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Förderung von Großsportgeräten

Region/Koblenz – Neues Zuschussprogramm unterstützt Sportvereine ab sofort. Großsportgeräte sind kostenintensiv in ihrer Anschaffung und für die meisten Sportarten existenziell wichtig. Mitgliedsvereine des Sportbundes Rheinland (SBR) können daher ab sofort einen Zuschussantrag für die Anschaffung von Großsportgeräten stellen.

Ruderboote, Trampoline, Tore etc. – die meisten Sportarten sind ohne Sportgeräte nicht durchführbar. Der Sportbund Rheinland unterstützt seine Sportvereine daher in diesem Jahr erstmals bei der Anschaffung von Großsportgeräten mit Geldern aus einem Fördertopf des Landes Rheinland-Pfalz.

„Gerade in den schwierigen Zeiten nach den pandemiebedingten Einschränkungen ist es für Vereine besonders wichtig, attraktive Angebote machen zu können. Daher freuen wir uns, dass wir mit dieser neuen Förderung einen nennenswerten Beitrag dazu leisten können“, betont SBR-Präsidentin Monika Sauer.

Bezuschusst werden Anschaffungen ab einem Kaufpreis von 1.000 Euro, welcher auch durch Addition mehrerer Geräte erreicht werden kann. Der Einzelanschaffungswert eines Gerätes muss dabei mindestens 500 Euro betragen. Zuschüsse können nur so lange gewährt werden, wie Mittel zur Verfügung stehen. Der Zuschuss für SBR-Mitglieder beträgt 20 Prozent der nachgewiesenen Gesamtkosten, jedoch höchstens 1.000 Euro.

Wichtig zu beachten ist: Der Kauf der Großsportgeräte darf erst nach Bewilligung der Förderung getätigt werden. Der Antrag auf Bezuschussung von Großsportgeräten kann online unter www.sportbund-rheinland.de heruntergeladen werden. Der Antrag ist beim Sportbund Rheinland einzureichen.

Die Beantragung des Zuschusses ist an die aktuell geltenden Sportgeräteförderrichtlinien des Ministeriums des Innern und für Sport sowie die Zuschussrichtlinien des Sportbundes Rheinland gebunden.

 

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Aachen bewegt sich – Schwimmoffensive

Aachen – Alleine der Stadtsport bietet 2022 rund 40 Schwimmkurse in den Ferien an. Schwimmkurse sind auch eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Im Rahmen der Engangementkampagne „Aachen bewegt sich“ hat sich am Freitag, 5. August Sportdezernent Dr. Markus Kremer, gemeinsam mit Bernd Elbert, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Sport, und Petra Mahr vom Büro für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement der Stadt Aachen, bei den Ehrenamtlern des Stadtsportbunds Aachen e. V. in der Osthalle für den Einsatz in der Schwimmausbildung bedankt – auch stellvertretend für alle Ehrenamtler*innen in diesem Bereich. Kremer: „Man kann gar nicht hoch genug schätzen, wie wichtig das Ehrenamt für die Schwimmausbildung ist. Wir reden hier ja auch nicht nur von Kindern, sondern zunehmend auch von Erwachsenen, die nie Schwimmen gelernt haben.“ Dies sei für eine Kommune „nicht alleine zu stemmen“, so der Dezernent weiter.

Der Stadtsportbund Aachen e. V. legt seit vielen Jahren einen Schwerpunkt auf die Vermittlung der Schwimmfertigkeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und engagiert sich in vielen Projekten rund um das Thema Schwimmen. Im Rahmen dieser „Schwimmoffensive“ werden in den Oster-, Sommer- und Herbstferien für nicht sichere Schwimmer*innen der ersten bis sechsten Klassen Ferienschwimmkurse angeboten. Mehrere davon leitete und leitet Johanna Bassiner: „Es gibt einem auch unheimlich viel zurück, wenn man sieht, wie begeistert die Kinder sind, wenn sie Schwimmen lernen.“

Im Jahr 2021 waren es 35 Kurse, in den Sommer- und den Herbstferien – für 2022 sind in den Oster-, Sommer- und Herbstferien insgesamt 40 Kurse geplant. Die Kurse werden im Rahmen des Landesprogramms „NRW kann schwimmen! Schwimmen lernen in den Schulferien in NRW!“ angeboten. Die Kurse des Landesprogramms laufen über zwei Wochen, in denen täglich eine Stunde geübt wird. In der Regel nehmen zehn Kinder an einem Kurs teil. Durch die Unterstützung des Landes beträgt der Eigenanteil lediglich 10 Euro pro Kind. Träger des Programms sind das Ministerium für Schule und Bildung, die Staatskanzlei des Landes NRW, Sportabteilung, die Unfallkasse NRW, die AOK Rheinland/Hamburg, die AOK NORDWEST und der Landessportbund NRW.

Alle Informationen und Zahlen zu Ferienschwimmkursen in NRW kann man unter

https://www.schulsport-nrw.de/schwimmfoerderung/nrw-kann-schwimmen.html einsehen.

Ehrenamtliches Engagement

Eine sehr große und wichtige Rolle in der Anfängerschwimmausbildung übernehmen die Vereine und auch die FSJler mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz. „Ohne den Einsatz so vieler ehrenamtlicher Übungsleitungen wäre die Anfängerschwimmausbildung in dieser Qualität und auch in diesem enormen Umfang in Aachen nicht möglich“, lobt Bernd Elbert den unermüdlichen Einsatz. Gerade nach den beiden Corona-Jahren, in denen kaum Schwimmkurse stattfinden konnten, kommt diesem Engagement eine noch größere Bedeutung zu, damit der Stau in der Anfängerschwimmausbildung behoben werden kann.

Nadine Frey, Geschäftsführerin des Stadtsportbundes Aachen e.V., betont: „Der Einsatz unserer beiden Freiwilligendienstler in der Schwimmausbildung ist beachtlich. Sie haben sich insbesondere für dieses wichtige Handlungsfeld schulen lassen und sind mit sehr viel Herzblut aktiv.“ Die beiden FSJler Johanna Bassiner und Laurens Creutz betreuen auch die Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung. Frey zu den Schwimmkursen: „Es ist auch eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die die Schulen heute oft nicht mehr leisten können.“

Freiwilligendienste im Sport

Seit fast zwanzig Jahren bietet die Deutsche Sportjugend gemeinsam mit ihren Mitgliedsorganisationen Freiwilligendienste im Sport an. Der Stadtsportbund Aachen möchte jungen Menschen ein Bildungs- und Orientierungsjahr ermöglichen mit dem Ziel, die Bereitschaft für gesellschaftliches Engagement und die Übernahme von Verantwortung zu fördern. Die Aufgaben und Tätigkeiten liegen in der Mitarbeit bei der Vereins- oder Verbandsarbeit. Petra Mahr betont: „So ein Engagement macht sich auch im Lebenslauf oder einer Bewerbung gut. Man hat gezeigt, dass man Verantwortung übernommen hat und eine Gruppe führen kann.“

Aachen bewegt sich

In diesem Jahr werden mit der Engagementkampagne die Ehrenamtler*innen im Sport in den Fokus gerückt, um ihnen Anerkennung und Respekt zu zollen. Unter der Überschrift „Aachen …“ wird in vier aufeinanderfolgenden Jahren – beginnend mit 2021 – ein dynamisch und kooperativ zu entwickelndes Format angeboten, das den Dialog und die Engagementbereitschaft aller Akteur*innen der Stadtgesellschaft bündelt und sichtbar macht. Durchgehendes Zentralthema ist Engagement in und für Aachen, gesehen jeweils durch die Brille des Jahresmottos. Weitere Informationen zur diesjährigen Kampagne sind nachzulesen unter aachen.de/aachenbewegtsich.

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Blutspende in Blankenheim – Bedarf ist auch in den Sommermonaten hoch

Blankenheim – Der Blutbedarf der Kliniken ist auch im Sommer hoch, teilt das Deutsche Rote Kreuz jetzt mit und ruft zur Blutspende in Blankenheim auf. Im Schulzentrum, Finkenberg 8, haben Spender am Dienstag, 16. August, zwischen 16 und 20 Uhr die Gelegenheit Blut zu spenden.

„Der Bedarf an Blutspenden macht keine Sommerpause – anders als viele Menschen, die während der Sommermonate Urlaub machen“, sagt Rolf Klöcker, Geschäftsführer des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen. Zudem wirken sich auch die hohen Temperaturen oder das Freizeitverhalten im Sommer negativ auf das gesamte Blutspendewesen aus.

 Es kommt auf jeden Einzelnen an

 „Besonders chronisch Kranke und Krebspatienten sind dringend auf eine fortlaufende Versorgung mit Blutpräparaten angewiesen“, erläutert Edeltraud Engelen, die Blutspende-Beauftragte des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen: Viele benötigen Thrombozyten (Blutplättchen) aus einer Blutspende, die jedoch nur vier Tage haltbar sind! Die Krankenhäuser können deshalb keinen Vorrat anlegen, deshalb ist der kontinuierliche Nachschub an gespendetem Blut so wichtig.“ Daher bittet das Rote Kreuz, auch im Sommer Blut zu spenden, denn auf jeden Einzelnen kommt es in der Summe an.

Der DRK-Blutspendedienst bittet, vorab unter www.blutspende.jetzt einen Termin zu reservieren. So kann ohne Wartezeit und unter den höchstmöglichen Sicherheits- und Hygienestandards gespendet werden. Eine 3G-Regelung gibt es nicht mehr, die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes besteht jedoch weiterhin.

Nach einer überstandenen Corona-Infektion mit schwerem Verlauf (zum Beispiel mit Fieber) kann man spätestens vier Wochen nach Genesung wieder spenden. Nach einer leichten Corona-Erkrankung (Schnupfen oder Erkältungssymptome) besteht eine Woche nach Abklingen der Symptome die Möglichkeit, wieder zu spenden. Alle Informationen und aktuellen Regelungen sind hier zusammengefasst: https://www.blutspendedienst-west.de/corona.

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Chest Pain Unit des St. Elisabeth Krankenhauses in Mayen ist erneut rezertifziert

Mayen – Schnelle Hilfe für Herz und Kreislauf ist lebenswichtig. Chest Pain Unit (CPU) – was steckt dahinter? Gemeint ist eine Einheit in einem Krankenhaus, die eine noch bessere und schnellere Versorgung von Patienten mit unklaren akuten Brustschmerzen garantiert. Und wen betrifft es? „Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen mit über 330.000 Todesfällen pro Jahr seit Jahren unverändert die häufigste Todesursache in Deutschland dar.

Bei akuten Beschwerden, beispielsweise nach einem Herzinfarkt, bei Einrissen der Hauptschlagader oder bei einer Lungenembolie, zählt jede Minute“, betont Dr. med. Alae Bourakkadi. Das professionelle Team um den Chefarzt der Inneren Medizin – Kardiologie, Palliativmedizin, Akutgeriatrie steht in der CPU in Mayen rund um die Uhr an 365 Tagen bereit. Patienten mit einem akuten Herzinfarkt können sofort mittels Herzkatheter behandelt werden.

Die CPU im St. Elisabeth Mayen wurde bereits 2014 zertifiziert und hat nun die zweite Rezertifizierung erfolgreich gemeistert. Dafür wurden im Rahmen eines Audits die Qualifikation, Ausstattung und Abläufe detailliert vor Ort durch Auditoren der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) geprüft. Das Zertifikat ist bis 2027 gültig. Der Bericht fiel sehr positiv aus. Gelobt wurden u. a. die vorbildliche Motivation der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeitenden, die Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen und die fortschrittliche Digitalisierung.

Die Kaufmännische Direktorin im St. Elisabeth, Christine Kaul, freut sich über die Auszeichnung und die besondere Wertschätzung durch die Prüfer: „Die Erfolge bei der Behandlung von kardiologischen Notfallpatienten belegen die große Bedeutung des medizinischen Versorgungsstandortes St. Elisabeth Mayen für unsere Region.“

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„Autofahrer auf I-Dötzchen aufpassen!“ – Schulbeginn in NRW am 10. August

Mechernich/Euskirchen – Peter Schick Vorsitzender der Kreisverkehrswacht, bittet Autofahrer um Rücksichtnahme und gibt Tipps für den sicheren Schulweg für Neulinge. Für die Schülerinnen und Schüler beginnt am 10. August ein neues Schuljahr. Unter ihnen sind landesweit 171.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler. Damit die I-Dötzchen auch in der Stadt Mechernich ihren Schulweg sicher zurücklegen können, ruft Petzer Schick aus Glehn, Vorsitzender der Verkehrswacht, alle Verkehrsteilnehmenden zu besonderer Rücksicht auf.

„Autofahrer und Autofahrerinnen sollten besonders in der Umgebung von Schulen und Schulbus-Haltestellen sehr vorsichtig, langsam und stets bremsbereit fahren“, erklärte Peter Schick dem Mechernicher „Bürgerbrief“. Denn Schulanfänger seien häufig gleichzeitig auch Neulinge bei der Teilnahme am Straßenverkehr.

„Sie können Entfernungen und Geschwindigkeiten von Fahrzeugen noch nicht richtig einschätzen, das lernen sie erst im Laufe der Zeit“, erklärte Schick. Erlernt werde dies allerdings durch die Teilnahme im realen Straßenverkehr und nicht auf der Rückbank eines Autos. „Das ist mit ein Grund, warum wir unterstützen, dass Kinder zu Fuß zur Schule gehen“.

Die Anzahl der so genannten Elterntaxis habe in den vergangenen Jahren gleichwohl stark zugenommen, das Verkehrschaos vor vielen Schulen sei vielerorts zu einem täglichen Ärgernis geworden. „Durch den Autoverkehr direkt vor den Schulen werden auch die gefährdet, die zu Fuß gehen“, so Schick.

„400 Meter vor der Schule absetzen“

Er rät Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen müssen, diese etwa 250 bis 400 Meter vor der Schule abzusetzen – immer zur Bordsteinkante hin. „Dann können die Kinder nicht nur ein Stück durch den Straßenverkehr gehen, sondern haben auch Bewegung und frische Luft vor dem Schultag“.

Eltern, die es bisher nicht geschafft hätten, könnten den Schulweg auch mit dem Schulstart noch gemeinsam mit ihren Kindern üben. „Laufen Sie den Weg mit ihren Kindern mehrmals ab“, so der pensionierte Realschullehrer aus Glehn. Dabei solle darauf geachtet werden, welches der sicherste und nicht unbedingt der kürzeste Schulweg ist.

Beim Üben sollte auf potentielle Gefahrenstellen wie Ein- und Ausfahrten, schlecht einsehbare Straßen und Straßenübergänge ohne Ampeln hingewiesen werden. „Gerade in den ersten Schultagen sollten Eltern ihr Kind noch begleiten. Wenn sie merken, dass es das Gelernte verinnerlicht hat und auch die Aufregung der ersten Schultagen verfolgen ist, können Sie es alleine gehen lassen“, so Peter Schick.

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Ankommen bei der Kreissparkasse Bitburg-Prüm ist einfach

Bitburg – Vorstand und Personalverantwortliche begrüßen die neuen Auszubildenden. Fünf junge Nachwuchskräfte haben am 01. August ihre Ausbildung bei der Kreissparkasse Bitburg-Prüm begonnen. Die Vorstände Rainer Nickels und Mark Kaffenberger begrüßen die neuen Auszubildenden sehr herzlich und wünschen eine gute und erfolgreiche Ausbildungszeit.

„Mit der Kreissparkasse Bitburg-Prüm haben Sie sich zweifelsfrei für einen erfahrenen, kompetenten und verlässlichen Ausbilder und Arbeitgeber in der Region entschieden. Berufliche Entwicklungen und Karrieren funktionieren hier“, so Vorstandsvorsitzender Rainer Nickels, dessen eigener Karriereweg vor 25 Jahren ebenfalls mit einer klassischen Bankausbildung bei der Kreissparkasse Bitburg-Prüm begonnen hat.

Vorstandsmitglied Mark Kaffenberger freut sich auf die Impulse der jungen Generation: „Wir haben die Zukunftsthemen der Finanzbrache fest im Blick und verfolgen diese nachhaltig. Wir legen viel Wert darauf, junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Anfang an in die Prozesse einzubinden.“

Den Auftakt zur Ausbildung bildete eine sorgfältig konzipierte Einführungswoche. „Über die Einführungstage ermöglichen wir ein sanftes Ankommen in der neuen Lebenssituation“, so Ausbildungsleiterin Manuela Kohl. „Es hat sich bewährt, dass die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgsam auf ihre künftige Tätigkeit und die ersten Kundenkontakte vorbereitet werden. So vermitteln die Einführungstage u.a. Standards zum Bankgeheimnis, zum Datenschutz sowie erste Grundlagen im Kundenservice.“

Und weil es immer die Menschen sind, die Unternehmen erfolgreich machen, wird die Kreissparkasse Bitburg-Prüm auch im kommenden Jahr wieder Plätze für die Ausbildungsberufe Bankkaufmann/Bankkauffrau, Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen und das duale Studium zum Bachelor of Arts anbieten. Bewerbungen sind ab sofort über die Homepage www.kskbitburg-puem.de möglich.

 

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Aachen ist vorbildlich als „Sicherer Hafen“ – Kapazitäten sind erschöpft

Aachen – Landesaufnahmestelle Bochum übernimmt ab sofort Aachener Fälle. Von der ersten Stunde des Ukraine-Krieges an hat sich die Stadt Aachen aktiv als „Sicherer Hafen“ gezeigt, schnellstens alle notwendigen Kräfte mobilisiert, einen regelmäßig tagenden Krisenstab zusammengestellt sowie gemeinsam mit engagierten Bürger*innen der Stadt Kapazitäten geschaffen, wo es nur möglich war. Bis heute haben insgesamt mehr als 4.000 Menschen aus der Ukraine in Aachen soziale Unterstützung erhalten. Nach dem Verteilschlüssel für NRW hat die Stadt Aachen mit einer Erfüllungsquote von 200 Prozent ihr Aufnahmesoll deutlich übererfüllt, was in NRW beispielhaft ist und bei den NRW-Großstädten einen Platz ganz vorn in der ersten Reihe bedeutet.

Die dahinterliegenden Zahlen sind beachtlich: Zum Stand 31.Juli waren insgesamt 2.927 Geflüchtete in städtischen Unterkünften untergebracht – davon rund 1.100 Menschen aus der Ukraine. In Übergangsheimen mit abgeschlossenen Wohnungen leben zurzeit 726 Personen. In Gemeinschaftsunterkünften sind 705 Personen untergebracht. 1.115 Menschen leben im gesamten Stadtgebiet verteilt in Einzelwohnungen. 363 Menschen wurden in acht Turnhallen untergebracht. Die Zeltstadt auf Siegel wird noch bis September als Ankunftszentrum für aus der Ukraine geflohenen Menschen genutzt. Insgesamt wurden hier seit Ende April 477 Personen aufgenommen. Zum 31. Juli waren dort 18 Menschen untergebracht, die nach geübter Praxis möglichst schnell in eine Unterkunft weitergeleitet werden sollen.

Vor allem die Unterbringung von Geflüchteten in Turnhallen stellt die Verwaltung zunehmend vor Herausforderungen. Und nicht nur sie, denn sowohl für die Menschen, die zurzeit in Turnhallen leben als auch für Schulen, Kitas und Vereine, die dort zu „normalen“ Zeiten aktiv sind, ist dieser Zustand auf Dauer nicht tragbar. Von den insgesamt 96 Gymnastik-, Turn- und Sporthallen wurden elf Gymnastik- und Turnhallen für die Unterbringung geflüchteter Menschen zur Verfügung gestellt. Drei Hallen sind bereits wieder freigezogen, davon werden zwei noch zurückgebaut, bevor sie wieder für den Sport zur Verfügung stehen. Weitere Objekte für die Unterbringung der Kriegsgeflüchteten werden derzeit hergerichtet. Erst mit deren Bezugsfertigkeit können weitere Hallen freigezogen werden. Aufgrund von Baumaßnahmen waren oder sind zudem weitere sechs Sport- und Turnhallen zwischenzeitlich nicht oder nur eingeschränkt nutzbar. Für 96 Nutzer*innen, darunter Schulen und Vereine mit zahlreichen Nutzungszeiten, organisierten der Fachbereich Sport sowie die betroffenen Bezirke Alternativen oder musste mitteilen, dass sie ihre Angebote nicht durchführen können.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen erklärt dazu: „Den vielen Helfer*innen, Freiwilligen, Engagierten und Aktiven bin ich mehr als dankbar für Ihren Einsatz, aber ich danke auch für das Verständnis in der Bevölkerung in dieser besonderen Lage. Aktuell ist jetzt eine Belastungsgrenze erreicht. Wenn wir auch zukünftig noch Aufnahmekapazitäten für Notlagen vorhalten wollen, müssen wir die Aufnahme von Geflüchteten zumindest vorübergehend aussetzen. Wir setzen dabei auf den Einsatz von Kommunen, deren Quote noch nicht in dem Maße übererfüllt ist wie hier bei uns in Aachen.“

Vor dem Hintergrund der hohen Aufnahmezahlen einerseits, weiterhin fehlender Unterkünfte und einer nicht mehr zumutbaren Überlastung des Systems wie des betroffenen Personals andererseits, hat die Stadt Aachen sich daher am 3. August, gemeinsam mit der Politik entschieden, ab sofort keine neuen Geflüchteten mehr in Aachen aufzunehmen und an die Landesaufnahmestelle zu verweisen. Sollte es besondere Härtefälle geben, werden diese dort berücksichtigt und die Stadt darüber informiert.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen: „Keine weiteren Geflüchteten aufnehmen zu können, bedauern wir. ‚Sicherer Hafen‘ zu sein, ist weiterhin unser Anspruch. Auf der anderen Seite ist ganz Deutschland für die Menschen aus der Ukraine ein ‚Sicherer Hafen‘ und vor dem Hintergrund der hohen Belastung unserer Mitbürger*innen, unserer Kolleginnen und Kollegen in der eigenen Verwaltung sowie fehlender Unterbringungskapazitäten sind wir einvernehmlich mit den Fraktionen zu dem Schluss gekommen sind, dass wir den Geflüchteten nicht mehr das bieten können, was sie brauchen. Und dazu gehören in erster Linie eine angemessene Wohnsituation und eine gute Begleitung.“

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Gewerbeaufsicht und Wasserwirtschaft – Experten der SGD Nord stehen RHODIUS beratend zur Seite

Burgbrohl/Mayen-Koblenz – Der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Wolfgang Treis, besuchte die RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG in Burgbrohl. Im Zuge der engen Zusammenarbeit zwischen Behörde und Unternehmen tauschte er sich mit den Geschäftsführern Frauke Helf, Hannes Tack und Rolf Hübner über aktuelle Entwicklungen aus. Begleitet wurde der Präsident vom zuständigen Fachbetreuer der Gewerbeaufsicht Peter Paul Salz.

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Fairtrade-Landkreis Mayen-Koblenz

Region/Mayen-Koblenz – Der Landkreis Mayen-Koblenz ist seit 2016 Fairtrade Landkreis und hat sich das Ziel gesetzt, den fairen Handel in unserem Landkreis voran zu bringen und so einen Beitrag zur Entwicklung in den Ländern des Globalen Südens, den sogenannten Entwicklungsländern, zu leisten. Birgit Meyreis, die als Kreisbeigeordnete die Leiterin der Steuerungsgruppe Fairtrade des Landkreises ist, erklärt, warum sich der Landkreis engagiert.

Warum ist das Thema Fairtrade wichtig? Wie unterstützt der Landkreis?

Fairtrade-Towns oder Fairtrade-Landkreise fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Sie wollen ihren Beitrag dazu leisten, dass faire Entgelte für die Produkte des Globalen Südens gezahlt werden. Hierdurch wird ein Entwicklungsbeitrag geleistet und das Leben der an der Produktion beteiligten Menschen und Familien in den Anbauländern verbessert. Neben einer fairen Bezahlung geht es aber auch um soziale Aspekte wie geregelte Arbeitsbedingungen und ein Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit. Aber auch Umweltaspekte sind in den Richtlinien der Fairtrade Produkte erfasst, wie zum Beispiel ein umweltschonender Anbau, ein Verbot von gentechnisch verändertem Saatgut oder die Förderung des Bio-Anbaus durch den Bio-Aufschlag.

Welche Rolle spielen Kommunen bei einer sozialen und ökologischen Beschaffung?

Bund, Länder und Kommunen haben eine riesige Einkaufsmacht von rund 500 Milliarden Euro pro Jahr. Diese muss vermehrt mit Nachhaltigkeitskriterien, wie einem fairen Handel verbunden werden. Die Nachfrage der öffentlichen Hand nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen gibt klare Signale für Unternehmen, schafft faire Wettbewerbsbedingungen und nicht zuletzt hat der öffentliche Einkauf eine Vorbildfunktion. Wir sollen die Marktmacht der Kommunen stärker nutzen, um neben ökonomischen Aspekten auch ökologischen und sozialen Aspekte mehr Gewicht zu geben.

Welche Aufgabe hat diese Steuerungsgruppe und wer arbeitet hieran mit?

Die Steuerungsgruppe koordiniert die Aktivitäten zum fairen Handel in unserem Landkreis. Sie soll die treibende Kraft hinter dem Engagement sein und die Akteure innerhalb der Kommune vernetzen. Die Steuerungsgruppe wirkt an der Erfüllung der Kriterien, die an die Fairtrade-Auszeichnung geknüpft sind, mit. Sie setzt Schwerpunktthemen für den fairen Handel vor Ort, koordiniert und organisiert Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort.

Eine wichtige Aufgabe der Steuerungsgruppe ist die Gewährleistung von Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten rund um den fairen Handel. Dieser Austausch kann nur funktionieren, wenn viele verschiedene Akteure in der Steuerungsgruppe vertreten sind. Die Akteure kommen aus der kommunalen Verwaltung und Politik, der Wirtschaft, wie Einzelhandel und Gastronomie, und aus der Zivilgesellschaft wie Eine-Welt-Initiativen, Schulen, Vereine oder kirchliche Einrichtungen. Aktuell würden wir gerne weitere Interessierte speziell aus dem Bereich Einzelhandel oder Gastronomie in die Steuerungsgruppe aufnehmen.

Die erste Sitzung nach der Corona-Zwangspause liegt hinter Ihnen. Gibt es Ideen und geplante Aktivitäten für die künftige Arbeit der Gruppe?

Leider waren die Aktivitäten der Steuerungsgruppe in den beiden letzten Corona-Jahren nur sehr begrenzt möglich. Aber nun gehen wir wieder mit viel Elan an die Arbeit. Als erste Pflichtaufgabe liegt nun die Re-Zertifizierung vor uns. Diese muss alle zwei Jahre durchgeführt werden. Hiermit wird belegt, dass wir unsere Aktivitäten in Sachen Fairtrade ernst meinen. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen soll verbessert werden. Eine weitere große Baustelle ist es, ökologische und soziale Aspekte stärker in die öffentliche Vergabe einfließen zu lassen.

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2000 Brotdosen für Aachens Erstklässler*innen

Aachen – Mit der Abfallvermeidung kann nicht früh genug begonnen werden. Schon die Kleinsten sollen lernen, im Alltag so wenig Abfall wie möglich zu produzieren. Deshalb gibt es für die Erstklässler*innen in Aachen zum Schulbeginn wieder praktische und umweltfreundliche Brotdosen. Der Aachener Stadtbetrieb stellt die wiederverwendbaren Dosen jedes Jahr allen interessierten Schulen zur Verfügung.

Abfallberaterin Stefanie Tollkamp organisiert die Verteilung in diesem Jahr und freut sich über die hohe Nachfrage: „In diesem Jahr haben wir Anmeldungen von 48 Schulen aus der Stadt Aachen und stellen rund 2000 Brotdosen bereit.“ Zusätzlich gibt es für jedes Kind noch einen Bastelbogen für ein Müllauto, sowie einen Stundenplan. „Wir möchten die Kinder so früh wie möglich für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren. Die Kinder sind unsere Zukunft“, betont die Abfallberaterin. „Wir erhoffen uns natürlich, dass dadurch auch keine oder zumindest weniger Plastiktüten, Brottüten und Alufolie genutzt werden.“

Nicht nur bei den Erstklässlern, auch in vielen Schulprojekten wird in den Aachener Schulen und auch Kindertagesstätten regelmäßig Abfallvermeidung thematisiert. Ein solches Projekt sind auch die Hofführungen für Vorschulkinder, die regelmäßig auf dem Betriebsgelände am Madrider Ring angeboten werden. Interessierte Gruppen können sich noch für die Monate September und Oktober bei Stefanie Tollkamp anmelden: stefanie.tollkamp@mail.aachen.de.