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Sinziger Mineralbrunnen schwer von Hochwasser Katastrophe an der Ahr getroffen

Sinzig – Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unverletzt. Aufräumarbeiten am Standort dauern an. Kunden werden über die nächsten Schritte zeitnah informiert. Die Hochwasserkatastrophe an der Ahr hat den Sinziger Mineralbrunnen schwer getroffen. Die Ahr, die normalerweise an einer Seite die natürliche Grundstücksgrenze des Unternehmens bildet, rauschte in der Katastrophennacht vom 14.07. auf den 15.07. 2021 über das gesamte Brunnengelände und richtete schwere Schäden an. „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gilt allen Menschen unserer Region, welche von der Hochwasserkatastrophe getroffen wurden. Wir sind erleichtert, dass keiner unserer Mitarbeiter verletzt wurde. Unser Mineralbrunnen selbst wurde stark getroffen, die Ahr hat alle Funktionsbereiche teilweise meterhoch überspült“, berichtet Thomas Beckmann, Geschäftsführer des Sinziger Mineralbrunnes. „Was uns in dieser Phase sehr stolz macht und uns enorm viel Kraft und Zuversicht gibt, ist der aufopferungsvolle Einsatz all unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ehrenamtlichen Helfern vor Ort“, so Beckmann weiter.

Die Aufräumarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren. Wann ein Regelbetrieb wiederhergestellt ist, kann aktuell noch nicht abgeschätzt werden. Derzeit arbeitet der Sinziger Mineralbrunnen gemeinsam mit der gesamten Franken Brunnen-Gruppe, dessen 100%ige Tochter der Sinziger Mineralbrunnen ist, an pragmatischen Übergangslösungen, um den Geschäftsbetrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Alle Kunden werden in den kommenden Tagen separat über das weitere Vorgehen informiert. Derzeit ist der Sinziger Mineralbrunnen nur via Mail an info@sinziger.de erreichbar.

Leider ist es aktuell nicht möglich, die Menschen vor Ort mit Getränkespenden zu unterstützen, da nahezu alle Lagerbestände beschädigt wurden. Auch hier zeichnen sich erste Lösungen mit der tatkräftigen Unterstützung der Schwester-Mineralbrunnen Romina und Franken Brunnen ab.

Für die von der Hochwasserkatastrophe persönlich schwer getroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Teil ihren gesamten Hausstand verloren haben, wurde ein Spendenkonto bei der Kreissparkasse Ahrweiler zu Verfügung gestellt, auf das die Franken Brunnen-Gruppe bereits einen Grundbetrag eingezahlt hat:

SINZIGER Mineralbrunnen GmbH

IBAN: DE06 5775 1310 0000 5000 74

BIC: MALADE51AHR

Stichwort: Hilfsfond Hochwasser

 

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Wirtschaft

WIR für den Kreis Ahrweiler: KSK Ahrweiler an der Seite der Bevölkerung

Ahrweiler – Das Ausmaß der Flutkatastrophe an der Ahr und der dadurch entstandene Schaden für die Bevölkerung ist verheerend und schwer in Worte zu fassen. 132 Menschen haben ihr Leben gelassen. „In all dieser Verzweiflung gibt die Solidarität und Hilfsbereitschaft der Menschen Hoffnung, dass es in betroffenen Gebieten bald wieder aufwärts gehen wird und es sich lohnt, nicht aufzugeben“, zeigt sich Vorstandsvorsitzender Dieter Zimmermann ermutigt. Zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer, die teilweise weit angereist sind, oder die Feuerwehr, Bundeswehr, das Deutsche Rote Kreuz, Technisches Hilfswerk, die Kommunen und caritative Einrichtungen sowie die Nachbarn, Freunde und Familien haben sich unermüdlich und zum Teil ununterbrochen für die Aufräumarbeiten eingesetzt. Neben den vielen Menschen, die mit vor Ort anpacken, gibt es mindestens genauso viele, die Betroffene mit Geld- oder Sachspenden unterstützen.

Die Kreissparkasse Ahrweiler ist selbst mit zahlreichen Standorten betroffen, so auch das Hauptstellengebäude in Ahrweiler. Durch zahlreiche Helfer konnten bereits einige Spuren der Katastrophe beseitigt werden. Auch die Nachbarsparkassen stellten viele Hilfsleistungen wie Nutzfahrzeuge, Personal oder eine fahrbare Geschäftsstelle zur Verfügung, sodass die Grundversorgung mit Bankdienstleistungen in der Region weiterhin gewährleistet ist. Eine fahrbare Geschäftsstelle hat Haltepunkte entlang der Mittelahr in Ahrbrück, Altenahr, Mayschoss, Rech und Dernau. Die Anträge auf Soforthilfe des Landes Rheinland-Pfalz und des Landkreises sind auch direkt in der fahrbaren Geschäftsstelle oder allen anderen Standorten und online auf www.ksk-ahrweiler.de erhältlich. Auch das Kundenservice-Center steht weiterhin montags bis freitags zwischen 8 und 19 Uhr zur Verfügung. Hier gehen täglich über 2000 Kundenanrufe ein, wie zum Beispiel Schadensfälle, die an die Provinzial weitergeleitet werden. Bis dato wurden 295 Sachschäden und 150 KFZ-Schäden angelegt.

Um die akute Notlage der Bevölkerung ein wenig zu lindern, stellt die Kreissparkasse zudem Spendenmittel in Höhe von einer halben Million Euro bereit. Mit der Spende soll jenen Kreisbewohnern, die durch die Unwetterschäden unverschuldet in finanzielle Not geraten sind, schnell und unkompliziert geholfen werden.

Darüber hinaus hat die Sparkassen-Finanzgruppe rund 5 Mio. € eigene Spendengelder gesammelt, wovon ein Löwenanteil in den Kreis Ahrweiler fließen wird.

Über die Spende hinaus hat die KSK ein Sonderkreditprogramm für die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Menschen des Landkreises auferlegt, sowohl für private als auch gewerbliche Kunden. So können Betroffene bis zu 50.000 € schnell und unbürokratisch abrufen. Zu einem Zinssatz von 0,25 % und mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren hat man eine Planungs- und Zinssicherheit. Bisher gibt es eine rege Nachfrage, sodass bereits rund 1,5 Mio. € an Bedürftige ausgezahlt werden konnten. Zudem gibt es für Betroffene auch die Möglichkeit einer Tilgungsaussetzung für bereits bestehende Kredite. Neben den eigenen Mitteln steht die KSK auch im Austausch mit anderen Förderinstituten, damit weitere Sonderkreditprogramme angeboten werden können. „Seit über 155 Jahren gehört es zu unserem Selbstverständnis, dass wir uns für die Region und die Menschen verantwortlich fühlen. Dies impliziert, dann sofort und schnell zu helfen, wenn Hilfe vonnöten ist“, betont Guido Mombauer, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Ahrweiler, die Wichtigkeit der Hilfsmaßnahme.

„Jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten und mit allen Mitteln am Wiederaufbau des Landkreises zu arbeiten. Durch gemeinsames Handeln und Solidarität glauben wir diese Notsituation bewältigen zu können. Wir stehen mit allen Mitteln zur Seite- gemeinsam schaffen wir das. Unsere wunderschöne Heimat ist alle Anstrengung wert!“, so Dieter Zimmermann und Guido Mombauer.

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Geld abheben kostenlos – VR-Bank Nordeifel und KSK Euskirchen sichern Bargeld-Versorgung

Gemünd/Kall – VR-Bank Nordeifel und Kreissparkasse Euskirchen sichern Bargeldversorgung ihrer Kunden im Südkreis. Viele Geschäftsstellen der VR-Bank Nordeifel und Kreissparkasse Euskirchen sind sehr stark vom Hochwasser betroffen. Um die Geldversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, wird mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Geldautomaten gearbeitet.

Die mobile Geschäftsstelle der Sparkasse KölnBonn steht seit dem 23.07.21 wochentags von 09:30 bis 16 Uhr vor dem Möbelhaus Brucker in Kall. Foto: Sparkasse KölnBonn

In vielen Fällen sind die Zerstörungen aber so gravierend, dass es längere Zeit dauern wird, ehe wieder ein geregelter Geschäftsbetrieb wie vor der Katastrophe möglich ist. Im Interesse der Menschen helfen die Kreissparkasse Euskirchen und die VR-Bank Nordeifel ein weiteres Mal gemeinsam.

Seit dem 23.07.21 betreibt die Kreissparkasse Euskirchen am Kaller Möbelhaus Brucker eine mobile Geschäftsstelle. Hier können die Kunden der KSK Euskirchen wochentags in der Zeit von 09:30 – 16 Uhr kostenlos Geld abheben. Ab dem 27.07. steht dieser Service auch den Kunden der VR-Bank Nordeifel kostenfrei zur Verfügung. Ein besonderer Dank gilt der Sparkasse KölnBonn, welche die mobile Geschäftsstelle zur Verfügung stellt.

Darüber hinaus steht der Gemünder Geldautomat der VR-Bank Nordeifel den Kunden der KSK Euskirchen ab dem gleichen Zeitpunkt unentgeltlich zur Verfügung.

Außerdem ist geplant, dass die mobile Geschäftsstelle auch weitere Standorte anfahren wird.

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NRW Umweltministerin Heinen-Esser: Wir müssen Hochwasser-Schutz in Zeiten des Klimawandels neu denken

Region/Stolberg/Düsseldorf – NRW Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat sich heute in Stolberg in der Städteregion Aachen über die Lage und die Folgen des Hochwassers informiert. „Es ist erschreckend zu sehen, welche Schäden die Kraft des Wassers anrichtet. Viele Menschen haben ihr Hab und Gut verloren. Wie Stolberg ist es vielen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ergangen. Landesweit sind viele Menschen zu Tode gekommen. Wir müssen jetzt akut helfen, parallel mit der Aufarbeitung beginnen und die richtigen Schlüsse ziehen“, sagte sie nach einem Rundgang mit Stolbergs Bürgermeister Patrick Haas. Die Regenmengen, die zahlreiche kleine Bäche und Flüsse in reißende Ströme verwandelt haben, haben in vielen Fällen alles bisher Gemessene überschritten. Fachleute sprechen in Stolberg von einem 10.000-jährigem Ereignis.

Das Umweltministerium wird in den kommenden Wochen die Lage und die Schlussfolgerungen für Nordrhein-Westfalen mit den betroffenen Kommunen, Kreisen und Wasserverbänden genau analysieren. Auch die Wissenschaft ist hierbei ein wichtiger Partner. „Das Beispiel Stolberg zeigt: Wir müssen Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels neu denken und vordringlich unter dem Aspekt der Klimaanpassung sehen. Vorsorgemaßnahmen müssen an bisher nicht bekannten Pegelständen und künftig prognostizierten Extremereignissen ausgerichtet werden“, so die Ministerin.

Es wird ein Prozess sein, der neben dem Hochwasserschutz auch Fragen des künftigen Städtebaus, des Verkehrs, der Flächennutzung und der Renaturierung berücksichtigen muss. „Extremereignisse wird man nicht verhindern können. Aber wir können die Folgen – mit entsprechenden Maßnahmen – abmildern. Dafür wird es nicht die eine Lösung geben, dafür sind die Bedingungen vor Ort zu unterschiedlich. Auch wird dies nicht von heute auf morgen gehen. Aber wir müssen jetzt konsequent vorsorgen, um künftige Katastrophen zu verhindern.“ Maßnahmen wie zusätzliche Retensionsflächen, Wiederbewaldung, der Aus- und Aufbau Grüner und Blauer Infrastruktur, Starkregenkarten oder Hochwasserschutzanlagen können helfen, das Schadensausmaß zu verringern.

Die Kommunen stehen vor großen Herausforderungen, sich mal auf extreme Hitze, mal auf extremes Hochwasser einzustellen. Als verantwortlich handelnde Akteure müssen sie die Risiken lokal bewerten, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel planen und umsetzen. Viele Kommunen haben bereits integrierte Klimaschutz- und Anpassungskonzepte. Hier bietet das Land breite Unterstützung durch finanzielle Förderungen, Beratung oder auch technischen Support, etwa bei der Erstellung von Starkregenkarten. Mit dem neuen Klimaanpassungsgesetz und einer 15-Punkte-Offensive bietet das Land eine geeignete Grundlage zur Neuausrichtung. Unter anderem enthält es ein Gebot zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Klimawandels bei planerischen und politischen Entscheidungen.

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Anmelde-Verfahren für Betreuungs-Plätze bei der Stadt Eschweiler in Kindertages-Einrichtungen

Eschweiler – Bedauerlicherweise sind aufgrund des Hochwassers insgesamt sechs Kindertageseinrichtungen in Eschweiler beschädigt worden und zum Teil auf unbestimmte Zeit nicht mehr nutzbar. Betroffen sind folgende Träger und Einrichtungen:

BKJ Auf dem Driesch in Weisweiler
BKJ Familienzentrum Jahnstraße in Stadtmitte
BKJ Dechant-Kirschbaum-Straße in Eschweiler-West
Christlicher Kindergartenverein e.V. Kinderburg in Stadtmitte
St. Antonius Hospital gGmbH in Stadtmitte
AWO KiSA gUG Familienzentrum in Eschweiler-West

Mit den betroffenen Trägern ist die Stadt Eschweiler im regelmäßigen Austausch, um die Betreuungsplätze u.a. auf andere Kindertageseinrichtungen zu verteilen. Die Solidarität unter allen Trägern von Kindertageseinrichtungen in Eschweiler ist sehr groß, um gute Lösungen zur Betreuung der betreffenden Kinder und Familien zu finden. Darüber hinaus haben verschiedene soziale Institutionen in Eschweiler ihre Unterstützung zugesagt. Über die Homepage der Stadt (www.eschweiler.de) wird über die weitere Entwicklung informiert.
Mit den betroffenen Familien nehmen die Träger zurzeit Kontakt auf, um die alternativen Betreuungsplätze abzustimmen.
Für weitere Fragen steht die Mitarbeiterin des Jugendamtes, Frau Anita Cornetz, unter folgender Telefonnummer: 02403-71370 oder per email: anita.cornetz@eschweiler.de, zur Verfügung.

Neues Anmeldeverfahren

Die Stadt Eschweiler beginnt in Kürze mit dem Anmeldeverfahren für Kinderbetreuungsplätze.
Für Eltern, die ihr Kind zum 01.08.2022 in einer Kindertageseinrichtung oder in Kindertagespflege betreuen lassen möchten, steht das Online-Anmeldeportal der Stadt Eschweiler „KIVAN“ (https://eschweiler.meinkitaplatz.de) ab dem 01.08.2021 zur Verfügung. Die Anmeldung kann bequem von zu Hause und unterwegs über PC, Tablet bzw. Smartphone erfolgen.

Die Online-Anmeldung über „KIVAN“ ist zwingend erforderlich, um den Bedarf eines Betreuungsplatzes anzuzeigen. Das Portal bietet die Möglichkeit bis zu drei Wunscheinrichtungen im Stadtgebiet auszuwählen.

Die Portraits der Einzelnen Kitas, die die wichtigsten Informationen über die einzelnen Einrichtungen im KIVAN-Portal zusammengefasst darstellen, verschaffen einen guten ersten Eindruck und erleichtern die Entscheidung, welche Kita für das Kind in Frage käme. Parallel besteht die Möglichkeit, Wunscheinrichtungen vor Ort nach Absprache mit der jeweiligen Leitung der Kindertageseinrichtung zu besichtigen bzw. Beratungsgespräche zu führen.

Eltern die in der Vergangenheit bereits eine Bedarfsmeldung auf dem Portal eingereicht haben, müssen keine neue Bedarfsmeldung abgeben. Bei der Vormerkung durch das Online-Verfahren ist nicht ausschlaggebend, wann die Eltern ihr Kind anmelden. Das Anmeldeportal ist zunächst bis zum 30.09.2021 geöffnet.

Sollten Eltern über keinen Internetzugang verfügen, hilft der zuständige Mitarbeiter des Jugendamtes der Stadt Eschweiler, Herr Noel Burlet, unter der Telefonnummer: 02403-71395 oder per email: noel.burlet@eschweiler.degerne weiter.

Eine Platzzusage kann erst nach Ablauf des kompletten Anmeldeverfahrens, voraussichtlich zu Beginn des Jahres 2022, erfolgen.

Darüber hinaus besteht für Eltern die Möglichkeit ihr Kind im Rahmen von Kindertagespflege betreuen zu lassen. Die Kindertagespflege ist ein familienähnliches Betreuungsangebot und besonders für Kinder unter drei Jahren geeignet. Bei Fragen oder weiteren Informationen zur Kindertagespflege, wenden Sie sich bitte an die zuständige Fachberatung beim Jugendamt der Stadt Eschweiler. Folgende Mitarbeiterinnen geben gerne Auskunft:

Frau Beate von der Heiden, Tel: 02403-71396, email: beate.vonderheiden@eschweiler.de
Frau Latifa Laghribi, Tel.: 02403-71323, email: latifa.laghribi@eschweiler.de
Frau Ronja Reichert, Tel.: 02403-71708, email: ronja.reichert@eschweiler.de

Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass die Inanspruchnahme von Betreuungsangeboten beitragspflichtig ist. Der Beitrag wird auf der Grundlage von Einkommensstufen, die anhand des Jahresgesamtbruttoeinkommens berechnet werden, ermittelt. Die genauen Einkommensstufen sind aus der Satzung, die auf der Städt. Homepage (www.eschweiler.de) zu finden ist, zu entnehmen.

Für Kinder die bis zum 30.09. eines jeden Jahres das dritte Lebensjahr erreicht haben, wird bei der Stadt Eschweiler seit dem 01.08.2020 kein Beitrag mehr erhoben.

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Wiederaufbau der Stromversorgung läuft weiter auf Hochtouren – Weiterhin besonders betroffen: Altenahr, Dernau und Mayschoss

Saffig/Ahrtal – Rund 1.700 Menschen derzeit noch im Ahrtal ohne Strom. Vor Ort ist die enge Zusammenarbeit mit Installateurinnen und Installateuren entscheidend. Die Auswirkungen der
Unwetterkatastrophe in Teilen von Rheinland-Pfalz sorgen weiterhin für Unterbrechungen in der Stromversorgung. Aus Sicht von Westnetz sind derzeit noch die Hausanschlüsse für die Versorgung von rund 1.700 von ursprünglich 200.000 betroffenen Menschen ohne Strom. Besonders betroffen sind weiterhin die Orte Altenahr, Dernau und Mayschoss im Ahrtal. Derzeit sind immer noch etwa 800 Kolleginnen und Kollegen der Westnetz in den technischen Einheiten, Leitstellen, der Hotline und in unterstützenden Funktionen aus Schwestergesellschaften aus dem E.ON-Konzern und von Partnerunternehmen im Einsatz. Sie arbeiten mit Hochdruck an der Wiederversorgung mit Strom.

Westnetz sorgt über die Verteilnetze für die Wiederherstellung der Stromversorgung bis zum Hausanschlusskasten. Dies ist bereits für rund 198.000 der ursprünglich rund 200.000 betroffenen Menschen gelungen. Dennoch kann es sein, dass die aus Sicht von Westnetz grundsätzlich wiederversorgten Menschen in ihren Häusern tatsächlich weiterhin keinen Strom haben. Das liegt an Schäden in der Hausinstallation oder entfernten Sicherungen. Fragen zur Hausinstallation sind mit örtlichen Installateurinnen und Installateuren zu klären.

Alle von der Unwetterkatastrophe betroffenen Umspannanlagen wurden inzwischen geprüft, teilweise gereinigt und fast vollständig wieder in Betrieb genommen. Bei größeren Schäden in unserem Mittelspannungsnetz wird daran gearbeitet, die Stromversorgung so schnell wie möglich über Umschaltungen aus anderen Anlagen oder durch Notstromaggregate wiederherzustellen. Dort, wo das vorgelagerte Netz wieder stabil ist, laufen die Arbeiten in den lokalen Ortsnetzen auf Hochtouren. Hier werden Schäden in den Verteilungen der Ortsnetzstationen sowie bei Kabeln, Verteilerkästen und Hausanschlüssen aufgenommen und – wenn möglich – instandgesetzt, um die Wiederversorgung auch der noch rund 1.700 betroffenen Menschen zu ermöglichen.

Grundsätzlich muss für jedes Haus geprüft werden, ob Keller und Hausinstallationen frei von Wasser und einschaltbereit sind. Aus den Kabelverteilerschränken, für die Westnetz zuständig ist, gehen die Kabel zu den Hausanschlüssen an jedem Haus. Bevor ein Kabelverteilerschrank in Betrieb genommen werden kann, muss sicher sein, dass die Hausinstallation in jedem Haus trocken und einschaltbereit ist. Diese Prüfung ist Aufgabe von Installateurinnen und Installateuren. Ist die Hausinstallation noch nicht trocken, weiterhin beschädigt oder ist der Zustand nicht klar, entfernt Westnetz die Sicherungen im Haus. Durch die Prüfung vorab oder die Herausnahme der Sicherungen wird sichergestellt, dass beim Einschalten der Stromversorgung keine Schäden in den Häusern entstehen.

Die operative Verantwortung eines Verteilnetzbetreibers für die Stromversorgung endet formal am Hausanschlusskasten. Damit aber nun in der aktuellen Krisensituation den Bewohnerinnen und Bewohnern schnell und unkompliziert geholfen werden kann, hat sich Westnetz entschieden, die örtlichen Installateurinnen und Installateure und ihre Kundeninnen und Kunden bei der Behebung von Schäden an ihren Hausinstallationen koordinierend und kommunikativ zu unterstützen. Dies leisten wir vor Ort in den Gemeinden und Ortsteilen und über die Medien.

Dringender Aufruf an die Bewohnerinnen und Bewohner

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Westnetz sind in den betroffenen Kommunen und Orten durch alle Straßen und von Haus zu Haus gegangen und haben viele Anschlüsse schon wieder startklar gemacht. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der Westnetz sind jetzt weiterhin in den Kommunen präsent, stehen an zentralen Stellen für Fragen zur Verfügung und koordinieren die Einsätze von Installateurinnen und Installateuren.

Bei dieser Arbeit, auf den letzten Metern der Stromversorgung von den Ortsnetzstationen zu den einzelnen Haushalten, bittet Westnetz die Bewohnerinnen und Bewohner dringend: „Bitte nehmen Sie Ihre Hausinstallation nicht ohne Überprüfung durch eine Elektrofachkraft wieder in Betrieb. Wenn Hausanschlusskästen beschädigt wurden oder noch nicht komplett getrocknet sind, besteht Gefahr für Leib und Leben durch einen elektrischen Schlag oder einen Brand. Bitte warten Sie! Wir kommen zu Ihnen!“

Um bei noch bestehenden Problemen der Stromversorgung die Erreichbarkeit vor Ort zu gewährleisten, bittet Westnetz darum, zuhause zu bleiben oder vor Ort eine Mobilnummer zu hinterlassen.

Elektrische Geräte wie Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher sollten nach einer Überflutung oder nach dem Kontakt mit Wasser von einer Elektrofachkraft überprüft und gegebenenfalls außer Betrieb genommen werden. Westnetz rät dringend davon ab, Anlagen selbst zu überprüfen und einzuschalten. Hier besteht, wie bei allen elektrischen Geräten, die Gefahr eines Stromschlags. Überflutete Räume, in denen Wechselrichter, Batteriespeicher oder andere Installationen der Solaranlage noch unter Spannung stehen, dürfen nicht betreten werden.

Über die aktuelle Situation berichtet der Verteilnetzbetreiber auch auf Twitter: https://twitter.com/WestnetzGmbH

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Rotes Kreuz im Kreis Euskirchen erhält Spende von Procter & Gamble über 100.000 Euro

Euskirchen – Procter & Gamble spendet 100.000 Euro an das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen – Ausgabe von Produktspenden über Verteilstellen vor Ort – DRK Euskirchen auch selbst von Hochwasserschäden betroffen. Um die schweren Folgen der Unwetter-Katastrophe zu bewältigen, benötigen viele Menschen und Familien in den Krisenregionen Hilfe und ganz pragmatische Unterstützung. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) spielt dabei als zentrale Hilfsorganisation eine Schlüsselrolle. Um die Rettungskräfte vor Ort in ihrer Arbeit für die Menschen in Nothilfe und Wiederaufbau zu unterstützen, hat das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen jetzt eine Spende in Höhe von 100.000 Euro von Procter & Gamble (P&G) erhalten.

Spendenübergabe nach der Flutkatastrophe (von links): Julia Schürfeld (P&G), Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt, Oliver Risters (P&G), Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker, Lars Klein (Leiter der Koordinierungsstelle des DRK-Kreisverbandes), und Rotkreuz-Kreisvorsitzender Karl Werner Zimmermann. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Seit der Flutkatastrophe hat das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen mit seine haupt- und ehrenamtlichen Mitgliedern zahlreiche Aufgaben übernommen. Dazu gehören zum Beispiel die Unterbringung, Versorgung, Betreuung und Verpflegung von bis zu 1.000 evakuierten Bürgern in Notunterkünften, die Verpflegung von rund 1.000 Einsatzkräften täglich mit Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie die Einrichtung von Versorgungsstützpunkten für betroffene Bürger in den am stärksten betroffenen Stadtbezirken von Bad Münstereifel und Schleiden/Gemünd. Hinzu kommen die Einrichtung und der Betrieb einer Bürgerhotline und einer Personenauskunftstelle, an der sich Angehörige nach vermissten Personen erkundigen können.

Außerdem übernehmen die Rotkreuzler die Identifizierung und Unterstützung von Bürgerversorgungsstützpunkten mit den am dringendsten benötigen Hilfsgütern und den Aufbau und Betrieb eines kreisweiten Logistiknetzwerks zur Verteilung von Hilfsgütern. Geplant ist darüber hinaus die mittel- und langfristige Bevorratung und Versorgung mit benötigten Gerätschaften wie beispielsweise Bautrocknern und Aggregaten.

Rotes Kreuz auch selbst betroffen

Gleichzeitig ist das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen auch selbst vom Hochwasser betroffen: Fünf Einsatzfahrzeuge sind nicht mehr fahrtüchtig und haben teilweise einen Totalschaden erlitten. Auch fünf der kreisweit 32 Kindertageseinrichtungen standen unter Wasser, eine muss aufgrund der Schäden durch Wasser und Öl wahrscheinlich abgerissen werden.

So kann die Spende von Procter & Gamble gerade gut gebraucht werden. „Wir haben aktuell viele Stellen, an denen wir die Spende gut einsetzen können“, sagt Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker. Bei der Spendenübergabe im Rotkreuz-Zentrum in Euskirchen war auch Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt anwesend. Stellvertretend für Stadt und Kommunen bedankte er sich offiziell für die gute Zusammenarbeit mit Rotem Kreuz und Procter & Gamble.

Die Spende ist Teil der Soforthilfe von Procter & Gamble in Höhe von einer Million Euro, die sich in verschiedene Einzelspenden aufteilt. Zudem wurden im Procter & Gamble-Werk in Euskirchen sichere Zufluchtsorte aufgebaut und Unterbringungsmöglichkeiten für Einsatz- und Rettungskräfte geschaffen.

Neben der Spende stellt P&G Produktspenden für die tägliche Hygiene im ganzen Katastrophengebiet zur Verfügung. Unter anderem eine Million Pampers-Windeln für Familien in Not sowie 40.000 Packungen Always Discreet Inkontinenzprodukte für ältere Menschen, Zahnpasta und Haftcreme sowie verschiedene Pflege- und Hygieneprodukte.

Produktspenden über örtliche Verteilstellen

Die Produkte konnten in den ersten Tagen nach der Unwetterkatastrophe direkt im P&G-Werk abgeholt werden. Ab der kommenden Woche wird die Organisation der Verteilung der Produktspenden umgestellt. Im Kreis Euskirchen erfolgt die Ausgabe über die örtlichen Verteilstellen, damit die Menschen vor Ort versorgt werden. Eine Übersicht über die aktuellen Anlaufstellen ist hier zu finden: www.euskirchen.de. Außerdem liefert Procter & Gamble im großen Rahmen zentral an das DRK, das aktuell ein zentrales Verteilerzentrum für den Kreis Euskirchen in Zülpich einrichtet.

Procter & Gamble arbeitet darüber hinaus seit 2017 zur Verteilung von Sachspenden mit der Kölner Nonprofitorganisation innatura gGmbH zusammen. Die vermittelt bundesweit schnell und bedarfsgerecht fabrikneue Sachspenden (Hygieneprodukte, Wasch- und Reinigungsmittel, Haus- und Elektrogeräte, Kleidung, Schuhe, Spielware) an soziale Einrichtungen, Bürgerinitiativen, Vereine und Kirchengemeinden. Auch von der Unwetterkatastrophe betroffene Kommunen können bei innatura bestellen. Es fallen nur eine geringe Vermittlungsgebühr sowie Versandkosten an, eine Abholung im Lager in Köln ist auch möglich. Unter folgenden Kontaktdaten können benötigte Produkte angefordert werden: www.innatura.org, team@innatura.org, Telefon 0178-2040518.

Zusätzlich hat P&G damit begonnen, erste Zahlungen aus den gesammelten Mitarbeiterspenden für eigene Beschäftigte, die besonders hart von der Unwetterkatastrophe getroffen sind, vorzunehmen. Die Spendenaktion hatten die Beschäftigten aus den anderen Standorten von P&G ins Leben gerufen, um ihren Kollegen und deren Familien schnelle und unkomplizierte Hilfe zu bieten. P&G will den gesammelten Betrag unternehmensseitig verdoppeln. Außerdem bietet das Unternehmen betroffenen Beschäftigten spezielle Kreditangebote, um diese bei der Bewältigung der Folgen des Hochwassers zu unterstützen.

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Begutachtung der vom Hochwasser beschädigten Gebäude im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Die vom Hochwasser beschädigten Gebäude werden im Rahmen der Begutachtungen durch das Bauamt in Zusammenarbeit mit Statikern in folgenden Ortslagen wie folgt in Augenschein genommen:

– Mittwoch, 28. Juli: Ahrweiler und Bad Neuenahr

– Donnerstag, 29. Juli: Bad Neuenahr

– Freitag, 30. Juli: Bad Neuenahr und Heimersheim

– Montag, 02. August: Heimersheim und Heppingen

Die nachfolgenden Ortslagen werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Hinweis: Aufgrund vermehrter Anfragen weist das Bauamt darauf hin, dass aufgrund der hohen Anzahl der zu begutachtenden Gebäude keine Wirtschaftlichkeitsbewertungen oder Wiederaufbauempfehlungen geleistet werden kann.

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Tourismus

Ministerin Daniela Schmitt eröffnete den Elztal-Radweg in der Verbandsgemeinde Vordereifel

Mayen/Region – Mit dem Fahrrad das Elztal entdecken – Lückenschluss bis Monreal war erfolgt. Das letzte Teilstück des Elztal-Radweges zwischen Monreal und der Gebiets- und Landkreisgrenze zur Verbandsgemeinde Kelberg bei Oberelz konnte in diesem Jahr abschließend fertig gestellt und Anfang Juli offiziell eröffnet werden.

Doch schon eine Woche nach der Eröffnung wurde der Elztal-Radweg durch das große Hochwasser und die Überflutungen so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass er derzeit nicht durchgängig befahren werden kann und gesperrt ist.

Diese Tatsache ist für Bürgermeister Alfred Schomisch sehr bitter: „Nach mehr als zwei Jahrzehnten der Diskussionen, Vorbereitungen und Genehmigungsverfahren konnten wir den Elztal-Radweg endlich eröffnen. Und nun das! Mit der Fertigstellung dieses Teilstückes ging ein langersehnter Wunsch in Erfüllung, wir kamen damit auch einem echten Bedürfnis unserer Bürgerinnen und Bürger nach einer familienfreundlichen Radstrecke nach.“

Wie hoch die Schäden tatsächlich sind und wie lange die Reparaturmaßnahmen andauern, wird derzeit noch mit Hilfe der VTG Rheinland Pfalz ermittelt.

Gemeinsam mit der Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, Daniela Schmitt, der Kreisbeigeordneten Judith Lenigk-Emden von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und vielen weiteren Beteiligten und Vertretern aus der Kommunalpolitik, vom Landesbetrieb Mobilität, dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel, des VTG Rheinland Pfalz und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH wurde der Elztal-Radweg Anfang Juli von Bürgermeister Alfred Schomisch offiziell eröffnet.

Bereits 1990 thematisierten einige Ausschüsse in der Verbandsgemeinde Vordereifel erstmals einen möglichen Radweg im Elztal. Das Projekt galt jedoch lange Zeit als nicht realisierbar, vor allem aus finanziellen Gründen. Im Jahr 2001 wurde das Thema im Rahmen der wachsenden touristischen Entwicklung in der Verbandsgemeinde Vordereifel wieder aufgenommen und man kontaktierte die Verbandsgemeinde Kelberg, um eine evtl. Anbindung an den Landkreis Vulkaneifel zu erörtern. Es folgten Besprechungen mit den betroffenen Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Vordereifel, in denen über die Kosten und die Finanzierungsmöglichkeiten des Radweges gesprochen und diskutiert wurde.

Der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde Vordereifel hat letztlich im Jahr 2002 die Empfehlung an den Verbandsgemeinderat ausgesprochen, ein Bodenordnungsverfahren im Elztal einzuleiten. Diesem Antrag stimmte der damalige Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Hans-Artur Bauckhage, im Dezember 2004 zu. Somit konnte auch die eigentliche Arbeit zur Herstellung des 7,5 Kilometer langen familienfreundlichen Radweges beginnen.

Das in den letzten Jahren nun fertig gestellte Teilstück des Elztal-Radweges führt vom Sportplatz Monreal bis zur Kläranlage Oberelz. Das Projekt wurde vom Landesbetrieb Mobilität mitfinanziert. Die geschätzten Gesamtbaukosten betragen 1,2 Millionen Euro, bauausführende Firma war die Firma Christoph Schnorpfeil GmbH & Co. KG aus Trier.

Die Trasse verläuft größtenteils entlang des Elzbaches, dieser wird an insgesamt vier Stellen überquert.

Damit konnte auch die Anbindung an den bereits vorhandenen Radweg von Gunderath bis Oberelz in der Verbandsgemeinde Kelberg abgeschlossen werden. Von Monreal aus gelangen die Radfahrer schließlich über die Conder Höhe bis nach Mayen.

Der durch zwei Landkreise führende Elztal-Radweg schließt westlich an die Vulkan-Rad-Route Eifel, östlich an den Maifeldradweg sowie den Vulkanpark-Radweg und in Monreal an den Eifel-Schiefer-Radweg an und ist Teil des großräumigen Radwegenetzes in Rheinland-Pfalz.

Ministerin Schmitt sagte in ihrer Eröffnungsansprache: „Der Ausbau des Radwegenetzes in Rheinland-Pfalz ist ein Projekt meines Hauses, mit dem wir nicht nur den Tourismus stärken wollen. Es geht auch um wichtige infrastrukturelle Maßnahmen, die die Lebensqualität in Rheinland-Pfalz verbessern sollen.“ Und sie äußerte die Hoffnung, dass auch die Menschen in der Region den Elztalradweg als Verbindung zwischen den eigenen Ortschaften nutzen.

Wann der Elztal-Radweg wieder befahrbar sein wird, ist derzeit allerdings leider noch nicht abzusehen.

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Polen leistet Amtshilfe in der Krise

Düren – Amtshilfe aus Polen: Über 700 Kilometer haben die fünf großen LKW am Dienstag (27. Juli) zurückgelegt. Voll beladen mit 164 Bautrocknern, die von polnischen Feuerwehrleuten eingesammelt, eingeladen und zum Institut der Feuerwehr (IdF) am Campus Stockheim ausgeliefert worden sind.

Es ist ein Akt der Freundschaft, der nachbarschaftlichen Verbundenheit – und vor allem eine dringend benötigte Hilfe. Zu dieser außergewöhnlichen Übergabe sind auch NRW-Innenminister Herbert Reul und der polnische Generalkonsul Jakub Wawrzyniak angereist. „Wir hoffen sehr, dass wir mit diesen Geräten etwas Entlastung und Unterstützung bringen können“, sagte Wawrzyniak. „Wir Polen haben selbst vor rund 25 Jahren eine Jahrhundertflut erlebt. Und seitdem wissen wir: Die menschliche Solidarität ist besonders wichtig.“

Minister Reul schloss sich mit den Worten an: „Wir durchleben in NRW schwere Zeiten, eine Naturkatastrophe, wie wir sie noch nicht kannten.“ Daher seien diese Bautrockner ein „Geschenk des Himmels“. „Ich bedanke mich beim Kreis Düren, denn all das mit Polen gemeinsam so kurzfristig zu organisieren, war mühsam.“ Der Kreis Düren fungiert als eine Zwischenstation, von der aus die Trockner weitergegeben werden. Sie kommen den Krisengebieten außerhalb des Kreises Düren zugute und werden in diesen Tagen abgeholt und Betroffenen übergeben. Die Verteilung erfolgt über das Innenministerium. „Wir sind gerne bereit, diese Aktion mit unseren Feuerwehrleuten zu unterstützen, damit die Geräte schnell dorthin kommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden“, sagt Peter Kaptain, Allgemeiner Vertreter des Landrats des Kreises Düren. Daher hat der Kreis Düren nicht nur die große Übungshalle des IdF zur Verfügung gestellt, sondern auch die Fahrer der LKW beherbergt. Sie brechen heute wieder in Richtung Heimat auf.