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Europäischer Tag der jüdischen Kultur am Sonntag 05. September

Region/Mainz – Dieter Burgard Beauftragter der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen: Viele Angebote zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur. „In den jüdischen Gemeinden, an Gedenkstätten und Museen haben viele Ehrenamtliche ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm für den Europäischen Tag der Jüdischen Kultur 2021 vorbereitet, dazu zählen Ausstellungen, Konzerte, Synagogen- und Friedhofsbesuche, Filmvorführungen und Vorträge“, wie der Beauftragte der Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen, Dieter Burgard, heute in Mainz unterstrich. Der Europäische Tag der jüdischen Kultur ist ein Aktionstag, der seit 1999 jährlich am 1. Sonntag im September begangen wird. Er findet dieses Jahr am 5. September statt. Thema ist in diesem Jahr „Dialog“.

Der Tag wird in rund 30 europäischen Ländern von jüdischen und nichtjüdischen Organisationen gemeinsam veranstaltet. In Rheinland-Pfalz sind landesweit mehrere Veranstaltungen geplant. Ziel ist, das europäische Judentum, seine Geschichte, Traditionen und Bräuche in Vergangenheit und Gegenwart besser kennenzulernen.

In Rheinland-Pfalz gibt es landesweit viele Angebote: unter anderem in der ehemaligen Synagoge in Laufersweiler. Sie öffnet ihre Pforten für Besucher von 10:00 bis 18:00 Uhr. Elfriede Karsch von der Autorengruppe Hunsrück wird auf Mundart literarische Erinnerungen vortragen. Danach besteht jeweils die Möglichkeit, an einem geführten Spaziergang mit Hans-Werner Johann auf dem „Weg der Erinnerung“ teilzunehmen. Abends um 18:00 Uhr findet eine Online-Diskussion mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten statt, die live in der Synagoge verfolgt werden kann. Moderiert wird die Diskussion vom Chefreporter der Rhein-Hunsrück-Zeitung, Volker Boch. Veranstalter von zwei weiteren Angeboten sind die Volkshochschule Frankenthal und der Förderverein für jüdisches Gedenken.

Eine Führung um 11 Uhr steht unter dem Thema „87 Stolpersteine erinnern an jüdische Bürger“. Über 70.000 Stolpersteine erinnern in rund 1.300 deutschen Städten und Gemeinden an die Opfer des Nationalsozialismus, davon circa 90 Prozent an jüdische Kinder, Frauen und Männer. Referent ist Rüdiger Stein. Treffpunkt ist die Zwölf-Apostel-Kirche in der Carl-Theodor-Straße in Frankenthal.

Über Jüdinnen und Juden in Frankenthal spricht bei einer Führung durch die Innenstadt um 17:00 Uhr Herbert Baum. Treffpunkt ist der Gedenkplatz für die Synagoge in der Glockengasse. Der Eintritt bei allen Veranstaltungen ist kostenfrei. Dazu sagte Dieter Burgard, der Beauftragte der Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen: „Diese Angebote bieten auch die Möglichkeit, Vorurteile und Unkenntnis abzubauen. Das ist in Anbetracht von antisemitischen Tendenzen in Deutschland dringender denn je. Am 6. September beginnt das zweitägige jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana, das im Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland besonders Beachtung verdient“, so Burgard.

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Landesprogramm startet im Schuljahr 2021/22 an 68 Grundschulen in NRW

Region/Düsseldorf – NRW Ministerin Gebauer: Die Landesregierung stärkt die Mehrsprachigkeit im Unterricht und zu Hause. Das Ministerium für Schule und Bildung NRW teilt mit: Schulministerin Yvonne Gebauer hat den Startschuss für das Landesprogramm „Grundschulbildung stärken durch HSU – Mehrsprachigkeit unterstützt den Bildungserfolg der Kinder“ gegeben. Durch das Programm sollen Maßnahmen für die engere Verzahnung des Herkunftssprachlichen Unterrichts (HSU) mit den Fächern in der Grundschule entwickelt und umgesetzt werden. Dafür stellt die Landesregierung im Rahmen des Masterplans Grundschule dauerhaft 70 zusätzliche HSU-Stellen bereit. Neben der Stärkung des Herkunftssprachlichen Unterrichts unterstützt das Landesprogramm mit dem ‚Bücherkoffer NRW‘ und mit dem ‚Rucksack Schule‘ auch die sprachlichen Bildungsprozesse in der Familie.

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Viele unserer Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen haben eine internationale Familiengeschichte und wachsen mehrsprachig auf. Diese Sprachkenntnisse sind wertvolle Ressourcen, auch für die berufliche Zukunft der Kinder, die wir als Landesregierung gern unterstützen und fördern – mit Angeboten in der Schule und für die Familien zu Hause. Die Sprachvielfalt in Nordrhein-Westfalen ist eine große Bereicherung, auch für die Schulen.“

Die im Programm tätigen HSU-Lehrkräfte und die Grundschullehrkräfte unterrichten gemeinsam in ausgewählten Fächern oder Themenfeldern. So sollen die Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler in den Lernprozess eingebunden und auch ein Beitrag zur sprachlichen und interkulturellen Bildung für alle Kinder ermöglicht werden. Mit der gestrigen Auftaktveranstaltung der Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln haben 32 Grundschulen mit der Umsetzung des Programms begonnen. Im Laufe des Schuljahres kommen weitere 36 Schulen hinzu.

Zu den Bausteinen des Landesprogramms gehören auch das Elternbegleitprogramm „Rucksack Schule“ und der „Bücherkoffer NRW“. Beide Angebote sollen dabei helfen, die mehrsprachigen Eltern und Familienangehörigen in die sprachlichen Bildungsprozesse ihrer Kinder einzubeziehen. Der mehrsprachige „Bücherkoffer NRW“ kann von Kindern in der Schule ausgeliehen werden und soll die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern zum Lesen und Vorlesen animieren – in ihrer Familiensprache und auf Deutsch. Der „Bücherkoffer NRW“ wird in Zusammenarbeit mit dem Verein coach@school e.V. und der Auridis Stiftung umgesetzt.

Der „Rucksack Schule“ bietet Eltern Unterstützung und Anregungen für die Förderung ihrer Kinder beim Erlernen und Üben ihrer Herkunftssprache. Mit Unterrichts- und Begleitmaterialien sowie der Beratung durch Elternbegleiterinnen und -begleiter bekommen die Eltern ein Gesamtpaket an die Hand, um ihre Kinder bestmöglich in ihrer schulischen Entwicklung zu unterstützen. Das Programm „Rucksack Schule“ erfolgt in Kooperation mit der Freudenberg Stiftung, die Weiterentwicklung des Programms wird durch die Auridis Stiftung gefördert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Steigende Inzidenzwerte im Landkreis Cochem-Zell – Testpflicht ab dem heutigen Samstag 04. September

Region/Kaisersesch/Cochem – Der Landkreis Cochem-Zell liegt nun seit drei Tagen in Folge nach den Sieben-Tages-Inzidenzwerten des Landesuntersuchungsamtes (LUA) bei einer Inzidenz von über 35. Das hat zur Folge, dass in folgenden Bereichen die Testpflicht in Kraft tritt:

  • Veranstaltungen im Innenbereich mit bis zu 350 Teilnehmern
  • Erbringung körpernaher Dienstleistungen (z. B. Friseure, Kosmetiker, Nagelstudio)
  • Gastronomie im Innenbereich
  • Hotels, Pensionen und Jugendherbergen (Testung bei mehrtägigen Aufenthalten nach jeweils 72 Stunden)
  • Innenbereich von Freizeitparks
  • Spielhallen, Spielbanken und ähnliche Einrichtungen
  • Zoologische Gärten, Tierparks und ähnliche Einrichtungen im Innenbereich
  • Ausstellungen, Museen und ähnliche Einrichtungen im Innenbereich

Neben der Testpflicht sind zudem Veranstaltungen im Innenbereich mit 351 bis 5.000 Personen und im Außenbereich mit 501 bis 5.000 Personen untersagt.

Die Maßnahmen gelten ab dem heutigen Samstag, 04.09.2021.

Sollte die Inzidenz wieder an drei aufeinanderfolgenden unter 35 sinken, erfolgt eine neue Bekanntmachung bezüglich der Lockerungen.

Die Testpflicht gilt von Genesenen, Geimpften, Kindern bis einschließlich 14 Jahren und Schülern als erfüllt. Folgende Nachweise werden zur Erfüllung der Testpflicht anerkannt:

  • Ein Schnelltest einer Teststelle, der nicht älter als 24 Stunden ist.
  • Ein Selbsttest, der in Anwesenheit eines Mitarbeiters der Einrichtung durchgeführt wird.
  • Ein PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.
  • Impfausweis oder digitales Impfzertifikat mit vollständigem Impfschema
  • Genesungsbescheinigung (die Genesung darf nicht mehr als sechs Monate zurückliegen)
  • Genesungsnachweis zzgl. einer Impfung
  • Gültiger Schülerausweis
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Fotos sind im Vorgarten-Wettbewerb der Stadt Alsdorf weiterhin willkommen

Alsdorf – Das Summen und Brummen der Bienen und Hummeln ist schon beim Betrachten der bislang eingeschickten Fotos zu erahnen. So freuen sich die Klimaschutzmanagerinnen und -manager der vier Nordkreiskommunen derzeit über jede Einsendung für den Vorgartenwettbewerb. Die Kommunen haben sich zusammengeschlossen, um nach klimafreundlichen und vor allem ökologisch wertvollen Vorgärten zu suchen, in denen sich Insekten und Vögel tummeln. Seit Mitte April läuft der Wettbewerb in Kooperation mit der Sparkasse Aachen, dem Garten-Center Crumbach und dem Bienenzuchtverein Bardenberg-Alsdorf. Noch bis Ende September können Interessierte ihre Bewerbung abgeben. Mehr Informationen sind auf der Homepage der jeweiligen Stadt zu finden oder telefonisch, in Alsdorf ist Marco Stabe der Ansprechpartner, der unter 02404/50334 erreichbar ist. Auf die Teilnehmer warten viele Preise, als Hauptgewinn winkt in jeder Kommune ein Geldpreis in Höhe von 300 Euro.

Neben der wichtigen Funktion, Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu bieten, sind grüne Vorgärten eine schöne Visitenkarte für das Haus und machen das Stadtbild attraktiv. Sie binden Feinstaub, speichern Regenwasser und verbessern so das Mikroklima. „Wir wollen eine Alternative zum beliebten Schotter im Vorgarten aufzeigen und deutlich machen, wie viel wertvoller ein bunter und lebendiger Vorgarten ist“, sind sich die Klimabeauftragten einig. Im § 8 der Landesbauordnung NRW heißt es sogar: „Die nicht mit Gebäuden oder vergleichbaren baulichen Anlagen überbauten Flächen der bebauten Grundstücke sind wasseraufnahmefähig zu belassen oder herzustellen und zu begrünen oder zu bepflanzen.“

Wie viel Freude ein bunter und lebendiger Vorgarten macht, lässt sich aus den bisher eingegangenen Bewerbungen schon erahnen. Und die Einsendungen sind vielfältig. Neben naturnahen Vorgärten sind auch moderne, geometrisch angeordnete und sehr pflegeleichte Vorgärten dabei, jeder mit seinen ganz eigenen Vorzügen. Anleitungen und Anregungen zur Gestaltung von Vorgärten halten Naturschutzverbände, Ministerien, aber auch der Verband deutscher Garten-, Landschafts- und Sportplatzbauer kostenlos zum Download bereit. Hierunter finden sich auch zahlreiche Beispiele für besonders pflegeleichte, aber dennoch ökologisch wertvolle Bepflanzungen auf kleinstem Raum. Auch für bereits vorhandene Schottergärten gibt es mittlerweile viele Tipps und Anregungen, sie günstig und ohne großen Aufwand in blühende, ökologisch wertvolle Flächen zu verwandeln. Vermischt mit Sand und etwas Kompost entsteht ein künstlicher Trockenstandort, der vielen hochspezialisierten Pflanzen – und Tierarten eine neue Heimat bietet.

Dass die Schotterflächen vorm Haus pflegeleicht sind, ist übrigens ein weit verbreiteter Irrtum. Unkräuter siedeln sich nach einiger Zeit an und sind nur mühsam wieder zu entfernen. Wer aus Altersgründen oder aus Zeitmangel mit dem Gedanken spielt, einen Schottergarten anzulegen, kann auch mal seine Nachbarn fragen, ob Interesse besteht, sich um den Vorgarten zu kümmern. Viele Familien mit Kindern oder auch fitte ältere Menschen, die etwas Zeit erübrigen können und keinen eigenen Garten haben, freuen sich vielleicht über das Angebot, ein kleines Stückchen Erde bepflanzen zu dürfen. Alternativ freuen sich die Enkel oder die Nachbarskinder sicherlich, ihr Taschengeld etwas aufbessern zu können. (apa)

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Dorf-Entwicklungs-Konzept in Jülich – Info-Veranstaltungen ab September

Jülich – Informationsveranstaltungen in 15 Dörfern finden von September bis Dezember 2021 statt. Die Ortsidentität verstärken – das ist der Grundgedanke des Dorfentwicklungskonzeptes. Gemeinsam wollen wir einen Lebensraum gestalten, in dem man gerne wohnt, arbeitet und seine Freizeit genießt.

Nach einer unfreiwilligen, aufgrund der Corona-Pandemie aber notwendigen, Pause wurde das Thema „Dorfentwicklungskonzept“ vor Kurzem wiederaufgenommen. In der ersten Phase fanden im Juli und August Vor-Ort-Termine von Mitarbeitenden der Stadt Jülich mit den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern statt. Verbunden mit einer kleinen Runde durch das jeweilige Dorf konnten die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher dabei über die Stärken, Brennpunkte und Bedürfnisse der Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner berichten.

Im nächsten Schritt soll dieser erste Eindruck vertieft werden. Die Verwaltung kommt hierzu zu ihren Bürgerinnen und Bürgern. Die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner bekommen eine Möglichkeit, sich mit der Leitung und den Fachleuten der Verwaltung vor Ort auszutauschen. In diesen Verfahren werden die Bürgerinnen und Bürger über das Dorfentwicklungskonzept informiert und aufgerufen, sich am Prozess zu beteiligen. Diese Begegnungen geben den Menschen im jeweiligen Dorf eine Möglichkeit, sich zu den verschiedenen Themen der Dorfentwicklung zu äußern. Dabei werden ihre Ideen, Anregungen, Brennpunkte und Probleme gesammelt. Diese Abendtermine sind für September bis Dezember 2021 terminiert und werden allen Beteiligten rechtzeitig genannt.

Alle Bürgeranregungen und Informationen werden schließlich in einer Dokumentation des jeweiligen Dorfes gesammelt, ausgewertet und als Grundlage zur Erarbeitung förderfähiger Planungen der Dorfentwicklungskonzepte genutzt.

„Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern am Geschehen unserer Dörfer ist mir ein persönliches Anliegen und zugleich ein kommunalpolitischer Schwerpunkt in Jülich,“ betont Bürgermeister Axel Fuchs und freut sich auf rege Diskussionen mit vielen Menschen vor Ort.

Starten werden die Abendveranstaltungen in Mersch. Entsprechende Informations-Flyer wird die Dorfbevölkerung in den nächsten Tagen im Briefkasten vorfinden. Es folgen dann nach und nach die weiteren Dörfer.

Die jeweils geltenden Corona-Regeln sind zu beachten. Insbesondere wird die 3G-Regelungen beim Betreten des Veranstaltungsortes kontrolliert.

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Impfstelle in Düren an diesem Sonntag geöffnet

Düren – Im Rahmen der Autoschau in Düren am Sonntag den 05. September, wird auch die Impfstelle in Düren ihre Tür an diesem Tag öffnen. Normalerweise ist sie sonntags zu. Aber an diesem Tag sind Impfungen von 11 bis 18 Uhr für jeden ab 12 Jahren dort möglich. Die Impfstelle befindet sich in der Zehnthofstraße 4 in der Innenstadt.

Weitere Impfmöglichkeiten: Das Impfzentrum ist jeden Tag (außer montags und donnerstags) von 14-20 Uhr geöffnet. Die Impfstelle in Jülich ist in der Kreishaus-Geschäftsstelle an der Düsseldorfer Straße 6. Beide Impfstellen in Düren und Jülich haben regulär montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr und samstags von 8 – 15 Uhr geöffnet. Die Impfbusse im Kreis Düren halten jeden Tag an anderen Haltestellen im Kreis Düren. Ein Termin ist bei jedem Angebot nicht erforderlich. Aktuelle Infos zum Impfen unter: www.kreis-dueren.de/impfen

Aktuell sind im Kreis Düren 461 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz beträgt 87,5. Leider ist ein weiterer Mensch im Alter von 69 Jahren gestorben. „Wir sprechen den Familien und Angehörigen unser tief empfundenes Mitgefühl aus“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Somit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf 291. Alle Entwicklungen der Fallzahlen gibt es auf www.kreis-dueren.de/coronazahlen

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Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht Ahrtal

Ahrtal/Mainz/Berlin – Bund, Land und Kommunen gehen Wiederaufbau gemeinsam an. Fast sieben Wochen nach ihrem ersten gemeinsamen Besuch haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsidentin Malu Dreyer einen eigenen Eindruck vom Fortschritt der Aufräum- und Aufbauarbeiten gemacht. Unmittelbar nach der Flut hat das Land Soforthilfen in dreistelliger Millionenhöhe ausgezahlt und die Bundesregierung hat zusammen mit der Ländergemeinschaft einen Aufbaufonds von 30 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Auf ihrem Rundgang durch die schwer betroffene Gemeinde Altenburg, die zu 95 Prozent überflutet wurde, machte Ministerpräsidentin Malu Dreyer deutlich, dass der Wiederaufbau lange Zeit und viel Kraft in Anspruch nehmen werde und sagte die Unterstützung des Landes beim Wiederaufbau zu. Das Dorf ist seit dem 15. Juli weitgehend unbewohnt. Strom und Wasserversorgung funktionieren wieder und tagsüber kommen viele Anwohner zurück, um nach ihren Häusern und Wohnungen zu sehen. Bei ihrem Rundgang erfuhren Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsidentin Malu Dreyer mehr vom Schicksal der Betroffenen, aber auch vom unbedingten Willen, die Heimat neu aufzubauen.

„Wir werden Sie nicht vergessen. Was man an Engagement und Zuversicht trotz allem Schmerz sieht, ist einfach beeindruckend. Wir haben die Pflicht zu helfen, wo wir helfen können. Und die Fragen, die sich die Menschen vor Ort stellen, die können wir nur gemeinsam mit dem Land und den Kommunen beantworten“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

„Es ist wichtig, die Soforthilfen schnell auszuzahlen und den Aufbaufonds schnell zu beschließen. Die Menschen haben damit eine Perspektive, um ihr Heim und die Heimat wiederaufzubauen“, betone Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die akute Gefahrenlage bestehe nicht mehr. Viele Straßen seien wieder passierbar, Brücken behelfsmäßig errichtet. Das Leid und die Zerstörung haben tiefe Wunden gerissen. Aber in Schmerz und Verlust mische sich nun der starke Wille, nach vorne zu blicken und den Aufbau entschlossen und mit ganzer Kraft gemeinsam anzugehen. In den ersten Wochen seien täglich mehr als 5000 Einsatzkräfte im Einsatz gewesen. Die freiwilligen Helfer und Helferinnen sind da noch gar nicht eingerechnet. Wir überführen jetzt Schritt für Schritt die Hilfe der Blaulichtfamilie in dauerhafte Strukturen, um die vielen Maßnahmen vor Ort zu realisieren“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter. Was Bevölkerung, Hilfskräfte und Ehrenamtliche in den vergangenen Wochen bereits erreicht hätten, sei immens. Häuser würden ausgeräumt und Sperrmüll, Schlamm und Schutt, den das Wasser angespült hat, wurden beseitigt. Das seien Abfallmengen, die ansonsten in 30 Jahren anfallen. In den Verwaltungen wird rund um die Uhr gearbeitet. Die Verbandsbürgermeisterin von Altenahr, Cornelia Weigand, und der Ortsbürgermeister von Altenburg, Rüdiger Fuhrmann, seien für diesen enormen Einsatz.

„Wir müssen Leben an Flüssen neu denken“, sagte Cornelia Weigand, die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr. „Der Wiederaufbau an der Ahr kann das Modell für die vielen Mittelgebirgsflüsse in Europa werden. Dazu bedarf es konkreter Wohn- und Lebensstrategien, für die das Fachwissen nationaler und internationaler Experten verschiedener Fachrichtungen benötigt wird. Wir hier brauchen schnell und kompetent einen ‚Masterplan Zukunft Ahr‘, eine Richtschur, was risikoarm und vertretbar ist. Wir brauchen Aussagen, welche Schutzbauwerke Bund und Länder errichten wollen, wo wiederaufgebaut werden kann und darf, und wie eine neue Bebauung aussehen muss, die resilient, die widerstandsfähig ist gegen Flut.“ Sie unterstrich den Zeitdruck, unter dem die Menschen und die Kommunen an der Ahr stünden.

Gemeinsam mit Innenminister Roger Lewentz, Klimaschutzministerin Anne Spiegel und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und der Aufbaubeauftragten Nicole Steingaß informierten sich die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentin im Austausch mit betroffenen Menschen bei einem Besuch im Seniorenzentrum Maternus-Stift, in der benachbarten Grundschule und Realschule Plus sowie in einem zerstörten Wohngebiet am Ufer der Ahr. Auch der erste Beigeordnete des Landkreises, Horst Gies, begleitete den Rundgang.

„Ich wünsche mir, dass die Menschen in der Region bleiben und weiterleben können, dort, wo sie vor der Flut gelebt haben, wenn sie das wollen, und dass unsere Orte wieder so lebendig werden wie in der Zeit, bevor diese Katastrophe uns heimgesucht hat“, sagte Rüdiger Fuhrmann, Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Altenahr.

Das Überschwemmungsgebiet müsse nach der Katastrophe neu berechnet werden. Die Landesregierung berate sich dazu sehr eng mit Experten. Es werde Gebiete geben, wo die Gefahren so groß sind, dass auch in Zukunft kein Wiederaufbau an gleicher Stelle erfolgen sollte. Hier werde man gemeinsam mit den Kommunen nach Ersatzflächen suchen. Damit seien viele Fragen verbunden, denn Eigentum habe in Deutschland einen hohen gesetzlichen Schutz. Daher müssten neben hydrologischen Fragen auch viele juristische Fragen geklärt werden, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ab Oktober solle es für die Betroffenen möglich sein, Förderanträge für den Wiederaufbau zu stellen. Dann solle es auch Beratungen für die Kommunen und die Bürgerinnen und Bürger geben, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Wir haben ein gemeinsames Ziel: Ein Ahrtal mit Zukunft aufzubauen. Das geht nur gemeinsam, denn die Kommunen erlassen das Baurecht und ohne das Mitwirken der Menschen vor Ort geht gar nichts.“ In einer ersten Zukunftskonferenz in der kommenden Woche wollten Land, Landkreis und Kommunen daher auch ganz bewusst in die Zukunft schauen.

„Wir wollen den Menschen ihre Heimat zurückgeben. Eine Heimat, die zur Modellregion für Klimaschutz, innovativen Hochwasser- und Starkregenschutz, Klimafolgenanpassung, Digitalisierung sowie zügigen und modernen Infrastrukturausbau werden kann. Das ist eine echte Perspektive für die Region“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Umweltministerin Anne Spiegel und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt.

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Wirtschaft

Zehnmal Gold für Innungsbäcker – Brotprüfung bei der Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück-Region

Bitburg – Zehn Innungsbäcker legten Ende August in Bitburg insgesamt fast 100 Brote und Brötchen zur Beurteilung durch den unabhängigen Sachverständigen Maik Wegner vom Deutschen Brotinstitut aus Berlin vor. Die Brotprüfung konnte dieses Jahr auch wieder unter den Augen der Öffentlichkeit stattfinden. Der geräumige Austragungsort der Prüfung, die Volksbank Eifel eG in Bitburg, bot dafür den passenden Rahmen.

Die Brotprüfung, der sich die regionalen Innungsbäcker unterziehen, ist eine freiwillige Selbstkontrolle und wird seit über 60 Jahren vom Deutschen Brotinstitut e. V. durchgeführt. Lokal organisiert wurde sie von der Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück-Region. Gleich zehnmal Gold konnte der Brotprüfer bei der sensorischen Prüfung der Backwaren bescheinigen. Für eine Goldauszeichnung muss das jeweilige Produkt drei Jahre in Folge ein „Sehr gut“ erhalten. Man setzt also bei der Auszeichnung auf langfristige Qualität, die nach wissenschaftlich anerkannten Kriterien bewertet wird. Dabei umfasst die Bewertung weit mehr als nur Geruch, Geschmack und Aussehen. Der Sachverständige prüft ebenso die Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild sowie Struktur und Elastizität. Wichtige Eigenschaften, welche die erstklassige Qualität der Innungsbäcker vom Standard abheben. „Das Ziel des Qualitätstests ist es, Bäckereien dabei zu helfen, ihre Brote, Brötchen oder auch Stollen stetig zu verbessern“, erzählt Raimund Licht, Obermeister der Bäcker-Innung.

Gleich sieben Mal Gold konnte die Brauneberger Bäckerei Karsten Fleury für sich beanspruchen.

Seine sechs Brote mit den Namen Marokkanisches Baguette, Wurzelbaguette, Wurzelbrot, Moselkruste und Teufelskruste glänzten im dritten Jahr in Folge mit einer „Sehr gut“ Bewertung durch den Sachverständigen Wegner. Ebenso Fleurys Dinkelvollkornbrötchen. Drei Mal Gold ging an die Alftalbäckerei Gaulke aus Kinderbeuern für die drei Brötchensorten Kornknacker, Knüppel und Kürbisbrötchen.

„Wir wollen als Teilnehmer der Brotprüfung ein ehrliches Feedback vom Brotprüfer. Es ist wichtig zu erfahren, wie er als Profi unsere Backwaren beurteilt, die wir täglich unseren Kunden anbieten. Daher nehmen wir auch ganz bewusst die Brote und Brötchen aus der laufenden Produktion und backen nicht für die Brotprüfung separat“, betont Fleury. Ihm ist neben dem persönlichen Austausch mit dem Brotprüfer und den Verbrauchern auch das Gespräch mit den Innungskollegen sehr wichtig. „Das macht richtig Spaß untereinander. Wir sind als Innung sehr gut zusammengewachsen.“ Einfach mal machen und dann aus den Ergebnissen Erkenntnisse gewinnen für die Zukunft, das ist seine Devise.

Obermeister der Innung, Raimund Licht: „An der Brotprüfung dürfen nur Innungsbäcker teilnehmen. Verbraucher sollten somit beim Einkauf auf das Innungszeichen mit den zwei Löwen, die gemeinsam eine Brezel halten, bei ihrem Bäcker achten.“

Verbraucher können sich auf der Website www.brotinstitut.de durch Eingabe des Wohnortes über die Brotqualität der umliegenden Bäcker informieren. Auch als App verfügbar.

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Starorganist an der Königorgel – Sonntag 05.September 16.00 Uhr in Kall-Steinfeld

Kall-Steinfeld – Musikprofessor (Frédéric-Chopin-Musikakademie) Dr. Michał Markuszewski spielt am Sonntag beim „Internationalen Orgelsommer“ in der Eifelbasilika Steinfeld. Ein Konzert mit dem Warschauer Organisten und Musikprofessor (Frédéric-Chopin-Musikakademie) Dr. Michał Markuszewski kündigt Regionalkantorin Holle Goertz für kommenden Sonntag, 5. September, 16 Uhr, in der Eifelbasilika Steinfeld an.

Der Starmusiker, der in den vergangenen 15 Jahren über 600 Konzerte an großen Orgeln der Welt gab, spielt auf der Steinfelder Königorgel unter anderem Werke von Georg Muffat (1653-1704), Johann Pieterszoon Sweelinck (1526-1621), Johannes Fischer (1595), Johann Sebastian Bach (1685-1750), Johann Bernhard Bach (1676-1749), Claude Balbastre (1724-1799), Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und Vinzenzo Bellini (1801-1835).

Das Konzert findet im Rahmen des „Internationalen Steinfelder Orgelsommers“ in der Basilika statt. Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen. Die Corona-Regeln sind einzuhalten.

Dr. Michał Markuszewski ist Mitglied im „Verein zur Erhaltung und Erforschung schlesischer Orgeln“ und seit 2001 Mitglied der deutschen „Gesellschaft der Orgelfreunde“. Über 400 historische Orgeln in Polen wurden von ihm dokumentiert. Er begleitete zahlreiche Restaurierungsprojekte und war Berater bei Orgelneubauten.

Seit 2012 unterrichtet er Orgel, Orgelimprovisation und liturgisches Orgelspiel an der Warschauer Frédéric-Chopin-Musikakademie. Vom polnischen Kulturministerium wurde ihm 2018 die Medaille „Verdienste um die polnische Kultur“ verliehen.

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Vertrags-Verlängerung: General-Musikdirektor Christopher Ward bleibt weitere vier Jahre am Stadttheater Aachen

Aachen – Generalmusikdirektor Christopher Ward hat seinen Vertrag bei der Stadt Aachen für weitere vier Jahre verlängert. Dies gab Kulturdezernentin Susanne Schwier in der gestrigen Sitzung (2. September) des Betriebsausschusses Kultur und Theater bekannt. „Christopher Ward leistet mit unserem Aachener Orchester herausragende Arbeit. Die Spielfreude der Musiker*innen, das begeisterte Publikum und die stets positiven Kritiken zeigen deutlich, dass wir uns glücklich schätzen können, Christopher Ward als Generalmusikdirektor in unserer Stadt zu wissen. Deshalb freue ich mich besonders, dass wir die Vertragsverlängerung unterzeichnet haben und wir weitere genussvolle musikalische Veranstaltungen erwarten dürfen“, so Schwier in der Ausschusssitzung.

Vorfreude auf vier weitere Jahre

Seit 2018 ist der 1980 geborene Londoner Generalmusikdirektor und Leiter des Sinfonieorchester Aachen. Auch Ward sieht mit Vorfreude auf die nächsten Jahre: „Es ist mir eine große Ehre und Freude vier weitere Jahre als Generalmusikdirektor der Stadt Aachen tätig sein zu dürfen. Ich fühle mich hier in dieser Stadt sehr gut aufgehoben und schätze das wunderbare Publikum. Auf meine nächsten Jahre in Aachen freue ich mich schon, und möchte mit voller Energie und Leidenschaft gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Aachen für die und mit den Aachener*innen musikalisch weiterhin Bewegendes schaffen.“

Sinfonieorchester fiebert weiterer Zusammenarbeit entgegen

Ward wird nicht nur vom Aachener Publikum geschätzt und gelobt, auch das Orchester ist begeistert von seiner Arbeit und sieht mit Spannung der weiteren Zusammenarbeit entgegen. „Die Musiker*innen des Sinfonieorchesters sind hocherfreut, dass die Verhandlungen mit unserem Generalmusikdirektor Christopher Ward nun zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnten! Wir brennen darauf, nach der schwierigen Coronazeit die Stadt Aachen wieder live mit Musik zu erfüllen und gemeinsam das kulturelle Leben neu zu erwecken“, sagt Arnd Sartor-Meißner vom Orchestervorstand stellvertretend für die Musiker*innen.

„Seit mehr als 300 Jahren bereichert das Sinfonieorchester die Aachener Kultur. Christopher Ward trägt mit dazu bei, dass es trotz dieses stattlichen Alters jung bleibt und sich immer wieder für besondere Orte und Zielgruppen öffnet. Mit zahlreichen neuen Formaten gelingt es ihm, immer mehr Menschen unserer Stadt für das Orchester zu begeistern“, lobt auch Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen die Arbeit des Generalmusikdirektors.

Ward studierte an der Oxford University und der Guildhall School of Music and Drama und absolvierte ein Stipendium an der Scottish Opera und der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow.

Der Spielplan 2021/2022

Der Spielplan 2021/2022 steht im Zeichen des Reisens: Ferne Länder und märchenhafte Welten lassen sich in diesem Jahr mit den Konzerten des Sinfonieorchesters bereisen. Der Aachener Komponist Anno Schreier wird in verschiedenen Formaten zu hören sein, Im Depot: Classic Lounge – RADICAL VIBES nimmt mit auf eine Zeitreise in die Welt der künstlichen Intelligenz, AKZENT BAROCK macht neugierig auf die vielseitige Klangwelt der Barockmusik und BEETHOVEN ORBIT lässt den Musiker, der 2020 seinen 250. Geburtstag feierte, hochleben. Weitere Informationen gibt es unter: https://theateraachen.de