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Krankenhaus Düren – Stadt und Kreis Düren stimmen für Verkauf ihrer Gesellschaftsanteile

Düren – Kreis und Stadt Düren verkaufen ihre Anteile an der Krankenhaus Düren gGmbH. Dies entschieden am Dienstag Stadtrat und Kreistag in jeweils nicht-öffentlicher Sitzung. Die Anteile gehen an die Tutzinger Artemed-Gruppe – vorbehaltlich einiger rechtlicher Voraussetzungen, die noch erfüllt werden müssen, inklusive einer Zustimmung des Bundeskartellamtes.

Kreis und Stadt Düren hatten bisher jeweils 50 Prozent Gesellschaftsanteile am Dürener Krankenhaus: Dem Verkauf war ein langer Abwägungs- und Verhandlungsprozess mit zunächst mehreren Bewerbern vorausgegangen.

Landrat Wolfgang Spelthahn: „Wir wollen zur Erfüllung unseres Versorgungsauftrages die bestmögliche medizinische Betreuung für die Bürgerinnen und Bürger im Keis Düren sicherstellen. Mir liegt es am Herzen, dass sich die Menschen bei uns im Kreis auch in Zukunft darauf verlassen können, dass sie kompetent und schnell behandelt werden.“ Die Entscheidung schaffe die Basis dafür, dass das Dürener Krankenhaus mit seinen Beschäftigten auch künftig eine wichtige Stütze für die Gesundheitsversorgung im Kreis Düren und darüber hinaus sei.

Dürens Bürgermeister Frank-Peter Ullrich sagte: „Durch den Anteilsverkauf können wir den Erhalt des Krankenhauses Düren langfristig sichern. Wir stärken damit den Gesundheitsstandort Düren! Die Entscheidungen des Stadtrates sowie des Kreistages schaffen Verlässlichkeit für die Dürener Bürgerinnen und Bürger sowie für die Beschäftigten des Krankenhauses Düren. Auch in Zukunft bleibt das Krankenhaus als starke Säule der Daseinsvorsorge in Düren erhalten.“

Die Aufsichtsratsvorsitzende Liesel Koschorreck kommentierte, dass die Gespräche mit der Artemed-Gruppe von Anfang an überaus vertrauensvoll und konstruktiv verlaufen seien. „Nach vielen intensiven Diskussionen hat der Aufsichtsrat den Gremien von Kreis und Stadt empfohlen, die Trägerschaft unseres Krankenhauses an die Artemed zu übertragen. Es war keine leichte Entscheidung, aber ich bin zuversichtlich, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und natürlich unsere Patienten bei der Artemed in guten verantwortungsvollen Händen sein werden.“

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„Fluthilfe des Lions Club Voreifel“ – Allein in Zülpich mehr als 150.000 Euro an Direkthilfe

Zülpich – Präsidium des Vereins lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt ZülpichIn den Tagen nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 erfuhr der Lions Club Voreifel „eine nie gekannte Hilfs- und Spendenbereitschaft“. Lions-Freunde aus ganz Deutschland sagten dem Club, dessen Gebiet die Städte Zülpich und Erftstadt umfasst, spontan Unterstützung zu, um den Geschädigten aus der Region helfen zu können. Der Vorstand beschloss daraufhin eine „Fluthilfe Taskforce“ ins Leben zu rufen, die ermächtigt wurde, selbstständig, schnell und unkompliziert Soforthilfe leisten zu können. Auf diese Weise konnten bis heute in Zülpich mehr als 150.000 Euro direkt oder über die Spendenkonten der Stadt Zülpich bzw. der betroffenen Ortsteile an hilfsbedürftige Bürgerinnen und Bürger ausgezahlt werden.

Über die direkte Hilfe für Flutopfer hinaus stellte der LC Voreifel außerdem 50.000 Euro für die befristete Einstellung einer Psychologin für „Psychosoziale Fluthilfe“ bei der Caritas sowie weitere 50.000 Euro für das Baustoffzentrum Erftstadt zur Verfügung, die auch Zülpicher Familien zugutekamen. Insgesamt wurden die Flutopfer in den Städten Zülpich und Erftstadt vom Lions Club Voreifel mit rund 480.000 Euro unterstützt. Nicht zuletzt leistete die Flutgruppe des Clubs bis heute mehr als eintausend Arbeitsstunden.

Von diesen Aktivitäten konnten Lions-Präsident Andreas Grevelding, der 1. Vize-Präsident Johannes Schuck, Clubsekretär Helmut Meyer und Rolf Sprünken, Schriftführer des Lions-Fördervereins, nun beim Besuch im Zülpicher Rathaus Bürgermeister Ulf Hürtgen und dem Beigeordneten Ottmar Voigt berichten. Dabei lobten die Lions ausdrücklich den guten Draht zur Zülpicher Verwaltung bereits unmittelbar nach der Flutkatastrophe. Von der ersten Minute an habe man stets Ansprechpartner gehabt, die sich verantwortungsvoll kümmerten und gut informierten.

Bürgermeister Hürtgen und Beigeordneter Voigt bedankten sich für diese großartige Unterstützung. „Die Menschen, die von der Flutkatastrophe betroffen waren, haben wirklich viel durchgemacht. Vielen Dank für ihren Beitrag zur Linderung der Not dieser Menschen“, so Bürgermeister Hürtgen.

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Solarpaket für Rheinland-Pfalz – Horper fordert stärkere Berücksichtigung der Landwirtschaft

Region/Koblenz – In dieser Woche wird im rheinland-pfälzischen Landtag ein Antrag der Regierungskoalition behandelt, der für ein Solarpaket wirbt und mehr Klimaschutz und schnellere Energiewende propagiert. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, fordert, dabei auch die Belange der Landwirtschaft stärker als bisher zu berücksichtigen: „Wir stehen hinter der notwendigen Energiewende und die Bauern und Winzer leisten dafür schon einen großen Beitrag.

Der enorme Flächenverbrauch bei der Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen ist allerdings im Blick zu behalten. Wir haben auch für die Ernährung unserer Bevölkerung zu sorgen und produzieren zudem die gerade in Krisenzeiten unverzichtbaren Rohstoffe und Energie“, so Horper.

Es könne nicht sein, dass die Landwirte immer mehr Fläche verlieren, sei es durch Freiflächen-Photovoltaikanlagen oder durch Ausgleichsmaßnahmen. Horper fordert daher von der Regierungskoalition ausdrücklich, den innerhalb weniger Jahre auf über acht Hektar pro Tag in Rheinland-Pfalz angestiegenen Flächenverbrauch dringend zu stoppen und deutlich zu reduzieren. Stattdessen müssten Gebäude, versiegelte Flächen und Parkplätze verstärkt für die Errichtung von Photovoltaikanlagen genutzt werden.

Eine Erhöhung der Flächenkulisse in benachteiligten Gebieten von 200 auf 400 Megawatt erteilte Horper eine klare Absage: „Wir haben seit Ende des vergangenen Jahres die Möglichkeit, in einem Korridor von 200 Metern Breite entlang von Autobahnen und zweispurigen Schienenwegen Photovoltaikanlagen privilegiert zu errichten. Eine weitere Ausweitung der Kulisse lehnen wir ab.“ Darüber hinaus forderte Horper die Landesregierung auf, endlich die notwendigen Weichen dafür zu stellen, dass Freiflächen-Photovoltaikanlagen wegen ihrer positiven Auswirkungen auf Klimaschutz und Energiewende generell als naturschutzfachlichen Ausgleich anzuerkennen und somit den Druck auf die landwirtschaftliche Fläche zu mindern.

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Neue E-Bike-Station in Kommern-Süd – Einfach per App buchbar

Mechernich-Kommern Süd – Bürgerbegehren führte zu neuer Ausleih-Möglichkeit im Ort. Viele Mechernicherinnen und Mechernicher schwören auf das Auto als Fortbewegungsmittel im ländlichen Raum – gerade, wenn der ÖPNV nicht regelmäßig fährt. Doch gibt es zum Glück mittlerweile naturfreundlichere Alternativen, wie buchbare „Eifel-E-Bikes“. Eines steht aber fest: Dafür muss es auch entsprechende Ausleih-Stationen geben – wie nun neu in Kommern Süd.

Eine Bewohnerin des Ortes hatte im vergangenen Jahr dahingehend beim Kreis angefragt, um zum Mechernicher Bahnhof und zurück zu kommen – und das Gefährt natürlich auch in Kommern Süd abstellen zu können. Ortsbürgermeisterin Nathalie Konias wendete sich daraufhin an die Mechernicher Stadtverwaltung, genauer gesagt an Nico Schmitz vom Team Straßen und öffentliche Grünflächen.

Der war sofort Feure und Flamme für die Idee, das Ganze wurde vom Kreis genehmigt und so konnte die neue, digitale E-Bike-Station auch schon im vergangenen Herbst an der örtlichen Bushaltestelle eingeweiht werden – mit Erfolg: „Das Angebot wird gut genutzt. Das freut uns natürlich sehr“, betonte Konias gegenüber dem Mechernicher Bürgerbrief. Daher wolle sie sich in Zukunft auch dafür einsetzen in Katzvey, wo sie ebenso Ortsbürgermeisterin tätig ist, eine solche Station zu installieren. Hier sei der ÖPNV nämlich lückenhafter als in Kommern Süd.

Bald auch in Firmenich-Obergartzem

Der Unterschied zu einer normalen Station ist bei der „digitalen“, dass die Räder lediglich abgestellt oder gebucht werden können und nicht geladen. Sollten sie dann leer sein, sammelt die betreibende RVK die „Nextbike“-Räder dort wieder ein. „Das ganze läuft schnell und unkompliziert“, freute sich Nico Schmitz.

Für August diesen bis Juli nächsten Jahres sei die Installation einer entsprechenden Station bereits fest für den Siedlungsschwerpunkt Firmenich-Obergartzem eingeplant. „Dafür hatten wir uns beim Kreis-Förderprogramm »Dorfrad« beworben und es genehmigt bekommen“, so Schmitz.

Buchen kann man die Räder ganz einfach über die „RVK-App“, die man sowohl im „App Store“ (Apple) als auch im „Google Play Store“ (Android) kostenlos herunterladen kann. Darin enthalten sind verschiedene Bezahlmöglichkeiten und Tarife. Somit sollte für viele Bürgerinnen und Bürger etwas dabei sein, um der Natur zuliebe auch mal problemlos vom Auto zum elektrobetriebenen Drahtesel wechseln zu können.

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Bewerbungsaufruf – Jetzt Klimaschutz-Unternehmen werden

Region/Potsdam – Die Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen e. V. sucht neue Vorreiter. Ab sofort können sich Unternehmen der Initiative anschließen und sich als Klimaschutz-Unternehmen bewerben. Das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundes-umweltministerium sowie die Deutsche Industrie- und Handelskammer rufen auf, sich zu bewerben und der Initiative anzuschließen. Mitmachen können Unternehmen aller Größen und Branchen, die Klimaschutz, Umweltschutz oder die Anpassung an die Klimakrise als strategisches Unternehmensziel verfolgen. Die Bewerbungsfrist endet am 31.08.2023.

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz: „Vor uns liegt eine große Herausforderung – das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft. Dieses Ziel erreichen wir nur mit starken, mutigen und innovativen Unternehmen, die zeigen: Es geht! Die Investition in Klimaschutz lohnt sich und stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit. Genau das transportiert das Netzwerk der Klimaschutz-Unternehmen mit Beispielen, wie Energie- und Ressourceneffizienz, der verstärkte Einsatz von Erneuerbaren Energien und die Dekarbonisierung der Betriebe gelingt. Machen Sie daher mit und bewerben Sie sich als Leuchtturm-Unternehmen für den Klimaschutz!“

Steffi Lemke, Bundesministerin für Umwelt- und Verbraucherschutz: „Von den drei großen ökologischen Krisen, vor denen wir alle stehen – der Klimakrise, dem Artenaussterben und der Verschmutzungskrise -, ist auch die Wirtschaft betroffen. Die Folgen dieser Krisen beeinträchtigen den Wohlstand in Deutschland. Ohne Investitionen in ambitionierten Klimaschutz und vorsorgende Klimaanpassung müssen wir in den kommenden Jahrzehnten noch mit weitaus höheren Kosten rechnen. Umso wichtiger sind Unternehmen, die vorangehen und sich den Herausforderungen in besonderem Maße stellen. Werden auch Sie Vorreiter und investieren in die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens und unseres Landes!“

Peter Adrian, DIHK-Präsident: „Klimaschutz ist für die Breite der Wirtschaft zu einem festen Bestandteil ihres Unternehmensalltags geworden. Die Belastung durch hohe Energiepreise hat leider auch dazu geführt, dass Ausgaben für den betrieblichen Klimaschutz zurückgestellt werden mussten. Sie zeigt aber auch: Investitionen in den betrieblichen Klimaschutz sind Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit und damit in die Zukunft des eigenen Betriebes. Ich kann Unternehmen daher nur raten, Teil dieses erfolgreichen Netzwerks zu werden. Sie können damit gemeinsam Vorbild für eine ganze Wirtschaft sein.“

Jörg Schmidt, Vorsitzender Klimaschutz-Unternehmen e. V.: „Das Erreichen der Klimaziele geht nur gemeinsam. Die Klimaschutz-Unternehmen fördern die Vernetzung und den Austausch unter den Betrieben, um in Sachen Klimaschutz weiter voranzukommen. Getreu unseres Mottos: vordenken, vorleben, vorangehen! Unsere Mitglieder sind Vorreiter in ihrer Branche und motivieren andere, es ihnen gleich zu tun. Bewerben Sie sich jetzt als Klimaschutz-Unternehmen und werden Sie Teil eines starken Netzwerks mit hoch motivierten Unternehmen im Bereich des betrieblichen Klimaschutzes.“

Interessiert Klimaschutz-Unternehmen zu werden? Dies sind die nächsten Schritte: Das Bewerbungsverfahren startet mit einem onlinebasierten Check, der eine schnelle Orientierung über die Bewerbungsaussichten gibt. Am Ende des Verfahrens entscheidet der Beirat, ein unabhängiges Expertengremium, über die Aufnahme. Erfolgreiche Bewerber werden bei einer öffentlichen Veranstaltung in den Verband aufgenommen und mit einer Urkunde von Bundeswirtschaftsministerium, Bundesumweltministerium und DIHK geehrt.

Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.

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Zwei Fahrzeuge für Rettungskräfte in der Ukraine – Hilfskonvoi der Feuerwehr Aachen bricht auf

Aachen – Ein Team aus Berufsfeuerwehrleuten und Kräften der Freiwilligen Feuerwehr hat sich am heutigen Dienstag, 28. März auf den Weg nach Warschau gemacht. In Polen übergeben die Aachener Helfer einen Rettungswagen, ein Löschfahrzeug und verschiedenes Kleinmaterial an ukrainische Kollegen.

13 Monate ist es nun her, dass Russland den Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hat. Schon damals half die Feuerwehr Aachen schnell und unbürokratisch, rückte Mitte März mit einem Hilfskonvoi aus und brachte vier Spendenfahrzeuge an die polnisch-ukrainische Grenze. Am heutigen Dienstag (28. März) hat sich erneut ein Hilfstrupp aus Feuerwehrleuten auf den Weg gemacht. Dieses Mal transportiert er einen ausrangierten Rettungswagen, ein Löschfahrzeug und verschiedenes Kleinmaterial in Richtung Ukraine.

Material wird vor Ort dringend benötigt

Organisator Philipp Allwißner, Teamleiter Technik bei der Feuerwehr Aachen, und seine Kollegen haben in den vergangenen Wochen viel – zum Teil ehrenamtlich – Zeit investiert, um alles vorzubereiten. Das Ziel lautet: Die Rettungskräfte vor Ort so gut wie möglich zu unterstützen. „Die zehrenden Kriegsmonate haben auch und gerade im ukrainischen Rettungswesen deutliche Spuren hinterlassen. Nahezu alles wird vor Ort dringend benötigt: Fahr- und Werkzeuge, medizinisches Material und vieles mehr“, erläutert Allwißner. Daher sei man froh, wieder eine Spendenfahrt organisieren zu können. Die Fahrzeuge entsprechen nicht mehr dem in Deutschland erforderlichen Stand der Technik und wurden daher für den Einsatzdienst in Aachen ausgemustert, sind aber immer noch voll funktionsfähig und erfüllen im Kriegsgebiet Ukraine einen sinnvollen Zweck.

Feuerwehrchef Andreas Bierfert unterstützt die Aktion ebenso wie die Verwaltungsleitung aus Überzeugung. „Das Motto der Feuerwehr Aachen lautet ‚Menschen schützen Menschen‘. Dafür sind wir 365 Tage im Jahr rund um die Uhr im Einsatz. In so einer besonderen Zeit auch unseren ukrainischen Freundinnen und Freunden helfen zu können, ist für uns daher eine Selbstverständlichkeit.“

Viele Arbeitsstunden in der Freizeit

In den letzten Wochen und Tagen wurden die Fahrzeuge und das Material auf Herz und Nieren geprüft, repariert, gesäubert, Teile ausgetauscht. Für die Truppe, die sich aus Berufsfeuerwehrleuten und Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehr zusammensetzt, waren viele der Arbeitsstunden Freizeit und wurden nach Feierabend vorgenommen. Auch Urlaub haben einige der Feuerwehrmänner extra für die Fahrt genommen.

Ziel des Konvois ist dieses Mal zunächst Warschau im östlichen Polen. Dort findet auf sicherem Boden die Übergabe der Fahrzeuge an ukrainische Kräfte statt. „Wir treffen dort mit einigen polnischen und ukrainischen Kollegen zusammen und es wird eine kurze Einweisung für die Fahrzeuge geben“, so Allwißner. Das ukrainische Innenministerium hat hierfür eine Sondergenehmigung erlassen, weil wehrpflichtige Männer zurzeit das Land grundsätzlich nicht verlassen dürfen.

Es fahren insgesamt fünf Fahrzeuge mit, wobei drei Fahrzeuge für die Rückreise der Feuerwehrleute vorgesehen sind. Auch der Technikwagen der feuerwehreigenen Kfz-Werkstatt begleitet den Tross, um für alle Fälle gerüstet zu sein – beim letzten Konvoi hatte das Werkstattteam ein liegengebliebenes Fahrzeug eines anderen Konvois auf einer polnischen Autobahn wieder in Gang gebracht. Und auch das Team der Wachkantine hat die Nacht zum Tage gemacht, um wieder für ausreichend Verpflegung des Konvois zu sorgen.

Aachener Team kehrt am Donnerstag zurück

Im östlichen NRW trifft der Aachener Konvoi später auf einen weiteren Hilfstransport des Vereins ARCHEMED – Ärzte für Kinder in Not e.V. aus dem Sauerland. Dieser Verein organisiert seit mehreren Jahren humanitäre Hilfstransporte in Kriegs- und Krisengebiete, die vor allem Kindern zu Gute kommen. Er übergibt ebenfalls in Warschau verschiedenes medizinisches Material wie Verbrauchsgüter, Medikamente und Medizingeräte für Kinderkrankenhäuser, unter anderem in Kharkiv. Hier gibt es aufgrund der Umstände und teilweiser Zerstörung der Gebäude größte Schwierigkeiten vor allem in der klinischen Versorgung von Klein- und Kleinstkindern. Gemeinsam werden dann die vielen Autobahnkilometer bestritten.

Die Strecke bis zum Zielort ist rund 1200 Kilometer lang. Geplant ist, am Mittwochabend die Übergabe abzuwickeln. „Nach der Einweisung und einem schnellen Kaffee geht es dann durch die Nacht zurück“, plant Allwißner. Die Rückkehr in Aachen ist für Donnerstagabend erwartet.

 

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Stolberg Touristik nach der Flut zurück in alten Räumlichkeiten

Stolberg – Die Räumlichkeiten der Stolberg Touristik in der Zweifaller Straße 5, direkt gegenüber des Willy-Brandt-Platzes, sind am 14. Juli 2021 den Wassermassen der Vicht zum Opfer gefallen. Nun ist die Touristik und damit auch die Tourist-Info als erste Anlaufstelle für Touristen wieder zurück in ihren gewohnten und frisch sanierten Räumlichkeiten.

Auch das E-Lastenfahrrad „Moritz“ kann ab sofort wieder ausgeliehen werden. Die Buchung erfolgt über die Homepage der Touristik unter www.stolberg-erleben.de

Bei der Eröffnungsfeier in den sanierten Räumlichkeiten waren neben Bürgermeister Patrick Haas auch Vertreter der Nachbargemeinden Simmerath und Roetgen anwesend.

 

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Mechernicher fördern Wasser für Indien – Eifeler Brunnenhilfe gestaltete „Misereor-Sonntag“

Mechernich – Mit Gottesdienst, Vorträgen und von indischen Familien gekochtem Fastenessen – 215.000 Euro in 23 Jahren für die Ärmsten in zehn Projekten für Trinkwasser und Landwirtschaft, zuletzt für 20 000 Ureinwohner in Jharkhand. Der jährliche Misereor-Sonntag stand in Mechernich ganz im Zeichen der Eifeler Brunnenhilfe für Indien (EBI). Seit dem Jahr 2000 versorgt dieser der Pfarre angehörende Arbeitskreis Zehntausende Menschen an verschiedenen Orten in Indien mit Wasser.

Dies geschah zunächst vor allem mit Trinkwasser vor allem für Schulkinder aus Tiefbrunnen. Mittlerweile werden zunehmend auch Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft aus aufgestautem und bevorratetem Fluss- und Regenwasser umgesetzt. Insgesamt zehn Projekte  wurden mit Hilfe unterschiedlicher Organisationen in 23 Jahren realisiert, unter anderem Misereor und der Andheri-Hilfe.

Dr. Franz Richter und Hans-Peter Drügh zeigten einen interessanten Bildvortrag im Johanneshaus, der Mechernicher Devin Ulavachathil referierte über Land und Menschen im Heimatland seiner Vorfahren, insbesondere über das noch immer weit über alle Kasten und Religionen verbreitete Arrangement von Hochzeiten.

Joseph und Mariamma Ulavachmathil, Anamma und Chacko Kanacherry sowie John und Ani Puthussery von der indischen Gemeinde in Mechernich bekochten die zahlreichen Besucher des Misereor-Sonntags mit einem vorzüglichen Fastenessen aus Reis, Spinat mit roten Linsen und Bohnen mit Kokosnuss sowie köstlichen Fladenkräckern, die mit einer Mischung aus Weizenmehl und gemahlenen schwarzen Linsen gebacken waren.

Basar und Frauenrechte

Auf einem Basar im Johanneshaus verkaufte die Eifeler Brunnenhilfe fair gehandelte Drittweltprodukte zugunsten der Hilfsprojekte. Steffi Schäfer-Gröb und Astrid Monter gestalteten zuvor in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist gemeinsam mit Pfarrer Erik Pühringer den Sonntagsgottesdienst themenkonform zum diesjährigen Misereor-Motto „Frau. Macht. Veränderung“. Mit vorbereitet hatte die Texte Martina Ernst vom harten Kern der Eifeler Brunnenhilfe.

Dazu gehören auch Steffi Schäfer-Gröb, Pfarrer Erik Pühringer, Dr. Franz Richter, Dr. Johannes Langhammer, Hans-Peter Drügh, Joseph Ophelders und Dr. Klaus Ridders. Das jüngste (10.) Projekt der Mechernicher EBI in Nord-Jharkhand geht Ende 2023 in die „Konsolidierungsphase“. Darin wird die Überwachung und Pflege der Wasserversorgungsanlagen in die Hände der Landwirte und Dorfbewohner vor Ort gelegt.

Auch beim Bau der Brunnen, Staubecken und Versickerungsgräben müssen die Bauern mit anpacken. Die Eigenleistung gab Dr. Franz Richter mit etwa 5 Prozent an – beim bislang letzten Projekt in Süd-Jharkhand entsprach das 20.000 Euro, je 40.000 Euro zahlten EBI und Andheri-Hilfe, den Löwenanteil von nahezu einer halben Million gab das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit („Entwicklungshilfe“).

Franz Richter: „Die Wasserversorgung erlaubt jetzt oft mehrere statt nur einer Ernte. Durch die Selbstvermarktung landwirtschaftlicher Produkte fließt der Gewinn den Dörfern direkt zu. Die auch in Indien wütende Pandemie trifft hier die Bevölkerung weniger hart, da sie zu einem großen Teil in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen.“ Das letzte Projekt komme über 10.000 Menschen, überwiegend Ureinwohner „Adivasi“, in 19 Dörfern in einer extrem armen Gegend zugute.

Tierzucht und Hausgärten

Richter: „Auch weitere Einkommen schaffende Maßnahmen wie Tierzucht und Hausgärten sowie die Nutzung von Waldprodukten, u.a. Mahua, ein tropischer Baum, dessen Blüten, ölreiche Früchte und die Rinde (zur Herstellung von Medizin) verwendet werden, verbessern die Lebensbedingungen der Bewohner.“

In den 23 Jahren ihres Bestehens hat die Eifeler Brunnenhilfe Indien aus Mechernich 215.000 Euro an Spenden eingesammelt und in Indien für den armen Teil der Landbevölkerung in Form von Wasserversorgungsprojekten investiert.  Meist alle zwei bis drei Jahre sind Dr. Franz Richter und Mitstreiter auf eigene Kosten vor Ort, um den Fortschritt der Maßnahmen in Augenschein zu nehmen. Wer die Arbeit von EBI unterstützen möchte, kann sich unter richter-mechernich@t-online.de melden.

www.gdg-mechernich.de Untermenüpunkt „Hilfsprojekte“

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Fachtag der Rotkreuz-Familienbildung „Start ins Leben – anders als gedacht“ am 26. April in Euskirchen

Euskirchen – Veranstaltung für Hebammen, Kinderkrankenschwestern, Erzieher/innen, Eltern und Interessierte. „Die meisten Eltern haben eine gewisse Vorstellung von der ersten Zeit mit einem Neugeborenen: das Baby schläft viel, es wird viel gekuschelt und die Familie ist glücklich“, weiß Miriam Nachtkamp, Dozentin der Rotkreuz-Familienbildung im Kreis Euskirchen. Aber: „Es kann sein, dass die Geburt nicht wie erhofft verläuft und dass das Baby vielleicht mehrere Stunden am Tag schreit. Das ist schwer für die Eltern, die dann leicht in eine Spirale der Überforderung und Anspannung geraten. Dort wollen wir ihnen heraushelfen.“ Und zwar mit einem Fachtag „Start ins Leben – anders als gedacht“ am Mittwoch, 26. April, von 9 bis 14.30 Uhr im Rotkreuz-Zentrum Euskirchen/Eifel (Jülicher Ring 32b).

Der Fachtag richtet sich an Hebammen, Kinderkrankenschwestern, Erzieher/innen, Tagespflegepersonen, Studierende, Eltern und Interessierte, die sich mit Regulationsstörungen bei Babys und Kleinkindern auseinandersetzen möchten. Unter anderem wird es dazu einen Vortrag von Paula Diederichs vom WIKK-Weiterbildungsinstitut für ressourcen- und körperorientierte Krisenbegleitung in Berlin geben, bei der auch Miriam Nachtkamp ihre Ausbildung zur Krisenbegleiterin absolviert hat.

Netzwerke schaffen

Miriam Nachtkamp selbst wird einen Vortrag zum Thema „Schlafprobleme verstehen und begleiten bei Säuglingen und Kleinkindern“ halten. Darüber hinaus stellen sich die Fachstellen im Kreis Euskirchen vor, darunter die Familienhebammen, die „Frühen Hilfen“ des Kreisjugendamtes und der Lotsendienst der Caritas. Um Netzwerke zu schaffen, soll es im Rahmen des Fachtages genügend Zeit zum Austausch geben.

Es ist gar nicht so selten, dass Säuglinge an Regulationsstörungen leiden. Miriam Nachtkamp hat als Dozentin von Spielgruppen und Kursen in der Rotkreuz-Familienbildung häufig die Erfahrung gemacht, dass Probleme auftreten. „Schreibabys“ werden die Kinder genannt, denn die Regulationsstörungen treten vor allem mit exzessivem Schreien auf.

Grundsätzlich spricht man von Schreibabys, wenn sie mehr als drei Stunden pro Tag an mehr als drei Tagen pro Woche seit mehr als drei Wochen schreien. „Es kommt aber auch darauf an, was die Eltern aushalten“, betont Miriam Nachtkamp.

Regulationsstörungen betreffen das vegetative Nervensystem und zeigen sich, wenn das Zusammenspiel von Sympathikus und Parasympathikus nicht ausgeglichen ist. Kurz gesagt handelt es sich dann um ein innerorganisches Entspannungsproblem. „Die Kinder kommen nicht zur Ruhe“, erklärt Heike Iven, Leiterin der Rotkreuz-Familienbildung. Miriam Nachtkamp ergänzt: „Aus der Anspannung heraus gehen viele Kinder in die Überstreckung und können sich dann gar nicht mehr regulieren.“

Körperorientierte Methoden

In der Rotkreuz-Schreibabyambulanz in Weilerswist vermittelt sie den Eltern in diesem Fall körperorientierte Methoden, wie sie ihr Kind halten und ihm gleichzeitig Halt geben können. Denn: „Um wieder in die Entspannung zu kommen, seien die Kinder auf ihre Eltern als Co-Regulator angewiesen.“ Nachtkamp: „Es geht auch gar nicht darum, das Weinen der Babys zu stoppen – sondern es richtig zu begleiten.“

Mindestens genauso wichtig sei es deshalb, die Eltern ernst zu nehmen, sie von ihren Sorgen und Ängsten zu befreien. Denn wer sich ständig frage, was er oder sie als Eltern falsch mache, verfalle genau wie das Kind in einen Anspannungsmodus – und könne so auch weder Ruhe noch Halt vermitteln. Da helfen auch die unzähligen Tipps von Verwandten und Bekannten nichts, weiß Heike Iven: „Eltern von Schreibabys bekommen oft so viele Ratschläge, bis sie kein Land mehr sehen können.“

Dennoch sei es wichtig, als erstes organische Ursachen für das Verhalten des Babys auszuschließen. Wenn Kinderärzte und Osteopathen keine entsprechende Ursache finden, ist die Schreibabyambulanz des Roten Kreuzes in Weilerswist eine gute Anlaufstelle – zumal sie ein niederschwelliges und jetzt auch kostenfreies Angebot für Eltern aus dem Kreis Euskirchen darstellt.

Eltern-Kind-Bindung

Um auch andere Fachleute wie Hebammen, Kinderärzte oder Erzieher/innen für das Thema zu sensibilisieren, findet jetzt der Fachtag im Rotkreuz-Zentrum in Euskirchen statt (für den Hebammen auch Fortbildungspunkte bekommen können). Er gibt unter anderem Einblicke in die körperorientierte Arbeit der Schreibabyambulanz und zeigt Wege auf, um aus der Krisensituation wieder zu einer liebevollen Bindung zwischen Eltern und Kind zu kommen.

Interessierte können sich auch über eine Ausbildung zur ressourcen- und körperorientierten Krisenbegleitung informieren, die das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen ab August anbieten möchte. Anmeldungen zum Fachtag werden bis Freitag, 14. April, entgegengenommen: per E-Mail an familienbildung@drk-eu.de sowie telefonisch unter 02251/791184.

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Kampagne „Let’s Clean Up Europe“ auch in Bad Münstereifel – Kinder sammelten Dreck der „Großen“ ein

Bad Münstereifel – „Wir haben sowieso immer einen Müllbeutel dabei und sammeln Müll, wenn wir unterwegs sind“, sagt Bianca Jonas-Beier, Erzieherin in der Rotkreuz-Kindertagesstätte in Nöthen. Also haben Aurelia, Cleo, Danil, Maia, Mats, Maxim und Robin eh schon längst drauf, was im Rahmen der Kampagne „Let’s Clean Up Europe“ vermittelt werden soll. In Deutschland wird die europaweite Müll-Sammelaktion im Auftrag des Bundesumweltministeriums vom Verband kommunaler Unternehmen e. V. koordiniert. Für das Stadtgebiet Bad Münstereifel hatte Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian zur Teilnahme an der Kampagne aufgerufen. Diesem Aufruf waren neben der Kita in Nöthen auch die Kitas Iversheim, Hohn und Arloff, die Grundschule Arloff und die „Dörfergemeinschaft am Thürne e.V.“ gefolgt. Der städtische Bauhof hatte sie für die Aktion mit Müllsäcken und Handschuhen ausgestattet.

Die Kinder der Nöthener Kita drehten eine große Runde bis zum Sportplatz und zurück und hielten dabei Ausschau nach Müll. Im Schlepptau hatten sie dabei die Bürgermeisterin, die sich vom Engagement der Kinder sehr beeindruckt zeigte. Positiv: Diesmal kam gar nicht so viel Abfall zusammen. Vor der Bank an der Weggabelung in Richtung Sportplatz allerdings musste dann doch ein Stopp eingelegt werden, denn die Kinder wurden auf das Glas einer zerbrochenen Bierflasche aufmerksam. Das gehört natürlich nicht auf den Boden – und auch nicht in Kinderhände. Gut, dass Robin bestens vorbereitet war und einen Greifer in seinen Rucksack gepackt hatte. Der war jetzt von großem Nutzen. Und kuriose Funde gab es auch zu verzeichnen. Kurz vor dem Sportplatz entdeckten die Kinder ein verbeultes und verdrecktes Autokennzeichen.

Nicht nur am Aktionstag ist der Umweltschutz ein Thema in der Nöthener Kita. Er spielt stets eine Rolle, wie Bianca Jonas-Beier berichtete. So bringen die Kinder Essen und Trinken in Butterbrotdosen und Trinkflaschen mit. Viele Bioabfälle der Kita gehen an Bauern, die sie an ihr Vieh verfüttern. Die Rückmeldungen der Eltern seien sehr positiv, so Bianca Jonas-Beier.