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Hecken und Sträucher wieder „in Form“ gebracht

Schleiden – Dritte Helferaktion am 8. Oktober auf dem Gemünder Friedhof war wieder ein voller Erfolg – 22 freiwillige Helfer*innen aus dem Raum Weeze am Niederrhein nahmen zweieinhalb Stunden Fahrtzeit in Kauf und packten mit an.

Die 22-köpfige Helfertruppe versammelte sich zum Abschluss am gespendeten Ginkgo Baum, der mit einer herbstlich gestalteten Einfassung nun den Gemünder Friedhof ziert. Foto: © Petra Hilgers / Stadt Schleiden

Der gelernte Friedhofsgärtnereimeister und Bestatter aus Weeze, Franz-Josef Opgenhoff und sein Kollege der Gärtnerei „Blumen Jupp“, Bernhard Duente, hatten bereits die zweite Aufräumaktion Ende August auf dem Friedhof in Gemünd unterstützt. „Das kann ich mir nicht mit ansehen, so kann das nicht bleiben“, so Opgenhoff. Er werde wiederkommen und die Friedhofshecken in Form schneiden und säubern, teilte er der Friedhofsverwaltung in Schleiden mit. Mit viel Engagement und Entschlossenheit hielt er sein Versprechen und reiste am schon frühen Morgen mit Verstärkung nach Gemünd, um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Gelernte Friedhofsgärtner, Mitarbeiter der Firma „Blumen- und Landschaftsbau Ripkens“ sowie eine Truppe älterer Herren, die „Friedhofsgruppe von Hülm“, hatten sich angeboten die Initiative von Opgenhoff zu unterstützen. Die Friedhofsgruppe pflegt nebenbei in ihrem Rentenalltag einen kleinen Friedhof in Hülm und kannten sich daher mit Kettensäge, Ast- und Heckenschere bestens aus.

Begleitet wurde Opgenhoff auch von Bekannten und seiner Familie, die mit Freude, Fleiß und Dankbarkeit den ganzen Tag die Hecken von Schlamm und Müll aus der Flutnacht befreiten. Die Gemeinde Weeze stellte drei Bauhofmitarbeiter frei und unterstützte mit Fahrzeug, Kettensägen und Arbeitskraft die Arbeiten in Gemünd.

Franz-Josef Stoffels, normalerweise für die Pflege des Friedhofs in Gemünd verantwortlich und zwei Bauhofmitarbeiter der Stadt Schleiden halfen unter der Weisung von Opgenhoff fleißig mit.

Zur Erinnerung an diesen Helfertag, spendete Opgenhoff und sein „Helfertrupp“ zur Überraschung einen Ginkgo Baum, Christrosen, Gräser und Heide. Gemeinsam mit Petra Hilgers von der Friedhofsverwaltung Schleiden wurde schnell ein geeigneter Platz für den Baum gefunden, der nun mit einer Einfassung aus herbstlichen Gewächsen den Gemünder Friedhof ziert.

Am späten Nachmittag machten sich die Helfer zufrieden auf die Heimreise nach Weeze. Eine Strecke von rund 200 Kilometer und zweieinhalb Stunden Fahrzeit wird die Niederrheiner nicht daran hindern wieder nach Gemünd zu kommen und ihre Hilfe anzubieten. Hilgers nahm die weiteren Hilfsangebote von Opgenhoff gerne entgegen und bedankte sich im Namen der Stadt Schleiden bei allen Helfer*innen für die tatkräftige Unterstützung.

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Einsatz am laufenden Band

Mechernich – Dichte Rauchschwaden wälzen sich durch „Elisabethhütte“, das frühere Metallbetriebsgelände und spätere Wohngebiet für Asylbewerber. Der Qualm dringt durch die Tür- und Fensterspalten der noch stehenden, aber unbewohnten Unterkünfte. Erste Schaulistige stellen sich ein, von fern nähern sich Martinshörner.

Die Feuerwehreinsatzkräfte sind zu einer Übung ausgerückt. Sie dient der Schulung des Feuerwehrnachwuchses, der Freiwilligen Jugendfeuerwehr im Stadtgebiet Mechernich. Damit der Einsatz möglichst echt aussieht und abläuft, erzeugt eine Nebelmaschine den brandtypischen Rauch.

Die jungen Feuerwehrleute waren bereits seit dem frühen Morgen auf den Beinen und im Einsatz, so André Zilligen, der stellvertretende Jugendwart der Löschgruppe Mechernich: „Erst bekamen sie theoretischen Unterricht, dann haben wir eine Personensuche im Wald simuliert, danach musste schließlich eine Ölspur abgestreut werden und wir haben mit Schneidewerkzeug eine eingeklemmte Person aus einem Fahrzeugwrack befreit.“

24-Stunden-Übung

Die Übung in Elisabethhütte war der Höhepunkt und krönende Abschluss eines 24 Stunden dauernden „Berufsfeuerwehrtages“, der bei der Jugendfeuerwehr Mechernich simuliert wurde. Die Jungen und Mädchen wurden bereits zum Nachteinsatz gerufen und schliefen auf Feldbetten in der Wache.

„Der Tag ist schon anstrengend, aber ich finde es sehr wichtig, dies alles zu lernen und es macht auch richtig Spaß“, berichtete Erik Schildgen (15), einer der übenden Jugendfeuerwehrleute, dem Reporter Cedric Arndt vom Mechernicher „Bürgerbrief“. Der 15-Jährige möchte später selbst in den aktiven Feuerwehrdienst übernommen werden und fühlt sich nach seinem zweiten Berufsfeuerwehrtag auch gut vorbereitet.

Timo Pokraka hat diesen Schritt schon hinter sich. Auch dieser inzwischen gestandene Feuerwehrmann kam ursprünglich aus der Jugendabteilung: „Als kleiner Junge war es ein unglaubliches Erlebnis, einen Einblick in den Berufsalltag zu bekommen. Heute kann ich sagen, dass es tatsächlich eine gute Vorbereitung auf echte Einsätze ist.“

Mit Begeisterung und viel Ehrgeiz stürzten sich die Jungen und Mädchen im Alter zwischen zehn und 17 Jahren auf die vor ihnen liegenden Aufgaben. In Windeseile wurden die B- und C-Löschschläuche ausgerollt und mit den Hydranten verbunden. Vom Boden und sogar aus luftiger Höhe aus dem Korb der ausgefahrenen Drehleiter wurde gelöscht.

Atemschutzsimulatoren

Zeitgleich drangen zwei Teams unter schwerem Atemschutz in den dichten Nebel der ehemaligen Flüchtlingsunterkünfte in Elisabethhütte ein. Dabei handelte es sich um keine echten Sauerstoffflaschen und Masken, sondern um 17 Kilo schwere Übungsgeräte, die die jungen Feuerwehrleute auf zusätzliche Belastungen im Lösch- und Rettungseinsatz vorbereiten sollen. Eingeschlossene Personen mussten gesucht, gefunden und gerettet werden.

„Die Kids sind immer mit viel Begeisterung bei der Sache“, freute sich Jugendfeuerwehrwart Tobias Massong: „Trotz der Anstrengungen an Tagen wie heute werden sie nicht abgeschreckt, sondern im Gegenteil sogar noch weiter motiviert. Im vergangenen Jahr konnten wir wieder drei Jugendliche in den aktiven Dienst übernehmen.“

Nach der coronabedingten Pause hatten die Verantwortlichen befürchtet, weniger Jugendliche für die Feuerwehrarbeit begeistern zu können. Seit der Wiederaufnahme der Übungen konnte die Stadtwehr jedoch bereits sieben Neuzugänge begrüßen. Ein Blick auf die stolzen Gesichter der Eltern, die den Berufsfeuerwehrtag als Zuschauer beobachteten, lässt vermuten, dass die Mechernicher Wehr auf Sicht keine Nachwuchssorgen plagen wird.

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Jülich zum „Abfahren“

Jülich – Spielteppich in Tourist Information und Museum erhältlich. Während die erwachsene Jülicher Bürgerschaft über autoarme und autofrei Straßen in der Innenstadt diskutiert, können sich die Kinder der Stadt über einen neuen Spielteppich freuen, der ab sofort erhältlich ist.

Der Verlag um die Ecke, der bereits erfolgreich für die Stadt Aachen einen Spielteppich entwickelt hat, ist mit der Idee auch an die Stadt Jülich herangetreten. Das Amt für Stadtmarketing war von der Idee begeistert und half auf Anfrage gern dabei mit, die Sehenswürdigkeiten richtig zu platzieren, die nun auf dem 1,30 x 1,80 Meter großen Spielteppich umrundet und abgefahren werden.  „Ob Muschel, KuBa, Zuckerfabrik, Forschungszentrum, Krankenhaus, Polizei, Papierfabrik und viele andere Stationen sind grafisch umgesetzt worden und ermöglichen eine spielerische Identifikation mit der Stadt – eine gute Marketingaktion für die kleinsten Stadtbewohner“, so Gisa Stein vom Amt für Stadtmarketing.

In der Tourist Information sowie im Museum Zitadelle liegen ab sofort Ansichtsexemplare aus, käuflich zu erwerben sind sie für 89 Euro im Museum, in der Tourist Information und über den Vertrieb des „Verlages um die Ecke“ per Mail unter Angabe des Stichwortes „Spielteppich Jülich“ an  info@kingkalli.de.

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Leben nach der Flut – Projekte des Runden Tischs „Soziale Infrastruktur“ im Ahrtal erfolgreich gestartet

Ahrweiler – Unterstützung für Menschen im Alltag. Zuhören, begleiten und beraten: Mit konkreten Projekten und Hilfen vor Ort möchte der Runde Tisch „Soziale Infrastruktur“ kurz-, mittel- und auch langfristig alle Generationen bei der Bewältigung der Folgen der Flutkatastrophe unterstützen. Wie die ersten Projekte bisher angelaufen sind und wie die Planung für die Zukunft aussieht, darüber wurde dem Kreistag in seiner jüngsten Sitzung berichtet.

Bereits wenige Tage nach der Flut wurde in der Kreisverwaltung im Fachbereich Jugend, Soziales und Gesundheit der Runde Tisch „Soziale Infrastruktur“ gegründet. Seither treffen sich die Netzwerkpartner – wie beispielsweise Caritas, DRK, HOT Sinzig, Mehrgenerationenhaus und Generationenbüro Adenau, Familienbildungsstätte, Beratungsstellen, Ökumenische Flüchtlingshilfe, Jobcenter und Agentur für Arbeit, Gleichstellung, DRK-Fachklinik und weitere – regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und zur Umsetzung konkreter Hilfen.

Ihr gemeinsames Ziel: alle Einrichtungen sowie Akteurinnen und Akteure zu vernetzen, die in die Versorgung und Hilfe, insbesondere auch für Traumatisierte, involviert sind und darüber hinaus eine fachlich-qualifizierte Angebotsstruktur aufzubauen. Beides bedarf einer intensiven Planung und Steuerung, die mithilfe von vier Arbeitsgruppen gelingen soll: Kinder-, Jugend- und Familienbildungsarbeit; Seniorenarbeit; Psychosoziale Begleitung von Kindern, Jugendlichen, Familien und Erwachsenen sowie Initiative „Jugendsozialarbeit, Schule, Beruf(ung) und Ausbildung“.

Dass die Zusammenarbeit bereits erste Früchte trägt, zeigt sich am Beispiel des Mobilen Beratungsbusses, der seit Mitte September im gesamten Flutgebiet unterwegs ist. Er  bietet den beteiligten Akteuren die Möglichkeit, den Menschen zuzuhören, sie kostenfrei und unbürokratisch zu beraten, gegebenenfalls weiterzuvermitteln und eine erste Anlaufstelle vor Ort zur Verfügung zu stellen. Große Unterstützung erfährt die Kreisverwaltung bei dem Projekt durch die Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland e. V., die die Projektkosten für ein Jahr übernimmt.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Runden Tischs ist die handwerkliche Ausbildung junger benachteiligter Menschen. Mit einer Kampagne will die Arbeitsgruppe „Initiative Jugendsozialarbeit“ gezielt Unternehmen und Handwerksbetriebe ansprechen, Ausbildungsplätze auch für diese Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. Die Akteure der Arbeitsgruppe – Berufsbildende Schule, Träger der Jugendsozialarbeit, Jobcenter, Agentur für Arbeit, Handwerkskammer und Schulsozialarbeit – erarbeiten unter Federführung des zuständigen Fachbereichs der Kreisverwaltung derzeit die konzeptionellen Grundlagen.

Mit Blick auf die psychiatrische Versorgung gilt es, diese bedarfsorientiert zu planen und neue sowie ergänzende Angebote zu entwickeln. Hierzu arbeitet die Kreisverwaltung eng zusammen mit der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik, der DRK-Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und dem Hospizverein – um nur einige zu nennen.

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RLP Innenminister Lewentz: Dorferneuerer helfen Dorferneuerern mit Flut-Spenden

Schuld/Region/Mainz – Eine Dorferneuerungsgemeinde hilft der anderen: Die Ortsgemeinde Waldgrehweiler (Donnersbergkreis) hat im Beisein von Innenminister Roger Lewentz einen Spendenscheck über 7.250 Euro an den Ortsbürgermeister der von der Flutkatastrophe schwer getroffenen Ahrtal-Gemeinde Schuld (Landkreis Ahrweiler), Helmut Lussi, überreicht. Die Spenden waren anlässlich eines Aufrufs des Waldgrehweiler Ortsbürgermeisters Helmut Brand in seiner Gemeinde zusammengekommen.

„Ich bin sehr erfreut über die enorme Hilfsbereitschaft und das gute Miteinander in unseren Dorferneuerungsgemeinden. Man sieht, dass die Dorferneuerung nicht nur fachliche Beratung und Förderung leistet, sondern auf hervorragende Art und Weise auch das ehrenamtliche Potenzial in unseren Dörfern mobilisiert“, sagte Minister Lewentz anlässlich der Spendenübergabe.

Eigens für die Übergabe des Spendenschecks waren Vertreterinnen und Vertreter der Ortsgemeinde Waldgrehweiler nach Schuld gekommen. Beide Ortsgemeinden sind Dorferneuerungsgemeinden und wurden von Innenminister Lewentz im Rahmen des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahr 2014 mit Gold ausgezeichnet. Im September 2014 war die Ortsgemeinde Waldgrehweiler selbst von einem starken Unwetter betroffen. Rund 45 Wohngebäude zuzüglich Nebengebäude der damals 214 Einwohner zählenden Gemeinde waren von dem Hochwasser überflutet worden.

Unabhängig von der Spendenaktion überreichte Innenminister Roger Lewentz im Rahmen des Termins in Schuld der Ortsgemeinde Waldgrehweiler einen Förderbescheid in Höhe von 62.000 Euro aus dem rheinland-pfälzischen Dorferneuerungsprogramm. Die Förderung soll in den Erwerb und Abriss eines vom Verfall bedrohten Anwesens fließen.

„Die kleine Ortsgemeinde Waldgrehweiler hat in den letzten Jahren enorm viel in der Dorferneuerung geleistet und ist ein gutes Beispiel für unsere Gemeinden“, betonte Innenminister Lewentz. Mit den neuen Fördergeldern bestehe die Möglichkeit, städtebauliche Missstände im Ortskern zu beseitigen und das Wohnumfeld noch attraktiver zu gestalten.

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Bereiche südlich der Ahr gehen wieder vollständig ans Netz

Bad Neuenahr – Erdgasversorgung wird in Teilen von Bad Neuenahr-Ahrweiler und in Bachem wiederhergestellt. Die Stadtteile von Bad Neuenahr-Ahrweiler, die südlich der Ahr liegen, können schon im Laufe der kommenden beiden Wochen wieder mit Erdgas versorgt werden. Um welche Straßen es hierbei genau geht, können Betroffene auf der Karte der Energienetze Mittelrhein (enm), der Netzgesellschaft der Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe), unter www.enm.de/hochwasser entnehmen. Das Unternehmen hat den gesamten Stadtbereich in Sektoren unterteilt, die nach und nach wieder ans Erdgasnetz angeschlossen werden können.

Der Sektor 1b, der unter anderem die Schweizer Straße beinhaltet, wird ab Mittwoch, 13. Oktober, wieder mit Erdgas versorgt. Ab Donnerstag, 14. Oktober, ist der Sektor 4c, der auch einen Teil von Bachem beinhaltet, an der Reihe. Danach folgen ab Mittwoch, 20. Oktober, der Sektor 4d und ab Donnerstag, 21. Oktober, der Sektor 2a. Die übrigen Sektoren südlich der Ahr, also die Nummern 1a, 2b, 4b und 5a folgen dann ab der letzten Oktoberwoche. Hierzu informiert die evm-Gruppe noch einmal gesondert.

Mitarbeiter der evm-Gruppe müssen in diesen Bereichen in alle Häuser, um den Hausanschluss zu entlüften, bevor die Heizungen wieder in Betrieb genommen werden können. Die evm-Gruppe weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass Kunden, bei denen der Gaszähler ausgebaut wurde, einen Installateur beauftragen müssen. Dieser setzt dann den Zähler neu und nimmt die Heizungsanlagen wieder in Betrieb.

Alle Informationen zu Wiederinbetriebnahme finden Betroffene unter www.enm.de/hochwasser.

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Ein Zeichen gegen Klimawandel – Erik Pühringer in seinem neuen „VW e-up!“

Mechernich – „Nach dem 14. Juli hier in der Eifel darf niemand mehr so tun, als ginge ihn der Klimawandel nichts an.“ Mechernicher Pfarrer und GdG-Leiter Erik Pühringer steigt auf Elektroantrieb um und plädiert für Solarstromerzeugung auf Kirche und Pfarrhaus. Seit einigen Tagen ist der Mechernicher Pfarrer und GdG-Leiter Erik Pühringer elektrisch unterwegs. Bei einem nicht selbst verschuldeten Unfall hatte der 55-jährige Seelsorger vor vier Wochen seinen seit 2006 gefahrenen VW Golf verloren.

Statt wieder auf einen Verbrennungsmotor zu setzen, entschied sich Erik Pühringer in Absprache mit seinem Autohändler Joachim Voissel bei seinem insgesamt erst fünften Auto für einen hundertprozentigen Elektroantrieb.

Der Chef der Gemeinschaft der Gemeinden St. Barbara Mechernich sagte dem „Bürgerbrief“: „Ich bin zwar noch nicht hundertprozentig sicher, ob das die Technologie der Zukunft ist, aber ich denke, dass es an der Zeit ist, Zeichen zu setzen gegen den Klimawandel und zur Bewahrung der Schöpfung.“

Als er dem Bistum Aachen vor Jahren vorschlug, für jede GdG ein Elektromobil als Dienstwagen anzuschaffen, habe er nur müdes Lächeln geerntet. „Seither ist das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung aber nochmals stark gewachsen – und nach dem 14. Juli hier in der Eifel darf niemand im Ernst mehr so tun, als ginge ihn das nichts an.“

Folgerichtig habe er als Mensch und Christ und Pfarrer ein Zeichen setzen wollen. „Das ist aber erst der Anfang“, hofft Erik Pühringer. Er will prüfen lassen, ob Solarpaneelen auf dem Pfarrhaus und der Kirche St. Johannes Baptist installiert werden können, um ökologischen Sonnenstrom zu erzeugen.

Batterien mit Sonnenstrom laden

Der „VW e-up!“ war das erste Serien-Elektroauto von Volkswagen. Bauform und Ausstattung basierten auf dem 2011 auf den Markt gebrachten Kleinstwagen „VW up!“. Anders als bei dem ausschließlich mit Drei-Zylinder-Benzinmotoren angetriebenen konventionellen „up!“ sorgt beim „e-up!“ ein Elektromotor mit einer maximalen Leistung von 82 PS für den Antrieb.

„Ich schaffe die Strecke Mechernich-Aachen und zurück am Stück und bei entsprechender Fahrweise auch Maria Laach und Zurück“, berichtete Erik Pühringer dem „Bürgerbrief“. Bei einer Testfahrt nahm der Reporter auf dem Beifahrersitz Platz, um sich die enorme Beschleunigung des Elektromobils vorführen zu lassen.

Nach dem Unfall habe er zunächst vom Mechernicher Autohaus Voissel einen Elektro-Golf zur Verfügung gestellt bekommen. „Das Fahren damit hat zwar unheimlich viel Spaß gemacht“, so Erik Pühringer, aber aufgrund seiner nicht unbeträchtlichen Körperlänge habe er in diesem Modell Tacho und andere Instrumente nicht richtig ablesen können. Deshalb habe er sich letztendlich für den „VW e-up!“ entschieden: „Fürs Erste bin ich hochzufrieden. Ich habe aber schon den Ehrgeiz, den Wagen möglichst bald mit eigenem Solarstrom aufzutanken.“

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Engagement-Förderung zum Ziel

Wachtberg-Berkum – Austauschtreffen mit Wachtberger Vereinen, Initiativen, Organisationen. Zu einem Austauschtreffen Wachtberger Vereine, Initiativen und Organisationen hatte Bürgermeister Jörg Schmidt am Mittwoch, 06. Oktober 2021 in die Aula der Hans-Dietrich-Genscher-Schule in Berkum eingeladen.

Bürgermeister Jörg Schmidt dankte den zahlreich erschienenen Teilnehmern für die konstruktiven Gespräche und vielen Anregungen. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm

Mehr als 50 ehrenamtlich Engagierte aus den verschiedensten Vereinen sind dieser Einladung gefolgt. Und die Erwartungen waren groß.

(v.l.) Jan Schatton, Andreas Kersting, Jörg Schmidt, Margrit Märtens, Isabel Jäger, Katja Ackermann, Daniel Flemm u. Benedikt Bungarten. Foto: Gemeinde Wachtberg/sc

Diesen wurde das gewählte Format des Abends, die „Dialogmesse“, gerecht, denn neben dem Kennenlernen und dem Austausch der Vereine untereinander standen Experten zu verschiedenen Themen Rede und Antwort. Jan Schatton, Leiter des Fachbereiches 2 der Gemeindeverwaltung Wachtberg, moderierte den Abend. Er unterstrich, dass das Austauschtreffen sich einreiht in einen Prozess, der die Engagement-Förderung in der Gemeinde Wachtberg zum Ziel hat. Der Veranstaltung waren zu Beginn des Jahres eine Informations- und Bedarfsabfrage der Vereine durch die Verwaltung und ein digitales Austauschtreffen im Juli vorausgegangen. Die dort genannten Bedarfe der Vereine wurden aufgegriffen und fanden sich in den am Mittwoch angebotenen Fachthemen wieder.

Auskünfte, Tipps und Anregungen

Dafür standen Andreas Kersting von der Staatskanzlei des Landes NRW, Daniel Flemm vom Jugendhilfezentrum des Rhein-Sieg-Kreises, Margrit Märtens (Pressesprecherin der Gemeinde Wachtberg), Benedikt Bungarten (Referent des Bürgermeisters der Gemeinde Wachtberg), Isabel Jäger und Katja Ackermann (Ehrenamtskoordination Gemeinde Wachtberg) zur Verfügung.
Zu folgenden Themen nahmen sie Anregungen auf, gaben Informationen und Hinweise:

  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Kinder- und Jugendförderung
  • Engagement-Förderung in der Gemeinde Wachtberg
  • Zusammenarbeit der Vereine
  • Gewinnung neuer Engagierter.

Im Bereich der Engagement-Förderung kommt der Gemeindeverwaltung eine wichtige Rolle zu. Dessen sind sich Bürgermeister Jörg Schmidt und Beigeordneter Swen Christian bewusst. In vielen Gesprächen nahmen sie die Bedarfe und Wünsche der Vereinsvertreter auf. Diese werden in den zu erarbeitenden Orientierungsrahmen zur Engagement-Förderung in der Gemeinde Wachtberg mit einfließen. Und dass die Zusammenarbeit und der Austausch der Vereine untereinander viel Positives und Kreatives bewirken kann, zeigte sich auch bei den vielen genannten Ideen, wie die eines Materialpools, einer Raumbörse und der gegenseitigen Unterstützung bei Veranstaltungen.

Es war ein Abend, der die Vielfalt des Engagements in Wachtberg zeigte, der informierte, der viele Ideen hervorbrachte, der miteinander ins Gespräch kommen ließ und der nach Fortsetzung ruft… (ka/mm)

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Ahrtal Gemeinden Dernau, Mayschoß und Rech erhalten Dorferneuerungs-Sonderpreis

Ahrweiler/Ahrtal/Mainz – Die rheinland-pfälzischen Gemeinden Dernau, Mayschoß und Rech im Landkreis Ahrweiler erhalten den „Sonderpreis zur Ermutigung“ im Rahmen des Europäischen Dorferneuerungspreises 2020. Das hat eine internationale und interdisziplinäre Jury in München entschieden. Die drei Dorferneuerungsgemeinden liegen im Ahrtal und waren schwer von der dortigen Flutkatastrophe im Juli getroffen worden.

„Dernau, Mayschoß und Rech sind als Gemeindeverbund ins Rennen um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2020 gegangen und konnten die Jury bei einer Besichtigung vor Ort nicht nur durch ihr äußeres Escheinungsbild, sondern auch durch ihren beispielhaften sozialen Zusammenhalt, ein vom Miteinander geprägtes Engagement und durch ihre außerordentliche Innovationskraft überzeugen.

Die verheerende Flutkatastrophe hat leider große Teile der Dörfer mit ihrer gut ausgebauten Infrastruktur und ihrem von hochwertig renovierten Altbauten geprägten Straßenbild zerstört. Umso bedeutsamer ist es, dass die Jury nun mit einem Sonderpreis ihrer Anteilnahme und Wertschätzung sowie ihrem Glauben an den Wiederaufbau Ausdruck verliehen hat. Das ist ein starkes Signal an die Menschen vor Ort“, so Innenminister Roger Lewentz, der den drei Gemeinden herzlich gratulierte.

Die Entscheidung über den Europäischen Dorferneuerungspreis 2020 war aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben worden. Die Preisverleihung, die als großes europäisches Fest geplant ist, soll voraussichtlich im Mai 2022 in der Siegergemeinde des vergangenen Wettbewerbes, dem oberösterreichischen Hinterstoder, stattfinden.

Der Dorferneuerungswettbewerb findet alle zwei Jahre statt und wird von der Europäischen Arbeitsgemeinschaft Dorferneuerung und Landentwicklung mit Sitz im österreichischen St. Pölten ausgeschrieben.

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Austauschen, Vernetzen, Kooperieren – III. LEADER-Forum Eifel Ardennen

Schleiden/Prüm – Das III. LEADER-Forum Eifel-Ardennen war ein voller Erfolg. In Vogelsang IP in Schleiden trafen sich rund 180 Teilnehmer aus den LEADER-Regionen des Eifel-Ardennen-Raums und nutzten das Treffen für einen regen Austausch. Erstmals waren auch LEADER-Regionen aus Luxemburg dabei. LEADER ist ein europäisches Förderprogramm, um den ländlichen Raum zu stärken.

Schon seit vielen Jahren arbeiten die Landkreise, Kommunen und Wirtschaftskammern aus Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen sowie der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens in der Zukunftsinitiative Eifel eng zusammen, um gemeinschaftlich den Eifel-Ardennen-Raum zu stärken.

„Wir freuen uns, dass wir auf Vogelsang in diesem Jahr das III. LEADER-Forum Eifel-Ardennen ausrichten dürfen. Die vielen spannenden Projekte, die hier von allen LEADER-Regionen vorgestellt wurden, zeigen, wie ideenreich die Menschen im Eifel-Ardennen-Raum sind“, begrüßte Manfred Poth, Vorsitzender Naturpark Nordeifel e.V., die Teilnehmer. Die LAG Eifel ist bei dem Naturpark Nordeifel angesiedelt und hat zusammen mit der Eifel Tourismus GmbH, die im Auftrag der Zukunftsinitiative Eifel (ZI Eifel) agiert, das LEADER-Forum federführend organisiert.

Gemeinsam Standort stärken

„Kräfte bündeln und gemeinsam etwas erreichen, das zeichnet uns im Eifel-Ardennen-Raum aus. Wirtschaft, Soziales, Natur – die Themenbereiche der einzelnen Projekte berühren alle Lebensbereiche der Menschen im Eifel-Ardennen-Raum, das macht sie so erfolgreich. Der heutige Tag lebt vom Austausch und Vernetzen auch über Landesgrenzen hinweg. Das ist für uns hier im Eifel-Ardennen-Raum eine Selbstverständlichkeit“, betonte Markus Ramers, Landrat Kreis Euskirchen.

Im Kulturkino auf Vogelsang IP begrüßten Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Isabelle Weykmans, Ministerin in der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, zuständig für die Bereiche Kultur, Sport, Beschäftigung und Medien, und Staatssekretär Andy Becht vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft, Weinbau und Forsten die Gäste. Sie betonten in ihren Grußworten, wie wichtig ein Austausch zwischen den Regionen sei und zeigten sich begeistert von der Qualität der vielfältigen LEADER-Projekte im Eifel-Ardennen-Raum.

Dr. Sebastian Elbe berichtete nach den Grußworten in seinem Vortrag „Strategische Kooperationen in ländlichen Räumen“ von seinen Erfahrungen. Die Gruppe „OFF-Beat“ unterhielt mit ihrem musikalischen Beitrag. „OFF-Beat“ ist ein LEADER-Projekt der Region Zülpicher Börde für Jugendliche der Region.

Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, begrüßte anschließend Stefan Grießhaber, Vorsitzender der LAG Eifel, und Aloysius Söhngen, der als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Eifel Tourismus GmbH für das Präsidium der ZI Eifel sprach, auf der Bühne. „Bewegen, bewirken und begeistern – unter diesem Motto setzen wir uns in der Eifel als Zukunftsinitiative Eifel für den Wirtschaftsstandort Eifel ein. Miteinander reden und sich austauschen ist in diesem Prozess wichtig. Das LEADER-Forum bietet dafür einen gelungenen Rahmen, in dem alle LEADER-Regionen zusammenkommen und von ihren Erfahrungen und Projekten berichten können. Wir als Zukunftsinitiative Eifel werden diesen Austausch auch weiterhin unterstützen und fördern“, sagte Aloysius Söhngen. Stefan Grießhaber hob die gute Zusammenarbeit hervor: „Wir erleben hier sehr engagierte und motivierte Menschen, die in ihren LEADER-Regionen großartige Projekte umsetzen. Gemeinsamen Projekte zwischen unterschiedlichen LEADER-Regionen zeigen den guten Zusammenhalt in der Region. Kooperationen funktionieren grenzenlos über zwei Bundesländer hinweg oder transnational mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens oder Luxemburg. Diese unkomplizierte Zusammenarbeit macht den Eifel-Ardennen-Raum aus“.

10 LEADER-Regionen aus 3 Ländern

Teilgenommen haben die LEADER-Regionen Bitburg-Prüm, Moselfranken, Rhein-Eifel und Vulkaneifel aus Rheinland-Pfalz, die Regionen Eifel und Zülpicher Börde aus Nordrhein-Westfalen, „100 Dörfer – 1 Zukunft“ und „Zwischen Weser und Göhl“ aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und die die Regionen Éislek und Mëllerdall aus Luxemburg. Bei einem Markt der Möglichkeiten stellten sie einige ihrer Projekte vor. Nachhaltig Wohnraum planen, aktive Dorfgemeinschaften unterstützen und aufbauen, die ärztliche Notversorgung auf dem Land verbessern, Senioren für Nachhilfe bei Kindern begeistern oder bei prekären Wohnraumsituationen helfen: Die Themenbereiche waren vielfältig und zeigten, dass die LEADER-Projekte alle Lebensbereiche – Wirtschaft, Soziales, Natur – der Menschen betreffen.

In Kurzvorträgen stellten die LAGen einige ihrer Best-Practice-Beispiele vor: Beispielsweise wie Leben und Wohnen im Alter einfacher gestaltet werden kann, das die grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Deutsch-Luxemburgischen Touristinformation Langsur-Wasserbilligerbrück bestens funktioniert, wie eine Wander-App die Besucher unkompliziert durch die Region leitet oder wie intensive Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten einen Beitrag für die Fachkräftesicherung leisten können.

„Für uns war das LEADER-Forum eine Bereicherung und eine gute Möglichkeit, uns mit anderen LEADER-Regionen aus dem EIFEL-Ardennen-Raum zu vernetzen und sie kennen zu lernen. Wir profitieren alle von einem derartigen Treffen, der Austausch war sehr intensiv, Kontakte wurden geknüpft und Ideen für künftige Projekte – auch gemeinsame – gesammelt“, resümierte Nicolas Gath, Regionalmanager der LEADER-Region Eifel, stellvertretend für seine LEADER-Region-Kollegen am Ende des Forums.