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10 Jahre Seifert-Orgel – Konzertorganist Dr. Michal Markuszewski am Sonntag 12. September zu Gast

Euskirchen-Großbüllesheim – Die berühmte Seifert-Orgel in Großbüllesheim wird zehn Jahre jung. Weltbekannte Organisten haben sie seither gespielt und in den höchsten Tönen gelobt. Großbüllesheim ist nicht Köln, London oder Aachen – und St. Michael weder eine Kathedrale, Dom oder Basilika. Gleichwohl erklingt im Inneren dieser Pfarrkirche am Nordrand der Kreisstadt eine Orgel von sagenhaftem Ruhm. Sie ist kein historisches Instrument, sondern wurde vor einer Dekade von der Orgelbaufirma Seifert im niederrheinischen Kevelaer nach Vorstellungen und der Konzeption des Euskirchener Seelsorgebereichs-Kirchenmusikers Volker Prinz gebaut.

Anlässlich des 10. Jahrestages der Orgelweihe spielt der Warschauer Konzertorganist Dr. Michał Markuszewski am Sonntag, 12. September, ab 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael in Großbüllesheim Werke von Bach, Gade, Balbastre, Fischer, Pasquini, Freyer und Improvisationen. Dazu trägt der Diplom-Theologe Georg Schneider kurze theologische Impulse vor. Pfarrer Peter Berg spendet den sakramentalen Segen.

„In den zehn Jahren fanden rund 50 Orgelfeierstunden mit namhaften Dom- und Konzertorganisten statt, die ich für den Verein der Freunde und Förderer der Musik-Kultur an St. Nikolaus e. V. gewinnen und engagieren konnte“, sagte Volker Prinz, Seelsorgebereichs-Kirchenmusiker und Kantor unter anderem in St. Michael. Die von ihm gleichsam „vorgedachte“ Orgel hat schon viele weltbekannte und geschätzte Musiker in ihren Bann gezogen.

Unter anderem Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider aus Bonn, Wolfgang Karius aus Aachen, Dr. Andrea Kumpe aus Luzern, Gereon Krahforst aus Maria Laach, Prof. Roland Dopfer aus Bremen, Münsterkantor Joachim Neugart aus Neuss, Prof. Volker Hempfling aus Odenthal und Prof. Thierry Mechler aus Köln.

Auch zahlreiche Domorganisten aus Aachen, Köln, Mainz und vielen weiteren Kathedralen waren im Euskirchener Norden zu Gast – und meist mehr als begeistert: So zum Beispiel Prof. Daniel Beckmann aus Mainz, Prof. Dr. Winfried Bönig aus Köln, Norbert Richtsteig (+2021) aus Aachen, Barry Jordan aus Magdeburg, Rolf Müller aus Altenberg, Peter van de Velde aus Antwerpen, Pascal Reber aus Straßburg, Josef Still aus Trier, Prof. Ruben Sturm aus Rottenburg und Christoph Keggenhoff aus Speyer. Ein „Who is who“ der zeitgenössischen Organistenszene, das Volker Prinz da mit seiner ganz besonderen Orgel in die rheinische Provinz zieht.

Gebaut für Visionäre

Unter jenen, die im Laufe der letzten zehn Jahre in den Genuss dieses besonderen Instruments gekommen sind, konnten sich die wenigsten der Faszination dieses Instruments entziehen, das an der „Schnittstelle zwischen Spätbarock und Romantik angesiedelt“ sei, so Prof. Roland Dopfers.

Er ist ein Experte: Dopfer ist Professor für Orgel an der Hochschule für Künste in Bremen sowie Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Er schwärmte über das Großbüllesheimer Instrument: „Nähert man sich der Orgel von St. Michael, so fällt auf, dass es sich um ein Instrument von besonderer Prägung handelt. Schon der äußere Anblick lässt keinen Zweifel an der handwerklichen Hochwertigkeit sowohl im Hinblick auf die Auswahl der Materialien als auch in Bezug auf die Verarbeitung zu…“

Und weiter: „Die exakte Führung der Wege zwischen Orgeltaste und Orgelpfeife verlangt hohe Kunst vom Organisten. Spielt er sie mit Vision, so wird sie zu Tränen rühren oder auch freudigen Jubel entfachen können. Von Zartheit, munterer Präsenz bis hin zur absoluten Pracht vermag das Instrument sämtliche menschliche Empfindungen nachzuzeichnen.“

„Man will da gar nicht mehr weg!“

Rolf Müller, Domorganist und Kantor am Dom zu Altenberg/Rheinland, war ebenso begeistert: „Dieses Instrument hebt sich im Hinblick auf Orgelneubauten der letzten Zeit im Rheinland und im Erzbistum Köln wohltuend ab. Die rein vollmechanische Bauweise und eine hängende Traktur machen dies deutlich.“

Ein aussagestarkes Klangbild, insbesondere die Qualität der beiden 4‘-Flöten, brauche den Vergleich mit den berühmten Orgeln der König-Dynastie (z.B. in der Schlosskirche Schleiden oder Basilika Steinfeld) nicht zu scheuen. Müller: „Ein prächtiges Instrument, das unsere Orgellandschaft nicht nur bereichert, sondern überstrahlt. Der Gemeinde darf man herzlich dazu gratulieren!“

Nicht nur, aber auch in Altenberg sprach sich dies herum und so ließ es sich auch Prof. Volker Hempfling, dort Kantor und Organist, nicht nehmen, die Büllesheimer „Seifert“-Orgel auszuprobieren. Auch er war alles andere als enttäuscht: „Eine wunderbare Erfahrung. Das Einrichten und Üben an der Orgel haben mir viel Freude bereitet. Man will da gar nicht mehr weg!“

Auch er gratulierte der Kirchengemeinde, dem Verein der Freunde und Förderer der Musik-Kultur an St. Nikolaus e. V. und Kantor Prinz zu diesem „Orgeljuwel“. Hempfling schreibt: „Es werden mit Sicherheit noch sehr viele Gemeindemitglieder in den Messen, Gottesdiensten und Konzerten und viele Organisten an dieser wunderbaren Orgel und ihren Klängen Freude haben.

In Kirchenraum „hineinkomponiert“

„Last but not least“ fand auch Thorsten Pech passende Worte für das Großbüllesheimer Meisterwerk: „Es handelt sich um ein fantastisch abgestuftes Instrument, das klanglich ideal in den Kirchraum von St. Michael »hineinkomponiert« wurde. Volle und rund klingende Flöten, die farbenreichen Aliquoten und Mixturen, die krönenden Zungenstimmen der Trompeten, Posaune und Cromorne. All das fügt sich zu einem Meisterwerk zusammen, das in der Region und darüber hinaus seinesgleichen sucht. Dieses Instrument hat Charakter, hat eine Seele, wenn man sich mit ihr verbindet und ihre »Besonderheiten«, die gar keine sind, sondern einfach das »Normale« und »Selbstverständliche« bietet, zulässt. Ich habe die Großbüllesheimer Orgel mit Begeisterung gespielt. Ein Instrument, dass mir lange in bester Erinnerung bleiben wird.“

Der Verein der Freunde und Förderer der Musik-Kultur an St. Nikolaus e.V. im Seelsorgebereich Erftmühlenbach ist ein gemeinnütziger Verein, der die liturgische und konzertante Musik in St. Nikolaus und in den anderen Kirchen des Seelsorgebereiches fördert. Damit soll die musikalische und künstlerische Arbeit der verschiedenen Musiker und des Seelsorgebereichs-Kirchenmusikers mit den verschiedenen Chorgruppen unterstützt werden.

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Waldbaden am Samstag 11. September in Schelborn – Anmeldung erforderlich

Niederzissen/Brohltal – Waldbaden kommt aus dem japanischen „Shinrin Yoku“ und bedeutet übersetzt: Mit allen Sinnen in die besondere Atmosphäre des Waldes eintauchen. Waldbaden ist ein bewusstes, absichtsloses Schlendern und Verweilen im Wald.

Atem-, Meditations-und Sinnesübungen sind Teil des Waldbades, ebenso wie eine Solozeit (Eigenerfahrung) z. B. in der Hängematte zwischen zwei Bäumen, die Seele baumeln lassen. Die bewusste Zeit im Wald hat entschleunigende und gesundheitsfördernde Wirkung auf Körper, Geist und Seele, wie bereits in vielen Studien belegt wurde.

Die gesunde Waldatmosphäre trägt zur Entspannung bei, reduziert die Stresshormone, stärkt das Immunsystem und reguliert den Blutdruck. Zum Aufwärmen/Erfrischen wird es eine Teepause mit Gebäck / Crackern geben. Weitere eigene Getränke und etwas zu essen können gerne mitgebracht werden.

Jeder – egal welchen Alters – ist herzlich willkommen. Wettergemäße Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen.

Die Wegstrecke bewegt  sich zwischen 1,5 – 3,5 km, die Zeit die wir im Wald verbringen, wird ungefähr drei Stunden sein. Die Teilnehmergebühr beträgt 25 Euro für Erwachsene.

Genaue Infos zum Treffpunkt usw. erfolgen nach Anmeldung an: Gabriele Arzdorf, Naturcoach/Kursleiterin für Waldbaden, gabriele.arzdorf@gmx.de, 02642-7329.

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Juli-Hochwasser war meteorologisch und hydrologisch ein außergewöhnliches Ereignis

Region/Düsseldorf – MULNV, DWD und LANUV vereinbaren intensive Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Prognose-Tools. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, der Deutsche Wetterdienst und das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz teilen mit:

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium, der Deutsche Wetterdienst (DWD) und das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) haben in einem Gespräch über die Starkregen- und Hochwasser-Ereignisse im Juli eine intensive Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung von Prognose-Tools vereinbart. „Rückblickend war es sowohl meteorologisch als auch hydrologisch ein außergewöhnliches Ereignis, das es in dieser Form in Nordrhein-Westfalen so noch nicht gegeben hat. Dass die Auswirkungen der vom DWD vorhergesagten flächendeckenden enormen Niederschläge dann lokal derart extrem ausfallen würden, war im Vorfeld der Hochwasser-Ereignisse nicht vorherzusehen“, erklärten die drei Behörden.

An dem Gespräch nahmen der Staatssekretär des Ministeriums, Dr. Heinrich Bottermann, der Präsident des DWD, Prof. Dr. Gerhard Adrian, der Präsident des LANUV, Dr. Thomas Delschen, der für Wasserwirtschaft zuständige Abteilungsleiter des Ministeriums, Hans-Jörg Lieberoth-Leden, und Franz-Josef Molé, Leiter der Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD, teil.

„Der Deutsche Wetterdienst ist für uns ein zentraler Partner. Seine fachlich unangefochtenen Vorhersagen sind die maßgebliche Grundlage für die Einschätzung der hydrologischen Lage“, betonte Staatssekretär Bottermann. „Ein vordringliches gemeinsames Ziel ist die stetige Verbesserung der Prognose-Tools, um Warnungen präzisieren zu können und Hochwasser so früh wie möglich und zeitlich und räumlich so genau wie möglich vorhersagen zu können. Dies betrifft sowohl die meteorologischen als auch die hydrologischen Prognosen.“

DWD-Präsident Adrian: „Wir haben schon frühzeitig vor länger anhaltenden, gewittrig und mit Starkregen durchsetzten Niederschlagsereignissen gewarnt. Die Schwierigkeit bei so einer Wetterlage ist jedoch die punktuelle Vorhersage, wo genau sich Gewitter- und Starkniederschlagsereignisse einstellen werden und ob sie gegebenenfalls mehrfach denselben Ort, dasselbe Gebiet treffen werden. Gemeinsam müssen wir die Methodik weiter optimieren, um mit noch zielgenaueren Vorhersagen zu helfen, die Folgen derartiger Extremereignisse abzumildern.“

LANUV-Präsident Delschen: „Wir überführen die meteorologischen Warnungen des DWD in Zusammenschau mit der Entwicklung an den Pegeln in eine hydrologische Bewertung. Aufgrund dessen war der Eintritt von Hochwasser zwar absehbar, dass dies jedoch flächendeckend ein derart historisches Ausmaß annehmen würde, haben wir aus den Daten und den bisherigen Erfahrungen heraus nicht gelesen. Hier müssen die Kenntnisse der Meteorologie und Hydrologie noch stärker zusammengeführt werden.“

Aktuell arbeitet der DWD unter anderem an einem Projekt namens SINFONY zur verbesserten Vorhersage von Sturzfluten. In diesem Projekt werden Radarmessungen und Simulation der Modelle zusammengeführt. Daneben gibt es weitere Projekte im DWD, die in Verbindung mit der geplanten Verkürzung der Vorhersagezyklen des DWD-Wettervorhersagemodells und unter Einbindung weiterer Datensätze dazu beitragen, das sogenannte Nowcasting (Kurz- und Kürzestfrist, 0-6 Stunden) weiter zu verbessern. Auch beim LANUV gibt es bereits einen Testbetrieb für ein Tool, das verbessere Prognosen an Bächen und Flüssen ermöglichen soll. Ganz aktuell hat das Umweltministerium zudem ein neues Modellprojekt mit der Technischen Hochschule Aachen in Stolberg gestartet, das unter anderem auch die Bodenfeuchte mitberücksichtigt.

Derartige Modelle werden künftig die zuständigen Stellen unterstützen, die Vorhersagen von Pegelstandvorhersagen und Überflutungsrisiken weiter zu verbessern. Damit diese Tools schnell praxisreif werden, ist eine enge Zusammenarbeit von Behörden und Forschung erforderlich. Diese war am Montagvormittag auch Thema bei einer Sondersitzung des Bund-Länder-Beirats des DWD, an dem auch Vertreter des Ministeriums und des LANUV teilgenommen haben. Bei dem Treffen wurden weitere vertiefende Fachworkshops vereinbart. Das Umweltministerium, der DWD und das LANUV betonten, dass jede gewonnene Minute bei derartig extremen und teils chaotischen Niederschlagsereignissen wie im Juli entscheidend sein kann, um Leben zu retten.

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1.302 Soforthilfeanträge insgesamt sind bis zum Stichtag 31. August bei der Stadt Mechernich eingegangen

Mechernich – Rund 3,1 Millionen Euro Soforthilfe hat die Stadt Mechernich bereits an die von der Flutkatastrophe stark betroffenen Bürger ausgezahlt. Das berichtete Ralf Claßen, Kämmerer und Dezernent der Stadt, in der Ratssitzung am Dienstag 31. August.

1.302 Anträge sind insgesamt bei der Stadtverwaltung eingegangen. „Heute, am Stichtag, sind noch die letzten 30 gestellt worden“, so Ralf Claßen. Allerdings mussten auch 84 Anträge abgelehnt werden oder wurden von den Antragsstellern selbst zurückgezogen. „In der Regel wegen fehlender Antragsvoraussetzungen“, begründete der Kämmerer.

Vom Land NRW habe die Stadtverwaltung bisher eine Abschlagszahlung von knapp 2,5 Millionen Euro für die bisher geleisteten Soforthilfen erhalten.

616.438 Euro Belastungen

Genau 616.438 Euro musste der Kämmerer bislang an Belastungen und Aufwendungen der Hochwasserkatastrophe in den Mechernicher Haushalt einrechnen – darunter Kosten für Instandsetzung städtischer Gebäude, Übergangs-Container und den Verdienstausfall bei Feuerwehreinsätzen der ehrenamtlichen Kräfte.
Im Gegenzug konnte er bereits 750.000 Euro Soforthilfe des Landes verbuchen.

Einstimmig stimmten die Ratsherren dem Vorschlag des Kämmerers zu, in der Haushaltssatzung den Höchstbetrag der Liquiditätskredite auf 35.000.000 Euro (bisher 26.000.000 Euro) zu erhöhen, um die kurzfristige Liquidität und Handlungsfähigkeit der Kommune sicherzustellen.

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RLP Ministerin Daniela Schmitt: Flutopfer und Gastgeber werden zusammen gebracht

Region/Mainz – Die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT) hat im Auftrag der Landesregierung ein Portal entwickelt, auf dem Besitzer von Ferienwohnungen, Ferienhäusern, aber auch Hoteliers freie Zimmer für Opfer der Flutkatastrophe an der Ahr zur Verfügung stellen können. Die neue Plattform ist seit dem heutigen Montag, 6. September, auf der Seite der Ahrtal-Touristik online (https://www.ahrtal.de/flut-hilfe/unterkuenfte).

Potenzielle Vermieter werden über Newsletter und interne Kommunikationskanäle zu Wohnungs- und Zimmerangeboten aufgefordert. „Die Hilfsbereitschaft gegenüber den Menschen an der Ahr ist bewegend. Auch die vielen Unternehmen der Tourismusbranche wollen den Flutopfern in dieser schwierigen Zeit beistehen. Mit dem neuen Portal, das die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT) in unserem Auftrag entwickelt hat, bringen wir Gastgeber und Menschen, die nun dringend eine Unterkunft suchen, zusammen“, so Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, die die schnelle Umsetzung als Beispiel erfolgreicher Digitalisierung betrachtet. „Weil die landeseigene Tourismus-Gesellschaft auf das moderne Destinations Management System Deskline zurückgreifen kann“, sei es möglich, „selbst auf ein so außergewöhnliches Ereignis wie die Flutkatastrophe flexibel zu reagieren“.

Auf der Plattform können Vermieter ihre Ferienwohnungen oder freien Betten einstellen. Menschen, die eine Unterkunft suchen, haben dann die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen. Aufgrund der Dringlichkeit werden nicht nur Ferienwohnungen rund um das Katastrophengebiet auf Vakanzen abgefragt, sondern aus allen Regionen im Land. Der Radius geht über Mosel, Eifel und Rhein hinaus und wird nicht eingeschränkt. Auch Vermieter aus dem nordrhein-westfälischen Teil der Eifel und aus dem Bonner Raum können ihre Angebote auf der neuen Plattform einstellen. Denn für viele Menschen kommt temporär auch durchaus eine Unterkunft in etwas größerer Entfernung in Betracht.

„Es freut mich sehr, dass viele Betreiber ihre Betten zu günstigeren Preisen anbieten. Das zeigt, dass unsere Unternehmer auch nach der wirtschaftlich herausfordernden Coronapandemie, Verantwortung für unsere Gesellschaft übernehmen“, sagte Wirtschaftsministerin Schmitt, gleichwohl sei oberstes Ziel der Landesregierung, dass Menschen in ihren eigenen Wohnungen und Häusern leben können. Das unterstreicht auch Nicole Steingaß, Landesbeauftragte für den Wiederaufbau: „Die Energieversorger sind deshalb gefordert, für möglichst viele Gebäude die Gas-Versorgung wiederherzustellen. Wo das nicht möglich sein wird, sollen alternative Wärmetechniken zum Einsatz kommen, daran arbeiten unter anderem die Energieagentur und der Krisenstab.

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Pilz-Lehrwanderung in der Vulkanregion Laacher See am 26. September – Teilnehmerzahl begrenzt – Jetzt anmelden

Niederzissen/Brohltal – Pilzlehrwanderung in der VG Brohltal für Anfänger und Kenner am Sonntag, den 26. September um 14.00 Uhr. Wandern mal anders. Nämlich mit ganz vielen Stopps. Und das nur an den Stellen, an denen im Wald und auf den Wiesen die kleinen Pilze aus dem Boden sprießen. Im Spätsommer und Herbst kann man sie am besten finden. Und damit eine Pilzmahlzeit nicht Körper und Geist beeinträchtigt, haben die Organisatoren der Vulkanregion Laacher See wegen der großen Nachfrage in den vergangenen Jahren direkt wieder Pilzwanderungen für dieses Jahr mit einem Pilzsachverständigen organisiert.

Am Sonntag, dem 26. September 2021 startet um 14.00 Uhr eine Wanderung mit Stefan Elmer von der deutschen Gesellschaft für Pilzkunde. Etwa anderthalb Stunden dauert der Rundgang, bei dem man einiges über die eigene Welt der Pilze lernt.

Ziel der Wanderung ist es nicht, mit einem gefüllten Pilzkorb nach Hause zu kommen, sondern etwas zu erfahren. Für diejenigen, die schon mehr wissen, soll es eine Auffrischung ihrer Kenntnisse werden. Für alle Neulinge gibt es grundsätzliche Hinweise zum Thema „Pilze erkennen, sammeln, verwerten.“

Auf Grund von Corona sind die Plätze auf max. 15 Personen begrenzt. Es gelten die derzeit gültigen Hygienemaßnahmen. Ab sofort kann man sich unter der E-Mail: info@vulkanregion-laacher-see.de für die Teilnahme anmelden.

Der Teilnahmepreis beträgt 6,00 €, die vor dem Rundgang zu entrichten sind.

Mitbringen sollte man:

  • Gutes Schuhwerk und dem Tag angepasste Kleidung.
  • Ein Körbchen mit Behältnissen, z. B. Papiertüten, Alufolie oder ähnlichem, worin bekannte und unbekannte Funde getrennt untergebracht werden können.
  • Ein scharfes Messer, um das Gefundene zu putzen.
  • Eine Lupe – wer hat
  • Etwas zum Schreiben, wenn man sich Notizen machen möchte

Um Probleme mit Forst und Jagd zu vermeiden, können Hunde leider nicht mitgebracht werden.

Anmeldung und Informationen:

Tourist-Information Vulkanregion Laacher See

Kapellenstraße 12, 56651 Niederzissen, Tel. 02636 19433,

E-mail: info@vulkanregion-laacher-see.de

Internet: www.vulkanregion-laacher-see.de

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Neue HipHop-Kurse starten ab Mittwoch 08. September in Alsdorf – Anmeldung erforderlich

Alsdorf – Unter den nach wie vor nötigen Auflagen zum Schutz vor Corona können die beliebten HipHop-Kurse des Städtischen Jugendtreffs „Altes Rathaus“ in Alsdorf-Mariadorf wieder starten. Ab Mittwoch, 08. September, geht es los. Wöchentlich werden die beiden Kursleiterinnen Milena Kandetzki und Nina Depczinsky mit coolen HipHop-Moves kleine Choreographien im Einführungskurs von 18.15 bis 19 Uhr entwickeln.

Für den Fortgeschrittenenkurs ab 12 Jahren, der jeweils von 19.15 bis 20 Uhr stattfindet, sind Choreografien als Vorbereitung auf ein „High School Musical“ in der ersten Herbstferienwoche geplant. Die Teilnahme am Musical ist jedoch nicht verpflichtend, man kann auch unabhängig von diesem Ferienprojekt am HipHop-Kurs teilnehmen!

Der Kurs umfasst ohne das Herbstferienprojekt zehn Termine. Diese finden immer mittwochs in der Gymnastikhalle des Alsdorfer Berufkollegs am Heidweg statt. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Beachtung der „3G-Regel“ – nur wer genesen, geimpft oder negativ getestet ist, kann mitmachen. Die einmalige Teilnehmergebühr beträgt 20 Euro. Infos und Anmeldungen sind unter der Telefonnummer 02404/65125 oder per Mail an dagmar.schaefer@alsdorf.demöglich. (apa)

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Jazz im Köllenhof mit „JAZZERY“ am morgigen Dienstag 07. September – Anmeldung erforderlich

Wachtberg-Ließem – Am morgigen Dienstag, 07. September 2021 um 20.00 Uhr ist wieder einmal die Band „JAZZERY“ bei „Jazz im Köllenhof“ in Ließem zu Gast. „JAZZERY“ ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Bonner Jazzszene. Mit Jürgen Dietz am Saxophon, Fred Prünte an den Keyboards und meist wechselnden Besetzungen an Gitarre, Bass und Schlagzeug.

Diesmal mit dabei der Gitarrist Igor Lazarev, der Bassist Christian Kussmann und Claus Schulte am Schlagzeug. Die Musik der Band ist eine Mixtur aus Funk, Soul, Jazz und Blues. Das Repertoire umfasst neben einigen Eigenkompositionen, Titel von Herbie Hancock, The Crusaders, Yellow Jackets, Spyro Gyra.

 Bitte beachten: Eine Anmeldung ist erforderlich – per E-Mail an marlies.frech@wachtberg.de. Es gelten die aktuellen 3-G-Coronaregeln.

 Dienstag, 07.09.2021, 20.00 Uhr

Köllenhof, Marienforster Weg 14, Wachtberg-Ließem

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Erstes digitales „Festival der Vielfalt“ am Donnerstag 09. September in Aachen

Aachen – Der „Tag der Integration“ findet zum ersten Mal digital in Form eines „Festivals der Vielfalt“ auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen statt. Im Mittelpunkt steht dabei die „Teilhabe“ in allen Lebensbereichen. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ermöglicht den Zuschauer*innen Beteiligung und Unterhaltung.

Das erste „Festival der Vielfalt“ wird am Donnerstag, 9. September von 17 bis 20 Uhr auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen live aus der digitalChurch gestreamt. Aufgrund der Pandemie musste der „Tag der Integration“, der seit über dreizehn Jahren in der Stadt Aachen stattfindet, bereits zum zweiten Mal abgesagt werden. Daher wurde intensiv an einem alternativen Format gearbeitet, um mit den ehrenamtlichen Akteuren*innen, Vereinen und den vielen Besucher*innen auch in diesem Jahr ein buntes Fest feiern zu können. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hat Oberbürgermeisterin Sybille Keupen übernommen. Sie wird auch das Grußwort zu Beginn der Veranstaltung an die Zuschauer*innen richten.

„Teilhabe“ als zentrales Thema

„Integration ist eine Aufgabe, die an 365 Tagen im Jahr erfolgt, auch während einer Pandemie steht sie nicht still. Es ist ein Anliegen der Stadt Aachen, dies an einem Tag im Jahr sichtbar werden zu lassen und die offene Stadtgesellschaft zu feiern“, macht Rolf Frankenberger, Fachbereichsleiter Wohnen, Soziales und Integration, deutlich. Deswegen ist „Teilhabe“ auch das zentrale Thema des Festivals. Was sie bedeutet, wie man teilhat, was es dazu braucht und wo sie besonders gut klappt, aber auch wo Menschen Unterstützung brauchen, soll aus ganz verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden.

Das Bistum Aachen unterstützt das Ziel, zugewanderten Menschen in allen Lebensbereichen „Teilhabe“ zu ermöglichen. Seit vielen Jahren engagiert es sich in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen in der Flüchtlingsarbeit und Integration. „Das Festival der Vielfalt als neues digitales Format ist aus Sicht des Bistums eine sehr gute Möglichkeit, das Anliegen auch in einer schwierigen Zeit umzusetzen“, sagt Holger Brantin, Vorstand des Katholikenrats der Regionen Aachen-Land und ergänzt: „In Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen wurde auch eine Webseite zum Tag der Integration (www.tagderintegration-aachen.de) eingerichtet, die es ermöglichen soll, das Thema Integration an jedem Tag im Jahr sichtbar werden zu lassen.“

Trotz des digitalen Charakters der Veranstaltung sind Beteiligung und Teilhabe fester Bestandteil des Programms: „Zuschauer*innen können während der Live-Veranstaltung interaktiv über die digitale Plattform Slido mitdiskutieren, Fragen stellen und sich einbringen. Auch die Plattform YouTube bedeutet einen niedrigschwelligen Zugang für jede*n“, erklärt Nenja Ziesen, Integrationsbeauftragte der Stadt Aachen. Die Veranstaltung wird auch in Gebärdensprache übersetzt.

Umfangreiches Programm

In dem umfangreichen Programm werden Videobeiträge gezeigt, welche im Vorfeld durch verschiedene Einrichtungen und Aachener*innen zum Thema „Teilhabe bedeutet für mich…“ erstellt wurden. In einem „Wohnzimmer-Gespräch“ werden Elisabeth Kaneza, Aachener Politikwissenschaftlerin und Gründerin der Kaneza Foundation for Dialogue and Empowerment e.V., sowie Ahmet Sinoplu, Diplom-Sozialarbeiter und Trainer für rassismuskritische und diversitätsbewusste Bildungsarbeit, miteinander über den Begriff „Teilhabe“ in und an der Gesellschaft sprechen. Beide kennen sowohl die Stadt Aachen als auch die Themen Integration und Teilhabe, sind in Migranten*innen-Organisationen aktiv und können aus ihren Perspektiven viele interessante Beiträge liefern.

Musikalisch begleitet wird das Festival der Vielfalt durch den Singer-Songwriter Finton Mumbure, ebenfalls aus der Region stammend, der unter anderem über „The Voice of Germany“ bundesweit bekannt wurde und zuletzt mit seiner Band beim „Blind Date“ auf der Burg Wilhelmstein zum Saisonauftakt begeisterte. Zur Auflockerung ist das Programm mit Poetry-Slam-Beiträgen von professionellen Slammer*innen bespickt. Dabei sind beispielsweise Lukas Knoben und Oscar Malinowski von dem Verein „satznachvorn e.V.“ aus Aachen, einem der ältesten Poetry-Slam-Vereine Deutschlands, Lisa Brück und Abdul Chahin. Abschließen wird die Veranstaltung dann ein Poetry Slam-Wettbewerb. Zur Vorbereitung dieses Wettbewerbs gab es im August zwei Workshops für alle interessierten Aachener*innen. Mit den Teilnehmer*innen des Workshops wurden Texte zum Thema Teilhabe erarbeitet, welche beim Festival vorgestellt und von professionellen Slammer*innen begleitet werden. Für die ersten drei Gewinner*innen gibt es interessante Preise. Moderiert wird die Veranstaltung, wie auch 2019, von Dieter Haack, der aus dem WDR Hörfunk bekannt ist.

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Mehr als 23.000 Fahrzeuge nach der Flut im Kreis Ahrweiler zugelassen

Ahrweiler – Zulassungsstellen der Kreisverwaltung Ahrweiler arbeiten unter Hochdruck. Bei der Hochwasserkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli 2021 wurden tausende Fahrzeuge beschädigt, vollständig zerstört oder durch die Flut mitgerissen. Darüber hinaus gingen tausende Fahrzeugpapiere und Kennzeichen verloren. Die Kfz-Zulassungsstelle der Kreisverwaltung in Ahrweiler und ihre Außenstellen in Adenau, Sinzig und Niederzissen waren und sind daher seit der Flut Anlaufpunkt für viele Bürgerinnen und Bürger des Kreises Ahrweiler.

Obgleich das Gebäude der Kreisverwaltung ebenfalls indirekt von der Flut betroffen war, konnte der Kundenbetrieb der Kfz-Zulassungsstelle im Kreishaus bereits am 21. Juli wieder aufgenommen werden. Seither wurden mehr als 23.000 Zulassungen vorgenommen, über 9000 Fahrzeuge wurden abgemeldet und mehr als 7000 Zulassungen oder Umschreibungen wurden bearbeitet. Hinzu kommen rund 7000 weitere Anliegen, die überwiegend mit der Flutkatastrophe zusammenhängen – wie das Ausstellen neuer Fahrzeugpapiere oder neuer Kennzeichen.

„Die Kolleginnen und Kollegen der Kfz-Zulassungsstelle und der Außenstellen haben in dieser für alle so schwierigen Situation ihr Bestes gegeben und alle Kräfte aufgewendet, um die Anliegen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger so gut wie möglich zu bearbeiten. Und ich bitte hierbei zu bedenken, dass viele unserer Mitarbeitenden selbst von der Katastrophe schwer betroffen sind“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies, MdL. Ein großer Dank gilt daher vor allem auch den vielen Kreis- und Stadtverwaltungen, die in dieser Notsituation unbürokratische Amtshilfe geleistet haben und nach wie vor leisten.

Um die durch die Hochwasserkatastrophe notwendig gewordenen und dringenden Anliegen der Bürgerinnen und Bürger schnellstmöglich zu bearbeiten, war eine Terminvereinbarung in dieser Zeit nicht möglich. So kam es in Einzelfällen zu längeren Wartezeiten, gleichzeitig konnte die Kreisverwaltung so jedoch garantieren, dass allen Wartenden noch am selben Tag weitergeholfen wurde.

Regelmäßig sind alle 13 Schalterplätze im Kreishaus in Ahrweiler sowie in den Außenstellen besetzt, damit das enorme Arbeitspensum bewältigt werden kann. Um ein zusätzliches Serviceangebot zu schaffen, waren die Zulassungsstellen im Juli und August zudem an den Samstagen geöffnet. Auch die Zahl der Mitarbeitenden wurde personell aufgestockt – ebenfalls mithilfe anderer Kreis- und Stadtverwaltungen. Bis auf Weiteres können unter anderem auch in der Kreisverwaltung Vulkaneifel Zulassungen für Fahrzeuge im Kreis Ahrweiler vorgenommen werden.

Gebühren für eine Abmeldung oder beim Verlust von Fahrzeugpapieren erhebt die Kreisverwaltung bei Betroffenen der Hochwasserkatastrophe nicht.

Bürgerinnen und Bürger, die keine Kfz-Kennzeichen und Fahrzeugpapiere mehr besitzen, können ihre betroffenen Fahrzeuge ebenfalls abmelden. Grundsätzlich ist dafür die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung durch den Halter erforderlich. Aufgrund der besonderen Situation und vor dem Hintergrund, dass Flutgeschädigte gegebenenfalls nicht selbst erscheinen können, wird von der gesetzlichen Vorgabe aber insoweit abgesehen, dass der Halter eine andere Person mit der Abmeldung und der Abgabe der eidesstattlichen Versicherung beauftragen kann. Hierfür genügt eine formlose Vollmacht.