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Erster virtueller Spendenlauf: Anmeldungen sind ab 18. November im Internet möglich

Kall/Mechernich, 16.11.2020 – Am Nikolauswochenende für Läufer, Jogger und auch für Wanderer – Die einst an Leukämie erkrankte Annika (20) aus Eicks organisiert mit ihrer Mutter den ungewöhnlichen Lauf-Event zugunsten der Hilfsgruppe Eifel – Anmeldungen sind ab 18. November im Internet möglich – Sponsoren gesucht.

„Aufgeben“ war nie die Option für die heute 20 Jahre alte Annika Karwanska aus Eicks, die vor 15 Jahren an Leukämie erkrankte und Monate lang auf der Kinderkrebsstation der Bonner Uni-Klinik behandelt wurde – und zwar erfolgreich. Heute ist die junge Frau kerngesund und Studentin im dualen System Gesundheitsmanagement beim Förderkreis der Uni-Klinik, in der sie damals auf der Kinderkrebsstation behandelt wurde. Der Förderkreis baut derzeit auf dem Klinikgelände ein neues Familienhaus, in dem Angehörige während der Behandlung ihrer schwerkranken Kinder wohnen können.

Annika ist eine passionierte Läuferin, die auch schon erfolgreich am bekannten Köln-Marathon teilgenommen hat. Jetzt haben sich die 20-Jährige und deren Mutter Carmen entschieden, am ersten Dezember-Wochenende einen virtuellen Nikolaus-Spendenlauf zu Gunsten der Hilfsgruppe Eifel zu organisieren. Dazu werden noch Sponsoren gesucht.

Annika will etwas zurückgeben

„Durch meine Leukämie-Erkrankung kamen wir damals mit der Hilfsgruppe Eifel in Kontakt, deren Arbeit wir in dieser schweren Zeit kennen und zu schätzen lernten“, blicken Annika Karwanska und deren Mutter Carmen zurück. Die schweren Zeiten der Therapie seien für die Familie über viele Monate hinweg mit Höhen und Tiefen, Schmerzen und Angst verbunden gewesen. Mit dem virtuellen Spendenlauf wolle man der Hilfsgruppe jetzt etwas für deren Hilfe während Annikas schwerer Krankheit zurückgeben.

Annika Karwanska: „Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie fehlen der Hilfsgruppe viele dringend notwendige Spendengelder, so dass ich mit meiner Mutter überlegt habe, wie wir diesem Mangel entgegenwirken können“. So sei die Idee geboren worden, den ersten virtuellen Nikolaus-Spendenlauf zugunsten der Hilfsgruppe zu organisieren.

Motivation für eine gute Tat

Mutter Carmen: „Ein virtueller Spendenlauf ist eine Alternative zu einem klassischen Laufevent mit hunderten oder auch tausenden Teilnehmern, das ja nun aktuell nicht möglich ist. Mit dem Spendenlauf wollen wir die Motivation der Menschen erhalten, eine gute Tat zu vollbringen“. Mutter und Tochter ist es jetzt wichtig, dass am virtuellen Spendenlauf viele Menschen teilnehmen; egal ob als Läufer, als Jogger, als Wanderer oder auch eventuell als Sponsor.

Als Termin für den Spendenlauf ist das Nikolauswochenende am 5. und 6. Dezember ausgewählt worden, wobei jeder Teilnehmer von einem beliebigen Ort aus starten kann.  Der virtuelle Lauf wird über das Internet abgewickelt und dokumentiert. Im Zeitraum von Samstag, 5. Dezember, um 5 Uhr, bis Sonntag, 6. Dezember, um 18 Uhr, kann jeder am virtuellen Nikolaus-Lauf teilnehmen.

Die Strecke, nach deren Länge sich auch das Startgeld richtet, darf dabei beliebig gewählt werden. Angeboten sind die Distanzen beim Laufen mit fünf bis zehn Kilometer für ein Startgeld von zehn Euro, 15 und 21 Kilometer für 15 Euro. Walkern und Wanderern werden für jeweils zehn Euro Strecken von fünf und zehn Kilometer angeboten.

Anmelden ab 18. November

Anmeldungen zum virtuellen Nikolaus-Lauf sind möglich ab dem 18. November, 6 Uhr, über den Internet-Link www.taf-timing.de. Das Startgeld, das der Hilfsgruppe zugutekommt, wird über Sepa-Lastschrift eingezogen. Bis zum Laufende am 6. Dezember, 18 Uhr, müssen Zeit und Startnummer über den bei der Anmeldung zur Verfügung gestellten Link eingetragen werden.

Carmen und Annika Karwanska, die kürzlich selbst an einem virtuellen Spendenlauf zugunsten der Jose Carreras-Leukämiestiftung teilgenommen haben, gehen davon aus, dass es den Teilnehmern nicht nur um den sportlichen Ehrgeiz, sondern auch den sozialen Zweck geht und deshalb keine falschen Zeiten oder Fotos übermittelt werden. Dennoch werden alle Zeiten einem Plausibilitätscheck unterzogen.

Sponsoren gesucht

Damit das Startgeld zu 100 Prozent an die Hilfsgruppe-Eifel gespendet werden kann, werden noch weitere Sponsoren die Aktion gesucht, so dass Nebenkosten wie Startnummern, Ergebnisdokumentation, Urkunden oder Medaillen gedeckt werden können. Annika: „Das liegt uns wirklich sehr am Herzen“.

Das erlaufene Geld soll dem Neubau des Familienhauses Bonn zugutekommen, das derzeit auf dem Campus Venusberg neben der neuen Universitäts-Kinderklinik Bonn entsteht. In Kooperation mit dem Kaller Möbelhaus Brucker finanziert die Hilfsgruppe Eifel die Inneneinrichtung des neuen Familienhauses mit 100.000 Euro. Mit 42 Zimmern, Gemeinschaftsräumen, einer Elternküche und -waschküche, Kreativ-, Sport und Bewegungsraum wird das neue Haus ab Anfang kommenden Jahres Angehörigen, die ein schwerstkrankes Kind während der Therapie in der Klinik begleiten, einen Ort zum Durchatmen und Kraftschöpfen bieten.

In allen Laufkategorien gibt es jeweils für die ersten drei Plätze Urkunden, Medaillen und weitere Überraschungen, wobei Männer und Frauen getrennt gewertet werden. Die Ergebnisse des Spendenlaufes sind später auf der TAF-Timing-Internetseite einzusehen.

Für Informationen und Rückfragen zur Möglichkeit der Anmeldung zum Nikolaus-Spendenlauf stehen Carmen und Annika Karwanska unter 02443-7552 zur Verfügung. Dort können sich auch Sponsoren melden. Weitere Informationen unter www.taf-timing.de, Sternchenannika@aol.com, https://kinderkrebshilfe-eifel.de.

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Neujahrskonzert der Konzertreihe ‚Klassik in Mayen‘ abgesagt

Mayen, 16.11.2020 – Am 4. Januar 2021 sollte die neue Spielzeit der Konzertreihe ‚Klassik in Mayen‘ mit dem beliebten Neujahrskonzert endlich beginnen. Doch die wachsende Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland lässt ein solches Konzert, zu dem alljährlich über 300 Menschen in die St.-Veit-Kirche strömen, nicht zu. Nach Abwägung aller Aspekte und mit Rücksicht auf die Gesundheit von Orchester und Besuchern folgte die Veranstaltergemeinschaft Mayen (Kreissparkasse Mayen, Stadt Mayen, Firma MHT, WochenSpiegel und Mayen am Wochenende) jetzt dem Vorschlag des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie: Das Neujahrskonzert 2021 ist abgesagt. Eine Entscheidung, die sich die Organisatoren nicht leicht gemacht haben. Freunde klassischer Musik dürfen sich schon jetzt auf das Neujahrskonzert 2022 freuen, das für den 10. Januar des übernächsten Jahres fest eingeplant ist.

Und noch einen Lichtblick gibt es für Klassik-Freunde: Für die leider aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht begonnene Spielzeit von ‚Klassik in Mayen‘ stehen zudem noch zwei Konzerte im Kalender. Am 26. April und 31. Mai 2021 will die Rheinische wieder in Mayen auftreten.

Detaillierte Programme sowie der Vorverkaufsstart für diese beiden Konzerte werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Der Vorverkauf findet dann wie gewohnt über das Reisebüro Bell, den WochenSpiegel und die Tourist-Information Mayen statt.

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Erste Frau vertritt Bürgermeister – Konstituierende Ratssitzung in Kall

Kall, 16.11.2020 – Eine konstituierende Sitzung eines Gemeinderates bedeutet immer: Abschiede von teils langjährigen Mitgliedern und Ortsvorstehern, dazu viele neue Gesichter. In Kall gab es diesmal sogar einige Premieren: Die SPD hat die meisten Sitze und stellt damit die größte Ratsfraktion, die AfD zieht in das Gemeindeparlament ein und mit Steffi Hübner wird erstmals eine Frau zur Ersten stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt.

Die scheidenden Ratsmitglieder (v.l.): Guido Keutgen, Norbert Schiffer, Peter Schmitz, Erhard Sohn, Franz-Albert Groß, Adolf Binger und Ute Stolz. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Abschied nehmen hieß es für insgesamt zwölf Ratsmitglieder. Darunter auch echte Urgesteine, allen voran Erhard Sohn. Von 1975 an saß er ununterbrochen für die SPD im Gemeinderat, sodass Bürgermeister Hermann-Josef Esser anerkennend meinte, dass einige Ratsmitglieder zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren waren und er selbst mit zehn Jahren auch noch nicht an Politik gedacht habe. Von 1994 bis 1999 war Erhard Sohn zudem Erster stellvertretender Bürgermeister.

31 Jahre lang führte Sohn die SPD-Fraktion an. Sein Nachfolger Emmanuel Kunz vermutete, dass niemand zuvor eine so lange Zeit dem Kaller Rat angehörte. Kunz lobte vor allen Dingen die Tatsache, dass Erhard Sohn sich auch an lange zurück liegende Beschlüsse erinnern konnte. „Ich erinnere mich besonders an einen Satz im Rat: »Seinerzeit haben wir das so oder so beschlossen.«“ Was auch daran liegen mag, dass Erhard Sohn die Kaller Politik als Vorsitzender diverser Fachausschüsse mitgestaltet hat.

Auch Grünen-Urgestein Ekkehard Fiebrich wurde 1975 in den Rat gewählt – damals allerdings noch für die SPD und zunächst nur für vier Jahre. Ab 2002 saß er dann ununterbrochen für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat, insgesamt 13 Jahre davon als Fraktionschef und fünf Jahre als Vorsitzender des Sozialausschusses.

Ebenfalls bemerkenswerte 36 Jahre lang war Peter Schmitz (CDU) Mitglied des Kaller Rates, wobei er über die Jahre diversen Fachausschüssen vorsaß. In der Legislaturperiode 2009 bis 2014 bekleidete er sogar das Amt des Ersten stellvertretenden Bürgermeisters. Darüber hinaus war Peter Schmitz zehn Jahre Mitglied des Kreistages.

Weitere ausgeschiedene Ratsmitglieder mit Eintrittsdatum: Ute Stolz (CDU, 1999), Franz-Albert Groß (FDP, 1999), Norbert Schiffer (SPD, 1994-2004, 2014), Guido Keutgen (CDU, 2004), Guido Wiesen (CDU, 2014), Karl-Heinz Fiedlers (Linke, 2014), Adolf Binger (CDU, 2014), Herbert Lorenz (Grüne, 2015) und Andreas Züll (SPD, 2020).

11 neue Ratsmitglieder verpflichtet

Die neuen Ratsmitglieder Guido Schmidt, Dustin Möhrer, Sandra Lüttgen, Steffi Hübner und Fabian Nowald (SPD), Thomas Müller und Hans-Dieter Schäfer (FDP), Jörg Jenke (Grüne), Frank Poll und Manfred Knie (AfD) sowie Frauke Neum (Linke) wurden von Bürgermeister Esser verpflichtet.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser (M.) mit seiner Ersten Stellvertreterin Steffi Hübner und dem Zweiten Stellvertreter Stefan Kupp. Die Wahl der beiden war die erste Handlung des neu verpflichteten Gemeinderats. Das Ergebnis wurde einstimmig gefällt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Einstimmig gewählt wurden Steffi Hübner (SPD) zur Ersten stellvertretenden Bürgermeisterin und Stefan Kupp (CDU) zum Zweiten Stellvertreter. Sie lösen Uwe Schubinski (CDU) und Karl Vermöhlen (SPD) ab, denen Bürgermeister seinen Dank aussprach für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Die beiden Fraktionen mit den meisten Wählerstimmen durften jeweils einen Kandidaten vorschlagen. Stellvertretende Bürgermeister übernehmen repräsentative Aufgaben und leiten in Abwesenheit des Bürgermeisters die Ratssitzungen.

Die zehn neuen Ortsvorsteher: Dustin Möhrer (v.l.), Fabian Nowald, Emmanuel Kunz, Hans-Dieter Schäfer, Karl Vermöhlen, Hans Reiff, Stefan Kupp, Roman Hövel und Lothar Maevis. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Auch die Ortsvorsteher wurden neu gewählt. Allerdings wurde in der Ratssitzung der Zuschnitt der Bezirke noch einmal angepasst. Steinfeld gehört nicht mehr zu Urft, sondern zu Wahlen. Die Ortsvorsteher sind: Emmanuel Kunz (SPD, Golbach), Stefan Kupp (CDU, Kall), Dustin Möhrer (SPD, Keldenich), Hans-Dieter Schäfer (FDP, Krekel), Lothar Maevis (FDP, Rinnen), Hans Reiff (FDP, Scheven), Karl Vermöhlen (SPD, Sistig), Thomas Müller (FDP, Sötenich), Fabian Nowald (SPD, Urft) und – als einziges Nicht-Ratsmitglied – Roman Hövel (CDU, Wahlen/Steinfeld).

In der kommenden Legislaturperiode wird es neben dem Gemeinderat folgende sechs Gremien mit folgenden Vorsitzenden und Stellvertretern geben. Haupt- und Finanzausschuss: 18 Mitglieder plus Bürgermeister, Vorsitz: Bürgermeister Esser; Ausschuss für Soziales, Schule und Generationen:  19 Mitglieder, Vorsitz: Fabian Nowald , Stellvertreter: Karl Vermöhlen (beide SPD); Bauausschuss: 19 Mitglieder, Dr. Manfred Wolter, Hans-Dieter Schäfer (beide FDP); Ausschuss für Entwicklung, Umwelt, Digitalisierung und öffentliche Sicherheit; 19 Mitglieder, Bert Spilles, Frank Vellen (beide CDU); Rechnungsprüfungsausschuss: 9 Mitglieder, Jörg Döhler (FDP), Sandra Lüttgen (SPD); Wahlprüfungsausschuss: 9 Mitglieder, Dr. Guido Huppertz (Grüne), Uwe Schubinski (CDU). Bisher bestanden die „großen“ Ausschüsse aus 17 Mitgliedern. Sie wurden vergrößert, damit alle im Rat vertretenen Parteien in den Ausschüssen mit einer Stimme vertreten sind.

Folgende Damen und Herrn setzen ihre Arbeit im Gemeinderat fort, der bis 2025 gewählt ist: Emmanuel Kunz, Karl Vermöhlen, Ludwig Werle und Daniela Züll (SPD), Petra Mey-Wirtz, Stefan Kupp, Bert Spilles, Willi Frauenrath, Frank Vellen, Uwe Schubinski und Stephanie Sistig (CDU), Dr. Manfred Wolter, Lothar Maevis, Hans Reiff und Jörg Döhler (FDP) sowie Dr. Guido Huppertz (Grüne).

Bürgermeister Esser danke allen bisherigen und neuen Ortsvorstehern und Ratsleuten für ihr ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Menschen in der Gemeinde Kall.

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Endspurt beim Schulumbau in Kall – Umzug der Grundschule in den Weihnachtsferien

Kall, 16.11.2020 – Die Sanierung des Hauptschulgebäudes biegt auf die Zielgerade ein. Nach derzeitigem Stand ist geplant, dass die Grundschule in den Weihnachtsferien an den dann umgebauten und renovierten Standort ziehen wird.

„Bereits Mitte Dezember werden nicht mehr verwendete Möbel und eingepacktes Material des Lehrpersonals aus der Grundschule ins neue Grundschulgebäude gebracht“, sagte Lothar Schatten, stellvertretender Teamleiter Bauen und Gebäudemanagement bei der Gemeinde Kall. Die zwei alljährlich verfügbaren variablen Ferientage nutzen die Lehrer, um sich mit der neuen digitalen Technik vertraut zu machen, für die Schüler geht es dann am 11. Januar mit dem Unterricht los.

Die Arbeiten am Schulhof waren Anfang November in vollem Gange. Die mittlere der drei Randsteinlinien ergibt die Mittellinie des Spielfeldes, das sich zwischen den fünf Quadern, in die Bäume gepflanzt werden, befindet. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Für Außenstehende wird besonders auf dem Schulhof deutlich, dass sich mächtig was verändert hat. Der bisherige Schulhof ist ungefähr hälftig unterteilt. Während der rechte Bereich in Turnhallennähe als Parkplatz angedacht ist, wird die linke Hälfte Schulhof. Auffallend ist besonders eine Spielfläche, die von fünf Bäumen und zwei Sitzbänken eingerahmt wird.

Beim Ortstermin Anfang November zeigten Randsteine die Abmessungen des Spielfeldes, an dessen Kopfseiten Soccer-Tore und Kinderbasketballkörbe angebracht werden. Mitte November soll der Schulhof asphaltiert werden. „Das soll noch vor den ersten schweren Frostnächten erfolgen“, erklärt Lothar Schatten.

Der Schulhof wird komplett umzäunt. Hauptzugang ist an der Auelstraße im linken Schulhofbereich. Ein weiteres Tor wird im Laubengang angebracht, der von den Schülern auf dem Weg zur Turnhalle immer noch genutzt werden soll, damit sie trockenen Fußes zum Sportunterricht kommen.

Kletterkugel mit Hängebrücke

Die Grünfläche hinter der Schule, die noch hergerichtet wird, bleibt laut Lothar Schatten im Wesentlichen so bestehen, wie sie jetzt ist. Auch sie wird eingezäunt. Neue Bäume und Mülleimer werden aufgestellt – und für die Kinder eine Kletterkugel, die mit einer Hängebrücke mit drei Ebenen verbunden ist.

Im Innern sind die Arbeiten schon weit fortgeschritten, es geht wuselig zu. Trockenbauer, Fliesenleger, Elektriker, Installateure, Metallbauer, Küchenbauer und Schreiner sind mit ihren jeweiligen Gewerken beschäftigt.

Lothar Schatten, bei der Gemeinde für das Gebäudemanagement zuständig, in einem der neu gestalteten Klassenräume. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die Aufteilung der Klassen- und sonstigen Lehrräume ist gut erkennbar. Auffallend: Der einst dunkle Flur wird durch das Konzept der offenen Räume mit flurseitigen Fensterscheiben zu den Klassen hin deutlich aufgehellt. Gelbe Farbe an den Wänden sorgt ebenfalls für viel reflektiertes Sonnenlicht.

Das Entree zur Schule, die große Aula mit der Empore im Obergeschoss, wurde minimal verändert. Auf der dem Eingang gegenüberliegenden Seite wurde unter dem Emporenrand eine Wand eingezogen, sodass der dahinterliegende Speisesaal vergrößert wird. Ein in die Bodenfliesen geschnittenes Quadrat vor dem Verwaltungstrakt zeigt die Stelle an, in der in Kürze ein Aufzug installiert wird. „Dieser kann nur mit einem Chip bedient werden, den Lehrer und Schüler erhalten, die auf den Aufzug angewiesen sind“, erklärt Lothar Schatten.

Deutlich verändert hat sich die ehemalige Bücherei. In die Räumlichkeiten ziehen Teile der Offenen Ganztagsschule (Ogata) ein. „Die frühere Bücherei wird für die Frühbetreuung der Ogata genutzt“, so Schatten.

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Wittlicher Altstadt um eine Attraktion reicher

Wittlich, 16.11.2020 – Der Makerspace in Wittlich eröffnet. Die Stadtbücherei Wittlich, das Haus der Jugend, die Volkshochschule Wittlich Stadt und Land, die Stadtverwaltung Wittlich, das Mehrgenerationenhaus und die Caritas haben sich zusammengefunden, um diesen in der Region einzigartigen Raum zu schaffen. Ein Platz, den jeder nutzen kann, um zu lernen, zu arbeiten, Ideen zu verwirklichen, Kreativität umzusetzen. Es ist möglich, Filme zu drehen und professionell zu bearbeiten, kleine Roboter zu programmieren, Gegenstände mit CNC-Fräse oder 3D-Drucker herzustellen, Textilien zu bedrucken und zu verarbeiten, elektronische Schaltungen zu bauen oder Mikroprozessoren zu programmieren und vieles mehr.

Das Tema des Makerspaces arbeitet Interessierte gerne in die vorhandenen Maschinen ein. Hierzu werden in Kürze entsprechende Kurse angeboten. Die gemeinsame Nutzung der Maschinen ist volkswirtschaftlich sinnvoll und hilft, Elektroschrott zu vermeiden, Ressourcen zu schonen. Der Makerspace richtet sich an Kinder und Jugendliche, aber ebenso an Erwachsene. Er soll ein Ort der sinnvollen Beschäftigung, des Lernens, der Kreativität und Umsetzung von Ideen für alle werden. Ermöglicht wurde der Makerspace Wittlich durch eine großzügige finanzielle Förderung von „Vor Ort für Alle. Das Soforthilfeprogramm für zeitgemäße Bibliotheken im ländlichen Raum“, welches von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert und aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert wird.

Dank gilt auch Herrn Achim Lohner, der das passende Ladenlokal in der Neustraße dem Makerspace vermietet. Die vielen Kurse, Workshops und Maschinenvorführungen, die für den November geplant waren, müssen leider wegen Corona verschoben werden.

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Ein neues Zuhause für Biene, Schmetterling & Co. – Zwei Jahre Kreisprojekt Artenreiche Wiese – „Interesse ist enorm“

Ahrweiler, 16.11.2020 – Das Schild ist eindeutig: „Hier wächst Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co“. Es steht schon an vielen Stellen im Kreis Ahrweiler, denn immer mehr Vereine, Gemeinden, Landwirte und Winzer beteiligen sich an dem Kreisprojekt Artenreiche Wiese. So wie die Ortsgemeinde Eichenbach, die zusammen mit den Mitgliedern des Verschönerungsvereins am Ortsrand einen neuen Erholungsort mit Blühwiese, Streuobstbäumen, Insektenhotel samt Erläuterungstafel und attraktiver Aussicht auf den Wohnort geschaffen hat.

Zwei Jahre ist es nun her, seit das Projekt „Artenreiche Wiese – Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co.“ mit breitgefächerten Fördermöglichkeiten von der Kreisverwaltung gestartet wurde. „Im Kreis Ahrweiler ist ein Bewusstseinswandel entstanden“, erklärt Landrat Dr. Jürgen Pföhler. „Alle acht Kommunen im Kreis haben sich unserer Naturschutz-Offensive angeschlossen und selbst bereits viele Flächen in ihren Städten und Dörfern naturnah umgestaltet. Und es ist sehr erfreulich, dass das Thema auch bei den Bürgerinnen und Bürgern in den Gemeinden und Städten so großen Zuspruch findet.“ Auch der Kreis gehe mit gutem Beispiel voran. „Neben einer neu angelegten Streuobstwiese im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Obere Ahr-Hocheifel zusammen mit dem Streuobstwiesenverein Eifel/Ahr in Leimbach-Adorferhof wurden darüber hinaus Flächen an den kreiseigenen Schulen, vor dem Kreishaus und an der Umweltlernschule Plus des Abfallwirtschaftsbetriebs in Niederzissen in Blühflächen verwandelt.“

„Das Interesse an unserem Projekt ist enorm und übersteigt alle Erwartungen“, erklärt Jennifer Nehring, Abteilungsleiterin Förderprogramme/Landwirtschaft und Koordinatorin des Projekts Artenreiche Wiese in der Kreisverwaltung. Über 50 Vorhaben wurden bereits vom Kreis gefördert. Darunter die Dorfgemeinschaft Liers, die sich der Aufwertung des Hochwasserschutzdamms entlang des Ahrradweges angenommen und eine Fläche von rund 1500 Quadratmeter in eine artenreiche Wiese verwandelt hat. Die Stadt Bad Breisig hat sich gleich mit zwei Flächen am Projekt beteiligt. Darüber hinaus haben viele Imkervereine bereits die Fördermöglichkeiten für Bienenköniginnen, Equipment und Schutzausrüstungen in Anspruch genommen.

Bei einer Kreisbereisung im Sommer hat sich das Projektteam vom Erfolg der Maßnahmen überzeugt. Auch erblühten wieder viele heimische Gärten und Balkone mit den mehrjährigen Saatgutmischungen, die im vergangenen Frühjahr von der Kreissparkasse Ahrweiler über eine Wochenzeitung an alle Haushalte im Kreis verteilt wurden.

Mit der Auflage des Kreisprojektes Artenreiche Wiese im Oktober 2018 wurde unter anderem das Förderprogramm für die Vereins- und Ehrenamtsförderung entsprechend erweitert. Es unterstützt Vereine, die artenreiche Wiesen, Blühflächen und Streuobstwiesen anlegen möchten. Insgesamt 16 Vereine haben seit Beginn des Projekts zusammen rund 9000 Euro aus dem Fördertopf abgerufen. So hat der Förderverein der Ehrenwall‘schen Klinik in Bad Neuenahr-Ahrweiler im Bereich der Parkplätze an der Tagesklinik eine Blühwiese von 1500 Quadratmetern geschaffen. Der Streuobstwiesenverein Bad Neuenahr-Ahrweiler hat 13 Obstbäume an der Ahr gepflanzt. Neben der Vereins- und Ehrenamtsförderung wurde auch das Förderprogramm Ländlicher Raum ergänzt. Es bietet Zuschüsse für die Anschaffung von Saatgut und Obstbäumen. Insgesamt wurden 23 Projekte mit rund 10.500 Euro unterstützt. Die Ortsgemeinde Rodder hat beispielsweise eine neue Streuobstwiese mit 15 Bäumen am Ortsrand angelegt und der Imkerverein Goldene Meile auf seinem Lehrbienenstand in Bad Bodendorf mit einer artenreichen Wiese unzähligen Arten eine neue Heimat beschert.

Auch Landwirte und Winzer im Kreis schaffen zusätzlichen Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co.: Rund 22 Hektar wurden von ihnen bereits insektenfreundlich über das Förderprogramm „Artenreiche Wiese“ eingesät. 16 Maßnahmen wurden bewilligt, darunter die eines Winzers von der Ahr, der seine Brachflächen in Blühstreifen umgewandelt hat. Besonders nachgefragt sind insbesondere die mehrjährigen Honigbrachen, die als sogenannte Ökologische Vorrangfläche mit dem Faktor 1,5 stärker bei der Agrarförderung gewichtet werden.

Wichtig: Alle Förderanträge müssen vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Eine rückwirkende Förderung ist nicht möglich. Um zu vermeiden, dass bereits vorhandene ökologisch hochwertige Flächen umgebrochen und  zerstört werden, werden alle Anträge im Förderprogramm Artenreiche Wiese sorgfältig unter Beteiligung der Unteren Naturschutzbehörde geprüft. So konnten bereits Interessenten zu einer schon bestehenden Artenreichen Wiese beglückwünscht werden. Oftmals reicht es nämlich aus, einfach weniger zu mähen, damit sich eine Wiese naturnah entwickeln kann. Da das Saatgut für artenreiche Wiesen im Frühjahr bei den Anbietern stark nachgefragt ist, rät die Kreisverwaltung, Projekte für das kommende Jahr frühzeitig zu planen.

Infos zum Förderprogramm des Kreises gibt es unter www.artenreichewiese.de oder beim Team der Abteilung Förderprogramme/Landwirtschaft:

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1 Goldbarren – 2 x Freude in Daun bereitet

Daun, 16.11.2020 – Mehrmals musste Karin Freres, Inhaberin von „Absolut“ die facebook – Nachricht ansehen und abhören, ob es tatsächlich stimmte, dass in ihrem Betrieb einer der Goldbarren versteckt war. Riesig die Freude auch als sie daraufhin vom Dauner Gewerbeverein den Anruf erhielt, dass eine ihrer Kundinnen, die auch Stammkundin ist, den Goldbarren gewonnen hat. Die Gewinnerin, Frau Schmid aus Dreis-Brück, freute sich riesig über dieses vorgezogene Weihnachtsgeschenk, das ihr übergeben werden konnte.

Stefanie Augarde, Vorsitzende des Dauner Gewerbevereines zeigte sich sehr zufrieden über den Erfolg der Aktion „Daun im Goldrausch“. Trotz der durch die Corona Pandemie schwierigen Zeit hätten sich 60 Fachgeschäfte an der Aktion beteiligt und von den Kundinnen und Kunden dieser Betriebe sind rund 16.000 Teilnehmerkarten ausgefüllt worden. Sie freut sich auf die in Kürze startende Aktion „Weihnachtsgewinnspiel“.

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Pädagogisches Sofa – ONLINE „Abenteuer Pubertät“ oder „Vorsicht Baustelle“ am 20.11.2020 um 19:30 Uhr

Mayen, 16.11.2020 – Die Pubertät ist für alle Beteiligten ein Erlebnis, ein Aufbrechen in Unbekanntes, kurz ein Abenteuer mit vielen Chancen. Sowohl für die Jugendlichen als auch für die Eltern sind die neuen Herausforderungen nicht immer einfach zu bewältigen. Viele Eltern fragen sich auch, wie Gelassenheit und eine Haltung, die beiden Seiten dazu verhilft, auch das ein oder andere Wunder der Entwicklung zu entdecken, erreicht werden können.

Wenn auch nicht wie beim „Pädagogischen Sofa“ etabliert – gemeinsam, in gemütlicher Atmosphäre bei einem Getränk und Knabberei, möchte die Psychologin Dr. Petra Rösgen folgenden Fragen nachgehen: Entwicklungsprozesse in der Pubertät, Verhaltensweisen Jugendlicher, Kritisches Elternverhalten, Beziehungsfallen, Was hilft Eltern?

Nach einer kostenlosen Anmeldung auf unserer Homepage wird der Zugangs-Link für den Abend versendet. Anmeldung unter Kursnummer: 202-3404 auf www.fbs-mayen.de

Anmeldeschluss ist der 18.11.2020

Dies ist ein Angebot des „Netzwerk Familienbildung“ der FBS Mayen und wird durch das Familienministerium RLP gefördert.

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Corona ein Schnippchen geschlagen – Alternative Sankt-Martins-„Umzüge“ in Berg und Lückerath

Mechernich, 16.11.2020 – Alle Martinszüge im Stadtgebiet waren wegen dem mit der Pandemie verbundenen Lockdown untersagt. Was nicht heißt, dass keine „Umzüge“ stattgefunden hätten. Sowohl Sankt Martin selbst, als auch einige seiner Fans schlugen Corona ein Schnippchen – zum Beispiel in Berg und in Lückerath.

In Berg nahm der als römischer Reitersoldat verkleidete Stefan Schmitz, der designierte Nachfolger Ferdi Leys als Berger Ortsvorsteher, in der Kutsche von Udo Schäfer Platz und fuhr im Straßendorf von Haus zu Haus. Gezogen wurde das Gefährt nicht von Rentieren, wie der Schlitten von Sankt Nikolaus, sondern von den Ponys Frederik und Niko.

Vor jedem Haus, in dem ein Kind wohnt oder ein Senior, zog Sankt Martin die Zügel an – und überbrachte die freundliche Gabe der Dorfgemeinschaft in Vertretung der Heiligen Bischofs von Tours, dem das Rheinland diesen wunderschönen Brauch um Martinsfeuer, Martinszug und Martinsweck zu verdanken hat.

Martinszüge erst seit 1900

Das heutige Martinsbrauchtum ist jünger, als man vermuten sollte. Im 19. Jahrhundert war älteres Martinsbrauchtum mit Fackelläufen und Gelagen zum allgemeinen Schabernack Jugendlicher verkommen. Vor allem Lehrer und Geistliche begannen damit, das mehr oder weniger ausufernde Treiben in geordnete Bahnen zu lenken.

Ein geordneter Martinsumzug wurde 1867 erstmals am Niederrhein abgehalten (Dülken). 1886 saß in Düsseldorf der erste Martin auf einem Pferd. Um die Jahrhundertwende loderten die ersten Martinsfeuer im heutigen Kreisgebiet, um 1920 waren Sankt-Martins-Fackelzüge im Raum Mechernich obligatorisch.

Angesichts des abgesagten Lückerather Martinszuges ließ sich die fünfköpfige Familie Tesch in der Schoßbachstraße eine im wahrsten Sinne des Wortes „gangbare Alternative“ einfallen – und zog mit einem zum „Fackelwagen“ umfunktionierten Bollerwagen durchs Dorf.

Bereits am Nachmittag des „Elften im Elften“, der schon lange Martinstag war, ehe an ihm die Jecken ihre „Session“ eröffneten, standen Jona, Jaron und Kaja mit ihren Eltern Caroline und Guido in der Küche und buken Martinswecken für Schulfreunde und gute Bekannte im Dorf.

Die besuchten sie mit ihrem „Fackelwagen“ und sangen mit gebührendem Corona-Sicherheitsabstand ein selbstgedichtetes Martinslied dazu – und das ging so: „Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin zieht heut nicht voran/ Corona, ja, ist schuld daran/ Sankt Martin sitzt im Sessel fein/ Drum laufen wir heut hier allein . . .“

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Leuchtende Laternen und leuchtende Kinderaugen in den städtischen Kitas von Alsdorf

Alsdorf, 16.11.2020 – Viele leuchtende Laternen und noch mehr leuchtende Kinderaugen – die hat es in den städtischen Alsdorfer Kitas rund um den St.-Martins-Tag unter Einhaltung der nötigen Schutzmaßnahmen angesichts der Corona-Pandemie gegeben. Zwar waren größere Umzüge mit Gesang und Elternbegleitung nicht möglich, doch haben die Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam mit den Kindern abwechslungsreich gefeiert.

Dass auch in diesem Jahr in den Gruppen Laternen gebastelt wurden, versteht sich. Dabei wurden die Kinder ganz schön kreativ und nutzten zum Teil auch alte Schuhkartons und Plastikflaschen, um besondere Leuchtkörper zu entwerfen. Und wenn schon kein echtes Pferd mit einem Martin unterwegs sein durfte, halfen sich die Kinder mancherorts kurzerhand mit Steckenpferden aus, um die Geschichte der Begegnung von Martin mit dem Bettler in Szene zu setzen.

In kleinen Darbietungen innerhalb der einzelnen Gruppen präsentierten die Kinder solche Vorträge. Auch für „Laternen-Modenschauen“ – wie im Familienzentrum Kellersberg – war Platz. Und voneinander getrennt konnten in einzelnen Gruppen in vielen der Kitas sogar kleine Laternengänge auf dem Kita-Außengelände stattfinden. Gemeinsame Bilderbuchbetrachtungen, ein leckeres Martinsessen mit reichlich Weckmännern in den Gruppen – vieles wurde von den Teams in den Kitas ermöglicht. Damit die Kleinen ein zwar nicht gewohntes – aber womöglich dennoch unvergessliches – Fest während der Martinszeit feiern konnten. (apa)