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Geldautomaten-Sprengung in Polch

Polch/Mayen – Täter sind ohne Beute geflohen – Geschäftsbetrieb im BeratungsCenter Polch geht reibungslos weiter. Am Montag dem 01. November 2021 ist es wieder zu einer Geldautomatensprengung gekommen, diesmal hatten es die Täter auf den Automaten der Kreissparkasse (KSK) Mayen in Polch abgesehen.

Ein Geldautomat wurde komplett zerstört, ein weiterer Automat wurde voraussichtlich auch beschädigt. Die Räumlichkeiten der Filiale selbst sind nicht betroffen. „Der Betrieb für unsere Kundinnen und Kunden ist im BeratungsCenter Polch regulär gewährleistet“, so Filialleiterin Claudia Blotzki. Ebenso wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass auch ein Geldautomat schnellstmöglich wieder zur Verfügung steht.

Kunden der KSK Mayen finden den nächstgelegenen Geldautomaten im REWE-Markt, Vor Geisenach 3 in Polch. Alle anderen Filialen und Automaten der KSK finden Kunden in der Sparkassen-App oder online unter www.kskmayen.de.

Die Tat ereignete sich in den frühen Morgenstunden um 02:24 Uhr. Die seit den letzten Vorkommnissen noch einmal verschärften Sicherheitsvorkehrungen, inkl. der Schließzeiten über Nacht, haben dafür gesorgt, dass sich die Täter zunächst gewaltsam Zutritt verschaffen mussten, dadurch unmittelbar den Alarm auslösten und ihnen somit nach der Sprengung keine Zeit blieb, ihre Tat fortzusetzen. Sie mussten ohne Beute flüchten.

„Wir sind froh, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind. In unserem SB-Foyer ist jedoch erheblicher Sachschaden entstanden. Wir danken unseren Kundinnen und Kunden für ihr Verständnis, dass wir die SB-Foyers im Zuge des neuen Sicherheitskonzepts nachts komplett schließen, um es für die Täter uninteressanter und damit solche Taten unwahrscheinlicher zu machen“, so Karl-Josef Esch, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse.

Die Polizei bittet um Mithilfe und fragt: Wer hat die Tat beobachtet bzw. kann Hinweise zu den Tätern und möglichen Fluchtumständen geben? Wer hat in der näheren Umgebung abgestellte Fahrzeuge bemerkt oder Gegenstände gefunden, die der oder die Täter verloren oder  weggeworfen haben könnten? Wer hat in den zurückliegenden Stunden und Tagen im Umfeld der genannten Örtlichkeit Beobachtungen gemacht, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten?

Hinweise bitte an die Polizei in Koblenz, Tel.: 0261 103-2690

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Wirtschaft

Millionen-Investion mitten in der Vulkaneifel

Kalenborn-Scheuern – Hidden Champion aus der Vulkaneifel stellt die Weichen für die Zukunft. Der Begriff „Hidden Champions“ wurde vor mehr als 30 Jahren als Forschungskonstrukt erstmals in einer Studie von Hermann Simon in die betriebswirtschaftliche Diskussion eingeführt. Inzwischen ist der Begriff des gebürtigen Hasborners weltweit gekannt. Als Hidden Champions bezeichnet man unbekannte Unternehmen, die in ihrer Branche Marktführer oder sogar Weltmarktführer sind. Aber auch in kleineren Geschäftsbereichen können Unternehmen mit weniger Mitarbeitern und Umsatz „Hidden Champions“ sein.

Solch ein Unternehmen hat seinen Sitz mitten im UNESCO Geopark Vulkaneifel. Die Premosys GmbH (Progressive Electronic Mechatronic Optoelectronic Systems) beschäftigte sich seit ihrer Gründung im Februar 2000, damals noch im Gründerzentrum Wiesbaum mit der Entwicklung und Produktion von Systemen zur LED-Farberkennung. Diese Produkte werden für optische Messaufgaben eingesetzt. Das sind elektronische Systeme zur Vermessung von Lichtquellen.

Alle Systeme stammen aus eigener Entwicklung, deren Leistungsfähigkeit deutlich über allen anderen weltweit am Markt befindlichen Systemen liegt. Dies bezieht sich auf Genauigkeiten und Geschwindigkeiten, aber vor allem auf die Reproduzierbarkeit und Langzeitstabilität. Premosys beliefert weltweit seine Kunden. Zum Beispiel Apple, Bayer und Tesla zählen zum Kundenkreis.

Einsatzgebiete sind Produktionsumgebungen zur Herstellung komplexer Baugruppen, die in Fahrzeugen, in der Beleuchtungsindustrie und Medizintechnik zum Einsatz kommen. Auf letzteres Tätigkeitsfeld – die Medizintechnik – ist Matthias Kuhl besonders stolz. Premosys liefert weltweit in Eigenentwicklung hergestellte Elektroniksysteme für Maschinen, die zur Herstellung von mRNA-Impfstoffen gebraucht werden.

Aus Technikum wird Campus

2016 hatte Firmengründer Matthias Kuhl sein Vorhaben, aus dem Gründerzentrum HIGIS in seinen Heimatort Kalenborn-Scheuern auszusiedeln, in die Tat umgesetzt. Das etwa 8.000 qm große Grundstück hatte der Firmengründer in weiser Voraussicht und zur langfristigen Unternehmensentwicklung bereits vor ein paar Jahren erworben. Spatenstich für den Neubau war im August 2016. Knapp ein Jahr später, im Juli 2017, war das eigene Firmengebäude in seinem Heimatort Kalenborn-Scheuern fertig.

Für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollte damals eine langfristige Perspektive entstehen. Unternehmer Matthias Kuhl verwendet viel Zeit und Energie, die Mitarbeiter langfristig an sein Unternehmen zu binden. Der Neubau war ein Musterbeispiel an Energieeffizienz und Ressourcenschonung, trägt zurecht den Namen „Technikum“ und weist eine positive Energiebilanz auf. Heute, gut vier Jahre später, platzt das Unternehmen mit seinen 1500 qm aus fast allen Nähten.

Kommende Woche beginnt Premosys mit der Erweiterung, die eigentlich ein Neubau ist. Weitere 2.900 qm Nutzfläche auf drei Ebenen kommen hinzu. Eine mehrere Millionen-Investition steht ins Haus. Untergebracht werden im Neubau die mechanische Werkstatt, die Elektronik-Fertigung, der Vertrieb, eine Kantine und ein Besucherzentrum.

Die planmäßige Fertigstellung soll im Dezember 2022 sein. Final wird aus dem hochmodernen Technikum dann der Campus. Die gesamte für den Betrieb des Gebäudeskomplexes benötige elektrische Energie wird aus Solarzellen gewonnen und diese wiederum für den Betrieb von Anlagen zur Geothermie und den allgemeinen Gebrauch genutzt. Der Neubau wird ein KfW 55-Haus, mit Erdwärme und Null-Emission. Die geräumigen, lichtdurchfluteten Büros und modernen Produktionsräume werden Platz für mehr als 80 Mitarbeiter bieten.

Matthias Kuhl: „Wir setzen auf Nachhaltigkeit und ökonomisches Wirtschaften um auch künftigen Generationen unsere Umwelt zu bewahren. Wir haben den Anspruch in den Geschäftsfeldern in denen wir tätig sind, zu den Besten zu gehören und zeichnen uns durch gemeinsame Werte und das Verfolgen gemeinsamer Ziele aus“.

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evm-Gruppe hat bereits mehr als 80 Prozent der Haushalte im Ahrtal wieder angeschlossen

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankt alle Beteiligten für den Neubau der Hochdruckleitung in Rekordzeit.
Neue Hauptschlagader für die Gasversorgung ist ein Meilenstein. Im Beisein von Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) eine neue Gashochdruckleitung in Bad Neuenahr-Ahrweiler in Betrieb genommen.

Geschäftsführer Andreas Hoffknecht erläutert den Gästen den Verlauf der neuen, hochwassersichereren Hochdruckleitung. Foto: Dominik Ketz/evm

„Diese Hochdruckleitung ist ein Zeichen der Hoffnung für die Menschen im Ahrtal und ein Meilenstein für die Wärmeversorgung im nahenden Winter“, erklärte die Ministerpräsidentin bei der Inbetriebnahme. „Wir freuen uns, dass diese neue Hauptschlagader der Erdgasversorgung heute nach einer Rekordbauzeit wieder in Betrieb gehen kann,“ dankte die Ministerpräsidentin dem örtlichen Netzbetreiber für die schnelle und pragmatische Wiederherstellung der Versorgung. Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankte auch den insgesamt 17 Energieversorgungsunternehmen aus ganz Deutschland, die so tatkräftig im Ahrtal mit anpacken: „Ohne diese große Solidarität aus der ganzen Bundesrepublik hätte die Energieversorgung im Flutgebiet nicht so schnell wiederhergestellt werden können.“ Auch Stadtbürgermeister Guido Orthen schloss sich dem Dank für die hervorragende Arbeit an.

Das Versorgungsnetz in Bad Neuenahr-Ahrweiler war durch die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal vor rund drei Monaten weitgehend zerstört worden. „In einer Rekordbauzeit von weniger als 100 Tagen ist es der Energieversorgung Mittelrhein und ihrer Tochtergesellschaft Energienetze Mittelrhein gelungen, ein komplett neues Hochdrucknetz aufzubauen“, erklärte evm-Vorstandsvorsitzender Josef Rönz. Dieses Netz sei die Voraussetzung dafür, dass auch die restlichen Gebiete von Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder mit dem effizienten und klimaschonenden Energieträger Erdgas versorgt werden können. Außerdem bestehe mit der neuen Leitung ab sofort wieder hundertprozentige Versorgungssicherheit in den Orten der Gemeinde Grafschaft sowie Vollversorgung für die Industrieunternehmen, die teilweise zuvor nicht beliefert werden konnten.

„Mit dieser neuen Hochdruckleitung haben wir nach nur 14 Wochen wieder den Versorgungsstand erreicht, den wir vor der Flut hatten“, erklärte Josef Rönz. Bereits wenige Tage nach der Flutnacht starteten die Netzexperten der evm-Gruppe mit dem Wiederaufbau der zerstörten Hochdruckleitung. Schnell war aufgrund des Ausmaßes der Zerstörung klar, dass die Erdgashochdruckleitung nicht wieder dort aufgebaut werden kann, wo sie war. Sie verlief bis zum 14. Juli von Remagen-Kripp aus kommend an der Ahr entlang bis nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bauarbeiten in Ufernähe schieden sofort aus, sodass der Netzbetreiber sich dazu entschied, einen völlig neuen Verlauf zu planen – weiter weg von der Ahr und damit auch hochwassersicherer.

So verläuft das neue Rohrsystem ab dem Stadtteil Lohrsdorf entlang der Landskroner Straße parallel zur Bahnstrecke und später dann an den Weinbergen entlang. Hier hat die evm-Gruppe auf einer Länge von rund zwei Kilometern eine provisorische Hochdruckleitung erstellt, die dem Wiederaufbauprojekt eine Beschleunigung von rund drei Monaten verschaffte. Für die gesamte 5,3 Kilometer lange neue Hochdruckleitung und die Behebung aller Schäden am Gasnetz inklusive der provisorischen Lösung wird die evm-Gruppe voraussichtlich rund 20 bis 30 Millionen Euro aufwenden. Mit dem Bau der endgültigen Leitung beginnt der Netzbetreiber im kommenden Jahr. Zur Beschleunigung der Arbeiten hatte ein sehr pragmatisches und zügiges Handeln vieler Beteiligter beigetragen. So wurde teilweise auf aufwendige Genehmigungsverfahren, Bodengutachten und Probebohrungen verzichtet. Für dieses zielorientierte Handeln dankte Vorstandsvorsitzender Josef Rönz auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer und den Mitarbeitenden der Landesbehörden.

Inzwischen konnten schon zahlreiche Bereiche im Ahrtal wieder mit Erdgas versorgt werden: Mehr als 80 Prozent der Haushalte sind wieder angeschlossen. Die restlichen Gebiete nimmt die evm-Gruppe sukzessive in Betrieb. Bis Ende November soll die Wiederinbetriebnahme abgeschlossen sein. Besondere Herausforderungen sind aktuell noch in der Altstadt von Ahrweiler zu meistern: Dort sind im Ortsnetz noch zahlreiche Leckagen zu orten und zu verschließen. Josef Rönz: „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir auch hier sehr bald das Netz wieder betriebsbereit haben.“

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„Der Impfbus kommt wieder nach Mendig – Impfen schnell und einfach“ am Freitag 05. November

Mendig – Am Freitag, 05. November, von 9-17 Uhr können sich Bürgerinnen und Bürger ohne Terminabsprache einfach nur mit dem Personalausweis auf dem Marktplatz in Mendig impfen lassen.

Vor Ort hat jeder die individuelle Wahl zwischen den Impfstoffen von BioNTech und Johnson & Johnson. Personen ab 12 Jahren können in Begleitung eines Erziehungsberechtigten eine Schutzimpfung erhalten. Jugendliche zwischen 16-18 Jahren können mit einer schriftlichen Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten das Impfangebot wahrnehmen.

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Infoabend am Mittwoch 03. November – Die EU als interessanter Arbeitgeber

Aachen – Die EU und ihre Institutionen sind ein interessanter Arbeitgeber in einem internationalen Netzwerk. Der Weg in die Institutionen Europas ist jedoch anspruchsvoll und sollte gut vorbereitet sein. Während eines kostenlosen Infoabends von EUROPE DIRECT Aachen wird am Mittwoch, 3. November, erklärt, welche Karrieremöglichkeiten es bei den verschiedenen EU-Institutionen gibt.

Referentin Heike Gras von EPSO, dem Europäischen Amt für Personalauswahl, beantwortet dabei Fragen wie „Wo finde ich die Stellenausschreibungen?“, „Was bietet die EU als Arbeitgeber?“, „Wie und wo bewerbe ich mich?“ und „Wie kann ich ein Praktikum bei den EU-Institutionen machen?“.

Die kostenlose Veranstaltung findet per interaktiver Videokonferenz statt. Die Anmeldung erfolgt unter https://ogy.de/laufbahn-europa.

Einen Tag zuvor können Interessierte bereits einen virtuellen Messestand der RWTH Aachen besuchen. Unter dem Motto „Wege ins Ausland: Europa wartet!“ gibt das Team von EUROPE DIRECT Aachen Tipps zum Thema Auslandsaufenthalt. Zugangsdaten unter https://ogy.de/Go-Europe.

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Mobiler Beratungsbus im Ahrtal – Polizei ab sofort mit an Bord

Ahrweiler – Präventive Beratung erweitert Informationsangebot. Seit rund sechs Wochen rollt der Mobile Beratungsbus durch das Ahrtal, um alle Generationen bei der Bewältigung der Folgen der Flutkatastrophe zu unterstützen. Jetzt wird sein Beratungsangebot weiter ausgebaut. Ab sofort stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Koblenz den Bürgerinnen und Bürgern im Beratungsmobil für Fragen zur Verfügung.

„Wir freuen uns sehr, dass die Polizei ­– zusätzlich zu ihrem ohnehin schon großen Engagement nach der Flutkatastrophe – nun auch mit ihrem präventiven und umfangreichen Beratungsangebot im Mobilen Beratungsbus mit dabei ist. Damit haben wir einen weiteren, starken Kooperationspartner an unserer Seite, der unser Netzwerk bereichert und die Vielfalt der beteiligten Akteure unterstreicht“, begrüßt der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL die Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Koblenz.

Polizeipräsident Karlheinz Maron zur Kooperation: „Das Polizeipräsidium Koblenz hat sehr gerne die Gelegenheit wahrgenommen, die Bürgerinnen und Bürger im Ahrtal zusätzlich zu unterstützen und steht nun auch im mobilen Beratungsbus als Ansprechpartner für präventivpolizeiliche Fragen zur Verfügung. Das weit gefächerte Themengebiet der polizeilichen Prävention ermöglicht es, direkt auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger einzugehen. Dies können beispielsweise Fragen zum Einbruchsschutz, zu Betrugsmaschen, Suchtprävention, Gewalt oder sonstigen Themen sein. Ich freue mich, dass die Menschen im Flutgebiet der Ahr mit dem Mobilen Beratungsbus in ihrem Alltag und ihrem direktem Lebensumfeld erreicht und auch durch die Polizei begleitet und beraten werden. Aber nicht nur im Beratungsbus, auch in der Polizeidienststelle und auf der Straße sind wir für die Bürgerinnen und Bürger da.“

Der in zwei Büros und eine Spielecke umgebaute Reisebus ist als Beratungsmobil für ein Jahr an fünf Tagen pro Woche von morgens bis nachmittags in den von Hochwasser betroffenen Orten und Stadtteilen unterwegs. An markanten Standorten bieten anerkannte Träger und Fachkräfte der sozialen Arbeit im Kreis Ahrweiler generationenübergreifend Informationen und Beratung zu allen Fragen des sozialen Alltags in der Phase des Wiederaufbaus nach der Flutkatastrophe an. Die Projektkosten werden von der Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland e. V. getragen.

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Kaffee To Go im nachhaltigen Becher? RWTH, FH und Stadt Aachen rufen zur Nutzung von Pfandsystemen auf

Aachen – RWTH, FH, Stadt Aachen: Alle arbeiten auf Hochtouren daran, den Klimawandel aufzuhalten. Ein kleiner, aber nicht unbedeutender Baustein in diesem riesigen Vorhaben ist der Einsatz von Pfandsystemen in der To-Go-Gastronomie. Das wird in Aachen schon an einigen Stellen praktiziert, ist aber ausbaufähig, finden Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, FH-Rektor Bernd Pietschmann und Kathrin Greiff, Rektoratsbeauftragte für Nachhaltigkeit der RWTH Aachen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz riefen sie heute dazu auf, sich beim To-Go-Geschäft für den Gebrauch von Pfandsystemen stark zu machen und sie, wo immer es möglich ist, einzusetzen. Für FH-Rektor Pietschmann „nicht nur ein Trendthema, sondern eine Frage der Haltung“, wie er betonte. Man müsse sich nur vor Augen führen, wie viel Energie, Wasser und insbesondere Erdöl man für die Herstellung benötige. Endliche Rohstoffe, deren Einsatz zudem eine schlechte CO2 Bilanz hat.

Ein T-Shirt zerfällt in fünf Jahren, eine PET-Flasche braucht dafür 400-500 Jahre

„Außerdem werden bei der Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen gefährliche Stoffe zugesetzt, z.B. Weichmacher, Flammschutzmittel, Farbstoffe und UV-Stabilisatoren. Landet der Kunststoff in der Natur, dann können diese gefährlichen Stoffe an die Umgebung wieder abgegeben werden. Auch durch den Plastikmüll im Meer, den die Tiere als Micro-Plastik essen und nicht verdauen können, gelangt Plastik von unseren Tellern in unseren Körper“, so Pietschmann weiter. Auch die lange Haltbarkeit sei ein Problem: „Ein T-Shirt aus Baumwolle zerfällt in fünf Monaten. Eine PET-Flasche braucht dafür 400 bis 500 Jahre.“

Daher setzt die FH als Organisation auf Nachhaltigkeit.

Das gilt auch für die RWTH. „Wir wollen als RWTH nachhaltiger werden, in der Lehre, in der Forschung, im Betrieb“, sagte Nachhaltigkeitsbeauftragte Kathrin Greiff. „Aufbauend auf einem starken wissenschaftlichen Fundament, unter anderem durch die Erforschung der Kreislaufwirtschaft, setzen sich die Hochschulmitglieder auch über die Hochschulgrenzen hinaus für eine nachhaltige Entwicklung ein. Denn dies kann nur gemeinsam gelingen – im Zusammenspiel von Bürgerinnen und Bürgern, Politik, Wirtschaft und Forschung.“ Bei den Studierenden scheint das schon angekommen zu sein. Einer AStA-Umfrage zufolge sprachen sich 93 Prozent der Studierenden für die Nutzung von Pfandsystemen aus.

Pfandbecher sollen ein „must have“ in Aachen werden

Auch die Stadt Aachen tut alles, was in ihrer Macht steht, um dem Klimawandel zu begegnen. Sie will das und sie muss das, nachdem in Aachen der Klimanotstand ausgerufen wurde und damit eine eindeutige Verpflichtung zur Schonung von Ressourcen und nachhaltigem Verhalten besteht. Daher gibt es Tempo 30 in der Innenstadt, die Förderung von Elektromobilität und Solarenergie auf privaten Dächern, von energiesparenden Wohngebäuden, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. „Am Mittwoch werde ich die Circular City Declaration unterzeichnen“, sagte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. „Die fast 60 europäischen Städte, die an ,Circular Cities‘ beteiligt sind, verfolgen das Ziel, nachhaltig mit den verfügbaren Ressourcen umzugehen, indem diese sparsam oder auch durch Wiederverwendung mehrfach verwendet und sinnvoll genutzt werden.“ Dass dazu auch Pfandsysteme gehören, verdeutliche allein schon der Plastikmüll, den der Stadtbetrieb Tag für Tag in Parks und aus öffentlichen Mülleimern einsammle. Ein einheitliches städtisches Pfandsystem solle es aber zunächst nicht geben, so Keupen. „Das kann man nicht von oben verordnen.“ Vielmehr sei es wichtig, dass „die Stadt möglichst viele Akteur*innen einlädt, Pfandsysteme auf den Weg zu bringen, um dadurch einen Schneeballeffekt zu erzeugen, der dazu führt, dass mehr und mehr Pfandsysteme eingeführt werden und am Ende die Bereitschaft für ein einheitliches System auf breiter Basis wächst. Aus den Hochschulen heraus können die Studierenden als Botschafter*innen dafür in der Stadt unterwegs sein, damit der Pfandbecher zum ,must have‘ in Aachen wird“, so Keupen.

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Erfolgreiche Sportler gesucht – Gemeinde Kreuzau zeichnet Sportlerinnen und Sportler sowie Funktionäre des Jahres 2021 aus

Kreuzau – Die Gemeinde Kreuzau ehrt in jedem Jahr Sportlerinnen und Sportler, die besondere Leistungen erbracht haben sowie ehrenamtliche Führungskräfte, die sich in besonderem Maße um den Sport verdient gemacht haben.

Für das nächste Jahr plant die Gemeinde Kreuzau, gemeinsam mit dem Gemeindesportverband wieder im Rahmen einer Präsenzveranstaltung eine Sportlerehrung durchzuführen. Trotz der Corona-Pandemie konnten auch 2021 sportliche Erfolge erzielt werden, die gewürdigt werden sollen.

Sowohl Vereine als auch Sportlerinnen und Sportler, die nicht in Vereinen aktiv sind oder deren Verein nicht in Kreuzau beheimatet ist, sind aufgerufen, sich zu melden. Auch Funktionäre, die seit mehreren Jahren für den Verein aktiv sind, können benannt werden.

Die Vorschläge zur Sportlerehrung können bis zum 17. Dezember 2021 eingereicht werden:

Gemeinde Kreuzau

Frau Kupferschläger Zimmer 109 Bahnhofstraße 7, 52372 Kreuzau

oder per Mail an t.kupferschlaeger@kreuzau.de.

Bitte geben Sie bei der Meldung Name, Vorname und Anschrift des Sportlers, bei den Mannschaften den Mannschaftsführer mit Anschrift sowie die erzielten sportlichen Leistungen an. Bei Mannschaften sind zusätzlich auch alle Namen der Mitglieder der erfolgreichen Mannschaft mit Name und Vorname anzugeben sowie Trainer bzw. Betreuer zu benennen.  Nach Überprüfung der Meldungen werden die Vereinsvorstände und die zu ehrenden Sportler/Mannschaften gesondert zur Sportlerehrung eingeladen.

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Neuer Bereichsleiter Tiefbau bei der Stadt Mayen

Mayen – In den letzten Tagen wurde Frank Reicherts zum Bereichsleiter ernannt und hat von nun an die Leitung im Bereich Tiefbau inne. Seit September 2019 ist Frank Reicherts bereits im Dienste der Stadtverwaltung Mayen tätig und hat im Jahr 2020 die stellvertretende Bereichsleitung des Tiefbau übernommen.

Oberbürgermeister Dirk Meid wünschte dem neuen Bereichsleiter stets viel Freude bei seinen neuen Aufgaben.

Gleichzeitig dankte er Gerd Schlich, der als Bereichsleiter für den Bereich Grundstücks- und Gebäudemanagement, Betriebshof, zentrale Vergabestelle in der Zeit der Vakanz die kommissarische Bereichsleitung des Tiefbau übernommen hatte, für seine gute Arbeit.

Den Wünschen des Oberbürgermeisters schloss sich Bürgermeister Bernhard Mauel an.

 

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80 Blockflöten stiftete der Kinder-Schutzbund den zweiten Schuljahren der Grundschule Mechernich

Mechernich – 80 Blockflöten für die drei zweiten Grundschulklassen stiftetet der Kinderschutzbund Mechernich jetzt der Katholischen Grundschule im Schulzentrum. Silke Altendorf und Jennifer Stühl vom Vorstand der rührigen Kinderschutzorganisation mit 60 zahlenden Mitgliedern im Stadtgebiet überreichten die Instrumente den Kindern persönlich.

Die Zweitklässler hatten als Dankeschön für die Vertreterinnen des Kinderschutzbundes einen schwungvollen Tanz um eine Biene einstudiert. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Konrektorin Iris Pollender und die Klassenlehrer der zweiten Schuljahre, Jennifer Arenz, Simone Gruschke und Martin Schmitz, bedankten sich mit Blumen und zwei Gläsern Imkerhonig. Die Zweitklässler hatten eigens für die Vertreterinnen des Kinderschutzbundes einen mitreißenden Tanz um eine Biene einstudiert.

Schutzbund braucht Unterstützung

Jennifer Stühl, die selbst Lehrerin an der Katholischen Grundschule Mechernich ist und sich im Kinderschutzbund engagiert, und Silke Altendorf sagten den Medienvertretern, die Blockflötenspende an die zweiten Schuljahre in Mechernich sei seit mehr als zehn Jahren fester Bestandteil im Förderprogramm des Kinderschutzbundes: „Dann sind die Kinder alt genug, um Noten lesen und ein Instrument handhaben zu können.“

Die Blockflöten gehen nach dem Schulgebrauch in den Besitz der Kinder über – damit wird ihre Musikalität gefördert und vielen wird der Anreiz geschaffen, sich späterhin auch auf anderen Instrumenten zu versuchen. Die vorgezogene Adventsüberraschung bestreite der Kinderschutzbund aus seinem allgemeinen Spenden- und Beitragsaufkommen, so Silke Altendorf.

Mit nur 60 zahlenden Mitgliedern könne die von Anke Rudolph geführte gemeinnützige Organisation dringend Verstärkung gebrauchen. Entsprechende Kontaktformulare finden sich auf www.kinderschutzbund-mechernich.de