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Betreuungsbüro in Bad Münstereifel schließt – „Haus Sonne e.V.“ muss sich von einer sozialen Sparte trennen

Bad Münstereifel/Kreis Euskirchen – Das Büro für Betreuung von „Haus Sonne e.V.“ in der Trierer Straße in Bad Münstereifel schließt zum Jahresende. Ein kritischer Aspekt war sicherlich der jährliche Zuschussbedarf, der zuletzt sprunghaft angestiegen war. „Die Vergütungen vom Kreis und vom Land sind eher gering im Vergleich zu den enorm gestiegenen Kosten der letzten beiden Jahre“, erklärte Thomas Hochgürtel aus Sicht des Controllings des Trägervereins.

„Wir mussten uns schweren Herzens gegen eine Aufrechterhaltung des Angebots der gesetzlichen Betreuung und der Unterstützung von ehrenamtlichen Betreuern entscheiden“, sagte Hardy Kremer, der langjährige Geschäftsführer von „Haus Sonne e.V.“ und gemeinnütziger Gesellschaft (gGmbH). „Vom Profil her hat das Betreuungsbüro seit 1998 gut in unser soziales Angebot gepasst“, unterstreicht Thomas Hochgürtel bedauernd.

Gekümmert wird sich im Betreuungsbüro um Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr oder nur teilweise eigenständig regeln können. Der gemeinnützige Betreuungsverein Haus Sonne e.V. begleitet zur Zeit noch 120 Menschen, die krankheitsbedingt auf unterschiedliche Hilfen angewiesen sind, z.B. bei Vermögenssorge, Gesundheitsfürsorge, Behördenangelegenheiten oder auf anderen vom Gericht festgelegten Aufgabenfeldern.

Möglicherweise Wohngruppen

Die annährend 120 Betreuten werden ab 1. Januar 2024 teilweise weiter von ihren bisherigen Betreuern begleitet, die zu anderen Betreuungsvereinen wechseln. Lediglich für 35 der bislang vom Verein „Haus Sonne“ Betreuten muss die Kreisbetreuungsbehörde Euskirchen neue gesetzliche Betreuer finden. Vier der fünf bisherigen Mitarbeiter des Betreuungsbüros wechseln zu anderen Trägern oder auch die Branche bzw. das Tätigkeitsfeld, ein Mitarbeiter bleibt mit anderer Tätigkeit im Wohnverbund „Haus Sonne“.

Die Räumlichkeiten im Haus an der Trierer Straße in Bad Münstereifel, die bislang vom Betreuungsbüro genutzt wurden, wollen Hardy Kremer, Maike Seidenfaden und Thomas Hochgürtel weiterhin für den Wohn- und Betreuungsverbund „Haus Sonne“ nutzen, möglicherweise als Wohnungen. Der gemeinnützige Verein, beziehungsweise die gemeinnützige GmbH beherbergen und betreuen mit 50 Mitarbeitern insgesamt über 70 Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen und/oder Suchterkrankung.

Und zwar in den Häusern „Sonne“ in Schönau (22 Plätze) und „Maria“ in Bad Münstereifel (ebenfalls 22 Plätze), darüber hinaus in dezentralen Wohngruppen. Dabei handelt es sich um „Intensiv Ambulant Betreutes Wohnen“ in Bad Münstereifel-Schönau mit zehn Plätzen und fünf „Anbieterverantwortete Wohngemeinschaften“ in Nöthen, Bad Münstereifel und Nettersheim-Pesch mit insgesamt 17 Plätzen. Ambulante Hilfen in der eigenen Wohnung der Betroffenen leistet das Haus Sonne-Team für aktuell sechs Personen.

Ebenfalls im sozialen Angebot des auf Privatinitiative zurückgehenden Verbundes „Haus Sonne“ vervollständigen tagesstrukturierende Angebote, Soziotherapie und Servicewohnen für Senioren in der Münstereifeler Kernstadt in der Werther Straße und „Auf der Komm“ mit insgesamt 22 Wohneinheiten das Angebot. Bis auf das Betreuungsbüro bleiben alle Angebote erhalten.

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Instagram-Kleinstadt-Ranking – Stadt Mayen liegt auf Platz 20

Mayen – Die Stadt Mayen ist in diesem Jahr mit dem Instagram Kleinstadt Award 2023 ausgezeichnet worden. Die Jury für diese Auszeichnung hat deutschlandweit 1.045 charmante Kleinstädte unter die Lupe genommen und Mayen hat im Instagram-Kleinstadt-Ranking einen tollen 20. Platz erreicht. Die Stadt Mayen ist mit dem Hashtag #mayen zu Recht stolz auf diese sehr gute Platzierung, denn Mayen hat wirklich eine Menge zu bieten sowohl für Bürger*innen als auch für Besucher*innen.

Zahlreiche historische Gebäude umrahmen den großzügigen Marktplatz, der immer wieder Veranstaltungsort für verschiedenste Events ist. Besonderes Schmuckstück ist das Alte Rathaus aus dem 18. Jahrhundert, das den Zweiten Weltkrieg weitestgehend zerstörungsfrei überlebt hat. Auch das malerische Brückenviertel mit seinen wunderschönen historischen Gebäuden ist immer wieder ein beliebtes Fotomotiv.

Zahlreiche Kirchen wie die Herz-Jesu-Kirche oder die St. Clemenskirche mit ihrem schiefen Turm und natürlich das Wahrzeichen der Stadt, die weit sichtbare, eindrucksvolle Genovevaburg sorgen dafür, dass Mayen die Konkurrenz bei den Kleinstädten hinter sich lässt und viele wunderschöne Motive für Hobbyfotograf*innen bietet. Ein Besuch der Mayener Innenstadt lohnt sich also auf jeden Fall!

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Süßer Advent in Jülich – Limitierter Schokoladen-Adventskalender 2023 ab sofort erhältlich

Jülich – Pünktlich zum 1. Dezember öffnet sich das erste Türchen der Adventskalender. Wer noch keinen hat, kann im Rathaus an der Infotheke und auf dem Weihnachtsmarkt ein besonderes Exemplar erwerben.

Das Amt für Stadtmarketing hat innerhalb der Aktion „Jülich im Advent“ auch in diesem Jahr eine streng limitierte Auflage von 100 Schokoladenadventskalendern produzieren lassen. In Kooperation mit dem Verein indeland Tourismus e.V. wurden dafür die Jülicher Seiten des indeland-Wimmelbuchs mit der kindgerechten Illustration markanter Sehenswürdigkeiten umgesetzt.

Die Kalender sind nicht nur mit regional produzierter Lindt-Schokolade gefüllt, sondern haben ein komplett plastikfreies Innenteil, so dass der Kalender nach Ablauf in einem Stück dem Altpapier zugeführt werden kann. Das Sponsoring haben die Jülicher Wellpappenfabrik Smurfit Kappa – für den Kalender als Vollkarton – sowie die Zuckerfabrik Fa. Pfeifer & Langen – für die Füllung mit süßer Schokolade – gerne übernommen.

Das Motiv stammt aus der Kollektion der Souvenirs innerhalb der Aktion „Jülich im Advent“. „Für die Weihnachtszeit sind weitere Produkte geplant, um den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Jahr wieder die Möglichkeit zu geben, kleine Geschenke von Jülichern und für Jülicher erwerben zu können“, so Gisa Stein vom Amt für Stadtmarketing. Ab sofort sind die Kalender an der Infotheke im Neuen Rathaus, am Samstag in der Tourist Information oder ab 17. November auf dem Weihnachtsmarkt für 10 Euro erhältlich.

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Top-Events

„Joe Wulfs Wonderful World of Christmas“ am 30. November 2023 in der Stadthalle Münstermaifeld

Polch/Münstermaifeld – Joe Wulf and the Gentlemen of Swing feat. Angela van Rijthoven präsentieren „Joe Wulfs Wonderful World of Christmas“ am 30. November 2023 um 19:00 Uhr in der Stadthalle Münstermaifeld.

 In der Weihnachtszeit präsentieren Joe Wulf und seine Gentlemen of Swing schönste Swingtitel, American Standards und deutsche Weihnachtlieder. Erleben Sie die großen Hits wie “I’m Dreaming Of A White Christmas” oder “Let It Snow, Let It Snow” im typischen Joe Wulf-Sound. Schwelgen Sie in Erinnerungen an Musiker wie Bing Crosby, Frank Sinatra oder Ella Fitzgerald, Louis Armstrong und Nat King Cole. Die sieben hochkarätigen Jazzmusiker begeistern das Publikum mit sensiblen Interpretationen der beliebtesten Weihnachtssongs und mit ihrem einzigartig swingenden Sound. Bandleader Joe Wulf hat sich im Laufe der letzten 29 Jahre seine absoluten Favoriten als kongeniale Mitmusiker in die Band geholt. Jeder einzelne ist eine Persönlichkeit und ein Spezialist an seinem Instrument. Tourneen und Konzerte führten die Band auf die Bühnen internationaler Festivals und Clubs, in Konzerthallen im In- und Ausland.

Der Bandleader Joe Wulf wurde 1997 mit dem deutschen Fachmedienpreis als bester Posaunist und Bandleader des Jahres ausgezeichnet. 2011 erhielt er die Auszeichnung Künstler des Jahres in der Sparte „Solist“.

Begleitet werden Joe Wulf and the Gentlemen of Swing von der herausragenden Sängerin Angela van Rijthoven. Sowohl solistisch, als auch in Gesangsduetten mit Joe Wulf bringt sie die „Leichtigkeit des Seins“ näher.

Wer Joe Wulf & the Gentlemen of Swing gehört hat, weiß um den unvergleichlich swingenden Sound dieser Band, die große musikalische Sensibilität von Joe Wulf und um seine unbegrenzt erscheinenden Ausdrucksmöglichkeiten auf der Posaune; wer Angela van Rijthoven je erlebt hat, kennt ihre überwältigende Bühnenpräsenz und kann sich dem runden, schönen Klang ihrer so beweglichen, beeindruckenden Stimme nicht entziehen. Beide haben sich den Klassikern des Jazz verschrieben, beide bemühen sich um seinen Erhalt. Beide haben dennoch ihre höchst eigenen Interpretationen gefunden, die diese Musik immer frisch und lebendig bleiben lässt und sie dennoch nicht ihrer Vergangenheit beraubt. „Joe Wulf’s Wonderful World of Christmas“ ist ein Programm, in dem das Publikum sowohl bekannte Titel in neuem musikalischem Gewand wiedererkennen, als auch in den Genuss hier weniger bekannter Songs kommen wird. Joe Wulf & the Gentlemen of Swing und Angela van Rijthoven werden dieses Programm zu einem Leckerbissen für Freunde des Swing und Blues machen und zu einem garantierten musikalischen Highlight!

Tickets für 16,00 € inkl. MwSt., zzgl. Vorverkaufsgebühr gibt es unter www.ticket-regional.de, allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional sowie in der Tourist-Information Maifeld, Münsterplatz 6, 56294 Münstermaifeld.

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Tourismus

„We AHR open“ gewinnt Tourismuspreis Rheinland-Pfalz

Ahrweiler/Mainz – Ahrtal-Tourismus nahm Preis beim Tourismustag in Mainz entgegen – Die „We AHR open“-Kampagne des Ahrtal-Tourismus ist erneut ausgezeichnet worden: Beim begehrten Tourismuspreis Rheinland-Pfalz 2023 gewann die Kampagne die Auszeichnung für das Projekt des Jahres. Aus insgesamt 34 Bewerbungen hatte die Jury neun Nominierte ausgewählt, darunter drei glückliche Gewinner in den Kategorien „Gastgeber des Jahres“, „Projekt des Jahres“ und „Innovation des Jahres“. Die „We AHR open“ -Kampagne hat die Jury mit ihrer motivierenden Botschaft „Noch lange nicht fertig, aber offen und froh über deinen Besuch“ zur Wiederbelebung des Tourismus nach der Flutkatastrophe überzeugt. Der Tourismuspreis ist damit bereits die zweite Auszeichnung: Im Juni hatte die „We AHR open“-Kampagne bereits den renommierten German Brand Award gewonnen.

In Mainz nahmen der Vorsitzende des Ahrtal-Tourismus, Christian Lindner, und Tourismus-Referentin Meike Carll den Tourismuspreis von Schirmherrin Daniela Schmitt, rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin, entgegen. Im Jahr 2019 hat die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH zum ersten Mal den Tourismuspreis Rheinland-Pfalz verliehen. Kooperationspartner sind das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz, der Tourismus- und Heilbäderverband Rheinland-Pfalz, der Hotel- und Gaststättenverband Rheinland-Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern Rheinland-Pfalz, die Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland sowie der ADAC in Rheinland-Pfalz.

„Die Vielzahl der Bewerbungen macht auch in diesem Jahr wieder deutlich, mit wie viel Engagement und Kreativität sich die Gastgeber und Betriebe in Rheinland-Pfalz dafür einsetzen, neue Akzente zu setzen und neue, kreative Wege zu gehen. Besonders freue ich mich, dass die We Ahr open-Kampagne zu den Preisträgern zählt – sie setzt genau zur richtigen Zeit die richtige Werbebotschaft und heißt die Gäste im Ahrtal wieder willkommen“, so Stefan Zindler, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH. Christian Lindner ergänzte:  „Das gesamte Team des Ahrtal-Tourismus freut sich riesig über den Tourismuspreis, denn er ist eine weitere Bestätigung unserer Arbeit.“ Er betonte, dass es mit der Kampagne in besonderer Weise gelungen sei, eine gemeinschaftliche Marketingaktion im gesamten Ahrtal präsent werden zu lassen. Zahlreiche Gastgeber und Betriebe hätten mit viel Engagement an der Sichtbarkeit mitgewirkt.

Ministerin Schmitt erklärte: „Es sind unsere herzlichen Gastgeberinnen und Gastgeber, die unser Land so attraktiv und den Tourismus zu einem wichtigen Eckpfeiler unserer Wirtschaft machen. Innovative Ideen und kreative Projekte, die Tradition und Moderne verbinden und sich an den Wünschen und Bedürfnissen unserer Gäste orientieren, sind der Schlüssel, um im Vergleich mit anderen Tourismusregionen zu bestehen.“ Sie steigerten zudem die Lebens- und Aufenthaltsqualität in ihrer Heimat. Der Tourismus sei deshalb auch ein wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb um Fachkräfte.

Lindner bedankte sich im Namen des Ahrtal-Tourismus herzlich für die Auszeichnung und auch für die Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz. Denn finanziert wurde die „We AHR open“-Kampagne über das Förderprogramm ReStart III aus dem Corona-Sondervermögen des Landes Rheinland-Pfalz. „Dies hat die Entwicklung und Umsetzung der Kampagne überhaupt erst in dieser Form und Bandbreite möglich gemacht“, so Lindner. Er kündigte an, dass die Kampagne im kommenden Jahr fortgesetzt werde. „Gerne laden wir weitere Betriebe dazu ein, Teil von We AHR open zu werden. Die Kampagne lebt davon, dass sie von vielen Händen getragen und gelebt wird.“

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Politik Top-Themen

Kundgebung in Berlin – Die Letzte macht das Licht aus gegen den Sparhaushalt der Bundesregierung

Region/Koblenz – Rund 3000 Menschen versammelten sich am 8. November vor dem Deutschen Bundestag in Berlin, um gegen den geplanten Sparhaushalt der Bundesregierung zu protestieren. Der aktuelle Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2024 sieht drastische Einsparungen im sozialen Bereich vor, die insbesondere Dienste und Programme der Freien Wohlfahrtspflege mit Kürzungen in Höhe von 25 Prozent treffen würden.

Als Höhepunkt der Kampagne „Die Letzte macht das Licht aus“ riefen der AWO Bundesverband, das Zukunftsforum Familie (ZFF) und das Bundesjungendwerk der AWO zur Kundgebung vor dem Reichstag auf. Auch der AWO Bezirksverband Rheinland e.V. mobilisierte rund 40 Mitarbeitende und Mitglieder, die die Reise nach Berlin auf sich nahmen, um ihre Stimme gegen die geplanten Kürzungen gemeinsam zu erheben. „Als Mitarbeitende der Arbeiterwohlfahrt können wir nicht dabei zusehen, wie die wichtige Arbeit, die wir mit unseren Diensten und Einrichtungen leisten, von kurzsichtiger, realitätsferner Sparpolitik weggekürzt wird. Wir sind zu der Demo gekommen, um ein Zeichen zu setzen. Wir erheben unsere Stimme – vor Ort wie im digitalen Raum“, so Jeannette Hess, Leitung Fachbereich Bildungswerk und Verbandsarbeit.

Die Teilnehmer*innen der Kundgebung forderten den Bundestag auf, die vorgesehenen Kürzungen zurückzunehmen, den im Koalitionsvertrag festgelegten Verpflichtungen nachzukommen und die Finanzierung essenzieller Einrichtungen und Dienste sicherzustellen. Die Kampagne „Die Letzte macht das Licht aus“ setzt sich vehement gegen die Sparpolitik der Bundesregierung ein und kämpft für den Erhalt sozialer Programme.

Die Kundgebung erhielt auch Unterstützung von Verter*innen anderer Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege – Caritas, Diakonie, DRK, Paritäter, ZWST- sowie von der Gewerkschaft ver.di.
Um 17:30 Uhr fand abschließend eine deutschlandweite Aktion statt, bei der in sozialen Einrichtungen symbolisch die Lichter ausgingen. Gleichzeitig setzten die Teilnehmenden der Kundgebung vor dem Deutschen Bundestag ein starkes Zeichen, indem sie ihre Handylampen zunächst anschalteten, um sie dann für 25 Sekunden auszuschalten – eine Zeitspanne, die den geplanten Kürzungen von 25 Prozent im sozialen Bereich entspricht. Nach dieser symbolischen Dunkelheit wurde das Licht wieder eingeschaltet, begleitet von der klaren Botschaft: „Wir lassen uns das Licht nicht ausschalten!“.

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Gesundheit

GK-Mittelrhein – Auch nach Unfällen die richtige Adresse

Region/Mayen/Koblenz – Drei Standorte gehören zum „TraumaNetzwerk DGU“ und sind rezertifiziert – Das von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) 2008 initiierte Projekt „Trauma-Netzwerk DGU“ dient der Optimierung der Prozess- und Strukturqualität durch eine zertifizierte Vernetzung geprüfter Krankenhäuser einer Region, die regelhaft an der Versorgung Schwerverletzter teilnehmen. Darin eingebunden sind Rettungsdienste, Ärzte sowie kompetente Einrichtungen und Zentren zur Behandlung spezieller Verletzungsfolgen wie Schwerbrandverletzten-, Rückenmarksverletzten- und Replantationszentren.

Das Ev. Stift St. Martin wurde nun erfolgreich als Regionales Traumazentrum innerhalb des „TraumaNetzwerk Mittelrhein“ rezertifiziert und ist somit seit 2011 als zentraler Versorger für Schwerverletzte definiert. Die Klinik erfüllt damit erneut alle Voraussetzungen, Patienten mit schweren und lebensgefährlichen Verletzungen im Kreis Mayen-Koblenz effizient und erfolgreich zu behandeln. „In unmittelbarem Zusammenhang dazu steht unser zertifiziertes Zentrum für Querschnittlähmung. Es ist das zweitälteste Querschnittzentrum in Deutschland, denn hier werden seit 1955 Menschen mit Rückenmarksschädigung und Querschnittlähmung von einem multiprofessionellen Team ganzheitlich behandelt – viele davon nach einem Unfall“, erläutert Prof. Dr. med. Atesch Ateschrang, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie im Kemperhof und Ev. Stift St. Martin in Koblenz.

Im „TraumaNetzwerk Mittelrhein“ haben sich insgesamt acht Kliniken zusammengeschlossen und arbeiten in der Versorgung schwerverletzter Personen eng zusammen. Mitglied aus dem GK-Mittelrhein sind neben dem Ev. Stift auch seit 2011 der Kemperhof und seit 2017 das St. Elisabeth Mayen. Beide Standorte wurden nun als Lokales Traumazentrum rezertifiziert.

Lokale Traumazentren haben ihre wesentliche Funktion in der flächendeckenden Versorgung der häufigsten Einzelverletzungen. Für die Schwerverletztenversorgung dienen sie als initiale Anlaufstellen mit der wichtigen Aufgabe einer adäquaten Erstbehandlung und der zielgerichteten Weiterleitung. „In diesem Zusammenhang greift auch unser bereits bestehendes Netzwerk innerhalb des GK-Mittelrhein optimal“, betont Dr. med. Horst Kray, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie im St. Elisabeth in Mayen.

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Dr. Alexander Holz erhält die Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens in Jülich

Jülich/Düren – Landrat Wolfgang Spelthahn hat stellvertretend für den Bundespräsidenten die Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens an Dr. Alexander Holz aus Barmen in Jülich überreicht. Bei der Feierstunde im Jülicher Rathaus wurde der 40-Jährige für sein Engagement vor Freunden, Familie und Wegbegleitern geehrt.

Seit seinem 21. Lebensjahr trägt er die Geschichte seines Heimatortes Barmen zusammen, um sie an die jetzige und an folgende Generationen weiterzugeben. „Ihre Arbeit ist nicht nur Aushängeschild für Barmen, Jülich und den Kreis Düren, sondern für die gesamte Bundesrepublik“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Ich danke Ihnen herzlich für Ihr Engagement und fühle mich geehrt, diese Auszeichnung überreichen zu dürfen.“

Im Fokus von Holz‘ Arbeit stehen Werke zur NS-Zeit des Ortes und Werke über den Zweiten Weltkrieg in seiner Heimat. Aufwendige und zeitintensive Recherchearbeiten auf Grundlage seines Privatarchivs, der Unterlagen im Stadtarchiv Jülich, zahlreicher Privathaushalte sowie Gespräche mit Zeitzeugen verdeutlichen, wie gründlich er sich mit der Geschichte auseinandersetzt. Es zeigt zudem, wie viel (ehrenamtliche) Arbeit in seine Publikation „Als der Krieg nach Barmen kam“ floss. Seine Publikationen, die wissenschaftlichen Standards entsprechen, hat Dr. Alexander Holz größtenteils selbst finanziert.

„Es ist sehr wichtig, dass wir unsere eigene Geschichte kennen“, sagte Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs und spricht damit auch die historische Bedeutung des Tages dieser Verleihung an, den 9. November. „Ich schätze die Arbeit von Alexander Holz und ihn als Menschen sehr. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung.“

Seit 2021 ist Dr. Alexander Holz Vorsitzender des neu gegründeten Vereins „Freunde und Förderer der Geschichte Barmens“, zudem ist er in vielen weiteren örtlichen Vereinen engagiert. Dr. Alexander Holz ist hauptberuflich Lehrer für Deutsch und Geschichte am Gymnasium. Seit seiner Kindheit interessiert er sich für Geschichte, beim Altpapiersammeln entdeckte er alte Fotoalben aus der Kriegszeit und konnte sie nicht mehr loslassen, wie er in seiner Dankesrede berichtet. „Mein innerer Antrieb für meine Arbeit ist, dass ich meinen Heimatort und das Leben hier bereichern möchte. Es ist mir ein großes Bedürfnis, die Liebe zu Barmen und das Gefühl, dass ich hier gerne lebe, zu teilen und weiterzutragen“, sagte er und bedankte sich bei seinen Freunden und seiner ganzen Familie. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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Politik

Hochwasserschutz stand beim Städte- und Gemeindebund in Bad Münstereifel im Mittelpunkt

Bad Münstereifel – Rund zweieinhalb Monate nach der Flutkatstrophe tagte der Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz des Städte- und Gemeindebundes NRW in Bad Münstereifel. Nun war das Gremium, dem auch Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian angehört, wieder im Rats- und Bürgersaal des Rathauses zu Gast. Dass der Wiederaufbau in der Kurstadt seit dem Besuch vor gut zwei Jahren schon sehr weit fortgeschritten ist, betonte nicht nur der Ausschussvorsitzende Jörn Möltgen, Bürgermeister von Havixbeck, beeindruckt. Etliche Ausschussmitglieder äußerten sich positiv überrascht darüber, was seit dem verheerenden Ereignis in der Kernstadt schon alles geschafft wurde.

Passend zum stark betroffenen Bad Münstereifel nahm das Thema Hochwasserschutz viel Raum auf der Tagesordnung der Ausschusssitzung ein. Zunächst stellte Sabine Preiser-Marian in einer Präsentation die Maßnahmen im Stadtwald zur Starkregenvorsorge, die geplante Nutzung von Windenergie auf Kalamitätsflächen sowie die Hochwasserschutzmaßnahmen der Stadt vor. Daran schlossen sich etliche Fragen der Ausschussmitglieder an. So wurde beispielsweise gefragt, ob die Flutkatastrophe und ihre Folgen auf Landesebene noch ausreichend im Bewusstsein seien. Ebenso wurde gefragt, ob es bei den oft aufwendigen und langwierigen Genehmigungs- und Planungsverfahren von Regenrückhaltebecken und ähnlichen Bauwerken auf Ebene des Landes Beschleunigungen und Erleichterungen gebe. Sabine Preiser-Marian betonte hier, dass Beschleunigungen der Verfahren dringend geboten seien.

Dr.-Ing. Dietmar Jansen, Bereichsleiter „Gewässer“ beim Erftverband, referierte anschließend zum Thema „Interkommunale Zusammenarbeit zum Hochwasserschutz von der Quelle bis zur Mündung“. Dabei stellte er unter anderem die Interkommunale Hochwasserschutzkooperation Erft, in der auch die Stadt Bad Münstereifel Mitglied ist, und ihre Arbeitsweise vor. Unisono monierten Jansen und Möltgen, dass es zwar viele Fördermittel für Forschungsprojekte im Bereich des Hochwasserschutzes gebe, aber oft keine konkreten Maßnahmen folgen würden. Oft sei der Zeitraum, in dem Fördergelder für praktische Maßnahmen abgerufen werden müssten, viel zu kurz, um die Maßnahmen planen und umsetzen zu können.

Schließlich referierte Matthias Börger, Leiter der Abteilung 4 des Umweltministeriums NRW, über aktuelle Themen der Wasserwirtschaft, insbesondere des Hochwasserschutzes. Nach dem Abarbeiten der Tagesordnung und einem stärkenden Mittagessen besuchte ein Teil der Ausschussmitglieder abschließend mit Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian und Ralf Wassong, technischer Leiter der Stadtwerke, das Flutmuseum in der Wertherstraße.

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Wirtschaft

Azubis der KSK Mayen organisieren zum vierten Mal „Hausmesse für Schulen“

Mayen/Region – Rund 350 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen aus sieben weiterführenden Schulen der Region waren der Einladung zur vierten Auflage der „Hausmesse für Schulen“ nach Mayen gefolgt. Vom 07. bis 10. November 2023 führte die Kreissparkasse (KSK) Mayen in ihrem Haupthaus in der St.-Veit-Straße wieder eine „Hausmesse für Schulen“ durch.

Die Messe ermöglichte den jungen Menschen erste Einblicke in die Berufsausbildung zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau bei der KSK Mayen. Zudem wurde den Jugendlichen auch aktuelle Themen und Trends rund um Geld und Finanzen näher gebracht. Unter der Devise „Von jungen Menschen – Für junge Menschen“ hatten die Auszubildenden der KSK – unterstützt von den KSK-Fachbereichen „Personalmanagement“ und „Vertriebsmanagement“ – spannende und informative Vorträge zusammengestellt. In einem Rundgang mit verschiedenen Stationen zu den Themen „Ausbildung“, „Modern Banking“ und „Small Talk“ boten sich den Schülerinnen und Schüler zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch und Dialog im persönlichen Gespräch mit den Azubis der Kreissparkasse. Es gab zudem viel zu sehen und zu erleben. Besonderes Interesse galt den verschiedenen Interaktionen zu den neuesten Möglichkeiten des „Modern Bankings“. Ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen rundete die Veranstaltung ab.

Ausbilderin Sabine Weitzel zeigte sich erfreut über den Einsatz und das Engagement der Auszubildenden bei der Vorbereitung und Durchführung der „Hausmesse für Schulen“. Hierbei betonte sie auch die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit für die Kreissparkasse: „Unsere Azubis haben da eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt. Diese Hausmesse hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir konnten bei den jungen Menschen bereits viele Impulse setzen. So haben wir schon einige Praktikumsanfragen erhalten und hoffen natürlich auch auf zahlreiche Bewerbungen für den Ausbildungsbeginn zum 01.08.2024.“

„Ein rundum gelungenes Event für die rund 350 Schülerinnen und Schüler aber auch für unsere Auszubildenden und die Kreissparkasse Mayen“, freute sich auch KSK-Nachwuchskundenkoordinatorin Michaela Schneider aus dem Bereich „Vertriebsmanagement“ zum Abschluss des Events.