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Mit Smiley fährt sich‘s in Wachtberg besser

Wachtberg – Geschwindigkeitsdisplay und Messgerät im Einsatz. Die Gemeinde Wachtberg verfügt jetzt über ein eigenes mobiles Geschwindigkeitsdisplay, das an wechselnden Stellen in der Gemeinde aufgestellt werden soll.

Von dem Gerät, das mit einem lachenden oder traurigen Smiley die Autofahrer auf korrekte oder überhöhte Geschwindigkeit hinweist, verspricht sich die Gemeindeverwaltung eine Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer und Verbesserung der Verkehrssituation insbesondere an neuralgischen Punkten.

Weiterhin hat die Gemeindeverwaltung ein sogenanntes Seitenradarmessgerät gekauft, welches konkrete, anonyme Verkehrszählungen (Anzahl und Geschwindigkeit der Fahrzeuge) in den Gemeindestraßen ermöglicht und somit eine wichtige Grundlage bildet, um im Bedarfsfall durch verkehrsrechtliche oder bauliche Maßnahmen eine Veränderung der Verkehrssituation herbeizuführen.

Das „Smiley-Display“ kommt aktuell in Pech auf dem Langenacker an der dortigen Grundschule und Kita erstmals zum Einsatz. (mm)

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Ahrbrück ist ein positives Beispiel für den Wiederaufbau der digitalen Infrastruktur im Ahrtal

Ahrtal/Mainz – Im Rahmen seiner Digitaltour durch Rheinland-Pfalz machte Minister Alexander Schweitzer auch in Ahrbrück Halt. Dort informierte er sich vor Ort über den Stand des Wiederaufbaus der digitalen Infrastrukturen und besuchte unter anderem Ausbauprojekte der Deutschen Telekom.

„Das, was die Telekom hier im Ahrtal leistet, steht auch stellvertretend für die Anstrengungen der Mitbewerber beim Wiederaufbau. Ich bin sehr dankbar, dass alle Unternehmen zugesichert haben, nur noch Glasfaser ausbauen zu wollen. Das ist ein starkes Zeichen für die Region und ein wichtiger Baustein für deren Zukunftsfähigkeit“, sagte der Digitalisierungsminister am Rande des Termins.

Im Ahrtal zeige sich, so der Minister, die Stärke der Branche: „Wir hatten uns direkt nach der Flut mit den Telekommunikations-Unternehmen zusammengesetzt. Ich war und bin noch immer beeindruckt von dem Pragmatismus und der Schnelligkeit, in der das Mobilfunknetz wiederhergestellt wurde und auch der Wiederaufbau der leitungsgebundenen Infrastruktur angegangen wurde. Dieser Prozess ist ein Langstreckenlauf. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir mit einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur für die Region beste Voraussetzungen schaffen, um attraktiv für Menschen und Unternehmen zu bleiben.“

Alleine bis Ende des Jahres beabsichtigt das Unternehmen Glasfaser für mehr als 8000 Haushalte im Ahrtal zur Verfügung stellen zu können. Langfristig sollen 22.000 Haushalte ans Glasfasernetz gehen. Bei all dem sei aber auch klar, dass die neuen Netze nachgefragt werden müssen – unabhängig vom Anbieter.

„Beim Glasfaser-Ausbau wird das Glasfaserkabel bis in das Gebäude gezogen“, erklärt Peter Schneider, Projektleiter Wiederaufbau der Telekom. „Dafür brauchen wir die Genehmigung der jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer. Schließlich betreten wir Privatgrund. Die Genehmigung ist die Voraussetzung, um während der Bauphase Installationstermine für den Glasfaser-Anschluss im Haus zu vereinbaren“, appellierte Peter Schneider weiter. Denn der Glasfaser-Ausbau in Ahrbrück soll voraussichtlich bis Ende September abgeschlossen sein. Anschließend soll das alte Kupfernetz in Ahrbrück vollständig durch das neue Glasfasernetz ersetzt werden.

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5.500 Schulen in Nordrhein-Westfalen für einen guten Start ins neue Schuljahr informiert

Region/Düsseldorf – Ministerin Feller: Für einen guten Start ins neue Schuljahr geben wir unseren Schulen frühzeitig Klarheit und Verlässlichkeit. Empfehlung zum Tragen einer Maske – Anlassbezogene Tests zu Hause. An den Schulen in Nordrhein-Westfalen gilt im Schuljahr 2022/23 die Empfehlung zum Tragen einer Maske. Testungen erfolgen anlassbezogen und in der Regel zu Hause. Über diese und weitere Regelungen für den Schul- und Unterrichtsbetrieb nach den Sommerferien hat das Schulministerium am vergangenen Donnerstag die landesweit rund 5.500 Schulen informiert. Schulministerin Dorothee Feller erklärte: „Um unseren Schulen einen guten Start ins neue Schuljahr zu ermöglichen, geben wir ihnen frühzeitig Klarheit und Verlässlichkeit. Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und im engen Austausch mit allen am Schulleben beteiligten Akteuren haben wir ein Konzept erarbeitet, das einen umsichtigen Schulbetrieb erlaubt und dabei zugleich ohne größere Einschränkungen auskommt. Mit der Empfehlung zum Tragen einer Maske und den anlassbezogenen Tests stärken wir in dieser Phase der Pandemie bewusst die Eigenverantwortung vor Ort.“

Die Empfehlung zum freiwilligen Tragen einer Maske in den Innenräumen der Schulen wird durch anlassbezogene Tests ergänzt, die in der Regel vor dem Schulbesuch zu Hause durchgeführt werden sollen. Das heißt: Treten bei einer Schülerin oder bei einem Schüler vor Schulbeginn Symptome auf, die typischerweise auf eine COVID-19-Erkrankung hindeuten, so führen sie Hause einen Selbsttest durch. Eine Testung in der Schule ist dagegen nur noch vorgesehen, wenn 1) bei Schülerinnen und Schülern, die am selben Tag noch nicht zu Hause getestet werden konnten, offenkundig typische Symptome vorliegen, wenn 2) die Symptome von Schülerinnen und Schülern, die am Morgen noch negativ getestet wurden, deutlich zunehmen oder wenn 3) Symptome erst im Verlaufe des Schultags auftreten. In allen Fällen gilt: Ist der Test negativ, können die Schülerinnen und Schüler die Schule besuchen beziehungsweise ihren Schultag fortsetzen.

Die Regelungen für das anlassbezogene Testen gelten gleichermaßen für alle an den Schulen tätigen Personen. Die Schulen stellen deshalb künftig sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch allen an den Schulen tätigen Personen Tests zur Verfügung, mit denen sie sich bei Bedarf zu Hause testen können. Um den Schulstart nach den Sommerferien zusätzlich abzusichern, besteht am ersten Unterrichtstag zudem für alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich in der Schule zu testen. Damit zum Schulstart und in den ersten Schulwochen ausreichend Tests vorhanden sind, hat das Schulministerium eine Belieferung sämtlicher Schulen zwischen dem 01. und 08. August 2022 veranlasst. Anschließend können die Tests von den Schulen über das bekannte Bestellportal bestellt werden.

Ergänzt werden die Empfehlung zum Tragen einer Maske und die anlassbezogenen Tests durch die an den Schulen bereits eingeübten Regeln zur Einhaltung von Hygiene und Infektionsschutz, vor allem durch regelmäßiges Lüften der Klassen- und Kursräume. Um die Schulen hierbei zu unterstützen, wird das Land die Anschaffung von C02-Messgeräten ermöglichen, die vom Corona-Expertinnen- und Expertenrat der Bundesregierung empfohlen werden.

Ministerin Feller: „Unser Handlungskonzept ist die Grundlage dafür, dass unsere Schulen den Start ins neue Schuljahr bestmöglich vorbereiten können. Sollte es die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens im Herbst und Winter erfordern, so werden wir die Regelungen in enger Abstimmung mit den am Schulleben vor Ort Beteiligten anpassen und weiterentwickeln.“

Ebenfalls mit Blick auf die Herbst- und Wintermonate erklärte die Ministerin: „Neben der Pandemie beschäftigen uns auch die Diskussionen über die Energieversorgung in Deutschland. Die Landesregierung weiß in diesem Zusammenhang um die besondere Bedeutung der Schulen. Um schon jetzt die erforderlichen Vorbereitungen für die nächste Heizperiode zu treffen, stehen wir bereits in fortlaufendem Austausch mit allen relevanten Akteuren im Schulbereich, insbesondere mit den Schulträgern. Auch mit der Kommunal- sowie mit der Energieministerin stimme ich mich hierzu eng ab. Klar ist: Die Schulen müssen auch im Fall eines vorübergehenden Versorgungsengpasses weiterhin zum Kreis der ‚geschützten Kunden‘ gehören.“

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Auf die Räder, fertig, los! – STADTRADELN in der Vulkaneifel vom 21. August bis 10. September

Daun – Seit 2008 treten Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. Der Landkreis Vulkaneifel ist gemeinsam mit den Verbandsgemeinden vom 21.08. bis zum 10.09.2021 mit von der Partie. In die-sem Zeitraum können alle, die im Landkreis Vulkaneifel leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen bei der Kampagne STADTRADELN des Klima-Bündnis mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. Anmelden können sich Interessierte schon jetzt unter stadtradeln.de/landkreis-vulkaneifel.

„Das Fahrrad als Verkehrsmittel hat viele Vorteile: Neben einem positiven Effekt auf die Gesundheit trägt es auch zum Klimaschutz bei. Auch in unserer ländlichen Region lassen sich viele Wege mit dem Fahrrad oder E-Bike zurücklegen“, sind sich die Verwaltungsspitzen des Landkreises und der Verbandsgemeinden einig. Beim Wettbewerb STADTRADELN geht es um Spaß am Fahrradfahren und tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Jede:r kann ein STADTRADELN-Team gründen, um an dem Wettbewerb teilzunehmen: Ob Familien, Freundesgruppen, Unternehmen, Vereine, Schulen oder Ortsgemeinden. Dabei sollten die Radelnden so oft wie möglich das Fahrrad nutzen – egal ob im Alltag oder in der Freizeit. Aber auch Teilnehmer:innen, die nur kleine Strecken fahren, sind in den Teams willkommen, denn jeder Kilometer zählt! Also, melden Sie sich an oder wenden Sie sich bei Fragen an die Klimaschutzmanagerin des Landkreises (klimaschutz@vulkaneifel.de).

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Burgfestspiele Mayen – Festspiel-EXXTRA „Alma und das Genie“ am Freitag 05. August

Mayen – Eine One-Woman-Show für Diva und Pianist von und mit Erfolgskomponist Tom van Hasselt. Wer noch die eine oder andere Melodie aus „Brigitte Bordeaux“ vor sich hin summt, kann sich hier gleich die nächste Dosis Ohrwürmer abholen! Tom van Hasselt, der Komponist und Liedtexter der Burgfestspiele-Produktion „Brigitte Bordeaux“, ist am 05. August mit dem satirischen Musical „Alma und das Genie“ zu Gast bei den Festspiel-EXXTRAS im Alten Arresthaus.

Alma Mahler-Werfel hatte sie alle. Musik (Mahler, Zemlinsky), Malerei (Klimt, Kokoschka), Literatur (Hauptmann, Werfel), Architektur (Gropius): Wer als kreativer Mitteleuropäer vor hundert Jahren etwas zu sagen hatte, bei dem zuhause hatte sie das Sagen. Ob als Genie-Groupie oder Göttin der Begabten – sie lässt noch heute keinen kalt: Alma macht alle heiß!

50 Jahre nach ihrem Tod schreibt Tom van Hasselt das erste Musical über die Muse der Hochkultur. Und indem er alle männlichen Rollen gleich selbst übernimmt, hofft er mindestens einmal von ihr geküsst zu werden und dadurch endlich auch zu den größten Genies des Abendlandes zu gehören. Genialer Plan, doch spielt Alma damit? Sicher ist nur: Nini Stadlmann spielt Alma und wird alles geben, damit die Männer ihr zu Füßen liegen, egal ob sie nun Kunst oder doch wieder nur Sex wollen.

Das Musical, das ein halbes Jahrhundert Abendland in einem Menschenleben und ein halbes Dutzend Künstler-Beziehungen in zwei Stunden widerspiegelt, wurde 2015 im Theater des Westens in Berlin uraufgeführt. Tom van Hasselt und Nini Stadlmann wurden für ihre Arbeit in „Alma und das Genie“ für den Deutschen Musical Theater Preis nominiert, Stadlmann als Beste Darstellerin. Tom van Hasselt erhielt den Preis in der Kategorie „Beste Liedtexte“!

Karten für das preisgekrönte Musical gibt es bei Bell Regional Touristikcenter in der Rosengasse 5 in 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline: 02651 / 494942 oder auch per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de. Informationen zum Programm der Festspiele gibt es unter www.burgfestspiele-mayen.de.

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Jugendstiftung verleiht Förderpreise für vorbildlichste Absolventen der Berufsbildenden Schule

Ahrweiler – Im Rahmen einer kleinen Feierstunde gratulierte Guido Mombauer, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Ahrweiler, George Katcho zum besten Wahlschüler und Kim Alena Stelzer zur besten Berufsschülerin und überreichte ihnen im Beisein von OStD Gundi Kontakis, Schulleiterin der Berufsbildenden Schule des Landkreises Ahrweiler, jeweils einen Spargeschenkgutschein in Höhe von 250 Euro.

Bei der Auswahl der Preisträger sind nicht nur die  schulischen Leistungen ausschlaggebend, sondern insbesondere das soziale Engagement innerhalb des Klassenverbundes. Die Nennung der Preisträger liegt dabei allein in den Händen der Berufsbildenden Schule. So freuten sich an diesem Tag Kim Alena Stelzer und George Katcho über diese Auszeichnung der Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler.

Mit diesen beiden Schülern wurden insgesamt 10 Preisträger an 6 Gymnasien, der Fachoberschule Adenau und der Berufsbildenden Schule im Kreis Ahrweiler mit einem Gesamtwert von 2.500 Euro aus dem Stiftungsvermögen der Jugendstiftung für ihre guten Leistungen im Schuljahr 2021/2022 ausgezeichnet. Bereits seit vielen Jahren honoriert die Jugendstiftung so überdurchschnittliche Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Kreisgebiet. Neben den Förderpreisen an die Abiturienten und Absolventen der Fachoberschule und Berufsschule umfasst das Engagement der Jugendstiftung bzw. ihrer Schwester, der SparkassenStiftung „Zukunft Kreis Ahrweiler“, zur Förderung der Weiter- und Berufsbildung u. a. die Auszeichnung der prüfungsbesten Junghandwerker sowie der besten Absolventen des Rhein-Ahr-Campus.

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Schön, dass ihr da seid – Stadtbetrieb Aachen begrüßt neue Auszubildende

Aachen – Es ist einer der schönsten Termine des Jahres: Die Begrüßung der neuen Auszubildenden. Marlon Knops, Ressortleiter Zentrale Dienste und Recht des Stadtbetriebs, und die dortige Ausbildungsleiterin Michaela Landskron freuen sich über die 14 Menschen, die nun Teil des großen Teams des Stadtbetriebs werden.

Ihre Ausbildung im Bereich Zierpflanzenbau beginnen Michael Fischer, Maximilian Papesch und Isabell Scholz. Nils Lüdeke, Markus Krauss, Anna-Sophia Bahnen sowie Simon-Daniel Collette starten in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Für den Fachbereich Friedhofsgärtnerei sind Niklas Eßer und Leon Heutz neu im Team. Justin Beck startet als Tiefbaufacharbeiter, Christoph Geilgens und Yannik Reichert beginnen ihre Ausbildung als Straßenwärter sowie

Mohamed Ali Tarek und Lukas Schon als KFZ-Mechatroniker. „Es beginnt eine spannende Zeit voller neuer Eindrücke, Aufgaben und Herausforderungen“, sagte Marlon Knops. „Wir freuen uns, Sie dabei zu begleiten. Ihre jeweiligen Ausbilderinnen und Ausbilder werden eine große Hilfe für Sie sein.“

Nach der Begrüßungsfeier erkundeten die jungen Männer und Frauen die Betriebsgelände des Stadtbetriebs am Madrider Ring und Freunder Weg. „Die Aufgabenvielfalt unseres Betriebs ist groß, Sie werden in den kommenden Jahren mit vielen davon in Berührung kommen“, sagte Michaela Landskron. Dabei hätten alle rund 800 Mitarbeitenden des Stadtbetriebs ein gemeinsames Ziel: Die Stadt Aachen sauberer, schöner und sicherer zu machen. „Wir sind stolz darauf, ein solches engagiertes Team zu haben“, betonte Knops. „Schön, dass Sie nun dazugehören.“

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58-jähriger Militärpfarrer aus Pelm bei Gerolstein begleitet Bundeswehr im Einsatz in Mali

Region/Trier/Gao – „Da wächst man rein“, sagt Marius Merkelbach auf die Frage, wie man sich auf einen Auslandseinsatz mit der Bundeswehr vorbereiten kann. Merkelbach ist Militärseelsorger und derzeit im Einsatz in Mali. Die Bundeswehr ist in dem westafrikanischen Binnenland an der UN-Friedensmission MINUSMA beteiligt.

Einerseits macht der 58-jährige Priester aus Pelm bei Gerolstein das, was andere Pfarrer auch tun: Er feiert Gottesdienste, führt seelsorgliche Gespräche, hört die Beichte oder tauft. Andererseits sind es besondere Bedingungen, unter denen er arbeitet. Als Teil des 20. Deutschen Einsatzkontingents lebt er mit rund 1.100 deutschen und 600 internationalen Militärangehörigen auf etwa einem Quadratkilometer in einem Camp im Osten von Mali. Er hat ein kleines Büro zur Verfügung, das er ebenso wie den Schlafraum mit seinem Feldwebel teilt. Für Merkelbach, der seit der Priesterweihe 1992 bis 2008 in der Pfarrseelsorge gearbeitet hat, ist es der achte Auslandseinsatz als Militärseelsorger. Er war schon einmal in Mali, aber auch in Afghanistan, im Irak und in Litauen. „Bevor Du nicht dort bist, weißt Du nicht, wie sich der Einsatz zum Beispiel in einem Bürgerkriegsland anfühlt, in welche Situationen Du kommst, wem Du dort begegnest“, betont der Priester. Mit seiner Entscheidung, in die Militärseelsorge zu gehen, ist er nach wie vor sehr zufrieden.

Nach der Kaplans- und Vikarszeit in Ensdorf und Geislautern war er Pfarrer in Hoppstädten-Weiersbach und Heimbach. 2008 sei für ihn der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung gewesen. Weil er selbst Wehrdienst geleistet hat, reizte ihn das Arbeitsfeld Militärseelsorge. Seit 2008 ist Merkelbach in Saarlouis stationiert. Zur Vorbereitung auf dieses besondere Feld der Seelsorge gehörten eine Art Grundausbildung für Zivilisten als Einsatzvorbereitung, aber auch Module, in denen es um das Einsatzland und die Auseinandersetzung mit Tod und Verwundung geht.

Das Camp, das mitten in der Sahel-Zone im Osten des Landes liegt, verlässt er nicht; das lässt die Lage im Land nicht zu, und auch die Temperaturen mit an manchen Tagen weit über 40 Grad laden nicht wirklich dazu ein. „Vielleicht kann ich im Spätsommer zum Ende meines Einsatzes mal mit militärischer Begleitung die christlichen Gemeinden in Gao besuchen“, überlegt Merkelbach. Doch das wäre eher eine „Zugabe“. Sein Platz ist bei den Soldatinnen und Soldaten im Feldlager. Dazu gehören auch regelmäßige Besuche über den Luftweg bei in der Hauptstadt Bamako stationierten deutschen Soldaten.

„Mir ist es wichtig, dass ich präsent bin, dass die Leute mich kennen und wissen, dass sie mich ansprechen können.“ Im Camp wird er nur als „Pfarrer“ angeredet. „Langeweile kommt hier keine auf“, berichtet Merkelbach. Sonntags feiert er regelmäßig die Eucharistie, manchmal zusammen mit den Geistlichen anderer Nationalitäten, die ebenfalls vor Ort sind, oder für die zivilen Angestellten. Donnerstagsabends bietet er Meditations- oder Taizégebete an. „Vor zwei Wochen durfte ich eine Soldatin taufen, das war natürlich etwas Besonderes.“

Den größten Teil des Dienstes machen die persönlichen Gespräche aus. „Ich habe es hier nicht mit unserer klassischen kirchennahen Klientel zu tun“, berichtet der Priester. Der überwiegende Teil der Truppe sind Männer, viele stehen der Kirche eher fern. Das empfindet Merkelbach nicht als hinderlich. Kirchenpolitische Themen kämen eher selten auf. „Es geht für ganz viele Soldaten darum, wie es ihren Familien zuhause geht, wie die Beziehung den Auslandsaufenthalt verkraftet, oft auch um die Hilflosigkeit, dass man eben zuhause nicht mal grade eingreifen und was regeln kann“, umreißt er die Gesprächsinhalte. Und natürlich schwingen in einem Einsatz immer auch die Themen Gefahr, Verwundung, Tod und Trauer mit.

Zur täglichen Routine gehört es, die aufzusuchen, die Geburtstag haben. „Da entwickelt sich fast immer ein Gespräch.“ Und wenn es tatsächlich mal einen Tag gibt, der noch unverplant ist, gibt der Militärpfarrer sich selbst einen „Befehl“ und ist einfach in der Einheit unterwegs. Auch an solchen Tagen geht er nie schlafen, ohne im Austausch gewesen zu sein: „Vom lockeren Smalltalk über die Geschichte von den Kindern bis hin zu Problemen, wo auch mal Tränen fließen, ist alles dabei.“

Merkelbach nimmt an Lagebesprechungen teil; es ist ihm wichtig zu wissen, was die Soldatinnen und Soldaten zu tun haben, welche Aufträge sie ausfüllen. Neben der Arbeitszeit ist natürlich auch die Zeit zur Regeneration zu gestalten. Auch hier bringt der Pfarrer sich ein: „Mittwochs treffen wir uns zum Pokerstammtisch, Donnerstag ist Quizabend.“ Wo sonntags Gottesdienst gefeiert wird, bietet der filmbegeisterte Geistliche freitags eine Kinovorführung an, selbstverständlich mit Anmoderation und kleiner Einführung in den Film. Und wenn es ein Tischtennis-Turnier gibt, greift er zum Schläger und macht mit. Der Militärpfarrer fühlt sich wohl bei der Truppe – und angenommen: „Es ist schön, wenn mir die Soldaten sagen: Es ist gut, dass Du da bist.“ (JR)

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A-Junioren – Kleinere Staffeln auf Kreisebene im Fußball-Verband Rheinland

Region/Koblenz – Neue Maßnahmen des Verbands-Jugendausschusses im Bereich der A-Junioren: Ab sofort werden die Staffelgrößen auf Kreisebene reduziert – pro Staffel sind nunmehr acht oder neun Mannschaften aktiv, die meisten Spieltage werden zu Beginn der Saison bis November 2022 gelegt. Darüber hinaus werden im Frühjahr 2023 weitere fünf oder sechs Spieltage angesetzt. „Bei den A-Jugendlichen mussten wir leider immer wieder rund ein Dutzend Mannschaftsabmeldungen während der Saison verzeichnen, meist zu Beginn des neuen Jahres“, sagt Peter Lipkowski, Vizepräsident Jugend des Fußballverbandes Rheinland. „Ob Freundin, Schulabschluss, Beruf, größere persönliche Flexibilität oder auch die Unzufriedenheit mit Trainer und Verein: Die Gründe dafür waren und sind vielfältig.“

Also stellte der Verbandsjugendausschuss intensive Überlegungen an, wie Vereinen, Mannschaften und Spielern entgegengekommen werden kann. Das Ergebnis sind die kleineren A-Jugend-Kreisstaffeln, die viele Vorteile mit sich bringen. So wird die Anzahl der Spieltage nun überschaubar sein, sodass Jugendliche auch im Seniorenbereich eingesetzt werden können, ohne dass eine Überlastung der Spieler droht und eine Mannschaft abgemeldet werden muss. Zudem werden die Fahrten zu Auswärtsspielen kürzer, und es gibt einige spielfreie Wochenenden. „An diesen freien Wochenenden bieten wir eine A-Jugend-Sonderrunde an, die Teilnahme ist freiwillig. Die Gruppen bestehen aus vier oder fünf Mannschaften, wobei wir die Mannschaftsstärke bei der Einteilung berücksichtigen werden“, sagt Lipkowski. „Mit diesen Maßnahmen möchten wir jenen Vereinen helfen, die einen dünnen A-Jugendkader haben, möchten aber auch weitere Spielmöglichkeiten für diejenigen bieten, die einen ausgedehnten Spielbetrieb brauchen und wollen. Wichtig war uns, dass trotzdem weiterhin allen Vereinen Spielmöglichkeiten geboten werden – dies ist uns auf diesem Weg gelungen.“

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Live-Schafschur in der Kita „Kastanienlaube“ Blankenheim-Ripsdorf

Blankenheim-Ripsdorf – Ungewöhnlicher Besuch in der Rotkreuz-Kita „Kastanienlaube“: Schäferfamilie Strack aus Alendorf. Mit brachten sie ein Lamm und zwei Schafe, wovon eines schon geschoren war. Bei der Schur des zweiten durften die Kinder und Mitarbeiterinnen dann sogar live zuschauen. Sie waren sich schnell einig: „Wir hatten einen sehr interessanten und lehrreichen Vormittag!“

Im Anschluss durften alle die mochten die Schafe streicheln und den Unterschied zwischen Schafswolle und Geschoren erfühlen. Fazit: Die geschorene Wolle roch nicht ganz so gut und fühlte sich etwas fettig an.

Als Schäfer Strack dann schließlich betonte, man könne die Wolle als Schutz im Blumenbeet gebrauchen, durfte die Kita sie für die eigene Schmetterlings- sowie Blumenwiese und das Hochbeet behalten.