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Litauisches TV-Team drehte im Aachener Rathaus

Aachen – Der Krönungssaal des Aachener Rathauses war am vergangenen Donnerstag für etwa eine Stunde Dekor für den öffentlich-rechtlichen litauischen Sender LRT TV, der dort in Zusammenarbeit mit der litauischen TV-Produktionsfirma Media 3 Aufnahmen zum Dokumentarfilm „National Expedition. Litauen in Europa“ machte. Dr. Jürgen Linden, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, beantwortete den insgesamt fast 30 Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Teams aus Litauen dabei zahlreiche Fragen zur Geschichte und Intention des Karlspreises.

„National Expedition. Litauen in Europa“ erzählt die Geschichte von Litauens „Reise“ nach Europa – von der ersten Erwähnung Litauens in deutschen Chroniken bis hin zu Litauen in der Europäischen Union. Die Dreharbeiten zum Film starteten symbolisch in Konstanz, wo zu Beginn des 15. Jahrhunderts im Rahmen des Konstanzer Konzils der so genannte „Traktatenstreit“ zwischen dem Deutschen Orden und dem Königreich Polen-Litauen stattfand. Sie endeten nach verschiedenen Stationen schließlich in Aachen, wo die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė im Krönungssaal des Rathauses mit dem Karlspreis 2013 ausgezeichnet wurde.

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Ausgezeichnet – Das Alterstrauma-Zentrum im Ev. Stift

Region/Mayen-Koblenz – Interdisziplinäres Team stellt sich erfolgreich freiwilliger Prüfung. Das Risiko, nach einem Oberschenkelhals­bruch zu sterben, steigt mit zunehmendem Alter. Laut einem aktuellen Studienergebnis wird in einem Alterstraumazentrum (ATZ) diese Sterblichkeit um mehr als 20 Prozent gesenkt. In einem ATZ arbeiten Unfallchirurgen und Altersmediziner gemeinsam mit ihren Pflegeteams Hand in Hand. Da unfall- oder operationsbedingte Strapazen in hohem Alter oft zu einer Verschlechterung des ohnehin meist sehr eingeschränkten Allgemein­zustandes führen, steigt auch die Gefahr, dauerhaft pflegebedürftig zu werden.

Das hat das ATZ im Ev. Stift St. Martin im Blick: „Schon in der Notaufnahme geht es los. Bei älteren Menschen, die nach einem Unfall zu uns kommen, werden sofort geriatrische Tests durchgeführt und die Medikamente überprüft“, so Dr. Horst-Peter Wagner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Akutgeriatrie. „Wir kümmern uns im Anschluss um die operative Versorgung“, erläutert der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Prof. Dr. Atesch Ateschrang. „Danach beginnt auf der Station die Versorgung durch das Behandlungsteam, das sind speziell ausgebildete Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Psychologen, Logopäden, Ernährungsberater und Mitarbeiter aus dem Sozialdienst.“

Seit 2019 gibt es das Alterstraumazentrum im Ev. Stift St. Martin. Das interdisziplinäre Team hat sich einer freiwilligen Prüfung unterzogen, um ein Qualitätssiegel zu erhalten und seine gute Arbeit unter Beweis zu stellen – mit Erfolg! Der Bericht der Prüfkommission führt als Stärken beispielsweise die berufsübergreifenden Fort- und Weiterbildungen durch Expertenteams, die ausführliche und aussagekräftige Pflegedokumentation in der digitalen Krankenakte, das fachspezifische Qualitätsmanagement und die hohe Identifikation mit dem Zentrumsgedanken auf. Mit dem Erhalt des Zertifikats darf sich das ATZ im Ev. Stift St. Martin AltersTraumaZentrum DGU® nennen.

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Unwetter-Katastrophe vom 14./15. Juli: Sozialämter und Jobcenter stellen vereinfachte Leistungs-Gewährung sicher

Region/Düsseldorf – Das Arbeits- und Sozialministerium NRW stellt den Zugang zu Leistungen der Grundsicherung in den Hochwassergebieten sicher. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW teilt mit: Zwei neue Erlasse des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales stellen die Gewährung von Leistungen der Grundsicherung in den von der Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli betroffenen Regionen sicher. Da einige Sozialämter und Jobcenter in den betroffenen Gebieten aufgrund von Unwetterschäden nicht regulär arbeiten können, sollen pragmatische Regelungen die Beantragung und Auszahlung der Leistungen auch dann möglich machen, wenn die übliche Bearbeitung nicht möglich ist.

Minister Karl-Josef Laumann: „Die Unwetter-Opfer, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, brauchen jetzt schnelle Hilfe und Sicherheit, dass sie auch künftig Unterstützung bekommen. Wer alles verloren hat, braucht jetzt nicht noch die unbegründete Sorge, dass das Amt die Leistungen streicht. Ich bin sehr dankbar dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zuständigen Stellen die Leistungsgewährung unter oft schwierigen Bedingungen sicherstellen.“

In den beiden Erlassen geht es im Kern um die Sicherstellung einer weiteren Finanzierung von bisherigen Miet- und Heizkosten und einer möglicherweise erforderlichen Übergangsunterkunft. Der Starkregen hat in den betroffenen Gebieten auch bei Empfängern von Grundsicherungsleistungen zu Schäden am Hausrat geführt. Diese können über die Erstausstattung für die Wohnung zeitnah ersetzt werden. Auf diese und weitere Unterstützungsmöglichkeiten weist das Ministerium die Jobcenter und Sozialämter für Leistungsbezieher hin, die Opfer der Unwetter geworden sind.

Für die allgemeine Leistungsbewilligung nach den Sozialhilferegeln gilt zudem ein vereinfachtes Weiterbewilligungsverfahren, wonach Grundsicherungsleistungen auch dann weitergeleistet werden, wenn Geschädigte entsprechende Nachweise noch nicht vorlegen können. Neuanträge werden ebenfalls ohne intensive Nachweisprüfung vorübergehend und unter Vorbehalt bewilligt.

Für alle weiteren notwendigen Sozialhilfeleistungen wurden die betreffenden Kommunen gebeten, ähnlich unbürokratisch zu verfahren.

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Tourismus

Wer entdeckt die Bienenkönigin? Apfelroute: Neue Erlebnisstation in Kürrighoven

Wachtberg-Kürrighoven – Das rote Apfelroute-Logo auf hohem Holzstamm weist den Weg zur neuen Erlebnisstation in der „Alten Höhle“ in Kürrighoven. Auf dem idyllisch gelegenen Platz im Grünen zieht einen sofort eine überdimensionale hölzerne Biene in ihren Bann. Auf einer Infotafel steht Wissenswertes zu Honigbienen und Streuobstwiesen, richtig spannend wird es weiter hinten am Schaubienenkasten.

Apfelroute jetzt mit Erlebnisstationen

Seit 2019 können Radfahrer auf dem 124 Kilometer langen Themenradweg „Die rheinische Apfelroute“ die Schönheit und Vielseitigkeit des größten Obst- und Gemüseanbaugebiets Nordrhein-Westfalens erleben – vorbei an blühenden Obstplantagen, Gemüsefeldern, regionalen Hofläden und  malerischen Hof-Cafés. Unterwegs gibt es jetzt zwölf neu gestaltete Rastplätze mit Erlebniselementen, die das Thema „Landwirtschaft und Kulturlandschaft“ interaktiv und spielerisch den Gästen, insbesondere Familien mit Kindern, vermitteln.

Streuobstwiese und Honigbiene, dass diese Themen im Fokus der nun fertiggestellten Kürrighovener Station stehen, ist unübersehbar. Die große Bienenfigur überrascht mit beweglichen Flügeln. Wer hat sich nicht schon mal vorgestellt, wie es wäre, Flügel zu haben? Davor stehend bekommt man einen ersten Eindruck. Auf der Infotafel wird die Bedeutung der Honigbiene erklärt, deren Wirtschaftsleistung oft unterschätzt, dabei aber enorm ist. Darüber hinaus gibt es Wissenswertes zu alten Apfelsorten und zur Bedeutung von Streuobstwiesen. Ein Bienenvolk beobachten kann man schließlich im Bienenhaus. Und, wer findet die Königin, die Biene mit dem grünen Punkt?

Bürgermeister Jörg Schmidt und Beigeordneter Swen Christian, die den neuen  Erlebnispunkt am 13. Juni besichtigten, zeigten sich begeistert von der ersten Apfelroute-Erlebnisstation in Wachtberg, eine zweite ist am Ehrenmal in Berkum geplant. „Das ist eine wunderbare Sache!“ richtete Schmidt seinen Dank an Monique Lebahn vom Rhein-Voreifel-Touristik e.V. Der Verein leitet federführend das Projekt. Lebahn hätte sie alle sehr gut motiviert, freuten sich dann auch Dr. Stefan Thomas, Vorsitzender des Wachtberger Streuobstwiesenvereins, und der Niederbachemer Metallbauer Werner Luhmer, der u.a. die Ständerkonstruktionen und Fahrradständer gefertigt hat. Beide haben sich mit Fachwissen und Tatkraft begeistert am Projekt beteiligt. Luhmer nicht nur in Wachtberg, er zeichnet verantwortlich für die Metallarbeiten aller zwölf Stationen. Besonderer Dank gilt auch Imker Lothar Jentsch für den Bau und die weitere Betreuung des Schaubienenkastens, dem Deutschen Imkerbund, mit Sitz im Villip, für die fachliche Begleitung sowie den Bauhofmitarbeitern der Gemeinde Wachtberg, die das Areal hergerichtet und bei der Aufstellung der Elemente mitgewirkt haben. (mm)

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Wirtschaft

Westnetz baut Glasfasernetz in Mendig aus

Mendig – Die Tiefbauarbeiten starten Anfang August. Rund 220 Wohneinheiten erhalten Zugang zum schnellen Internet. Die Westnetz GmbH verlegt im Auftrag der Westenergie Breitband GmbH in Teilbereichen von Mendig Glasfaserkabel für den Zugang zum schnellen Internet. Westnetz hat bereits in den letzten Jahren im Rahmen des geförderten NGA-Breitbandausbaus (NGA = Next Generation Access) ein Glasfasernetz in der Stadt verlegt. Nun hat die Westenergie Breitband GmbH einen eigenwirtschaftlichen Ausbau für die Stadt Mendig geplant und den Verteilnetzbetreiber Westnetz mit der Baumaßnahme beauftragt, damit zukünftig noch mehr Bürgerinnen und Bürger von der schnellen Datenautobahn profitieren.

Der Ausbau erfolgt in der technisch modernsten Variante „Fiber to the Home“ (FTTH), was bedeutet, dass die Glasfaserkabel direkt bis ins Gebäude verlegt werden. Die Hochleistungsanschlüsse des Internets garantieren Übertragungsraten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde, für Gewerbe und Industrie sind spezielle Übertragungsraten im Gigabitbereich möglich. Dem Ausbau war eine Vermarktungsphase vorrausgegangen, bei der eine bestimmte Quote an FTTH-Bestellungen erfüllt werden musste, um das Projekt in Mendig umzusetzen.

Westnetz wird nun die Glasfaserkabel in zwei Bauabschnitten in das Erdreich einbringen. In der ersten Bauphase werden folgende Straßen an das schnelle Netz angebunden: Aktienweg, Amselweg, Blumenstraße, Eichenweg, Heinrich-Heine-Straße, Hochsteinstraße, Hospitalstraße, Im Hostert und Thürer Straße. Ab Anfang August werden die Tiefbauarbeiten aufgenommen.

Für die Ausbaumaßnahme werden sechs bereits bestehende Glasfaserverteilerschränke um zwei weitere ergänzt und das Glasfasernetz um rund 700 Meter erweitert. In Summe können somit rund 220 Wohneinheiten an das schnelle Internet angeschlossen werden. Die Inbetriebnahme der Internetanschlüsse erfolgt voraussichtlich Anfang des ersten Quartals 2022. Westnetz bittet um Verständnis für Beeinträchtigungen während der Bauphase. Darüber hinaus wird der Verteilnetzbetreiber alle Vorbereitungen treffen, um in 2022 die Realschule Plus in Mendig an das schnelle Internet anschließen zu können. Die Anbindung der Bildungseinrichtung wird im Rahmen einer geplanten Modernisierung des Stromnetzes erfolgen. Somit kann Westnetz tiefbautechnisch Synergien nutzen und die Beeinträchtigung für die Bürgerinnen und Bürger möglichst gering halten. Der zweite Bauabschnitt zum Ausbau des Glasfasernetzes in Mendig erfolgt im 1. Quartal 2022.

Alle Anwohnerinnen und Anwohner, die einen schnellen Internetanschluss erhalten können, werden per Post von Westenergie Breitband über den Ausbau und das Produktangebot informiert. Darüber hinaus gibt es unter der kostenlosen Rufnummer 0800 99 000 66 bereits Auskunft über die Produkte und Leistungen. Weitere Informationen finden Interessierte auch unter www.eon-highspeed.com

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Umwelt-Ministerium NRW unterstützt Kommunen und Krisenstäbe bei Fragen zur Abfall-Entsorgung

Region/Düsseldorf – Koordinierungsstelle hilft bei der Organisation der Abfallentsorgung in den von Hochwasser und Überschwemmungen betroffenen Gebieten. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW teilt mit:

Das Umweltministerium hat mit sofortiger Wirkung eine Koordinierungsstelle „Abfallentsorgung“ eingerichtet, um die von Unwetter betroffenen Kommunen bei der Organisation der Abfallentsorgung zu unterstützen. Die betroffenen Kommunen können sich an die Bezirksregierungen wenden und schriftlich mitteilen, welche Unterstützung (Fahrzeuge, Geräte, Personal, Entsorgungsmöglichkeiten in Müllverbrennungsanlagen) sie beim Einsammeln und Entsorgen von Müll und sonstigen Abfällen benötigen und für welchen Zeitraum diese erforderlich ist. Auch müssen sie einen Ansprechpartner und dessen Kontaktdaten (Mailadresse, Mobilfunknummer) angeben.

Die Bezirksregierungen bündeln die Unterstützungsgesuche der Kommunen und leiten diese an die Koordinierungsstelle weiter. Die Koordinierungsstelle spricht die Verbände der Entsorgungswirtschaft an, klärt, durch welches Unternehmen das Unterstützungsersuchen erfüllt werden kann und leitet diese Informationen wiederum an die betreffende Kommune weiter. Diese stimmt dann die Einzelheiten vor Ort mit dem Entsorgungsunternehmen ab.

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Tourismus

Das Eifelmuseum Mayen sucht Gästeführer / innen!

Mayen – Mayen hat touristisch viel zu bieten. Neben den interessanten Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt ist das Eifelmuseum mit den Ausstellungen EifelTotal, Deutsches Schieferbergwerk und den Erlebniswelten Grubenfeld sehr gefragt.

Für die Museumsführungen, aber auch für Sonderprogramme in den Museen wie Kindergeburtstage, Ferienprogramme, Programmen zu Veranstaltungen und Museumspädagogikprogrammen hat die Stadt Mayen Bedarf an Gästeführern/Gästeführerinnen sowie Personen für die Durchführung der Sonderprogramme. Es ist ebenfalls geplant, neue Angebote zu schaffen, die mit Hilfe der Gästeführer/innen umgesetzt werden sollen.

„Wir suchen engagierte Personen, die gerne mit Menschen zu tun haben und gerne mit Kindern arbeiten, sich für die Geschichte der Stadt Mayen und der Eifel interessieren sowie flexibel im Hinblick auf die Einsatzzeiten sind“, ermutigt Museumsdirektorin Alina Wilbert-Rosenbaum Interessierte sich zu melden. „Toll wäre es, wenn sich auch Personen finden, die Führungen in Englisch, Französisch oder Niederländisch durchführen könnten.“

Als Gästeführer/innen oder Betreuer für die Sonderprogramme können Personen ab 18 Jahren tätig werden. Die Gästeführer/innen werden selbstverständlich regelmäßig geschult, dennoch sollte man auch die Bereitschaft mitbringen, sich selbstständig in die Themengebiete einzuarbeiten und weitergehende Infomaterialen zu besorgen. Von großem Vorteil ist es auch, wenn die künftigen Gästeführer/innen und Betreuungspersonen zeitlich flexibel sind und auch kurzfristig einspringen können.

Nähere Informationen erhalten Sie auch in den Ausstellungen EifelTotal und Deutsches Schieferbergwerk, Telefon 02651 498508 oder E-Mail museumskasse@mayenzeit.de und Erlebniswelten Grubenfeld, Telefon 02651 491506 oder E-Mail erlebniswelten-grubenfeld@mayenzeit.de .

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5000 Euro von der Tafel

Mechernich – Zwei Kuverts mit je 2500 Euro Bargeld in 50-Euro-Noten übergaben am Freitag Wolfgang Weilerswist und Volker Nüßmann, erster und zweiter Vorsitzender der Mechernicher Tafel, an die  Ortsbürgermeister Heike Waßenhoven, Satzvey, und Robert Ohlerth, Kallmuth, als Soforthilfe für Überschwemmungsopfer. Das Geld stammt aus Spenden des Lions-Club Essen-Stadtwald an die Essener Tafel.

In Satzvey ist das Geld für durch Hochwasser wohnungslos gewordene junge Familien mit zwei und vier Kindern vorgesehen, in Kallmuth und Eiserfey für Familien, die in der Vergangenheit bereits mehrfach durch Überschwemmungen geschädigt worden waren.

„Das ist erst der Anfang“, sagte Wolfgang Weilerswist, der über seine Tätigkeit im NRW-Landesverband der Tafeln mit dem Essener Tafel-Vorsitzenden Dirk Sartor befreundet ist: „Der rief an und fragte, wo die Not in Mechernich am größten ist.“ Es sei mit weiteren Spenden aus Essen auch für die Hochwasseropfer in Bad Münstereifel und im Schleidener Tal zu rechnen. Weilerswist: „Alles geht rasch und unbürokratisch. Im Ruhrgebiet wird weiter gesammelt…“

„Diäten einstweilen für die Opfer“

Robert Ohlerth forderte bei dem Termin die Ortsbürgermeister und Ratsmitglieder auf, bis auf weiteres ihre Aufwandsentschädigungen fürs Ehrenamt einstweilen auf ein Konto für Hochwassergeschädigte zu spenden.

Heike Waßenhoven und Frank Chelmowski von der Initiative „Satzvey hilft Satzvey“ sagten, momentan würden zwar keine Sachspenden gebraucht, aber nach fortschreitender Reinigung und Wiederaufbau komme man gerne auf angebotene Möbel und Elektro-Haushaltsgeräte zurück. Sachspenden-Anbieter sollten sich später melden oder in Listen eintragen lassen.

Robert Ohlerth kritisierte den Abbau der Sirenen und klagte: „Die Technik hat im Vorfeld versagt!“ Heike Waßenhoven meinte hingegen, die Warnungen wären rechtzeitig und dringlich gewesen, aber viele Bürger hätten sie nicht auf sich bezogen: „In Satzvey haben die Bachanlieger, die die Hochwasserproblematik kennen, sofort reagiert und Vorkehrungen getroffen.“ Andere hätten nicht damit gerechnet, ebenfalls von der nie dagewesenen Flut erreicht zu werden.

Beide Ortsbürgermeister bedankten sich sehr herzlich bei Wolfgang Weilerswist, Volker Nüßmann und den Geldgebern aus Essen: „Die Welle der Hilfe und Solidarität ist wichtig, materiell und seelisch…“

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Hochwasserhilfe: IHK Aachen berät ab heutigen Montag, 26. Juli vor Ort in betroffenen Gebieten

Aachen – Die Berater der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen werden ab dem heutigen Montag, 26. Juli bis Freitag, 30. Juli, in den vom Hochwasser besonders betroffenen Gebieten unterwegs sein, um Unternehmer bei akuten Fragen zur aktuellen Situation zu unterstützen.

Den mobilen Beratungsservice – etwa in Eschweiler, Stolberg, Euskirchen, Bad Münstereifel oder Schleiden/Kall – bietet die IHK zusätzlich zur Beratung per Telefon und E-Mail an.

Die IHK-Experten informieren zum Beispiel über finanzielle und materielle Hilfen oder beantworten Fragen zur aktuellen Situation für Auszubildende.

Darüber hinaus können betroffene Unternehmen aus der gesamten Region Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg einen persönlichen Vor-Ort- Termin mit einem IHK-Berater vereinbaren.

Ansprechpartner dafür ist Philipp Piecha, Telefon: 0241 4460-270, E-Mail: philipp.piecha@aachen.ihk.de.

Weitere Informationen rund um das Thema Hochwasser und die Initiative „Unternehmer helfen“ bietet die IHK Aachen auf ihrer Website unter www.aachen.ihk.de/hochwasser.

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Bundesregierung stuft Niederlande wieder zum Hochinzidenz-Gebiet hoch

Region/Düsseldorf – Angepasste Regelungen für die Einreise nach Nordrhein-Westfalen ab Dienstag, 27. Juli 2021. Europaminister Holthoff-Pförtner: Verantwortungsvoll mit offenen Grenzen umgehen. Der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales NRW teilt mit:

Für die Einreise aus den Niederlanden nach Nordrhein-Westfalen treten in der Nacht von Montag auf Dienstag, 27. Juli 2021, erneut erweiterte Anforderungen in Kraft. Hintergrund ist die Entscheidung der Bundesregierung vom Freitag, die Niederlande zu einem Hochinzidenzgebiet hoch zu stufen. Ab 27. Juli 2021, 00.00 Uhr müssen Reisende schon bei der Einreise einen Nachweis über eine Impfung, ihre Genesung oder einen aktuellen negativen Schnelltest vorzeigen können. Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen sich zudem nach Einreise aus den Niederlanden grundsätzlich für mindestens fünf Tage in Selbstisolation begeben und können diese erst dann durch ein negatives Testergebnis beenden. Erleichterungen gelten unter anderem für Grenzpendler und für Aufenthalte unter 24 Stunden.

„Die Bundesregierung reagiert mit der Hochstufung der Niederlande zum Hochinzidenzgebiet auf das exponentielle Wachstum der Infektionen in den Niederlanden während der letzten Wochen“, sagt Nordrhein-Westfalens Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner.

Der Minister betonte zugleich: „Wichtig ist aber: Die Grenzen zu unseren Nachbarn bleiben offen. Wir müssen mit unseren offenen Grenzen wie bisher auch weiterhin verantwortungsvoll umgehen. Die Ausweisung als Hochinzidenzgebiet mahnt uns alle zur Vorsicht – gerade jetzt in der Hauptreisesaison. Wer sich in einem Risiko- oder Hochinzidenzgebiet befindet, sollte die Abstands- und Hygieneregeln besonders sorgfältig befolgen und sich testen lassen.“ Zudem sei die Impfung weiterhin der wichtigste Eigenschutz der Bürgerinnen und Bürger, so der Minister. „Gemeinsam mit unseren niederländischen und belgischen Nachbarn und Freunden werden wir in der Cross-Border Taskforce Corona die Entwicklungen weiter genau verfolgen“, versichert Holthoff-Pförtner.

Konkret gelten ab Dienstag, 27. Juli 2021, 00.00 Uhr für alle Einreisenden – unabhängig von der Dauer ihres Aufenthalts in den Niederlanden – folgende Regeln:

  • Anmeldepflicht vor der Einreise im digitalen Einreiseportal (einreiseanmeldung.de).
  • Quarantänepflicht für zehn Tage. Frühestens nach fünf Tagen kann die Quarantäne durch ein negatives Testergebnis beendet werden. Ausnahmen gelten für geimpfte und genesene Personen. Sie müssen sich nicht in Quarantäne begeben, wenn sie den Nachweis ihrer Impfung oder Genesung über das Einreiseportal übermitteln.
  • Nachweispflicht: Schon bei der Einreise muss jeder Reisende einen Nachweis über ein negatives Testergebnis, eine vollständige Impfung oder eine Genesung von einer Infektion mit dem Coronavirus mitführen. Dies ist auch in Form des digitalen COVID-Zertifikats möglich. Die Testabnahme darf bei einem Schnelltest höchstens 48 Stunden, bei einem PCR-Test höchstens 72 Stunden zurückliegen.

Für das Grenzgebiet gelten einige Erleichterungen. So sind Grenzpendler und Grenzgänger, die aus beruflichen Gründen, wegen ihres Studiums oder Schulbesuchs regelmäßig ein- und ausreisen, von Anmelde- und Quarantänepflichten befreit. Außerdem müssen sie sich nur zweimal wöchentlich testen lassen; dies kann auch nach der Einreise (etwa am Arbeitsplatz) geschehen.

Für Aufenthalte von weniger als 24 Stunden und für den Besuch enger Verwandter von höchstens 72 Stunden besteht ebenfalls keine Anmelde- und Quarantänepflicht. Allerdings muss in diesem Fall schon bei der Einreise ein Nachweis über Test, Impfung oder Genesung mitgeführt werden.

Einzelheiten zu der Entscheidung der Bunderegierung:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus-infos-reisende/faq-tests-einreisende.html