Kategorien
News

Neue Ausgabe der Ausbildungsfibel „Ahrweiler Naturtalente“ ist da

Ahrweiler – Orientierungs- und Nachschlagewerk für anstehende Berufswahl – Die Ausbildungsfibel „Ahrweiler Naturtalente“ geht in die zweite Runde. Die Bücher für das anstehende Ausbildungsjahr sind druckfrisch im Kreis Ahrweiler eingetroffen und werden in den nächsten Wochen an 20 weiterführende Schulen ausgegeben. Das Nachschlagewerk, das in Zusammenarbeit der Wirtschafts- und Tourismusförderung der Kreisverwaltung und der Marketingagentur ATTENTIO realisiert wurde, dient Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen zur Orientierung und wird zudem von den Lehrkräften im berufsorientierenden Unterricht eingesetzt. Erneut stellen sich viele Unternehmen aus der Region vor und präsentieren die verschiedenen Berufsmöglichkeiten, für die sich die Absolventinnen und Absolventen bewerben können.

„Die Ausbildungsfibel verdeutlicht, dass der Kreis ein vielfältiger und interessanter Wirtschaftsstandort ist. Junge Menschen haben bei uns die Möglichkeit, sich persönlich zu entfalten und ihre Berufung zu entdecken“, so Landrätin Cornelia Weigand bei der Vorstellung der zweiten Ausgabe. „Zudem freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr eine noch größere Anzahl an Firmen gewinnen konnten, die ihr Portfolio an Ausbildungsplätzen vorstellen.“

Das bekräftigt auch Patrick Schumacher, Geschäftsführer von ATTENTIO: „Wir danken allen Beteiligten für das große Vertrauen und die tolle Kooperation. Mit der Nürburgring GmbH und HARIBO als Sponsoren konnten wir wirtschaftlich bedeutende Aushängeschilder des Kreises gewinnen. Das verdeutlicht den Erfolg des Projektes und zeigt die stetig zunehmende Wichtigkeit, die der Gewinnung von Nachwuchskräften zugemessen wird. Damit können wir den Naturtalenten in der Region neue Perspektiven für ihre berufliche Zukunft aufzeigen.“

Die Premierenausgabe im vergangenen Jahr wurde im Kreis Ahrweiler sehr gut angenommen. Mit der deutlich erhöhten Teilnehmerzahl werden nochmals mehr Unternehmen davon profitieren, dass die Fibel als Informationsmedium zur Berufsorientierung nahezu 100 Prozent der potenziellen Auszubildenden erreicht. In dem hochwertigen Hardcover-Buch präsentieren sich die teilnehmenden Unternehmen auf Einzel- oder Doppelseiten mit ihrem Firmenportrait, Stimmen der Auszubildenden, Verlinkungen zu den Social Media-Profilen und den jeweiligen Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten. Dabei erhalten mögliche Bewerberinnen und Bewerber die genauen Anforderungen an das Berufsbild ebenso wie die einzelnen Benefits, die die Unternehmen bieten. Alle Angebote finden sich parallel auch auf der Online-Plattform der „Ahrweiler Naturtalente“ (ahrweiler-naturtalente.de) inklusive direkter Bewerbungsmöglichkeit bei den Unternehmen wieder.

Fibel und Online-Plattform werden weiterhin durch die Social Media-Kanäle der „Ahrweiler Naturtalente“ ergänzt. Mittels Postings, Reels oder Stories können Unternehmen zusätzlich zu ihrem Fibelprofil auf sich aufmerksam machen und Interessierten authentische Einblicke in den Berufsalltag gewähren. So werden frühzeitig Absolventinnen und Absolventen sowie zukünftige Nachwuchskräfte der nachfolgenden Jahrgänge erreicht.

Kategorien
Top-Themen

Blauzungen-Krankheit – Weiteres Schaf im Kreis Ahrweiler infiziert – Keine Gefahr für Menschen

Ahrweiler – Im Kreis Ahrweiler gibt es einen weiteren bestätigen Fall der neuen Variante der Blauzungenkrankheit. Damit steigt die Zahl der infizierten Schafe auf zwei Tiere an. Das zweite Schaf verendete an den Symptomen der Blauzungenkrankheit. Das Landesuntersuchungsamt Koblenz konnte bei dem Tierkörper das Virus BTV-3 nachweisen. Um Ausbruchsfälle und Erkrankungen zu vermeiden, weist das Kreisveterinäramt Halterinnen und Halter von Wiederkäuern auf die Möglichkeit einer freiwilligen Impfung gegen das Virus der Blauzungenkrankheit hin. Diese wird unter anderem vom rheinlandpfälzischen Ministerium für Klima, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) empfohlen.

Die Impfung kann einen Schutz der Tiere vor einem schweren Krankheitsverlauf bieten. Zur Verfügung stehen drei Inaktivatimpfstoffe, die durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gestattet wurden. Auch die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) empfiehlt in einer Stellungnahme den Einsatz der Impfstoffe bei empfänglichen Wiederkäuern. Wer seinen Bestand gegen das Blauzungenvirus impfen lassen möchte, kann sich direkt an seinen Hoftierarzt wenden. Da Stechmücken für die Übertragung verantwortlich sind, können zudem Insektenschutzmittel unterstützend eingesetzt werden.

Das Land Rheinland-Pfalz und die Tierseuchenkasse zahlen einen Zuschuss zur Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit. Weitere Auskünfte, unter anderem zur Höhe der Impfstoffkosten-Beihilfe, erhalten interessierte Tierhalterinnen und -halter unter https://tsk-rlp.de/.

Symptome und Anzeigenpflicht

Der Landkreis Ahrweiler ruft Landwirtinnen und Landwirte, die Wiederkäuer halten, dazu auf, ihre Tiere genau zu beobachten und bei Symptomen, die auf eine Blauzungenerkrankungen schließen lassen, sofort einen Tierarzt hinzuzuziehen. Schafe beispielsweise zeigen Symptome wie Fieber, Apathie, Schwellungen und Zyanosen im Maulbereich und an der Zunge.

Da die Erkrankung anzeigepflichtig ist, haben die Tierhalterinnen und Tierhalter beim Auftreten dieser Krankheitssymptome dies dem Veterinäramt umgehend zu melden. Der Bestand wird daraufhin gesperrt und eine Blutprobenentnahme zur Untersuchung auf das Virus angeordnet. Das erkrankte Tier wird symptomatisch behandelt und von den anderen Tieren der Herde separiert.

Zum Hintergrund

Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine anzeigenpflichtige Viruserkrankung, die Wiederkäuer (Rinder, Schafe, Ziegen, Neuweltkameliden wie Lamas und Alpakas, Wildwiederkäuer) befällt. Die Krankheit wird nicht direkt von Tier zu Tier, sondern über Mücken übertragen und tritt saisongebunden in der warmen Jahreszeit auf. Eine Übertragung kann demnach nur schwerlich verhindert werden.

Für Menschen ist der Erreger der Blauzungenkrankheit ungefährlich. Ein Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten, die gegebenenfalls von infizierten Tieren stammen, ist unbedenklich.

Nachdem Rheinland-Pfalz einige Jahre als frei von der Blauzungenkrankheit galt, wurden im Mai 2024 im Landkreis Bitburg-Prüm mehrere Ausbrüche nachgewiesen. Dies hatte zur Folge, dass der Seuchenstatus „frei von Blauzungenkrankheit“ für Rheinland-Pfalz nicht mehr gegeben ist und Tiere in „blauzungenfreie Gebiete“ nur noch unter bestimmten Auflagen verbracht werden dürfen.

Weitere Informationen zur Blauzungenkrankheit, zu den aktuellen Verbringungs-regelungen und den damit verbundenen Anforderungen sind auf der Internetseite des Landesuntersuchungsamts unter https://lua.rlp.de zusammengefasst.

Kategorien
Top-Themen

Medizinstipendium des Landkreises Vulkaneifel in Kooperation mit der Kreissparkasse Vulkaneifel

Daun – Der Landkreis Vulkaneifel freut sich, auch im Wintersemester 2023/24 sein erfolgreiches Medizinstipendienprogramm fortzusetzen, das nun durch die wertvolle Unterstützung der Kreissparkasse Vulkaneifel eine noch stabilere Zukunft hat. Seit dem Wintersemester 2022/23 vergibt der Landkreis Vulkaneifel jährlich bis zu zwei Medizinstipendien, um einen Beitrag zur Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region zu leisten. Die ausgewählten Stipendiaten erhalten eine monatliche Förderung in Höhe von 500 Euro über eine maximale Dauer von sechs Jahren. Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiaten, nach Abschluss ihres Studiums entweder mindestens fünf Jahre in der ärztlichen Versorgung im Landkreis Vulkaneifel tätig zu sein oder ihre Facharztausbildung im Landkreis zu absolvieren. Bislang konnten bereits drei Stipendien an Studierende aus der Region vergeben werden. die somit einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung leisten werden.

In diesem Jahr wird erstmals ein Stipendium in enger Kooperation mit der Kreissparkasse Vulkaneifel vergeben. Die Kreissparkasse übernimmt dabei die kompletten Kosten für ein Stipendium. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage des Landkreises von großer Bedeutung und sichert die Fortführung des Programms.

„Wir sind der Kreissparkasse Vulkaneifel dankbar für ihr Engagement und den wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung in unserer Region. Nachwuchsmediziner:innen zu fördern und in der Region zu halten, ist essenziell für die Zukunft unseres Gesundheitswesens“, so Landrätin Julia Gieseking.

Die Kreissparkasse Vulkaneifel zeigt mit dieser Kooperation einmal mehr ihr Engagement und ihre Verbundenheit zur Region. „Die Förderung junger Mediziner ist eine Investition in die Zukunft unserer Region und ein bedeutender Beitrag zur Sicherung der medizinischen Versorgung. Wir sind stolz, Teil dieses wegweisenden Programms zu sein“, so Dietmar Pitzen, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Vulkaneifel.

Mit der Vergabe von Medizinstipendien werden junge, talentierte Mediziner motiviert, ihre Karriere in der Vulkaneifel zu starten. Der Landkreis Vulkaneifel und die Kreissparkasse Vulkaneifel sind zuversichtlich, dass dieses Stipendienpro-gramm nachhaltig zur Stärkung der medizinischen Infrastruktur in der Region beitragen wird.

Kategorien
Tourismus

Wandern am Welt-Ranger-Tag ab Kloster Mariawald

Mechernich/Mariawald – Anlässlich des Welt-Ranger-Tages am Mittwoch, 31. Juli, veranstaltet das Nationalparkforstamt Gemünd eine Wanderung um 14 Uhr ab Parkplatz Kloster Mariawald. Pressesprecher Martin Menninghaus weist darauf hin, dass an diesem Tag der weltweit mehr als 100 Ranger gedacht werden soll, die im Dienst verletzt oder getötet werden.

Die International Ranger Federation (IRF) – unterstützt von der „The Thin Green Line Foundation“ (TTGLF) und anderen Organisationen – haben den „Welt-Ranger-Tag“ 2007 ins Leben gerufen. TTGLF ist eine Stiftung, die überwiegend in Entwicklungsländern und Konfliktzonen arbeitet und unter anderem die Familien getöteter Rangerinnen und Ranger unterstützt.

Der Bundesverband Naturwacht wirbt jedes Jahr zum World-Ranger-Day um Spenden und leitet diese an die TTGLF als Jahresspende auf ein Spendenkonto bei der Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG weiter (IBAN DE81 1406 1308 0003 6735 53).

Erste Hilfe und neue Buchen

Menninghaus: „Hierzulande ist der Einsatz glücklicherweise weniger gefährlich.“ Bei der Wanderung soll über die Aufgaben der Ranger im Nationalpark Eifel berichtet werden, zu dem auch die Stadt Mechernicch gehört. Kloster Mariawald gehört zur unmittelbar an Mechernich angrenzenden Nachbarstadt Heimbach.

Ranger führen Nationalpark-Interessierte durch die Wildnis, geben wichtige Orientierungshilfe und leisten im Notfall Erste Hilfe. Sie sorgen für Verkehrssicherheit, pflanzen neue Buchen unter Fichten, stellen Bänke, Tische, Wetterschutzdächer her und im Gelände auf, kontrollieren die Einhaltung der Nationalpark-Regeln im Schutzgebiet, unterstützen Forschungsprojekte und die Medienarbeit.

Kategorien
News

Zehn Großmeister am Start – Erstes Budo-Seminar des TuS Schleiden

Kall/Schleiden – Mit mehr als 70 Teilnehmern auf der Matte, und der Anwesenheit vieler Großmeister der verschiedenen Kampfsportarten aus dem In- und Ausland, wurde das erste Budo Seminar Eifel für alle ein voller Erfolg. Die Seminarteilnehmer ließen sich an diesem Tag in der Turnhalle der Schleidener Realschule zugunsten der Hilfsgruppe Eifel aufs Kreuz legen, denn alle Teilnehmergebühren und die Honorare der Trainer – darunter zehn Großmeister – wurden an die Kaller Kinderkrebshilfe gespendet. Und so konnte am Ende Dagmar Poth von der Hilfsgruppe Eifel einen Spendenscheck über 1208 Euro entgegennehmen.  

Ausrichter des Seminars war die Budo-Abteilung des TuS Schleiden. Hochkarätige Referenten waren an diesem Tag Rolf Mevißen (8. Dan), Stefan Lang (7. Dan), Walter Koep (8. Dan), Frank Kyselka (6. Dan) und Paul Taiwa Stanitzek (8. Dan) Unterstützung fanden die Referenten durch zehn Großmeister. So konnte auch der Großmeister Heinrich Drosten (10. Dan), der vor einem Monat für sein 70-jähriges Mattenjubiläum ausgezeichnete worden war, zum Abschluss der Veranstaltung für eine Einheit in Qi-Gong gewonnen werden.

Der Gedanke des Budo verbindet viele Verbände, Schulen und Vereine im In- und Ausland, und so wurde auch die Benefiz-Veranstaltung in Schleiden dazu genutzt, den Gedanken des Budo weiter zu tragen. Deshalb verzichten alle Referenten und die veranstaltenden Vereine auf ihre Zuwendungen und spenden die Einnahmen an Hilfsorganisationen. Dieses Mal haben sich die Seminar-Organisatoren der Budo Abteilung des TuS Schleiden 08 und der Taiwa-Style-Qin Na Zülpich die Hilfsgruppe Eifel ausgesucht und den Erlös von 1208 Euro jetzt an den Verein übergeben.

Wer Interesse am Kampfsport hat und die Vereine „Tus Schleiden 1908 e.V.“ oder „Taiwa Kampfsport e.V. Zülpich“ näher kennen lernen möchte, kann sich im Internet Informationen einholen und auch kostenlos am Probetraining teilnehmen. (Reiner Züll)

https://www.tus-schleiden.de

https://www.taiwa-style-qinna.de

Kategorien
Gesundheit

Das Marienhaus-Klinikum im Kreis Ahrweiler bietet erfrischendes Wassereis nach der OP

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Was zunächst ungewöhnlich klingen mag, hat sich seit dem 15. April 2024 im Maria Hilf als fester Bestandteil des anästhesiologischen Versorgungsangebots etabliert. Patientinnen und Patienten leiden nach operativen Eingriffen häufig unter postoperativer Übelkeit, sowie einem trockenen Mund und Halsschmerzen, die durch die künstliche Beatmung verursacht werden.

Die Verabreichung eines Wassereis im Aufwachraum kann diese unangenehmen Nebenwirkungen erheblich mildern. Es versorgt den Körper direkt mit Flüssigkeit, befeuchtet die Mundschleimhaut und kühlt den gesamten Rachenraum. Dieser Effekt ist nicht nur subjektiv spürbar, sondern auch wissenschaftlich belegt. Eine niederländische Studie aus dem Jahr 2017 zeigt, dass der Verzehr von Wassereis die postoperative Übelkeit und Erbrechen um die Hälfte reduzieren konnte.

Im Aufwachraum wird die medizinisch sinnvolle Eisration erst dann verabreicht, wenn der frisch operierte Patient vollständig wach und orientiert ist. Diese Vorgehensweise hat sich in den letzten zwei Monaten als äußerst positiv erwiesen. Besonders ältere Patientinnen und Patienten verknüpfen angenehme Kindheitserinnerungen mit dem Genuss von Wassereis, was ihren Wachheitszustand (Wachsamkeit) zusätzlich positiv beeinflusst. Zudem zeigt sich eine lindernde Wirkung und gute Verträglichkeit, weshalb das Angebot im Aufwachraum sehr gerne angenommen wird.

Das Marienhausklinikum Kreis Ahrweiler freut sich über die positiven Rückmeldungen und sieht in der Verabreichung von Wassereis eine sinnvolle Ergänzung zur postoperativen Versorgung, die den Heilungsprozess und das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten fördert.

Das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler besteht aus dem Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr sowie der Brohltal Klinik St. Josef, einer Fachklinik für geriatrische Rehabilitation, in Burgbrohl. Es gehört zur Marienhaus-Gruppe, einem der größten christlichen Träger sozialer Einrichtungen in Deutschland. Die Gruppe betreibt u.a. 15 Kliniken an 16 Standorten, 4 medizinische Versorgungszentren, 18 Einrichtungen für Menschen im Alter, 2 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen an 3 Standorten, 13 stationäre und ambulante Hospize sowie 9 Bildungseinrichtungen.

Kategorien
Top-Themen

Schwerpunkt-Einsatz gegen aggressives Betteln in Aachen

Aachen – Gerade in der Sommerzeit häufen sich in vielen Städten die Beschwerden von Touristen, Geschäftstreibenden und Bürger*innen über die Vielzahl von Bettelei, Belästigungen und damit in Zusammenhang stehenden Verunreinigungen von Plätzen und Straßen. Deshalb ist der städtische Ordnungs- und Sicherheitsdienst (OSD) momentan schwerpunktmäßig in der Aachener Innenstadt gegen „aggressives Betteln“ im Einsatz.

Betteln ist nach der Aachener Straßenverordnung zwar gestattet, jedoch nicht in jeder Form sowie an jedem Ort. Insbesondere verbietet die Verordnung Betteln durch aktives Ansprechen, Betteln unter Einsatz von aggressivem Verhalten – hierzu zählt insbesondere das Versperren des Weges, Verfolgen, Festhalten, Anfassen, sonstiges aufdringliches oder einschüchterndes Verhalten – sowie organisiertes und kommerzielles Betteln.

Die Straßenverordnung untersagt zudem Alkoholkonsum, wenn dieser zu aggressiven oder in sonstiger Weise gefährdenden Verhaltensweisen wie zum Beispiel Behinderung und Belästigung von Passant*innen, Versperren des Weges, Eingriffe in den Straßenverkehr, Grölen, Beschädigung von Gegenständen, Zertrümmern von Gläsern oder Flaschen sowie Vandalismus, führt. Auch das Lagern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist verboten.

Um schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen, bittet die Stadt Aachen bei etwaigen Belästigungen ausdrücklich um eine kurzfristige Meldung an die Hotline des städtischen OSD unter 0241 432-2801. Diese ist sonntags bis donnerstags von 9 bis 1 Uhr sowie freitags und samstags von 11 bis 3 Uhr erreichbar. Falls dies, beispielsweise aufgrund der Einsatzlage, nicht kurzfristig möglich ist und bei Eintreffen der ordnungsbehördlichen Vollzugsdienstkräfte die belästigende Person nicht mehr anwesend ist, ist ein Anruf dennoch hilfreich, um Schwerpunkte künftiger ordnungsbehördlicher Kontrollen festzulegen. Alternativ kann man Belästigungen auch per Mail an ordnungsamt@mail.aachen.demelden.

Selbstverständlich werden die jeweiligen Personen durch die städtischen Mitarbeiter*innen auch über die in Aachen vorhandenen zahlreichen niederschwelligen Hilfsangebote informiert. Eine Übersicht dieser Hilfen ist unter https://serviceportal.aachen.de/suche/-/vr-bis-detail/dienstleistung/3362/showveröffentlicht.

Kategorien
News

Ein Konzert – Viele Gewinner

Mechernich-Kommern – Ü50-Orchester hat den Erlös seines Frühlingskonzerts an die Mechernich-Stiftung überreicht – Beim Auftritt in der Mechernicher Aula kamen 1000 Euro für den guten Zweck zusammen. Es ist Donnerstagmorgen. Der Parkplatz der Bürgerhalle ist übervoll. Aus der Halle erklingt Blasmusik. So ist es immer, wenn das Ü50-Orchester mit seinem Dirigenten Peter Züll probt. Zahlreiche Musiker aus der Region kommen zusammen, um ihre gemeinsame Leidenschaft für Blasmusik zu leben. Eine tolle Truppe.

An diesem Donnerstagmorgen ist aber etwas anders. Denn Ralf Claßen ist zu Besuch. Der Vorsitzende der Mechernich-Stiftung hat sich schon sehr auf diesen Termin gefreut. Denn die Musiker wollen ihm einen Scheck über 1000 Euro für die gute Sache überreichen. Das Geld stammt aus dem Frühjahrskonzert, das die Musiker in diesem Jahr erstmals in der Mechernicher Aula gespielt haben.

„In der heimlichen Hauptstadt des Kreises Euskirchen“, sagt Ralf Claßen mit einem Schmunzeln. Bei der versammelten Musikerschar bedankt er sich herzlich für die Spende. „Dieses Konzert hatte gleich mehrere Gewinner“, betont der Stiftungs-Vorstand. Dazu zähle er vor allem die Besucherinnen und Besucher, denen das Ü50-Orchester wieder einmal eine wunderbare musikalische Reise geboten habe.

Die weiteren Gewinner seien die Menschen, die auf die Unterstützung der Mechernich-Stiftung angewiesen sind. „Die Spendenbereitschaft nimmt seit Corona und den vielen Krisen danach kontinuierlich ab“, sagt Ralf Claßen. Daher sei er sehr dankbar für solche Spenden-Initiativen.

Gleichzeitig hofft er darauf, dass aus der Premiere in diesem Jahr möglicherweise eine Tradition erwächst. Ralf Claßen, der im Hauptberuf Kämmerer und Dezernent der Stadt Mechernich ist, betonte jedenfalls: „Sie sind in der Stadt Mechernich immer herzlich willkommen und wir freuen uns, wenn Sie auch künftig Ihre Konzerte bei uns in der Aula oder hier in der Kommerner Bürgerhalle spielen.“ Die Proben an diesem Donnerstagmorgen klingen jedenfalls überaus vielversprechend und so können sich Freunde der Blasmusik auch künftig auf tolle Konzerte des Ü50-Orchesters freuen.

Kategorien
Top-Themen

Kreis Düren und Landrat Spelthahn weisen Vorwürfe zurück

Düren – Verschiedene Medien berichten am 17.7. und 18.7.2024 darüber, dass die Staatsanwaltschaft Aachen ein Ermittlungsverfahren wegen „Subventionsbetruges“ und „schwerer Untreue“ gegen Landrat Wolfgang Spelthahn eingeleitet habe. Diese Vorwürfe, die im Zusammenhang mit dem Kita-Neubau an der Marienstraße in Düren stehen, weisen der Kreis Düren und Landrat Spelthahn entschieden zurück.

Zum Sachverhalt ist Nachfolgendes festzuhalten: Dies ergibt sich auch aus dem entsprechenden öffentlichen Jahresabschluss des Kreises Düren.

In 2017/2018 erfolgte die Errichtung der siebengruppigen Kindertageseinrichtung „Kreismäuse in der Marienstraße“. Träger war zunächst der Verein Kinderbetreuung Kreismäuse e.V.

Nach Auflösung des Vereins wurde die Kindertagesbetreuung Kreismäuse AöR zum 01.01.2022 Träger der Einrichtung.

Die Kindertageseinrichtung wurde durch einen Investor errichtet und steht im Rahmen eines Mietverhältnisses zwischen dem Kreis Düren (Vermieter) und dem Träger (Mieter) für die Kinderbetreuung zur Verfügung. Die Beschaffung der notwendigen Ausstattungsgegenstände wurde auf Antrag des Trägers vom 16.08.2016 vom örtlich zuständigen Jugendamt der Stadt Düren auf der Grundlage der geltenden Förderrichtlinien des Landes NRW im Rahmen der Förderpauschalen/je Platz mit Bescheid vom 02.01.2018 refinanziert.

Da die Förderpauschalen nicht auskömmlich waren, mussten verschiedene Ausstattungsgegenstände mit Unterstützung des Kreises Düren als Vermieter, der die organisatorische, logistische und wirtschaftliche Anschaffung von Ausstattungsgegenständen für den Träger übernommen hatte, in Höhe von 278.241,01 € vorfinanziert werden. Hierzu zählten: Innenausstattung (Küche), Außenspielfläche sowie Folierung und Beschriftung.

Es wurde zwischen dem Kreis Düren und dem Träger vereinbart, dass zeitnah trägerseits eine Rückzahlung der vorfinanzierten Beträge aus den Betriebskostenzuschüssen, die jeder Träger erhält, erfolgen muss. Die Rechtmäßigkeit dieser Vorgehensweise wurde mit dem Landschaftsverband Rheinland (Landesjugendamt) und der Stadt Düren als örtlich zuständigem Jugendamt abgestimmt.

Die Rückzahlung erfolgte nach Eingang des Leistungsbescheides des Jugendamtes der Stadt Düren vom 29.10.2020 über die Abrechnung des Betriebskostenjahres 2018/2019 beim Träger.

Somit wurden entgegen einer Berichterstattung keine Fördermittel zur Beschaffung von Ausstattungsgegenständen nachträglich beantragt. Auch dieser Vorwurf ist gegenstandslos.

Kategorien
Top-Themen

Neuer „Kinderkappen-Bus“ von DEKRA im Einsatz – Sicherheit in und am Bus

Region/Stuttgart – Schulkinder lernen richtiges Verhalten – Auch wenn der Bus als eins der sichersten Verkehrsmittel gilt: Jeder Unfall ist einer zu viel. Deshalb setzt sich die Sachverständigenorganisation DEKRA seit Jahren dafür ein, dass Kinder das richtige Verhalten für ihre Sicherheit im und am Schulbus lernen – unter anderem mit einem eigenen Schulungsfahrzeug. Ein neuer Niederflurbus für den Einsatz an Schulen bundesweit ist jetzt in Dienst gestellt worden.

Zwölf Meter, 18 Tonnen – ein Linienbus ist groß und schwer. Umso wichtiger, dass Kinder wissen, wie sich zum Beispiel an der Haltestelle verhalten sollten, damit nichts passieren kann. Genügend Abstand zum Bordstein ist dabei besonders wichtig, weil der Bus beim Einfahren in die Haltestelle ausschwenkt. Das abstrakt erklärt zu bekommen, ist die eine Sache. Wer aber einmal live erlebt hat, wieviel Platz der Bus beim Anfahren der Haltestelle tatsächlich braucht oder wie er eine vermeintlich harte Kartoffel unterm Rad zerquetscht, wird sich eher merken, wie wichtig es ist, nicht an der falschen Stelle zu stehen.

Dasselbe gilt im Bus: Wenn beim Bremsmanöver der Schulranzen oder der Dummy durch den Gang fliegt, ist allen klar, warum Festhalten ein Muss ist – und das nicht nur auf Stehplätzen. „Erlebtes prägt sich viel besser ein als nur Gehörtes, das wissen wir alle“, sagt DEKRA Unfallforscherin Stefanie Ritter. „Genau darauf ist auch ein gutes Schulbustraining ausgelegt.“

„Kinderkappenkampagne“ läuft seit 20 Jahren

So wie etwa mit dem DEKRA „Kinderkappen-Bus“. Der heißt im Sprachgebrauch so, weil seine Beklebung die Kampagne „Sicherheit braucht Köpfchen“ aufgreift. Seit 20 Jahren sorgt DEKRA damit in Deutschland zum Schulstart für mehr Sicherheit: Kinder bekommen signalrote Kappen mit retroreflektierenden Elementen, die für mehr Sichtbarkeit sorgen, und werden gleichzeitig im Blick auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr geschult. Rund 3,6 Millionen Kappen sind seit 2004 schon verteilt worden. Auch der Trainingsbus trägt – natürlich nicht während der Fahrt, aber im stehenden Einsatz – eine signalrote Kappe in der passenden Größe.

Autofahrer müssen an Bushaltestellen besonders vorsichtig fahren

Gerade an Bushaltestellen kommt es immer wieder zu schweren Unfällen, wenn Fahrgäste direkt nach dem Aussteigen vor oder hinter dem Bus die Fahrbahn überqueren wollen. „Diese Situation ist für Fußgänger wie für Autofahrer ganz schwer zu überblicken“, sagt Stefanie Ritter. Die wichtigste Regel für die Schulkinder und alle anderen Buspassagiere lautet deshalb: Nie vor oder hinter einem haltenden Bus über die Straße gehen, sondern immer warten, bis der Bus abgefahren ist. Dann sieht man erst wirklich, ob die Fahrbahn frei ist und man sie gefahrlos überqueren kann.

Aber auch wer im Auto unterwegs ist, muss gerade an Bushaltestellen besonders vorsichtig sein – und möglichst auch die Regeln kennen:

  • Überholverbot. Nähert sich ein Bus mit eingeschaltetem Warnblinklicht einer Haltestelle, dürfen andere Fahrzeuge den Bus grundsätzlich nicht überholen. Autofahrer müssen damit rechnen, dass verspätete Buspassagiere noch schnell die Straße überqueren.
  • Schrittgeschwindigkeit. Steht der Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage an der Haltestelle, dürfen Fahrzeuge zwar am Bus vorbeifahren, aber nur mit Schrittgeschwindigkeit (4 bis 7 km/h) und genügend Abstand. Fußgänger dürfen nicht gefährdet werden.
  • Gegenverkehr. Was viele nicht wissen: Diese Regelung gilt auch für den Gegenverkehr. Auch Autofahrer, die dem Bus entgegenkommen, müssen jederzeit anhalten können, falls doch ein Fußgänger am Bus die Straße überquert.

Damit solche Situationen gar nicht entstehen, sollten gerade Kinder am Morgen eines Schultags genug Zeit für den Weg zum Bus einplanen. „Wer spät kommt, ist versucht, noch schnell über die Straße zu rennen, ohne auf den Verkehr zu achten“, sagt Ritter.

Schulbustrainings mit dem DEKRA „Kinderkappenbus“ können Schulen oder ihre Fördervereine direkt bei ihrer örtlichen DEKRA Niederlassung anfragen. Die Kontaktdaten finden sich unter www.dekra.de/standorte.