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Ministerpräsident Wüst beruft Ad-hoc-Beirat zu den Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine für das Land Nordrhein-Westfalen ein

Region/Düsseldorf – Ministerpräsident Wüst: Folgen für die Menschen und die Wirtschaft in unserem Land abfedern – Besonderer Fokus auf Versorgungssicherheit und Arbeitsplätze. Ministerpräsident Hendrik Wüst hat einen Ad-hoc-Beirat der Landesregierung zu den Folgen der russischen Aggression gegen die Ukraine für das Land Nordrhein-Westfalen einberufen. Dabei geht es insbesondere um die Konsequenzen für die Versorgungssicherheit und Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist nicht nur die Analyse der Folgen, sondern auch die Ermittlung daraus resultierender Handlungsbedarfe.

Mitglieder des Beirats sind führende Expertinnen und Experten im Bereich der Ökonomie – mit einem besonderen Fokus auf der Energiewirtschaft – sowie in der Sicherheitsforschung und der internationalen Politik.

Ministerpräsident Wüst: „Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist ein tiefer Einschnitt für ganz Europa und auch für unser Land. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine und unterstützen die Sanktionen gegen Russland. Der Krieg und die Sanktionen werden auch Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, Energieversorgung und Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen haben. Wir müssen daher alles tun, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Folgen für die Menschen, die Wirtschaft und Arbeitsplätze in unserem Land abzufedern. Dazu wird sich die Landesregierung mit hochrangigen Expertinnen und Experten austauschen.“

Der Beirat hat zum ersten Mal per Videokonferenz getagt.

Mitglieder des Beirats sind:

Marc Oliver Bettzüge

Direktor und Geschäftsführer des EWI, Lehrstuhlinhaber für Volkswirtschaftslehre, Energie und Nachhaltigkeit an der Universität zu Köln.

Stephan von Cramon-Taubadel

Professor für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung an der Georg-August-Universität Göttingen

Julia Friedlander

Direktorin der „Economic Statecraft Initiative“ des GeoEconomics Center am Atlantic Council, Washington D.C..Friedländer war Senior Policy Advisor for Europe in the Office of Terrorism and Financial Intelligence im U.S.-Finanzministerium (2015 bis 2017 und 2019 bis 2020), von 2017 bis 2019 Direktorin im U.S. Nationalen Sicherheitsrat für EU, Südeuropa und Wirtschaft.

Michael Hüther

Direktor des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln seit 2004. Ständiger Gast im Präsidium der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Vorsitzender des Kuratoriums des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung.

Christof Paar

Kryptograf, Inhaber des Lehrstuhls für „Eingebettete Sicherheit“ an der Fakultät für Computer-Wissenschaften der Ruhr-Universität Bochum. Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Sicherheit und Privatsphäre in Bochum.

Christoph M. Schmidt

Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und zugleich Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik und Angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum. Von 2009 bis 2020 war Schmidt Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, von 2013 bis 2020 dessen Vorsitzender.

Kirsten Westphal

Mitglied im Vorstand der H2Global Stiftung, zudem Mitglied im Wasserstoffrat. Davor war Kirsten Westphal zwischen 2008 und 2021 für dieStiftung Wissenschaft und Politik (SWP) tätig. Dort leitete sie u.a. das vom Auswärtigen Amt geförderte Projekt „Geopolitics of Energy Transformation – Hydrogen“, dem sie jetzt als externe Beraterin zur Seite steht.

Christoph Heusgen

Zur Beratung der Landesregierung zu den genannten Fragen hat sich – trotz einer terminlichen Verhinderung bei der Sitzung des Beirats – auch der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz Christoph Heusgen bereit erklärt. Er war von 2005 bis 2017 außen- und sicherheitspolitischer Berater im Bundeskanzleramt und im Anschluss bis 2021 Ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen.

An den Beratungen nahmen auch der Chef der Staatskanzlei, der Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales und Staatssekretäre des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie sowie des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales teil.

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Wir helfen unseren Nachbarn in der Ukraine – Bund und Länder bereiten sich auf Kriegsflüchtlinge vor

Region/Mainz/Berlin – Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte nach der Sitzung des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Bundesrates, dass Bund und Länder angesichts des menschlichen Leids in der Ukraine, das durch den Angriffskrieg von Präsident Putin auf die Ukraine ausgelöst wurde, zusammenstehen und zusammenarbeiten.

Der Vorsitzende des Ausschusses, Ministerpräsident Michael Kretschmer, hatte angesichts des Krieges in der Ukraine  Bundesaußenministerin Annalena Baerbock gebeten, die Mitglieder über die aktuelle Situation zu informieren.  „Die Lage für die Zivilbevölkerung spitzt sich weiter zu und wir müssen von einer großen Zahl von Kriegsflüchtlingen ausgehen. Bund, Länder und Kommunen haben bereits wichtige Vorbereitungen zur Aufnahme der Menschen in Not getroffen. Die große Hilfsbereitschaft der vielen Privatleute, die spenden und selbst Flüchtende aufnehmen, ist sehr groß“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der ersten Sitzung des Auswärtigen Ausschusses des Bundesrats seit 2015.

Auch Hilfslieferungen in die Ukraine und an die EU-Außengrenze blieben wichtig. Hier habe Ministerin Baerbock zu einer Koordinierung der Spenden und Hilfslieferungen über das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) im BMI aufgerufen, um koordinierte und zielgenaue Hilfe leisten und Bedarfe optimal bedienen zu können. „Privat organisierte Spenden bleiben wichtig, damit auch das ankommt, was gebraucht wird, ist diese Koordination wichtig“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Der Bund werde offene Fragen zur Flüchtlingsunterbringung schnell mit den Ländern klären. Die Kriegsflüchtlinge sollen im Einklang mit der sogenannten Massenzustromrichtlinie der EU einen einjährigen Aufenthalt gemäß des deutschen Aufenthaltsgesetzes erhalten. Dieses ermögliche einen Zugang zum Arbeitsmarkt, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Wir sind mit der Bundesregierung in Formaten wie diesem in einem ständigen Austausch, um schnell handlungsfähig zu sein, wenn sich die Lage in der Ukraine weiter verschärft.“

„Die Welt und die EU waren selten so geschlossen, wie in der einhelligen Antwort auf den russischen Angriffskrieg. Das ermöglicht es uns, die Herausforderungen gemeinsam und solidarisch mit unseren europäischen Partnern angehen zu können“, so die Ministerpräsidentin.

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Stadt Meckenheim setzt Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine

Meckenheim – Vor dem Rathaus weht die blau-gelbe Nationalflagge. Meckenheim fühlt mit den Menschen in der Ukraine. Als sichtbares Zeichen der Solidarität hat Bürgermeister Holger Jung die blau-gelbe Nationalflagge vor dem Rathaus gehisst. Sie weht jetzt zwischen der Meckenheimer Fahne, der Deutschland- und Europafahne und symbolisiert die Verbundenheit zu den Menschen in dem überfallenen Land. „Mir ist es wichtig, in diesem Krieg klar Stellung zu beziehen und im wahrsten Sinne des Wortes Flagge zu zeigen“, erklärt Holger Jung.

Die Stadt Meckenheim verurteilt den Angriff Russlands aufs Schärfste und fühlt mit allen Ukrainerinnen und Ukrainern vor Ort und in Meckenheim, die Angst um ihre Familien und ihre Heimat haben. „Wir stehen fest an ihrer Seite und sind fassungslos darüber, dass angesichts der Erfahrungen der Geschichte nunmehr auch im 21. Jahrhundert mitten in Europa ein Krieg initiiert wurde“, sagt der Bürgermeister und appelliert: „Wir alle sind aufgefordert, unsere Stimme gegen dieses sinnlose und schreckliche Blutvergießen zu erheben. Wir müssen alles in unserer Macht stehende unternehmen, um die humanitäre Katastrophe aufzufangen und den Kriegsvertriebenen zu helfen.“

Während in der Ukraine Menschen um ihr Überleben kämpfen, ist die Anteilnahme in Meckenheim groß. Zur Koordinierung der Hilfen hat die Stadtverwaltung eine UkraineHilfe-Hotline eingerichtet, die unter Telefon (02225) 917-888 (montags bis donnerstags 9 Uhr bis 12.30 Uhr sowie 14 Uhr bis 15.30 Uhr und freitags 9 Uhr bis 12 Uhr) sowie per E-Mail ukrainehilfe@meckenheim.de erreichbar ist.

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Tag der Logopädie am Sonntag 06. März – Therapie in jedem Lebensalter

Region/Mayen-Koblenz – Rehafit betreut Patienten mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen. Morgens eine Tasse Kaffee trinken, dabei ins Brötchen beißen und sich unterhalten – für die meisten Menschen ist das eine Selbstverständlichkeit, aber für Patienten mit Schluck- und Sprachstörungen eine kaum vorstellbare Herausforderung. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und können organisch oder neurologisch sein. Mit Hilfe von Logopäden ist es jedoch möglich, solche Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen zu überwinden oder die Lebensqualität der Patienten zumindest deutlich zu verbessern.

Auch an den verschiedenen Standorten des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein betreuen Logopäden aus dem Team von Rehafit – ein 100-prozentiges Tochterunternehmen des GK-Mittelrhein – Patienten in jedem Lebensalter: „Das Spektrum reicht bei uns vom Neugeborenen mit Trinkschwierigkeiten über Menschen, die zum Beispiel unfall- oder krankheitsbedingt über einen längeren Zeitraum künstlich beatmet wurden bis hin zu Schlaganfallpatienten, die das Sprechen neu erlernen müssen“, erzählt Astrid Zölcher, Logopädin und fachliche Leiterin für diesen Bereich bei Rehafit. Auch Patienten mit Lähmungen der Gesichtsmuskulatur, Parkinson oder Multipler Sklerose, Hirntumoren, Querschnittlähmung oder onkologischer Therapie des Mund-Kiefer-Gesicht-Bereichs profitieren ebenso wie hochbetagte Patienten im geriatrischen Bereich. Für die Logopäden steht dabei die Diagnostik an erster Stelle, danach wird für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept erarbeitet. Zu den vielfältigen Behandlungsmethoden gehören neben Übungen zur Verbesserung von Atmung und Stimmgebung auch bestimmte Schlucktechniken, Bewegungstherapie sowie Wortschatz- und Wortfindungsübungen. „Wir arbeiten in einem multiprofessionellen Team mit Ärzten, Pflegekräften und anderen Therapeuten zusammen, um gemeinsam mit dem Patienten den bestmöglichen Fortschritt zu erzielen. Auch die Aufklärung und Beratung der Patienten und ihrer Angehörigen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit im Krankenhaus“, beschreibt die Logopädin ihre Arbeit.

Anlässlich des europäischen Tages der Logopädie sollen die vielfältigen Ursachen und Therapiemöglichkeiten für Menschen jeden Alters mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen in den Fokus gerückt werden. Damit künftig auch im GK-Mittelrhein noch mehr Patienten von diesen Therapien profitieren können, stellt Rehafit derzeit weitere Logopäden und Spracheilpädagogen ein. Die stationäre logopädische Therapie befasst sich mit der detaillierten Diagnostik und differenzierten Therapie von Aphasien, Dysarthrien, Dysphonien und Apraxien. Die klinische und apparative Diagnostik und Behandlung von Schluckstörungen (Dysphagien) bildet einen besonderen Schwerpunkt. „Wir freuen uns über Verstärkung für unser Team und auch darauf, den logopädischen Nachwuchs von unserem Beruf zu begeistern, denn Auszubildende und Studierende der Fachrichtung Logopädie können bei uns Praktika absolvieren“, so Zölcher abschließend.

Kontakt für Interessierte: Rehafit, Telefon: 0261 137-1628, E-Mail: rehafit@gk.de

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Wohnraumkarte unterstützt schnelle Unterbringung von Geflüchteten und ist ab heute 04. März aktiv geschaltet

Region/Düsseldorf – Der Krieg in der Ukraine bringt über die Menschen unendliches Leid. Die humanitäre Lage dort verschlimmert sich stündlich. Mehr als eine Million Menschen sollen bereits aus dem Land geflohen sein, überwiegend in die Nachbarstaaten Polen, Slowakei und Moldau. Mit weiteren Menschen, die vor dem Krieg Schutz – auch in Nordrhein-Westfalen – suchen, ist angesichts der weiteren Kampfhandlungen zu rechnen.

„Um Geflüchtete aus der Ukraine auf dem Wohnungsmarkt unterbringen zu können, wird die Landesregierung Nordrhein-Westfalen – auf Initiative des Verbandes der Wohnungswirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen – und zusammen mit den Kommunalen Spitzenverbänden eine digitale ,Wohnraumkarte‘ aktivieren. Die Wohnraumkarte ist eine Online-Plattform, die Kommunen bei der Unterbringung von Geflüchteten unterstützt und zugleich eine schnelle Kontaktaufnahme zwischen den Kommunen sowie Wohnungsunternehmen und -genossenschaften ermöglicht“, erklärt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Über die Wohnraumkarte können Wohnungen an Kommunen vermittelt beziehungsweise vermietet werden. Die landesweite digitale Plattform verringert für alle Seiten den Verwaltungsaufwand und ermöglicht schnelle und zielgerichtete Hilfe vor Ort, denn vermietungsfähiger Wohnraum wird dort direkt aufgelistet.

 Die Wohnraumkarte wird für 480 Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des Verbandes der Wohnungswirtschaft am Freitag, 4. März 2022 aktiv geschaltet, für Städte, Kreise und Gemeinden wird das Serviceangebot am Mittwoch, 9. März 2022, freigegeben.

Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen erläutert: „Den sozial verantwortlich handelnden Wohnungsunternehmen und -genossenschaften im VdW Rheinland Westfalen ist es ein Anliegen, den derzeit Flüchtenden ein sicheres Zuhause zu ermöglichen – trotz des teils knappen Angebots und der hohen Nachfrage in manchen Städten und Regionen des Landes Nordrhein-Westfalen. Insbesondere Vonovia, LEG, Vivawest und die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft unterstützen die gemeinsame Idee der Wohnraumkarte seit der ersten Stunde. Wir setzen uns dafür ein, dass viele weitere Verbandsmitglieder folgen.“

Die Hauptgeschäftsführer der kommunalen Spitzenverbände, Helmut Dedy (Städtetag NRW), Dr. Martin Klein (Landkreistag NRW) und Christof Sommer (Städte- und Gemeindebund NRW) erklären: „Die ,Wohnraumkarte’ kann den Kommunen ermöglichen, den Geflüchteten schnell und praxisnah zu helfen. Sie kann dazu beitragen, den Aufwand bei der Suche nach freiem Wohnraum zu verringern und den Städten, Kreisen und Gemeinden durch eine Gesamtsicht auf den Wohnungsmarkt ein gewisses Maß an Planbarkeit zu verschaffen. Die Kommunen sind für jede Unterstützung durch die Wohnungsunternehmen und -genossenschaften dankbar.“

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Hilfe für die Menschen in der Ukraine

Region/Trier – Das Bistum Trier stellt 50.000 Euro für die Soforthilfe in der Ukraine zur Verfügung. Die Mittel werden Caritas International, dem Osteuropahilfswerk der deutschen Katholiken Renovabis sowie dem Malteser Hilfsdienst und direkten Partnern zukommen.

„Wir sind betroffen und schockiert angesichts des Krieges in der Ukraine“, sagt Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier. Man wolle ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in den Kriegsgebieten setzen und rufe zugleich zu weiteren Spenden auf. Das Bistum stehe in Kontakt etwa mit Caritas-Einrichtungen und Klöstern vor Ort, die den Menschen auf der Flucht vor den Angriffen auf Kiew und Charkiv eine Unterkunft anbieten. Oft hätten die Familien nur das Nötigste mitnehmen können. Ebenso sei die medizinische Versorgung eine große Herausforderung. Besondere Sorge gelte den Kindern, die nach traumatischen Erfahrungen spezielle Fürsorge und Stärkung brauchten. Das Angebot, in Suppenküchen oder Kantinen warme Mahlzeiten zu erhalten, werde täglich von Tausenden wahrgenommen. So hätten beispielsweise die ukrainischen Malteser in zehn Städten im ganzen Land Feldküchen organisiert.

„Neben der konkreten Hilfe durch Spenden und Sachgüter danken die Partner in der Ukraine für die große öffentliche Unterstützung, für die vielen Initiativen des Gebets und der Solidarität sowie für die Zeugnisse, für ein gemeinsames Europa in Freiheit und Gerechtigkeit einzustehen“, berichtet Kuhn.

Das Bistum Trier ruft zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine auf und bittet die umfangreiche Soforthilfe von Caritas international, des Osteuropahilfswerks Renovabis sowie des Malteser Hilfsdiensts mit Spenden zu unterstützen. Spendenkonten:

Renovabis e.V.
IBAN: DE24 7509 0300 0002 2117 77
Stichwort: Caritas Ukraina
www.renovabis.de

Caritas international
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
Stichwort: CY00050 Ukraine-Krieg
www.caritas-international.de

Malteser Hilfsdienst e. V.
IBAN: DE10 3706 0120 1201 2000 12
Stichwort: „Ukraine-Hilfe Trier“
www.malteser.de

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Keine Quarantäne mehr für minderjährige Kontaktpersonen – Neue Corona-Regeln ab dem heutigen 04. März

Region/Mayen-Koblenz – Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz weist darauf hin, dass sich ab dem heutigen 04. März Minderjährige, die Kontakt zu einer mit dem Corona-Virus infizierten Person oder Hausstandsangehörigen hatten, nicht mehr in häusliche Quarantäne begeben müssen. Diese Regelung gilt auch für Kinder und Jugendliche, die sich bereits in Quarantäne befinden. Diese dürfen die Isolierung ohne zusätzliche Testung verlassen. Sobald Symptome auftreten, ist eine sofortige Absonderung vorgeschrieben. Hier wird die Vornahme eines zertifizierten Schnelltests empfohlen.

Die Regelungen für Kontakte in Schulen und Kindertagesstätten bleiben unverändert. Kinder und Jugendliche, die positiv auf das Corona-Virus getestet werden, müssen sich weiterhin umgehend in häusliche Absonderung begeben. Nähere Informationen gibt es auf https://www.kvmyk.de/kv_myk/Corona/.

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Sidewalk kommt zur Acoustic Session – Konzert im großen Kurpark-Zelt am Samstag, 12. März

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Genießen, entspannen und mitsingen: Am Samstag, 12. März, um 19 Uhr kommt die bekannte Band Sidewalk mit ihrer „Acoustic Session“ in das Große Zelt im Kurpark Bad Neuenahr. Im Rheinland ist die Band seit 23 Jahren der Trendsetter in Sachen Cover- und Partymusik. Mit ihrer multimedialen DiscoRockerz Tour gelingt es den Vollblutmusikern immer wieder, ihre Anhängerschaft deutschlandweit zu begeistern.

Doch die erfahrenen Musiker können auch anders: Bei der Sidewalk Acoustic Session schlagen die Rockmusiker leisere Töne an und präsentieren dabei viele Songs in neuen, ungewohnten Arrangements und Instrumentationen. Im Gegensatz zu den sonst so fulminanten Event-Shows erwartet die Gäste hier ein atmosphärisches Konzert-Special mit neuem Programm, Spontaneität und der gewohnten Spielfreude.

Die Idee und finanzielle Ermöglichung zum Konzerttermin stammt von Unternehmer Milan Kacavenda aus Ahrweiler, der eine lange und freundschaftliche Verbundenheit zur Band pflegt. Unterstützt werden er und sein Team in der Organisation von der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH.

Tickets zum Preis von 10 Euro sind ab sofort im Vorverkauf in Hugos Plattenkiste in der Pop-up-Mall von Bad Neuenahr erhältlich. Der Einlass mit Abendkasse (zum Preis von 13 Euro) – sofern noch Tickets verfügbar sind – startet um 18 Uhr. Es gilt die 2G plus-Regel (geboostert oder genesen/geimpft mit tagesaktuellem Test). Corona-Schnelltests sind vor Ort im Kurpark möglich. Neben Getränken sind während des Konzerts auch kleine Snacks erhältlich.

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Besserer Bevölkerungs-Schutz im Kreis Euskirchen dank „Starlink“

Euskirchen – Satellitensystem hat nach der Flutkatastrophe die Kommunikation gesichert – Kreis und Stadt setzen auch in Zukunft auf das neue System. Die Fluthilfe kam aus dem Weltall: Mit dem Satellitensystem „Starlink“ hat die Firma „SpaceX“ von Elon Musk unmittelbar nach der Flutkatastrophe im Kreis Euskirchen dafür gesorgt, dass ein Minimum an Kommunikation möglich war. „Das hat uns damals sehr geholfen“, sagt Landrat Markus Ramers rückblickend. „So wie es aktuell auch den Menschen in der Ukraine hilft, die seit wenigen Tagen ebenfalls auf dieses System zurückgreifen können.“

Sie stellten das Starlink-Satellitensystem im Kreishaus vor: (v.l.) Thomas Smarsly, Markus Neuburg, Yannick Haas, Alfred Jaax, Markus Ramers und Martin Fehrmann. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Euskirchen stellte er jetzt das Starlink-System vor, das Kreis und Stadt dauerhaft nutzen wollen. Und er wirbt dafür, dass weitere Kommunen im Kreis Euskirchen dieses „Backup-System“ ebenfalls erwerben. Bei der Stadt Euskirchen ist er damit bereits auf offene Ohren gestoßen. Alfred Jaax, Erster Beigeordneter der Stadt Euskirchen, betont: „Wir sehen das als sinnvolle Erweiterung unserer Kommunikationsmöglichkeiten. Wir müssen in dieser Frage kommunen- und kreisübergreifend denken und handeln.“ Weitere Städte und Gemeinden im Kreis prüfen derzeit eine Anschaffung. „Dieses mobile System lässt sich flexibel nutzen. Man kann es einfach und problemlos überall dort einsetzen, wo es gerade benötigt wird“, ergänzt Thomas Smarsly, der stellvertretende Leiter der Euskirchener Feuerwehr.

Als das katastrophale Hochwasser im vergangenen Juli weite Teile des Kreises Euskirchen überflutete, bedeutete das vielerorts das Aus für Telefonie und Internet, da beispielsweise Vermittlungsstellen der Telekom durch das Wasser zerstört worden waren. Betroffen waren nicht nur Privathaushalte, sondern auch Rettungsdienst, Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen. Eine koordinierte Arbeit war unter diesen – ohnehin schwierigen – Bedingungen kaum noch möglich. „Über die Berufsfeuerwehr Aachen haben wir dann erfahren, dass uns die Firma SpaceX kurzfristig aus den USA Starlink-Systeme zur Verfügung stellen kann“, sagt Martin Fehrmann, der Leiter der Abteilung Gefahrenabwehr beim Kreis Euskirchen. „Und wir haben natürlich keine Sekunde gezögert. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion haben wir 19 dieser Systeme bekommen und in wenigen Stunden installiert.“

Die Technik besteht nur aus einer kleinen Satellitenschüssel, die einfach aufzubauen ist und sich selbsttätig ausrichtet. Dahinter steht aber ein gigantisches Satellitennetz, das den Internetempfang aus dem All sichert. „Das hat hervorragend funktioniert“, betont Markus Neuburg, der Leiter der Leitstelle. In der prekären Situation wenige Tage nach der Flut sei es wichtig gewesen, dieses flexible und einfache System nutzen zu können, um die Kommunikation zwischen Kreis, Kommunen, Einsatzleitungen und Rettungskräften aufzunehmen und zu sichern. „Nur so konnten die Hilfsmaßnahmen koordiniert werden“, ergänzt Markus Neuburg.

„Starlink“ hat aber nicht nur den Einsatzkräften gute Dienste erwiesen, sondern auch der Bevölkerung in den Flutgebieten. Denn in mehreren Orten konnten die Menschen an öffentlichen Hotspots jetzt telefonieren und ins Internet. Sie mussten sich dazu nur im Umkreis der „Schüssel“ einloggen. „Das führte auch dazu, dass die Vermisstenzahlen in kurzer Zeit ganz deutlich heruntergingen“, erklärt Yannick Haas von der Abteilung Gefahrenabwehr. Es sei unglaublich wichtig gewesen, dass die Menschen ein Lebenszeichen geben konnten und ihre Angehörigen informieren konnten.

Nachdem die größten Flutschäden beseitigt und die üblichen Kommunikationswege wiederhergestellt waren, wurden die Starlink-Systeme an SpaceX zurückgegeben. Kreis und Stadt Euskirchen haben jetzt entschieden, neue Systeme anzuschaffen, um für die Zukunft besser aufgestellt zu sein. „Schwerpunkt wird die Sicherstellung der Kommunikation im Bereich der Gefahrenabwehr sein“, betont Landrat Ramers. In einem zweiten Schritt sei es aber auch möglich, öffentliche Hotspots zur Verfügung zu stellen. „Starlink gibt uns ein großes Stück an Unabhängigkeit und Flexibilität, die wir gerade in kritischen Lagen benötigen – ein wichtiger Baustein für einen verbesserten Bevölkerungsschutz.“

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Turnhallen-Beleuchtung in Fritzdorfer Turnhalle energetisch saniert

Wachtberg-Fritzdorf – Wettkampfbedingungen geschaffen und über 50 Prozent Strom Einsparung. „Die Schieris sind begeistert!“ derart positiv würden sich die Schiedsrichter über die tollen Wettkampfbedingungen in der Fritzdorfer Turnhalle äußern, erzählen die seit kurzem in die 3. Bundesliga aufgestiegenen Tischtennisspielerinnen des TTC Fritzdorf.

Die in die 3. Bundesliga aufgestiegenen Tischtennisspielerinnen freuen sich über die perfekten Wettkampfbedingungen in der Turnhalle Fritzdorf. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm

Sie selbst sind nicht weniger stolz auf die örtlichen Gegebenheiten. Die Sanitäranlagen und die Hallentemperatur seien immer schon sehr gut gewesen. Aber jetzt auch die neue Beleuchtung, die sei top, freuen sich die Sportlerinnen.

Bürgermeister Jörg Schmidt und Beigeordneter Swen Christian waren so auch im Vorfeld des jüngsten Heimspiels der Fritzdorfer Tennisdamen in die Turnhalle gekommen, um sich von der neuen Hallenbeleuchtung selbst ein Bild zu machen.

Die 1991 errichtete Turnhalle wird vom TTC Grün-Weiß Fritzdorf, der Karnevalsgesellschafft Grün-Gelb Fritzdorf sowie durch den SV-Wachtberg zur Ausübung verschiedener Sportarten genutzt. Die Gemeinde Wachtberg hat die Innenbeleuchtung jetzt energetisch saniert und im Zuge dessen auch die notwendige Lichtstärke für regelkonforme Wettkampfbedingungen hergestellt. Die Maßnahme umfasste den Einbau hocheffizienter Beleuchtungstechnik in Verbindung mit einer Licht- und Präsenzsteuerung. Flächendeckend wurden ballwurfsichere LED-Pendelleuchten installiert, um die notwendige Beleuchtungsstärke in Höhe der Tischtennisplatten für den Profi-Spielbetrieb sicherzustellen. Reicht für den normalen Sportbetrieb eine Lichtstärke von 300 Lux aus, so gelten für den Wettkampfsport auf Bundesliga-Niveau andere Erfordernisse. Hier sind mindestens 600 Lux gefragt. Ein Lichtsensor steuert jetzt in der Fritzdorfer Turnhalle die Innenbeleuchtung, so dass Tageslicht und Kunstlicht in der Halle konstant 300 Lux betragen. Das Licht ist frei dimmbar und kann für Wettkämpfe auf 600 bis über 1000 Lux erhöht werden. Durch die Erneuerung der Beleuchtung wird über die gesamte Lebensdauer der eingesetzten Leuchtensysteme eine Einsparung von insgesamt 176 Tonnen CO2 und eine jährliche Stromeinsparung von 52,73 Prozent bewirkt. Und auch das Licht vergessen auszumachen, kann nicht mehr passieren. Mittels Bewegungssensor wird nach 20 Minuten ohne Bewegung im Raum das Licht automatisch gelöscht.

Die Sanierung der Innenbeleuchtung wurde im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 61.000 Euro, die Fördersumme betrug rund 21.000 Euro. Nach den Turnhallen in Pech und jetzt in Fritzdorf, erläuterte Beigeordnete Christian, sei als Nächstes die energetische Sanierung der Turnhalle in Niederbachem geplant.

Eintrag ins Goldene Buch

Bürgermeister Schmidt war stolz, wie er sagte, alle Register gezogen zu haben, um schnellstmöglich in der Fritzdorfer Turnhalle Wettkampfbedingungen zu schaffen. „Ich hoffe, das hilft beim Klassenerhalt!“, wandte er sich zuversichtlich an die jungen Bundesligaspielerinnen der so erfolgreichen 1. Damenmannschaft des TTC Fritzdorf. Er bat die jungen Sportlerinnen sodann auch um einen Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Wachtberg, das er extra mitgebracht hatte. Dieser Bitte folgten die Spielerinnen Stephanie Hoffmann, Hannah und Charlotte Schönau, Chloe Thomas und Hannah Krießbach nur zu gerne… und das anstehende Spiel absolvierten sie wieder mit Bravour. Sie siegten gegen den VfL Kellinghusen mit 6:3 ! (mm)