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Stadtarchiv Stolberg sucht Erinnerungen an die Hochwasser-Katastrophe

Stolberg – Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Die Hochwasserkatastrophe vom 14. Juli 2021 ist bereits als eines der größten und schrecklichsten Ereignisse in die Geschichte der Kupferstadt Stolberg eingegangen. Während viele Bürgerinnen und Bürger nun seit drei Monaten im Hier und Jetzt unablässig daran arbeiten, diese Krise zu bewältigen, ist es auch Zeit, daran zu denken, wie die Hochwasserkatastrophe zukünftig erzählt wird.

Das Stadtarchiv der Kupferstadt Stolberg möchte mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen proaktiv Geschichte schreiben: Aus diesem Grund sammelt das Archiv gezielt Erinnerungsstücke und Berichte, so dass in späteren Zeiten ein möglichst anschauliches und genaues Bild von den Ereignissen 2021 gezeichnet werden kann.

Für eine aussagekräftige Darstellung bittet das Stadtarchiv um Mithilfe. Folgende Materialien sind interessant: Fotos und Videos von den Katastrophentagen, von den Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten, von den solidarischen Initiativen, persönliche Geschichten als Text oder Videobeitrag sowie Objekte, die aus dem Hochwasser gerettet werden konnten oder die eine besondere Geschichte erzählen.

Alles, was in kommenden Zeiten unsere Geschichte dieser Katastrophe und ihrer Bewältigung erzählen kann, ist herzlich willkommen! Stadtarchivar Christian Altena steht sehr gerne für Stiftungen sowie Fragen und Anregungen bereit:

Christian Altena
Stadtarchivar
christian.altena@stolberg.de
Tel 02402/13364

Bei allem, was Sie dem Archiv anvertrauen, bleibt selbstverständlich das Urheberrecht gewahrt. Das Stadtarchiv der Kupferstadt Stolberg dank bereits vorab herzlich für die Mithilfe!

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RLP Innenminister Roger Lewentz zu Besuch in Mayen

Mayen – In diesen Tagen besuchte Innenminister Roger Lewentz die Eifelstadt Mayen und informierte sich persönlich über die Generalsanierung der Genovevaburg. Oberbürgermeister Dirk Meid erläuterte dem Innenminister – im Beisein der zuständigen Fachbereichsleiter Uwe Hoffmann und Andreas Seiler – bei einem Rundgang durch die Burg das umfangreiche Sanierungsprojekt mit einem Kostenvolumen von rund 13,5 Mio. Euro.

Seitens des Bundes liegt bereits eine Förderzusage i.H.v. 50 % der geplanten Kosten vor. Das Land Rheinland-Pfalz hat derzeit ebenfalls eine Förderung i.H.v. 2 Mio. Euro avisiert. Eine weitergehende Unterstützung des Landes bei der Durchführung der Maßnahme wird zu gegebener Zeit geprüft.

Die im Vorfeld mit den Zuschussgebern abgestimmte Europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen konnte zwischenzeitlich zum Abschluss gebracht und hieraus resultierend die Aufträge an das Architektenbüro BERDI, Bernkastel-Kues und das Fachingenieurbüro IFH in Mayen erteilt werden, die ihre Arbeit aufgenommen haben.

„Ich bin sehr dankbar über die Unterstützung von Bund und Land, ohne die wir die dringend notwendige Sanierung unseres Wahrzeichens nicht realisieren könnten“, erklärte Oberbürgermeister Dirk Meid.

Doch nicht nur die Generalsanierung der Genovevaburg war Thema des Besuches. Seine Zeit in Mayen nutze Lewentz auch um sich über weitere wichtige Mayener Themen auf den aktuellen Stand zu bringen. Stellvertretend sei hier die Stadtsanierung im Rahmen der „Lebendigen Zentren“, angeführt, in der das Land die Stadt Mayen bereits seit 2012 finanziell unterstützt.

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René Steinberg am Freitag 22. Oktober 2021 um 20 Uhr im Kulturbahnhof Jülich

Jülich – René Steinberg: Freuwillige vor – wer lacht, macht den Mund auf! Unsere Zeit: unübersichtlich, ökonomisiert, aufgeheizt und – kurz gesagt – „alle bekloppt“. In den Innenstädten Leere, auf den Autobahnen Chaos, in den sozialen Netzen Wut und in der Gesellschaft immer mehr Gegeneinander.

Was also tun? Schimpfen? Schaukeln gehen? Alu-Hut aufsetzen? René Steinberg meint: wir müssen mehr Humor wagen!

Gemäß Steinbergs Motto „Gemeinsinn statt gemein sein“ erlebt das Publikum, was Humor ist und wie man sich mit diesem gegen all die Beklopptheiten unserer Zeit wappnet. Guter, handgemachter, feiner bis krachender Humor. Um unsere Zeit zu verstehen. Um sich zu wehren. Und was zu ändern. Der gelernte Literaturwissenschaftler Steinberg ist sich sicher: Humor ist ein Wutdrucksenker! Eine Waffe gegen die Widrigkeiten des heutigen (oder modernen) Lebens.

Und vor allem etwas, was Menschen zusammenbringt und verbindet. Machen sie deshalb mit bei einem Trainingscamp der nachhaltigen Art, in dem es unter anderem um Homer, Goethe, WhatsApp, Netflix, Heimat und pubertierende Monster geht – interaktiv, spontan, aberwitzig und lehrreich. Gemeinsam rufen wir „make Humor great again“ – reflektiert, fröhlich und vor allem mit Herz.

Am Freitag, den 22. Oktober 2021 um 20 Uhr steht René Steinberg im Kulturbahnhof Jülich mit viel Herz auf der Bühne um gemeinsam mit dem Publikum zu lachen.

Karten sind in der Buchhandlung Thalia und auf der Internetseite des Kulturbüros (www.juelich.de/kulturbuero) erhältlich. VVK: 17,00 € zzgl. Gebühren | AK: 20,00 €.

WICHTIGER HINWEIS

Nach den neuesten Corona-Bestimmungen ist ein Zugang zur Veranstaltung nur unter Vorlage der „3G-Regelung“ (geimpft, genesen, getestet) möglich. Dazu muss ein offizielles Dokument in Verbindung mit einem Ausweis vorgezeigt werden, ohne ist ein Zutritt zur Veranstaltung nicht möglich. Bei PCR Tests und Antigen Schnelltests darf das Ergebnis nicht älter als 48 Stunden sein. Selbsttests sind nicht zulässig.

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SB-Filiale am HIT-Markt in Mayen wieder geöffnet

Mayen/Region – Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Nachdem in den Sommermonaten versucht wurde, den Geldautomaten der SB-Filiale am HIT-Markt in Mayen zu sprengen, steht die SB-Filiale der Kreissparkasse Mayen nun wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Aufgrund der starken Beschädigungen an den Räumlichkeiten hat die Renovierung bis jetzt angedauert, wie KSK Bauleiter Elmar Kanne bei der Inbetriebnahme erklärt.

„Wir danken den Handwerkern aus der Region und unseren Kollegen rund um unseren Bauleiter Elmar Kanne für die hervorragende Arbeit. Alle Schäden wurden beseitigt und die SB-Filiale konnte wieder mit modernster Sicherheitstechnik hergerichtet werden. Außerdem danken wir unseren Kunden für ihr Verständnis, dass wir für die Zeit der Renovierung schließen mussten“, erklärt KSK-Vorstandsvorsitzender Karl-Josef Esch im Beisein von KSK-Bauleiter Elmar Kanne und André Hilger, stv. Filialleiter des BeratungsCenters Mayen St.-Veit-Str., das die SB-Filiale am HIT-Markt betreut.

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Ehrungs-Marathon beim Löschzug Kall

Kall – Ein volles Abend-Programm zu bewältigen hatten Bürgermeister Hermann-Josef Esser, Harald Heinen als Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Kall und der Kaller Löschzugführer Daniel Rütz, als die Mitglieder des Löschzuges nach langer Corona-Pause im Hans Kaiser Saal in Keldenich ihren Kameradschaftsabend feierten. Massenweise Lehrgangszeugnisse und Beförderungsurkunden gab es zu vergeben, mehrere treue Wehrmänner wurden für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Ehe aber all diese Ereignisse im Saal der Gaststätte „Bei Kathi“  über die Bühne gingen, segnete Pfarrer Hajo Hellwig zuvor auf dem Vorplatz der Gaststätte im Schatten der Keldenicher Kirche noch ein neues Mannschafts-Transportfahrzeug (MTF) der Kaller Wehr ein. Der Ford-Kleinbus ersetzt nun das alte, in die Jahre gekommene Fahrzeug und wird  für den Transport der Wehrmitglieder sowie der Jugendfeuerwehr oder auch für logistische Zwecke eingesetzt.

Bevor der offizielle Teil des Abends begann, lud die Löschzugküche die Gäste zu einem opulenten Buffet ein. Denn seit der Flutkatastrophe hat die Kaller Wehr mit dem neuen Mitglied Tom Bork einen gelernten Koch in ihren Reihen. Bork, der auch mit seinem Freund Bernd Züll das Veedels-Video der Gemeindefeuerwehr geschaffen hat, gab zum Einstand mit dem Buffet eine wahrhaft schmackhafte Visitenkarte bei den Festgästen ab.

Weil das eigene Gerätehaus in der Flutnacht zum 15. Juli dieses Jahres von den Wassermassen schwer in Mitleidenschaft gezogen worden war, musste die Wehr in den Hans Kaiser Saal nach Keldenich ausweichen, der die für den Kameradschaftsabend erforderliche Größe hat. Deshalb freute sich Löschzugführer Daniel Rütz, nach fast zweijähriger Corona-Pandemie, endlich mit seiner Mannschaft wieder feiern zu können.

Die vergangenen zwei Jahre seien für die Wehr nicht einfach gewesen. Ganz besonders herausfordernd sei die Flutnacht gewesen, in der die Mannschaft bewiesen habe, was sie leisten könne. Rütz: „Ich bin sehr glücklich darüber, Teil einer solch tollen Truppe zu sein“. Niemand habe mit einem solchen Ausmaß des Hochwassers gerechnet. „Deshalb bin ich sehr stolz auf Eure erbrachte Leistung“, rief der Löschzugführer seinen Einsatzkräften zu: „Ein simples Dankeschön reicht da fast schon gar nicht mehr aus“.

Mit dem Kameradschaftsabend könnten sich die Mitglieder des Löschzuges, der in letzter Zeit viel Zuwachs bekommen habe, zu Recht feiern und die schweren Tage hinter sich lassen. Rütz: „Wir zelebrieren heute unsere Erfolge, die große Leistung und vor allem unseren starken Zusammenhalt“.

Auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser dankte dem Löschzug für den fast wochenlangen Einsatz nach der Flut. Es sei noch immer unfassbar, was Mitte Juli geschehen sei. „Das große Leid, die Toten und die schlimmen Zerstörungen werden uns noch Jahre beschäftigten“, so der Bürgermeister. Gottlob habe es in den Reihen der Feuerwehr, wie in  anderen Regionen leider geschehen, keine Toten gegeben. Man solle keine Krise ungenutzt lassen und deshalb werde die Gemeinde die Krise auch nutzen, für das zerstörte Gerätehaus einen Ersatz zu schaffen. Man werde es jedoch noch eine Zeitlang provisorisch nutzen müssen. Dafür werde die Gemeinde auch das nötige Geld in die Hand nehmen um, so Esser, „die nächsten zwei, ich hoffe höchstens drei Jahre, noch das alte Gerätehaus in Schuss zu halten, damit es einsatzbereit ist. Und dann werden wir neu bauen“.

Es gebe auch einen der wenigen nützlichen Aspekten der Flut. Es wäre nicht auszudenken, wenn man, wie geplant im Bereich des alten Milzgeländes ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut hätte. Dann wäre das jetzt zerstört. Esser: „Man mag sich das gar nicht ausmalen, wie groß dann unsere Probleme wären“, so der Bürgermeister.

Die Gemeinde werde jetzt den Neubau des Feuerwehrgerätehauses bei der Wiederaufbauhilfe anmelden. Dabei müsse man argumentieren, dass es kein Wiederaufbau, sondern ein Neubau sei, der natürlich mehr Geld koste. Das neue Domizil soll kein Null-Acht-Fuffzehn-Feuerwehrgerätehaus sondern ein modernes Haus werden, Es sei angedacht, ein Klimaschutz-Gerätehaus zu bauen, das möglichst klimaneutral wird oder das zumindest CO2-arm betrieben werden kann. Das Grundstück sei ausgeguckt und die Gemeinde arbeite mit Hochdruck daran. Esser bat dennoch um Geduld: „Wir leben in Deutschland, alles muss seine Ordnung haben. Baurecht, Flucht- und Rettungswege und auch der Brandschutz im Gerätehaus müssen ordentlich durchgeplant sein“. Er sei zuversichtlich das, auch mit Hilfe der Feuerwehr, zu schaffen.

Esser berichtete, dass die Firma Aral der Gemeinde 100 Tankgutscheine je 50 Euro zur Verfügung gestellt habe. Diese würden als Dank für die Einsatzbereitschaft bei der Flutkatastrophe an die Feuerwehrmitglieder teilt.

Auch bei der Ehrung von langjährigen Mitgliedern des Löschzuges und den Beförderungen (siehe Kasten) durch den Leiter der Feuerwehr, Harald Heinen, wurden die Folgen der Flutschäden im Gerätehaus deutlich. Durch die Vernichtung der Kleiderkammer seien auch die bei Beförderungen zu vergebenden Schulterklappen und Funktionsabzeichen weggeschwemmt und vermutlich inzwischen im Urftsee gelandet, so Heinen. Ersatzbeschaffungen  seien auf dem Weg, so dass alle Beförderten in den nächsten 14 Jahren mit den richtigen ihnen zustehenden Dienstgradzeichen ausgestattet würden.

Jubilare, Ehrungen und Beförderungen

Zahlreiche Lehrganszeugnisse und Bescheinigungen über Seminarteilnahmen überreichte Wehrleiter Harald Heinen an junge Mitglieder des Löschzuges Kall. Groß war auch die Anzahl der Beförderungen, die Heinen aussprach.

Zum Hauptbrandmeister befördert wurde Hubertus Friedrichs, Brandmeister dürfen sich zukünftig Michael Knie und Andreas Höger nennen. Zu Unterbrandmeistern wurden Mike Herr, Andreas Lang und Lukas Keutgen ernannt. Zu Hauptfeuerwehrmännern befördert wurden Lucas Löffler und Christian Poensgen. Nach Absolvierung eines Grundlehrganges wurden Nico Darowski, Niklas Paffendorf und Rico Spilles vom Anwärter zum Feuerwehrmann befördert.

Im Namen des Verbandes der Feuerwehr NRW zeichnete Harald Heinen die Wehrmitglieder Frank Dreßen, Hubertus Friedrichs und Alois Poth für deren 40-jährige Feuerwehr-Treue aus. Auch diese Urkunden und Goldnadeln müssen nachgereicht werden, weil diese, so Harald Heinen, „vermutlich auch im Urftsee liegen“. (Reiner Züll)

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Landkreis Bernkastel-Wittlich arbeitet aktiv gegen den Ärztemangel auf dem Land

Wittlich – Damit die angehenden Medizinerinnen mobil zwischen ihrer Unterkunft und Arbeitsstätte waren und die Moselregion auch in ihrer Freizeit erkunden konnten, stellte Westenergie kostenlos ein Elektroauto und drei E-Bikes zur Verfügung.

Ziel aller Bemühungen ist es jungen Nachwuchsmedizinern attraktive Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.

Noch gibt es im Landkreis Bernkastel-Wittlich genug Hausärzte. Die Aussichten sind jedoch weit weniger gut: Bis 2024 werden voraussichtlich 50 Hausärzte im Kreis in den Ruhestand gehen. Nachfolger gibt es kaum. Das bedeutet für viele Patienten, dass sie entweder sehr lange Wartezeiten und Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen oder keinen Hausarzt mehr finden. Auch Krankenhäuser haben Schwierigkeiten Ärztenachwuchs zu gewinnen, was die Versorgung im Ganzen weiter verschlechtert.

Um dem Ärztemangel zu begegnen, setzt der Landkreis ein Konzept mit mehreren Bausteinen zur Sicherung der ärztlichen Versorgung um.  So beispielsweise aktuell die Gruppenfamulatur (Famulatur = Praktikum im Medizinstudium). Angehende Ärzte müssen während des Studiums verschiedene Praktika durchlaufen. Meist geschieht dies entweder in der Nähe der Uni oder in der Nähe der eigenen Heimat um zusätzliche Kosten für Unterkunft oder Reisekosten zu sparen.

Um diese Hürde abzubauen und auch Praxen in ländlichen Räumen für Medizinstudierende attraktiv zu machen organisierte der Landkreis erstmalig eine Gruppenfamulatur für drei angehende Ärztinnen, um sie so für unsere Region und die Niederlassung als Hausarzt zu begeistern. Ziel ist eine frühzeitige Kontaktanbahnung zwischen niedergelassenen Ärzten und Nachwuchsmedizinern, um die Attraktivität der Allgemeinmedizin erlebbar zu machen und frühzeitig einen persönlichen Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten herzustellen. In der Folge des ersten Projektes sind anknüpfende Veranstaltungen geplant. So soll der persönliche Kontakt während der gesamten Ausbildungszeit zum Facharzt aufrecht erhalten werden. Am Ende, so die Hoffnung, steht eine Begeisterung für den Landkreis und bestenfalls sogar eine Niederlassung im Landkreis.

Im Rahmen der Gruppenfamulatur organisierte der Landkreis für die drei Studentinnen eine gemeinsame Unterkunft in Kröv und übernahm die Kosten hierfür. Die Betreuung fand jeweils von einem niedergelassenen Arzt in Kröv, Wittlich und Lieser statt. Damit die angehenden Medizinerinnen zudem mobil zwischen ihrer Unterkunft und Arbeitsstätte waren und die Moselregion auch in ihrer Freizeit erkunden konnten, stellte Westenergie für die Studentinnen der Medizin kostenlos ein Elektroauto und drei E-Bikes zur Verfügung. Theresa Knod, Mitarbeiterin im Bereich der Kommunalbetreuung bei Westenergie in der Region Trier, betonte: „Als Partner der Kommunen unterstützen wir den Landkreis nicht nur bei wichtigen Infrastrukturthemen wie der Stromversorgung, der Straßenbeleuchtung und dem Ausbau von schnellem Internet. Auch bei wegweisenden Initiativen wie hier zur Bekämpfung des Arztkräftemangels leisten wir im Rahmen der Möglichkeiten von Westenergie gerne einen Beitrag.“

Die Studentinnen waren begeistert von der Gruppenfamulatur im hausärztlichen Bereich. Besonders hoben sie hervor, dass sie sehr positiv über das vielfältige Landarztleben überrascht waren. So bemerkte eine der Famulantinnen: „(…) dass ich zwischendurch Zeit hatte, mich in eine Patientenakte einzulesen und mich über die Krankheitsbilder zu informieren, hat mir sehr viel geholfen. In der Klinik hat man dafür keine Zeit und alles ist viel zu schnell dafür, dass das ein erster Einblick in die Praxis sein soll.“ Auch eine andere bewertete den fachlichen Teil durchweg positiv: „Natürlich ist in Landarztpraxen auch oft viel los und es gibt stressige Tage. Dennoch konnte man sich eigentlich immer die Zeit für die Patienten nehmen, die sie benötigen. Dadurch wird die Bindung zu den Patienten gestärkt, die Compliance erhöht und der Krankheitsverlauf kann meiner Meinung nach positiv beeinflusst werden.“

Trotzdem seien die Arbeitszeiten besser als in der Klinik und die Arbeit insgesamt weniger belastend. Auch die gemeinsame Unterkunft und die Möglichkeit ihre Erfahrungen auszutauschen trug dazu bei das Gelernte zu vertiefen und Einblicke in die Organisation der anderen Praxen zu erhalten.

Nach Aussage der Studentinnen fruchtet die Initiative. „Eigentlich hört man über die Hausarztfamulatur vor allem, dass sie langweilig sein soll, allerdings hat sich dieses Gerücht bei mir nicht mal ansatzweise bestätigt. Auch wenn ich durch meine Eltern eher den Alltag eines Arztes im Krankenhaus kenne, hat diese Hausarztfamulatur auf dem Land mein Bild eines Hausarztes deutlich verbessert. Ich habe sehr viel dazulernen können, egal ob es neue Krankheitsbilder, Sonographie/Echo oder das differentialdiagnostische Denken war. Auch die Erfahrung für einen Monat auf dem Land zu leben und zu sehen, was für Aufgaben auf einen Hausarzt zukommen, war sehr interessant für mich.“

Die Antworten zeigen deutlich, wie wichtig es ist für den Beruf des Allgemeinmediziners schon früh im Medizinstudium zu werben. Es wird aber auch deutlich, dass eine strukturelle Veränderung der Niederlassung notwendig ist. Die Antwort überrascht nicht, steht sie doch exemplarisch für viele andere Studenten: denn diese Ergebnisse liefern auch die Befragungen der Uni Trier durch Prof. Jacob: Der Medizinernachwuchs wünscht sich mehr Teamarbeit, flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten in der Arbeitszeit und eine Entlastung von der Bürokratie.

Gut, dass der Landkreis auch hier aktiv ist und Bemühungen der aktuell praktizierenden Ärzte unterstützt zusammen zu gehen: so konnte dank der intensiven Bemühungen von Landkreis und der Gemeinde Morbach beispielsweise das aktuell im Bau befindliche Ärztehaus mit gemeinsam genutzten Räumen gegründet werden.

Auch die durch den Landkreis initiierte Gründung und Bewerbung des Weiterbildungsverbundes ist ein wichtiger Baustein um die Ausbildung von Hausärzten im Landkreis attraktiv werden zu lassen. Hierbei geht es darum das Zusammenspiel von Praxen und Krankenhäusern im Ausbildungsverlauf von Allgemeinmedizinern individuell abzustimmen und dem angehenden Arzt die Organisation zu erleichtern.

Ziel aller Bemühungen ist es jungen Nachwuchsmedizinern attraktive Arbeitsbedingungen zu ermöglichen, sei es in der Einzelpraxis, Medizinischem Versorgungszentrum (MVZ) oder in den Krankenhäusern, um die ärztliche Versorgung auf dem Land langfristig in einer guten Qualität sicherzustellen. „Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung ist essentiell für unsere Bürger und die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises. Viele weitere Aktivitäten sind geplant.“ so Landrat Gregor Eibes.

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Stadt Mayen erhält zwei neue Bereichs-Leiterinnen

Mayen – Neue personelle Entwicklungen im Rathaus Mayen. Jasmin Alter und Alina Wilbert-Rosenbaum übernehmen Bereichsleitung im Fachbereich 1. Von nun an stehen neue Gesichter hinter den Bereichsleiterpositionen im Fachbereich 1 der Stadtverwaltung Mayen.

Die Dipl. Verwaltungsbetriebswirtin Jasmin Alter übernimmt die Bereichsleitung der Bereiche Stadtmarketing und Wirtschaft sowie Burgfestspiele, Märkte und Kultur. Nach der dualen Ausbildung von 2004 bis 2007 als Stadtinspektorenanwärterin bei der Stadtverwaltung Mayen,  war Jasmin Alter zunächst als Sachbearbeiterin im Sitzungsdienst und daraufhin rund 10 Jahre in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Seit 2018 hatte, die nunmehr neue Bereichsleiterin Jasmin Alter, die Sachgebietsleitung Stadtmarketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tourismus inne.

Auch Alina Wilbert-Rosenbaum hat als Museumsdirektorin von nun an eine Bereichsleiterfunktion für den Bereich Weltkulturerbe Mühlsteinrevier RheinEifel, Projektgruppe Genovevaburg und Museen inne. Nach ihrem Studienabschluss Magistra Artium der Mittleren und Neueren Geschichte, Germanistik und Historischen Hilfswissenschaften an der Universität zu Köln war Wilbert-Rosenbaum bis September 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Verbandsgemeindeverwaltung Mendig und Leitung der Geschäftsstelle des UNESCO-Welterbeprojekts Mühlsteinrevier RheinEifel. Seit dem 1. Oktober 2019 ist die neue Bereichsleiterin bereits Museumsdirektorin des Eifelmuseum mit den Ausstellungen EifelTotal, Deutsches Schieferbergwerk und den Erlebniswelten Grubenfeld.

„Ich wünsche beiden Bereichsleiterinnen ein glückliches Händchen für die neuen Aufgaben und danke ihnen ganz herzlich für die erbrachten Leistungen in der Vergangenheit“, so Oberbürgermeister Dirk Meid.

Den Wünschen des Oberbürgermeisters schloss sich Fachbereichsleiter Uwe Hoffmann an.

 

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Die Stadt Aachen startet Fonds zur Belebung des lokalen Einzelhandels, der Gastronomie und des Handwerks

Aachen – Der Fonds zur Belebung der Innenstadt hilft bei der Abfederung pandemiebedingter Auswirkungen auf die Aachener Innenstadt sowie die Stadtteile und unterstützt bei deren nachhaltiger Belebung und Attraktivitätssteigerung.

Lokale Verbände, Werbe-, Straßen- und Interessengemeinschaften sowie sonstige Zusammenschlüsse von mindestens zwei Unternehmen aus Einzelhandel, Gastronomie und Handwerk können einmalig bis zu 10.000 Euro Unterstützung erhalten, die Antragsphase ist gestartet und läuft zunächst bis zum 30. November 2021.

In der Vorbereitung befindet sich zudem eine Unterstützung von Einzelhandel und Gastronomie durch städtisch subventionierte Gutscheine. Insgesamt stehen für die beiden Maßnahmen 400.000 Euro zur Verfügung.

Die Zukunftsfähigkeit des Aachener Einzelhandels und der lokalen Gastronomie unterstützen, eine Umsetzung notwendiger Maßnahmen nach den Corona-bedingten Einschränkungen ermöglichen, Kooperationen fördern, Digitalisierungsprozesse ankurbeln und gemeinsam voneinander lernen: All das sind Ziele des Fonds zur Belebung der Aachener Innenstadt und den Stadtteilen. Mit Hilfe des Fonds sollen Anreize für Gestaltungs-, Marketing- und Hygienemaßnahmen, Veranstaltungen sowie für Schulungen und Maßnahmen in puncto Digitalisierung geschaffen werden.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ist positiv gestimmt: „Der Einzelhandel und die Gastronomie haben einen entscheidenden Einfluss auf die Attraktivität der Aachener Innenstadt. Allerdings haben auch genau diese Branchen im letzten Jahr viel durchgemacht. Der Fonds bietet zahlreiche Umsetzungschancen, um möglicherweise aufgeschobene Ideen umzusetzen und damit die Innenstadt und die Stadtteile neu zu beleben.“

„Ich freue mich, dass wir mit dem Fonds die Möglichkeit haben, unsere lokalen Unternehmen, auch mit Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft, zu stärken“, ergänzt Dieter M. Begaß, Leiter des Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa.

Antragsstellung ab sofort möglich

Ab sofort haben Aachener Interessen-, Werbe- und Straßengemeinschaften sowie Vereine und Verbände die Möglichkeit, ihre Anträge bis zum zunächst 30. November 2021 in Form eines digitalen Formulars einzureichen. Auch lokale Unternehmen aus dem Einzelhandel, der Gastronomie und dem Handwerk können im Zusammenschluss mit mindestens einem anderen Unternehmen aus diesen Branchen, einen Antrag stellen. Für die Umsetzung der jeweiligen Vorhaben sind sechs Monate, beginnend ab Anfang Dezember, vorgesehen.

Die zuvor genannten Unternehmenszusammenschlüsse können einen einmaligen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro erhalten, die für (Beratungs-)Dienstleistungen und Sachausgaben eingesetzt werden können.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular sind zu finden unter www.aachen.de/wirtschaft.

In der Vorbereitung befindet sich zudem ein Gutscheinsystem, das ebenfalls den lokalen Einzelhandel und die Gastronomie unterstützen soll.

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Trierer Basilika ganz für sich

Mechernich-Kommern/Trier – Kommerner pilgerten rund 115 Kilometer bis zum Ziel – Bei sämtlichen Wallfahrten war Walter Schäfer mit von der Partie – Ehrung auch für Kerstin Röder, Dr. Annette Beyenburg-Weidenfeld, Michaele Schmitz und Hannelore Klein.

Von Beginn an bis heute hat Walter Schäfer keine der 35 Wallfahrten verpasst. Foto: Frank Weiermann/pp/Agentur ProfiPress

Die Wallfahrt, die Pilgerschaft, war und ist zutiefst Symbol für das Unterwegssein des Christen. „Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern“, heißt es schon im Psalm 122,1. „Wallen“ bedeutet dabei in eine bestimmte Richtung ziehen, fahren, unterwegs sein, um neue Erfahrungen zu machen, in der Anstrengung des Weges, der Stille, des Gebetes, des Gespräches mit anderen, die ebenfalls auf dem Weg sind zu einem Gnadenort.

Hannelore Klein ist seit 15 Jahren dabei. Mit ihren 76 Jahren war sie 2021 die älteste Teilnehmerin, die von Kommern bis nach Trier rund 115 Kilometer per pedes auf sich nahm. Foto: Frank Weiermann/pp/Agentur ProfiPress

Auf den Weg zur Basilika nach Trier hatte sich jüngst auch wieder eine Kommerner Gruppe mit 21 Pilgern gemacht. „Es war das 35. Mal, seit 1987 ununterbrochen“, berichtet Frank Weiermann. Die Gruppe zog los von Kommern aus über Ripsdorf, Kopp und Burg Ramstein. Die Kommerner-Trier-Wallfahrt ist beliebt. Bei sämtlichen 35 Wallfahrten war Walter Schäfer aus Kommern mit dabei – und ist damit Rekordhalter.

Erntedank unterwegs

„Beim Start an der Kirche St. Severinus in Kommern gab uns Prof. Dr. Dr. Hans Fuhs den Pilgersegen für unseren Weg. In Ripsdorf feierten wir abends eine Erntedankmesse mit dem in Floisdorf geborenen Pfarrer Andreas Züll“, so Frank Weiermann weiter. In Neuheilenbach wurde dann eine heilige Messe erneut mit Hans Fuhs gefeiert. In Trier zog die Pilgergruppe unter dem gewohnten Orgelspiel in die Basilika ein. Doch etwas war anders. „Da wir an diesem Tag die einzige Pilgergruppe waren, hatten wir die große Basilika ganz für uns alleine“, berichtet Frank Weiermann von dem besonderen Moment.

Neben Walter Schäfer konnten weitere Pilgerfreunde geehrt werden: Fünfmal waren Kerstin Röder und Dr. Annette Beyenburg-Weidenfeld (beide aus Kommern) dabei, zehnmal Michaele Schmitz aus Gehn. 15 Jahre ist Hannelore Klein aus Euskirchen mit von der Partie. Sie ist mit 76 Jahren gleichzeitig die älteste Pilgerin bei der diesjährigen Wallfahrt.

 

 

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Vernissage Flut und Menschen „Franz Kruse“ in Bad Münstereifel

Bad Münstereifel – Kunst im Rathaus. Am Donnerstag, den 07. Oktober 2021 eröffnete Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian die Vernissage „Flut und Mensch“ des Künstlers Franz Kruse. Unter dem Titel „Kunst im Rathaus“ finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen im Rats- und Bürgersaal  sowie im historischen Sitzungsaal der Stadtverwaltung Bad Münstereifel statt. Am vergangenen Donnerstag wurde bereits die fünfte Ausstellung dieser Reihe der Öffentlichkeit vorgestellt. Gewonnen werden konnte für diese Ausstellung Künstler Franz Kruse.

Der gebürtige Gelsenkirchener und Wahlmechernicher verarbeitet in dieser Ausstellung die tiefen Eindrücke, die die Flutkatastrophe bei ihm hinterlassen hat. Er beschäftigte sich mit der Frage, was die Flut mit der Kunst und was die Kunst mit der Flut gemacht habe. Besonderes geprägt hat ihn die Welle der Solidarität, die nach diesem verheerenden Ereignis durch Deutschland rollte.  Diese bewegenden Erfahrungen des Mitgefühls und der Hilfsbereitschaft lassen ihn ein optimistisches Zukunftsbild zeichnen. So kreisen seine gezeigten Werke um die Themen „Hilfsbereitschaft und Lebensfreude“ sowie „Natur und Mensch“. Wie wichtig die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem gravierenden Einschnitt in das Leben ist, thematisierte auch Bürgermeisterin Preiser-Marian in ihrer Eröffnungsrede. „Dankbar sind wir auch für alles, was uns in unserer Notlage Trost, Halt und Orientierung geben kann. Etwas besonders Kostbares ist uns dabei die Kunst.“, führte sie aus.

Franz Kurses Bilder sollen Mut machen und Lebensfreude sowie Optimismus schenken.

Eine Besichtigung der Ausstellung ist nach telefonischer Anmeldung bei Frau Stein Tel. 02253/505-131, während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung bis zum 31.12.2021 möglich.