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Grohmann & Tesla: Ein Fazit zur großen Übernahme

Prüm, 29.10.2020 – Mit der Übernahme von Grohmann hast sich Tesla deutsche Ingenieurskunst gekauft. Das deutsche Automatisierungs-Unternehmen wurde vom Elektroauto-Hersteller übernommen, damit die Produktion des Tesla Model 3 gesteigert werden konnte.

Die Firma Grohmann ist spezialisiert auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Anlagen für die automatisierte Fertigung, unter anderem in der Halbleiter-, der Elektronik- und der Automobilindustrie. Mit dem Kauf des Unternehmens ist die Tochterfirma Tesla Grohmann Automation entstanden. Diese ist auch ein Grund, warum die Tesla-Aktie sich einer zunehmenden Beliebtheit erfreut.

Die Beweggründe für die Übernahme

Das damalige Grohmann Engineering mit Hauptsitz in Prüm in der Eifel wurde bereits im Januar 2017 von Tesla übernommen, weitere Übernahmen in Rheinland-Pfalz und der Eifelregion angedacht. Grohmann hat verschiedene Maschinen gebaut, dazu zählten vor allem Maschinen zur Herstellung von Airbagsensoren, Steuergeräten für Servolenkungen und von Lithium-Ionen-Batteriezellen, ebenso wie ganze Batteriemodule. Gerade die Roboter von Grohmann sind für die Batterieproduktion bei Tesla von besonderer Bedeutung.

Das erklärte Ziel war, die Produktion des Elektrofahrzeugs Model 3 von 50.000 auf 500.000 bis 600.000 Fahrzeuge im Jahr zu steigern. Besonders stark will sich der Tesla-Gründer Elon Musk dabei auf die Robotertechnik verlassen.

Nach der Übernahme

Schon vor der Übernahme gab es aber Unklarheiten bezüglich der Weiterbelieferung der bisherigen Kunden. Zu diesen Kunden gehörten beispielsweise BMW und Daimler. Kurz nach der Übernahme hatte das Unternehmen die Geschäftsbeziehungen zu anderen Kunden als Tesla weitestgehend abgebrochen. Der Grund war, man wollte die anfahrende Produktion des Models 3 voll unterstützen. Diese Entscheidung hatte laut dem Mercedes-Betriebsratschef die Folge, dass die Produktion von Batterien für das Elektroauto EQC verzögert wurde.

In der Zwischenzeit verließ der Gründer Klaus Grohmann das Unternehmen überraschend. Ursprünglich hatte er sich allerdings geäußert, bleiben zu wollen. Es wird vermutet, dass sein Rückzug im Zusammenhang mit der Tatsache steht, dass Tesla die alten Kundenverbindungen kappte. Eine eindeutige Äußerung gab es von Seiten Grohmanns nicht. Dieser sagte lediglich: „Ich bin sicherlich nicht ausgeschieden, weil ich keine Lust mehr hatte.“

Die Entwicklung der letzten 3 Jahre

Inzwischen sind drei Jahr vergangen, dass Musk Grohmann Engineering gekauft hat. Trotz vieler Unsicherheiten und Vermutungen, die rund um die neu gegründete Tesla Grohmann Automation kursierten, hat sich gezeigt, dass Tesla keinesfalls das Geld ausgegangen ist. Im Gegenteil, die veröffentlichten Geschäftszahlen zeigen, dass die deutsche Tochtergesellschaft ziemlich gesund dasteht. Fakt ist, dass gerade der Ableger in der Eifel zu den wenigen Gewinnbringern im Tesla-Konzern gehört.

Innerhalb des Tesla-Konzerns ist der Bedarf so groß, dass das Tochterunternehmen in Deutschland in Sachen Auftragseingang im letzten Jahr sogar einen Rekordwert verzeichnet hat. Dabei wurde beinahe komplett auf externe Kunden verzichtet. Tesla erhielt im Jahr 2018 insgesamt Aufträge im Volumen von 178,6 Millionen Euro. Im Gegensatz zum Übergangsjahr waren das sogar 80,6 Millionen Euro mehr. Bis dahin hatte man im Jahr 2016 den Rekordwert von 174,2 Millionen Euro eingefahren.

Auch die Umsatzzahlen lassen sich durchaus sehen, denn der Umsatz stieg auf 142,5 Millionen Euro. Das bedeutet eine Steigerung von 11,3%. Wenig überraschend war dabei aber, dass sich der Umsatz stark in Richtung USA verschob. Innerhalb Deutschlands brach der Umsatz nämlich um 77 % ein. Anstelle der 20 Millionen im Jahr 2017, waren es im letzten Jahr nur noch 4,6 beziehungsweise 4,5 Millionen Euro. Auf der anderen Seite gab es einen rasanten Umsatzanstieg außerhalb Europas. Satte 52 % waren es, damit stieg der Umsatz auf 133,4 Millionen Euro.

Aufhebungsvereinbarungen

Eine absolute Besonderheit ist aber das Ergebnis des Tesla-Konzerns. Dieses Ergebnis wies einen Gewinn nach Steuern von 10,7 Millionen Euro aus. Im Gegensatz zum Vorjahr, das einen Gewinn nach Steuern von 26 Millionen Euro zeigte, passte dieses Ergebnis eigentlich besser zum Elektroautobauer, denn dessen Kerngeschäft schrieb bisher immer rote Zahlen.

Allerdings handelt es sich bei dem Verlust von Tesla Grohmann im Jahr 2017 um einen einmaligen Effekt. Grund waren die Aufträge anderer Kunden, die die Muttergesellschaft nicht erfüllt hatte. Allein um aus den Verträgen mit anderen Herstellern aussteigen zu können, kosteten die Aufhebungsvereinbarungen Tesla rund 26,8 Millionen Euro.

Tesla Grohmann musste im Jahr 2018 nur noch ein Minus von einer Million Euro verkraften. Auch diese resultieren auf den Aufhebungsverträgen.

Die Beliebtheit der Tesla Aktien

Der Firmenchef Elon Musk wird häufig als etwas unkonventionell und gleichzeitig als besonders ehrgeizig und sehr intelligent beschrieben. Das macht ihn besonders bei der jüngeren Generation äußerst beliebt. Andere Bevölkerungsgruppen hingegen sehen ihn eher mit etwas Unbehagen.

Doch was die Wirtschaft und die Börse betrifft, so zählen hier jedoch ausschließlich die Qualität und Vorteile der angebotenen Produkte. Im ersten Quartal 2020 stieg der Umsatz der Aktie um 32 %. Der operative Gewinn stieg damit auf 283 Millionen US-Dollar.

Auch wenn Elon Musk als Vorstandsvorsitzender eine umstrittene Figur ist, werden dennoch sowohl die Firma als auch die Aktienkurse in Zukunft weiter wachsen.

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Corona-Rebellen treiben in Wittlich ihr Unwesen

Wittlich, 29.10.2020 – Seit einigen Wochen versammeln sich selbsternannte „Corona Rebellen“ jeden Sonntagnachmittag in Wittlich und predigen dort sektenähnlich Woche für Woche ihre ekelhafte Hetze und beweihräuchern sich damit. Eine Frau Marina Peil-Wendling hatte die Demonstration für die Bewegung „Corona-Rebellen“ beantragt. Nach eigenen Aussagen hat Peil-Wendling die Demo auf dem Platz an der Lieser für jeden Sonntag bis 2023 angemeldet.

Quelle: Agf.de und EAZ

Unterstützt wird sie seither unter anderem von der aus Hermeskeil stammende Kinderärztin Dorothea Thul und dem aus der AFD ausge-schlossene Landtagsabgeordneten Jens Ahnemüller aus Konz und einer Handvoll weiterer Corona-Rebellen. Die Gegendemonstranten stören die Demonstration durch laute Musik, Sirenengeheul und laute Zwischenrufe.

Das Ganze geht jetzt schon seit Juli 2020 so. Jeden Sonntag ist ein Großaufgebot von Polizei notwendig, der Demonstration Präsenz zu zeigen. Zuvor, genauer gesagt einen Monat, nachdem Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona Pandemie eingeleitet wurden, trafen sich ein paar Dutzend Menschen in Trier, um singend durch die Straßen zu „spazieren“ ohne Abstand, ohne Maske.

Sie sind nicht für die Erhöhung von Kurzarbeitergeld, nicht für die stärkere Unterstützung von Eltern, Kleingewerbetreibenden oder Kulturschaffenden und nicht für ein besseres Gesundheitssystem auf die Straße gegangen. Nein, sie wollten „Freiheit“ die Freiheit von Maßnahmen, die vernünftig sind, Maßnahmen, die notwendig sind, um Leben zu retten.

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Rheinland-Meisterschaft im Siebenschräm findet nicht statt

Ulmen, 29.10.2020 – Die für Sonntag, 27. Dezember, terminierte 38. Rheinland-Meisterschaft im 7-Schräm kann leider nicht stattfinden. „Dies ist sicherlich eine sehr bittere Nachricht für alle Schrämer/innen, die sich auf dieses Turnier gefreut haben“, gab der Turnierleiter Erich Michels vom 7-Schräm-Club Ulmen bekannt.

Aber aufgrund der aktuell herrschenden und sich ständig noch verschlimmernden Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen sei die Entscheidung gefallen, diese Großveranstaltung mit zu erwartenden rund 300 Teilnehmern/innen abzusagen.

Die Veranstalter bitten um Verständnis für diese Absage, die aber der Sicherheit aller Teilnehmer diene und eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern solle. „Die gute Nachricht aber ist, dass rechtzeitig ein neuer Termin für die 38. Rheinland-Meisterschaft im 7-Schräm bekannt gegeben wird, sobald es die Corona-Situation wieder zulässt“, so Erich Michels abschließend.

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DEHOGA Rheinland-Pfalz warnt vor unnötigem Kollaps des Gastgewerbes!

Region/Bad Kreuznach, 28.10.2020 – Mit großer Sorge beobachten wir die aktuelle Berichterstattung in den Medien mit Hinweisen, in der heutigen Runde der Länderchefs mit der Bundeskanzlerin werde es zu weiteren Beschränkungen für die gastgewerblichen Betriebe kommen. In den Medien ist hierzu von einem „Lockdown light“ für die gastgewerblichen Betriebe zu lesen.

Um es klar zu sagen: einem Drittel der gastgewerblichen Betriebe droht bei einer erneuten Schließung – sei sie durch Verordnung ausgesprochen oder faktisch – das betriebswirtschaftliche Aus. Dem Gastgewerbe droht der Kollaps.

Unser dringender Appell an die Ministerpräsidentin Malu Dreyer: verhindern Sie weitere Beschränkungen für die stark gebeutelte Gastgewerbebranche in Rheinland-Pfalz. Um es vorweg zu nehmen: wir tragen als Verband, ebenso wie die von uns vertretenen rheinland-pfälzischen Gastgewerbebetriebe alle notwendigen Maßnahmen mit, die zu einer erfolgreichen Eindämmung der Pandemie führen. Wir sind uns mit den Betrieben der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung bewusst. Allerdings: dann muss es sich auch um geeignete, erforderliche und angemessene Maßnahmen handeln.

Die RKI-Zahlen belegen, dass Hotellerie und Gastronomie in Deutschland KEIN relevantes Infektionsgeschehen aufweisen. Insofern sind Beschränkungen für die gastgewerblichen Betriebe sowohl ungeeignet also auch nicht erforderlich, um dem Infektionsgeschehen Einhalt zu gebieten.

Restaurants und Hotels sind nachweislich KEINE Pandemietreiber!

„Das Gastgewerbe ist mit seinen Gaststätten und Hotels weder Pandemietreiber noch Infektionsherd“, so Präsident Gereon Haumann. „Ganz im Gegenteil: es sind die konzessionierten Betriebe, die mit ihrer Professionalität und ihrem Know-how um Hygiene- und Schutzmaßnehmen für die Einhaltung der so wichtigen AHA-Regeln Sorge tragen, ja deren Einhaltung geradezu gewährleisten.“

Treiber von Infektionsketten und sog. „Super-Spreader“ sind solche Veranstaltungen, die außerhalb von professionellen Betrieben, ohne fachliche Gewährleistung der Einhaltung der AHA-Regeln und – leider regelmäßig – unkontrollierbar, da ohne Gästeerfassung als private Feiern in privaten oder privat angemieteten Räumlichkeiten stattfinden. Diese Infektionsbeschleuniger gilt es auszuschließen.

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Tourismus

Statement der IHK Trier zu möglichen Einschränkungen für die Gastronomie

Region/Trier, 28.10.2020 – Übereinstimmende Medienberichte deuten darauf hin, dass heute neue Beschränkungen für die Wirtschaft folgen könnten. Hierauf blickt die IHK Trier mit Sorge. Hauptgeschäftsführer Dr. Jan Glockauer erklärt hierzu:

„Gesundheitsschutz hat für die Unternehmen oberste Priorität. Bei Einschränkungen, die die unternehmerische Freiheit betreffen, sollte mit Blick auf die tatsächlichen Infektionsherde entschieden und regional unterschieden werden. Handel, Gastgewerbe, Fitnessstudios und andere im Frühjahr vom Lockdown besonders betroffene Betriebe haben mit ihren Corona-Schutzmaßnahmen dafür gesorgt, dass von ihnen kein nennenswertes Infektionsrisiko ausgeht. Aus epidemiologischer Sicht spricht nichts dagegen, dass sich gesunde Menschen in einem Restaurant bewirten lassen.

Das sollte bei der Prüfung der Verhältnismäßigkeit etwaiger Einschränkungen des Geschäftsbetriebs besonders beachtetet werden. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass einzelne Branchen nun die Konsequenzen einer steigenden Fallzahl im privaten Bereich alleine tragen sollen. Uns allen muss klar sein: Der Schutz unser aller Gesundheit wird nur gelingen, wenn wir die Gesundheit unserer Wirtschaft nicht aufs Spiel setzen.“

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„StadtteilZEITUNG“ für die Berg- und Talachse feiert Premiere

Stolberg, 28.10.2020 – Die Starterausgabe der StadtteilZEITUNG für das Programm des Integrierten Handlungskonzeptes „Berg- und Talachse“ ist fertiggestellt. Mit einer Print-Auflage von 10.000 Stück wird jeder Haushalt in Oberstolberg, Liester, Münsterbusch, Mühle und Velau des Fördergebietes in den nächsten Tagen eine Ausgabe erhalten. Darüber hinaus liegt die Zeitung an Auslagestellen und städtischen Außenstellen.

Die StadtteilZEITUNG soll die Menschen im Programmgebiet über die baulichen, sozialen und ökologischen IHKo-Maßnahmen sowie weitere Angebote und Aktivitäten in dem Gebiet informieren. Ein besonderes Ziel, so betont Bürgermeister Patrick Haas, ist „die Motivation von noch mehr Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadtteile, sich aktiv in die Prozesse einzubringen und sich selbst für ihr Wohnumfeld zu engagieren. Dafür gibt es in der Stadtteilzeitung zahlreiche Mitmach-Aktionen, in denen Möglichkeiten zur Beteiligung vorgeschlagen sind.“

Die Themen der ersten Ausgabe sind zum Beispiel der Bürgerfonds, die Umgestaltungspläne für den Geschwister-Scholl-Platz auf der Liester und der aktuelle Sachstand zur Bürgerbeteiligung „Blühende Mühlener Brücke“.

Auch der Titel und das Design der Zeitung sind noch nicht in Stein gemeißelt. Vorschläge und thematische Anregungen für die kommenden Ausgaben sind jederzeit herzlich willkommen! Es gibt viel Platz für Ideen von Bürgerinnen und Bürger, die sich gerne als „Viertel-Reporter“ betätigen können. Die Kontaktpersonen für Interessierte, Ideen und Feedback sind folgende Mitarbeiterinnen der Stadtteilbüros: Frau Ayse Ilter (Stadtteilbüro „Berg“, a.ilter@low-tec.de, 0176-11226119) und Frau Vera Langenberg (vera.langenberg@wabe-aachen.de, 0178-6602821).

Ab 2021 soll die StadtteilZEITUNG dann dreimal jährlich erscheinen. Dank Fördermitteln für die IHKo-Öffentlichkeitsarbeit ist eine Veröffentlichung bis 2024 gesichert.

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FÖJ – Kooperation zwischen Forstbetrieb und Förderverein „Naturschutzstation Bad Münstereifel e.V.“

Bad Münstereifel, 28.10.2020 – Ein FÖJ ist ein „Freiwilliges Ökologisches Jahr“, welches als Stütze der eigenen Berufsorientierung dienen kann. Gefördert wird das FÖJ vom Landschaftsverband Rheinland (LVR).

Mein Name ist Malin Bank, ich bin 18 Jahre alt und mache seit dem 1. August 2020 ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Naturschutzstation Bad Münstereifel in Kooperation mit dem Forstbetrieb der Stadt Bad Münstereifel. Diese Kombination gibt mir die Möglichkeit sowohl die Naturschutzarbeit kennenzulernen, als auch die Forstarbeiten.

FÖJlerin Malin Bank und Renate Lehminger-Mertens beim Füttern der Schafe. Foto: Stadt Bad Münstereifel

Meine Einsatzstelle ist die Naturschutzstation, diese ehemalige „Tongrube Toni“ auch „Teichmann-Haus“ genannt, bietet zahlreiche Lebensräume für geschützte wildlebende Pflanzen, Tiere und seltene Orchideen.

Den größten Teil der Woche bin ich im Forstrevier der Revierleiterin Frau Julia Nies tätig. Wichtige Teilaufgaben sind zum Beispiel die regelmäßige Kontrolle der Revierarbeiten. Vor allem die seit 2018 herrschende Borkenkäfer-Katastrophe nimmt viel Zeit und Planung in Anspruch, aber auch das Schützen der jungen Bäume in den vielen Neuaufforstungen gehört zu meinen Aufgaben.

An den Mittwochabenden und Donnerstagmorgen begleite ich zusammen mit der Biologin Frau Dr. rer. nat. Renate Lehminger-Mertens das Edelkrebs Projekt. Abends werfen wir die Reusen aus und zählen am nächsten Morgen die Anzahl und Geschlechter der Krebse. Somit werfen wir immer ein Auge auf das Gewässer des Naturschutzgebietes.

An den Donnerstagen helfe ich Herrn Markus Körfer bei vielen ehrenamtlichen Aufgaben, wie der Kontrolle und Pflege einiger Streuobstwiesen und seiner Schafe auf Flächen im Naturschutzgebiet.

In den Ferienfreizeiten bekommen Frau Jule Helmling (Dipl. Geogr., Umweltpädagogin) und ich viel Unterstützung von den kleinen Naturschützern. Zusammen mit den Kindern entdecken wir die Flora und die Fauna des Naturschutzgebietes und werten diese gemeinsam aus. Somit wird den Kindern ein Verständnis für Natur und Umwelt vermittelt. Umweltpädagogische Sachverhalte werden dabei oft spielerisch vermittelt, Klimaschutzaspekte praktisch umgesetzt und die Natur- und Umweltschützer von morgen ausgebildet.

Bei diesem FÖJ lernt man viel nachhaltig zu denken. Nicht nur im Forst wird in die Zukunft geplant, sondern auch im Naturschutz. Wie schützt man das Gebiet langfristig? Welche Methoden für den Schutz dürfen durchgeführt werden? Und am wichtigsten, anlehnend an die erste Frage, wie pflege ich das Gebiet, um es langfristig zu erhalten?

Alle diese Fragen und Planungen unterstütze ich zusammen mit dem Fachpersonal und gemeinsam kreieren wir die Lösungen. Es ist wie ein riesiges Projekt, welches in die Ewigkeit gerichtet ist und genau das finde ich so spannend an diesem FÖJ. Die vielen verschiedenen Aufgabenfelder lassen es nie langweilig werden. Zudem nehme ich die Natur viel bewusster wahr und erkenne mögliche Probleme oder aber auch eine schöne Entwicklung des Waldes und der Natur.

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Abgesagt! Zülpicher Karnevalisten treffen schweren Herzens Entscheidung

Zülpich, 28.10.2020 – Schweren Herzens haben sich die Zülpicher Karnevalsvereine in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Zülpich darauf geeinigt, alle geselligen Veranstaltungen für die bevorstehende Karnevalssession 2020/2021 abzusagen. Lange hatte man gehofft, dass sich vielleicht doch noch eine Lösung abzeichnet, aber auf Grund der nunmehr stetig steigenden Infektionszahlen habe man sich darauf verständigt, gesellige Veranstaltungen abzusagen. Dazu zählen Proklamationssitzungen, Damen- und Herrensitzungen, Kindersitzungen, Karnevalistische Seniorennachmittage, Sitzungen mit und für Behinderte, Tollitätenempfänge, Schlüsselübergaben, Närrische Treiben an Weiberfastnacht, After Zoch Parties und leider auch die traditionellen Rosenmontagszüge.

Robert Frings, Präsident der Zölleche Öllege: „Alle Karnevalsgesellschaften in der Stadt Zülpich haben sich im Rahmen von Präsidentenversammlungen in den letzten Monaten mehrfach getroffen um Möglichkeiten für Veranstaltungen auszuloten. Leider hat uns jetzt die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie dazu gezwungen auf gesellige Veranstaltungen in der Karnevalssession 2020/2021 komplett zu verzichten. Diese Entscheidung haben wir in enger Abstimmung mit der Verwaltungsspitze der Stadt Zülpich getroffen und sie ist allen Verantwortlichen nicht leichtgefallen. Als Vereine erreichen wir natürlich nur die organisierten Mitglieder aber wir appellieren an die Vernunft aller, sich an die geltenden Vorschriften zu halten, damit wir uns auf eine unvergessliche Session 2021/2022 freuen können“, sagte Frings.

Was letztlich in der Session 2020/2021 erlaubt sein wird und inwieweit die Jecken im kleinen Kreis feiern können, ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig unklar.

Ulf Hürtgen, Bürgermeister der Stadt Zülpich: „Ein unbeschwertes Feiern im üblichen Rahmen ist während der Pandemie leider nicht möglich. Ich zolle der einheitlichen Entscheidung aller Zülpicher Karnevalsvereine zur Absage der Veranstaltungen Respekt. So bitter das für das rheinische Brauchtum ist, so verantwortungsvoll ist es der Gesundheit aller wegen.“

Für dieses Jahr bleibt den Karnevalsjecken nur übrig, ihren Karneval im Herzen zu tragen und zuversichtlich in das neue Jahr zu blicken.

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Dauner Kfz-Innungsmitglied ist Pilotbetrieb der Region

Daun, 28.10.2020 – Auto Stolz aus Daun kann stolz sein. Der Innungsfachbetrieb der Kfz-Innung Daun-Prüm ist einer von 28 Kfz-Betrieben aus ganz Deutschland, die sich als Pilotbetrieb einer Prüfung der Deutschen Akkreditierungsstelle gestellt haben. Ergebnis: Alles richtig gemacht!

Hintergrund: Die neue europarechtliche Norm, die ISO 17020, muss von allen Kfz-Betrieben, die Abgasuntersuchen (AU) durchführen, erfüllt werden. Diese Norm kommt zu den bereits bestehenden Anforderungen aus der Straßenverkehrsordnung hinzu. Die Betriebe müssen nun nach einem akkreditierten Qualitätsmanagementsystem arbeiten. Dies ist eine Voraussetzung dafür, damit die in den Werkstätten durchgeführten Abgasuntersuchungen weiterhin von den Prüforganisationen anerkannt werden und Autobesitzer die notwendige Plakette erhalten.

Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe mit seinem Zentralverband (ZDK) in Bonn hat sich frühzeitig dieser neuen EU-Auflage gestellt und die Marke AÜK (Akkreditierte Überprüfung im Kfz-Gewerbe) platziert. 35.000 Tausend Betriebe in ganz Deutschland können auf die Leistung vom Zentralverband zurückgreifen und damit diese neue europarechtliche Norm umsetzen. Walter Zimmer, Auditor für die hiesige Region, begleitet die Kfz-Betriebe während der Umstellphase in diesem Jahr: „Es ist schon eine enorme Leistung, die von den Kfz-Betrieben wieder einmal verlangt wird“, findet der Kfz-Meister, der für die Kfz-Innungen Daun-Prüm und Bernkastel-Wittlich-Bitburg die Werkstätten betreut.

Alles richtig gemacht bei den neuen Prozessen und Techniken zur Abgasuntersuchung nach neuer Europanorm! Das bescheinigte Dipl.-Ing. Peter Herget (links), Fachbegutachter der Deutschen Akkreditierungsstelle, an Markus Schleuning (rechts) vom Autohaus Stolz in Daun. (Foto: Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region, Walter Zimmer)

Bei Stolz in Daun wurde alles richtig gemacht. Dies bescheinigte Mitte Oktober der Dipl.-Ing. Peter Herget, Fachbegutachter der Deutschen Akkreditierungsstelle, der die Durchführung der Abgasuntersuchung im Autohaus Stolz begutachtete.

„Wir hatten uns bereits vor einem Jahr als Pilotbetrieb zur Verfügung gestellt, damit unser Verband in der Praxis dieses neue System testen kann. Das war für uns als Innungsbetrieb selbstverständlich“, erzählt Peter Stolz, der zusammen mit seinem Mitarbeiter Markus Schleuning im Autohaus für die AU-Leistung verantwortlich ist.

Michael Breuer (rechts), stellvertretener Leiter Abteilung Technik beim ZDK und Pascal Gebhard (links), systemverantwortlicher Leiter beim Fachverband Rheinland-Pfalz. Beide waren maßgeblich an der Erarbeitung der neuen Akkreditierung beteiligt und ließen es sich nicht nehmen, bei der Prüfung in Daun bei Pilotbetrieb Stolz mit dabei zu sein. Foto: Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region, Walter Zimmer

Michael Breuer (rechts), stellvertretener Leiter Abteilung Technik beim ZDK und Pascal Gebhard (links), systemverantwortlicher Leiter beim Fachverband Rheinland-Pfalz. Beide waren maßgeblich an der Erarbeitung der neuen Akkreditierung beteiligt und ließen es sich nicht nehmen, bei der Prüfung in Daun bei Pilotbetrieb Stolz mit dabei zu sein. (Foto: Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region, Walter Zimmer)

Mit dabei waren auch Michael Breuer, stellvertretener Leiter Abteilung Technik beim ZDK und Pascal Gebhard, Systemverantwortlicher Leiter beim Fachverband Rheinland-Pfalz.

„Mit der neuen ISO 17020 hat auch eine neue Software Einzug gehalten. Sie ermöglicht es uns, Schulungsbescheinigungen und Kalibrierscheine selbst in die zentrale Datenbank des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes einzupflegen“, berichtet Markus Schleuning. „Für unsere Kunden spielt es zwar letztlich kaum eine Rolle, welchen Aufwand wir betreiben, um den AU-Service auch in Zukunft bieten zu können“, erzählt der Kfz-Meister weiter, „aber wir nehmen unseren Auftrag als Servicestelle sehr ernst und freuen uns, für die Zukunft bestens gerüstet zu sein.“

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Apfelsorten für Allergiker!

Mechernich, 28.10.2020 – Im Streuobstwiesenteil der Nordeifel, zu dem auch das Stadtgebiet Mechernich gehört, spielt sich zurzeit eine sehr reichhaltige Apfelernte ab. Es gibt gleich zwei Zusammenschlüsse von Obstwiesenbesitzern, die alte Sorten zu Saft und Schnaps verarbeiten und vermarkten, den Verein „Renette“ und die Firma „Föno“.

Museumbäuerin Rosi Josten zeigt Apfelscheibentrocknen beim „Tag nach der Ernte“ im Freilichtmuseum Kommern. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Was in der Öffentlichkeit nicht so gegenwärtig ist, sind verbreitete Allergien gegen Äpfel oder Kernobst. Und der Umstand, dass es Apfelsorten gibt, die auch für Allergiker geeignet sind. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer jetzt in einer Pressemitteilung hin.

Zu den Sorten, die besonders gut verträglich sind, gehören „Santana“, „Wellant“, „Rubinette“, „Berlepsch“ oder der gute alte „Boskoop“, der im Raum Mechernich weit verbreitet ist. In der vom Rheinischen Landwirtschaftsverband (RLV) verbreiteten Pressemittelung heißt es aber auch: „Es ist allerdings notwendig, dass jeder Allergiker für sich testet, welche Apfelsorten er verträgt. Denn die Verträglichkeit ist von Person zu Person verschieden.“

Liste der Direktvermarkter

Häufig wird behauptet, dass alte Apfelsorten verträglicher seien als neue. Diese Aussage könne so nicht bestätigt werden, schreibt der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer. Die Aneinanderreihung von Aminosäuren in der Apfelsorte sei entscheidend dafür, ob Allergiker eine Apfelsorte vertragen können oder nicht. Und die sei von Sorte zu Sorte unterschiedlich – egal ob alt oder neu.

Auch die Dauer der Lagerung habe Einfluss auf die Verträglichkeit. So vertragen viele Allergiker frisch geerntete Äpfel besser als Früchte, die lange Zeit gelagert worden sind. Viele direktvermarktende Obstbaubetriebe bieten den Verbrauchern in ihren Hofläden die Möglichkeit an, die Apfelsorten zu probieren. Eine Liste mit direktvermarktenden Apfelerzeugern findet man auf www.provinzialverband.de