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„Regionale Wirtschaft schnell wieder zum Laufen bringen“

Region/Mainz/Düsseldorf – Ministerin Schmitt und Minister Pinkwart fordern rasche und nachhaltige Aufbauhilfe des Bundes für die getroffenen Betriebe: Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW teilt mit: Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart haben sich in beiden Bundesländern mit schwer von der Unwetterkatastrophe betroffenen Unternehmen ausgetauscht. In einer gemeinsamen Erklärung haben Schmitt und Pinkwart Forderungen für einen zügigen und funktionierenden Wiederaufbau an den Bund gerichtet.

Wirtschaftsminister Pinkwart: „Die Hochwasserkatastrophe hat beispielloses Leid verursacht und tausende Unternehmen in beiden Ländern hart getroffen. Sie hat Betriebsstätten und Lieferketten zerstört und gefährdet tausende Existenzen. Wir sind hier, um zu signalisieren: Die Landesregierungen stehen gemeinsam fest an der Seite der Wirtschaft und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir werden alle Instrumente nutzen und Kräfte mobilisieren, um den Wiederaufbau zu schaffen. Dazu gehören im ersten Schritt Soforthilfen, zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse. Um den Unternehmen Planungssicherheit zu geben, brauchen wir eine schnelle, verlässliche und nachhaltige Aufbauhilfe des Bundes und erste Abschlagzahlungen in wenigen Wochen.“

Wirtschaftsministerin Schmitt: „Für den Wiederaufbau und die schwer getroffenen Regionen ist es enorm wichtig, die Wirtschaft vor Ort schnell wieder zum Laufen zu bringen. Es geht darum, Betriebe zu erhalten, Arbeitsplätze zu sichern und den Wiederaufbau auch gemeinsam mit der Kraft der Unternehmen vor Ort zu stemmen. Unsere Unternehmen müssen wieder handlungsfähig werden. Sie müssen erreichbar sein, um Waren erhalten und abtransportieren zu können. An den Unternehmen hängt die Prosperität der Regionen. Die Handwerksbetriebe und der Mittelstand sind das Rückgrat für den Wiederaufbau und stehen für die Zukunft der Ortschaften.“

Der Bund und die Länder müssten alle Kräften bündeln, um die Unternehmen sowie den Aufbau der Infrastruktur schnell und unbürokratisch zu unterstützen, erklärten Minister Pinkwart und Ministerin Schmitt bei ihrem Besuch in Dernau. Die schnelle und ausreichende finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern als gemeinsamer nationaler Kraftakt sei ein dringend notwendiger erster Schritt. Damit die Hilfe schnell ankomme, sei der Abbau bürokratischer Hürden elementar. In einer gemeinsamen Erklärung haben Pinkwart und Schmitt zentrale Forderungen an den Bund herangetragen.

So müsse der Aufbaufonds auf Bundesebene zügig beschlossen werden, damit das Geld schnell in den Regionen ankomme. Dieser sollte auch wirtschaftliche Nachteile kompensieren, die bei den Unternehmen durch Umsatzverluste aufgrund der Schäden entstanden sind. Zudem sei es wichtig, dass die Wiederaufbauhilfe die Länder in ihren Förderprogrammen für die Maßnahmen vor Ort unterstützt. Die Länder müssten maßgeschneiderte Programme auf- und umsetzen können. Der Bund müsse ergänzend die Möglichkeit zum Rückgriff auf europäische Fördermittel aus dem Europäischen Solidaritätsfonds schaffen.

Pinkwart und Schmitt betonten zudem, dass die betroffenen Regionen vor der Aufgabe stünden, sich den veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen. „Diese Aufgabe muss für die Kommunen bei der Schaffung von Raum für Industrie und Gewerbe sowie für die Unternehmen selbst im Rahmen der Förderregeln der Aufbauhilfe berücksichtigt werden“, sagte Schmitt.

Pinkwart: „Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz werden sich weiterhin eng abstimmen. Der Blick auf die solidarische Fluthilfe für Sachsen im Jahre 2013 zeigt: Wenn wir schnell und wirksam handeln, können wir den Menschen Kraft und Zuversicht geben. Ich bin sicher, dann kann der Wiederaufbau nachhaltig gelingen.“

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Das Mendiger Containerdorf startet den Betrieb

Mendig – Das Mendiger Containerdorf für die Hochwasseropfer an der Ahr ist am Freitag, 06. August in Betrieb gegangen – Bis zu 300 Menschen können ein Übergangszuhause finden. Die ersten Bewohner ziehen aktuell ein. Ganz Deutschland rückt aktuell zusammen, um den Menschen in den überfluteten Gebieten zu helfen. Tausende Menschen in unserer Nachbarschaft sind betroffen, haben alles verloren und brauchen unsere Hilfe.

Trotz der unvorstellbaren Hilfe aus der Bevölkerung fehlt es aktuell an Wohnraum. Der eingereichte Konzeptvorschlag der Verbandsgemeinde Mendig für die Erstellung eines Containerdorfes auf dem Mendiger Flugplatz wurde vom Land befürwortet und von der Firma I-Motion innerhalb kürzester Zeit umgesetzt.

Vergangenen Freitag wurde I-Motion auch mit der ersten Betriebsträgerschaft beauftragt. Der Landkreis Ahrweiler vermittelt die Wohnungen an Bedürftige. Ansprechpartner ist seitens der Kreisverwaltung Timo Schäfer (Timo.Schaefer@Kreis-Ahrweiler.de).

„Wir freuen uns, unseren Nachbarn bei der dringenden Wohnraumsuche zu helfen. Ihnen eine gute Notunterkunft zur Verfügung zu stellen, wird mit dem heutigen Tage Wirklichkeit. Unsere Bevölkerung ist bekannt für ihre Hilfsbereitschaft und ein Zupacken in der Krise. Mit ihr zusammen werden wir die hilfesuchenden Menschen aus dem Ahrtal mit offenen Armen willkommen heißen“, so Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, bei der Inbetriebnahme des Containerdorfes.

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Marc Leinen aus Fließem zum neuen Kreisfischerei-Berater des Eifelkreises Bitburg-Prüm berufen

Bitburg – Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde Marc Leinen aus Fließem zum neuen Kreisfischereiberater des Eifelkreises Bitburg-Prüm berufen. Er folgt damit auf Herbert Schneider, der im Oktober 2020 plötzlich und unerwartet verstarb. Marc Leinen ist bereits seit Jugendtagen der Fischerei verbunden und im Verein aktiv. Seit 2019 ist er 1. Vorsitzender der Kylltalfischer in Fließem.

Zu seinen künftigen Aufgaben als Kreisfischereiberater obliegt ihm die Beratung der Unteren Fischereibehörde des Eifelkreises in allen fischereirechtlichen Fragen, besonders bei wasserbaulichen Maßnahmen. Darüber hinaus führt er den Vorsitz im Fischerprüfungsausschuss, wirkt bei der Prüfung von Fischereipachtverträgen mit und berät Genossenschaften und Pächter in fischereilichen Hege- und Pflegemaßnahmen.

Zudem wurde Rudolf Gerten aus Bitburg erneut zum stellvertretenden Kreisfischereiberater berufen. Herr Gerten übt dieses Ehrenamt bereits seit dem Jahr 2012 aus und hat die Aufgaben eines Kreisfischereiberaters während der Vakanz übernommen. Seit dem Jahr 2014 ist Rudolf Gerten zudem Elektrofischer.

Rudolf Rinnen, Beigeordneter des Kreises, überreichte Marc Leinen und Rudolf Gerten ihre Berufungsurkunde und dankte beiden für ihr Interesse am Ehrenamt. Zugleich wurden beide zur gewissenhaften Erfüllung ihrer Tätigkeiten verpflichtet. Gerade nach dem vergangenen Hochwasser sei, so Rudolf Rinnen, viel Anstrengung für die Wiederherstellung der Gewässer und Uferböschung erforderlich. Auch die Fischpopulation hat unter den starken Strömungen gelitten. Die beiden Fischereiexperten berichteten über ihre Eindrücke nach dem Hochwasser und die daraus resultierenden Folgen für die Fischpopulation.

Zu den Ernennungen gratulierten Geschäftsbereichsleiterin Andrea Fabry und der Amtstierarzt Dr. Florian Pfannenschmidt für das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung, dem die Untere Fischereibehörde angegliedert ist.

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Pegel im Bereich des Einzugsgebiets von Ahr und Mosel wiederhergestellt

Region/Koblenz – Hochwasservorhersage: Bei der Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 wurden insgesamt 20 hochwasserrelevante Pegel im Bereich des Einzugsgebiets von Ahr und Mosel beschädigt oder zerstört. 18 dieser Pegel sind nun durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord wiederhergestellt worden. Somit kann das Landesamt für Umwelt an der Ahr wieder ausreichend aktuelle Wasserstandsdaten für seinen Hochwasservorhersagedienst verwenden. Bürgerinnen und Bürger können über die App „Meine Pegel“ wieder aktuelle Informationen zu den Pegelständen erhalten und sich gegebenenfalls individuell warnen lassen.

Einzig die beiden Pegel Kreuzberg und Müsch konnten bisher nicht wieder in Betrieb genommen werden. Allerdings hat das Technische Hilfswerk (THW) in Abstimmung mit dem Landesamt für Umwelt und der SGD Nord an der Ahr in Dümpelfeld, Neuhof, Hönningen und Schuld mobile Wasserstandpegel eingerichtet und dem Land zur vorübergehenden Nutzung zur Verfügung gestellt. Diese Pegel sind ebenfalls online über die App „Meine Pegel“ abrufbar. Das Landesamt für Umwelt zieht die vom THW eingerichteten Pegel auch zur Plausibilisierung der Hochwasserfrühwarnung heran.

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Wiederaufbau des Ahrtals ist „ein nationaler Kraftakt“ – Handwerk vor Ort kommt dabei zentrale Rolle zu

Ahrweiler/Dernau/Koblenz – Hochwasserkatastrophe: Wirtschaftsminister Schmitt und Pinkwart tauschen sich in Dernauer Tischlerei zur aktuellen Lage aus und legen 10-Punkte-Plan zum Wiederaufbau vor. Gleich zwei Wirtschaftsminister kamen in die Tischlerei Rönnefarth nach Dernau, um sich vor Ort einen Überblick zu den Hochwasserschäden und den Stand des Wiederaufbaus zu verschaffen. Daniela Schmitt aus Mainz und Prof. Dr. Andreas Pinkwart aus Düsseldorf holten sich Informationen aus erster Hand von Betriebsinhaber Maik Rönnefarth wie auch Kurt Krautscheid, Präsident der Handwerkskammer (HwK) Koblenz. Ebenfalls dabei: Alfred Sebastian, Bürgermeister der stark vom Hochwasser betroffenen Ortschaft Dernau.

Die Tischlerei Rönnefarth in Dernau am Tag nach der nächtlichen Flutkatastrophe. Was sich an diesem 15. Juli 2021 niemand vorstellen konnte: Bereits drei Wochen später laufen die Vorbereitungen zum Hochfahren der Produktion. Mit enormer Energie haben viele Handwerksbetriebe ihre Handlungsfähigkeit in kurzer Zeit wiedererklangt. Foto: HwK Koblenz

Leben und arbeiten entlang der Ahr haben sich durch die Flutkatastrophe Mitte Juli 2021 radikal verändert. Zahlreiche Wohnhäuser wurden zerstört oder schwer beschädigt. Kaum eine Unterkunft blieb verschont. Und auch die Wirtschaft ist betroffen. Allein 585 Handwerksbetriebe sind im Krisengebiet zu Hause, 100 von ihnen bilden rund 300 Lehrlinge aus. Wie hoch die materiellen Schäden liegen, kann im aktuellen Stadium der Aufnahme noch nicht verlässlich gesagt werden. Denn viele Gebäude sind noch nicht statisch untersucht. Erst dann wird sich zeigen, ob weitere Bausubstanz wegen Einsturzgefahr abgerissen werden muss. „Aktuell schätzen wir pro Betrieb einen Schaden von rund 500.000 Euro“, erklärt dazu die HwK-Betriebsberatung.

Dabei kommt gerade dem Handwerk im Ahrtal beim Wiederaufbau eine Schlüsselrolle zu und das Interesse aller muss sein, diesen Wirtschaftsbereich möglichst schnell wieder einsatzbereit zu machen. Die Tischlerei Rönnefarth um ihren Chef Maik ist hierfür ein Musterbeispiel. Denn drei Wochen nach der verheerenden Flut – der Betrieb stand 2,50 Meter unter Wasser und damit waren auch alle Maschinen ein Totalschaden – laufen hier die Vorbereitungen zum Wiederhochfahren der Produktion auf vollen Touren. Daniela Schmitt spricht insofern ganz zurecht „vom Handwerk als Helden des Wiederaufbaus. Dabei müssen wir unbedingt die Jugend einbinden.“ Denn auch das ist ein Problem, das nun gelöst werden muss. Niemand will, dass sich Jugendliche in Ausbildung oder Gesellen vom Ahrtal abwenden. „Wir müssen ein Signal senden, dass sie hier gebraucht werden, wir ihnen Zukunft bieten.“ Kurt Krautscheid, der einen engen Austausch mit den Innungen vor Ort und der Kreishandwerkerschaft pflegt, greift das auf und kann aus seinen Erfahrungen bestätigen, dass sich gerade die Jugend in die Krisenbewältigung stark einbringt. „Schaut man sich deren Hilfsbereitschaft an, ist das sehr beeindruckend und stimmt uns sehr optimistisch.“ Mut und Zuversicht sind auch Teil dieser Krise. „Das ist ein sehr starkes Signal!“

Für Maik Rönnefarth geht es nun auch um Planungssicherheit – und damit spricht er vielen anderen Unternehmern, aber auch Privatpersonen aus dem Herzen: „Wir brauchen verlässliche Grundlagen, auf die wir aufbauen können. Wo kann wieder etwas aufgebaut werden und wie? Das müssen wir jetzt verlässlich wissen!“. Das gelte für Gewerbestandorte wie auch für die Wohngebiete. „Orte wie Dernau dürfen keine Geisterdörfer werden“, mahnt auch Alfred Sebastian.

Eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau wird das Handwerk spielen, gerade bei der Versorgungstechnik. „Bald steht der Winter vor der Tür. Bis dahin gibt es viel zu tun und die Organisationskraft und Verlässlichkeit des Handwerks quer durch die Gewerke ist gegeben. Ich schließe hier alle ein, ob Dachdecker, SHK, Bäcker, Fleischer, Elektriker, Tischler und, und, und! Schnelles und effektives Handeln setzt entsprechende Rahmenbedingungen voraus.“ Damit die optimiert werden, wird es ab kommenden Dienstag (10. August 2021) in der Ahr-Akademie der HwK Abstimmungsrunden geben. Auch Maik Rönnefarth wird dabei sein, der die Handwerkskammer lobt für ihr zügiges und durchdachtes Krisenmanagement. „Wir konnten noch gar nicht unseren Notruf an die Kammer absetzen, da waren ihre Mitarbeiter schon hier.“

Wichtig, und das beschreiben Unternehmer, Regionalpolitiker und Kammervertreter einheitlich, ist eine optimale Koordination der Hilfsmaßnahmen. Nur dann kann sie greifen.

Wirtschaftspolitiker stellen 10-Punkte-Plan vor

Die beiden Wirtschaftsminister Pinkwart und Schmitt sprachen sich für eine rasche und nachhaltige Aufbauhilfe des Bundes für die getroffenen Betriebe aus und stellten einen 10-Punkte-Plan vor.

„Die schnelle und ausreichende finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern als gemeinsamem, nationalen Kraftakt ist ein dringend notwendiger erster Schritt. Damit die Hilfe schnell ankommt, ist der Abbau bürokratischer Hürden elementar.“

In einer gemeinsamen Erklärung haben die beiden Wirtschaftsminister aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die eng in der Krisenbewältigung zusammenarbeiten, zentrale Forderungen an den Bund herangetragen.

So müsse der Aufbaufonds auf Bundesebene zügig beschlossen werden, damit das Geld schnell in den Regionen ankomme. Dieser sollte auch wirtschaftliche Nachteile kompensieren, die bei den Unternehmen durch Umsatzverluste aufgrund der Schäden entstanden sind. Zudem sei es wichtig, dass die Wiederaufbauhilfe die Länder in ihren Förderprogrammen für die Maßnahmen vor Ort unterstützt. Die Länder müssten maßgeschneiderte Programme auf- und umsetzen können. Der Bund müsse ergänzend die Möglichkeit zum Rückgriff auf europäische Fördermittel aus dem Europäischen Solidaritätsfonds schaffen.

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Ministerin Gebauer: 166.000 Kinder werden in Nordrhein-Westfalen eingeschult

Region/Düsseldorf – Am Mittwoch, den 18. August 2021, beginnt nach sechs Wochen Sommerferien in Nordrhein-Westfalen wieder die Schule. Ein ganz besonderer Augenblick wird der Schulstart für die voraussichtlich insgesamt rund 166.000 Kinder, die zum Schuljahr 2021/22 eingeschult werden.

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Der erste Schultag ist geprägt von aufregenden Erlebnissen: Die i-Dötzchen lernen ihre neuen Mitschülerinnen und Mitschüler und vielleicht sogar Freunde fürs Leben kennen, sie dürfen ihre Schultüte auspacken und gemeinsam mit der Familie den Beginn eines neuen Lebensabschnitts feiern. Bei den neuen Erstklässlerinnen und Erstklässlern, ihren Eltern, Geschwistern und Angehörigen wächst sicherlich schon die Vorfreude auf diesen Tag. Die Landesregierung trifft alle nötigen Vorkehrungen, damit der Schulstart mit größtmöglicher Normalität beginnen kann. Besonders für unsere Kleinsten ist das von großer Bedeutung. Ich freue mich, dass die i-Dötzchen nun in ihr Schulleben starten können und wünsche ihnen viel Spaß beim Lernen und Erleben.“

In Nordrhein-Westfalen findet die Einschulung spätestens am zweiten Schultag nach den Sommerferien statt.

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ISB-Beratungstag am Dienstag 10. August 2021

Region/Mainz – Beratung für Gründer, freiberuflich Tätige und mittelständische Unternehmen. Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) lädt am Dienstag, den 10. August 2021 zum Beratungstag zu allen Themen der Wirtschaftsförderung ein. Das Angebot richtet sich an Existenzgründer, freiberuflich Tätige und Unternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Einbindung öffentlicher Mittel in die Finanzierungen aller Arten von Gründungsvorhaben wie beispielsweise Betriebsübernahmen, Franchise, Beteiligungen und Nebenerwerbsgründungen sowie Wachstums- und Festigungsinvestitionen bestehender rheinland-pfälzischer Unternehmen sind Gegenstand der kostenfreien Beratung.

Um Anmeldung zu einem individuellen Termin unter der Telefonnummer 06131 6172-1333 oder per E-Mail an beratung@isb.rlp.de wird gebeten. Weitere Informationen zum Beratungstag und zum Förderangebot der ISB sind unter www.isb.rlp.de verfügbar.

Aus gegebenem Anlass werden die Beratungsgespräche nicht vor Ort, sondern als Telefon- oder Videokonferenzen durchgeführt.

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Jessica Hamann eröffnet ersten eigenen Friseursalon in Mendig

Mendig – Es braucht schon eine gewisse Portion Mut, in der aktuellen Corona Situation einen Neustart zu wagen und ein Geschäft zu eröffnen. Doch genau das hat die 29-jährige Friseurmeisterin und Betriebswirtin Jessica Hamann getan. Der ehemalige Candy-Shop inklusive Post in Obermendig wurden über Wochen renoviert und zu einem kleinen Schmuckstück umgebaut. Seit dem 01.Juli stehen den Gästen in der Teichwiese 10a, auf über 150 qm, 6 mit neuester Lichttechnik ausgestattete Frisierbereiche, Relax- und Waschbereich sowie ein eigener Behandlungsraum für kosmetische Behandlungen zur Verfügung.

„Ich freue mich sehr, hier als „Mennijer Mädche“ meinen Lebenstraum in meiner Heimat zu verwirklichen.“, so Jessica Hamann bei der Vorstellung der neuen Geschäfts- und Frisierräume mit Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig.

„Es ist bemerkenswert in der aktuellen Situation den Mut aufzubringen sich mit einem Geschäft selbstständig zu machen. Mir zeigt es aber, dass wir auch infrastrukturell vieles richtig machen, wenn junge Menschen aus unserer Heimat sich Ihren Lebenstraum in Mendig verwirklichen“ Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, bei der Eröffnung.

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Podiums-Platzierung für Eifeler Mercedes-AMG Team HRT

Meuspath/Zolder – Das dritte Event der DTM auf dem belgischen Circuit Zolder war für das Mercedes-AMG Team HRT eine echte Achterbahnfahrt: Im Samstagsrennen zeigten Vincent Abril als Vierter und Maximilian Götz mit Gesamtrang sieben eine starke Performance. Im zweiten Rennen fuhr Maximilian Götz dank einer engagierten Fahrleistung und dem schnellsten Boxenstopp des Rennens verdient auf Podiumsplatz zwei und festigte damit seine Position als Dritter der DTM-Fahrerwertung.

  • Podiumsplatzierung und zwei Top-Ten-Ergebnisse für das Mercedes-AMG Team HRT
  • Rennen 1: Vincent Abril starker Vierter, Maximilian Götz auf Position sieben
  • Rennen 2: Drittes DTM-Podium für Maximilian Götz, Vincent Abril scheidet früh aus

Im Qualifying am Samstagvormittag zeigten sich sowohl Maximilian Götz (GER) mit der Startnummer #4 im pinkblauen BWT-Design als auch Vincent Abril (MCO) im gelb-blauen Bilstein Mercedes-AMG GT3 mit der Nummer #5 in guter Verfassung. Unter schwierigen Bedingungen auf der noch feuchten Strecke in Zolder verpasste Götz die Pole Position für das erste Rennen nur um 0,021 Sekunden, Abril hatte als Vierter ebenfalls nur knapp zwei Zehntelsekunden Rückstand auf den Erstplatzierten.

Beim anschließenden Rennen verlief schon die Startphase turbulent: Mehrere Konkurrenten kollidierten bereits in den ersten Kurven miteinander und mussten ihre Fahrzeuge abstellen. Götz und Abril überstanden die Situation unbeschadet, verloren jedoch Plätze. Nach der anschließenden Safety-Car-Phase war es der Monegasse, der den Restart für sich nutzen konnte und sich auf Position vier einreihte, sein Teamkollege Götz folgte auf P6.

Beide verteidigten ihre Platzierungen souverän, hatten jedoch schon bald mehrere Sekunden Rückstand auf das Führungstrio und konnten auf der engen Strecke keine entscheidenden Manöver mehr setzen. So beendete Vincent Abril das Rennen auf Rang vier und sammelte seine ersten Zähler der DTM-Saison. Maximilian Götz überquerte trotz Erfolgsgewicht, das er aufgrund seines Sieges auf dem Lausitzring zuladen musste, als Siebter die Ziellinie.

Der zweite Tag des DTM-Wochenendes begann unglücklich: Nach einem wegen einer roten Flagge verkürzten Qualifying mussten Maximilian Götz (P8) und Vincent Abril (P14) das Sonntagsrennen auf der anspruchsvollen Strecke aus der Mitte des Feldes starten. Und es kam noch schlimmer: Abril wurde kurz nach dem Start von einem Konkurrenten touchiert und musste sein beschädigtes Fahrzeug abstellen.

Maximilian Götz zeigte im Schwesterauto wie schon am Vortag eine kämpferische Leistung. Durch den schnellsten Boxenstopp konnte er mehreren Konkurrenten Zeit abnehmen und sich in den Top 3 etablieren. Nach einer Zeitstrafe im Führungsfeld gelang es ihm kurz vor Rennende, Platz zwei zu erobern, den er sicher ins Ziel fuhr. So endete das Rennwochenende für das Mercedes-Team HRT mehr als versöhnlich mit einer verdienten Podiumsplatzierung.

Der nächste Renneinsatz ist für HRT ein besonderer: Wenn die DTM vom 20. bis 22. August am Nürburgring gastiert, wird auch Teambesitzer Hubert Haupt in der Startaufstellung stehen. Bei seinem Gaststart wird Haupt einen Mercedes-AMG GT3 im schwarz-weißen Design des neuen Teampartners PLAYBOY mit der Startnummer #6 pilotieren.

Maximilian Götz, Mercedes-AMG Team HRT #4
„Heute war einmal mehr zu sehen, dass im Motorsport immer etwas drin ist. Auch bei einer schlechten Ausgangslage muss man bis zum Schluss kämpfen. Wir haben es heute sehr gut gemacht, die Strategie war die richtige, die Pace war da. Was gestern gegen uns gelaufen ist, lief heute für uns.“

Vincent Abril, Mercedes-AMG Team HRT #5
„Am Samstag hatten wir ein hartes und hektisches Rennen. Ich war aber sehr zufrieden mit meiner Leistung und der des Teams. Heute bin ich sehr frustriert: In meiner Karriere ist es noch nie vorgekommen, dass ich ein Rennen quasi direkt nach der ersten Kurve beenden musste. Ich denke immer positiv, aber das ist schon ein herber Rückschlag.“

Sean Paul Breslin, Teamchef Mercedes-AMG Team HRT
“Es war heute erneut eine hervorragende Mannschaftsleistung mit einem Podiumserfolg und wichtigen Punkten für die Meisterschaft. Ich möchte unserem gesamten Team explizit für ihre wieder einmal fantastische Performance danken: Wir hatten in beiden Rennen den schnellsten Boxenstopp, das harte Traning hat sich heute also ausgezahlt. Das Ausscheiden unseres zweiten Fahrzeuges ist natürlich ein Wermutstropfen, aber wir werden das verkraften und noch stärker zurückkommen.“

Ulrich Fritz, Geschäftsführer Haupt Racing Team GmbH
„Es war ein Wochenende der Ups and Downs. Nach dem sehr guten Qualifying gestern war das Rennergebnis suboptimal, mehr als Position vier für Vince war leider nicht möglich. Wir sind mit hohen Erwartungen in den zweiten Renntag gestartet, der dann leider sowohl im Qualifying als auch beim Rennstart völlig gegen uns lief. Am Ende sind wir verdient Zweiter geworden. Mein Dank gilt unserem ganzen Team, das nie aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft hat. Wir sind in einer guten Ausgangsposition für die kommenden Rennen und freuen uns auf diese Aufgaben.“

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Besucher der Mechernicher Stadtbücherei können zwischen 15.000 Medien auswählen

Mechernich – Beratung mit jahrzehntelanger Erfahrung – Unschlagbar: Jahreskarte plus kostet 27 Euro für die ganze Familie. „Bücher sind immer noch mit Abstand das am meisten ausgeliehene Medium in unserer Bücherei“, erzählt Dorothea Hamacher. Die Mitarbeiterin der Stadtbücherei Mechernich sitzt zusammen mit ihrer Kollegin Elisabeth Gehrmann auf einem gemütlichen Sofa zwischen den Bücherregalen und blättert im neuesten Roman von Kerstin Gier. Rund 15.000 Medien stehen demjenigen zur Auswahl, der sich in der Bücherei einfach mal umschauen möchte. Neben Büchern gibt es dort zum Beispiel Zeitschriften und Hörbücher sowie für die Kleinen „Tonie“-Hörspiele und allerlei aus dem „Tiptoi“-Sortiment.

Seit Mitte Mai hat die Mechernicher Stadtbücherei nach dem Corona-Lockdown wieder für den Publikumsverkehr geöffnet, freuen sich Dorothea Hamacher (links) und Elisabeth Gehrmann. Im Gegensatz zu den Bibliotheken in Euskirchen, Schleiden und Nettersheim ist sie glücklicherweise nicht vom Hochwasser betroffen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Möglichst aktuell soll die Medienauswahl in der Stadtbücherei sein. Dafür gilt dann bei der Anschaffung „weniger ist mehr“, um mit dem zur Verfügung stehenden Budget zu haushalten. Während Elisabeth Gehrmann sich um die Statistiken kümmert und den Überblick behält „was geht und was nicht gut geht“, kann Dorothea Hamacher sich auf ihre Erfahrung verlassen: „Nach 35 Jahren im Team der Stadtbücherei weiß man, was die Leute gerne lesen.“

Jede Woche Neuzugänge der Bestseller-Liste

Zurzeit seien zum Beispiel Krimis ein besonders starkes Genre bei den Mechernicher Lesern, aber auch die Titel der Bestseller-Liste, deren Neuzugänge die Bücherei jede Woche aktuell geliefert bekomme, seien stark nachgefragt. Umgekehrt gebe es inzwischen gar keinen Bedarf mehr an Musik-CDs oder DVD-Serien, seit die Streaming-Dienste den Markt übernommen haben.

Neben den Streaming-Diensten hat natürlich auch die Corona-Pandemie den Bibliotheken in Deutschland zu schaffen gemacht. „Jeder Lockdown hat uns getroffen“, erzählt Dorothea Hamacher, obwohl die Mechernicher Stadtbücherei mit ihren „Medien to go“ ein Angebot entwickelt hatte, dass von den Kunden sehr gut angenommen wurde. Dabei konnten Bücher oder andere Medien online oder per Telefonanruf vorbestellt und coronakonform an der Fensterausgabe abgeholt werden.

Jetzt hofft das Team der Stadtbücherei, dass Corona bald soweit im Griff ist, dass auch Gruppenangebote wie die Vorlesenachmittage, Führungen für Kindergärten und Schulen oder Buchprojekte mit älteren Schülern wieder stattfinden können. Kitas und Schulen können sich aber weiterhin nach Bedarf Medienboxen zu bestimmten Themen zusammenstellen lassen.

Jahreskarte plus für 27 Euro

Kinder und Jugendliche können Bücher und Zeitschriften übrigens kostenlos ausleihen, für andere Medien wird eine Leihgebühr von 1,50 Euro fällig. Unschlagbar ist der Preis für eine Jahreskarte plus: 27 Euro zahlt die ganze Familie, um ein Jahr lang alle Medien ausleihen zu dürfen. Eine Jahreskarte für Bücher und Zeitschriften kostet indessen 15 Euro.

Im Jahresbeitrag enthalten ist auch die Nutzung der „Onleihe Erft“, einem Ausleihsystem für digitale Medien, zu dem sich 15 Bibliotheken in der Region zusammengeschlossen haben. 35.000 Artikel stehen dort zur Auswahl: eBooks, eAudios und eMagazine. „Die »Onleihe Erft« wurde von unseren Kunden gut angenommen – und in Corona-Zeiten natürlich noch mehr genutzt“, so Elisabeth Gehrmann.

Persönliche Beratung

Den Service der Mechernicher Stadtbücherei in der Bahnstraße 26 haben im ersten Halbjahr 2021 – trotz Corona-Lockdown – schon 375 „Entleiher“ genutzt (Familien zählen dabei als ein Benutzer). Zum Vergleich: 2018 zählte die Mechernicher Bücherei insgesamt 900 aktive Benutzer. Und noch ein paar Zahlen: Wer sich in der Mechernicher Bibliothek ein Buch ausleihen möchte, hat die Wahl zwischen 4.221 Romanen, 3.058 Sachbüchern und 4.687 Kinderbüchern.

Wem die Wahl da schwerfällt, der kann sich natürlich vom Bücherei-Team beraten lassen. „Dafür sind wir schließlich da!“, betont Elisabeth Gehrmann. Sie hat gerade „Der Buchspazierer“ von Carsten Henn gelesen: „Es geht um einen alten Mann, der in einer Buchhandlung Freunde findet, die füreinander da sind – ein Buch, das aus der Reihe fällt.“ Dorothea Hamacher nennt auf die Frage nach dem „Buch auf ihrem Nachttisch“ den Roman „Stay away from Gretchen“ von Susanne Abel. Eine Liebes- und Familiengeschichte, die die Vergangenheit einer Flüchtlingsfamilie aus Ostpreußen mit der Gegenwart verknüpft. Zwei Bücher, zwei Welten – und die Bücherei ist der Ort, der sie miteinander verbindet.