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Kunst & Kultur

Aachener Festival der Vielfalt feiert seine dritte Auflage

Aachen – Die Stadt Aachen feiert vom 25. bis zum 27. August in drei Quartieren unter dem Motto „Aachen lieben – Vielfalt leben“ sowie mit einem umfangreichen Programm das dritte „Festival der Vielfalt“. An diesem Wochenende sollen die facettenreiche Stadtgesellschaft und das friedliche Zusammenleben der Menschen in Aachen gefeiert und sichtbar gemacht werden.

Aktuelles Verständnis von Migration und Vielfalt

„Seit dem Jahr 2006 war der ‚Tag der Integration‘ ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt Aachen“, sagt Rolf Frankenberger, Leiter des städtischen Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration. Die Pandemie schränkte die Organisation dieses traditionellen Veranstaltungskonzepts ein, ermöglichte jedoch zugleich eine konzeptionelle Weiterentwicklung. 2021 fand das erste „Festival der Vielfalt“ in digitaler Form, 2022 aufgrund der Zuwanderung von ukrainischen Geflüchteten in einem kleineren, aber sehr erfolgreichen Format in Präsenz statt. Rolf Frankenberger weiter: „Dies zeigt, dass das Format des Festivals dem aktuellen Verständnis von Migration und Vielfalt entspricht. Der Fokus richtet sich hier vor allem auf die Haltung und gegenseitige Wertschätzung in einer vielfältigen Stadtgesellschaft“.

Eröffnet wird das „Festival der Vielfalt“ am Freitag, 25. August, um 14 Uhr durch den städtischen Integrationsrat und die Kampagne „10+1 Bäume für die Opfer des NSU“, mit einer Baumwidmung für Opfer rechtsextremistischer Gewalt, sowie der Enthüllung von zwei Gedenkstelen im Ferberpark. Um 17 Uhr findet im Depot Talstraße eine Podiumsdiskussion zum Thema “Engagement gegen Rassismus“ mit der Bildungsinitiative Ferhat Unvar und Merfin Demir, Referent für Rassismuskritik und Empowerment, statt. Um 19 Uhr folgt im Depot die Verleihung des diesjährigen Integrationspreises.

Menschlichkeit, Freiheit und Demokratie

Cengiz Uluğ, Vorsitzender des Aachener Integrationsrats, erklärt: „Wir schließen uns am Freitag auch in Aachen mit dem Gedenkprojekt ‚10 + 1 Bäume‘einer landesweiten Kampagne an. Die zehn Bäume stehen für die zehn Opfer des NSU, den einen weiteren Baum widmen wir allen genannten und ungenannten Opfern rassistischer Gewalt. Zwei Gedenkstelen klären über die Bedeutung des Mahnmals auf. Ich hoffe, dass wir damit in Aachen ein Zeichen setzen, um Menschlichkeit, Freiheit und Demokratie zu bewahren und zu schützen“.

Begegnungen

Am Samstag, 26. August, stellen sich beim Tag der Offenen Tür ab 13 Uhr die Mieter*innen der Nadelfabrik am Reichsweg vor. Die Kennedybühne lockt mit einem vielfältigen Bühnenprogramm aus Musik, Tanz und Lyrik, im Kernnedypark sind kulinarische Angebote aus aller Welt sowie Infostände von zahlreichen Vereinen, Organisationen und Institutionen zu finden Es gibt ebenfalls vielfältige Mitmachangebote für Kinder und Jugendliche. Am Sonntag, 27. August, steht das Depot in der Talstraße schließlich ganz im Zeichen von Mitmachangeboten, Kinderprogramm, Musik, Kulinarik und Kino. „Ein Fest für und in der Stadtgesellschaft lebt von Begegnungen. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir die Besucher*innen ein komplettes Wochenende lang in drei verschiedenen Quartieren begrüßen können“, sagt die städtische Integrationsbeauftragte Nenja Ziesen. „Wir sind sehr gespannt, wie dieses neue Format angenommen wird. Ohne mein tolles Orga-Team hätten wir das Festival der Vielfalt nicht in dieser Form auf die Beine stellen können. Ihnen allen gilt daher schon jetzt mein herzlicher Dank.“

Das komplette Programm des Festivals der Vielfalt gibt es im Internet unter https://festivaldervielfaltaachen.de . Dort findet man auch Postkarten in 13 verschiedenen Sprachversionen, die zum Mitmachen einladen.

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Stadt Euskirchen und Bundeswehr pflegen guten Kontakt

Euskirchen – Seit fast 40 Jahren pflegen die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und die Mitarbeitenden der Euskirchener Kasernen sowie der Rat der Stadt Euskirchen einen regen Austausch, um die Verbundenheit zwischen Bundeswehr und Verwaltung zu pflegen. Euskirchen ist der viertgrößte Bundeswehrstandort in NRW und mittlerweile Heimat von sechs Dienststellen. Dazu gehören das Zentrum für Cybersicherheit, das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr – welches Geoinformationen und Wetterdaten für Auslandseinsätze bereitstellt – und die Big Band der Bundeswehr.

„Wir können es kaum erwarten, die siebte Dienststelle am Standort zu begrüßen, nämlich das Sanitätsversorgungszentrum, das hoffentlich noch in diesem Jahr von Mechernich nach Euskirchen verlegt wird“, berichtete der Standortälteste Brigadegeneral Peter Webert, bei einem Treffen zwischen Stadtverwaltung, Stadtrat und Bundeswehr.

Bürgermeister Sacha Reichelt betonte bei der Zusammenkunft ebenfalls, dass die Bundeswehr ein wichtiger Arbeitgeber in Euskirchen sei und natürlich ein wichtiger Partner für die Stadtverwaltung. Man denke nur an die Unterstützung durch die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr während der Flutkatastrophe.

„Dieses regelmäßige Treffen zeigt schon, dass die Verbundenheit eine besondere ist“, so auch der Bürgermeister.

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Westconnect startet Breitband-Ausbau in der Stadt Daun

Daun – Die Westconnect GmbH bringt Glasfasernetze in die Stadt Daun. Ab sofort baut das Unternehmen das Glasfasernetz in „Fiber To The Home“-Bauweise (FTTH) auch in dieser Kommune weiter aus. Zum Baustart kamen Vertreter*innen der Gemeinde und der beteiligten Unternehmen zusammen. Der Teilausbau umfasst ca. 530 Adressen von Gewerbetriebenden und Privatpersonen, an denen noch kein schnelles Internet verfügbar ist. Die Inbetriebnahme der Anschlüsse ist voraussichtlich Mitte 2024 vorgesehen.

„Schnelle Internetanschlüsse sind in jedem Fall ein echter Wettbewerbsvorteil und verbessern auch unsere Lebensqualität. Die Vorteile von Breitband sind vielfältig. Mit einem eigenen Glasfaseranschluss muss die Bandbreite beispielsweise nicht mit anderen geteilt werden. So steht Kund*innen immer die volle Leistung zur Verfügung. Auch kann der Wert von Immobilien gesteigert werden. Interessierte, die diese Chance bis zum Ende der Vorvermarktung wahrnehmen, profitieren dabei von einem kostenfreien Glasfaseranschluss“, erklärt Stadtbürgermeister Friedhelm Marder.

Mit dem Ausbau sind die Privathaushalte sowie Gewerbetreibenden zukunftssicher aufgestellt: Das neue Glasfasernetz bietet Übertragungsraten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde. Philipp Klein, Key Account-Manager von Westconnect, ergänzt: „Beim Ausbau des schnellen Internets beschränken wir uns nicht nur auf die Interessen der größeren Städte und Gemeinden, sondern blicken auf eine Flächenversorgung im gesamten Versorgungsgebiet. Wir freuen uns darüber, die Stadt Daun und viele weitere Kommunen zu unterstützen, um die digitale Leistungsfähigkeit von Schulen, Wirtschaft und Privathaushalten weiter auszubauen.“

Auskunft und Beratung

Die Westconnect GmbH ist zuständig für den Ausbau des Breitbandnetzes in den Städten und Gemeinden. Die Ansprache von Kund*innen im Ausbaugebiet und der Vertrieb von passenden Breitbandprodukten erfolgt dienstleistend unter der Marke „E.ON Highspeed“ durch die E.ON Energie Deutschland.

Auskünfte über Produkte und Services gibt es über die kostenfreie Info-Hotline 0800-9900066. Über einen Verfügbarkeitscheck unter https://eon-highspeed.com/daun können Anwohnende sowie Gewerbetreibende sich den Anschluss auch online bestellen.

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Kunst & Kultur

Schwung- und stimmungsvoller Auftakt des von der VR-Bank Nordeifel gesponserten Mundartfestivals „Mir kalle Platt“

Nettersheim/Euskirchen – Einen erwartungsgemäß schwung-und stimmungsvollen Auftakt nahm das Mundartfestival „Mir kalle Platt“ am Samstagabend in der ausverkauften Nettersheimer Kulturscheune. Sogar auf dem Ackerwagen und im Heustadel hinten saßen Mundartfans aus Nordeifel und Börde.

Landrat Markus Ramers und Vorstandsvorsitzender Mark Heiter von der VR-Bank Nordeifel, dem Hauptsponsor, eröffneten den bis 15. Oktober programmierten Veranstaltungsreigen. Ferdi Geißler, erster stellvertretender Bürgermeister von Norbert Crump, vertrat die Gastgebergemeinde Nettersheim würdig in deren Mundart. Dann übergaben sie das Mikrophon an den Sprach- und Stimmakrobaten Julius Esser, der das Publikum vom ersten Augenblick an auf seiner Seite hatte.

Der Moderator, Poetry-Slammer und Betreiber des „Siechhaus“-Unterhaltungs-Cafés bei Zülpich sagte nicht nur die Akteure des Abends an, sondern „riss“ auch seinerseits einen Gag nach dem andern. Im Programm wirkten Günter Hochgürtel und Manni Lang von der „Eifel-Gäng“ ebenso mit wie Singer-Songwriter Martin Sina aus Euskirchen, der Heimbach-Vlattener Kabarettist Jens Bongard und Birte Karstens von Julius Essers Zülpicher Liga alternativer Karnevalisten.

Gebrüllt vor Lachen

Dem Fass den Boden aus schlug der erst achtjährige Markus Hopfinger aus Bürvenich, der zusammen mit Julius Esser den Sketch „De Kapp öss fott“ vortrug, eine Parodie auf Kölsch über den alten katholischen Messritus. Das Publikum brüllte vor Lachen. Auch nicht schlecht war das Eifeler Hiellichlied „Ose Noobesch Pitte“, das Manni Lang anstimmte und damit den Saal zum Kochen brachte.

Der Verfasser der Mundartkolumne „Manni kallt Platt“ im WochenSpiegel und Öffentlichkeitsarbeiter der VR-Bank Nordeifel erinnerte an die genossenschaftliche Solidaritätsbewegung des 19. Jahrhunderts, während der es im damaligen „Preußisch Sibirien“ zur Gründung der Vorgänger-Banken der heutigen VR-Bank Nordeifel und einigem Wohlstand kam.

Manni Lang rezitierte die Ballade „Thiatr om Dörp“ des fast hundertjährigen Eifeldichters Fritz Koenn, der seinerzeit das Unternehmensleitbild der „Hausbank der Region“ verfasst hatte: „Os Mitjlieder, Kongde unn Kolleeje könne sich op os verlosse, für die mir zönk lange Johre wirke … Zesaame stoon unn zesaame joon – dat mäht unn hält os stärk.“

Helga Hettmer, eine gebürtige Euskirchenerin, die seit 46 Jahren in Niederelvenich lebt, und der Zülpicher „Native-Speaker“ Udo Esser wurden im Film eingespielt und gaben ihre eindrucksvollen Bekenntnisse zu Heimat und Platt kund. Zusammenhalt und Platt haben miteinander zu tun.

„Mundart Teil unserer DNA“

Auch zwischen Eifel und VR-Bank Nordeigel passe kein Blatt Papier, so der zitierte Fritz Koenn: „Wir sind die Bank und das Rückgrat der Region. Kein Verein, Verband, keine politische Gruppierung hat so viele Mitglieder wie die VR-Bank Nordeifel.“ Und: „Wenn et dr Berch erop joon soll, daasch mr net zu bangk senn, ens jet angesch ze maache. Dafür mosse mir forsch no vüere kicke unn emmer de Uere spetze unn de Ohre ophalde. Bei all dämm wäere mir net verjeiße, dat mir en echt Eefeler Jenossenschaff senn unn blieve wolle.“

Oder, wie es Vorstandsvorsitzender Mark Heiter in seiner kurzen Ansprache formulierte: „Eefeler Platt ist ein Teil unserer DNA. Und »Dress« für Misslungenes klinge beispielsweise wesentlich entspannter und versöhnlicher als das hochdeutsche Entsprechungswort. Manches Kundengespräch gehe von ganz alleine von der Hochsprache in die Mundart über, so Heiter: „Mit verstohn oss Kunde!“

Landrat Markus Ramers hatte von einem Vortermin beim Eifelverein auf der Mayener Genoveva-Burg die Schöpfungsgeschichte des Eifelers mitgebracht. Obwohl die beiden von einem Künstler geschnitzten Holzfiguren noch nicht ganz fertig und vor allem noch nicht geschliffen und poliert waren, hauchte der Schöpfer ihnen unvorsichtigerweise Leben ein.

„Halt, ich muss Euch erst noch fertigstellen“, rief der Schnitzer dem davoneilenden Pärchen hinterher, doch Gottvater beschwichtigte ihn: „Loss se loofe… die senn zwar onjeschleffe, äve de Hoopsaach öss, et Hätz öss joot!“ Vorwiegend heiter waren auch die Songs op Platt, die der Leadgitarrist und Sänger der Rockgruppe „Wibbelstetz“, „Troubadour“ und „Eifel-Gängster“ Günter Hochgürtel zum Besten gab: „Himbeer-Marmelad“, „Om Uehlebersch“ und „Ahle Kaschem“.

Sein Gitarristen- und Sängerkollege Martin Sina war für die ernste Abteilung zuständig und stellte seine Kompositionen „Küchenblues“ über den Ukrainekrieg, „Panama“, eine Liebeserklärung an die rheinische Heimat, und „Op ejene Fööß“ vor. In dem letzteren Lied besingt Martin Sina die lange Demenz seiner vor acht Wochen verstorbenen Mutter und die Geburt einer ganzen Reihe von Enkelkindern in dieser Zeit. Langanhaltender Beifall zeigte, wie sehr Sinas Töne und nachdenklichen Worte auf Platt den Nerv des Publikums getroffen hatten.

„Heem john“ und das „Eefelleed“

Vor dem großen Finale mit allen Akteuren stimmte „Eifeltroubadour Günter Hochgürtel sein „Eefelleed“ an. Die Menschen in der Nettersheimer Kulturscheune sangen mit und schwenkten gerührt Taschentücher zum Abschied. Auch nach vier Stunden Programm waren sie keineswegs müde. Hochgürtel musste als Zugabe seinen Song „Heem john“ anstimmen, der in vielen Dörfern bereits zum Ritual des Kirmesbegrabens gehört.

Der von Nicole Habrich (Nordeifel-Tourismus) organisierte Abend hinterließ ein begeistertes Publikum. Ihre Chefin Iris Poth dankte ihr und allen, die mitgemacht hatten. Zum Erfolg trugen auch freie Getränke, Popcorn und Laugenbrezeln bei sowie eine laue Sommermacht vor der Kulturscheune, die zum weiteren Verweilen einlud…

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Wirtschaft

Das „Sofortprogramm Innenstadt“ entfaltet in Stolberg seine volle Wirkung

Stolberg – Die Geschäftswelt der Stolberger Innenstadt hatte dem allgemeinen Trend der Geschäftsschließungen in den letzten Jahrzehnten wenig entgegenzusetzen. Schon vor der Flut war die Leerstandsquote in Steinweg und Rathausstraße sehr hoch. Umso erstaunlicher ist es, dass sich der Trend umgekehrt zu haben scheint. Alleine über das „Sofortprogramm Innenstadt“ hat es die Stadt Stolberg mit dem neuen City-Manager Andre Schroeder seit Jahresbeginn geschafft, 17 Mietverträge für neue Geschäfte in ehemaligen Leerständen zu unterzeichnen. „Der Weg zum Shoppen in unsere Innenstadt lohnt sich wieder. Auch ich bin sehr häufig da und begrüße die neu eröffneten Läden sehr gerne“, freut sich Bürgermeister Patrick Haas über die Trendwende.

Die jüngsten Neueröffnungen im Steinweg „Max im Glück“ (Hundeboutique), „Kupfer-Kraft“ (Geschenke für Männer, Rasur), „Monel“ (Damenbekleidung) „Der sizilianische Koch“ (sizilianische Spezialitäten), „Schwarz“ (im Burgcenter; Gardinen, Deko, Polsterei) oder „Spendendepot5Zwo“ (Hilfe für Hochwasserbetroffene) reihen sich in eine lange Reihe ein, die auch im nächsten Jahr fortgeführt werden wird: „Wir sind noch lange nicht fertig. Wir führen das Landesförderprogramm und unsere neue Dachmarke „Kupferladen“ auch in den nächsten Jahren mit dem gleichen Tempo weiter, denn wir haben noch zahlreiche Anfragen in der Pipeline“, so Haas. Das Prinzip der Förderung bleibt dasselbe: Interessierte können Ladenlokale für 20 Prozent der letzten Kaltmiete anmieten. Über die Förderung erhalten die Eigentümer der Ladenlokale 70% Miete. Die Differenz zahlt die Stadt mit Hilfe der Landesförderung.

Bürgermeister Haas betont aber auch, dass nicht nur die zahlreichen neueröffneten Geschäfte wieder Leben in die Innenstadt bringen. Auch seien fast alle Läden nach der Flut wieder zurückgekehrt, zum Teil in neue Geschäftsräume: „Dazu gehören nicht nur unsere altbekannten und erfolgreichen Geschäfte, sondern auch Apotheken, Gastronomie oder Ärzte.“ Weitere Frequenzbringer wie das neue Facharztzentrum Rolandshaus stehen kurz vor der Eröffnung.

„Wichtig ist aber, dass wir nicht glauben, es läuft jetzt von alleine gut weiter. Wir müssen die Entwicklung unserer Innenstadt multimodal denken, sprich an verschiedenen Baustellen gleichzeitig arbeiten.“ Dabei ist eine Baustelle sehr offensichtlich: Der Neubau des Steinwegs läuft bereits. Gestartet an der Ecke Burgstraße hat er inzwischen schon den Quartiersplatz erreicht. Darüber hinaus plant die Stadt weiter an dem Parkhaus im Bereich Oberstolberg und der Umgestaltung der übrigen Straßen mitsamt Parkleitsystem und Angeboten für alle Mobilitätsformen. Auch die Umsetzung des Burgkonzeptes zur touristischen Aufwertung der Burg – zum Beispiel mit VR-Rundgängen – steht kurz vor der Fertigstellung.

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Tourismus

Endspurt fürs Sommerkino im Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Das Sommerkino im Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler geht in den Endspurt. Kleine und große Filmfans können noch bis Donnerstag, 31. August, das Open-Air-Event mit Kino-Hits wie „Top Gun 2 – Maverick“, „Die Schule der magischen Tiere“ oder „Enkel für Anfänger“ erleben. „Da wir aufgrund des wechselhaften Wetters in den vergangenen drei Wochen leider einige Vorstellungen wegen Wetterwarnungen oder Starkregens entweder vorzeitig abbrechen oder ganz absagen  mussten, bieten wir nun einige Zusatz-Termine an“, erklärte Carola Welsch, Veranstaltungsmanagerin bei der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH.

Die Sponsoren des Sommerkinos zeigten sich bei einem Vor-Ort-Termin im Kurpark durchweg zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Spieltage und dem Angebot der Zusatz-Vorstellungen. Am Wetter könne man eben nichts machen, so die einhellige Meinung in der Runde. Geschäftsführer Jan Ritter betonte, dass die Auslastung an allen stattgefundenen Termine durchweg gut bis sehr gut war. Er nutzte auch die Gelegenheit, den Sponsoren herzlich für ihre großzügige Unterstützung zu danken, die eine Durchführung des Sommerkinos überhaupt erst ermöglicht hat. Zu den Sponsoren zählen die Rotary Clubs Bad Neuenahr-Ahrweiler und Remagen-Sinzig, das Spenden-Shuttle, die Firma Eventures, die AWO Bezirksverband Rheinland und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Auch dankte Ritter Jurij Stroeve vom Kino-Center Rhein Ahr, durch dessen Engagement die drei neuen Termine noch kurzfristig eingerichtet werden konnten.

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Wirtschaft

KSK-Filiale in Mayen unter neuer Leitung

Mayen – Kürzlich übernahm Marc Opper die Leitung des BeratungsCenters der Kreissparkasse Mayen in der St.-Veit-Straße. Der 42-Jährige blickt auf eine langjährige Erfahrung in der Bankenbranche zurück. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Neuwied im Jahr 2004 bildete er sich dort zum Bankbetriebswirt fort. Zwischenzeitlich wechselte er zur VR Bank Rhein-Mosel EG und arbeitete dort u.a. in der Funktion als Privatkundenberater. Seit 2013 war Marc Opper für die VR Bank auch als Filialleiter tätig.

Während seiner Zeit bei der der Sparkasse Neuwied und der VR Bank Rhein-Mosel EG sammelte er umfangreiche Erfahrungen auf den Gebieten der Vermögensanlage und ganzheitlichen Beratung.  Letztlich zog es ihn aber wieder zurück in die Sparkassenfamilie, wo er sich seit kurzem mit seinem Know How in der Leitung des BeratungsCenters in der St.-Veit-Str. einbringen kann.

„Die Nähe und der Kontakt zu den Kundinnen und Kunden sind mir sehr wichtig und ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung hier in Mayen“, erklärt Marc Opper. Der dreifache Familienvater wohnt in Neuwied, ist verheiratet und widmet sich in seiner Freizeit seinen Hobbys, dem Rad fahren und dem Wandern. Weiterhin engagiert er sich auch ehrenamtlich bei den Pfadfindern und kümmert sich um die Unterstützung der Fördervereine des Kindergartens und der Schule, die seine Kinder besuchen.

Vorstandsvorsitzender Karl-Josef Esch und sein Vorstandskollege Christoph Weitzel sowie Vertriebsleiter Stefan Weber gratulierten Marc Opper zur seiner neuen Aufgabe. „Wir sind sicher, dass sich Herr Opper und sein Team hier vor Ort mit Herzblut für die Belange seiner Kundinnen und Kunden einsetzen werden“, freut sich KSK-Chef Karl-Josef Esch.

 

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Kall feiert Kirmes – Die „Kirmesmeile“ soll klein aber fein sein

Kall – Die Kaller Kirmes vom 26. bis 28. August beginnt am Samstag um 17.30 Uhr mit dem Ausgraben des Kirmesknochens durch das Kaller Maigeloog auf dem Platz am Neuen Markt. Anschließend wird unter musikalischer Begleitung durch die Musikkapelle Kall zum Kirmesplatz auf dem Gelände der Alten Post marschiert, wo Ortsvorsteher Stefan Kupp traditionell den Fassanstich vornimmt – auch in diesem Jahr unterstützt von Bürgermeister Hermann-Josef Esser.

Von Samstagnachmittag bis Montagabend laden unterschiedliche Schaustellerbetriebe, die bereits seit vielen Jahren in Kall ihre Fahrgeschäfte und Buden aufstellen, zum bunten Kirmestreiben ein. Aufgrund der aktuellen örtlichen Situation können auch in diesem Jahr keine großen Fahrgeschäfte aufgestellt werden.

Die „Kirmesmeile“ soll klein aber fein aus einem Kinderkarussell, einer Pfeilwurfbude, dem Schiesswagen „Hubertushütte“ und einem Wagen mit Spiel- und Süßwaren bestehen. Dabei dürfen kleine wie große Besucher gerne hungrig und durstig kommen: Ob deftig oder süß, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Eine Imbissbude bietet reichhaltiges Angebot, ein Süßwarenstand lockt mit gebrannten Mandeln und anderen Köstlichkeiten. Mit einem breiten Getränkeangebot versorgt der Getränkefachhandel Schmitz die Kirmesbesucher. Ortsvorsteher Stefan Kupp freut sich auf viele Besucher/innen: „Ein Besuch der Kaller Kirmes lohnt sich auf jeden Fall!“

Im Saal Gier beginnt das Kirmestreiben bereits am Freitag, 25. August, um 20 Uhr mit einem Kirmes-Warm-up, zu dem die Band „Von Stülp Revival“ aufspielt. Die 1973 als Schülerband gegründete Formation um ihren Mitgründer Willi Schmitz präsentiert vorwiegend Oldie-Musik. Der Eintritt ist frei. Ebenfalls bei freiem Eintritt gastiert am Samstag, 26. August, ab 21 Uhr das Duo „Mac Henry“ im Saal Gier. Die beiden Musiker hatten die Kneipe beim Kirmesfrühschoppen im vergangenen Jahr in ein wahres Tollhaus verwandelt.

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Die landesweit größte Kürbisschau steht auf dem Krewelshof Obergartzem in den Startlöchern

Mechernich-Obergartzem – Rund 120.000 Kürbisse aus eigenem Anbau, 14 kunstvoll gestaltete Kürbis-Figuren, Kürbis-Kulinarik vom Feinsten und ein volles Programm für Klein und Groß warten auch in diesem Jahr wieder auf der beliebten größten „Kürbisschau“ NRWs auf dem Krewelshof Eifel in Obergartzem auf tausende Besucher – diesmal unter dem Motto „XXL-Fabelwesen erobern die Eifel“.

Kürbis-Fan Max Bieger betont dazu glücklich: „Wir wollen jedes Jahr wachsen, daher legen wir wieder eine große Schippe drauf! Das muss man einfach gesehen haben…“ Hier steht täglich, von 1. September bis 6. November, von 11 bis 17.30 Uhr alles im Zeichen des herbstlich-köstlichen Gemüses. Auch auf dem Lohmarer „Zwillingshof“, wo das jährliche Kürbiswettwiegen stattfindet, steht bereits jetzt eine große „Kürbispyramide“.

„Speed-Boot“ für die Regatta

Bieger selbst widmet sich auch gerne der Kürbiszucht: „In diesem Jahr waren die Bedingungen allerdings nicht gerade ideal. Von 25 gepflanzten Kürbissen sind jetzt noch neun übrig.“ Sie alle gehören zur Gattung „Atlantic Giant“. 14 von ihnen hatten eine längliche Form. „Speed-Boote“, wie Max Bieger sie nennt – aufgrund ihrer perfekten Form für die beliebte, am 17. September stattfindende Obergartzemer „Kürbisregatta“, bei der immer zwei Personen in Riesenkürbissen um die Wette rund eine Minute lang über den hofeigenen See paddeln. Bei diesem Highlight der „Kürbisschau“, wozu alle „Besucher, Schwimmer, Sportler, Kanuten, Segel- oder beispielsweise Junggesellenvereine herzlich eingeladen sind, gebe es bereits jetzt schon wieder zahlreiche Anmeldungen. Die DRLG sorgt für Sicherheit und Danielle Bieger ist sich sicher: „Das wird die Gaudi Ihres Lebens!“

„Leider hat nur ein »Speed-Boot« überlebt“, so Bieger. Trotzdem seien genug für die beliebte, etwas andere Regatta, noch vorhanden. Rund 280 bis 290 Kilo wiegen die Schwergewichte dann.

Sein größter Kürbis, in diesem Jahr erstmals selber für den Wiegewettbewerb gezüchtet, soll sogar ein Gewicht von rund 600 Kilo erreichen. Dafür muss das Wetter aber gleichmäßig bleiben, am besten bei 23 Grad Celsius, genug Sonne und Regen. Denn: „Die Wetterextreme und zahlreichen Umschwünge der vergangenen Monate haben die Meisten kaputt gehen lassen“, wie Bieger erklärte.

Unterstützung bekommt Bieger von einer Hasenfamilie, die sich ihr Zuhause im Kürbistunnel eingerichtet hat. „Sie fressen das Unkraut, interessieren sich aber nicht für die Kürbisse. Das ist nicht nur süß anzusehen, sondern auch wirklich praktisch!“, so der junge Züchter.

Nach der „Kürbisschau“ hat man sich bereits nachhaltige Lösungen für das anfallende Gemüse einfallen lassen. Bieger: „Aus den perfekten Exemplaren machen wir Köstlichkeiten in unserem Hofrestaurant. Die mit Schönheitsmakeln kriegen unsere Ziegen und falls welche nichtmehr genießbar sein sollten, verarbeiten wir sie zu Dünger weiter.“

Für jeden was Magisches dabei

Doch erst einmal steht das Riesenevent vor der Tür. „Dieses Jahr hatten wir schon zu viele Ideen“, erklärte Max Bieger gegenüber der Agentur ProfiPress mit einem Schmunzeln bei einem Rundgang über das weitläufige Gelände. Überall wird dort derzeit von 20 Beschäftigten „gebrasselt“ – das Thema „Fantasy“ gibt natürlich auch viel her. Max Biegers Schwester Bibi hilft ihnen dabei, die Kürbisse an den zahlreichen Figuren zu befestigen und besondere Stellen wie zum Beispiel Augen von Hand zu bemalen. Sie erklärte: „Rund vier Tage dauert es, bis man solch eine 3-D-Figuren fertig behangen hat“, als sie gerade mit Helfern am Drachen zugange war.

Besonders viel Wert habe man laut Marketing-Managerin Najla Nabout dabei auf interaktive Angebote und eine magische Atmosphäre gelegt: „Zu viel wollen wir allerdings noch nicht verraten.“ Nur so viel: Hier trifft gerne mal ein Einhorn auf das „Pokémon Pikachu“, Drachen und Feen.

Das interaktive Programm beinhaltet zum Beispiel alles rund um Kürbis-Kulinarik, bei der sich durch die leckere Welt der Kürbisse, von Suppe bis Muffins und mehr, probiert werden kann. Bei der „XXL-Kürbis-Charity-Suppe“ am Samstag, 2. September, von 12 bis 15 Uhr in Lohmar werde der Hof, wenn der Kessel leer gegessen ist, seine Spende verdoppeln. Eine weitere Neuheit ist der „Erzählspaziergang“. Ein „Abenteuer, bei dem die ganze Familie in die magischen Geschichten der Kürbisschau eintauchen kann.“

Für Nabout und Bieger ein „Riesenevent samt Rundumprogramm für alle Zielgruppen – also Kinder und Jugendliche, Erwachsene sowie Senioren.“ Zu den zahlreichen Programmen wird es aber bald noch mehr Informationen geben.

„Nicht nur staunen, sondern erleben“

Gerade für Kinder werde es viel Programm und Spielemöglichkeiten geben. So zum Beispiel ein Fantasy-Kinderschminken bei dem sich die Kids samstags, am 2. und 9. September, beispielsweise in einen Drachen, einen Kürbis oder eine Fee verwandeln können. Aber auch Kürbisschnitzen, eine Hüpf- und eine Strohburg samt Rutschen sorgen für Spaß. Auch das Maislabyrinth samt Rätselspaß, das in der Kürbisschau inklusive ist, dürfe hier nicht fehlen.

Nabout: „Wir haben auch in diesem Jahr wieder sehr viel Liebe in die Kürbisschau gesteckt. Hier kann man nicht nur staunen, sondern auch hören und selbst erleben. Wir erwecken hier einen Fantasy-Hof zum Leben und wollen so Emotionen in unseren Besuchern wecken!“

So hat man um den ganzen See, der durch neue Pflasterung nun auch rundum barrierefrei zugänglich ist, brandneue Musikboxen installiert und auch den Hof selbst dekoriert, um den „Herbstzauber“ in den Besuchern zu wecken, sobald sie den Hof betreten. „Keine Ahnung, wie wir das im nächsten Jahr wieder übertreffen werden“, betonte Max Bieger schließlich mit einem Lächeln.

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Tourismus

Der Lava-Dome in Mendig begeistert eine Million Mal

Mendig – Gästezahl des Deutschen Vulkanmuseums durchbricht Schallmauer – Was man sich vor 18 Jahren erhoffte, ist Realität geworden. Das Deutsche Vulkanmuseum Lava-Dome hat sich zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt. Jetzt konnte der 1.000.000. Gast begrüßt werden.

Als Regina Hinrichs und ihre Tochter Liesa aus der Nähe von Oldenburg ihr Ticket lösten, war es endlich soweit. Die Schallmauer von 1.000.000 Gästen war erreicht. Die Jubiläumsgäste aus Niedersachsen befanden sich auf einer Radtour, die sie entlang der Mosel und durch die Eifel führte. Mendig war ein Etappenziel ihres Aktivurlaubs. Bei ihren Reisevorbereitungen sind sie im Internet auch auf den Lava-Dome aufmerksam geworden und ein Besuch wurde sofort eingeplant. „Die Region ist toll und wir werden sie im Freundes- und Bekanntenkreis weiterempfehlen. Dazu gehört natürlich auch ein Besuch im Lava-Dome“, so die Gäste aus Norddeutschland. Aber auch sie werden mindestens noch einmal wiederkommen, denn Mendigs Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel überreichte den Jubiläumsgästen neben einem Blumenstrauß einen Gutschein für zwei Personen, der zwei Übernachtungen in einem Mendiger Hotel, zwei Essen in einem Mendiger Restaurant und einen Rundflug über die Region beinhaltet. „Wir freuen uns, dass wir die Zahl von 1.000.000 Gästen erreicht haben. Ohne Corona wäre es uns sicher schon vorher gelungen“, so Ammel, der aber auch zufrieden feststellte, dass der Besucherboom weiter anhält. Das gelte sowohl für Individual- als auch Gruppenreisende aus dem In- und Ausland. Ein Besuch der Lavakeller 30 Meter unter der Erde macht den Aufenthalt noch interessanter. Wissenschaft und Tourismus haben sich, so Claudia Coyard, Leiterin des Lava-Dome, gerade im Deutschen Vulkanmuseum und in den angrenzenden Lavakellern zu einem Tandem entwickelt, das Kunst, Kultur, Gastronomie und Freizeitangebote in der Region nachhaltig beeinflusst.

Der Lava-Dome wurde 2005 von der Stadt Mendig in der Brauerstraße eröffnet. Das Museum hat sich danach schnell zur meistbesuchten Einrichtung des Vulkanparks entwickelt –  für die Eintritt gezahlt werden muss.