf einem starken zweiten Platz landete. Sein Kürbis brachte enorme 532,5 Kilogramm auf die Waage. Damit verwies er den Vorjahressieger Walter De Wever auf den dritten Platz. Sein Gewächs wog 510,5 Kilogramm. Die weiteren Platzierungen: Mark Feyaerts (499,5 kg), Johan De Wever (462 kg), Kevin Rataj (454,5 kg), Heider Mohamad (291 kg), Martin Keller (178,5 kg) und Tristan Möller (65 kg).

Das Wiegen erfolgte nach den offiziellen Regeln und internationalen Standards des „Great Pumpkin Commonwealth’s“, kurz GPC genannt. Denn nur so können die Wiegeergebnisse auf die weltweit gültige Rangliste gesetzt werden, die in der Züchtergemeinschaft hoch angesehen ist.

Harte Arbeit, gutes Saatgut

Für die große Mühe bei Zucht, Pflege, Ernte und Transport wurden die Kürbiszüchter vom Krewelshof mit Preisgeldern bis zu 1.000 Euro bedacht. Schließlich sind die Mühen für die Kürbiszüchter fast so groß wie ihre Kürbisse. Solche Exemplare erfordern tägliche Zuwendung, harte Arbeit, gutes Saatgut und sehr viel Betreuung über das gesamte Gartenjahr hinweg. Viele bauen ein Gewächshaus für die Pflanze, die bis zu 90 Quadratmeter beansprucht. Der Kürbis wird zugedeckt und wieder aufgedeckt, je nach Sonneneinstrahlung, manch ein Züchter beschallt das Gemüse sogar mit Musik. Auf jeden Fall ist ein täglicher Kontrollbesuch und liebevolle Hege unerlässlich. Manch ein Züchter erlebt dann noch knapp vor der Ernte ein Fiasko, wenn plötzlich der Stiel abbricht, oder das Riesengewächs ein Loch bekommen hat. Denn dann ist er vom Wiegen ausgeschlossen. So erging es etwa Tristan Möller mit seinem größeren Exemplar.

Er zählte ebenso wie Martin Keller aus Dortmund, Johannes Offermann aus Porz, Tristan Möller aus Nieheim, Johannes Göll aus Alfter, Familie Williams aus Bonn mit mehreren Exemplaren und der Riesengemüse-Züchter Stefan Kurtsiefer ebenfalls mit mehreren Gewächsen zu den Newcomern des diesjährigen Wettbewerbs.

Dabei wurden die dicken Kürbisse mit einem Gabelstapler zentimetergenau auf die alljährlich neu geeichte Waage gehievt. Das Hoffen und Bangen der Züchter war spürbar, jeder wünschte sich einen schweren Prachtkerl, möglichst schwerer als im vergangenen Jahr.  Bei ganz vielen ging dieser Wunsch in Erfüllung.

Nach dem Wiegen wurden die runden Giganten wieder auf dem üppig bunten Bauernmarkt ausgestellt. Am Ende der Saison werden sie beim „Kürbisschlachten“ ausgehöhlt und die dabei gewonnenen Kerne den jeweiligen Besitzern überreicht, die damit weiter züchten und auf den nächsten Coup hoffen. Die Kerne sind das Wertvollste an den Riesen-Kürbissen. Für sie gibt es sogar einen eigenen Stammbaum, und sie können bis zu 50 Euro je Kern kosten.

Newcomer und Routiniers

Das Event startete zunächst mit dem Wiegen des Riesen-Gemüses für die Deutsche und nordrhein-westfälische Gemüse-Meisterschaft. In verschiedenen Kategorien wurden die dickste Tomate, Zucchini, Kohlrabi und Kohl sowie die längste Gurke ermittelt.

Den längsten Trombolino-Kürbis hatte Johannes Goell (1598 Zentimeter) mit nach Lohmar gebracht. Das Exemplar von Johannes Offermann brachte es auf eine Länge von 1215 Zentimeter. Mit einem Sonnenblumen-Kopf mit 45,5 Zentimetern Durchmessern war Johannes Goell nochmal vertreten. Er hatte auch einen Butternut-Kürbis mit sage und schreibe 24,16 Kilogramm dabei, präsentierte Peperoni mit 34,7 und 32,5 Zentimetern Länge und einen Kohlrabi, der 10,75 Kilo auf die Waage brachte.

Außerdem ist in seinem Garten eine Gurke mit 3175 Gramm und 64 Zentimetern Länge gewachsen. Ein größeres Exemplar hatte Stefan Kurtsiefer (4530 g und 65,5 cm) dabei. Er wurde noch übertroffen von einer Gurke (4530g und 78,3 cm), die Johannes Offermann gezüchtet hatte.

Er hatte auch bei den Tomaten das größte Exemplar ins Rennen geschickt. Sein rotes Gemüse war 955 Gramm schwer. Das Exemplar von Johannes Goell landete mit 895 Gramm auf Platz zwei, Tristan Möller hatte eine Tomate mit 460 Gramm ins Rennen geschickt.

Weitere Gemüse der Kategorie „Richtig groß“ waren die Auberginen von Johannes Goell (910 Gramm) und Tristan Müller (735 Gramm), die beiden Rote Beeten von Johannes Offermann (4025 und 4770 Gramm) und die Gartenkürbisse von Johannes Offermann (37,5 kg), Johannes Goell (30,5 kg) und Tristan Möller (24,5 kg). Johannes Offermann hatte mit seinem 307,5 Zentimeter langen Long Gourd-Kürbis ein weiteres beeindruckendes Exemplar im Gepäck.

Auch in der Kategorie der Marrow-Zucchini gab es einige übergroße Exemplare. Das schwerste Gemüse (25,81 kg) ist im Garten von Johannes Goell gewachsen. Damit verwies er die Zucchini von Stefan Kurtsiefer (15,74 kg) und Steven Williams (14,58 kg) auf die Plätze zwei und drei.

Und nach dem Gemüse-Wettbewerb und der Kürbis-Wiegemeisterschaft in Lohmar ist vor der Kürbis-Regatta in Obergartzem. Die startet am heutigen Sonntag, 15. September, dann auf dem Krewelshof Eifel in Obergartzem. Einlass zur Kürbis-Regatta ist ab 11 Uhr.

 

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Neues Fahrzeug kommt am bundesweiten Warntag in Eschweiler zum Einsatz

Eschweiler – Das Eschweiler Sirenennetz wird immer dichter. Mittlerweile gibt es an 19 Standorten im Stadtgebiet Anlagen, die die Bevölkerung im Ernstfall alarmieren. Das soll zukünftig auch am Blaustein-See und in Aue der Fall sein, wo die für den Bevölkerungsschutz zuständige Städteregion Aachen bald Sirenen installieren wird.

Wie es klingt, wenn in Eschweiler die Sirenen heulen, ist am gestrigen bundesweiten Warntag wieder demonstriert worden. Seit 2020 findet dieser am zweiten Donnerstag im September statt. Und doch gab es gegenüber den Vorjahren einen Unterschied: Erstmals waren zu Demonstrationszwecken auch Warnfahrzeuge der Städteregion im Einsatz – eines davon auf dem Eschweiler Markt. Mit ihrer Unterstützung soll die Bevölkerung im Falle einer Katastrophe oder eines Naturereignisses noch besser und direkter informiert werden. Insgesamt sollen zehn Fahrzeuge angeschafft und zwei von ihnen in Eschweiler stationiert werden.

Nadine Leonhardt begrüßt das ausdrücklich. „Es ist gut, dass die Warnsysteme weiter optimiert werden. Wir haben in der Vergangenheit erlebt, wie wichtig es ist, die Bevölkerung warnen zu können.“ Der Katastrophenschutz liege zwar grundsätzlich in der Zuständigkeit der Städteregion. „Die Stadt Eschweiler arbeitet als Kommune aber eng mit ihr zusammen.“ Das war auch am heutigen Warntag nicht anders: Zu dem neuen Auto der Städteregion gesellte sich auf dem Markt ein städtisches Fahrzeug mit mobiler Sirene.

Die Städteregion Aachen betreibt seit 2019 den Aufbau eines flächendeckenden Sirenensystems zur Warnung der Menschen in den neun Kommunen des Altkreises. Bis zum Ende dieses Jahres sind die bisher geplanten 157 Sirenen fertiggestellt, im kommenden Jahr sollen weitere Standorte realisiert werden. Der Sirenenausbau kostet insgesamt rund drei Millionen Euro. Die Stadt Aachen ist eigenverantwortlich für den Katastrophenschutz und verfügt über ein bestehendes Netz funktionstüchtiger Sirenen.

Weitere Informationen zur Warnung der Bevölkerung gibt es auf der Homepage der Stadt Eschweiler: https://service.eschweiler.de/detail/-/vr-bis-detail/dienstleistung/25650/show

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Mechernicher Badminton-Legende Michael Oversberg hat sein Racket an den Nagel gehängt

Mechernich-Lorbach – Lorbacher Dr. Michael Oversberg (81) brachte es vom Federball-Straßenspieler zum Europameister und World-Masters-Sieger – Eine Vitrine voller Pokale und Medaillen, in der auch der erste Federballschläger noch zu finden ist.

„Nein, ich spiele nicht nur, um fit zu bleiben, ich spiele um zu gewinnen“, sagt Dr. Michael Oversberg (81), pensionierter Sonderpädagoge und Schulleiter aus Lorbach. Und er fügt hinzu: „Das Gewinnen macht mir Spaß. Es ist die Bestätigung, dass ich immer noch gut bin, einer der schnellsten – besonders in meiner Altersklasse -, und dass sich der Trainingsaufwand gelohnt hat.“

Oversberg wurde als Deutscher in Breda in der Provinz Nord-Brabant geboren – die Mutter Holländerin, der Vater ein seit vielen Jahren in Breda lebender Deutscher. Nach dem Zweiten Weltkrieg durfte er als ehemaliger Wehrmachtsangehöriger nicht zurück in die Niederlande. Da zogen Mutter und Sohn 1950 nach Düren. „Dort lernte ich auf der Straße, Federball zu spielen“, erzählt Michael Oversberg dem Mechernicher „Bürgerbrief“.

Mit 13, 14 Jahren bekam er seinen ersten Schläger. Im Mai 1957 gründete sich der 1. Badminton-Club Düren e.V.: „Schon im September wurde ich Mitglied, drei Monate später spielte ich mein erstes Turnier…“

Zwölf Punkte Vorsprung

„Ich hatte in Elmar Gerhards einen Super-Mentor. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich so weit gekommen bin“, erzählt der ehemalige Leiter der St.-Michael-Schule für Erziehungshilfe des Kreises Euskirchen in Strempt. Gerhards war zu der Zeit bester Spieler des Clubs und förderte seinen Badminton-Nachwuchs mit einer äußerst wirkungsvollen Taktik: „Beim Spiel um fünfzehn Punkte gab er mir anfangs zwölf Punkte Vorsprung, dann nach und nach immer weniger. Es hat zwei Jahre gedauert, bis ich ihn besiegt habe – danach hat er nie wieder gegen mich gewonnen.“

So erging es auch allen anderen Spielern des 1. BC Düren: 23 Jahre lang war und blieb der Eifeler, der bis zu dreimal die Woche zum Training und Spielen nach Düren fuhr, Vereinsmeister im Herreneinzel.

Wie stark der Jungspund Mitte der sechziger Jahre war, zeigt, dass er bei den clubinternen Handikap-Turnieren auch dann noch siegte, wenn er seinen Gegnern – auch denen aus seiner ersten Mannschaft – 14  Punkte vorgeben musste. Ein Satz ging zu der Zeit bis 15 Punkte. Oversberg war einfach nicht zu schlagen.

Auch heute noch fährt der Lorbacher zum Trainieren in die Rur-Metropole, auch wenn seine internationale Badminton-Karriere 2019 mit den Weltmeisterschaften im polnischen Kattowitz zu Ende ging. Dort holte Dr. Michael Oversberg mit seinem langjährigen Partner Heiner Hanrath aus Krefeld die Bronzemedaille.

Im gleichen Jahr wurde das Gespann Westdeutscher- und Deutscher Meister. „Nach 66 Jahren und unzähligen Erfolgen im Mannschaftssport, bei kleinen und großen Turnieren verabschiede ich mich vom Leistungssport“, sagt Oversberg: „Aber nicht aus eigenem Antrieb… Für Leute meines Alters werden eben keine offiziellen Turniere mehr angeboten.“

Europameister in Innsbruck

Sein erster Schläger aus den fünfziger Jahren liegt neben jenem Racket im Trophäenschrank, mit dem er Europameister- und Weltmeistertitel holte. 50 Medaillen entstammen alleine seinen Siegen und Platzierungen bei Westdeutschen Meisterschaften, 20mal Gold, 15mal Silber und 15mal Bronze.

Bei Deutschen Meisterschaften holte Dr. Michael Oversberg zehn erste, zweite und dritte Plätze. Die Zahl seiner Siege alleine, im Doppel vor allem mit Heinz Gehrke aus Bottrop, im Mixed unter anderem mit Ehefrau Brigitte Oversberg, einer gebürtigen Viersenerin, und in der Mannschaft bei Offenen Turnieren hat er nicht gezählt.

Mit seiner Frau gewann er dreimal das internationale Ehepaarturnier in Unkel am Rhein. Mit seiner Turnier-Mixed–Partnerin Elke Kregel aus Erftstadt  hat er rund ein Jahrzehnt lang kein einziges Spiel auf Landesebene verloren. Weitere 28 Platzierungen waren der Lohn für den nicht nur in seiner Altersklasse schnellsten Spieler bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften.

Seine größten Siege feierte der heute 81-Jährige bei den Westdeutschen Badminton-Meisterschaften 2015 in Solingen, wo er alle drei Titel gewann: im Herreneinzel, im Herrendoppel und im gemischten Doppel. Bei den Deutschen Meisterschaften 1992 in Neustadt an der Weinstraße wurde Oversberg Deutscher Meister im Herrendoppel, Vizemeister im Herreneinzel und kam im Mixed auf Rang drei. Bei den Europameisterschaften 1999 in Innsbruck wurde er nach Siegen bei den Westdeutschen und Deutschen Meisterschaften Sieger im Herrendoppel.

Bei den World Masters 2009 in Sydney gewann der Eifeler Badmintoncrack das Herrendoppel und wurde Vizemeister im Herreneinzel. Die World-Masters-Games sind eine internationale Sportveranstaltung ähnlich den Olympischen Spiele für Seniorensportler/innen. Bei den Weltmeisterschaften 2019 in Kattowitz errang Dr. Michael Oversberg zum Abschluss Bronze im Herrendoppel.

„Sport ist für mich Entspannung. Während meiner Berufstätigkeit war es die einzige Zeit, in der ich weder an die Schule, noch an irgendwelche anderen Dinge gedacht habe. Die volle Konzentration auf das Spiel ist pure Entlastung“, erklärte Oversberg im Interview.

Beste Mannschaft, die Düren hatte

Auch der feste Wille zum Sieg sei da kein Widerspruch zu, so der 81-Jährige: „Das schränkt meine entspannte Konzentration nicht ein, sondern ist ihr sogar noch förderlich.“ Es gehe ihm wirklich ums Gewinnen, nicht um Pokale und Medaillen, und Preisgeld hat er in all den Jahren nie bekommen – „bis auf zehn Euro in einem Ranglistenturnier“. Ideell haben ihm der Sport und das Gewinnen hingegen unvergessliche Gefühle und Erinnerungen verschafft, die er nicht missen möchte.

Bis heute gehört ein Mannschaftsbild des 1. BC Düren mit ihm, Gerda Brüls, Charly Diemer, Luise und Elmar Gerhards sowie Peter Hoßdorf zu seinen liebsten Erinnerungsstücken: „Wir waren meines Wissens die erfolgreichste – nur aus Dürenern bestehende  – Mannschaft in der Vereinsgeschichte und spielten schon Anfang der sechziger Jahre in der zweithöchsten deutschen Spielklasse überhaupt, der Landesliga.“

Brigitte und Michael Oversberg haben 1974 in Lorbach neu gebaut. 29 Jahre lang war er Rektor der Schule für Erziehungshilfe des Kreises Euskirchen. Zwischenzeitlich trainierte er von Lorbach aus Badmintonmannschaften des TV Kall und des VfL Kommern.

Dort gab er auch sein Geheimrezept für das Gewinnen von Turnieren weiter: „Durch Zufall und Können… Man muss ein Turnier  „nur“ ein-, zweimal gewinnen, danach wird man auf Eins gesetzt und gewinnt weitere Turniere, weil man nun in der Regel zunächst schwächere Gegner zugelost bekommt.“