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Besuch aus Charleville-Mézières im Rathaus Euskirchen

Euskirchen – Was sind die Unterschiede zwischen Deutschen und Franzosen? Über diese Frage plauderte Bürgermeister Sacha Reichelt am Montagmorgen mit 52 Schülerinnen und Schülern vom Lycée Chanzy und vom Collège Jean Macé in Charleville-Mézières, die gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zu Gast im Rathaus waren.

Zum Abschluss des Gespräches im Ratssaal wurde noch ein gemeinsames Gruppenfoto gemacht. Foto: Stadt Euskirchen

Den jungen Menschen waren schon einige Dinge aufgefallen: Die hohe Geschwindigkeit auf den deutschen Autobahnen, die unterschiedlichen Esskulturen und dass es in Deutschland im Supermarkt eine viele größere Auswahl an Bier gibt als in Frankreich.

Die Schülerinnen und Schüler waren im Rahmen eines Schüleraustausches mit dem Emil-Fischer-Gymnasium in Euskirchen. Ihnen wurde von den Organisatoren ein abwechslungsreiches Programm geboten. Ende März bereits besuchten Schüler aus Deutschland die französische Partnerstadt und verbrachten dort eine ereignisreiche Woche.

Bürgermeister Reichelt konnte den Schülerinnen und Schülern auch von seiner Wanderung nach Charleville-Mézières berichten und dabei einige Beobachtungen über die unterschiedlichen Gewohnheiten unserer europäischen Nachbarn teilen.

Eine Botschaft war dem Bürgermeister besonders wichtig: „Es ist in diesen Zeiten wichtiger denn je, die Freundschaft mit den europäischen Nachbarn zu pflegen. Deshalb hat es mich ganz besonders gefreut, dass wir die Schülerinnen und Schülern willkommen heißen konnten.“

Nach dem Besuch des Bürgermeisters in Charleville-Mézières wird bereits an ersten Ideen gearbeitet, wie die Freundschaft gefestigt werden kann.

Zum Abschluss des Gespräches im Ratssaal wurde noch ein gemeinsames Gruppenfoto gemacht bevor die französischen Gäste ihr Tagesprogramm fortsetzten.

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Persönliche Einladung zur Aachener Heiligtumsfahrt

Region/Aachen/Trier – 25-köpfige Pilgergruppe aus dem Bistum Aachen macht sich auf den Weg ins Bistum Trier. Aachener Dompropst und Wallfahrtsleiter Rolf-Peter Cremer überreicht dem Trierer Dompropst und Weihbischof Jörg Michael Peters ein Pilgerkreuz. Wenn sich im Juni 2023 tausende Pilger auf den Weg zur Heiligtumsfahrt Aachen machen, dann sind sicherlich auch wieder viele Menschen aus dem Bistum Trier mit dabei. Aachen und Trier sind zwei Pilgerorte, die eine lange Geschichte verbindet.

So hat sich Dompropst und Wallfahrtsleiter Rolf-Peter Cremer mit einer 25-köpfigen Pilgergruppe, bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bistums Aachen, persönlich auf den Weg gemacht, um die Menschen im Nachbarbistum Trier sowie auch das Trierer Domkapitel zur Wallfahrt nach Aachen einzuladen. Der dreitägige Pilgerweg von Mirbach über Hillesheim bis Daun stand unter dem Motto der Aachener Wallfahrt „Entdecke mich“.

Bei einem Gottesdienst in der Kirche St. Martin in Hillesheim überreichte der Aachener Dompropst dem Trierer Dompropst und Weihbischof Jörg Michael Peters das Aachener Pilgerkreuz. „Ich lade Sie, aber auch alle Menschen aus dem Bistum Trier ein, bei der Aachener Heiligtumsfahrt auf Entdeckungsreise zu gehen. Die große Teilnahme der Trierer Pilger bei der letzten Heiligtumsfahrt im Jahre 2014 mit der Predigt von Bischof Dr. Stephan Ackermann ist noch in guter Erinnerung“, betonte Rolf-Peter Cremer. Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann wird am Samstag, 17. Juni 2023, um 11 Uhr wieder einen der großen Pilgergottesdienste auf dem Aachener Katschhof mit zahlreichen Gläubigen feiern. Dompropst Jörg Michael Peters  bedankte sich herzlich für die Einladung und versprach, diese als „Botschafter“ ins Bistum zu tragen. „Das Leitwort der Wallfahrt ‚Entdecke mich‘ hat bei mir zwei Assoziationen ausgelöst. Zum einen die Aufforderung Jesu, ihn als Heiland und Erlöser zu entdecken, sich mit ihm, seinem Leben und Wirken, zu beschäftigen. Zum anderen könnte man das Motto aber auch aus Sicht eines Menschen verstehen, der Gott bittet, sich ihm zuzuwenden, ihm auf dem eigenen Lebensweg zu helfen und in all seinen Facetten anzusehen.“ Der Weihbischof kündigte an, er wolle selbst auch als Pilger nach Aachen kommen und hoffe auf rege Teilnahme von Gruppen und Einzelpilgern aus dem Bistum Trier.“

Die Aachener Heiligtumsfahrt

Seit 1349 kommen Pilgernde, Glaubende, Suchende und Neugierige zur Aachener Heiligtumsfahrt, bei der die im Aachener Dom befindlichen Heiligtümer verehrt werden. Bei den Tuchreliquien handelt es sich der Überlieferung nach um das Kleid Marias, das sie in der Geburtsnacht getragen hat, die Windel Jesu, das Enthauptungstuch des heiligen Johannes des Täufers und das Lendentuch Jesu. Sie werden nur alle sieben Jahre dem Marienschrein entnommen.

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Frühjahrs-Sitzung der LAG in Bitburg

Bitburg – An der Frühjahrssitzung der Landesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten (LAG) nahmen rund 25 Frauen aus ganz Rheinland-Pfalz teil. In den Räumen des Europäischen Berufsbildungswerks in Bitburg begrüßte Landrat Andreas Kruppert die Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten und unterstrich die Wichtigkeit ihrer Arbeit. „Für mich ist es selbstverständlich, dass Frauen und Männer auf ihrem gesamten Lebensweg die gleichen Chancen erhalten – persönlich, beruflich und familiär! Da wir das aber leider noch nicht erreicht haben, ist Ihre Arbeit als Kommunale Gleichstellungsbeauftragte sehr wichtig für eine gerechte Gesellschaft!“

Trotz aller Freude, sich endlich wieder in Präsenz treffen zu können, war die Sitzung überschattet vom Krieg in der Ukraine. Laut UN-Flüchtlingskommissariat sind aktuell rund 5,2 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Ein Großteil davon sind Frauen und Kinder. Doch auch aus anderen Ländern kommen jeden Tag Frauen und Kinder in Deutschland an, die vor Krieg, Armut und/oder geschlechtsspezifischer Gewalt geflohen sind.

Krieg und Vertreibung gefährden Frauen und Mädchen in besonderer Weise Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden. Daher müssen sie auf der Flucht konsequent vor sexualisierter Gewalt, Menschenhandel und Ausbeutung geschützt werden.
Die LAG fordert daher bei der Aufnahme von Frauen und Kindern auf der Flucht, die Umsetzung von Gewaltschutzkonzepten in Unterkünften, separaten Unterbringungsmöglichkeiten sowie Schutzräume für Alleinreisende oder von Gewalt betroffene Frauen. Ganz im Sinne der Vernetzung fand am Nachmittag ein reger Austausch zu aktuellen Themen statt, besonderer Fokus lag dabei in der Umsetzung der Istanbul-Konvention auf kommunaler Ebene.

Da Kommunale Gleichstellungsbeauftragte in den meisten Fällen als Einzelkämpferinnen in ihren Kommunen und Landkreisen tätig sind, ist ein regelmäßiger Austausch untereinander von besonderer Wichtigkeit, um Synergieeffekte zu nutzen und gegenseitige Unterstützung zu geben.

Ihre Ansprechpartnerin für den Landkreis Vulkaneifel:

Doris Sicken, Kommunale Gleichstellungsbeauftragte, Tel. 06592/933-579, Email: Doris.Sicken@vulkaneifel.de

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Verein „Wir für Inklusion“ übergibt neuen Meckenheimer Kinder-Stadtplan an Bürgermeister Holger Jung

Meckenheim – Informativer Wegbegleiter im Hosentaschenformat. Er erfreut sich großer Beliebtheit, ist informativ und in aktualisierter Fassung druckfrisch erscheinen: der Meckenheimer Kinder-Stadtplan. Vor dem Rathaus übergaben Katja Kroeger, Vorsitzende von „Wir für Inklusion“, und weitere Vereinsmitglieder die neuen Exemplare an Holger Jung. Der Bürgermeister zeigte sich begeistert von der mittlerweile vierten Auflage und dankte dem herausgebenden Verein „Wir für Inklusion“ für „die tolle Idee und Initiative.“

Der Plan ergänzt das breite Angebot der familienfreundlichen Apfelstadt um eine weitere Facette und führt übersichtlich die Attraktionen für den Nachwuchs auf. Große, kindgerechte Symbole weisen den Weg durch Meckenheim. Ein Stadtporträt und das Grußwort des Bürgermeisters komplettieren den anschaulichen Stadtplan. Mit seinem handlichen Format passt er in jede Hosentasche und ist praktischer Begleiter einer jeden Tour durch Meckenheim. Kleine und größere Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich selbst davon zu überzeugen. Die Meckenheimer Kinder-Stadtpläne liegen unter anderem an der Infothek des Rathauses am Siebengebirgsring 4 aus.

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Detlef Stender Ehrenmitglied im Förderverein des Rheinischen Industrie-Museums Kuchenheim

Euskirchen-Kuchenheim – Mitgliederversammlung des Fördervereins Rheinisches Industriemuseum Euskirchen in Kuchenheim wählte einen neuen Vorstand um Heinz-Otto Koch und Dr. Gisela Neft für drei Jahre. Seit Anfang April ist er im Ruhestand, seit Ende April nun Ehrenmitglied im Förderverein des Rheinischen Industriemuseums Kuchenheim: Detlef Stender, der gebürtige Kieler, studierte Konstanzer und Wahl-Bonner mit Arbeitsplatz seit 1994 in Kuchenheim. In der jüngsten Mitgliederversammlung des von Heinz-Otto Koch geführten Fördervereins wurde er am Donnerstag in den Stand eines Ehrenmitglieds erhoben.

Gleichzeitig überreichten ihm Koch und dessen Stellvertreterin Dr. Gisela Neft zwei Feigenbäume, ein grüne und ein braune Früchte tragendes Exemplar, das Stender ins seinem verdienten Ruhestand hegen und pflegen möge.

Karl-Heinz Daniel, der Schatzmeister des über 300 Mitglieder zählenden Fördervereins, hatte zuvor in einem launigen Vortrag Szenen aus den Anfangszeiten des Industriemuseums/ Tuchfabrik Müller und des eng mit der Führungsetage der damaligen Kreissparkasse verwobenen Fördervereins Revue passieren lassen.

Vom Netzwerk profitiert

Immerhin stehen von Beginn an mit Hans Bösch und Heinz-Otto Koch frühere Sparkassenvorstände an der Spitze des Fördervereins, der bald sein 25-jähriges Bestehen wird feiern können. „Die Kontakte meiner Gewährsleute im Förderverein haben mir – dem Nicht-Rheinländer – damals viele Türen geöffnet“, räumte Detlef Stender in seinen Dankesworten ein: „Ich konnte von deren Netzwerk profitieren“.

In der Mitgliederversammlung, die am Donnerstagabend in einem der Unterrichtsräume des Museums stattfand, wurde auch ein neuer Vorstand gewählt, das heißt eigentlich wurde der alte restlos im Amt bestätigt, einschließlich der Revisoren Christa Thelen und Wolfgang H. Picard. Allerdings soll sich die Führungsriege in den nächsten drei Jahren verjüngen, so der Wunsch des Vorsitzenden Heinz-Otto Koch.

Er und einige seiner Mitstreiter im Vorstand betrachten die neue Wahlperiode als Übergangsmandat, die Ablösung auf den Posten solle nach Möglichkeit bereits vor Ablauf der Wahlperiode 2025 erfolgen. Neben Heinz-Otto Koch an der Spitze des Fördervereins wurden auch seine Stellvertreterin Dr. Maria-Regina Neft, Schatzmeister Karl-Heinz Daniel und die Beisitzer Nadja Ginster-Hügele, Dieter Kabatnik und Dr. Reinhold Weitz in ihren Ämtern bestätigt.

Wegen Corona sei man noch immer nicht zur alten Form aufgelaufen, so Vorsitzender Heinz-Otto Koch in seinem Bericht zur Lage des Vereins, der vor der Pandemie regelmäßig Exkursionen und Veranstaltungen für seine Mitglieder und andere organisierte, unter anderem die Reihe „Literatur im Museum“. Auch im Museum selbst fiel bis auf die Ausstellung „Mode 68“ und „Must Have“ einiges aus.

„Heute ist ein guter Tag“

Schatzmeister Karl-Heinz Daniel konnte nach dem ersten Corona-Jahr 2020 auch für 2021 eine stabile Kassenlage des Fördervereins melden, denn die Beiträge und Spenden flossen weiter – Chancen, auch Geld auszugeben, hatte der Förderverein hingegen kaum.

Hauptförderer sind laut Daniel e-regio und Kreissparkasse Euskirchen. Die größte Rolle aber spielen die Mitglieder selbst, so Heinz-Otto Koch. Und deren Zahlungsmoral sei hervorragend, wie Schatzmeister Karl-Heinz Daniel betonte.

Der Vorsitzende hatte seine Powerpoint-Präsentation zum Jahresbericht und als Führungsleitfaden durch die Versammlung optimistisch mit dem Slogan überschrieben: „Heute ist ein guter Tag!“ Das wolle er verstanden wissen als Appell zum Aufbruch, so Heinz-Otto Koch: „Es ist genug der Lethargie, jetzt geht es wieder los.“

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Kein Pfingst-Weinmarkt 2022 auf dem Marktplatz in Ahrweiler

Ahrweiler – Der Weinmarkt der Ahr am Pfingstwochenende auf dem Ahrweiler Marktplatz wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Der Ahrwein e.V. gibt bekannt, dass der Zustand der örtlichen technischen Infrastruktur aufgrund der Flutfolgen nicht zuverlässig bewertet bzw. die entsprechende Funktionsfähigkeit nicht garantiert werden kann. Stattdessen steht man im engen Austausch mit den hiesigen Winzern, die derzeit in Kooperation mit der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH an der Umsetzung einer neuen Veranstaltung in den Weinlagen des Stadtgebietes arbeiten. Wein- und Wanderfans werden über die Website www.ahrtal.de entsprechend informiert. Auch über die sozialen Netzwerke (www.facebook.com/ahrwein | www.instagram.com/ahrwein) hält der Ahrwein e.V. alle Weinfreunde auf dem Laufenden.

Ebenfalls flutbedingt sind im letzten Jahr an einigen Orten im Ahrtal die Proklamationen der Ortsweinköniginnen ausgefallen. Der Verein bedauert, dass daher auch die Wahl einer Ahrweinkönigin für die Amtszeit 2022/2023 abgesagt werden muss. „Wir freuen uns jedoch sehr, dass Mariella Cramer, unsere amtierende Gebietsweinkönigin, ihr Amt verlängern und auch zur Wahl der Deutschen Weinkönigin im September antreten wird“ so der Vorsitzende Peter Kriechel. „Viele Events und Termine, die eine Gebietsweinkönigin normalerweise in ihrer Amtszeit erlebt, sind im letzten Jahr wortwörtlich ins Wasser gefallen. Wir freuen uns daher über Mariellas Entscheidung und hoffen, dass sie dadurch ein Stück Normalität in ihrem Ehrenamt zurückgewinnt“ ergänzt Kriechel.

Traditionell wird jedes Jahr die Wahl und Krönung der Ahrweinkönigin mit dem Weinmarkt der Ahr auf dem Ahrweiler Marktplatz verbunden. Corona-bedingt hatte der Ahrwein e.V. das Event im letzten Jahr kurzerhand in eine rein digitale Veranstaltung umdisponiert. Linda Trarbach, die damals zur Ahrweinprinzessin gewählt wurde, stieg bei der darauffolgenden Wahl zur Deutschen Weinkönigin erneut aufs Siegertreppchen. Trarbach vertritt seitdem das Amt der Deutschen Weinprinzessin, darf aber auch weiterhin die Krone der Ahrweinprinzessin tragen.

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Nach zwei Jahren Unterbrechung wieder traditioneller Sankt-Georgs-Ritt in Kallmuth

Mechernich-Kallmuth – „Sein Name steht für Tapferkeit und Nächstenliebe, Ritterlichkeit und Höflichkeit, der heilige Georg ist wohl einer der heroischsten Vorbilder der gesamten Christenheit“, sagte Pater Wieslaw Kaczor (63) SDS, der Pfarrer von Steinfeld, der Festprediger beim 68. Sankt-Georgsritt am Sonntag, 1. Mai, in Kallmuth.

In der Liturgie wirkten unter anderem (v.r.) die Lektorin Gabriele Schramm, Festprediger Pater Wieslaw Kaczor SDS, Pfarrer Erik Pühringer und Communio-Priester Mathew Varughese mit. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Salvatorianer spannte den Bogen zum Ukrainekrieg: Der Heilige Drachentöter, der am Georgspütz zwischen Kallmuth und Weyer bereits seit dem 17. Jahrhundert verehrt wird, möge die Nachfahren der ersten Pilger auch im übertragenen Sinne vom Bösen befreien, von Geistern und Dämonen, die heute Hass, Gewalt, Mord und Krieg hießen.

„Sein Name steht für Tapferkeit und Nächstenliebe, Ritterlichkeit und Höflichkeit, der heilige Georg ist wohl einer der heroischsten Vorbilder der gesamten Christenheit“, sagte Pater Wieslaw Kaczor (63) SDS, der Pfarrer von Steinfeld, der Festprediger beim 68. Sankt-Georgsritt am Sonntag, 1. Mai, in Kallmuth. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Pfarrer Erik Pühringer hatte Wieslaw Kaczor als Festprediger an der verehrten Quelle im Feybachtal begrüßt, wo sich knapp hundert Pferde, Reiter und Kutschfahrer sowie mehrere hundert Rad- Auto- und Fußpilger zum Gottesdienst versammelt hatten. Darunter befanden sich zahlreiche Helfer von Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz, aber auch Dutzende aktive Christen aus den Gemeinden am Bleiberg.

Landrat Markus Ramers setzte die Tradition seines Vorgängers Günter Rosenke mit seiner Teilnahme am Georgs-Gottesdienst fort. Da die seit den 50er Jahren als Reiterprozession begangene Georgsverehrung wegen der Pandemie zwei Jahre ausgefallen war, war es Ramers‘ Premiere.

Ramers setzt Rosenkes Tradition fort

An seiner Seite verfolgte Mechernichs Vize-Bürgermeister Heinrich Schmitz die heilige Messe, bei der neben Erik Pühringer auch der indische Priester Mathew Varughese vom Ordo Communionis in Christo konzelebrierte und Diakon Manfred Lang assistierte. Die Organisationsfäden in den Händen hielten Gerhard Mayr-Reineke und Ortsbürgermeister Robert Ohlerth.

Vier Dutzend freiwillige Helfer waren im Einsatz, nicht nur während des Prozessionsweges und am Georgspütz, sondern auch auf der Festwiese am Ortseingang aus Richtung Scheven, wo Zelte und Bewirtungspavillons aufgebaut worden waren und Erbsensuppe, Wurst, Kaffee, Kuchen und Getränke an die Pilger ausgegeben wurden.

Während der Pferdesegnung am Georgspütz und auf der Festwiese wurde mit Flugblättern unter den Reitern für deren Teilnahme an einer Reiterwahlfahrt zur Aachener Heiligtumsfahrt 2023 am 10. Juni geworben. Diakon Manfred Lang rief vom Altar im Namen des Domvikars Peter Dückers zur Teilnahme einer „starken Eifeler Reiterdelegation in Aachen“ auf.

Pater Wieslaw Kaczor lud alle Teilnehmer an den Feierlichkeiten ein, einen konkreten Wunsch vor Gottes Angesicht zu tragen: „Haben Sie Mut, wir dürfen uns etwas von Gott wünschen. Sagen Sie Gott, was er Ihnen geben soll. Ein Wunsch für uns und einen für die anderen, unsere Mitmenschen…“

Vor allem sei es wünschenswert, das Gute vom Bösen unterscheiden zu können: „Bleiben wir Gott treu, stehen wir auch in schwierigen Zeiten zu ihm, wie der Heilige Georg in noch schwierigeren Zeiten“, so der Steinfelder Pfarrer und GdG-Leiter: „Unsere Welt braucht solche Menschen, sie lebt davon!“

„Im Namen dessen, der im Stall geboren ist“

Für Diakon Lang, der selbst lange Jahre mit seiner Kaltblutstute „Hera“ vor dem Sakramentswagen her geritten war, hatte Wieslaw Kaczor das „Gebet eines Pferdes“ mitgebracht, das Lang vortrug. Darin bittet der Vierbeiner um gute Behandlung, Einfühlungsvermögen, etwas Rücksicht, die Erwiderung seiner Treue und einen gnädigen Tod: „Lass mich dies erbitten und glaube nicht, dass es mir an Ehrfurcht gebricht, wenn ich das in seinem Namen tue, der in einem Stall geboren ist…“

Wie Ortsbürgermeister Robert Ohlerth und Gerhard Mayr-Reineke berichteten, verliefen Vorbereitung und Durchführungen sehr reibungslos und seitens der vielen Helfer sehr engagiert. „Wir wollen keinen herausheben, alle sind gleich wichtig und wertvoll, aber Anna Evertz mit ihren 85 Jahren hat darauf bestanden, wenigstens im Sitzen am Schmücken des Sakramentswagens mitzuwirken.“ Besonderer Dank gebühre auch dem Musikverein Kallmuth unter der Leitung von Thomas Stoffels.

Und die Schwestern Felia und Madelaine Schott hätten mit ihrer Mutter Jaqueline und Brüderchen Leander wieder eine Bastelaktion ins Leben gerufen, um Geld einzusammeln – diesmal waren es bunte Hufeisen, die gegen einen Obolus für Flüchtlingskinder aus der Ukraine abgegeben wurden.

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Lollitests – Dank an Freiwillige Feuerwehr Aachen für 184 ehrenamtliche Fahrten

Aachen – Ein dickes Dankeschön hat nun Stefan Fagot, Leiter der Abteilung Schule im Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen, den vielen ehrenamtlichen Helfer*innen der Freiwilligen Feuerwehr ausgesprochen. Die hatten in den vergangenen fordernden Pandemiemonaten entscheidenden Anteil daran, dass die umfassenden Testungen in den Aachener Grundschulen so reibungslos abliefen. Denn die sogenannten Lollitests von den Kindern wurden von den Feuerwehrleuten im gesamten Stadtgebiet und auch in einigen Nachbarkommunen eingesammelt – und das fast zehn Monate lang.

184 Transporte organisierte allein die Freiwillige Feuerwehr in dieser Zeit – und legte dabei insgesamt rund 33.000 Kilometer zurück. 55 Ehrenamtler*innen waren dafür im Einsatz. Daneben unterstützten auch Mitarbeitende des Stadt- und des Kulturbetriebs der Stadt Aachen monatelang, um die täglichen Routen zu den Schulen und anschließend die Lieferung der Pool-Tests zum Labor nach Frechen zu gewährleisten. „Das ist nicht selbstverständlich. Es zeigt aber, wie wir in der Stadt Aachen gemeinsam durch die zurückliegende herausfordernde Corona-Zeit gegangen sind. Vielen Dank für dieses Engagement!“, sagte Fagot in Richtung der Ehrenamtler*innen.

Als Dank hatte Fagot im Namen der Schulverwaltung unzählige Printen-Kisten im Gepäck. Aachens Feuerwehr-Chef Jürgen Wolff dankte im Beisein von Ralf Johnen, Geschäftsführer der Freiwilligen Feuerwehr, ebenfalls für den besonderen Einsatz: „Die große logistische Herausforderung der Lollitest-Fahrten wurde hervorragend gemeistert. Alles lief geräusch- und problemlos im Hintergrund ab. Umso wichtiger ist es, an dieser Stelle dieses ehrenamtliche Engagement einmal in den Vordergrund zu rücken und es gebührend zu würdigen.“

 

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NRW Ministerin Scharrenbach – Lebendige Dörfer sind, worauf es ankommt

Region/Düsseldorf – Programmrahmen von 26,9 Millionen Euro für 265 Projekte in Gemeinden im ländlichen Raum. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat heute das „Dorferneuerungsprogramm 2022“ veröffentlicht: Mit dem Programmrahmen in Höhe von 26,9 Millionen Euro können 265 Projekte in Orten und Ortsteilen bis zu 10 000 Einwohnerinnen und Einwohner angeschoben werden. Damit werden Investitionen von über 57 Millionen Euro ermöglicht.

„Seit 2017 erleben Orte und Ortsteile mit bis zu 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern nahezu einen Boom: Dorfgemeinschaftshäuser, Plätze, der Ausbau der Nah- und Grundversorgung, die Verbesserung von Straßenverhältnissen, Maßnahmen zur Erhaltung der ortsbild-prägender Gebäude und vieles mehr. Mit der ‚Dorferneuerung 2022‘ sind seit 2018 rund 123 Millionen Euro zusätzlich in unseren ländlichen Raum geflossen. Damit investiert die nordrhein-westfälische Landesregierung in die Zukunftsfähigkeit unserer Dörfer, Orte und Ortsteile – für jung wie für alt. Für Vereine und Kommunen. Für den Zusammenhalt und die Gleichwertigkeit von Lebensbedingungen. Für ein Mehr an Barrierefreiheit und für ein Mehr an Energieeffizienz. Für die Landesregierung gilt mit Blick auf unsere Dörfer der Dreiklang: Bewahren, stärken, gestalten“, so Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die „Dorferneuerung 2022“ setzt sich aus dem Sonderprogramm zur Förderung von Feuerwehrgerätehäusern in Höhe von 20,1 Millionen Euro und der Dorferneuerung zusammen: Mit der Veröffentlichung der Dorferneuerung werden 21,1 Millionen Euro in 2022 zugewiesen. Für weitere Projekte in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro wird eine Förderung in Aussicht gestellt, um für die Kommunen zeitliche Flexibilität bei der Umsetzung auf der einen Seite und Planbarkeit auf der anderen Seite zu schaffen.

Nordrhein-Westfalen gilt bereits heute als Vorreiterland für innovative Lösungen und umfassende Förderungen im Bereich Flächen und Stadtentwicklung, Städtebau und Bauwirtschaft.

Der Fokus liegt stets auf zukunftsweisenden Konzepten: Die Digitalisierung beim Planen und Bauen schreitet voran. Die Verwendung ökologischer Bauprodukte wird gezielt gefördert. Die Entwicklung von Gemeinden im ländlichen wie im städtischen Raum mit neuen Flächen-, Energie-, Wohn-, Mobilitäts- und Umweltlösungen wird konsequent vorangetrieben.

„Eine Politik, die wirkt: Städte und Gemeinden – egal, wie groß oder klein – wandeln sich, verändern sich mit den Menschen und zugleich für die Menschen. Unser ländlicher Raum in Nordrhein-Westfalen ist ein Innovationstreiber, wenn es darum geht, Infrastrukturen fit für die Zukunft zu machen“, so Ministerin Scharrenbach abschließend.

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„Jülich hat es verdient, sich zu verändern“

Jülich – Jahresempfang des Stadtmarketingvereins: Preisverleihung an Maria und Juan Fernandez – Sonderpreis für Koordination der Krisenbewältigung. Nachdem im Vorjahr der traditionelle Neujahrsempfang des Vereins Stadtmarketing e.V. mit der Preisverleihung nicht im feierlichen Rahmen zelebriert werden konnte, war die Freude groß, die diesjährige Preisvergabe in der Kulturmuschel des Brückenkopf-Parks in Präsenz vornehmen zu können.

Bürgermeister Axel Fuchs begrüßte deshalb besonders die Vorjahrespreisträger Peter Schmitz und Reinhold Wagner für den Jazzclub Jülich  sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Firmen, Organisationen und Institutionen. In seiner Begrüßungsrede betonte er das „freundschaftlich-kooperative Verhältnis zwischen Stadtverwaltung und dem Verein, bei dem jeder seine eigene Position haben darf“. Aufgabe von Stadtmarketing sei es, „kund zu tun, was unsere Stadt macht.“ Jülich sei eine Stadt, „die lebt, in der derzeit viel gebaut wird, die sich in gutem Maße verändert, das verdient hat und auch weiter tun wird“, so Fuchs. Er nutzte die Gelegenheit zudem, dem Kreistag Düren zu danken, der mit seiner mehrheitlichen Entscheidung für die Umbenennung des Kreises in Rurkreis Düren-Jülich die Herzogstadt als zukünftige „Strukturwandel-Hauptstadt des Rheinischen Reviers würdigt – auch das ist für Jülich Stadtmarketing!“ Stolz teilte er mit, dass eine Initiative, die angekündigten 30.000 Euro für die Umbenennung selbst über Sponsoring zu finanzieren, zu großen Teilen bereits von Erfolg gekrönt ist.

Wolfgang Hommel als Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins blickte in seiner anschließenden Rede traditionell aus Sicht des Vereins erst zurück und dann voraus. Die Arbeit des Vereins sei in den letzten zwei Jahren im lokalen Handel(n) wie überall beeinflusst worden durch Krisen von Pandemie über die Hochwasser-Katastrophe bis hin zum derzeitigen Kriegsgeschehen. In den vergangenen beiden Jahren zeugte die Aufgabe von 90 Handelsbetrieben in Jülich und dem gegenüber 70 neue Betriebe von dem steten Wandel in der Stadt Jülich. Weiterhin „ist Jülich sich selbst nicht genug – wir sind auf andere angewiesen“, so Hommel, der damit betonte, wie wichtig eine attraktive Stadt und deren Vermarktung ist.

Auf die Stadt im Umbruch verwies auch Dorothee Schenk, die als Vorstandsmitglied, Journalistin und Kunsthistorikerin die Laudatio auf das sichtlich bewegte Preisträgerpaar Maria und Juan Fernandez hielt. „Wir brauchen in der Stadt Kunst für die Jülicher – nicht als Attraktion für die Touristen, sondern für die Jülicher, um sich selbst zu finden“, so Schenk, die dem Künstlerpaar dafür dankte, „die städtischen Potentiale nicht nur zu sehen, sondern sie auch kreativ zu begleiten.“ Der Mariensäule auf dem Kirchplatz – dem „ersten öffentlichen Geschichtsbuch“ –  folgt nun im Rahmen der Umgestaltung des Marktplatzes eine drei Meter hohe Statue von Allessandro Pasqualini, des Stadtgestalters der Renaissance. „Künstler als Ideengeber für das, was die Gesellschaft zusammenhalten soll, ist in der Herzogstadt Jülich ein bewährtes Modell. Allessandro Pasqualini steht für Stadtgestaltung und Renaissance. Auf der Burg Engelsdorf im Hause des Künstlerpaares wächst nun wieder ein Pasqualini heran, deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt für diese Auszeichnung“, so Schenk.

Einen Sonderpreis erhielt in diesem Jahr gleich eine ganze Gruppe von Menschen, die seit nunmehr zwei Jahren in der Abfolge gleich mehrerer Katastrophen von Coronapandemie über Hochwasser bis zum Krieg in der Ukraine Hilfsmaßnahmen leistet und koordiniert – der als „Krisenstab“ fungierende „Stab außergewöhnliche Ereignisse“.  Gemeinsam mit Bürgermeister und Verwaltungsspitze konnten Vertretungen von Feuerwehr, THW, Malteser, DRK, Rettungsdiensten, Stadtwerken diesen Preis miteinander im Empfang nehmen. Laudator Torsten Wagner von der FH Aachen führte aus, dass auch diese Kooperation im Katstrophenfall eine Form von Stadtmarketing sei – erst in der Krise zeigen sich Solidarität und Gemeinschaft in einer Stadt – eine „Marke“, die die Stadt lebens- und liebenswert mache.

Stellvertretend für den Krisenstab dankte Dezernent Richard Schumacher, der nicht müde wurde und wird, zu betonen, „dass Leistungen wie diese nur im Team möglich sind und auch hinter jeder einzelnen Vertretungsperson jeder einzelnen Organisation oder des Fachamtes wiederum ein Team steht.  Es ist eine gesamtgesellschaftliche Leistung, an der wir teilhaben. Ich fühle mich geehrt und wertgeschätzt und bedanke mich im Namen aller Menschen, deren Herz an dieser Stadt hängt“. Wolfgang Hommel wiederum dankte im Namen seines Vereins den Preisträgern: „Es war uns eine Ehre, Sie auszeichnen zu dürfen.“

Der Tradition der Neujahrsempfänge folgend beendete die Veranstaltung Christof Schelthoff als Jülicher Prorektor der FH Aachen mit einer kurzweiligen Rede, mit der er es schaffte, einen gleichermaßen unterhaltsamen wie informativen Einblick in die Welt der Studierenden und ihrer Einrichtung in Jülich zu bieten. Er führte plausibel aus, dass Krisen Chancen eröffnen und Corona die Bedeutung der Wissenschaft „geboostert“ habe. Die Stadt Jülich biete beste Voraussetzungen, „die Zukunft gemeinsam anzugehen im Zusammenspiel von Grundlagenforschung des Forschungszentrums, angewandter Forschung in der FH und Unternehmergeist, wie er im TZJ oder Brainergypark umgesetzt werde.

Bei einem abschließenden Imbiss, den der Stadtmarketingverein und die Stadt Jülich gemeinsam ausrichteten, ließen die Preisträger und zahlreichen Gäste in inspirierenden Gesprächen mit persönlichen Ausblicken auf das Jahr 2022 den Abend ausklingen.