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Kunst & Kultur

Aachener Museen feiern bei freiem Eintritt den Internationalen Museumstag

Aachen – Am Sonntag, 21. Mai 2023, ist Internationaler Museumstag.
Dieses Jahr feiern die Museen in ganz Deutschland unter dem Motto „Wohlbefinden und Nachhaltigkeit“ den Aktionstag und bieten ein vielfältiges Programm. Auch die Aachener Museen haben sich – bei freiem Eintritt – einiges vorgenommen.

Heinrich Brötz – Aachens Beigeordneter für Bildung, Jugend und Kultur – freut sich sehr darauf: „Ich finde das diesjährige Motto hochspannend, bin vom vielfältigen Programm unserer Aachener Museen wieder sehr begeistert und bedanke mich ausdrücklich bei all den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, vor allem auch beim Museumsdienst der Stadt Aachen.“

Hier das komplette Programm in den Aachener Museen:

Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße 18, 52070 Aachen:

ganztägig

Open Space

Museum der Zukunft? Euer Feedback zählt!

11.00 – 15.00 Uhr

Mitmach-Aktion

Fotowettbewerb – Eure Blicke auf’s SLM

11.00 – 12.00 Uhr

Öffentliche Familienführung

Von Held*innen und Heiligen – Superstars der Mittelaltersammlung

mit Maria Geuchen

12.00 – 13.00 Uhr

Öffentliche Familienführung

Die Kabinetträume – Von Alltag, Wolken, Wind und Meer

mit Juliane Becker

13.30 – 15.00

Öffentliche Kombiführung

Weitsicht. Junger Blick auf alte Meister & Dauerausstellung

mit Vincent Rudolf

15.00 – 16.00 Uhr

Öffentliche Führung

Chronik eines Augenblicks. Bilder und ihre Geschichten in der Sammlung Fricke mit Dr. Josef Gülpers
Eintritt frei!

Ludwig Forum Aachen, Jülicher Straße 97-109, 52070 Aachen

11.00 Uhr
Kuratoren-Führung
mit Holger Otten durch die AusstellungIlliberal Lives (Illiberale Leben)

10.00 bis 17.00 Uhr
Screening
„Explosions Near the Museum” von Yarema Malashchuk und Roman Khimei (Space)

12.00 Uhr
Öffentliche Führung
durch die Ausstellung Illiberal Lives (Illiberale Leben)

14.00 – 16.00 Uhr
Familien-Workshop
Wenn der Boden zur Wand wird

Was passiert, wenn der Boden zur Wand wird? Nach einer kurzen Familien-Führung werden im Workshop kleine Räume aus Kappa-Platten gebaut, nach eigener Vorstellung gestaltet und eingerichtet. Dazu können auch eigene Miniaturmöbel mitgebracht werden. Durch einen Perspektivwechsel der Räume verändern sich unsere Sichtweisen.

Eine Anmeldung ist erforderlich bis Freitag, 19.05., 12.00 Uhr.

15.00 Uhr
Öffentliche Führung
durch die Ausstellung Illiberal Lives (Illiberale Leben)

Information und Anmeldung

museumsdienst@mail.aachen.de

+49 241 432 4998

Servicezeiten des Museumsdienstes:

Di. 09.00 – 14.00 Uhr,
Mi. 09.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr

Do. und Fr. 09.00 – 14.00 Uhr

Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen, Katschhof 1, 52062 Aachen:

10.00 – 12.00 Uhr:
Workshop
mit Pia Güntner und Uta Hellendoorn zu „Leben in der Karolingerzeit“

12.00 Uhr:
Führung mit Sabine Mathieu – „Die Pfalz in Aachen“

Die bedeutendste Palastanlage der Karolinger stand in Aachen. Um 800 ließ Karl der Große mit den Mitteln und den Möglichkeiten, die sich ihm als fränkischem König boten, den Kernbau des Aachener Doms und die riesige Königshalle errichten, auf deren Fundamenten das Aachener Rathaus noch heute steht. Was machte diese Bauten zu ihrer Zeit so besonders? Was gehörte noch zu einer frühmittelalterlichen Königspfalz? Warum ist der Aachener Dom dann sogar 1978 (Deutschlands erste) Welterbestätte geworden?

14.00 Uhr:
Sonderführung mit Prof. Frank Pohle – „Was wollen wir sein – Industriestadt oder Badestadt? Ein Jahrhundert-Streit“

„Bad Aachen“ verzichtet heute darauf, den Ehrentitel einer Badestadt zu führen, was nicht nur Gründe im Städtealphabet hat. Über fast 200 Jahre hinweg hat die Stadt allerdings ihren Badebetrieb zu verteidigen versucht, insbesondere gegen den Dreck und Ruß der Industrie, die sich auch in der Innenstadt über rauchende Schlote verfügte. Verlagerung und Ausbau der Kuranlagen, die im europäischen Vergleich sehr frühe Anlage von Promenaden und Parkanlagen, die Umgestaltung des Aachener Waldes zum Naherholungsgebiet – all dies sind Maßnahmen, die in der Auseinandersetzung um den Charakter Aachens eine Rolle spielen.

15.00 Uhr:
Sonderführung mit Dr. Monika Haas – „Badestadt Aachen von den Römern bis heute“

Aachen und das Wasser sind untrennbar miteinander verbunden. Insbesondere die Thermalquellen haben die Stadtgeschichte geprägt, und das seit der Römerzeit. Die Führung nimmt die „Wellness-Oase Aachen“ durch die Jahrhunderte in den Blick und geht der Bedeutung des Badebetriebs für die Stadt und seinem Wandel nach.

16.00 Uhr:
Sonderführung mit Prof. Frank Pohle – „Nachhaltigkeit im Museum – ein Blick hinter die Kulissen“

Wie sieht es eigentlich hinter den Kulissen des Stadtmuseums aus? Welche Anforderungen stellt ein moderner Museumsbetrieb, noch dazu einer, der in einem Baudenkmal untergebracht ist (auch wenn dieses erst aus dem Jahr 1962 stammt)? Wir machen einen Spaziergang „hinter die Kulissen“, betrachten einige Ecken des Stadtmuseums, die den Besuchern sonst nicht offenstehen, und geben Auskunft über den ganz normalen Museumsbetrieb.

Couven Museum, Hühnermarkt 17, 52062 Aachen:


11.15 Uhr: Sonderführung mit Georg Tilger – „Warm ums Herz… Heizen in alter Zeit“ in der Sonderausstellung „Ofenkacheln aus der Städtischen Sammlung“ (sonst nicht zu sehen). Die Städtische Sammlung verfügt über einen großen Bestand an spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Ofenkacheln, Herd- und Takenplatten, die von vormodernen Heizsystemen im gehobenen Haushalt Zeugnis geben – und noch dazu kleine Kunstwerke sind. Mit Figuren, Tieren und ganzen Szenen aus der Bibel und der Geschichte versehen, lohnt sich immer ein Blick ins Detail. Anlässlich des Internationalen Museumstages haben Dilara Uygun und Michael Rief eine kleine Auswahl solcher Kostbarkeiten getroffen und präsentieren sie im Couven Museum.

13.00 Uhr: Sonderführung mit Belinda Petri – „Nachhaltige Ernährung – Von Omas Vorratshaltung lernen“

Das Thema Nachhaltigkeit in der Ernährung ist nicht erst seit der Corona-Pandemie in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Wie hat man sich eigentlich früher ernährt, als es weder Kühlschränke noch Supermärkte und Lieferdienste gab?

Ein Blick zurück auf saisonale Verfügbarkeiten und die Haltbarmachung von Lebensmitteln in vergangenen Jahrhunderten zeigt, dass man alte Rezepte und Techniken auch heute nutzen kann, um der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken.

14.30 Uhr: Sonderführung mit Belinda Petri – „Wohnen in Zeiten vor IKEA“

Was haben das Couven Museum und IKEA gemeinsam? Beide zeigen in offen zugänglichen Räumen zeitgenössische Wohnkonzepte. Im Museum wird die historische Entwicklung von Möbelstücken und Einrichtungsstilen vom 18.-19. Jahrhundert dargestellt, im Möbelhaus eine fiktive „moderne“ Einrichtung als Vorschlag für die Gestaltung der eigenen vier Wände. An vielen Beispielen lässt sich im Museum die Möbel-Entwicklung aufzeigen: z.B. die der Behältnismöbel (Truhe, Schrank, Kommode), Sitzmöbel (Stuhl, Sessel, Sofa) oder von Tischen. Welche Formen gibt es bis heute und welche erleben sogar ein „Revival“?

Internationales Zeitungsmuseum, Pontstraße 13, 52062 Aachen:

10.30 Uhr: Sonderführung mit Andreas Düspohl – „Zeitung und Kaffee – eine entschleunigte Führung“

Zeitung und Kaffee sind zwei Dinge, die traditionell zusammenpassen. Zur Lesekultur, und dazu zählt die Lektüre einer Zeitung, gehört neben dem Ambiente auch eine gute Tasse Kaffee, die wir in der Bibliothek des IZM genießen können. In dieser Veranstaltung geht es ansonsten um das Thema Lesen. Neben allgemeinen Fakten zur Geschichte der Zeitung werden einige ausgewählte Exponate präsentiert, die die Entwicklung der Lesekultur aufzeigen.

14.00 Uhr: Führung mit Christina Kral

„Wer liest denn noch Zeitung?“

15.00 Uhr: Sonderveranstaltung mit Jürgen Janßen – Einem Schriftsetzer bei der Arbeit zusehen!

Der Schriftsetzer, heute ein fast ausgestorbener Beruf, war über die längste Zeit des Mediums Zeitung eine der wichtigsten Personen auf dem Weg zur gedruckten Nachricht. Aus einer Fülle von Bleibuchstaben eine gedruckte Seite zu erstellen erforderte großes Geschick und sehr viel Erfahrung. Erleben Sie den ehemaligen Schriftleiter der FAZ, Jürgen Janßen, bei der Präsentation der hauseigenen Setz- und Druckwerkstatt. Kommen Sie ins Gespräch.

16.00 Uhr: Sonderführung mit Andreas Düspohl – „400.000 Zeitungen? Ein Gang durch das Archiv des Zeitungsmuseums“

Das Erbe des Oskar von Forckenbeck, des Gründers des Zeitungsmuseums, ist, neben der Institution als solcher, ein Zeitungsarchiv von annähernd 80.000 Zeitungen, das seine Nachfolger stetig und umsichtig auf heute über 400.000 Exemplare haben anwachsen lassen. In dieser Führung geht es um das Sammeln von Zeitungen, vom Erfassen, dem Auswerten und Bewahren bis hin zur Digitalisierung. Die Führung ist auf maximal 8 Personen beschränkt, weil auch ein Gang in die beengten Archivräume dazugehört. Bitte melden Sie sich am Internationalen Museumstag an der Kasse des IZM verbindlich an (Plätze solange Vorrat reicht!).

Zollmuseum, Horbacher Str. 497, 52072 Aachen:

13.00 Uhr: Sonderveranstaltung mit Peter Dinninghoff – Ein Typ namens Öcher!
Ein schelmischer Blick auf uns Grenzbewohner und auf die uns prägende Geschichte – Heimat ist ein Ort = Aachen und Umgebung. Heimat ist aber auch ein Gefühl: Hier fühl ich mich wohl, hier bin ich zu Hause – das sagen sich hier Geborene, aber auch Zugezogene. Ein Menschenschlag, den die Vergangenheit formte und die Gegenwart formt, ist der „Öcher an sich“ – und dem spüren wir in dieser Veranstaltung nach.

14.30 Uhr: Führung mit Peter Dinninghoff – „Grenzgeschichte unserer Heimat – ein Rundgang durch das Zollmuseum“

Die Entwicklung unserer Grenzsituation im Schengenraum erzeugt Wohlbefinden. Die Einbindung in die EU erzeugt einen Rahmen, der Nachhaltigkeit voranbringt. Die Grenzgeschichte unserer Heimat – bei einem Rundgang durch das Museum informativ und kurzweilig vermittelt – soll zum Wohlbefinden der Besucher und Besucherinnen beitragen (mit Anmeldung beim Museumsdienst unter Tel.: 0241 432 4998 oder per E-Mail museumsdienst@mail.aachen.de
Servicezeiten des Museumsdienstes:

Di. 09.00 – 14.00 Uhr,
Mi. 09.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr

Do. und Fr. 09.00 – 14.00 Uhr

Hintergrund:

Internationaler Museumstag
Der Internationale Museumstag wird vom Internationalen Museumsrat ICOM seit 1978 jedes Jahr im Mai ausgerufen. Seit 1992 wird er von einem jährlich wechselnden Motto begleitet. Der Internationale Museumstag möchte auf das breite Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der Museen in aller Welt aufmerksam machen. In Deutschland steht der Internationale Museumstag unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Bundesrates.

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Stadt Mayen erhält Spenden für die Bepflanzung in der Innenstadt

Mayen – Kreissparkasse und Volksbank Mayen spenden für eine bienenfreundliche Bepflanzung in der Innenstadt – Sie machen die Innenstadt nicht nur noch schöner als sie ohnehin schon ist, sondern auch bunter und floraler: Die Bepflanzung der Blumenampeln an den Straßenlaternen ist eine optische Aufwertung. Zwei Institutionen, denen die Verschönerung der Innenstadt am Herzen liegt, fördern diese Bepflanzung gerne. Sowohl die Volksbank als auch die Kreissparkasse Mayen haben die Beschaffung der Blumen finanziell großzügig unterstützt.

Frische Blumen machen Mayen noch attraktiver und lebendiger. Darum nahmen Oberbürgermeister Dirk Meid mit Udo Lohner der Kreissparkasse Mayen, Oliver Engels der Volksbank RheinAhrEifel, Dr. Wolfgang Schlags von der MY-Gemeinschaft und Sarah Stern, die im Bereich Wirtschaftsförderung der Stadt Mayen tätig ist, die neue Bepflanzung auf dem Marktplatz in Augenschein.

Die Winterbepflanzung wurde am 2. und 3. Mai durch die Sommerbepflanzung ausgetauscht – diese kann nun bis November bestaunt werden. Die farbenfrohe Neugestaltung bringt somit neuen Glanz in die Mayener Innenstadt.

„Ich freue mich sehr, dass unsere schöne Innenstadt mit den bunt bepflanzten Blumenampeln jetzt auch dekorativ die Sommerzeit einläutet. Danke an die Institutionen für die großzügige Spende“, so Oberbürgermeister Dirk Meid.

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„Die jetzt akuten Probleme der A544 in Aachen sind sehenden Auges über Jahre nicht gelöst worden“

Aachen – Risikofaktor Brücken: Mehr Tempo bei Planung, Sanierung und Bau – Vertreter der IHK-Initiative Rheinland haben am Mittwochnachmittag eine Studie über den Zustand der Brücken im Rheinland vorgestellt. Das Fazit ist alarmierend: Der Zustand der Brücken ist derart kritisch, dass dem Wirtschaftsstandort Rheinland eine Deindustrialisierung droht. Die Studie ist in Zusammenarbeit mit dem Institut für Straßenwesen (ISAC) der RWTH Aachen entstanden und wertet die verfügbaren Daten der Brücken von Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen aus.

„Die jetzt akuten Probleme der A544 in Aachen sind sehenden Auges über Jahre nicht gelöst worden“, sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen: „Leider steht die Haarbachtalbrücke damit stellvertretend für viele weitere marode Brückenbauwerke im Rheinland, die wegen mangelnder Tragfähigkeit früher oder später aus dem Verkehr gezogen werden müssen.“ Die Haarbachtalbrücke ist Teil eines systemrelevanten Autobahnstücks, über das täglich rund 50.000 Fahrzeuge in die Aachener Innenstadt fahren. Sie wird spätestens Anfang 2024 für 22 Monate gesperrt. Besonders bitter ist das für Unternehmen in der Region, für die eine mangelnde Erreichbarkeit existenzbedrohend sein kann.  „Leistungsfähige Brücken sind nicht nur die Grundvoraussetzung für effiziente Mobilität. Ohne funktionsfähige Infrastruktur meistern wir den Strukturwandel im Rheinischen Revier nicht“, betont Bayer.

Die Studie liefert wertvolle Hinweise wie Planung und Bau von Brücken optimiert werden können, zum Beispiel durch kürzere Planungsprozesse. Zusätzlich sorgen laut IHK-Initiative Rheinland starre, lange Verfahren sowie fehlende Personalkapazitäten für Verzögerungen von Instandhaltungsmaßnahmen, die sich sowohl auf die für die Wirtschaft relevanten Lkw-Verkehre als auch auf Pendlerinnen und Pendler negativ auswirken. Die daraus resultierenden unternehmerischen und volkswirtschaftlichen Kosten und Umweltschäden gelte es zu vermeiden, um die Zukunftsfähigkeit der Region langfristig erhalten zu können.

„Wir brauchen endlich einen Paradigmenwechsel bei Planung und Bau von Verkehrsprojekten im Sinne eines Aufbruchs hin zu mehr Schnelligkeit und Effizienz. Es wäre beispielsweise schon ein Fortschritt, wenn Bedenken zur Umweltverträglichkeit nur dann vor Gericht behandelt werden, wenn sie bereits im Planverfahren vorgebracht wurden. Der Preis, den die Region für die komplexen Genehmigungs- und Planungsverfahren zahlt, ist eindeutig zu hoch“, macht Bayer deutlich.

Maßnahmen zur Standardisierung und Beschleunigung

Die Empfehlungen der IHKs beinhalten Maßnahmen, mit denen Prozesse standardisiert und beschleunigt werden können. Digitale Potenziale sollten so ausgeschöpft werden, dass sich mit ihnen standardisierte Verfahren umsetzen lassen und Daten in einheitlicher Form und jederzeit für alle Verfahrensbeteiligten zugänglich sind. Zudem sei das kritische Prüfen von Fristen wichtig, um Planungen zu beschleunigen. Die IHK-Initiative plädiert deshalb für die Einführung einer verwaltungsinternen Termin- und Projektsteuerung, die insbesondere klare Bearbeitungsfristen festschreibt.

Personelle Voraussetzungen schaffen

Die Initiative Rheinland adressiert auch das Thema des Fachkräftemangels im Planungsbereich. Vielerorts fehle es an qualifizierten Fachplanerinnen und Fachplanern, so dass freie Stellen oftmals für längere Zeit unbesetzt blieben. „Wir müssen das Berufsfeld für Bauingenieurinnen und Bauingenieure in der Infrastrukturplanung stärker bewerben“, fordert Bayer. Eine Kontinuität in der Belegschaft sei eine weitere Grundvoraussetzung für flüssige Verfahren. Von der Politik wünsche man sich außerdem ein starkes Commitment, beispielsweise durch ein Sondervermögen Rheinbrücken.

Über die Studie:

Die Studie ist in Zusammenarbeit mit dem Institut für Straßenwesen (ISAC) der RWTH Aachen entstanden. Im Ergebnis werden 663 Brücken im Rheinland dem Traglastindex IV und 343 Brücken dem Traglastindex V zugeordnet (Stand 202). Der Index bewertet in einem Soll-Ist-Vergleich die baulichen Eigenschaften einer Brücke, die maßgeblichen Einfluss auf ihre Leistungsfähigkeit und Lebensdauer haben. Die Abstufung geht von I (sehr gut) bis Stufe V (sehr schlecht). Index V bedeutet, bei den Brücken besteht akut erheblicher Instandhaltungsbedarf.

IHK-Initiative Rheinland GbR:

In Auftrag gegeben wurde die Studie von der IHK-Initiative Rheinland GbR, deren Ziel die Weiterentwicklung des Rheinlands zu einem der attraktivsten Standorte Europas ist. Die Initiative ist ein Bündnis der sieben Industrie- und Handelskammern Aachen, Bergische Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein und Niederrheinische IHK Duisburg.

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Bundesweit einzigartiger Verkehrsversuch im Kreis Düren – In der Eifel erstmalig erprobt

Düren – Bundesweit einzigartiger Verkehrsversuch zur Sicherheit von Motorradfahrenden auf der Panoramastraße beginnt – Die „Panoramastraße“ in der Gemeinde Hürtgenwald im Kreis Düren hat neue Fahrbahnmarkierungen bekommen, die bundesweit einzigartig sind und für mehr Sicherheit bei Motorradfahrenden sorgen sollen. Es handelt sich um einen einjährigen Verkehrsversuch. Zum offiziellen Start dieser Probephase hat sich NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer am Mittwoch, 17. Mai gemeinsam mit Landrat Wolfgang Spelthahn und Vertreterinnen und Vertretern vom Landesbetrieb Straßen.NRW und der RWTH Aachen ein Bild von den Ellipsen gemacht, die nun die kurvenreiche L218 zwischen Vossenack und Schmidt zieren.

Die rundlichen Markierungen in zwei Linkskurven sollen dafür sorgen, dass Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer diese an der rechten Seite umfahren, auf ihrer Spur bleiben und die Kurven nicht schneiden. Das soll verhindern, dass sie mit Kopf und Oberköper auf die Gegenfahrbahn geraten. Zusammenstöße mit entgegenkommenden Fahrzeugen werden vermieden.

Verkehrsminister Oliver Krischer betonte: „Wir wollen die Verkehrssicherheit für die Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer verbessern. Durch die hier in der Eifel erstmalig erprobten Markierungen hoffen wir, einen Unfallschwerpunkt nachhaltig in den Griff zu bekommen. Dies kommt allen Verkehrsteilnehmenden zugute.“

Das NRW-Verkehrsministerium begleitet den Versuch. Die L218 gilt als Unfallschwerpunkt. Die Landesstraße liegt in Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen.NRW, der den Streckenabschnitt für den Verkehrsversuch zur Verfügung gestellt und die Anbringung der Markierung zwischen Vossenack und Schmidt übernommen hat. Vor allem während der Motorradsaison kommt es hier immer wieder zu schweren Zusammenstößen. Landrat Wolfgang Spelthahn, der sich für die Genehmigung des Verkehrsversuchs eingesetzt hat, hofft, dass die neuen Markierungen zu einer sicheren Fahrweise beitragen werden und der Verkehrsversuch erfolgreich ist. „Wenn durch diese Ellipsen auch nur ein schwerer Unfall vermieden werden kann, dann ist unser Ziel schon erreicht. Diese Neuerung kann Vorbild für viele Straßen in Deutschland sein, wo sich Unfälle häufen. Wir sind stolz darauf, dass wir hier im Kreis Düren Vorreiter sein können“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Jeweils rund 30 beziehungsweise 40 Ellipsen unterschiedlicher Breite sind in den Kurven beider Fahrbahnen aufgebracht und die Anwesenden zeigten sich beeindruckt, von dieser Innovation. Die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, der örtlich zuständigen Verkehrsverwaltungen und Wissenschaft konnten sich am Nachmittag von der angedachten Fahrweise überzeugen, denn Fahrerinnen und Fahrer aus dem Motorradteam von Straßen.NRW, die im Landesbetrieb für die Biker-Streckenkontrolle zuständig sind, demonstrierten die ideale Kurvenfahrt vor Ort, die auch ein langsameres Fahrverhalten zur Folge hat.

„Zweiradsicherheit ist für Straßen.NRW ein wichtiges Thema. Mit Schutzeinrichtungen wie Unterfahrschutz an Schutzplanken oder flexiblen Fahrbahnteilern erhöhen wir die Bikersicherheit an zahlreichen unserer Bundes- und Landesstraßen“, erklärt Straßen.NRW Direktor Dr. Sascha Kaiser und ergänzt: „Als Motorradfahrer weiß ich aus eigener Erfahrung, wie wichtig eine sicherere Kurvenführung ist. Wir hoffen, dass die Unfallzahlen mithilfe dieser Markierungen reduziert werden können.“ Das Institut für Straßenwesen der RWTH begleitet den Verkehrsversuch wissenschaftlich und wird untersuchen, inwieweit die Ellipsen zu einer Veränderung des Fahrverhaltens und somit auch zu einer Unfallvermeidung beitragen können. Mehrere Wärmebildkameras im Bereich einer Kurve zeichnen ausschließlich das Fahrverhalten auf. Kennzeichen und Gesichter sind im Wärmebild nicht sichtbar, dadurch werden keine personenbezogenen Daten erhoben.

„Wir freuen uns, dass wir uns an der Konzeption der neuartigen Markierung zur Erhöhung der Sicherheit beteiligen konnten. Unsere KI-basierten Analysemethoden bieten insbesondere bei der Bewertung von neuen Infrastrukturelementen vielfältige Möglichkeiten“, sagt Dr. Dirk Kemper, Leiter Verkehrstechnik am RWTH-Institut. Die Ergebnisse der Erprobung sollen als Grundlage für die Entscheidung dienen, ob und in welchem Umfang solche Markierungen dauerhaften Eingang in die straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften finden.

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Kunst & Kultur

Tausende Besucher in Jülich erwartet – Kulturelle Groß-Veranstaltung lockt auf den Jülicher Schlossplatz

Jülich – Handwerkliches, Schmückendes, Traditionelles und Modernes – der Jülicher Schlossplatz wird am 3. und 4. Juni jeweils von 11 bis 18 Uhr zum kreativen Schmelztiegel, wenn der nunmehr 29. Kunsthandwerkerinnenmarkt wieder Tausende Besuchende anlockt.

Der Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarkt genießt mit seiner künstlerischen Vielfalt und kunsthandwerklichen Sorgfalt einen guten Ruf weit über die Grenzen der Stadt hinaus und erfährt alljährlich eine überwältigende Resonanz.

Die Veranstaltung als kulturelles Highlight des Jahres ist eine Bereicherung für Jülich und immer eine Reise wert – für Besucher aus der ganzen Region und die über 230 Kunsthandwerkerinnen, die auf dem Schlossplatz vor historischer Kulisse ein buntes Markttreiben und eine ansprechende Palette an schönen und nützlichen Dingen bieten. Eine gelungene Mischung aus bewährten und immer wieder neuen Ausstellerinnen sorgt dabei für eine bunte Abwechslung. Das Grün der imposanten Kastanienbäume im Schatten der Jülicher Zitadelle ist dabei nur eine Nuance der farblichen Vielfalt, die auch in diesem Jahr die Besuchenden verwöhnen wird – und das sowohl im wörtlichen als auch übertragenen Sinne. Knallig rote Hüte, strahlend blaue Klangobjekte, leuchtend gelbe Seifen, zart lila Lavendel sprechen sowohl Auge, Haut, Nase und Ohren an.

Die kreative Schaffenskraft renommierter Künstlerinnen und Kunsthandwerkerinnen aus vielen Bundesländern und dem benachbarten Ausland ermöglichen diese große Palette an Sinneseindrücken. Es gibt einen betörenden Augen-, Ohren- und Gaumenschmaus und Einzigartiges aus edlen Materialien; Kunstwerke zum Anziehen von Kopf bis Fuß, für Haus und Garten vom Dach bis zum Keller, zum Anhören und Aufessen, zum Schmecken und Riechen. Die Ausstellerinnen lieben das außergewöhnliche Ambiente auf dem Schlossplatz und wissen, dass ein interessiertes Publikum ihre Arbeiten schätzt.

Es darf probiert und gestöbert werden in den Unikaten, die mit viel Liebe zum Detail in hochwertiger Handarbeit geschaffen wurden. Dabei werden alte Techniken des Handwerks ebenso präsentiert wie neue Trends zur Gestaltung. Hochqualitative und exklusive Kunst, von Frauenhand gefertigt, kann hier erlebt werden: Bildhauerinnen, Schreinerinnen, Malerinnen, Hutmacherinnen, Töpferinnen und Goldschmiedinnen haben ihre Werke selbst gefertigt und stellen sich, ihre Arbeit und Produkte vor. Je individueller das Gewerk und je älter und verloren geglaubter das Handwerk ist, desto mehr Augenmerk erreichen die Künstlerinnen. Wo kann man beispielsweise heute noch Besenbinderinnen bei der Arbeit zusehen und ihre zu Kunstwerken gewordenen ursprünglichen Alltagsgegenstände erwerben?

Auf dem Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarkt sind zahlreiche Kunsthandwerkerinnen zu finden, die nicht nur ihre Werke, sondern auch ihr Werken vor Ort präsentieren. Die Frauen geben gern Einblick in ihre Arbeitsweisen, Auskünfte über den Produktionsprozess und oftmals sogar hautnahen Anschauungsunterricht direkt am Stand. Viele Ausstellerinnen setzen auf Anfrage auch kreative Ideen der Besucher um. Sie freuen sich über das Interesse der Besucher und die Begeisterung ist auf beiden Seiten spürbar – ehrliches Interesse an ehrlicher Kunst.

Ob Keramik, Holz, Papier, Emaille, Filz, Glas, Leder oder Metall – die für die Kunstwerke verwendeten Materialien sind ebenso vielfältig wie ihre Verwendungsmöglichkeiten. Die Exponate von edel bis exzentrisch tragen die persönliche Handschrift jeder Kunsthandwerkerin. Der Phantasie und künstlerischen Formgebung sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Allen Gewerken gemeinsam sind ihre Einmaligkeit und der Einfallsreichtum der Kunsthandwerkerinnen. Die ausgefallenen und hochwertigen Produkte sind als Geschenkideen für sich selbst und andere geeignet. Die Besucher können sich darauf verlassen, dass für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas zu finden ist und sie sich überzeugen und inspirieren lassen können.

Die Ausstellerinnen finden sich hier unter einer Vielzahl Gleichgesinnter wieder und vor allem ein Publikum, das ihre Kunst zu schätzen weiß und manch weiten Weg auf sich genommen hat, um in diese Kreativ-Oase ein-, und mit kunstgewerblichen Exponaten bepackt wiederaufzutauchen. Für sie ist der Kunsthandwerkerinnenmarkt in Jülich schon lange kein Geheimtipp mehr, sondern ein Höhepunkt in ihren Jahresaktivitäten.

Der Kunsthandwerkerinnenmarkt ist auch Begegnungsstätte mit musikalischer und kulinarischer Verköstigung rund um eine gastronomische Insel, die zum Verweilen und Genuss zahlreicher kulinarischer internationaler Köstlichkeiten einlädt.

Wer erst zuhause seinen Gaumen verwöhnen möchte, findet in der „Grünen Ecke“ des Marktes eine Vielzahl an kulinarischen Kunstwerken von Ölen über Likör über Teigwaren und Käse, Kräuter und Dips bis zu Kräutern und Pflanzen. Auch hier kann probiert und gefachsimpelt werden – und natürlich gekauft.

Eckdaten:

  1. Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarkt, Schlossplatz Jülich

Samstag und Sonntag, 3. und 4. Juni 2023, von 11-18 Uhr

Internet: www.juelich.de/kunsthandwerkerinnenmarkt

Kontakt/ Ansprechpartner:

Stadtmarketing Jülich

Julia Huneke

Große Rurstraße 17

52428 Jülich

Tel.:  +49 2461-63419

E-Mail: JHuneke@juelich.de

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Kreis Mayen-Koblenz wirbt um ärztlichen Nachwuchs

Region/Mayen-Koblenz – Landrat Dr. Saftig lädt Medizinstudierende zu Netzwerktreffen ein – Teilnehmende schätzen persönlichen Austausch. Die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung ist und bleibt ein großes Thema im Landkreis Mayen-Koblenz. Aus diesem Grund hat Landrat Dr. Alexander Saftig einmal mehr Medizinstudierende aus dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) und dem St. Nikolaus Stiftshospital Andernach zu einem Netzwerktreffen eingeladen. Im Fokus des diesjährigen Treffens in Spay standen insbesondere der Netzwerkgedanke und auch das „Kennenlernen“ der Region. Rund 30 Teilnehmende beteiligten sich an einem guten kommunikativen Austausch in geselliger Atmosphäre.

Der Landkreis unterstützt seit Langem unter anderem die Verbundweiterbildung im GKM und St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach. Des Weiteren fördert Mayen-Koblenz im Rahmen von Smart Cities das digitale Projekt „Herz.Gesund“, mit dem die Betreuung der Personen, die an Herzinsuffizienz leiden, durch den Einsatz von Telemedizin optimiert werden. Mit den Medizinstudierenden im persönlichen Austausch zu sein, ist dem Landrat daher ein besonderes Anliegen.

Was kann der Landkreis noch tun?

„Dazu beizutragen, die ärztliche Versorgung in Mayen-Koblenz sicherzustellen ist mir ein Herzensanliegen. Dafür engagieren wir uns bereits in vielfältiger Weise“, sagte Landrat. Dr. Alexander Saftig und fragte die Medizinstudierenden, was der Landkreis in Zukunft noch alles gezielt tun kann, damit der ärztliche Nachwuchs seine Ausbildung in der Region absolviert und sich auch künftig im Landkreis niederlässt. „Wie können wir uns für Sie als attraktiver Lebens- und Arbeitsort präsentieren?“ So manche Antwort darauf erhielten Landrat Saftig, der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong, Lea Bales von der Kreisverwaltung und Vertreter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein in anschließenden Gesprächen aus erster Hand.

Obendrein stellte Melitta Fechner, Referentin der Zulassungs- und Kooperationsberatung der Kassenärztlichen Vereinigung RLP (KV RLP) die vielseitigen Unterstützungsmöglichkeiten der KV RLP für Medizinstudierende während des Studiums und dann auch bei der späteren Niederlassung mit einer Arztpraxis vor. Viele der Medizinstudierenden kannten das Angebot in Grundzügen. Es sei ein Pluspunkt für Rheinland-Pfalz und damit auch für den Landkreis, da andere Bundesländer hier nicht so gut aufgestellt seien, berichtete Fechner. Für zwei Teilnehmer war es auch mit ausschlaggebend, das praktische Jahr an einem Lehrkrankenhaus im Rahmen des Medizinstudiums in Rheinland-Pfalz durchführen zu können. So kommen auch die Medizinstudierenden der Universitätsmedizin Bonn gerne in unsere Region.

Eine weitere wichtige Herausforderung, um werdende Mediziner für die Region zu gewinnen, ist aber auch der Wohnungsmarkt. Oft werden in Nähe zu den Lehrkrankenhäusern keine Wohngemeinschaften oder kleine Apartments zu günstigen Preisen angeboten. Wohnraum ist somit ein wichtiges Thema – und zwar solcher zu bezahlbaren Preisen und in einer Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt. Um dieses Problem zu lösen, befinden sich die Kreisverwaltung, die Wirtschaftsförderung am Mittelrhein sowie die beiden Krankenhäuser und die Kreissparkasse Mayen in engem Austausch.

Mayen-Koblenz hat viel zu bieten

Für die Nachwuchskräfte, die den Wohnort nicht wechseln, ist Mobilität ein weiteres wichtiges Thema. Durch die Einführung des 49-Euro-Tickets gibt es in Kombination mit der engen Taktung im ÖPNV in MYK mittlerweile deutliche Verbesserungen. Seitens des Landes wird aber noch am einheitlichen Solidarticket für Studierende gearbeitet. Die teilnehmenden Medizinstudierenden zeigten sich dankbar für den unkomplizierten und persönlichen Austausch mit dem Landrat und der Kreisverwaltung. Den liebens- und lebenswerten Landkreis Mayen-Koblenz stärker ins Bewusstsein der angehenden Mediziner zu rücken, bewerteten sie durchweg als positiv. Dass Mayen-Koblenz schon jetzt gut bei vielen ankommt, zeigt auch die Rückmeldung, dass die Medizinstudierenden regelmäßig die vielen attraktiven Angebote im Landkreis Mayen-Koblenz nutzen, um nach dem Lernen und der Arbeit im Krankenhaus das Rhein-Mosel-Eifel-Land noch besser kennenzulernen.

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„Es geht voran“ – Wiederaufbau des Hauses der Begegnung in Kall für 1,3 Mio. Euro

Kall – Haus der Begegnung wurde bei der Flut in weiten Teilen zerstört – Wiederaufbau für gut 1,3 Mio. Euro – Neueröffnung für Anfang 2024 geplant. Ob es gelingen würde, für ein Foto vor dem von der Flut hart getroffenen „Haus der Begegnung“ (HDB) in die Kamera zu lächeln? „Ja“, waren sich Bürgermeister Hermann-Josef Esser, sein Allgemeiner Vertreter Markus Auel, der Teamleiter Bauamt Lothar Schatten und seine Mitarbeiterin Corinna Poensgen einig, denn: „Es geht voran.“

Allerdings, so berichtet der Bürgermeister: „Als wir das Haus der Begegnung nach der Flut erstmals betraten, war das schon sehr bitter.“ Ein Bild der Verwüstung habe sich geboten, als es endlich gelungen war, die demolierten Türen aufzubrechen. Lothar Schatten, der im Jahr 2018 die Planung und den Bau der Begegnungsstätte eng begleitet hatte, erinnert sich: „Das Erdgeschoss war total verwüstet, sogar Deckenplatten hatte die Wucht des Wassers herausgerissen, die Metallständer der Trockenbauwände waren zu Spiralen eingedreht.“

Gut 1,3 Millionen Euro wurden mit dem Wiederaufbauplan zur Wiederherstellung des Gebäudes bewilligt, die Verwaltung geht momentan davon aus, dass die Arbeiten am Haus selbst bis Ende des Jahres fertiggestellt werden können. Ab 2024 soll dann der Betrieb wieder starten. „Parallel gehen wir dann den Hof der Begegnung an“, so der Bürgermeister. Wie Teamleiter Schatten berichtete, wurde das Gebäude bereits neu gedämmt und verputzt, aktuell werden die Fliesen gelegt, es folgen Malerarbeiten. „Besonders wichtig ist uns auch, dass der Aufzug möglichst schnell wieder in Betrieb geht, denn er stellt die Barrierefreiheit des Rathauses sicher“, so Bürgermeister Hermann-Josef Esser. Die Bibliothek im Obergeschoss des Hauses konnte dank des Verbindungsganges zum Rathaus bereits kurz nach der Flut wieder öffnen. Mit dem Wiederaufbau wird gemäß politischem Beschluss das barrierefreie WC neben dem Haupteingang zum HDB in eine öffentlich zugängliche Toilette umgewandelt, der Bereich wird vom Rest des Erdgeschosses abgetrennt.

Die Flut kam nur gut zwei Jahre nach der feierlichen Einweihung des HDB, das mit NRW-Fördergeldern aus dem „Sonderprogramm Hilfen im Städtebau zur Integration von Flüchtlingen“ auf den drei konzeptionellen Säulen „Bildung, Kultur und Integration“ erbaut worden war. Neben dem Gebäude selbst wurde auch das gesamte Inventar im Erdgeschoss zerstört, darunter modernste Seminarmöbel und -technik, eine Küche und zwei Büros mit Equipment. Die rund 20 Partner/innen wie die GenoEifel eG; die VHS, die Euroschulen, das DRK, der Jugendmigrationsdienst und andere mussten sich nach der Flut kurzfristig alternative Räumlichkeiten suchen. Mittlerweile haben einige von ihnen bereits zugesagt, 2024 wieder ins Haus der Begegnung zurückzukommen.

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„Burgfest, Adieu!“ – Das große Fest auf dem Wasserschloss zu Pfingsten wird nicht mehr stattfinden

Mechernich-Eicks – Es hat eine lange Tradition in Eicks, doch nun ist es vorbei: „Über viele Jahre hat sich die Entscheidung entwickelt, die Durchführung des Burgfests in Frage zu stellen. Rückläufige Besucherzahlen, immer mehr Auflagen, viel Arbeit und große Kosten haben leider keine andere Wahl mehr gelassen“ erklärte Rudolf Voissel, Vorsitzender des „Musikvereins St. Martin Eicks“: „Nach vielen Überlegungen hat die Mitgliederversammlung nun abgestimmt. Das Ergebnis war eindeutig.“ So heißt es nun: „Burgfest, Adieu!“

Schweren Herzens habe man sich zu dem Entschluss durchgerungen. „Schließlich haben wir in all den Jahren viele nette Menschen getroffen, verrückte Sachen erlebt und wunderbare Erinnerungen geschaffen“ so der Vorsitzende. Im Jahr 2025 hätte das Fest sein 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Wie alles begann…

Erstmalig fand es 1975 unter Mitwirkung der Musikvereine Floisdorf und Glehn statt. Nach und nach wurde der Besucherstrom größer und neue Ideen mussten her. Ein großes Zelt, ein großer Schwenkgrill, eine Bühne und viele fleißige Helfer im Hintergrund sorgten für einen gelungen Ablauf der Veranstaltung.

In den 1980er Jahren entwickelte sich das Burgfest zu einer Institution – am Samstagabend sorgten Tanzbands wie „New Barbados“ oder die „Tropicals“ für Stimmung und sonntags gab es ein buntes Familienprogramm. Mit den Kölner Urgesteinen Toni und Heli Steingass gewann man noch mehr Reichweite. Als im Jahr 1985 der befreundete „Trachtenverein Neuötting“ sowie das erste Regiment des „Hussard des Parachutistes“ das Fest mitgestalteten, gab es kein Halten mehr. Selbst prominente Besucher wie Ex-Fußball-Nationalmannschaftsspieler Toni Schumacher wurden beim Burgfest gesichtet. Im Laufe der folgenden Jahre konnten sogar die „Höhner“, die „Bläck Fööss“, Startrompeter Walter Scholz, Heino und „die Räuber“ für das Sonntagsprogramm gewonnen werden.

Kleineres Fest noch „Zukunftsmusik“

Doch Ende der 2000er Jahre entwickelt sich der Besucherstrom zurück. Daher entschied man sich im Jahr 2014, das Konzept für den Samstagabend anders zu gestalten. Die „Domstürmern“ und „Kasalla“ verhalfen zwar zu mehr Besuchern, aber die Entwicklung war nicht mehr aufzuhalten. „Kosten sparen“ lautete das Motto.

Schließlich entschied man sich, das Fest nur noch sonntags stattfinden zu lassen. Von der Organisation bis hin zum Aufbau, Einkauf, Kuchen backen, über das Fest selber und den Abbau waren schließlich mehr als 60 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die über eine Woche lang intensiv für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

Im Jahr 2020 musste das Burgfest erstmals seit Bestehen aufgrund der Corona-Situation abgesagt werden, die darauffolgenden Jahre ebenso. Im vergangenen Jahr startete der Musikverein dann nochmals einen Versuch, doch das Wetter meinte es nicht gut und zu wenige Besucher fanden den Weg nach Eicks.

„Nun ist die Entscheidung gefallen“, so Rudolf Voissel: „Vielleicht werden wir – aus Liebe zur Tradition und zu unserem Dorf – irgendwann wieder ein Fest organisieren. Kleiner, und nicht an Pfingsten. Aber das ist im Moment Zukunftsmusik. Wir uns an dieser Stelle nochmals herzlich bei allen Helfern bedanken, die uns immer tatkräftig unterstützt haben. Danke unseren treuen Besuchern, die jedem Wetter getrotzt haben und mit uns das schöne Ambiente genossen haben. Und natürlich an Familie Bacher, die uns all die Jahre im Rund um die Burg willkommen geheißen hat. Vielen herzlichen Dank!“

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Kreissparkasse Ahrweiler bei Bargeld-Versorgung Nummer 1 im Landkreis Ahrweiler

Ahrweiler – Die Kreissparkasse Ahrweiler betreibt das mit Abstand dichteste Filial- und Geldautomatennetz aller Finanzdienstleister im Landkreis Ahrweiler. Als führendes Kreditinstitut der Region hält sie trotz der enorm gestiegenen Anzahl an Geldautomatensprengungen daran fest.

„Uns beschäftigt die aktuelle Gefahrenlage. Die Sicherheit von Kunden, Anwohnern und Bürgern steht für uns an erster Stelle.“, berichtet Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler, und führt weiter aus: „Wir sind uns aber auch unserer Rolle und Verantwortung bewusst. Wir möchten auch in Zukunft eine flächendeckende und sichere Bargeldversorgung gewährleisten: Daher haben wir bereits eine Vielzahl von Maßnahmen initiiert, um Geldautomatensprengungen ganz zu verhindern. Der Abbau einzelner Geldautomaten ist für uns nur die allerletzte Option, wenn alle anderen Sicherungsmaßnahmen nicht mehr helfen.“

„Wir sind für die Menschen im Kreis Ahrweiler der erste Ansprechpartner wenn’s um Geld geht. Das zeigt sich nicht zuletzt durch das dichteste Geldautomatennetz im gesamten Landkreis und den hiermit verbundenen flächendeckenden Bargeldservice. Es ist unser Selbstverständnis, auch in Krisenzeiten an der Seite unserer Kunden und der Menschen in unserer Region mit Stabilität, Kontinuität und Verlässlichkeit zu stehen. Weil’s auch um mehr als Geld geht!“, ergänzt Guido Mombauer, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Ahrweiler.

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Zahlreiche Gäste bei der Frühjahrs-Tagung des Eifelvereins

Daun – Neben Neuwahlen standen Wanderungen, Ehrungen und Auszeichnungen auf dem Programm. Dr. Ralf Nolten, MdL im Landtag NRW, wurde auf der Frühjahrstagung des Eifelvereins am 13. Mai im Forum Daun einstimmig zum neuen Hauptvorsitzenden gewählt. Er löst damit Rolf Seel, der den Verein in den letzten vier Jahren mit Herz, Verstand und sicherer Hand durch schwierige Jahre (die Jahrhundertflut, Corona und der furchtbare Krieg in Europa) geführt hat und nicht mehr kandidierte, ab.

Vor der Neuwahl würdigte Heinz-Peter Thiel (stellvertr. Hauptvorsitzender) den über die Landesgrenzen hinweg hochangesehenen Seel für seinen unermüdlichen Einsatz. Entsprechend gedankt wurde auch dem langjährigen Geschäftsführer Manfred Rippinger, der Ende August in den wohlverdienten Ruhestand gehen wird. In der Laudatio von Rolf Seel und später bei seinen eigenen Abschiedsworten wurde klar, dass der Eifelverein für Manfred Rippinger nicht nur Beruf, sondern seine Berufung war. Rippinger erhielt dafür von den zahlreich erschienenen Mitgliedern und Gästen „Standing Ovations“. Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurden: Markus Ramers, Landrat Kreis Euskirchen (zweiter stellvertr. Vorsitzender), Ingo Pfennings, Bürgermeister von Schleiden (Beisitzer) und André Uzulis, Journalist (Hauptwegewart Süd). All diejenigen, die zum Teil lange Jahre dem Vorstand angehörten und nicht mehr kandidierten, wurden herzlich verabschiedet- denn es ist klar: Sie werden auch künftig dem Eifelverein ihre Treue halten.

Wie es sich für eine Frühjahrstagung gehört, wurden zudem Preise in den Kategorien: Kultur, Naturschutz und Mitgliedergewinnung vergeben. Hauptkulturwart Prof. Wolfgang Schmid überreichte den Wolf-von Reis-Kulturpreis an die Ortsgruppe (OG) Bornheim für den neu errichteten „Bornheimer Quellen-Weg“, der eindrucksvoll über die Geschichte der Wasserversorgung informiert. Der Konrad-Schubach Naturschutzpreis wurde von Hauptnaturschutzwart Hanns-Jörg Pohlmeyer an die OG Daun für ihren Einsatz im Landschaftsschutz hinsichtlich der Auswirkungen der Rohstoffausbeutung verliehen. Auch die anderen Preisträger hatten hervorragende Ideen und Projekte umgesetzt, die es zu würdigen galt. Geehrt wurde ebenfalls die OG Nideggen für den größten Mitgliederzuwachs.

In dem Zusammenhang machte die designierte Geschäftsführerin Dr. Petra Holz auf das erfolgreich angelaufene Projekt: „Bäume pflanzen für neue Mitglieder“ aufmerksam. Wer bis Ende September Mitglied im Eifelverein wird, sichert einen Baum im Wald der Zukunft. Für den neuen Vorsitzenden Ralf Nolten ist klar – Wandern ist ein Zukunftstrend und wer in der Eifel wandert, ist im Eifelverein bestens aufgehoben. Mit seiner Vision 2030 gehe der Eifelverein die Chancen und Herausforderungen des Themas Wandern konsequent an: sei es in den Bereichen Nachhaltigkeit, Aus- und Fortbildung, Digitalisierung oder neue Wanderformate wie das Konzept MITWandern mit den Eifel-Experten. Nolten hat vor, hier eigene Akzente zu setzen, was er mit dem Hinweis auf seine Position zum Thema Freiflächen-Photovoltaik bereits angedeutet hat.

Nachdem etliche Mitglieder wegen ihrem Einsatz und der Verbundenheit zum Verein ausgezeichnet wurden, dankten die Verantwortlichen den Gastgebern der OG Daun. Deren Rahmenprogramm mit attraktiven Wanderungen mit unterschiedlichen Streckenführungen, der guten Verköstigung der Teilnehmenden, sowie Musikeinlagen machten die Tagung zu einem Ort, der viele Menschen, die alle die Liebe zur Eifel in sich tragen, zusammengeführt hat.