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Bundesminister Habeck zum heute vorgestellten dritten Entlastungs-Paket

Region/Berlin – Zu dem von der Koalition heute vorgestellten dritten Entlastungspaket sagt der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck: „Das dritte Entlastungspaket ist eine wichtige Antwort auf die Krise. Grundlage ist ein entscheidendes Prinzip: Wer weniger verdient, wird absolut mehr entlastet. Damit wirkt das Paket zielgenau. Und das ist wichtig, denn wir müssen in dieser Krise den demokratischen Konsens sozialpolitisch absichern.

Diese Krise hat die Gerechtigkeitsfrage in neuer Dimension auf den Tisch gebracht. Deshalb ist mir ist die Einigung auf eine Abschöpfung von Zufallsgewinnen besonders wichtig, gepaart mit einer Senkung der Strompreise über die Strompreisbremse. Über beides werden wir bereits am 9. September mit den europäischen Energieministerinnen und -ministern beraten und die Dinge schnell weiter ausbuchstabieren. Die Abschöpfung von Zufallsgewinnen ist nur gerecht: Denn Energieunternehmen, die zum Beispiel Erneuerbaren-, Kohle-, oder Atomstrom produzieren, tun dies zu gleichbleibend geringen Produktionskosten, verdienen aber nach den aktuellen Mechanismen des europäischen Strommarkts irrsinnig viel Geld damit. Dieses Geld für einen solidarischen Beitrag für das Gemeinwohl zu nutzen und in die Senkung der Strompreise und die Dämpfung der Netzentgelte zu stecken, ist genau richtig. Denn über die Abschöpfung der Zufallsgewinne können wir dann eine Strompreisbremse für die Haushalte einführen. Das bedeutet konkret, das Verbraucherinnen und Verbrauchern für einen bestimmten Basisverbrauch einen stabilen Preis bezahlen. Die Haushalte werden so finanziell spürbar entlastet und gleichzeitig bleibt ein Anreiz zum Energiesparen erhalten.

Auch für kleine und mittelständische Unternehmen wird es ein ähnliches Modell geben. Und natürlich müssen wir auch die Wirtschaft in dieser angespannte Lage weiter stabilisieren. Hierzu werden wir diejenigen Unternehmen, die besonders unter den hohen Energiepreisen leiden, nochmal stärker unterstützen. Daneben werden die bestehenden Maßnahmen aus dem aktuellen Rettungsschirm bis zum Jahresende verlängert und ebenfalls inhaltlich erweitert.“

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Kreis Düren ist „Höhner-Land“ – Band und Kreis feiern gemeinsam Jubiläum

Düren – 50. Geburtstage müssen gefeiert werden, besonders dann, wenn es gleich doppelten Grund zur Freude gibt. Denn nicht nur der Kreis Düren wird in diesem Jahr 50, sondern auch die Höhner feiern ein halbes Jahrhundert Bandgeschichte und bringen gleich ein ganzes Festzelt mit. Bei der „Höhner Rock and Roll Circus“-Show werden die beiden Jubiläen artistisch gefeiert. „Es ist uns eine Ehre und eine Freude, dass wir gemeinsam mit der wunderbaren Band, mit denen uns eine lange Freundschaft verbindet, unseren Geburtstag feiern dürfen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn, der gleichzeitig auch Schirmherr der Veranstaltungen ist, bei der gemeinsamen Pressekonferenz am 01.09.2022 mit den Kölnern am Indemann.

 „Der Kreis Düren ist Höhner-Land und die Band ist immer herzlich willkommen“, ergänzte der Landrat. Die Bandmitglieder fahren zudem lebensgroß durch das Kreisgebiet, denn um die Freude und Bedeutung dieser Jubiläumsfeiern hervorzuheben, wurde extra ein Wasserstoffbus mit den Höhner-Konterfei beklebt.

Auf dem Annakirmesplatz in Düren gastiert der Höhner-Zirkus mit dem Programm „Vivace“ vom 21. bis 30. Oktober und zeigt pure Lebensfreude. Damit setzen die Höhner eine freundschaftliche Tradition fort, denn auch mit der „Höhner Rockin’ Roncalli Show“ waren sie bereits vier Mal im Kreis Düren zu Gast. „Vivace“ steht in der klassischen Musik für lebendiges und lebhaftes Tempo, was perfekt auf die Höhner zutrifft. „Wir fühlen und glücklich, endlich wieder in Düren spielen zu dürfen und auf echte Freunde zu treffen. Es ist immer eine tolle Kulisse hier“, betont Henning Krautmacher, für den es seine letzten Auftritte in der Manege werden, denn er übergibt den Staffelstab als Frontsänger an seinen Nachfolger Patrick Lück.

Die Besucherinnen und Besucher können sich auf zauberhafte Zirkuskunst verbunden mit der wunderbaren Live-Musik der Höhner freuen, die genau auf die Bewegungen der Artisten und die Stimmung in der Manege abgestimmt ist. Die komplette Band ist sowohl musikalisch, als auch artistisch involviert und wird ihr Können nicht nur an den Instrumenten, sondern beispielsweise am Todesrad, bei Zaubertricks oder auf dem Drahtseil beweisen. „Es sind viele Artistinnen und Artisten dabei, die wieder nach Düren zurückkehren. Das Publikum darf sich aber auch auf viele neue Künstlerinnen und Künstler freuen, die in der Manege begeistern werden“, sagt Meike Schütte, von der Grandezza Entertainment GmbH, die für die Zirkusseite der Show verantwortlich ist.

Rund 1200 Besucherinnen und Besucher finden auf den Rängen Platz, die rund 36 Meter lang sind. Nach der Vorstellung lassen es sich die Höhner nicht nehmen, noch mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen und gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. „Menschlichkeit, Toleranz, Zusammenhalt und Lebensfreude machen uns aus und sind Werte, die wir vertreten und sich in der Show widerspiegeln“, sagte Henning Krautmacher. Von dem beklebten Wasserstoffbus zeigte sich die Band begeistert und inspiriert. Es könnte also durchaus dazu kommen, so die Band, dass ein zukünftiger Tourbus ebenfalls mit Wasserstoff betrieben wird…

Karten gibt es im Vorverkauf unter anderem unter www.meyer-konzerte.de (oder dort telefonisch unter 02405 – 40860) oder auch unter www.hoehner.com.

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Burgfestspiele Mayen dürfen sich über die Nominierung für den Deutschen Musical Theater Preis freuen!

Mayen – Das Mayener Festspielpublikum hatte seinen Publikumsliebling bereits erkoren: Die Musical Uraufführung „Brigitte Bordeaux“! Auch die Presse feierte die Geschichte um Herbert Treves, Winzer aus Moselheim, der aus heiterem Himmel verkündet von nun an als Frau leben zu wollen und damit Familie und Dorfgemeinschaft in tiefste Verwirrung stürzt.

Die Begeisterung des Publikums ist für Intendant Alexander May, der bei „Brigitte Bordeaux“ Regie führte, schon Ehre genug, doch jetzt kommt eine für die Burgfestspiele Mayen noch nie dagewesene Ehrung hinzu: Die Festspiel-Produktion „Brigitte Bordeaux“ ist für den Deutschen Musical Theater Preis in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ nominiert. Michael Ophelders, der den Winzer Herbert spielte, darf bei der Preisverleihung am 10. Oktober im Rahmen einer großen Gala im Tivoli-Theater Hamburg auf den begehrten Preis hoffen, den die Deutsche Musical Akademie verleiht.

Durch den Abend führen Musikkabarettist Bodo Wartke und Sängerin Melanie Haupt. Zur Gala werden zahlreiche prominente Gäste aus Kultur, Politik und Showbusiness erwartet.

Der Deutsche Musical Theater Preis ist einer der wichtigsten Bühnenpreise Deutschlands und zudem die einzige Auszeichnung für deutschsprachige Musicals, die von Profis an Profis verliehen wird. In 14 Kategorien nominiert die Deutsche Musical Akademie herausragende deutschsprachige Musical-Uraufführungen sowie Neuinszenierungen original deutschsprachiger Musicals aus der Spielzeit 2022/2023 und lobt den Ehrenpreis aus.

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Ein mobiles Café auf drei Rädern für den Aachener Westzipfel

Aachen – Kürzlich wurde vor dem Gemeindezentrum St. Philipp Neri mit großer Freude das Klönmobil präsentiert. Das mobile Minicafé wird ab sofort von der Katholischen Kirchengemeinde St. Konrad – mit Unterstützung des städtischen Stadtteilbüros für Kronenberg und Kullen – an die Mitglieder der beiden Stadtteilkonferenzen Kronenberg und Kullen|Steppenberg|Vaalserquartier verliehen. Das Ziel: zukünftig ihre Quartiere zu beradeln und eine temporäre Kaffeeoase zu schaffen.

Sämtliche Café-Utensilien – Thermoskannen, Mehrwegbecher, Sonnenschirm und Sitzgelegenheiten – können im Aufsatz des elektrisch unterstützten Lastenfahrrads transportiert werden. Der Aufsatz lässt sich zu einer Tisch-Bar ausklappen, über die die Getränke ausgegeben werden. Am Klönmobil können alle eine Pause einlegen. Bei Kaffee oder Tee zu fairen Preisen kommt man bestimmt auch mit netten Nachbar*innen ins Gespräch. Das Erscheinungsbild des Klönmobils ist ein echter Blickfang und macht verschiedenste Zielgruppen neugierig, sich dazu zu setzen. Eine Reservierung ist nicht nötig. Den beiden Bezirksbürgermeister*innen, Petra Perschon für Aachen-Laurensberg und Achim Ferrari für Aachen-Mitte gefiel der Name des Heißgetränketransporters ebenfalls: Es darf, ja soll natürlich nach Herzenslust geklönt werden.

Vorläufer des Klönmobils war ein mobiles Nachbarschaftscafé in Kullen. Aus dem dort geborenen Wunsch, zukünftig nicht mehr mit dem Auto, sondern mit einem alternativen Transportmittel einen solchen Treffpunkt im Quartier anbieten zu können, entstand die Idee des Klönmobils. Die beiden Stadtteilkonferenzen im Aachener Westen waren von der Idee sofort begeistert und riefen die Arbeitsgruppe Klönmobil ins Leben: Seitdem planen Ute Fischer (Café4You und Gemeindesozialarbeit der Caritas Aachen), Michael Loogen (Gemeinschaft der Gemeinden Grenzenlos), Angelika Oerke (Anwohnerin) und Ulrike Overs (Netzanschluss und Engagiert Älter Werden in Aachen-West der Genezareth-Kirche) mit Unterstützung von Lena Hackenbruch (Stadtteilbüro Kronenberg und Kullen der Stadt Aachen) die Umsetzung des Projektes. Die Katholische Kirchengemeinde St. Konrad war bereit, in die Projektverantwortung zu gehen. „Das ist ein gelungenes Beispiel für Co-Produktion im Quartier“, freute sich Myriam Rawak als Teamleiterin der Stadtteilbüros und Ansprechpartnerin für die Aachener Stadtteilkonferenzen. Finanziert wurde das Projekt über den Stadtteilfonds der Stadt Aachen sowie die Bezirksvertretungen Aachen-Laurensberg und Aachen-Mitte.

Ein besonderer Dank der Arbeitsgruppe geht nicht nur an die Kirchengemeinde und die Förderer des Projektes, sondern auch an die kreativen Köpfe, die an der Umsetzung des ersten Aachener Klönmobils mitgewirkt haben: Das sind Zaffer Sahan (Spectrum Aachen), Sebastian und Katharina Nippgen (Madame Cargo), Lara Bispinck (Everywhere You Go), Markus Havers (Werbetechnik Havers) und Rainer Hompesch (Maria Haus). Ein weiterer Dank geht an Dr. Stephanie Küpper von der städtischen Kampagne „FahrRad in Aachen“, die die ersten Fahreinweisungen ermöglicht hat.

Die Arbeitsgruppe Klönmobil freut sich, ab sofort mit dem tollen Gefährt das Stadtbild des Aachener Westens mitzuprägen. „Und es ist schön, dass es bereits interessierte Stimmen für weitere Klönmobile aus anderen Stadtteilen gibt – die Gruppe teilt ihr Wissen gerne“, so Lena Hackenbruch vom Stadtteilbüro Kronenberg und Kullen. Fragen zum Projekt können an sie gerichtet werden unter Tel.: 0241 432-56317 oder per Mail: stb-kronenberg-kullen@mail.aachen.de.

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GenoEifel vor Ort und unterwegs im September

Kall – Im September wird auf drei Veranstaltungen der Infostand aufgebaut. Menschen müssen aufeinander zugehen, miteinander reden und sich gegenseitig von einer Idee überzeugen. Nur dann funktioniert ein Hilfe-Helfer-Netzwerk wie die Generationengenossenschaft GenoEifel, die mittlerweile über 700 Mitglieder zählt. Und es sollen noch mehr werden, denn je mehr Menschen beim Netzwerk mitmachen, umso effektiver und hilfreicher wird es am Ende sein.

Daher unterhält die GenoEifel nicht nur ein breites Netz an Geno-Büros und Ansprechmöglichkeiten, sondern Corinne Rasky, Projektkoordinatorin der GenoEifel, und ihr Team sind auch, wie jüngst auf dem Mechernicher Brunnenfest, mit einem Informationsstand vor Ort, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und sie für die Idee der GenoEifel zu begeistern.

Corinne Rasky: „Wer uns beim Mechernicher Brunnenfest verpasst hat, der hat in nächster Zeit gleich drei Mal die Gelegenheit, uns persönlich zu treffen.“ Denn die GenoEifel ist bei gleich drei Veranstaltungen im September mit ihrem Infostand vertreten:

  • Beim Bollheimer Hoffest, das am Sonntag, 11. September, von 11 bis 18 Uhr in Zülpich-Oberelvenich stattfindet, wird daher nicht nur das 40-jährige Bestehen des Haus Bollheim gefeiert, sondern auch darüber informiert, wie man ins Hilfe-Helfer-Netzwerk gehen kann.
  • Lommersum feiert am Sonntag, 25. September, ab 11 Uhr mit einem großen Familienfest sein 975-jähriges Bestehen. Und die GenoEifel wird darüber informieren, dass man Familien unter anderem mit Leih-Omas oder Leih-Opas hilft.
  • Und schließlich ist man am gleichen Tag, 25. September, auch bei der Kaller Herbstschau dabei, die von 11 bis 18 Uhr wieder sehr viele Menschen ins Gewerbegebiet locken wird.

Natürlich stehen die Mitarbeiter der GenoEifel nach vorheriger Terminvereinbarung jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Einfach im GenoEifel-Hauptbüro unter Tel.: 02441/888 61, E-Mail: info@GenoEifel.de oder im GenoEifel-Büro Region Simmerath, Tel.: 0160/9095 2718, E-Mail: simmerath@GenoEifel.de melden.

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Gemeinsam etwas aufbauen – Elisabeth Einig aus Plaidt kehrt als Pastoral-Referentin zurück in Heimatregion

Ochtendung/Völklingen – Nach einem langen und intensiven Ausbildungsweg, der sie nach dem Abitur 2013 in Andernach über Bonn, nach Trier und ins Saarland führte, ist Elisabeth Einig aus Plaidt zurück in der Heimat. Anfang September tritt sie als Pastoralreferentin ihre Stelle im Pastoralen Raum Maifeld-Untermosel an.

Eigentlich interessierte sie sich als Schülerin für Biologie. Direkt nach dem Abitur beginnt sie dann aber ein Theologiestudium in Bonn und wird in den Bewerberkreis des Bistums Trier aufgenommen mit dem Berufsziel Pastoralreferentin: „Ich wollte schon immer etwas beruflich machen, was mich ganz erfüllt, und nicht erst nach Feierabend die Dinge tun, die mir eigentlich Freude bereiten“, begründet die 28-Jährige ihre Entscheidung. „Der Glaube hat in meinem Leben immer eine große Rolle gespielt“, berichtet Einig. So ist sie nicht nur in der Kolpingjugend aktiv, sondern auch als Lektorin. Hinzu kommt, dass sie das Arbeitsfeld pastoraler Berufe bereits durch ihre Mutter kennt, die Gemeindereferentin ist.

Die Ausbildung führte sie nach dem Studium in Nordrhein-Westfalen in die Dekanate Saarbrücken und Dillingen. Dort lernte sie unterschiedliche Einsatzgebiete für Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten kennen und übernahm eigenverantwortlich Projekte. An einen bestimmten Tanztheater-Workshop erinnert sie sich besonders gern: Gemeinsam mit professionellen Choreografen setzten Jugendliche das Thema „Flucht“ in Musik und Tanz um. Eine Herausforderung war für sie der Bereich der Schulseelsorge während der Corona-Pandemie: „Wie kann Gemeinschaft trotz Pandemie gelingen? Ich musste da einen guten Mittelweg zwischen Kontakt und Sicherheitsaspekten finden“, sagt sie über diese Zeit am Campus in Lebach, wo sechs verschiedene Schulen angesiedelt sind.

Nach der Ausbildungsphase an der Saar – „ich habe mich superwohl gefühlt im Saarland“ – geht es nun wieder Richtung Heimat. Einig und ihr Mann haben auch schon eine Wohnung gefunden. Im Pastoralen Raum Maifeld-Untermosel wird sie hauptsächlich im Bereich der Jugendarbeit tätig sein. „Es herrscht dort viel Bewegung und einiges ist noch offen. Das ist eine Chance, die ich ergreifen möchte. Ich bin gespannt darauf zu sehen, wer vor Ort ist und wer etwas Neues gestalten will.“ Generell möge sie diese Offenheit und Flexibilität an ihrem Job; besonders wichtig sei ihr, dass die Theologie stets an das Leben angebunden ist.

„Ich möchte Menschen begleiten bei dem, was ihnen wichtig ist, und gemeinsam schauen, wie wir am Reich Gottes mitbauen können. Wir Hauptamtlichen sind genauso Suchende bei der Frage was es braucht, damit alle in Fülle leben können.“ Dafür möchte sie offen auf Menschen zugehen, wie sie es bereits in den saarländischen Projekten gemacht hat.

Sie selbst schöpfe immer wieder aufs Neue Kraft aus der Natur und der Musik – wie etwa beim Klettern in den Alpen oder beim Standard- und Lateintanz.

Weihbischof Robert Brahm beauftragt am heutigen Samstag, 3. September, sieben Frauen und Männer für den pastoralen Dienst im Bistum Trier: vier Gemeindereferentinnen und einen Gemeindereferenten sowie eine Pastoralreferentin und einen Pastoralreferenten. Der Beauftragungs-Gottesdienst im Hohen Dom beginnt um 9 Uhr. Der Gottesdienst wird online unter folgendem Link übertragen: https://youtu.be/3aIu_Jd0exE

Weitere Informationen zu den Pastoralen Berufen im Bistum Trier gibt es auf https://t1p.de/pastorale-berufe und telefonisch unter Tel.: 0651-7105-336. (sb/jf)

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„Es hätte noch schlimmer kommen können“ – Brücken-Gutachten in Schleiden liegen vor

Schleiden – Hauptuntersuchungen der bei der Hochwasser-Katastrophe beschädigten Brücken sind abgeschlossen – Ergebnisse werden dem Stadtentwicklungsausschuss am 13. September 2022 vorgelegt. Nachdem das Ingenieurbüro Gotthard und Knipper aus Gemünd (GKI) unmittelbar nach der Flut die Verkehrs- und Standsicherheit aller Brücken bewertet hat, mussten einige Brücken gesperrt werden, insbesondere Fußgängerbrücken. Der Großteil der städtischen Brücken konnte mit Hilfe von Sofortmaßnahmen, wie zum Beispiel Erneuerung von Geländern und Asphalteinbau zeitnah wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Im Anschluss erfolgten umfangreiche Hauptuntersuchungen der befähigten Ingenieurbüros G.U.B. und GKI, die nach dem Hochwasserereignis zwingend vorgeschrieben sind. Inzwischen sind diese abgeschlossen.

„Es hätte noch schlimmer kommen können“, sagt Erster Beigeordneter Wolter, als die Gutachten der insgesamt 26 beschädigten Straßen- und Fußgängerbrücken vorliegen. Bei der Hochwasser-Katastrophe im vergangenen Jahr wurden nach aktuellem Stand ‚nur‘ acht Brücken so massiv beschädigt, dass sie komplett erneuert werden müssen. Alle anderen Brücken müssen saniert werden. „Dies kann sich jedoch noch ändern“, so Rolf Jöbges, Teamleiter Tiefbau. „Es kann durchaus passieren, dass je nach Gegebenheit anstelle einer Sanierung doch eine komplette Erneuerung mehr Sinn macht.“

Im nächsten Schritt werden für alle Brückenmaßnahmen die Kostenschätzungen geprüft und in den Wiederaufbauplan aufgenommen.  Für die Brücken mit hoher Priorität, werden die Planungsleistungen dann ausgeschrieben.

Der Stadtentwicklungsausschuss beschäftigt sich am 13. September 2022 mit den Ergebnissen.

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Investitionsstock – Landkreis Vulkaneifel – 69.000 Euro für Sozialräume in der Markthalle in Hillesheim

Mainz/Hillesheim – Die Stadt Hillesheim profitiert von Fördermitteln aus dem Investitionsstock 2022 in Gesamthöhe von 69.000 Euro. Das hat Innenminister Roger Lewentz mitgeteilt. „Die Stadt Hillesheim möchte die Mittel für die Errichtung von Sozialräumen für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs im Untergeschoss der Markthalle nutzen. Bislang wurde die Fläche als Lager genutzt. Dieses Vorhaben unterstützen wir gerne mit Landesmitteln“, sagte Minister Lewentz.

Der Bau und die Sanierung kommunaler Einrichtungen zählen zu den typischen Fällen für eine Unterstützung aus dem Investitionsstock. Mit Mitteln in Gesamthöhe von 21 Millionen Euro konnten im Jahr 2022 bislang 187 Projekte in ganz Rheinland-Pfalz aus dem Investitionsstock gefördert werden.

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Flüchtlingshilfe aus der Eifel – Unterstützung für 1300 Kinder

Kall/Erbil – Es ist mir eine Ehre, ein Teil der Hilfsgruppe Eifel zu sein“, sagt Karwan Mohammed aus Euskirchen, der sich seit nunmehr elf Jahren in der Kaller Krebshilfe engagiert. In den letzten sechs Jahren hat der aus dem Nordirak stammende Geschäftsführer einer Friseursalon-Kette zehn Hilfstransporte in die Flüchtlingslager der kurdische Region Erbil organisiert. Mehrere dieser Transporte hat er mit Mitgliedern der Hilfsgruppe persönlich begleitet.

„Wären alle Menschen wie wir, gäbe es keine Kriege”, ist eine Aussage, die man immer wieder von Karwan Mohammed hört der unter anderem auch den Friseursalon am Rewe-Center in Kall betreibt, und der in der Stadt Euskirchen sachkundiger Bürger im Ausschuss für Generationen und Soziales ist. In seiner kurdischen Heimat seien seit 2011 die Lager in der autonomen Zone um Erbil, Mossul, Dohuk und Sulaimaniya von Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsland Syrien und dem Irak, die vor dem Terror des islamischen Staates geflüchtet seien, seit Jahren hoffnungslos überfüllt.

Dort herrschten unhaltbare Zustände, die die Hilfe anderer Menschen erfordere. In einer Stadt mit 32.000 Einwohnern lebten 25.000 Flüchtlinge in Lagern. In der Region seien schlecht ausgestattete Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime völlig überlastet, berichtet Mohammed. In den Krankenhäusern fehle es am Nötigsten.

„Gott hat uns geholfen, jetzt helfen wir anderen“, ist das Credo von Karwan Mohammed, der 2011 seinen ersten Friseursalon in Euskirchen hatte und die Hilfsgruppe Eifel um Hilfe für seine Familie bat. Bei seinem im Nordirak lebenden Bruder war damals ein Tumor im Gehirn festgestellt worden, der in einer Düsseldorfer Spezialklinik behandelt werden sollte.

Die Hilfsgruppe kümmerte sich darum, dass Karwans Bruder nach Deutschland geholt werden konnte. Zudem – und das war eine Voraussetzung für die Einreise und die Therapierung – sicherte der Kaller Verein die Finanzierung der Tumor-Behandlung in Düsseldorf ab. Die Operation und die Nachsorge bei Karwans Bruder, der danach in Deutschland bleiben durfte und eine Ausbildung als Friseur abgeschlossen hat, verliefen erfolgreich. Inzwischen hat der junge Mann mit seiner Lebensgefährtin in Schleiden einen eigenen Salon eröffnet.

Karwan selbst hat neben den Salons in Euskirchen und Kall weitere zwei in Mechernich und Zülpich eröffnet. Bei all seinem Glück hat der sozial engagierte Geschäftsführer seine Landleute, denen es im Nordirak nicht so gut geht, nicht vergessen. Vor allem nicht die Zigtausende Flüchtlinge. Um denen zu helfen, hat Mohammed, einer von zehn Kindern der Familie, in den letzten Jahren viel Zeit und noch mehr Geld investiert, denn er kennt die Not vor Ort bestens. Regelmäßig besucht er dort seine kranke Mutter und seinen fast 80-jähriger Vater.

Neben der Hilfsgruppe Eifel findet Mohammed für seine Hilfe in der Region Erbil weitere große Unterstützung von den Brüdern Hubert und Peter Schilles in Floisdorf. Sie haben auf ihrem Firmengelände einige ihrer Übersee-Container zur Verfügung gestellt, in denen die Hilfsgüter gesammelt werden, bevor diese mit Unterstützung der Hilfsgruppe Eifel in die Region Erbil transportiert werden.

Die Hilfe vor Ort sei auch geeignet, damit die Flüchtlinge nicht weiter in Richtung Europa reisen, weiß Karwan Mohammed. Es gebe viele Möglichkeiten der Hilfe vor Ort, wenn man die Hilfsgüter wie Lebensmittel dort im Lande kaufe, weil sie dort billiger seien. So sei er zweimal mit Thomas Tampier und Clemens Hellenthal von der Hilfsgruppe und Geld des Kaller Vereins nach Erbil und Mossul gereist. Von dort aus sei man zum Einkauf losgefahren und habe für relativ wenig Geld einen ganzen Sattelzug mit 57.000 Flaschen Wasser sowie einen Lkw voll mit Milch, Kinderwindeln, Schultafeln, Lehrmaterialien und Spielzeug günstig geordert und in die Flüchtlingslager gebracht. 1300 Kinder habe man dort unterstützt.

Die Bilanz der von der Hilfsgruppe Eifel unterstützten Flüchtlingshilfe von Karwan Mohammed kann sich sehen lassen. In sechs Jahren hat er zehn Lkw-Transporte mit 107 Tonnen Hilfsgüter in die Region Erbil organisiert, wo die Hilfsgruppe und Karwan Mohammed mit der kurdischen Hilfsorganisation „Barzani Charity Foundation“ (BCF) zusammenarbeiten.

Auch mit dem Gesundheitsministerium seiner Heimat steht Mohammed in ständiger Verbindung. Unzählige gut erhaltene Krankenhausbetten , Einrichtungen für Altenpflegeheime, medizinische Geräte und über 1500 Rollstühle und Rollatoren, die besonders dringend benötigt werden, sind in den sechs Jahren aus der Eifel nach Erbil gebracht worden.

Unterstützung durch gut erhaltene Kranken- und Pflegematerialien bekomme er von Krankenhäusern und Altenpflegeheime aus der Region und auch von außerhalb des Kreises Euskirchen. Beim jüngsten Transport seien 15 Tonnen Krankenhausbetten, elektrische Krankenstühle, 120 Rollstühle und wichtige medizinisches Geräte für eine Klinik für leukämiekranke Kinder nach Erbil gebracht worden.

„Die Leute sind dort sehr dankbar“, berichtet Karwan Mohammed.

Bei den Hilfstransporten in die kurdischen Flüchtlingsgebiete wurden Karwan Mohammed  und die Mitglieder der Hilfsgruppe stets vom Gesundheitsminister Dr. Rekawt Hamarashid empfangen.  Und auch der  Bürgermeister von Erbil ist der Hilfsgruppe Eifel überaus dankbar. In Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen in der Region Erbil ist das Logo der Hilfsgruppe inzwischen allgegenwärtig.

Einen ganz wichtigen Hilfstransport erledigte der Euskirchener Geschäftsmann im Oktober 2019, als es darum ging, zwei schwer herzkranken Kindern im Nordirak das Leben zu retten. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel: „Wir haben in Münster spontan für die Kinder  neue Herzklappen gekauft“. Diese habe Karwan selbst und auf eigene Kosten in einem Spezialkoffer mit dem Flugzeug nach Erbil gebracht, wo die Kinder von zwei Herzchirurgen der Bonner Kinderklinik  erfolgreich operiert worden seien.

„Ohne die von uns gespendeten Herzklappen hätten die Kinder keine Chance auf Überleben gehabt. Schön, dass wir ihnen helfen konnten“, so Willi Greuel. (Reiner Züll)

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Mit Hut geduscht – Schwimmmeister Rainer Kluge 25 Jahre im Dienst der Stadt Mechernich

Mechernich – Für 25jährige Betriebszugehörigkeit wurde jetzt Rainer Kluge, Schwimmmeister in der Eifel-Therme-Zikkurat, ausgezeichnet. Er trat noch zu Zeiten des alten Gartenhallenbades am Eifelstadion im Kernort Mechernich an der Seite der Bademeister Kurt Schlimper, Günter Miehseler und Hermann Nöthen in die Dienste der Stadt Mechernich.

Schlimmere Badeunfälle sind Rainer Kluge in seiner Laufbahn gottlob erspart geblieben. Stattdessen erlebte er eine Menge menschliche Begegnungen, die mitunter zum Schmunzeln waren. Zum Beispiel, als ein Herr unter den Frühschwimmern morgens vor sieben Uhr zur Dusche kam – und vergessen hatte, in der Umkleide seinen Winterhut abzunehmen und damit unter die Dusche ging.

Rainer Kluge weiß auch mit alleingelassenen Kindern oder Müttern höflich, aber bestimmt umzugehen, die mit der Aufsicht über ihre badenden Sprösslinge offenkundig überfordert sind. Betriebsleiter Christian Klein, der Technische Leiter Valon Bytyqi und Eifel-Therme-Geschäftsführer und Beigeordneter Thomas Hambach waren voll des Lobes für die ruhige und besonnene Art des Betriebsjubilars, der zudem Ausbildungsleiter in der Eifel-Therme ist.

Auch in diesem Jahr werden dort für die Zukunft wieder mehrere junge Menschen zu Fachangestellten für Bäderbetriebe ausgebildet. „Diesmal ist auch ein ukrainischer Flüchtling mit dabei“, so der Betriebsleiter.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick überreichte ihm während einer kleinen Feierstunde im Ratssaal der Stadtverwaltung Mechernich eine Urkunde, Blumen und ein Geschenk. Der Verwaltungschef dankte Kluge für seine langjährige gute und zuverlässige Mitarbeit.