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Landrat Sebastian Schuster verschafft sich einen Eindruck von den Hochwasser-Schäden in Meckenheim

Meckenheim – Bürgermeister Holger Jung informiert Sebastian Schuster über das Ausmaß in Meckenheim. Gemeinsam mit Bürgermeister Holger Jung hat sich Landrat Sebastian Schuster einen Eindruck von den Hochwasser-Schäden in Meckenheim verschafft. Der Meckenheimer Verwaltungschef führte Schuster an die stark betroffenen Orte und zeigte ihm das Ausmaß des Starkregenereignisses. Unter anderem besuchten die beiden das Schützenhaus, das Feuerwehrgerätehaus und die beiden Grundschulen in der Altstadt.

Sowohl die Katholische als auch die Evangelische Grundschule Meckenheim sind enorm von der Katastrophe betroffen und haben erhebliche Schäden davongetragen. Das Wasser hatte sich in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli seinen Weg in die Schulgebäude, Sporthallen sowie in die städtische Kindertageseinrichtung (Kita) „Villa Regenbogen“ gebahnt. Haustechnik, Inventar und Bausubstanz nahmen Schaden, in der Evangelischen Grundschule sogar bis ins Erdgeschoss hinein.

Nachdem die Aufräumarbeiten weitestgehend abgeschlossen werden konnten, laufen die umfangreichen Instandsetzungsmaßnahmen an. Währenddessen musste die Kita „Villa Regenbogen“ umquartiert werden. Der Schul- und Vereinssport in den Sporthallen muss vorerst ausfallen. Ebenfalls von dem Hochwasser betroffen sind die Offene Ganztagsschule (OGS) und der Verein für Nachbarschaftshilfe Meckenheim Kaleidoskop (ehemals Kleiderstube), die im Untergeschoss von Gebäude Zwei der Katholischen Grundschule untergebracht sind. Zudem legte der Landrat einen Zwischenstopp bei der Freiwilligen Feuerwehr Meckenheim ein, um sich von Wehrleiter Günter Wiegershaus das Einsatzgeschehen schildern zu lassen.

„Ich danke Bürgermeister Jung für die Einladung und die Möglichkeit, mir ein umfangreiches Bild von der Schadenslage in Meckenheim machen zu können“, sagte Schuster. „Man kann erkennen, dass die Stadt von dem Hochwasser stark getroffen wurde – die Gebäude und Infrastruktur ebenso wie zum Beispiel Plätze und Spielplätze, die überflutet bzw. unterspült wurden.“ Der Landrat sprach allen Helfenden ein Dankeschön aus. „Hier wurde schon fleißig angepackt und viel geleistet.“ Bürgermeister Jung freute sich über den Besuch von Sebastian Schuster in der vom Hochwasser gebeutelten Region. „Mir ist es ein Bedürfnis, dem Landrat die Situation bei uns in Meckenheim zu zeigen“, betonte Holger Jung, „dass wir auf Hilfen von Bund und Land angewiesen sind.“ Aus dem ersten Soforthilfepaket des Landes NRW zum Aufbau der nötigsten Infrastruktur hat der Rhein-Sieg-Kreis Meckenheim bereits eine halbe Million Euro zugewiesen. Von den beim Kreis eingegangenen Spendengeldern in Höhe von bislang rund 1,5 Millionen Euro sollen kreisweit 400.000 Euro zweckgebunden ausgeschüttet und dafür verwendet werden, das gesellschaftliche Leben wieder anzuschieben, so Schuster, der Meckenheim mit vielen Eindrücken von den Hochwasser-Schäden wieder verließ.

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Keine Bombe, sondern Schlacke-Rest

Mechernich – „Es ist ein Schlacke-Rest und keine Bombe“, das teilt die Stadt Mechernich am heutigen Freitag, 29. Juli mit. Nach den Starkregenereignissen am 14. Juli war es zu Absenkungen unter anderem an früheren Luftschächten im Bergschadensgebiet nahe dem Ortsrand „In der Hardt“ gekommen und kurz darauf ein bombenähnlicher Gegenstand im Erdreich entdeckt worden.

„Der Kampfmittelräumdienst konnte heute endgültig Entwarnung geben“, so der Erste Beigeordnete Thomas Hambach. Die Schlacke stamme aus früheren Zeiten des Mechernicher Bergbaus und wurde jetzt mit der Wasserflut und Absenkungen freigespült.

Schlackenfunde sind in der ehemaligen Bergarbeiter-Region grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Sie entstanden bei der hiesigen Blei-Verarbeitung und sind heute noch vor allem dort zu finden, wo Waschgut, Erzsände und schließlich Schlacken aus der Bleiproduktion verkippt wurden.

Thomas Hambach: „Die Schlacke hatte jedoch vermutlich durch ein altes Behältnis die Form einer Bombe angenommen. Da nur der Kopf davon im Bodenloch hervorlugte, war es schwer den Fund aus der Ferne zu beurteilen und heranzukommen, man musste sehr vorsichtig bei der Überprüfung vorgehen.“ Inzwischen konnte das Fundstück geborgen und fachgerecht entsorgt werden.

Betretungsverbot bleibt

Freigegeben werden kann das Bergschadensgebiet, ein beliebtes Spazier- und Wanderterrain, aber dennoch nicht. Silvia Jambor, Leiterin des Ordnungsamtes betont: „Die Gefahr von spontanen Absenkungen durch Unterspülungen der Stollenanlagen ist zu groß. Wir warnen eindringlich davor, die Bereiche zu betreten.“

Auch, weil andere offene Absenkungen erst noch verfüllt werden müssen. „Zusätzlich werden in den kommenden Wochen weitere Bohrungen vorgenommen, um die Standfestigkeit des betroffenen Areals zu prüfen“, so der Erste Beigeordnete. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Bergamt der Bezirksregierung Arnsberg und der Bundeswehr und werden voraussichtlich einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen, da das Bezirksregierungsamt an diversen Einsatzorten in den Katastrophengebieten nach der Flut gleichzeitig dringend gebraucht wird.

Das generelle Betretungsverbot für das gesamte Gebiet zwischen Mechernich und den Ortschaften Strempt, Bergheim, Lorbach, Kallmuth und Kalenberg bleibt daher vorerst weiter bestehen. Auch in das nahegelegene Gebäude Nummer fünf der sogenannten „Papageiensiedlung“ können die Evakuierten nach wie vor nicht zurück.

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Neue Palliativstation im St. Elisabeth Krankenhaus Mayen eröffnet

Mayen – Zum 20-jährigen Jubiläum ist der Umzug in großzügige Räumlichkeiten erfolgt. Der Umbau der Palliativstation im St. Elisabeth Mayen ist fertiggestellt und wird am 2. August in Betrieb genommen. Gleichzeitig feiert die Palliativmedizin im Mayener Krankenhaus damit ihr 20-jähriges Bestehen. Seit August 2001 werden im St. Elisabeth Mayen Patienten palliativ behandelt. Begonnen wurde mit einer Belegung von drei Betten, bis zum Umbau standen sieben Betten in Einzelzimmern mit besonderer Ausstattung sowie ein zusätzliches Zimmer zum Aufenthalt und als Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige zur Verfügung.

Jetzt hat sich die Station räumlich um etwa das Doppelte vergrößert und ist von der Station 2A auf die 1C umgezogen: Mit elf Betten – verteilt auf sieben Ein- und zwei Zweitbettzimmer mit jeweils eigenem Bad und gehobener Zimmerausstattung, einem hochwertig ausgestatteten Entspannungsbadezimmer, einem gemütlich und modern gestalteten Wohnzimmer sowie dem „Snoozle-Raum“ (Entspannungs-, Therapieraum) – bietet die neue Station einen besonderen und geschützten Ort für Palliativpatienten. Dafür wurden die alten Räumlichkeiten komplett entkernt, saniert und neu ausgestattet. Die Bauzeit betrug 1,5 Jahre, das Investitionsvolumen 1,7 Millionen Euro. 720.000 Euro hat das Land mit Fördermitteln zur Verfügung gestellt. Weitere Unterstützung gab es durch den Förderverein St. Elisabeth Mayen, der die elf Komfortbetten finanziert hat.

„Wir freuen uns sehr, mit diesen neuen Räumlichkeiten unseren Patienten einen geschützten Rahmen geben zu können“, so Oberärztin Anke Sauerbrey. Die ärztliche Leiterin der Palliativstation möchte dieses außergewöhnliche und wichtige Angebot in Zukunft noch ausweiten, denn „Palliativmedizin ist noch nicht so etabliert, wie sie sein sollte.“ Auch Stationsleiterin Annika Müller zeigt sich begeistert von den Möglichkeiten, die sich nun für Patienten und Mitarbeiter ergeben. „Hier ist es für die Patienten nun viel wohnlicher. Vorher waren wir mit der Akutgeriatrie auf einer Station, jetzt können wir uns ganz anders entfalten und unsere erworbenen Kenntnisse aus den Weiterbildungen wie beispielsweise die Aromatherapie anbieten. Wir sind alle total motiviert!“ Das Palliativ-Team von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, Pflegenden, Physiotherapeuten, Seelsorgern, Psychoonkologen, Sozialarbeitern und einem niedergelassenen Onkologen setzt sich mit einem ganzheitlichen Konzept dafür ein, die Lebensqualität der Patienten so zu verbessern, dass ein selbstbestimmtes und lebenswertes Leben trotz unheilbarer Erkrankung ermöglicht wird.

Nach der Einsegnung der Station durch den evangelischen Pfarrer Thorsten Hertel und Krankenhausseelsorgerin Mechthild Peters begrüßte Georg Kohl, Kaufmännischer Direktor im St. Elisabeth, die Anwesenden. Er war sichtlich stolz auf das 20-jährige Bestehen der Palliativmedizin im Haus und dankte allen am Umbau und der Finanzierung Beteiligten, insbesondere Dr. Paul Glauben, dem Vorsitzenden des Fördervereins St. Elisabeth Mayen und Landrat Dr. Alexander Saftig. Dieser begann seine Rede mit den Worten: „Danke, dass wir 720.000 Euro ausgeben durften.“ Dies macht deutlich, wie wichtig und zukunftsweisend die neue Station ist. „Es ist für unsere Region mit Ihrer Hilfe etwas ganz Besonderes entstanden. Möge diese Station vielen Menschen vieles erleichtern!“

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Pensionierte Mord-Ermittler gesucht: 28 Stellen, um Cold Cases zu lösen

Region/Düsseldorf – Minister Reul: Wir suchen Leute mit einer immer noch guten Spürnase, die Lust haben, jeden Stein nochmal umzudrehen, um die Täter zu kriegen. Das Ministerium des Innern NRW teilt mit: Die nordrhein-westfälische Polizei stellt ihre Ermittlungen von ungeklärten Tötungsdelikten, sogenannten Cold Cases, neu auf. Mit einer besonderen Aufbauorganisation (BAO) und 28 neuen Stellen sollen ungelöste Fälle aus den vergangenen 50 Jahren bearbeitet werden. Die Stellen sollen mit ehemaligen Ermittlerinnen und Ermittlern besetzt werden, die Erfahrung haben in der Tatortarbeit, Aktenführung oder der Leitung von Mordkommissionen.

„Es ist kein Geheimnis, dass Cold Cases neben dem Tagesgeschäft bearbeitet werden müssen“, sagte Innenminister Herbert Reul. „Deshalb suchen wir pensionierte Mord-Ermittler, die sich intensiv um die Cold Cases kümmern können. Wir suchen Leute mit einer immer noch guten Spürnase, die Lust haben, jeden Stein nochmal umzudrehen, um die Täter zu kriegen.“

Seit 2017 baut das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt eine Datenbank für ungeklärte Tötungsdelikte auf. In diese Cold Cases-Datenbank sollen alle ungelösten Tötungsdelikte aus den vergangenen 50 Jahren aufgenommen werden; das sind seit 1970 insgesamt 1.160 Fälle, die von Fallanalytikern des Landeskriminalamtes digital erfasst und anschließend analysiert werden. Bislang wurden 261 Fälle in die Datenbank aufgenommen und 23 Fälle neu aufgerollt.

Die besondere Aufbauorganisation, quasi eine Cold Case Sonderkommission aus Ermittlern des Landeskriminalamtes und der Kreispolizeibehörden, soll die Aufarbeitung systematisieren, verbessern und beschleunigen. „Wir sind deutschlandweit die Ersten und Einzigen, die die Aufarbeitung von ungelösten Fällen derartig strukturiert und zielgerichtet anpacken“, sagte Reul.

Voraussichtlich ab Oktober dieses Jahres sollen die 28 neuen Alt-Ermittler ihre Arbeit in der BAO aufnehmen. Ihre Aufgaben: Akten digitalisieren, Fälle strukturiert aufarbeiten, Aufklärungschancen erkennen und Ermittlungskonzepte erarbeiten. Sofern sich neue Ermittlungsansätze ergeben, übernimmt die örtlich zuständige Kriminalpolizei die weitere Fallbearbeitung. Innenminister Reul: „Vielleicht gibt es neue Erkenntnisse oder neue Techniken, vielleicht auch neue Rechtsgrundlagen, weshalb es sich lohnt, einen Fall wieder aufzurollen. Schließlich haben die Angehörigen ein Recht darauf, dass diese Fälle aufgeklärt werden, wenn es eine neue Spur gibt.“

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Soforthilfe Kreis Euskirchen: 15 Mio. Euro für Städte und Gemeinden

Euskirchen – Der Kreistag hat per Dringlichkeitsentscheidung über die Verteilung entschieden. Das Land NRW hat dem Kreis Euskirchen 15 Mio. Euro Soforthilfe gewährt. Mit diesem Geld sollen erste Instandsetzungsmaßnahmen der kommunalen Infrastruktur, Aufräum- und Reinigungsarbeiten sowie Arbeiten im Zusammenhang mit der Gefahrenabwehr und Schadensbeseitigung finanziert werden.

Im Rahmen einer Bürgermeisterkonferenz im Kreishaus wurde der Verteilungsschlüssel besprochen, der im Anschluss vom Kreistag per Dringlichkeitsentscheidung festgelegt wurde. Danach erhalten die Städte Bad Münstereifel und Schleiden jeweils 3,2 Mio. Euro, die Stadt Euskirchen und die Gemeinde Kall jeweils 2 Mio. Euro. Für die Kommunen Blankenheim, Hellenthal, Mechernich, Nettersheim, Weilerswist und Zülpich gibt’s jeweils 750.000 Euro, die Gemeinde Dahlem erhält 100.000 Euro aus den Landesmitteln.

Landrat Markus Ramers und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister betonten unisono, dass die Soforthilfe in Höhe von 15 Mio. Euro nur ein erster kleiner Beitrag zur Bewältigung der Hochwasserkatastrophe sein kann – zumal auch gut zwei Wochen nach der Katastrophe noch kein Gesamtschadensbild vorliegt. Landrat Ramers: „Die kommunalen Soforthilfen für unsere Städte und Gemeinden sind nicht mehr als ein erster kleiner Tropfen angesichts der massiven Schäden an Straßen, Brücken und Gebäuden. Ich bin mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern einig darin, dass es weitaus mehr finanzielle Aufbauhilfen von Bund und Land geben muss – und dies zeitnah und unbürokratisch!“

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Stadtarchiv Stolberg: „Gedächtnis der Stadt“ zu fast 100 Prozent gerettet

Stolberg – Gestern Nachmittag war es endlich so weit. Nach zwei Wochen unermüdlicher Arbeit von zahlreichen Ehrenamtlichen, der Stadt Aachen, der Feuerwehr Köln, dem THW, der Bundeswehr und vielen weiteren konnte gestern endlich die letzte Palette der Kulturgüter aus dem Stolberger Stadtarchiv geborgen, gereinigt und verpackt werden.

Im Anschluss wird die letzte der fast 500 Paletten – wie schon alle vorherigen – nach Troisdorf in ein Lagerhaus gebracht, im dem die fertig vorbereiteten Materialien tiefgefroren werden. Alle vier Magazine des Stadtarchivs wurden im Zuge der Hochwasserkatastrophe vollständig überschwemmt.

Die erfreuliche Nachricht: Nahezu 100 Prozent aller einzigartigen Dokumente des Stadtarchivs konnten gerettet werden! „Schaut man auf den Zustand des Stadtarchivs vor zwei Wochen zurück, dann ist es unglaublich, dass wir nun fast alle einzigartigen Dokumente retten konnten! Dafür kann ich allen Helferinnen und Helfern und unserem Stadtarchivar Christian Altena nur von ganzem Herzen danken“, freut sich Bürgermeister Patrick Haas.

Die Arbeit der Helfer*innen ist tatsächlich unglaublich: Einige zehntausend Akten, tausende Pläne und Fotos wurden innerhalb von zwei Wochen so hergerichtet, dass sie in einigen Monaten via Sublimation, also des Auftauens des Eises vom festen direkt in den gasförmigen Zustand, wieder nutzbar sein werden.

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Soforthilfe für vom Hochwasser betroffene Unternehmen im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Die Bearbeitung und Auszahlung der Soforthilfe für Unternehmen aus dem Kreis Ahrweiler erfolgt im Zuge der Amtshilfe durch die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, da nahezu die Hälfte aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung persönlich von der Hochwasserkatastrophe betroffen sind.

Ab sofort kann die vom Land Rheinland-Pfalz angekündigte Soforthilfe für die von der Flutkatastrophe betroffenen Unternehmen im Landkreis Ahrweiler beantragt werden. Hierauf macht die Kreiswirtschaftsförderung aufmerksam.

Der Antrag erfolgt für die betroffenen Unternehmen aus dem Kreis digital über einen Antragsvordruck, der auf der Startseite der Homepage www.kreis-ahrweiler.de verlinkt ist.

Die „Soforthilfe Unternehmen“ wird als Pauschale in Höhe von 5000 Euro pro Unternehmen ausgezahlt und ohne umfangreiche Prüfung gewährt. Es genügt der glaubhafte Nachweis, dass die Betriebsstätte im unmittelbaren Hochwasserschadensgebiet liegt und dass dem Antragsteller oder der Antragstellerin ein Schaden von mindestens 5000 Euro an dieser Betriebsstätte entstanden ist.

Die Betriebs- beziehungsweise Produktionsstätte muss räumlich getrennt von Wohnbereichen sein. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich der Angehörigen freier Berufe und selbstständig Tätigen sowie Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft.

Parallel arbeitet die Landesregierung an einem Wiederaufbauprogramm für die Unternehmen in den von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen. Der Bund hat hier Unterstützung zugesagt.

 

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Impfzentrum des Kreises Düren bietet Impfungen für Kinder ab morgigen Samstag 31. Juli an – Termin nicht erforderlich

Düren – Der Kreis Düren erweitert das Impfangebot und bietet von nun an jeden Samstag auch Impfungen für Kinder von 12 bis 15 Jahren im Impfzentrum (Am Ellernbusch 18-20) an.  „Damit gehen wir den nächsten Schritt in der Impfkampagne des Kreises Düren. Wir wollen jedem ein niedrigschwelliges Impfangebot machen und bieten nun diese Möglichkeit als Ergänzung zu den Impfungen bei den Kinderärzten an“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. „Jede einzelne Impfung ist wichtig im Kampf gegen die Pandemie.“

Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren können von nun an jeden Samstag von 14 bis 20 Uhr im Impfzentrum mit Biontech geimpft werden. Der erste Impftag für Kinder wird somit der 31. Juli sein. Ein Termin ist nicht erforderlich. Voraussetzung für eine Impfung ist zum einen die Einverständniserklärung aller (!) sorgeberechtigten Personen. Im besten Fall kommen beide Elternteile mit zu der Impfung. Sollte dies nicht möglich sein, so muss die Unterschrift der fehlenden sorgeberechtigten Person auf der Einverständniserklärung und dem Aufklärungsmerkblatt mitgebracht werden. Ohne vollständige Einwilligung wird das Kind nicht geimpft. Der Einwilligungsbogen (für den mRNA-Impfstoff) sowie das Aufklärungsmerkblatt können beim RKI heruntergeladen werden (bitte beide Formulare unterschrieben mitbringen):

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html

Zudem ist ein Aufklärungsgespräch durch den Kinder- und Jugendarzt vor Ort nötig.

In einem notwendigen Aufklärungsgespräch durch den Kinder- und Jugendarzt werden die Kinder und ihre Eltern über die Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission) informiert. Die STIKO empfiehlt aktuell eine Impfung für Kinder ab 12 Jahren bei Vorliegen bestimmter Vorerkrankungen und bei regelhaftem Kontakt zu Personen mit einem erhöhten Risiko schwerer Krankheitsverläufe, die selbst nicht geimpft werden können. Gemäß STIKO können auch weitere Kinder und Jugendliche auf Wunsch der Eltern nach ärztlicher Aufklärung und Risikoakzeptanz eine Impfung erhalten.

Für unter 12-jährige Kinder ist bisher noch kein Impfstoff zugelassen.

Die Impfungen für Kinder sind nur samstags möglich, da dann Kinder- und Jugendärzte für die Aufklärungsgespräche vor Ort sind. Im Impfbus ist eine Impfung für 12- bis 15-Jährige nicht möglich. Alle Personen ab 16 Jahren können sich weiterhin jeden Tag (außer montags und donnerstags) im Impfzentrum ohne Termin impfen lassen. Für sie sind auch Impfungen im Impfbus möglich.

Aktuell sind im Kreis Düren 74 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 13,6. Alle Entwicklungen der Fallzahlen gibt es wie immer unter www.kreis-dueren.de/coronazahlen

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Stadt Schleiden hat bereits knapp zwei Millionen Euro Hochwasser-Hilfe ausgezahlt

Schleiden – Die Stadt Schleiden hat inzwischen 707 private Anträge mit einer Gesamtsumme von 1.498.500 Euro und 82 gewerbliche Anträge mit einer Summe von 410.000 Euro ausgezahlt. Weitere 300 unbearbeitete Anträge liegen noch vor – diese Anzahl ändert sich jedoch minütlich.

Die Landesregierung‚ NRW hat für die von der Hochwasser-Katastrophe vom 14./15. Juli 2021 betroffenen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Angehörige freier Berufe, Landwirte und Kommunen eine unbürokratische und schnelle Soforthilfe in Höhe von 200 Millionen Euro bereitgestellt.

Damit wurde das vom Land NRW zunächst bereitgestellte Budget für Schleiden in Höhe von 1.890.000 Euro bereits überschritten, sodass die für Schleiden vorgesehene Soforthilfe vom Land NRW noch erheblich aufgestockt werden muss.

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Baggersee in Jülich nach Hochwasser gesperrt – Wasserqualität nicht ausreichend

Jülich – In Absprache mit dem Kreis Düren wird die Badesaison an der offenen Badestelle in Barmen aufgrund der Auswirkungen des Hochwassers mit sofortiger Wirkung frühzeitig beendet.

Eine traurige Nachricht für alle Badewilligen: Vor 2022 wird das Baden nach heutigem Stand der Dinge nicht mehr erlaubt sein. Eine entsprechende Beschilderung wurde bereits vom Bauhof der Stadt Jülich aufgestellt.

Erst Anfang dieser Woche, als sich das Wasser langsam zurückzog, konnte eine Begehung des Gebietes rund um den See gefahrlos erfolgen. Im Ergebnis musste der Badestrand schon allein aufgrund der Überschwemmung gesperrt werden.

Mit sinkendem Wasserpegel der Rur geht zwar nun die eigentliche Überschwemmung allmählich zurück, in der Folge des Hochwassers muss jedoch weiterhin oder erst recht ein Badeverbot ausgesprochen werden.

Der Grund ist im wahrsten Sinne offensichtlich, also mit bloßem Auge zu erkennen: der für einen Badebetrieb entscheidende Parameter Sichttiefe ist nicht mehr gegeben. Zum Zeitpunkt der Begehung betrug die Sichttiefe weniger als 30 Zentimeter – zu wenig, um das gefahrlose Baden zu gestatten. Zudem lässt die Wasserqualität Baden nicht mehr zu.

Da durch die Einschätzung der zuständigen Fachleute auch durch die Belebung des Wassers im See eine zeitnahe Verbesserung der Sichttiefe und der Wasserqualität nicht stattfinden wird, gilt das Badeverbot für den Rest der gemeldeten Badesaison 2021.