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Der Ergo-Versicherungs-Konzern spendet der durch die Flut geschädigten Gemeinde-Feuerwehr 10.000 Euro

Kall – Heller: „Zeichen großer Wertschätzung“. Frank Kurtensiefen, Christian Hammes und Sylvia Pütz von der Kaller Sub-Direktion übergaben den Scheck im Rathaus. Drei Monate sind inzwischen vergangen, nachdem die Flutkatastrophe in der Nacht zum 15. Juli in der Gemeinde Kall Schäden von vielen Millionen Euro angerichtet hat und dabei auch die Feuerwehr nicht verschont geblieben ist. Für die Versicherungen gilt es derzeit, riesige Schadenssummen zu regulieren. So auch für die Ergo-Versicherung, die trotz der hohen Versicherungsleistungen 200.000 Euro für die Flutopfer-Hilfe gespendet hat.

Über eine Spende von 10.000 Euro konnte sich jetzt auch die Feuerwehr der Gemeinde freuen: Im Rathaus überreichten Frank Kurtensiefen, Christian Hammes und Sylvia Pütz  von der Bürogemeinschaft der Kaller Ergo-Subdirektion den Spendenscheck an Michael Heller, den allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, und den Chef der Gemeindefeuerwehr Kall, Harald Heinen. Bei Heinen war die Freude groß, war auch die Feuerwehr selbst und deren Einsatzkräfte von der Flut in hohem Maß geschädigt worden. „Es steht noch nicht ganz fest, wie die Spende verwendet wird, möglicherweise auch für die von der Flut zerstörte persönliche und technische Ausstattung der Feuerwehrleute, die nicht versichert ist oder nicht mit anderen Mitteln ersetzt werden kann“, so Wehrchef Heinen.

Trotz diverser Fördermittel und Aufbauhilfen sei so manches beschädigte Eigentum nicht abgesichert, so dass das Geld möglicherweise dafür gut gebraucht werden könne. Auch Michael Heller lobte das großzügige Engagement der Ergo: „Wir verstehen das auch als große Wertschätzung der Feuerwehrmänner und -frauen, die bei der Hochwasserkatastrophe unermüdlich im Einsatz gewesen sind und Menschenleben gerettet haben“. Zum Teil seien die Retter dabei selbst in Gefahr geraten, so der Bürgermeister-Vertreter.

Reagierte sofort und stellte bei der einen Antrag, der Feuerwehr Kall 10.000 Euro zu spenden: Ralf-Peter Bierschenk. Foto. Georg May

Bei der Übergabe des 10.000-Euro-Schecks durch Vertriebsassistentin Sylvia Pütz berichteten Frank Kurtensiefen und Christian Hammes, dass sich ihr dritter Partner Ralf Peter Bierschenk, der wegen Krankheit nicht an der Übergabe teilnehmen konnte, vehement  für die Spende der Ergo an die Feuerwehren der Gemeinde Kall eingesetzt habe. Nach der schlimmen Flut in Teilen des Landes habe der Ergo-Konzern beschlossen, einen Betrag von 200.000 Euro zu spenden. Davon seien 100.000 Euro in die bestehende Stiftung „Ergo, wir helfen“ geflossen. Für die Vergabe der anderen 100.000 Euro konnten sich die lokalen Subdirektionen bewerben und Hilfs-Projekte einreichen.

Für den Raum Aachen-Eifel, so Frank Kurtensiefen, sei die Förderung von drei Projekten mit je 10.000 Euro möglich gewesen. „Sofort hat sich Ralf Peter Bierschenk der Sache angenommen und dem Konzern die schlimme Situation und die großen Probleme der Feuerwehr Kall geschildert“, berichtete Christian Hammes. Nach vier Wochen sei der positive Bescheid gekommen, dass die Kaller Feuerwehr eine Spende von 10.000 Euro bekomme. Kurtensiefen: „Da war die Freude groß“. Zumal man in  Kall viele Kunden habe. Glücklicherweise hätten die  meisten ihrer Flutbetroffenen eine Elementar-Versicherung gehabt, so dass man auch diese habe zufrieden stellen können. (Reiner Züll)

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Große Resonanz auf erste Wasserstoff-Messe des Kreises Düren

Düren – Der Kreis Düren hat zu seiner ersten Wasserstoffmesse geladen – und knapp 300 Besucher sind gekommen. Der Brückenkopf-Park wurde für einen Tag zum Mekka der Innovationen. „Ich freue mich sehr, dass sich viele für das Zukunftsthema Wasserstoff interessieren und sich informieren“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Das gibt uns großen Rückenwind für unsere Wasserstoff-Aktivitäten.“

Insgesamt präsentierten sich 20 Aussteller aus Wissenschaft; Forschung und Wirtschaft, darunter die RWTH Aachen, die TH Köln, das Forschungszentrum Jülich, der Brainergy Park als innovatives Gewerbegebiet oder die Unternehmen Nproxx (Wasserstofftanks) und Alstom (Wasserstoff-Züge).

„Wir wollen die Wasserstoff-Technologe sichtbar machen und zeigen, dass es funktioniert, im Kreis Düren grünen Wasserstoff zu produzieren, zu verteilen und zu nutzen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Künftig wird das geruchslose Gas als Energieträger für Busse und Bahnen genutzt, für die Industrie und Privathaushalte. „Wir werden den Wasserstoff so anbieten können, das er wettbewerbsfähig ist“, sagte der Landrat. Der Kreis wird Wasserstoff auch im neuen Nelly-Pütz-Berufskolleg, das am Dürener Bahnhof gebaut wird, nutzen. Im Rahmen des derzeit laufenden Klimaschutz-Programms wurde eine Förderung für eine H2-Heizung beantragt.

Es gelte nun, so viele Firmen wie möglich zu gewinnen, betonte der Landrat. Dies zahle ein auf einen gelingenden Strukturwandel in der Region. Der Kreis Düren sei auf einem hervorragenden Weg zur Wasserstoff-Modellregion.

Aufgrund der großen Resonanz auf die heutige Messe kündigte Landrat Wolfgang Spelthahn eine Neuauflage im kommenden Jahr an – zudem wird der Kreis Wasserstoff-Innovationspreise vergeben. Einen für Unternehmen und Wissenschaftler, einen für Jungforscher. „Wir wollen besondere Anreize setzen und hervorragendes Engagement belohnen“, so der Landrat.

Nachdem Professor Peter Stenzel vom Wasserstoff-Lehrstuhl der TH Köln Verkehrs- und Klimaschutz-Projekte, mit denen sich seine Hochschule beschäftigt, vorgestellt hatte, wurde auf dem Außengelände ein neues Wasserstoff-Auto (Toyota Mirai) an Landrat Wolfgang Spelthahn übergeben. Damit nutzt der Kreis Düren bereits drei Wasserstoff-Pkw. Den zahlreichen Besuchern boten sich weitere spannende Einblicke in die H2-Automobilwelt. Viele Fahrzeige konnten besichtigt werden, darunter auch ein Wasserstoffbus, den der Kreis im Sommer bereits getestet hatte. Die ersten fünf H2-Busse werden zur Jahreswende im Kreis Düren eingesetzt.

In der „Muschel“ zeigten die 20 Aussteller, auf welch unterschiedlichen Gebieten Wasserstoff genutzt werden kann. Ein Höhepunkt war ein Experiment von Schülerinnen und Schülern des Stiftischen Gymnasiums, die mit ihrem Lehrer Christian Leroy zeigten, wie Wasserstoff produziert wird und wie ein Modellauto damit betrieben werden kann – Wasserstoff-Technologie zum Anfassen.

„Genau darum geht es uns. Wir wollen das Thema zu den Menschen bringen und im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar machen“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn, bevor unterschiedliche Fachleute im Rahmen von Vorträgen über das spannende Innovationsthema Wasserstoff weiter informierten.

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Ivone Busch pilgert für RPR Hilft – Noch 101 km bis Santiago de Compostela

Region – Bisher hat Ivone Busch schon rund 2000 km zu Fuß mit 20 kg Gepäck hinter sich gebracht und befindet sich, wenn man es so sagen möchte, auf der Zielgeraden nach Santiago de Compostela.
Nachdem sie sich durch die schmalen Täler der Pyrenäen gezwängt hat und die Bergkämme in Begleitung von Gänsegeiern überwunden hat, stand sie vor einer erneuten Hürde. „Nun habe ich eben erst etwas Französisch gelernt, so muss ich jetzt noch Spanisch dazu lernen!“, sagte Sie im Gespräche vor gut zwei Wochen.

Aber der Einstieg hätte nicht besser sein können. Gleich am ersten Tag auf spanischen Boden, durfte Ivone Busch mit dem Ave Maria und dem Panis Angelicus die 20:00 Uhr Messe in der königlichen Stiftskirche Santa Maria de Roncesvalles, vor gut 60 Pilgern begleiten.
Die Reaktion der Pilger ließ auch nicht lange auf sich warten.
Mit begeisterten Applaus und viel Motivation in allen Sprachen endete dieser erste Abend auf spanischen Boden. Voll Stolz, erzählt Ivone Busch von einer Liste von circa 300 Menschen.“Alle diese Menschen habe mir auf meiner Reise in irgendeiner Form etwas Gutes getan!“, erzählte Frau Busch mit Begeisterung.

Und weiter zählt sie: „Ob es nun darum ging das Singen in der Kirche zu ermöglichen oder ob es was zu trinken war, eine Schlafstätte oder etwas zu essen. All diese Menschen haben mir auf meinem Weg etwas Gutes getan und mich dadurch unterstützt und letztlich dahin gebracht wo ich heute bin, nämlich auf der Zielgeraden nach Santiago de Compostela.“

So sieht sich Ivone Busch mit dem Projekt „Pilgern für RPR Hilft“ bestätigt, dass in der Gemeinschaft alles möglich ist. Nach ihrem Start am 10. 06. ist Ivone Busch fast am Ziel. Beim letzten Telefonat am Freitag, den 08. 10., befand sie sich 101 km vor Santiago in einer Herberge und genoss gerade ein großes Stück Kuchen.

Hierbei erzählte sie, dass sie jetzt schon gerne wieder zu Hause wäre, aber sie freue sich genauso auf die „letzte“ Messe in Santiago de Compostela. Sie sprach von der Hoffnung, eventuell diese Messe noch mit ihrem Gesang, so wie in vielen anderen Kirchen und Kathedralen zuvor, begleiteten zu dürfen.

Man darf also gespannt sein, wie diese Pilgerreise nach über 2000 km für einen guten Zweck, wohl enden wird. Bitte spenden Sie noch weiter auf das Konto von RPR Hilft e.V., damit vielen Menschen in Rheinland-Pfalz geholfen werden kann.

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Kleinste Herzpumpe der Welt entlastet bei kritischen Eingriffen

Mayen – St. Elisabeth Krankenhaus Mayen erweitert Behandlungsspektrum bei fortgeschrittenen Herzerkrankungen. „Es ist immer mit einem erhöhten Risiko verbunden, Patienten mit einer komplexen Form der koronaren Herzerkrankung im Herzkatheterlabor zu behandeln. Jetzt haben wir eine hoch entwickelte Pumpe, die uns dabei unterstützt, diese Eingriffe sicherer durchzuführen und kritische Kreislaufeinbrüche während, aber auch nach einer solchen Behandlung, z.B. bei Patienten im kardiogenen Schock, zu vermeiden“, freut sich Dr. Alae Bourakkadi. Bei einem kardiogenen Schock ist das Herz akut nicht mehr in der Lage, so viel Blut in den Körper zu pumpen, dass eine ausreichende Versorgung der Organe gewährleistet ist. Der Chefarzt der Inneren Medizin – Kardiologie, Palliativmedizin, Akutgeriatrie hat bereits über zehn Eingriffe mit Impella®, der kleinsten Herzpumpe der Welt, im St. Elisabeth durchgeführt.

„Die Impella Herzpumpe entlastet das Herz, indem sie die Pumpfunktion des Herzmuskels teilweise oder ganz übernimmt. Dadurch wird die Blut- und Sauerstoffversorgung aller wichtigen Organe aufrechterhalten – insbesondere in kreislaufinstabilen Situationen.“ Die Pumpe hat einen Durchmesser von etwa drei Millimeter. Sie ist so klein, dass sie, ebenso wie ein „Stent“, per Kathetertechnik über ein Gefäß direkt ins Herz eingeführt wird. Der Patient bleibt dabei wach und ansprechbar. Nach Abschluss des geplanten Eingriffs wird die Pumpe wieder aus dem Körper entfernt und der Patient kann im Idealfall bereits am nächsten Tag nach Hause entlassen werden. „Die Technologie ermöglicht es auch, Menschen mit fortgeschrittenen Herzerkrankungen umfassendere und fortschrittlichere Behandlungsmöglichkeiten anzubieten“, erklärt Bourakkadi, denn die Mini-Pumpe bietet Hochrisiko-Patienten bei geplanten und komplexen Eingriffen am Herzen ein Höchstmaß an Sicherheit und Komfort.

Im Jahr 2020 haben die Modernisierungsmaßnahmen der kardiologischen Abteilung im St. Elisabeth Mayen begonnen. Mit der Einführung dieser neuen Technologie geht sie wieder einen weiteren wichtigen Schritt und kann auch die Überlebenschancen vieler Patienten verbessern. „Es freut mich sehr, unseren Patienten in der Region ein breites Spektrum an qualitativ hochwertigen kardiologischen Behandlungsmethoden anzubieten und die positive und erfolgreiche Entwicklung der kardiologischen Abteilung in Mayen voranzutreiben.“

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Kneipp-Aktionstag am Sonntag 10. Oktober 2021 in Bad Münstereifel – Anmeldung zum Wandertag heute noch möglich

Bad Münstereifel – Der Kneipp-Verein Bad Münstereifel e.V., der gerade erst am 30. Juni 2021 gegründet wurde, lädt zu einem Kneipp-Aktionstag ein. Dieser findet am Sonntag, den 10.10.2021, 11-15 Uhr im Kurgarten Wallgraben am weißen Elefanten statt.

Dort präsentiert sich der Kneipp-Verein mit mehreren interaktiven Ständen, wo die 5 Elemente nach Kneipp, „Die Kraft des Wassers, Ernährung & Genuss, Kräuter & Heilpflanzen, aktiv leben und bewegen und Wellness und Balance“ in Theorie und Praxis erlebt werden können. Neben Kaffee und Kuchen wird es auch leckere kleine Kostproben zur gesunden Ernährung geben sowie sportliche Übungen, die zum Mitmachen motivieren.

Um 11.15 Uhr beginnt eine ca. 2-stündige Erlebnis-wanderung für Jung und Alt. Der 10.Oktober wurde vom Kneippbund im Kneipp-Jubiläumsjahr zum „Tag der seelischen Gesundheit“ ausgerufen. Der Kneipp-Verein Bad Münstereifel e.V. freut sich daher sehr, dass er Ihnen anlässlich dieses Kneipp-Aktionstages auch vor Ort in Bad Münstereifel ein schönes Angebot inklusive einer „Kneipp- Erlebniswanderung für Jung und Alt“ bieten kann.

Dieses Angebot ist kostenlos und soll Ihnen in diesen Wochen nach der schweren Flutkatastrophe etwas Freude schenken und Sie zumindest für ein paar Stunden auf andere Gedanken bringen. Sicherlich ist es auch einmal wichtig rauszukommen, in die Natur zu tauchen und in sich zu kehren, um die innere Balance in diesen Tagen ein Stück weit wieder herzustellen. Das Angebot findet nach der aktuell gültigen Corona-Schutzverordnung statt.

Für die Erlebniswanderung ist demnach eine Anmeldung mit Angabe der Kontaktdaten erforderlich. Bitte melden Sie sich für die Wanderung bis zum 08.10.21 unter der E-Mail: info@kneippverein-bad-muenstereifel.de an. Weitere Auskünfte erhalten Sie unter der Telefonnummer: 0175/6665430

Für einen kleinen Proviant für unterwegs ist gesorgt, benötigt werden Ihrerseits lediglich ein paar Wanderschuhe und die entsprechende Kleidung. Das Angebot richtet sich an Jung und Alt und ist sowohl für die ganze Familie mit Kindern (Wanderung ab sechs Jahre), als auch für Paare oder Singles geeignet. An diesem Tag kann man auch etwas gewinnen! Unter allen Teilnehmer*innen und Besucher*innen werden tolle Preise rund um das Thema Kneipp verlost. Die Kneipp-Erlebniswanderung findet bei fast jedem Wetter statt. Sollten aber Unwetter anstehen, fällt der Aktionstag aus und die Wanderer werden einen Tag zuvor per E-Mail informiert.

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Denis Scheck am Samstag 09. Oktober live in der Stadtbibliothek Aachen

Aachen – Seit vielen Jahren tritt der Literaturkritiker Denis Scheck in der Stadtbibliothek auf. Am morgigen Samstag, 09. Oktober, wird er dort um 19 Uhr wieder die Neuerscheinungen des aktuellen Bücherherbsts vorstellen. Denis Scheck erzählt, was das Publikum nicht versäumen sollte zu lesen, aber auch was reine Zeitverschwendung ist. Das Geheimnis seines großen Erfolges ist seine fundierte Literaturkritik, die sich durch einen hohen Unterhaltungswert auszeichnet. Außerdem stellt er an diesem Abend sein neues Buch „Der undogmatische Hund“ vor.

Das Publikum kennt Denis Scheck aus der ARD-Sendung „Druckfrisch“.

Eintrittskarten für die „Literaturkritik mit Denis Scheck“ sind  am Beratungsplatz im Erdgeschoss der Stadtbibliothek erhältlich. Bei einer Teilnahme an der Veranstaltung gelten sowohl die 3G-Regel (Geimpft, genesen, getestet) als auch die Maskenpflicht.

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Susanne Schwier in Aachen als Beigeordnete wiedergewählt

Aachen – Susanne Schwier bleibt städtische Beigeordnete für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport. Dies hat der Rat der Stadt Aachen in seiner Sitzung vom 6. Oktober im Geschwister-Scholl-Gymnasium beschlossen. Schwier bedankte sich für dieses Votum und für das Vertrauen, das man damit in ihre Arbeit setze.

Susanne Schwier wurde im November 2013 vom Rat der Stadt Aachen zur Beigeordneten für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport gewählt und leitet seit ihrem Amtsantritt am 15. Februar 2014 das Dezernat mit rund 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Ihre aktuelle Amtszeit endet mit Ablauf des 15. Februars 2022. Mit Wirkung vom 16. Februar 2022 beginnt Ihre zweite Amtszeit. Gewählt ist sie formal für acht Jahre.

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Selbst mit anpacken

Euskirchen – Mit einem Durchschnittalter von 31 Jahren ist das neue Team der Kreisbereitschaftsleiter und ihrer Stellvertreter beim Roten Kreuz im Kreis Euskirchen ziemlich jung. Gleichzeitig kann das Quartett aber zusammen 52 Jahre Erfahrung in der Rotkreuz-Arbeit vorweisen. „Uns war schon klar, worauf wir uns einlassen – wir machen das hier nicht erst seit gestern“, betont Timo Prinz, einer der beiden stellvertretenden Bereitschaftsleiter.

Gewählt wird die Kreisbereitschaftsleitung alle drei Jahre vom Kreisbereitschaftsausschuss. Wahlberechtigt sind die Bereitschaftsleiter der zehn Ortsvereine sowie die Zugführer der Einsatzeinheiten und die Vertreter der Fachdienste. Erstmals gibt es ab dieser Wahl nicht nur einen, sondern zwei Kreisbereitschaftsleiter: Kerstin Brandhoff aus Kall (36 Jahre alt, DRK-Bereichsleiterin für Soziales, Migration und Flüchtlingshilfe) und Lars Klein aus Lommersum (29 Jahre alt, Rettungssanitäter bei der DRK-Rettungswache Zülpich sowie Bachelor für Notfall- und Krisenmanagement).

Und erstmals gibt es auch nicht einen, sondern zwei Stellvertreter: Timo Prinz aus Zülpich (33 Jahre alt, Referent für Grundsatzfragen im Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen) und Daniel Heinz aus Dom-Esch (26 Jahre alt, Elektro-Ingenieur im Außendienst). Wiedergewählt wurden Kreisbereitschaftsarzt Christoph Thomaßen aus Zülpich (36 Jahre alt, derzeit in Weiterbildung zum Allgemein- und Viszeralchirurgen im Marienhospital Euskirchen; hat vor kurzem die Qualifikation zum leitenden Notarzt erlangt) und Kreisschirrmeister Herbert Schmitz aus Euskirchen (69 Jahre alt, Rentner, Kreisschirrmeister seit 45 Jahren).

Eigentlich sollte die Wahl am 20. Juli stattfinden, doch mit der Hochwasserkatastrophe im Kreis Euskirchen gab es stattdessen eine „vorgezogene Feuertaufe“, wie Christoph Thomaßen es nennt. „Die ersten 72 Stunden waren wir alle hier im Rotkreuz-Zentrum, danach in einem zwölf-Stunden-Schichtsystem. Insgesamt haben wir hier drei Wochen mit ganz großer Mannschaft gearbeitet“, erzählt Lars Klein.

Tatsächlich bringt das Ehrenamt der Kreisbereitschaftsleitung einiges an Verantwortung mit sich. Unter anderem muss sie die Tätigkeiten und Belange der Bereitschaften koordinieren und leiten, den guten Austausch zwischen Haupt- und Ehrenamt sowie die Kommunikation zwischen den Gemeinschaften sicherstellen.

Der Kreisschirrmeister sorgt für die Ausstattung der Bereitschaften mit Fahrzeugen und Gerätschaften nach dem anerkannten Stand der Technik. Der Kreisbereitschaftsarzt überwacht die Qualifikation und Weiterbildung der ehrenamtlich im Sanitäts- und Rettungsdienst mitwirkenden Rotkreuzler und fungiert als Bindeglied zwischen dem Kreisverband und den in Bereitschaften und Einsatzeinheiten tätigen Ärzten.

Auf die Frage nach der Motivation für ihr ehrenamtliches Engagement sind sich die Mitglieder der Kreisbereitschaftsleitung einig. „Mir liegt sehr viel am Roten Kreuz und um es zukunftsfähig aufzustellen muss man eben auch selbst mit anpacken“, sagt Kerstin Brandhoff. Daniel Heinz pflichtet ihr bei: „Wir können uns in die zweite Reihe setzen und zusehen oder die Sache selbst in die Hand nehmen und die Themen, die uns bewegen, selbst in Angriff nehmen.“

Dabei hat sich das Team einiges vorgenommen. Sie wollen den Kreisverband neu strukturieren, modern ausrichten, die einzelnen Gemeinschaften näher zusammenrücken, Kommunikationsstrukturen verbessern und Planungsprozesse standardisieren. Lars Klein: „Gleichzeitig muss aber alles verständlich und handhabbar sein – und zwar für alle unserer mehr als 1.000 ehrenamtlichen Helfer.“ Timo Prinz: „In den vergangenen Jahren wurde viel richtig gemacht, aber es gibt auch noch Luft nach oben wenn es darum geht, gut und effizient zusammenzuarbeiten.“

„Die Hochwasserkatastrophe hat uns außerdem gezeigt, dass wir mehr zu den Urwurzeln des Roten Kreuzes zurück müssen, zu einem breit aufgestellte Sanitäts- und Betreuungsdienst“, sagt Kerstin Brandhoff. Dieser Meinung ist auch Timo Prinz: „In der Vergangenheit lag der Fokus häufig auf dem Sanitäts- und Rettungsdienst. Aufgrund diverser Entwicklungen – auch der Gefährdung durch die Folgen der Klimaveränderung – sollten wir unsere Schwerpunkte verlagern und mehr Menschen für den Betreuungsdienst, also die soziale Betreuung und Verpflegung während der Einsätze, begeistern.“

Vier Wochen nach der Wahl in die Kreisbereitschaftsleitung hat das Team sich bereits einiges vorgenommen. „Jetzt steigen wir in die konkrete Projekt- und Strategieentwicklung ein“, sagt Timo Prinz. Dass der Einstieg mit einer Art „Wiederbeginn“ des gesellschaftlichen Lebens nach der Corona-Pandemie zusammenfällt, ist sicher eine Herausforderung, könnte für die Zukunftspläne der neuen Kreisbereitschaftsleitung aber auch von Vorteil sein.

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Mobile Lichtmasten erhellen Ortsgemeinden im Ahrtal

Saffig/Ahrtal – Provisorische Straßenbeleuchtung nach Flutkatastrophe für Ortschaften mit zerstörter Infrastruktur. Kooperation von Westnetz und Technischem Hilfswerk. Der Verteilnetzbetreiber Westnetz verkündet einen weiteren Erfolg beim Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe: Nachdem Tief Bernd einen großen Teil der Infrastruktur in den Orten der Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr entlang der Ahr zerstört hat, haben Westnetz und das Technische Hilfswerk (THW) gemeinsam begonnen, mobile Lichtmasten zur Beleuchtung der Straßen aufzustellen.

Der Verwaltungsstab Hochwasser Ahr der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hatte Westnetz, den Verteilnetzbetreiber der Westenergie AG, sowie das THW um Unterstützung beim Wiederaufbau der Straßenbeleuchtung in den von der Flutkatastrophe betroffenen Ortsgemeinden gebeten. „Ausschlaggebend war der Hinweis der Polizei, dass markante Stellen wie Bushaltestellen, Brücken oder Marktplätze derzeit nicht ausreichend ausgeleuchtet sind – insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende dunkle Jahreszeit“, erklärte Fabian Vocktmann, Regionalmanager bei Westenergie. „Die Zusammenarbeit mit dem THW funktioniert einwandfrei. Wir werden tatkräftig mit Gerätschaften und Personal unterstützt. Besonders erfreulich ist, dass für den Betrieb der Leuchtmasten keine Betankung mit Diesel notwendig ist, wodurch auch keine Notstromaggregate mit störenden Geräuschen in der Nacht eingesetzt werden müssen“, ergänzte Vocktmann.

Gemeinsam mit dem Verwaltungsstab Hochwasser Ahr und dem THW erstellte Westnetz für den Aufbau der mobilen Lichtmasten entlang der Ahr ein Konzept. Die Firma Omexon lieferte in diesem Zusammenhang 50 mobile strombetriebene Lichtmasten zur raschen Umsetzung.

Nachdem nun die ersten markanten Stellen in Mayschoß, Rech, Insul und Schuld hell beleuchtet sind, wird Westnetz die Arbeiten unter anderem in den Ortsgemeinden Altenahr, Antweiler, Dernau, Fuchshofen, Hönningen und Lind sukzessive fortsetzen. Auch kleine Ortsteile wie Kirchsahr-Binzenbach, Laach oder Dernau-Marienthal werden bei den Planungen der Westnetz mit berücksichtigt.

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Trierer Bischof hört Sorgen der Landwirte in der Eifel

Münstermaifeld/Mertloch/Lasserg – Zukunftsängste, finanzieller Druck und soziale Ausgrenzung. Mir ist es wichtig zu erfahren, vor welchen Herausforderungen stehen die Familien und wie können wir kirchlicherseits unterstützen“, das hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann anlässlich seines Besuchs zweier landwirtschaftlicher Betriebe in Lasserg bei Münstermaifeld und Mertloch gesagt. Dabei erfuhr er von der komplexen Problemlage, der sich Bäuerinnen und Bauern stellen müssen. „Ich habe einen hohen Respekt davor, wie die Landwirte als Betriebe und als Familien das zu schultern versuchen.“

Auf dem Hof der Familie Rueben leben 550 Milchkühe. Das Ehepaar berichtet von vielen behördlichen Bestimmungen und steigenden Kosten, die das Arbeiten erschweren. „Die Auflagen in Deutschland sind sehr hoch“, weiß Hildegard Frey, Vorsitzende der Katholischen Landvolkbewegung im Bistum Trier (KLB), „gleichzeitig haben wir die niedrigsten Lebensmittelpreise in der EU“. Das bestätigen auch Frank und Gisela Rueben: „Die Kosten laufen uns weg. Der Milchpreis ist sehr niedrig, und es ist nicht in Sicht, dass es besser wird“. Zu diesen finanziellen Sorgen kommen Vorurteile und soziale Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Chiara Fisch, Schülerin der Klassenstufe 13, kann dies bestätigen: „Es wird in den Schulen Mobbing betrieben, und Landwirte werden oft verachtet“. Sie selbst möchte Agrarwissenschaft studieren und wünscht sich mehr Wertschätzung für Bäuerinnen und Bauern. Diese würden beispielsweise als Klimasünder beschimpft. Jedoch benötigten sie ebenfalls für ihre Existenzgrundlage ein funktionierendes Ökosystem und hätten keinerlei Interesse daran, dieses zu schädigen. Die Landwirtschaft selbst leide nämlich mit am stärksten unter den Veränderungen des Klimas. Die Familie Rueben investiert schon seit Jahren in nachhaltige Technologie: So befindet sich auf den geeigneten Dachflächen eine 500-Kilowatt-starke Photovoltaik-Anlage und vor zwei Jahren haben sie eine Biogasanlage gebaut.

Johannes Maur (li.). Foto: Julia Fröder

Bis vor kurzem hielt Johannes Maur in Mertloch noch Schweine. „Der Vollerwerb hat sich sehr verändert: Zukunftsängste, finanzieller Druck und am Monatsende legt man drauf – da läuft etwas schief“. Die Getreide- und Futterkosten seien sehr hoch und der Endpreis niedrig. „Die Schweinehaltung hat mir immer am Herzen gelegen.“ Nun betreibt er noch Ackerbau – im Nebenerwerb.

Raimund Fisch vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Eifel nennt die große „Sozialbereitschaft“, von der die Dorfgemeinschaft profitiere wie beim Winterdienst, Naturkatastrophen oder bei der Bolivienkleidersammlung, bei der Landwirte unentgeltlich ihre Maschinen einsetzten – dies werde oftmals vergessen und würde verloren gehen, wenn immer mehr Landwirte ihre Betriebe aufgeben.

Es habe ihn betroffen gemacht, „dass Bauern so wenig Wertschätzung erfahren und sich an den Pranger gestellt fühlen“, sagt Bischof Ackermann. In diesem Zusammenhang macht er auf die Landwirtschaftliche Familienberatung Trier in ökumenischer Trägerschaft aufmerksam, die Hilfe für Menschen aus Betrieben der Landwirtschaft, des Weinbaus und dem ländlichen Raum anbietet.

Die Landwirte äußerten dem Bischof gegenüber den Wunsch, dass sich die Kirche für sie einsetze. Ackermann nimmt diesen Vorschlag auf und verspricht im Gespräch bei Einrichtungen des Bistums wie Kitas oder Schulen weiterhin konsequent auf den Einsatz von regionalen Produkten zu achten. Viele kirchliche Häuser würden dies auch bereits tun, was wiederum örtlichen Betrieben zugutekäme. Des Weiteren benannten die Landwirte das Thema „Pachtverträge“, die sie mit den örtlichen Kirchengemeinden verhandeln, als teilweise konfliktbehaftet. „Die Kirche soll kein Pachttreiber werden“, fordert Maur. Wobei er verstehe, dass diese ihren Haushalt sichern müsste. Doch er wünscht sich ein gesundes Maß. Der Bischof erklärt, dass er in die Souveränität der Verwaltungsräte nicht eingreifen könne. Doch er schlug vor, dass der Bauernverband, die KLB, die Diözesankommission Umwelt im Bistum Trier und das Leistungszentrum Kirchengemeinden im Bischöflichen Generalvikariat gemeinsam auf den bestehenden Muster-Landpachtvertrag schauen könnten, um dort vielleicht Verbesserungen zu erzielen. Diesem Vorschlag stimmen die Vertreterinnen und Vertreter dieser Gruppen gerne zu.

Den Abschluss des Tages hat eine Veranstaltung mit dem Titel „Landwirtschaft – eine Branche im gesellschaftlichen Spannungsfeld und vor großen Herausforderungen“ mit der Bundesvorsitzenden der KLB Nicole Podlinski als Referentin gebildet. Sie verdeutlicht, dass einerseits die Ernährung abzusichern, andererseits die Anpassung an den Klimawandel zu bewältigen und gleichzeitig das Einkommen bäuerlicher Familienbetriebe zu sichern sei. Das alles mit einer nachhaltigeren Landwirtschaft, die auch die Ökosysteme schütze. „Eine Aufgabe, bei der die Gesellschaft die Landwirtinnen und Landwirte nicht alleine lassen sollte“, so Nicole Podlinski. Die Komplexität des Themas zeigt sich auch in den Kleingruppengesprächen. Rund 50 Interessierte, Landwirte, kirchliche Mitarbeiter und Vertreter von Verbänden nahmen an dem Abend teil und konnten sich letztendlich darauf verständigen, dass sie alle das gleiche Ziel haben: „Die Erde zu hegen und zu pflegen und die Schöpfung zu bewahren“, fasst Ackermann abschließend zusammen.

Die KLB im Bistum Trier, seit 2019 eingetragener Verein, ist ein Zusammenschluss katholischer Christen aus den ländlichen Räumen des Diözese. Ihr Ziel ist die Unterstützung und Begleitung der Menschen auf dem Land in ihrer Persönlichkeitsentfaltung und Lebensorientierung auf der Grundlage christlicher Wertvorstellungen. Dabei organisiert sie in regelmäßigen Abständen Betriebsbesichtigungen, zu denen unter anderem der Bischof eingeladen wird.