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Sportplatzfrage vertagt – Zahlreiche Aktive und Funktionäre der TuS Mechernich und des VfL Kommern demonstrierten im Ratssaal gegen die Pläne

Mechernich/Kommern – Konzept für Eifel- und Wälschbachstadion löst im Ausschuss für Bildung, Soziales und Kultur intensive Debatte aus – Rote Trainingsjacken auf der einen, blau-schwarze Oberteile auf der anderen Seite. Wäre das nicht der Mechernicher Ratssaal, sondern eine Stadionkulisse, dann wäre das wohl der untrügliche Beleg für ein Lokalderby zwischen der TuS Mechernich und dem VfL Kommern gewesen. Doch an diesem Abend stehen die Vereine vereint, um gegen die Pläne für ihre Sportstätten zu protestieren. Denn der Ausschuss für Bildung, Soziales und Kultur befasst sich mit dem städtischen Konzept für Eifel- und Wälschbachstadion.

Nach einer intensiven und teils emotionalen Debatte stand am Ende fest: Der Beschluss wird vertagt, die Verwaltung beauftragt, noch einmal mit den Vereinen ins Gespräch zu gehen, um an einer konsensfähigen Lösung zu arbeiten. „Die Zeit werden wir nutzen“, betonte Dezernent Ralf Claßen, der zuvor den weiteren Fahrplan skizziert hatte. Zeitnaher Austausch mit den Vereinen und anschließende Präsentation des Ergebnisses in der Schulausschuss-Sitzung im März. „Da wir erst danach den Haushalt einbringen und verabschieden, verlieren wir durch dieses Vorgehen auch keine Zeit“, erläuterte Claßen, der auch Kämmerer der Stadt am Bleiberg ist.

Als solcher hat er naturgemäß die finanziellen Spielräume der Kommune im Blick – und die sind am Ende die begrenzende Ressource. „Wir müssen das große Ganze, also alle Vereine im Stadtgebiet, im Blick behalten“, so Ralf Claßen. Schließlich gebe es auch Anträge von den großen Vereinen SG Rotbachtal und Satzvey, die gerne Kunstrasenplätze hätten. „Wenn wir also vier solcher Plätze bauen würden, dann wären das Kosten von bis zu fünf Millionen Euro“, so der Kämmerer. Investitionen, die am Ende möglicherweise über Steuererhöhungen finanziert werden müssten.

Vor diesem Hintergrund hatte die Verwaltung folgendes Konzept für die Zukunft der Sportstätten erarbeitet: Der Fußballplatz im Eifelstadion sollte von einem Asche- zu einem Rasenplatz umgestaltet werden. Geplante Kosten: etwa 200.000 Euro.

Kunstrasen fürs Schulzentrum

Der Rasenplatz am Schulzentrum sollte demnach abgetragen und stattdessen ein Kunstrasenplatz gebaut werden. Dieser Kunstrasenplatz wäre wetterbeständig und könnte auch von den Schulen intensiver genutzt werden. Die geschätzten Kosten: 500.000 Euro. Schließlich sollte der Tennenplatz in Kommern erhalten bleiben, um als Ausweichmöglichkeit für den Rasenplatz zu dienen. Doch die Vereine fühlten sich nicht so recht mitgenommen, waren nicht einverstanden mit diesen Planungen – und zeigten das mit der großen Präsenz von Aktiven und Funktionären im Ratssaal.

Diese neuen, offenbar umstrittenen Überlegungen waren nötig geworden, weil eine vorherige Konsenslösung nicht umsetzbar war. Die Aufgabe und Vermarktung des Eifelstadions sollte eigentlich ausreichend Geld einbringen, um die Kommerner Anlage auszubauen. Doch eine Vermarktung war wegen der Bodenverhältnisse unwirtschaftlich, am Wälschbachstadion eine Erweiterung wegen neuer rechtlicher Vorgaben des Landes nicht umsetzbar. So musste das neue Konzept her, das für den Ausschuss aber noch nicht beschlussfähig war.

Darauf konnten sich alle Politikerinnen und Politiker nach einer gut anderthalbstündigen Diskussion und einer 15-minütigen Sitzungsunterbrechung einigen. Ein Unentschieden also, dass den Gang in die Verlängerung bedeutet. Für die Zuschauer mit den roten Trainingsjacken und den blau-schwarze Oberteilen derweil noch kein Grund zum Jubeln, aber in einer Verlängerung lässt sich das Spiel schließlich noch in jede Richtung drehen.

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Tourismus

Ulmener Maar-Stollen gewinnt Tourismuspreis Rheinland-Pfalz 2024

Ulmen/Daun – Die Verbandsgemeindeverwaltung Ulmen hat es geschafft! – Das Projekt „Ulmener Maar-Stollen mit der Ulmener Entdeckertour – eine digitale Zeitreise in der Vulkaneifel“ wurde am 7. November 2024 auf dem Tourismustag Rheinland-Pfalz mit dem Tourismuspreis Rheinland-Pfalz 2024 in der Kategorie „Projekt des Jahres“ ausgezeichnet. Bürgermeister Alfred Steimers und Stadtbürgermeister Thomas Kerpen freuen sich: „die Auszeichnung ist ein perfekter Abschluss für ein aufwendiges Projekt, an dem viele Beteiligte mitgewirkt haben. Die Zusammenarbeit von Fachbehörden, der GesundLand GmbH und der Natur- und Geopark GmbH und nicht zuletzt dem fördergebenden Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau mit den Akteuren vor Ort war vorbildlich“.

Der Ulmener Maar-Stollen verbindet auf einzigartige Weise den Jungferweiher und das Ulmener Maar und ermöglicht Besuchern einen unterirdischen Einblick in die faszinierende Erdgeschichte der Vulkaneifel. Mit einer Länge von 126 Metern und einem Höhenunterschied von 10 Metern führt der Stollen durch einen Querschnitt ehemaliger Vulkane – ein einzigartiges Erlebnis, das Besucher ohne persönliche Schutzausrüstung durchqueren können. „Besucht werden kann der Stollen von allen, denn auch das Thema Barrierefreiheit wird hier großgeschrieben“, betont Ulmens Stadtbürgermeister Thomas Kerpen.

Die Jury zeigte sich von der Kombination aus geologischer Einzigartigkeit und innovativer Besucherlenkung überzeugt: „Seit der Öffnung dieses Stollens, der auf weltweit einzigartige Weise zwei Maare miteinander verbindet, können Besucher unterirdisch durch den Querschnitt ehemaliger Vulkane gehen. Mit diesem kostenfreien Erlebnis und einer geschickten Besucherlenkung – bestehend aus barrierefreien Wegen, einem kindgerechten Quiz, dreisprachigen Schautafeln sowie zahlreichen Pickpoints, die über QR-Codes zu Geschichten auf dem Smartphone führen, hat der Ort Ulmen sein Alleinstellungsmerkmal wirkungsvoll und wertschöpfend zur Geltung gebracht. Das Projekt wurde gefördert mit EU-Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (hier: Investition in Wachstum und Beschäftigung) 2014-2020 und gefördert durch das Land Rheinland-Pfalz.“

Projektleiterin Daniela Saxler hebt die Bedeutung des Stollens für die geologische Vermittlung in der Region hervor: „An kaum einem anderen Ort in der Vulkaneifel kann man die geologischen Besonderheiten unserer Heimat so anschaulich erleben wie im Ulmener Maar-Stollen.“ Die Attraktion lädt Besucher zu einer spannenden Entdeckertour durch die vulkanische Vergangenheit der Eifel ein und macht die Stadt Ulmen zu einem Anziehungspunkt für Gäste aller Altersgruppen.

„Ulmen bietet viele Facetten: das Maar, die Burg, den historischen Ortskern, Wanderwege, Hydrologie und Geologie“, so Kerpen weiter. „Wir freuen uns, dass der Ulmener Maar-Stollen mit diesem Preis ausgezeichnet wurde und damit Ulmen als touristisches Highlight in Rheinland-Pfalz weiter gestärkt wird.“

Stadt und Verbandsgemeindeverwaltung Ulmen gratulieren herzlich den weiteren Preisträgern des Tourismuspreises Rheinland-Pfalz 2024: dem Ferienhof Hardthöhe aus Oberwesel als „Gastgeber des Jahres“ und dem Jugendstilhotel Trifels aus Annweiler am Trifels für die „Innovation des Jahres“.

Mit dem Gewinn des Tourismuspreises konnte Ulmen sein Engagement im Tourismusbereich eindrucksvoll unter Beweis stellen und unterstreicht die Attraktivität der Region als Reiseziel für die ganze Familie.

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Gesundheit

Modernste Technik in der Klinik für Urologie und Kinderurologie im Krankenhaus Mechernich

Mechernich – Einzug des Coloplast TFL-Drive Laser – Unter der Leitung von Chefarzt Dr. Eugen Lang und seinem Leitenden Oberarzt Doctor-medic Dan Cojocaru setzt die Klinik für Urologie und Kinderurologie im Krankenhaus Mechernich nun den neuen Coloplast TFL-Drive Laser ein. Dieses hochmoderne System revolutioniert die Behandlung von Prostata- und Nierensteinen und bringt zahlreiche Vorteile für unsere Patientinnen und Patienten.

Technische Details

Der Coloplast TFL-Drive Laser nutzt die Thulium-Faserlaser-Technologie (TFL), die sich durch hohe Präzision und Vielseitigkeit auszeichnet. Im Vergleich zu herkömmlichen Lasern ermöglicht der TFL-Laser eine exakte Zerkleinerung von Nierensteinen und eine schonende Abtragung von Gewebe bei der Behandlung der beginnenden Prostatahyperplasie (BPH). Die Wellenlängen des Lasers sind optimal auf die Zersetzung von Steinmaterial abgestimmt, was die Effektivität erhöht und die Behandlungszeit verkürzt.

Vorteile für unsere Patienten

Minimale Gewebeschädigung: Durch die gezielte Laseranwendung werden umliegendes Gewebe und Nerven weitestgehend geschont, was zu weniger postoperativen Schmerzen führt.

Schnellere Erholungszeit: Die minimalinvasive Technik ermöglicht eine rasche Genesung mit schnellstmöglicher Entlassung des Patienten.

Weniger Komplikationen: Der TFL-Laser reduziert das Risiko von Blutungen und anderen Komplikationen signifikant, was die Sicherheit der Eingriffe erhöht.

Anwendungsgebiete

Der Coloplast TFL-Drive Laser wird in folgenden Bereichen eingesetzt:

Nierensteintherapie: Zerkleinerung und Entfernung von Nieren- und Harnleitersteinen.

Behandlung von BPH: Abtragung von überschüssigem Prostatagewebe zur Linderung von Symptomen.

Tumorentfernung: Exzision von kleinen Tumoren in der Blase oder im Harntrakt.

Durch die Einführung dieser modernen Technologie können wir die Effizienz unserer Behandlungen deutlich steigern – ein großer Gewinn für die Region.

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Wirtschaft

VR Bank RheinAhrEifel erhält das begehrte kununu Top Company-Siegel

Polch/Koblenz/Region – Bereits zum vierten Mal in Folge erhält die VR Bank RheinAhrEifel das begehrte kununu Top Company-Siegel. Diese Auszeichnung würdigt Unternehmen, die auf der Bewertungsplattform kununu eine überdurchschnittlich hohe Mitarbeiterzufriedenheit und eine positive Unternehmenskultur aufweisen. Lediglich fünf Prozent der auf kununu bewerteten Unternehmen dürfen sich über dieses besondere Siegel freuen – die VR Bank RheinAhrEifel gehört somit zu den Top-Arbeitgebern in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

„Wir gratulieren der VR Bank RheinAhrEifel zum erneuten Erhalt des Top Company-Siegels“, betont Nina Zimmermann, CEO von kununu. „Diese Auszeichnung steht für Anerkennung und Wertschätzung und sendet ein starkes Signal an potenzielle Bewerberinnen und Bewerber. Zudem wirkt das Siegel nicht nur extern, sondern stärkt auch die Unternehmenskultur.“

Sascha Monschauer, Vorstandsvorsitzender der VR Bank RheinAhrEifel eG, zeigt sich stolz und dankbar: „Die Auszeichnung als Top Company 2025 unterstreicht unser Ziel, ein attraktiver Arbeitgeber mit einer starken Gemeinschaft zu sein, in der sich unsere Mitarbeitenden wohlfühlen können.“

Die Auszeichnung fällt mit einem besonderen Anlass zusammen: Im Rahmen der diesjährigen Mitarbeiterversammlung in Polch wurde Dr. Gunnar Meier als neuer Bereichsleiter Personal der VR Bank RheinAhrEifel vorgestellt. „Der Erhalt des Top Company-Siegels zeigt, dass wir mit einer wertschätzenden und offenen Unternehmenskultur bereits die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. Darauf möchte Ich mit meinem Team und in enger Zusammenarbeit mit allen Führungskräften der Bank weiter aufbauen“, so Dr. Gunnar Meier.

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Neuer Höchstbetrag bei der Restcentspende in Aachen

Aachen – Knapp 12.000 Euro für den guten Zweck – Schon seit 1992 können Beschäftigte, Beamt*innen sowie Versorgungsempfänger*innen der Stadt Aachen monatlich zugunsten von gemeinnützigen Projekten auf einen Centbetrag ihres Gehaltes verzichten. Im vergangenen Jahr wurde von über 2.000 Mitarbeitenden und Versorgungsempfänger*innen einen Betrag von insgesamt 11.978 Euro zusammengetragen. Das ist der höchste Betrag seit Beginn der Restcentspende. Diese wirkt sich bei den einzelnen Mitarbeiter*innen nur im Centbetrag auf dem Gehaltsschein aus, summiert sich aber schnell zu einer großen Hilfe.

Markus Lennartz, Leiter des städtischen Fachbereichs Personal und Organisation, konnte diese Summe am Dienstag, 12. November, an gemeinnützige Organisationen übergeben und erklärte: „Ich bin jedes Jahr stolz, dass eine solch große Summe zusammenkommt. Das zeigt, dass auch vermeintlich kleine Dinge eine Wirkung erzielen können.“ Er richtete einen herzlichen Dank, genauso wie Gesamtpersonalratsvorsitzender Karlheinz Welters und Stephan Baurmann, Vorsitzender des Personalrats der allgemeinen Verwaltung, an die Mitarbeitenden der Stadt, die jedes Jahr diese Centbeträge spenden.

Über jeweils 2.994 Euro finanzielle Unterstützung dürfen sich jetzt das Ronald-McDonald Haus, das Kingz Corner, das „Packprojekt“ des Sozialpädiatrischen Zentrum Aachen (SPZ) sowie der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Region Aachen freuen. Vorschläge, an wen die Spenden übergeben werden, kommen auch aus der städtischen Belegschaft. Bei der Auswahl der zu unterstützenden Institutionen galten auch in diesem Jahr mehrere Kriterien. Wichtigster Aspekt ist, dass das Geld Kindern zugutekommt, ebenso spielen vor allem die Regionalität und geringe Kostenstrukturen eine große Rolle.

Die Vertreterinnen der Organisationen richteten ein großes Dankeschön an jede und jeden Einzelnen, die diese Spende möglich machen.

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„Weinregion für Weinregion – Südpfalz hilft dem Ahrtal“ zu Besuch beim SV Altenahr

Ahrweiler – Aktion hat Tennisplätze mit über 18.000 Euro unterstützt – Die schrecklichen Bilder von der Flut im spanischen Valencia wecken in Rheinland-Pfalz Erinnerungen an den Sommer vor drei Jahren. Damals traf eine andere Flutkatastrophe den Norden unseres Bundeslandes schwer. Seither unterstützt die Südpfalz den Wiederaufbau im Ahrtal. Mit der von den Landkreisen Südliche Weinstraße und Germersheim, der Stadt Landau und der Sparkasse Südpfalz ins Leben gerufenen Spendenaktion „Weinregion für Weinregion – Südpfalz hilft dem Ahrtal“ kamen rund 630.000 Euro an Unterstützung zusammen. 18.383,87 Euro flossen in das Projekt „Interimstennisplätze beim SV Altenahr“. Die Landräte Dietmar Seefeldt (SÜW), Dr. Fritz Brechtel (GER) und Svend Larsen (Vorstand Sparkasse Südpfalz) nutzten unlängst bei einem Vor-Ort-Besuch im Herbst die Gelegenheit, sich die neue Spielstätte im Ort Ahrbrück in der Verbandsgemeinde Altenahr selbst anzusehen.

Dort wurden sie von Landrätin Cornelia Weigand (Kreis Ahrweiler), dem Ahrbrücker Bürgermeister Guido Galle, dem Vereinsvorstand und Kindern der Tennisjugend herzlich empfangen. Die Gäste aus der Südpfalz informierten sich über die Situation des Tennisvereins, den Aufbau der neuen Tennisplätze und die Zukunftsaussichten. „Mit der neuen Spielstätte ist im wahrsten Sinne die Grundlage für die Zukunft des hiesigen Sportvereins gelegt worden. Es ist toll, den aktiven Vereinsvorstand und die lebhafte Vereinsjugend zu treffen“, so die Verwaltungschefs und der Sparkassen-Vorstand. „Solche Neuanlagen brauchen natürlich Zeit. Daher hatten die Verantwortlichen zunächst mit einem Sportzelt eine erste Übergangslösung geschaffen, um das Vereinsleben, das Gemeinschaft stiftet und Austausch schafft, am Leben zu erhalten.“ Es mache sie stolz und dankbar, dass sich so viele Menschen in der Südpfalz an der Spendenaktion beteiligt und die Tennisplätze mit ermöglicht hätten, so Seefeldt, Brechtel und Larsen.

Hintergrund: Der Sportverein Altenahr mit einer sehr aktiven Tennisabteilung wurde bei der Flutkatastrophe vor drei Jahren existenziell getroffen. Seine Tennisanlage mit drei Tennisplätzen und einem Clubhaus wurden von einer Flutwelle, die sich an einer nahen Eisenbahnbrücke angestaut hatte, zerstört. Auf einem alten Sportgelände an einer Schule wurde schließlich ein Sportzelt errichtet, das auch von anderen Abteilungen des Sportvereins gemeinschaftlich genutzt wurde. Mitte 2023 konnten zwei neue, moderne Tennisplätze entstehen. Diese hat „Weinregion für Weinregion – Südpfalz hilft dem Ahrtal“ finanziell unterstützt.

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Tourismus

Schnelle Hilfe fürs Fahrrad – ADAC Nordrhein eröffnet Radservice-Station in Dahlem

Dahlem – Der ADAC Nordrhein hat gemeinsam mit der Nordeifel Tourismus GmbH am Bahnhof in Dahlem (Bahnstr. 45) eine neue ADAC Radservice-Station eröffnet. Die 1,50 Meter hohe Reparatursäule im Pavillon am Bahnhof ist mit hochwertigem Werkzeug ausgestattet. Kleinere Reparaturen am Fahrrad, aber auch an Kinderwagen, Skateboards oder Rollstühlen können damit direkt behoben werden. Die Radservice-Station ist unabhängig von einer ADAC Mitgliedschaft rund um die Uhr für alle nutzbar.

„Der Radverkehr ist ein wichtiger Bestandteil der Mobilität. Zunehmend mehr Menschen nutzen für den Arbeitsweg, die Strecke bis zum Bahnhof oder in der Freizeit das Fahrrad“, sagt Thomas Velling, Vorstand Verkehr und Technik des ADAC Nordrhein. „Wir wollen den Mobilitätswandel begleiten und eine für alle frei zugängliche Service-Infrastruktur etablieren, die Radfahrende mit dem notwendigen Werkzeug unterstützt, wenn das Bike mal erste Hilfe braucht.“

Mit der Fußluftpumpe lässt sich zum Beispiel der passende Reifendruck wieder herstellen, mit dem Maulschlüsselset ein lockeres Rad festziehen. Sollte die Reparatur vor Ort nicht gelingen, steht Mitgliedern auch die ADAC Fahrrad-Pannenhilfe zur Verfügung, die seit Juni 2022 Bestandteil aller ADAC Mitgliedschaften ist.

„Die Radservice-Station ist ein wichtiger Bestandteil unserer Radinfrastruktur. Gerade hier wird in der Freizeit sehr viel Rad gefahren. Die Radservice-Station bedeutet auch ein Stück mehr Sicherheit, die nun an den Radstrecken gegeben ist“, erklärt Jan Lembach, Bürgermeister der Gemeinde Dahlem.

Dagmar Niederstein von der Nordeifel Tourismus GmbH sagt: „Wir freuen uns über die tolle und schnelle Umsetzung sowie auf die nächsten vier Radservice-Stationen, die noch in diesem Jahr in dieser Region folgen.“

Bis zum Jahresende will der ADAC Nordrhein in seinem Regionalclub-Gebiet 28 Radservice-Stationen an hoch frequentierten Radwegen oder besonderen Freizeitorten aufstellen. Die Stationen werden in der Caritas Betriebs- und Werkstätten GmbH in Eschweiler hergestellt. Bei der Ausrüstung mit Werkzeug unterstützt die Firma Bike-Components aus Würselen. ADAC Radservice-Stationen gibt es bisher auch in 13 weiteren Bundesländern. Neue Regionen sollen folgen.

Mobile Zweirad-Prüfstation: Seit 2022 ist der ADAC Nordrhein im Rheinland bereits mit einer mobilen Zweirad-Prüfstation unterwegs und checkt Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes auf Sicherheit und Funktionstüchtigkeit. Die Technik-Experten des Mobilitätsclubs stehen mit dem Fahrzeug regelmäßig an Universitäten, Schulen, Hochschulen, bei Veranstaltungen und auf anderen öffentlichen Plätzen. Mit einer zweiten mobilen Prüfstation will der ADAC Nordrhein künftig auch im östlichen Ruhrgebiet und am Niederrhein Fahrräder checken.

Eine bundesweite Übersichtsseite zu den ADAC Radservice-Stationen finden Sie hier: Alle ADAC Fahrrad-Reparaturstationen in Deutschland im Überblick

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Zum Tode von Hubert Schilles (70) – Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick würdigt Berufskollegen, Freund und Weggefährten

Mechernich-Floisdorf – Eigentlich war Hubert Schilles gar nicht dran, als er während der Flutkatastrophe 2021 zum Baggereinsatz an den verstopften Grundablass der Steinbachtalsperre gerufen wurde, sondern sein Zwillingsbruder Peter.

Man habe sich zufällig an der L-11-Brücke in Satzvey getroffen: „Peter hatte aber noch eine andere Arbeit zu erledigen, ich hingegen war frei, also bin ich zur Steinbach gefahren. Einen unserer Leute vorschicken, wollte ich nicht, da habe ich es selbst gemacht.“

Mit dieser Entscheidung hat der Floisdorfer Landwirt und Unternehmer  Tausende und ihr Hab und Gut vor Überflutung gerettet. Nicht nur NRW-Landesinnenminister Herbert Reul war tief bewegt, als Hubert Schilles im Fernsehen und in Illustrierten mit dem Rosenkranz in der Hand gezeigt wurde, den er während seines Baggereinsatzes am Fuß des vom Durchbruch bedrohten Staudamms betete.

Am Sonntag ist Hubert Schilles im Kreis seiner Familie verstorben. Im Januar wäre er 71 Jahre alt geworden. Seine sterblichen Überreste sollen am Samstag auf dem Floisdorfer Friedhof beigesetzt werden. Die Exequien beginnen um 10.15 Uhr in der örtlichen Pfarrkirche St. Pankratius.

„Landwirt mit Leib und Seele“

In einer ersten Reaktion äußerte sich Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick zum Tod seines Berufskollegen, Freunds und Weggefährten: „Hubert Schilles war ein erfolgreicher Unternehmer, Landwirt mit Leib und Seele und ein tiefgläubiger Mann mit hoher sozialer Kompetenz.“

Landesinnenminister Herbert Reul, der Hubert Schilles erstmals auf dem Damm der Steinbachtalsperre traf, besuchte ihn ein Jahr später auf dem gemeinsamen Bauernhof und Betriebsgelände von Hubert und Peter Schilles in Floisdorf, um „Danke“ zu sagen. Nachdem er sie zunächst abgelehnt hatte, bekam der bescheidene Retter von der Steinbachtalsperre („Das hätte jeder gemacht“) später auch noch die Rettungsmedaille des Landes aus der Hand von Ministerpräsident Hendrik Wüst.

„Solche Zeugen braucht die Kirche“, schrieb der Mechernicher Diakon und Redakteur Manfred Lang in einem Bericht für die Aachener „KirchenZeitung“. Selbst der berühmte Buchautor und Pater Anselm Grün schickte aus Münsterschwarzach eine Grußadresse an den bekennenden und praktizierenden Christen aus Floisdorf in der Eifel, aus der auch Anselm Grüns Mutter stammt (Dahlem).

Hubert Schilles sagte dem Mechernicher „Bürgerbrief“ seinerzeit, das Freilegen des verstopften Grundablasses mit dem Bagger sei für ihn ein „kalkulierbares Risiko“ gewesen, er habe sich nicht absichtlich in Lebensgefahr gebracht, auch wenn das im Nachhinein von den Medien anders geschildert worden sei.

Gottvertrauen und Gebet

Richtig sei allerdings sein lebenslanges Gottvertrauen und die Zuversicht im Gebet auch in dieser heiklen Situation gewesen, sagte der bekennende Katholik im Interview. Deshalb habe er auch vor laufenden Fernsehkameras und fragenden Reportern freimütig sein Gottvertrauen dargelegt und seinen Rosenkranz vorgezeigt, den er immer bei sich trägt.

Beten gelernt hatte Hubert Schilles zu diesem Zeitpunkt längst. Als er 49 Jahre alt war, wurde bei ihm ein Krebsleiden diagnostiziert. Der Arzt gab ihm noch eine Lebensperspektive von einem halben Jahr. „21 Jahre sind daraus geworden“, so Dr. Hans-Peter Schick. Er war auch beim Ministerbesuch einer der wenigen eingeladenen Gäste, die Dr. Peter Kramp, der frühere Smurfit-Kappa-Chef und Freund der Gebrüder Schilles, 2022 arrangiert hatte.

Der Ton des Treffens war herzlich und verbindlich. Am Besprechungstisch des gemeinsamen Büros von Peter und Hubert Schilles unter dem Dach war eine bescheidene Kaffeetafel gedeckt, es gab „Reemchestaat“, einen Ausdruck und Kuchen, den der Minister von seinem aus der Aachener Ecke stammenden Vater kannte. Und eine Spezialabfüllung „Sieger Korn“ aus Zülpich.

„Auch viel Glück gehabt…“

Hubert Schilles bekannte dem Minister dabei auch, eigentlich habe sein Zwillingsbruder Peter den Grundablass an der Steinbach freilegen sollen. Und: „Man hatte auch andere Bauunternehmen gefragt, die näher dran waren. Alle haben sie abgewunken…“

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick berichtete Herbert Reul, wie die Gebrüder Schilles im Alter von 14 Jahren ihren Vater verloren und die elterliche Landwirtschaft fortführten und nach und nach zu einem Unternehmen mit heute 60 Mitarbeitern ausbauten. „Die Landwirtschaft mache ich weiter, so lange ich lebe“, so Hubert Schilles, „das haben wir damals unserer Mutter versprochen!“

Auf die eigene Lebensleistung und die seines Bruders und der ganzen Familie angesprochen, sagte Hubert Schilles: „Wir haben auch viel Glück gehabt“. „Und Tag und Nacht dafür gearbeitet“, ergänzte Peter Kramp. Die Gesellschaft brauche mehr solche Leistungsträger, doch Hubert Schilles blieb beim Reul-Besuch hartnäckig bescheiden: „Es gibt notorische Arbeitsverweigerer, aber auch eine Menge Leute, die hat das Leben schlichtweg abgeschossen…“

 

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Neue Gestaltung für die Mobile Verkehrsschule Ahrweiler

Ahrweiler – Sicher durch den Straßenverkehr: Für Kinder ist es wichtig zu wissen, wie sie sich als Verkehrsteilnehmende zu Fuß oder auf dem Fahrrad richtig verhalten. Die Kreisverwaltung Ahrweiler unterstützt deswegen seit Jahren die Jugendverkehrsschule der Polizeiinspektion Ahrweiler, die Mädchen und Jungen im Grundschulalter für den Straßenverkehr schult.

Bei der Flutkatastrophe 2021 wurde der einstige Anhänger der Jugendverkehrsschule samt Ausstattung komplett zerstört. Durch den persönlichen Einsatz von Polizeihauptkommissarin Christiane Mausberg Henriques von der Polizeiinspektion Ahrweiler konnte in Zusammenarbeit mit Jörg Schubert und Christoph Weber von der Verkehrsbehörde der Kreisverwaltung Ahrweiler eine neue Ausstattung beschafft werden. Finanziert wurde der Anhänger durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz. Für die notwendige Ausstattung, wie Lehrfahrräder und Verkehrszeichen, sorgte die Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz.

Ende Oktober wurde der Anhänger der Jugendverkehrsschule von Landrätin Cornelia Weigand zusammen mit Guido Mombauer, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse (KSK) Ahrweiler, der Jugendverkehrsschule übergeben. Dank der monetären Unterstützung der KSK konnte dieser neugestaltet werden und weist nun auch von außen wieder auf den Inhalt hin.

„Zur Durchführung eines solchen Projekts braucht es viele Hände, damit die Realisierung gelingt. Ich danke Frau Mausberg Henriques, die sich mit großer Leidenschaft für die Sicherheit der Kinder einsetzt. Das ist eine wichtige Aufgabe, die nicht selbstverständlich ist“, sagte Landrätin Weigand bei der Übergabe. „Auch der Kreissparkasse danke ich für die Unterstützung, die ihrerseits zum Erfolg der Jugendverkehrsschule beiträgt. Das ist nicht nur die Kostenübernahme der Beklebung, sondern auch die Entwurfsgestaltung sowie die Koordination, die die Vertriebsabteilung der KSK Ahrweiler übernahm“, so die Landrätin weiter.

Polizeihauptkommissarin Mausberg Henriques ist in den Grundschulen im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler, in der Gemeinde Grafschaft sowie in Teilen der Verbandsgemeinden Altenahr und Brohltal unterwegs. Mit Kindern in der ersten Klasse übt sie das richtige Verhalten zu Fuß. In der vierten Klasse werden die Schülerinnen und Schüler auf dem Fahrrad geschult und erhalten nach bestanderer Prüfung den Fahrrad-Pass.

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Meilenstein für die Stadt Schleiden steht bevor – Am 14. November wird Lücke zwischen Altem Rathaus und Innenstadt wieder geschlossen

Schleiden – Straße Am Alten Rathaus in Schleiden wird ab dem heutigen 13. November 2024 für mindestens zweieinhalb Tage gesperrt. Beim Bau der Brücke „Am Markt“ in Schleiden kann die Stadt Schleiden am 14. November große Baufortschritte verzeichnen: „Mit der Lieferung und dem Einbau der Brückenteile werden die Bereiche „Am Alten Rathaus“ und „Am Markt“ in Schleiden zumindest schon einmal optisch wieder verbunden“, freut sich Bürgermeister Ingo Pfennings über die bald deutlich sichtbaren Fortschritte.

Die Straße „Am Alten Rathaus“ muss daher ab dem 13. November 2024 für mindestens zweieinhalb Tage gesperrt werden. „Für den Einbau der Brückenteile wird am 14. November 2024 ab 6:00 Uhr morgens ein 200-Tonnnen-Kran vor dem Alten Rathaus aufgebaut. Die Lieferung des ersten Trägers ist für 7:30 Uhr geplant, die weiteren drei sollen dann im Stundentakt folgen“, so Pfennings. Jeder der Träger habe ein Eigengewicht von 20 Tonnen, ist rund 19 Meter lang und hat mit der aufbetonierten Schale eine Breite von rund 2,20 Metern. Er bittet an dieser Stelle alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis: „Gerade morgens im Berufsverkehr kann es auf der B265 im Kreuzungsbereich „An Alten Rathaus / Holgenbach“ zu Behinderungen kommen, da die Tieflader mit Überlänge rückwärts an die Baustelle fahren müssen“.

Zwischen den beiden mittleren Trägern sind Konsolen vorbereitet, die das Einhängen der Gas- und Wasserleitung ermöglichen. An den Widerlagern wurden Lagerungspunkte aus Hochleistungsbeton angebracht, so dass die Träger direkt eingehoben und sowohl untereinander als auch mit den Widerlagern verbunden werden können.  Nach dem Einbau der Brückenträger kann die Brücke betoniert werden. Durch eine Hybridbauweise mit einer im Werk auf die Stahlträger aufbetonierten filigranen Schale werden die Schalungsarbeiten vor Ort eingespart. Nach dem Betonieren und Erreichen der für die Ausschalung notwendigen Festigkeit werden die Baugruben an den Wiederlagern weitestgehend verfüllt.

Im nächsten Schritt soll im Januar 2025 die Begehbarkeit der Brücke in Form eines Fußgängerweges hergestellt und im Laufe des ersten Quartals 2025 die Befahrbarkeit der Brücke ermöglicht werden.