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Heute Sonntag 29. August Benefiz-Kunstwerke-Auktion im Köllenhof – Kunstwerke ersteigern und Gutes tun

Wachtberg-Ließem – Kulturwochen-Künstler versteigern Kunst für Hochwasser-Geschädigte. Liebe Kunstliebhaber, Spendenwillige, Unterstützer, das fürchterliche Geschehen an der Ahr und im Rhein-Sieg-Kreis lässt uns nicht los. Künstlerinnen und Künstler der 14. Wachtberger Kulturwochen haben sich zur Unterstützung der Betroffenen der Flutkatast­rophe etwas ausgedacht. Sie spenden Werke, die am heutigen Sonntag, 29. August 2021 um 17.00 Uhr im Köllenhof in Ließem im Rahmen einer Auktion versteigert werden.

Ergänzend gibt es Wein und Gutscheine für Veranstaltungen u.a. zu ersteigern. Durch die Auktion führt Alfred Schneider, der Vorsitzende des Fördervereins Kunst und Kultur in Wachtberg e.V. Eine Besichtigung der Werke ist am Auktionstag ab 16.00 Uhr im Köllenhof möglich.

Der Erlös der Versteigerung wird zu 100 Prozent an die Spendenkonten der Kreissparkasse Köln und VR-Bank Bonn für Betroffene im Rhein-Sieg-Kreis sowie der Kreissparkasse Ahrweiler für Betroffene an der Ahr weitergegeben.

Bitte beachten:
Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der jetzt gültigen 3G-Corona-Bestimmungen statt, d.h. eine Teilnahme ist nur als vollständig Geimpfter, Genesener oder mit aktuellem negativen Coronatest (Nachweise sind mitzubringen!) möglich.

Unterstützen auch Sie diese A(u)ktion, ersteigern Sie sich Ihr Lieblingswerk und tun dabei Gutes! Wir freuen uns auf Sie!

Viele Grüße

Jörg Schmidt, Bürgermeister

Susanne Feldes, Künstlergruppe Kunstvoll, für die Künstler*innen

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Wiederaufbau: RLP Innenminister Lewentz begrüßt Angebot des Bundes zur personellen Unterstützung

Region/Mainz – Innenminister Roger Lewentz hat positiv auf ein Angebot von Bundesinnenminister Horst Seehofer reagiert, wonach der Bund Rheinland-Pfalz beim Wiederaufbau nach der Hochwasserkatastrophe mit Bundesbediensteten personell unterstützen könne. „Der Bundesinnenminister hat in der Sitzung des Innenausschusses des Bundestages zugesichert, den Kommunalverwaltungen in den Katastrophengebieten personelle Unterstützung durch Bedienstete seines Hauses mit Dienstsitz in Bonn anzubieten. Dafür habe ich Herrn Seehofer am gestrigen Freitag schriftlich gedankt und mitgeteilt, dieses Angebot sehr gerne aufzugreifen. Ich begrüße es ausdrücklich, dass die Bundesregierung beabsichtigt, Rheinland-Pfalz nicht nur finanziell, sondern auch personell beim Wiederaufbau zu unterstützen. Das unterstreicht die gute Zusammenarbeit zwischen Land und Bund angesichts der verheerenden Katastrophe“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Er halte es für überlegenswert, ob sich bestenfalls auch andere Bundesministerien diesem Vorschlag anschließen könnten.

„Ich habe dem Bundesinnenminister vorgeschlagen, dass unsere Wiederaufbaubeauftragte Nicole Steingaß auf ihren Staatssekretärskollegen im Bund zugeht, um eine zeitnahe Umsetzung in die Wege zu leiten. Ich bin überzeugt, dass die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Kommunalverwaltungen, insbesondere im Landkreis Ahrweiler, diese direkte und pragmatische Unterstützung dringend benötigen, um neben ihren originären Aufgaben die vielfältigen Anforderungen des Wiederaufbaus gut bewältigen zu können“, so Innenminister Lewentz. Ob Bauingenieure, Verwaltungsfachleute oder andere Expertinnen und Experten – jede Unterstützung werde vor Ort gebraucht.

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7217 Euro durch Musik-Marathon

Kall – Große Resonanz bei der Bevölkerung – Die Spende im Rathaus übergeben – Michael Heller: „Wenn es einem schlecht geht, gibt Musik neue Kraft“ – Vereine suchen dringend jugendlichen Nachwuchs. Fünf Stunden lang waren sie sonntags unterwegs gewesen, um den Menschen in der Gemeinde Kall nach der schlimmen Flutkatastrophe  in der Nacht zum 15. Juli ein Zeichen der Hoffnung zu geben. An der Benefiz-Tour durch die Gemeinde hatten sich die Musikanten der Kaller Musikkapelle, der Musikvereine Urft und Sötenich sowie des Bläserchors „Haste Töne“ aus Scheven beteiligt. Die Tournee hatte in Urft begonnen und danach weiter nach Sötenich, Scheven, Golbach und zum furiosen Abschluss nach Kall geführt. Unter der Dirigentschaft von Peter Blum hatten die Musiker die Zuhörer in allen fünf Orten mit zehn ausgewählten erfreut.

Das gemischte Ensemble war aber auch auf Tournee durch die Gemeinde gegangen, um in einer Spenden-Trommel Geld für die Flutopfer zu sammeln. Einen Grundstock von 601 Euro hatten im Vorfeld bereits einige jüngere Mitglieder der Kaller Musikkapelle bei einem Ausflug nach Clausthal-Zellerfeld gelegt, wo neben dem Büffeln von Musiktheorie gebüffelt, dem Schnitzen von Schlagzeug-Stöcken und dem Basteln von Notenschlüsseln auch das gesellige Beisammensein auf dem Programm gestanden hatte.

Die Idee zur Zahlung eines „Bier-Solis“ für die Kaller Flutopfer-Hilfe kam bei allen Teilnehmern derart gut an, so dass am Ende die 601 Euro zusammen kamen. Diese Summe vergrößerte sich am Konzert-Sonntag schlagartig, denn die dankbaren Zuhörer hatten sich bei allen fünf Auftritten nicht lumpen lassen. Nachdem die Verantwortlichen der vier Musikvereinigungen am Abend Kassensturz gemacht hatten, konnten sie eine Spendensumme von 7217 Euro verbuchen.

Den Scheck über diese Summe übergaben Stefan Reinders (Musikkapelle Kall), Werner Schreiber (Musikverein Sötenich), Reinhard Schindler (Musikverein Urft) und Georg Kathreiner (BC Haste Töne Scheven) einige Tage später im ebenfalls von der Flut schwer betroffenen Rathaus an Michael Heller, den  allgemeinen Vertreter des Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser.

Heller bedankte sich im Namen des Bürgermeisters. Die gemeinsamen Konzerte seien auf große Resonanz gestoßen. Sie hätten das große Miteinander und den Zusammenhalt in der Gemeinde widergespiegelt. „Wenn es einem nicht gut geht, kann er durch Musik neue Kraft schöpfen“, so Michael Heller. Musikvereine seien auch in der Gemeinde Kall wichtige Institutionen. Er äußerte die Hoffnung, dass die gemeinsame Konzerttournee auch den verdienten Nachhall und die Aufmerksamkeit der Jugend finde und dringend benötigter Nachwuchs zu den Musikvereinen hingeführt werde. Von einem Nachwuchsmangel in vielen Musikvereinen berichtete Werner Schreiber vom MV Sötenich. Und auch sein Urfter Reinhard Schindler bestätigte die Schwierigkeit, junge Leute für das Musizieren im Verein zu begeistern.

Stefan Reinders, Vorsitzender der Musikkapelle Kall, berichtete als Fazit der Flutopfer-Konzerte von einer durchweg positiven Resonanz aus der Bevölkerung. Er schloss eine Wiederholung nicht aus. Allerdings, so Reinders, „dann aber zu einem weniger schlimmen Anlass“.

Die Spende der Musikvereine gehe gezielt an von der Flut betroffenen Personen, versicherte Michael Heller. Mit den bisher eingegangenen Spendengeldern habe die Gemeinde alle in Not geratene Flutopfer mit Soforthilfen bedienen können. Aber, so der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters: „Es gibt noch besondere Härtefälle, wo weitere Hilfe nötig ist“.

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NRW Ministerin Scharrenbach: Corona-Lüftungs-Programm II für sichere Kindertages-Einrichtungen und Schulen startet

Region/Düsseldorf – Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW teilt mit: Seit dem gestrigen Freitag, 27. August 2021, 10.00 Uhr, können Kommunen und Träger Förderanträge für mobile Luftreinigungsgeräte und einfache bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Luftaustausches in Kindertageseinrichtungen und Schulen stellen: Nach dem Bund hat der Haushaltsausschuss des Landtages den Weg für Fördermittel in Höhe von 90,4 Millionen Euro freigemacht. Damit ist das Lüftungsprogramm II in Nordrhein-Westfalen startklar.

Förderfähig sind für das Lüftungsprogramm II ausschließlich Geräte oder Maßnahmen in Räumen der so genannten Kategorie 2. Das sind Räume mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit, die keine raumlufttechnische Anlage besitzen oder in denen die Fenster nur kippbar sind oder es nur Lüftungsklappen mit minimalem Querschnitt gibt.

Es können mobile Luftreinigungsgeräte mit Filtertechnologie (HEPA 13) oder mit UV-C-Technik oder sogenannte Kombinationsgeräte aus beiden Verfahren gefördert werden. Die Geräte müssen so bemessen sein, dass ihr stündlicher Mindestvolumenstrom dem 4-fachen Raumvolumen entspricht und eine möglichst geringe Geräuschemission erreicht wird. Wie bereits bei dem Lüftungsprogramm I fördert die Landesregierung Nordrhein-Westfalen bis zu 100 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, aber bis höchstens 4.000 Euro je beschafftem Gerät oder bei baulichen Maßnahmen je Raum. Zusätzlich wird für jedes geförderte Luftreinigungsgerät einmalig eine Pauschale von 500 Euro für Betrieb und Wartung gewährt.

Die Anträge können seit dem 27. August 2021 bis zum 10. Dezember 2021 ausschließlich im Online-Portal gestellt werden: http://www.frl-luft.foerderung.nrw.de/onlineantrag/programm/7

Antragsberechtigt sind die Träger von Einrichtungen in denen Kinder unter 12 Jahren betreut werden. Werden in einer Einrichtung zusätzlich Kinder über 12 Jahren betreut, können Förderanträge für sämtliche Räume der Kategorie 2 gestellt werden.

Die Finanzierung des Lüftungsprogramms II des Landes Nordrhein-Westfalen erfolgt im Umfang von 84,4 Millionen Euro jeweils zur Hälfte durch Mittel des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen. Aus dem Landeshaushalt werden zusätzlich sechs Millionen Euro für einfache bauliche Maßnahmen bereitgestellt, sodass insgesamt 90,4 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Die Richtlinie zur Förderung von Ausgaben zur Verbesserung des Infektionsschutzes durch technischen Maßnahmen in Einrichtungen für Kinder unter 12 Jahren (RL-FitU12) finden Sie unter: https://www.mhkbg.nrw/sites/default/files/media/document/file/2021_08_25_RL_FItU12_FINAL_.pdf

Hintergrund:

Das Sonderprogramm I des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 sah vor, dass für Räume, die nicht ausreichend durch gezieltes Fensteröffnen oder durch eine raumlufttechnische Anlage (RLT-Anlage) gelüftet werden können, insbesondere der Erwerb mobiler Luftreinigungsgeräte finanziell unterstützt wurde. Zuwendungsfähig waren auch einfache bauliche Instandsetzungs- oder Umrüstungsmaßnahmen an Fensteranlagen. Insgesamt wurden so bisher 5.500 Räume in Schulen und in Sporthallen entweder mit mobilen Luftreinigungsgeräten ausgestattet oder durch einfache bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Lüftbarkeit ertüchtigt.

Im Sommer 2020 hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit den Schulen und den Städten und Gemeinden die Belüftungssituation in den Schulen analysiert. Aus der Analyse ging hervor, dass die Städte und Gemeinden sehr verantwortungsvoll mit der damaligen Aufgabenstellung „Schulbetrieb im Herbst/Winter 2020“ umgegangen sind und auch weiter umgehen.

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Schulstart im Kreis Ahrweiler – Schüler-Beförderung ist große Herausforderung

Ahrweiler – Der Bus- und Bahnbetrieb im Landkreis Ahrweiler ist nach der Flutkatastrophe Mitte Juli aufgrund erheblicher Schäden an der Infrastruktur, wie Schienen, Straßen und Brücken, stark eingeschränkt. Obwohl viele reguläre Linienwege nicht benutzbar sind, konnte zwischenzeitlich in weiten Teilen des betroffenen Gebiets wieder ein Angebot im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eingerichtet werden, so unter anderem ein Schienenersatzverkehr für die Ahrtalbahn. Darüber hinaus hat die Kreisverwaltung zum Schulbeginn am 30. August ein umfangreiches Konzept erarbeitet, um den Transport der Schülerinnen und Schüler zu den Schulen gewährleisten zu können. So wurde eine Vielzahl spezieller Fahrten mit Bussen, Kleinbussen und Taxen bestellt beziehungsweise bei den Verkehrsunternehmen in Auftrag gegeben.

Da das neue Fahrplankonzept sehr kurzfristig umgesetzt werden muss, kann es gerade in der Anfangszeit zu Problemen bei  der Durchführung der Fahrten kommen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass viele Schülerinnen und Schüler an Ersatzschulorten unterrichtet werden müssen. Dies führt zu weiteren Anfahrten und entsprechend längeren Beförderungszeiten.

Die Kreisverwaltung wird das Fahrplankonzept gerade im Hinblick auf die Schülerbeförderung unmittelbar nach Schulbeginn intensiv prüfen und gegebenenfalls durch die Bestellung weiterer Fahrten oder Aktualisierungen bei den bereits beauftragten Verkehrsleistungen anpassen.

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„Neue Uferbepflanzung für den Seepark Zülpich“

Zülpich – Verlandete Bereiche werden optisch und ökologisch aufgewertet. Land fördert Klimaresilienz-Maßnahme mit insgesamt 57.800 €. Erfreuliche Nachrichten für den Seepark Zülpich: Dank einer Förderung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW sollen die durch den Pegelrückgang brachgefallenen Überbereiche optisch und ökologisch aufgewertet werden.

Das Land NRW fördert die entsprechenden Maßnahmen in den kommenden beiden Jahren mit insgesamt 57.800 Euro aus dem Topf des Sonderprogramms „Klimaresilienz in Kommunen“. Schon im vorigen Jahr wurden im Seepark auf Empfehlung des Garten- und Landschaftsplaners Dr. Wolfram Kunick, der den Vegetationsprozess im Seepark bereits seit der Landesgartenschau 2014 begleitet, erste Uferbepflanzungen durchgeführt.

Diese sollen auch bei einer weiteren Abnahme des Wasserspiegels einen positiven Effekt erzielen – unter anderem für den Uferschutz und die Selbstreinigung des Wassers. Im Mai dieses Jahres wurde diese Fläche nochmals um 250 Quadratmeter erweitert. Dabei wurden vorgepflanzte Röhrichtmatten in die Uferzone eingebracht. Dank der Förderzusage soll mit dieser Methode nun die komplette Uferzone vom Flying Fox-Park bis zur Römerbastion bepflanzt werden.

Auch für das Seebühnen-Karree ist eine standortgerechte Bepflanzung geplant. „Durch diese Maßnahme leistet der Seepark Zülpich auch einen wichtigen Betrag zur ökologischen Aufwertung des Wassersportsees und zur CO2-Reduktion“, so Seepark-Geschäftsführer Christoph M. Hartmann. „Denn die Beschattung der
Uferzone hat kühlende und wasserspeichernde Effekte. Sie begünstigt außerdem den Abbau von eingespülten Nährstoffen und schafft neue Laichgebiete für Fische und Wassertiere.“

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Wiederherstellung des Gasnetzes im Ahrtal erfolgt in Rekordtempo

Ahrweiler – 57 Prozent der Kunden sind bereits jetzt oder bis Ende Oktober wieder versorgt – In 43 Prozent der Fälle keine Versorgung bis zum Winter – Flüssiggas als Übergangslösung. Die Dimensionen der Flutschäden am Erdgasnetz im Ahrtal sind gewaltig: 133 Kilometer Erdgasleitungen, 8.500 Gaszähler, 3.400 Hausdruckregler, 7.220 Netzanschlüsse und 31 Gasdruckregel- und Messanlagen sind durch das extreme Hochwasser beschädigt oder sogar komplett zerstört worden. Entsprechend aufwendig ist die Wiederherstellung der Gasversorgung im Kreis Ahrweiler. Seit mittlerweile sechs Wochen herrscht daher in der Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm) Ausnahmezustand. „Es handelt sich hier um das größte Schadensereignis in der Geschichte unseres Unternehmens nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir sind seit der Katastrophennacht mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz, um die Gasversorgung im Ahrtal so schnell wie möglich wiederherzustellen“, betont Vorstandsvorsitzender Josef Rönz. Insgesamt nimmt die evm-Gruppe hierzu mindestens 20 bis 30 Millionen Euro in die Hand.

Die Arbeiten gehen sehr zügig voran, wie Josef Rönz ausführt: „Die Reparatur sowie der Neubau zerstörter Leitungen erfolgt hier im Rekordtempo. So entsteht derzeit innerhalb weniger Wochen eine komplett neue Hochdruckleitung, für die sonst zwei Jahre Planungs- und Bauzeit nötig wären“, so Rönz. „Oberste Priorität hat für uns die Wiederversorgung der Kunden mit Erdgas.“ Darüber hinaus stellt der Vorstandsvorsitzende eine große Hilfsbereitschaft fest: Mehr als 150 Mitarbeiter der evm-Gruppe helfen betroffenen Kollegen und Bürgern, und die evm-Gruppe unterstützt mit Sach- und Geldspenden die Betroffenen. So hat die evm-Gruppe einen Hilfsfonds über 100.000 Euro aufgelegt, um Flutopfern zu helfen. Außerdem sammeln die Kollegen Spenden für betroffene Mitarbeiter; hierbei sind bereits mehr als 60.000 Euro zusammengekommen, die die evm um 50.000 Euro aufstockt.

Der Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein, der Energienetze Mittelrhein (enm), war es schon nach drei Tagen gelungen, verschiedene Orte in der Gemeinde Grafschaft über eine Transportleitung von Unkelbach aus wieder mit Erdgas zu erreichen. In den Wintermonaten kann es dort zu Engpässen kommen, da nur eine begrenze Menge an Erdgas dort durchgeleitet werden kann. Schnell konnte die enm auch Leitungen in Sinzig und Bad Bodendorf wiederinstandsetzen. Im Remagener Stadtteil Kripp befindet sich die Übernahmestation, an der das Erdgas von der überörtlichen Transportleitung in das Netz der evm-Gruppe eingespeist wird. Insgesamt sind 30 Prozent der Kunden wieder versorgt, und bei 27 Prozent erfolgt dies in Kürze.

Von Kripp über Sinzig und Bad Bodendorf erreicht die Hochdruckleitung dann das Gebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler und folgt im Wesentlichen dem Verlauf der Ahr. „Da auch sämtliche Ahrüberquerungen durch die Flut zerstört wurden, ist der Wiederaufbau der zerstörten Gas-Infrastruktur eine besondere Herausforderung“, erläutert Dr. Andreas Hoffknecht. Um etwa die Orte südlich der Ahr wieder mit Gas versorgen zu können, müssen zunächst Ahrquerungen neu geschaffen werden. Das erfolgt derzeit an zwei Stellen: in Höhe Lohrsdorf und bei Heppingen. Wenn an diesen Stellen wieder unterirdische Leitungen geschaffen wurden und mit dem bestehenden Netz auf der anderen Seite der Ahr verbunden werden konnten, kann die Wiederaufnahme der Gasversorgung in den Bereich südlich der Ahr vorbereitet werden. Hoffknecht: „Wir rechnen damit, dass wir die Haushalte dort im Lauf des Monats Oktober wieder anschließen können. Allerdings erleben wir bei der Beseitigung der Flutschäden jeden Tag neue Überraschungen. Daher bitte ich um Verständnis dafür, dass wir Zeitangaben immer wieder an neue Erkenntnisse anpassen müssen.“

Deutlich schwieriger gestaltet sich die Wiederaufnahme der Erdgasversorgung in den Stadtgebieten nördlich der Ahr. Die Hochdruckleitung zwischen Heppingen und Walporzheim, wo das Gasnetz endet, ist in einem solch starkem Maß beschädigt, dass das Netz dort nicht mehr nutzbar ist. „Wir haben uns daher dazu entschlossen, eine neue Hochdruckleitung zu bauen“, erklärt der enm-Geschäftsführer. Die Neuverlegung der Gashochdruckleitung ist von Lohrsdorf bis zum Kreisverkehr Ringener Straße erforderlich. Ein Bauabschnitt führt unterhalb der Weinberge entlang der Bundesstraße 266 bis zum Kreisverkehr an der Ringener Straße. „Von dort haben wir die Möglichkeit, die neue Leitung mit dem bestehenden Netz im Stadtkern zu verknüpfen, um dann sukzessive die nächsten Straßenzüge wieder anzuschließen“, führt Dr. Hoffknecht aus. Neben neuen Leitungen müssen aber auch Gasdruckregelanlagen neu errichtet werden. Fünf solcher Anlagen komplett zerstört, neun durch das Hochwasser stark beschädigt. Ohne diese Stationen ist der Betrieb des Gasnetzes in Bad Neuenahr-Ahrweiler nicht möglich.

Ein weiteres Problem ist der Zustand der einzelnen Netzanschlüsse an den Häusern im Gebiet nördlich der Ahr. „Wir rechnen damit, dass sich in vielen Leitungen noch Wasser oder auch Schmutz befindet. Dann müssten wir diese Leitungen zunächst spülen, reinigen und trocknen, bevor wir wieder Gas auf die Leitungen geben können“, informiert Andreas Hoffknecht. Das ist bei mehreren Tausend Anschlüssen im Flutgebiet eine zeitaufwendige Herausforderung. Um hier schneller vorgehen zu können, kann die evm-Gruppe auf die Unterstützung anderer Energieversorgungunternehmen zurückgreifen, die bereitwillig ihre Hilfe angeboten haben. Unterstützung kommt beispielsweise von den Stadtwerken Neuwied, von der Bad Honnef AG, der ESWE aus Wiesbaden und weiteren Unternehmen.

Insgesamt rechnet die enm damit, dass die Erdgasversorgung im Gebiet zwischen Bad Neuenahr nördlich der Ahr und Walporzheim nicht vor Jahresende wieder aufgenommen werden kann. Daher empfiehlt die evm, sich jetzt zeitnah um eine Übergangsversorgung in Form von Flüssiggas zu kümmern. Hierzu steht Propan Rheingas als Partnerunternehmen der evm zur Verfügung. Dienstags von 9 bis 13 Uhr und freitags von 12 bis 16 Uhr steht ein persönlicher Fachberater im evm-Kundenzentrum an der Ringener Str. 25 in Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Verfügung. Eine provisorische Umstellung auf Flüssiggas ist in der Regel ohne großen Aufwand möglich.

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Klimawandel-Anpassung, Hochwasser- und Starkregen-Vorsorge in der Verbands-Gemeinde Kaisersesch

KaiserseschLandwirtschaftliche Flächen an Ortsrandlagen. Mit dem Thema Klimawandelanpassung beschäftigt sich die Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch schon seit Mitte 2019. Ziel ist es, die Gemeinden bestmöglich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen, Maßnahmenvorschläge auszuarbeiten und diese in die Umsetzung zu bringen. Die Hochwasser- und Starkregenvorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Staat, Kommunen und Privaten. Um alle Akteure zu sensibilisieren, sie einzubinden und über Vorsorgemaßnahmen zu informieren sowie die Eigenvorsorge zu stärken, können Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte erstellt werden.

In diesem Zusammenhang rücken auch die landwirtschaftlichen Flächen in den Ortsrandlagen in den Fokus der Betrachtung. Dies gilt besonders für die Ortsbebauung in den Tallagen, die von höher gelegenen, intensiv genutzten Flächen umgeben sind.

Experten gehen weltweit davon aus, dass durch den Klimawandel die Häufigkeit und vor allem die Stärke von Überflutungen und Starkregen weiter zunehmen. Hier gilt es Maßnahmen zu entwickeln, damit mögliche Schäden durch den Oberflächenabfluss und das Abschwemmen der fruchtbaren obersten Bodenschicht (Bodenerosion) sowohl für die Landwirte als auch für die Menschen in den Gemeinden verringert werden.

Insbesondere nach langer Trockenheit können die Folgen von Starkregen zum Teil dramatisch sein. Innerhalb kurzer Zeiträume fallen bei Starkregen sehr hohe Niederschlagsmengen, die kleinere Bäche über die Ufer treten lassen und Abwasser- und Regenrückhaltesysteme überfordern können. Hinzu kommt, dass trockener und stark verdichteter Boden nur eine geringe Aufnahmefähigkeit hat, so dass nicht unerhebliche Mengen an Wasser meist schnell oberflächig abfließen. Die Folgen sind oftmals Sturzfluten, die sich ihren Weg durch Ortschaften bahnen und dann teilweise zu großen Schäden in den betroffenen Gemein­den führen. Auch der unverdichtete, frisch bearbeitete Ackerboden kann zum Problem werden, insbesondere wenn diese Böden mit den Sturzfluten abgetrieben und zu Schlammlawinen werden.

Bei der Entwicklung von örtlichen Vorsorgekonzepten wird auch die Frage nach den möglichen Erosionsschutzmaßnahmen der Landwirtschaft eine große Rolle spielen. Es gilt, individuelle Lösungsmöglichkeiten gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden und den Landwirten zu suchen, damit die Risiken von Schäden minimiert werden.

Oft sind es einfache Maßnahmen, die schon das Schlimmste verhindern können, aber kaum oder nur geringe Kosten verursachen, beispielsweise ein Graben, ein kleiner Erddamm, eine witterungsangepasste Nutzungsart und ähnliches. Weiterhin muss der Anbau von Hackfrüchten, wie Mais, Kartoffeln oder Zuckerrüben und das Pflügen in Falllinien, überdacht werden.

Hier geht es also darum, die Eigentümer, die Nutzer, die Landwirte, die Hausbesitzer – möglichst alle Beteiligten – zu sensibilisieren und zu animieren, gegenseitig Rücksicht zu nehmen und zusammenzustehen, wenn es um die Herausforderungen geht, die uns der Klimawandel in Zukunft aufgibt.

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„Noch ein Mord, Mylord“ – Ralf Kramp setzt Lord Merridew-Reihe fort

Hillesheim – Lord Merridew ermittelt wieder! Liebhaber des britischen Humors haben schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung der Lord Merridew-Reihe gewartet. Ralf Kramp, der Meister des Schwarzen Humors, ist „geistiger Vater“ des versnobten Privatdetektivs Reginald Lord Merridew. Auch im zweiten Band lässt Ralf Kramp seine Hauptfigur nach Sherlock-Holmes-Manier ermitteln und überzeugt mit überraschenden Wendungen und Schluss-Pointen. Kniffelige Kriminalfälle laden zum Miträtseln in britischem Flair ein.

Zum Inhalt

Wo sind die Millionen der britischen Posträuber geblieben? Warum wurde Eleanor Rigby auf dem Zebrastreifen der Abbey Road überfahren? Wer stahl am Weihnachtsabend den Bombay Saphir auf Dorincourt Castle? Diese und viele andere geheimnisvolle Rätsel kann nur einer lösen: Reginald Lord Merridew, der versnobte Privatdetektiv mit dem fatalen Hang zu gutem Essen und rabenschwarzen Witzen. Ein Bauch wie ein Portweinfass, ein Adelsstammbaum wie eine tausendjährige Eiche und ein Gehirn wie ein Hochleistungscomputer – kein Kriminalfall der Nifty Fifties, der Swinging Sixties oder der Super Seventies, den er nicht lösen kann. Gemeinsam mit seinem Freund Nigel Bates reist seine Lordschaft in dessen feuerroten Austin Healey kreuz und quer durch Good Old England und bringt die Verbrecher zur Strecke. Wer wissen will, welcher Mordfall sich bei der Premiere der „Mausefalle“ ereignete, wer Marylin Monroe entführte oder wer Dr. Abraham van Helsing in Wirklichkeit war, der sollte sich unbedingt an die Fersen der beiden heften!

Zum Autor

Ralf Kramp, geboren 1963, lebt als Krimiautor und Veranstalter der Krimi-Erlebniswochenenden BLUTSPUR im Herzen der Eifel. Für sein Debüt „Tief unterm Laub“ erhielt er 1996 den Förderpreis des Eifel-Literaturfestivals. Seither erschienen mehrere Kriminalromane und zahlreiche Kurzgeschichten. In Hillesheim in der Eifel unterhält er zusammen mit seiner Frau Monika das »Kriminalhaus« mit dem »Deutschen Krimi-Archiv« (30.000 Bände), dem »Café Sherlock«, einem Krimi-Antiquariat und der »Buchhandlung Lesezeichen«. www.ralfkramp.de

Terminhinweis „Hillesheimer Krimitage“ am Sonntag, den 19. September 2021, mit Britischem Krimi-Picknick und -Häppchen aus „Noch ein Mord, Mylord“

Beim Krimi-Picknick auf der Hillesheimer Open-Air-Bühne an der Stadtmauer laden Gitta Edelmann und Ralf Kramp zur mörderischen Reise auf die britischen Inseln ein. Begleitet werden sie dabei stilecht von den Dudeldorf Lion Pipes & Drums. Das Café Sherlock bietet zu dieser Veranstaltung klassische britische Picknick-Leckereien wie Scotch Eggs, Pies, Muffins und Sandwiches an.

Ort: Innenbereich der Hillesheimer Stadtmauer, erreichbar über Burgstraße
Uhrzeit: 15:00 Uhr, Zugang ab 14:00 Uhr
Eintrittspreis: 20,00€ (VVK: 17,00€)

Mehr Infos dazu: https://www.krimiland-eifel.de/

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11-kV-Freileitung gewährleistet Versorgungs-Sicherheit in Mayschoß

Mayschoß – Unwetter Bernd: Westnetz errichtet neue Mittelspannungsfreileitung von Rech nach Mayschoß. Provisorische Aggregate werden voraussichtlich Ende September abgeschaltet. Nachdem Westnetz in den letzten Wochen die Stromversorgung der vom Hochwasser betroffenen Gebiete im Ahrtal weitestgehend provisorisch wiederhergestellt hat, schaut der Verteilnetzbetreiber jetzt in die Zukunft und bereitet die systematische Instandsetzung vor. Das Unternehmen startete nun in Mayschoß mit dem Bau einer neuen 11-kV-Freileitung, welche die Stromversorgung in der Ortsgemeinde schnell stabilisieren und auf lange Sicht eine ausreichende Versorgungssicherheit gewährleisten soll. Westnetz plant, die derzeit noch eingesetzten provisorischen Notstromaggregate ab Ende September abschalten zu können.

„Durch den Bau der neuen 11-kV-Freileitung können wir einen stabilen Stromfluss von der Umspannanlage Bad Neuenahr aus über Rech nach Mayschoß sehr schnell wiederherstellen. Unser Ziel ist es, bereits Ende September die Notstromaggregate in Mayschoß vom Netz nehmen zu können. Davon würde auch die ortsansässige Winzergenossenschaft profitieren, welche für die Weinlese im Herbst einen erhöhten Strombedarf hat“, erklärt Franz-Josef Schmitz, Netzplaner bei Westnetz.

Die neue Mittelspannungsverbindung führt von Rech nach Mayschoß und hat eine Länge von rund 1,5 Kilometern. Westnetz errichtet dazu in der Lehmstraße in Rech eine neue Schaltanlage mit Trafo, um die Leitung an das bestehende Netz anbinden zu können. Von dort aus beginnt die Mittelspannungsverlegung zunächst bis zur Ortsrandlage von Rech als Erdkabel und anschließend überwiegend als Freileitung bis zur Ortsnetzstation am Winzerverein in Mayschoß.

Zusätzlich verlegt Westnetz in der Ortsgemeinde ein neues Mittelspannungskabel über die Weinberge, das den Strom vom höher gelegenen Kalenborn nach Mayschoß bringen soll. Auch hier laufen die Bauarbeiten bereits auf Hochtouren. „Letztendlich erreichen wir durch die Stromzufuhr von Rech und Kalenborn aus einen Ringschluss, der die Stromversorgung der Ortsgemeinde optimieren und langfristig ausreichend sichern wird“, erklärt Franz-Josef Schmitz.