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Geflügel vor Geflügelpest schützen – Kreisveterinäramt bittet Geflügelhalter um Vorsorge

Region/Kreis MYK, 18.11.2020 – Mit den Zugvögeln und deren Vogelzug steigt das Infektionsrisiko von Wildvögeln mit dem Geflügelpestvirus. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) weist auf die damit steigende Wahrscheinlichkeit einer Einschleppung nach Deutschland hin und stuft das Risiko hierfür als sehr hoch ein. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz bittet die Geflügelhalter Vorsorge zu betreiben und ihre Bestände zu schützen und zu beobachten. „Alle Hühnerhalter, die ihre Tierhaltung noch nicht bei uns gemeldet haben, bitten wir, dies schnellstmöglich nachzuholen“, sagt Thomas Brunnhübner, Referatsleiter des Veterinärdienstes.

Die klassische Geflügelpest (Aviäre Influenza) ist eine schwerwiegend verlaufende Viruserkrankung bei Vögeln, die schnell epidemische Ausmaße annehmen und damit Tierverluste und große wirtschaftliche Schäden zur Folge haben kann. Eine Übertragung auf den Menschen ist theoretisch möglich. Die Wahrscheinlichkeit hierfür wird aber als gering eingestuft. Erkrankungen beim Menschen wurden noch nicht nachgewiesen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) weist darauf hin, dass tote Tiere dennoch und um eine mögliche Verschleppung des Erregers zu verhindern, nicht angefasst werden sollen.

Untersuchungen des FLI zufolge wurde der Nachweis des Geflügelpestvirus Ende Oktober sowohl in mehreren Wild- als auch Wasservögeln in deutschen Küstenregionen bestätigt. Anfang des Monats wurde das Auftreten des Geflügelpestvirus erstmal in einer deutschen Nutzgeflügelhaltung, nachgewiesen. In den Niederlanden wurden zahlreiche Nachweise des Virus in Wildgeflügel und kürzlich auch zwei Ausbrüche in Nutzgeflügelbeständen bekannt. Das Vereinigte Königreich meldet einen Geflügelpestausbruch in einem Nutzgeflügelbestand.

Für das Land Schleswig-Holstein besteht bereits seit Anfang November eine Stallpflicht für Geflügel. Sofern eine weitere Ausbreitung des Virus vor allem im Wildvogelbereich erfolgt, kann eine Aufstallung von Freilandgeflügel zur Verhinderung der  Viruseinschleppung auch in Rheinland-Pfalz und im Kreis Mayen-Koblenz angeordnet werden.

Die in den kommenden Wochen zu erwartende hohe Dichte der Vogelpopulationen in Rastgebieten, die durch Kälteeinbrüche noch beschleunigt wird, begünstigt die Virusübertragung und Ausbreitung. Das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Geflügelpestvirus durch Wildvögel in Deutschland und der damit verbundenen Gefahr für weitere Einträge in deutsche Nutzgeflügelhaltungen durch direkten und indirekten Kontakt zu Wildvögeln wird weiterhin als hoch eingestuft. Aus diesem Grund hat der Schutz der Nutzgeflügelbestände vor einem weiteren Eintrag und einer möglichen weiteren Verbreitung der Geflügelpestinfektionen oberste Priorität.

Ansprechpartner bei der Kreisverwaltung sind Thomas Brunnhübner, Tel. 0261/108-458, E-Mail: thomas.brunnhuebner@kvmyk.de oder Dr. Dr. Katharina Jurczyk, Tel. 0261/108-705, E-Mail: katharina.jurczyk@kvmyk.de

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Es bleibt „Fünf vor Zwölf“ Dauerdemonstration vor Mechernicher Rathaus

Mechernich, 18.11.2020 – Seit einem Jahr protestieren Pfarrer Erik Pühringer und seine Mitstreiter vor dem Mechernicher Rathaus gegen die gesellschaftliche und politische Gleichgültigkeit gegenüber Tausenden im Mittelmeer ertrinkender Flüchtlinge.

Für ein Ende des mutwillig in Kauf genommenen Flüchtlingssterbens im Mittelmeer protestieren der Mechernicher Pfarrer Erik Pühringer und bis zu zwei Dutzend Gesinnungsfreude nun schon seit einem Jahr jeden Samstag „Fünf vor Zwölf“ am Eingang zum Mechernicher Rathaus in der Bergstraße.

„Am Volkstrauertag 2019 habe ich die Dauerdemonstration angekündigt, und am Samstag des Christkönigsfestes eine Woche später haben wir mit einem halben Dutzend Mitstreiter/innen erstmals Mahnwache vor der Stadtverwaltung bezogen.“ Seither haben das schlichte Holzkreuz und das Plakat mit der Aufschrift „Das Mittelmeer ist kein Friedhof“ sonnabends selten in der Nachbarschaft von Straßenbistrots und Polizeiwache in der unteren Bergstraße gefehlt.

Nur auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle ab März haben Pfarrer Pühringer, Gemeindeassistentin Rebekka Narres, Küsterin Marita Wetzel und viele engagierte Laien einige Wochen Pause gemacht. Prominentester Zaungast sei bislang der Landtagsabgeordnete Klaus Voussem aus Euskirchen gewesen. Er habe zumindest in Aussicht gestellt, die Anliegen der Mechernicher mit ins NRW-Landesparlament und in den Landesvorstand seiner Partei zu nehmen.

„Manchmal frustrierend“

Das Medieninteresse an der Mechernicher Mahnwache war anfangs sehr groß, habe aber schnell nachgelassen, berichtet Erik Pühringer der Mechernicher Presseagentur „ProfiPress“. Es sei manchmal schon ein wenig frustrierend, wie wenig Durchsetzungskraft die Menschen dem gewaltfreien Protest zutrauen.

„Wir bekommen viel Zuspruch von Passanten, aber nur wenige stellen sich solidarisch zu uns“, so Pühringer, wie das am Samstag beispielsweise Walter Wolfgarten tat, ein früherer führender Mitarbeiter im Vertrieb des Kölner Medienhauses NevenDuMont-Schauberg. Er wendete zunächst ein, man müsse auch das ökonomische und gesellschaftliche Gleichgewicht im Land beachten, wenn man Flüchtlinge aufnehme.

Als Pfarrer Erik Pühringer ihm versicherte, es bedürfe nur eines halben Prozentes der Mehrwertsteuereinnahmen eines Monats, um die Flüchtlingsaufnahme in voller Höhe zu finanzieren, war nicht nur Walter Wolfgarten überrascht und betroffen. Einmal ganz davon abgesehen, dass sich beide einig darin waren, dass man das Leben so vieler Menschen, darunter viele Kinder, nicht mit ökonomischen Interessen aufwiegen dürfe.

„Die Samstagsmittagsdemonstrationen vor dem Mechernicher Rathaus sind dauerhaft bei der Kreispolizeibehörde angemeldet“, versicherte Pfarrer Pühringer vor Ort: Die Beamten behandelten die Demonstranten ausgesprochen freundlich und korrekt. Erst vor zwei Wochen sei wieder Kontrolle gewesen, ob alle Demonstranten Mund-Nasen-Schutz wegen Corona tragen und genügend Abstand halten.

„Im Schnitt sind wir zu Zwölft“, so der Seelsorger, „es schwankt zwischen sieben und 15 Demo-Teilnehmern. Manche, wie Rebekka Narres („Massengrab am Badestrand“) und Alexandra Lauternach („Fridays für Future, Saturdays for Mittelmeer…“) malen eigene Transparente mit wechselnden Slogans.

Aufhören? Frage stellt sich nicht

„Manche Autofahrer winken oder hupen“, viele Passanten hasteten unbeeindruckt vorüber, aber „angemacht“ habe sie noch nie jemand, so die Dauerdemonstranten Alexandra Lauterbach, Marita Wetzel, Erik Pühringer, Rebekka Narres und Annemarie Fuß.

„Manchmal wird im Standesamt drinnen im Rathaus geheiratet, „dann teilen wir uns den Vorplatz geschwisterlich mit den Hochzeitsgesellschaften“, so Pfarrer Pühringer.

Aufhören? Übers Aufgeben reden wir nicht beim Reporterbesuch zum „Einjährigen“. Die Frage stellte sich nicht… „Es stehen Menschenleben auf dem Spiel“, sagt Pfarrer Pühringer und meint es so: „Als wir anfingen vor einem Jahr, zählte man an den Stränden des Mittelmeers schon 19.000 Tote, mittlerweile sind es 2000 mehr…“

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„Brucker to Go“ Kaller Möbelhaus-Restaurant reagiert auf Lockdown-Schließung

Kall, 18.11.2020 – Auch das Restaurant Brucker im gleichnamigen Kaller Möbelhaus ist von der bundesweiten Schließungsverfügung für Gaststätten und Restaurants wegen Corona-Lockdown betroffen. Seit Montag, 2. November, ist der Verzehr im Restaurant bis auf weiteres untersagt.

Kunden brauchen dennoch nicht auf das leckere Essen und Trinken aus dem nachgefragten Möbelhaus-Restaurant zu verzichten. Seit Neuestem gibt es „Brucker TO GO“. Montags bis freitags ab 10 Uhr können Kunden unter der Rufnummer (0 24 41) 88 41 13 Essen und Getränke vorbestellen. Abgeholt werden können die Gerichte und Getränke  zwischen 11 und 16 Uhr.

Die Küche im Restaurant Brucker hat für den TO-GO-Service eine spezielle Speisekarte zusammengestellt, die unter anderem auch ein großes Angebot an Burgern beinhaltet. Ebenso werden vegetarische Gerichte serviert.

Keiner muss darben

Nicht verzichten müssen Kunden auf Currywurst und Pommes, Backfisch und Wiener Schnitzel mit diversen hausgemachten Saucen nach Wahl, Rindergulasch, Sauerbraten, Linguine mit saisonalem Gemüse in Tomatensauce oder aber auf Garnelen und Spinat in Sahne-Dill-Sauce.

Auch in Corona-Zeiten muss keiner darben: Käsespätzle mit Röstzwiebeln und Salat sind ebenso bei „Brucker to Go“ im Angebot wie diverse gemischte Salatteller, Cappuccino, Café Créma, Heiße Schokolade oder Tee mit und ohne Schuss.

Der Abholservice erfolgt durch den Hintereingang des Restaurants an der ausgeschilderten Umfahrung des Haupthauses von „Möbel Brucker“. Eine Anfahrtsskizze sowie das komplette TO-GO-Angebot ist auch im Internet einzusehen.

https://moebel-brucker.de/restaurant-brucker

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Digitales Bewerbungs-verfahren in Corona-Zeiten

Region/Kreis MYK – Die zahlreichen Quarantänen und Kontaktverbote an Schulen haben sich auch auf das Einstellungsverfahren für die zukünftigen Auszubildenden bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz ausgewirkt. „Da für einige Bewerber Quarantäne bestand oder auch zahlreiche Klausuren vor Beginn der Herbstferien anstanden, konnte der erste Teil des Bewerbungsverfahrens nicht wie gewohnt vor Ort im Kreishaus stattfinden.

Deshalb haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, diesen in abgewandelter Form online anzubieten“, erklärt Peter Klöckner, Ausbildungsbeauftragter der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. In einem vorgegebenen Zeitraum konnten die Bewerber den Test so flexibel von zu Hause absolvieren. Bei der nun anstehenden zweiten Stufe des Bewerbungsverfahrens steht der persönliche Eindruck im Vordergrund. „Deshalb hoffen wir, dass wir die Bewerber unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregelungen – wie geplant – zum persönlichen Gespräch in der Kreisverwaltung begrüßen dürfen“, sagt Klöckner.

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Online-Vortrag: Wie Eltern zum Dreamteam werden

Düren, 18.11.2020 – Wie werden Eltern ein Dreamteam? Diese Frage will der Diplom-Sozialpädagoge sowie Paar- und Familientherapeut Achim Schad am Donnerstag, 26. November, im Rahmen einer Online-Veranstaltung des Kreises Düren beantworten. Im Rahmen der Reihe „Wir. Gemeinsam. Familie im Gespräch“ des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren rückt Achim Schad die Bedeutung der Kooperation von Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder in den Fokus.

Seine Annahme lautet, dass Frauen und Männer in Fragen der Kindererziehung oft unterschiedlich denken und handeln. Darüber hinaus nehmen Mutter und Vater verschiedene Rollen bei der Erziehung ihrer Kinder ein. Über diese Quellen von Konflikten und Erziehungsschwierigkeit spricht der Buchautor aus Wuppertal zwischen 19 und 21 Uhr. Dabei zeigt er seinen Zuhörern Möglichkeiten auf, mit den Unterschieden umzugehen, Gemeinsamkeiten zu entwickeln und als Elternteam effektiv zu sein.

Die Teilnahme an dem kostenlosen Vortrag ist nur nach Anmeldung möglich. Diese ist per E-Mail an amt51@kreis-dueren.de oder per Telefon (02421/22-1051258 oder 22-1051416) möglich. Nach der Anmeldung erhalten die Interessenten eine Kurzanleitung und die Einwahldaten zum Online-Raum. Die Teilnehmer, die den Vortrag mittels PC, Laptop oder Handy verfolgen können, sind bei der Veranstaltung nicht zu sehen und zu hören. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich über den Chat einzubringen.

Wer sich für familiäre Themen interessiert, der sollte sich den Dienstag, 2. Februar 2021, vormerken. An diesem Tag spricht Birgit Geske, Diplom-Psychologin und systemische Familientherapeutin im Psychologischen Beratungszentrum der Evangelischen Gemeinde zu Düren, von 19 bis 21 Uhr in ihrem Online-Vortrag über Kleinkinder und übermäßige Handynutzung der Eltern. Unter der Überschrift „Immer eine gute (Ver-)Bindung“ erläutert sie, wie Eltern trotz der Nutzung von digitalen Medien eine gute Bindung zu ihrem Kind aufbauen können.

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„Kopf hoch!“ Kunst einheimischer Künstler an der Brüstung des Rathauses statt im Foyer des GAT

Mechernich, 18.11.2020 – „Kopf hoch!“, lautet nicht nur die mutmachende Devise einer Kunstausstellung mitten in Corona-Zeiten, sondern es ist auch Programm. Für die ungewöhnliche „41. Kunstausstellung der einheimischen Künstler in Mechernich“ haben die kreativen Organisatorinnen Ela Rübenach, Petra Hansen und Donata Reinhard ein besonderes Konzept ausgearbeitet.

Die Kunstwerke 21 beteiligter bildender Künstler aus Mechernich und Umgebung sollen „Outdoor“ auf dem Balkon des Rathauses zu bewundern sein. Bisher fand die „Ausstellung einheimischer Künstler“ immer im Foyer des Gymnasiums statt.

Die Kunstwerke 21 beteiligter bildender Künstler aus Mechernich und Umgebung sollen auf dem Balkon des Rathauses zu bewundern sein – deshalb lautet die Devise: „Kopf hoch!“. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Wir wollen den Menschen Kultur und damit einen Lichtblick in der dunklen Jahreszeit und in den langen Corona-Wochen zur Weihnachtszeit bieten“, so Rübenach, die erläutert, dass Plakate mit Fotos der Kunstwerke mit Hilfe von Holzträgern am Balkon des Rathauses befestigt werden.

Da heißt es dann nicht nur im übertragenen Sinne „Kopf hoch!“, sondern man muss auch tatsächlich den Kopf in den Nacken heben, um die an der Rathausbrüstung befestigten Kunstwerke zu sehen, ergänzt Hansen.

Starkes Bild, das Bände spricht

Auch Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick ist begeistert von der Aktion: „Weil Kunst dem Publikum zurzeit nicht in geschlossenen Räumen gezeigt werden kann, kommt die Kunst der 21 Künstlerinnen und Künstler auf die Straße, ans Rathaus, zu den Menschen. Das ist ein starkes Bild, das Bände spricht und uns allen Mut machen soll.“ Die Outdoor -Ausstellung der Kunstschaffenden im Stadtgebiet am Rathausbalkon sei deshalb diesmal mehr noch als sonst eine Demonstration der Zusammengehörigkeit und des Zusammenhalts.

Die Organisatorinnen der Kunst am Rathaus legen zurzeit auch einen Katalog zur Ausstellung auf. Jeder mitwirkende Künstler wird dort mit einer Seite bedacht. Auch die Sponsoren erhalten darin einen Platz. „Wir würden uns freuen, wenn sich noch weitere Sponsoren finden würden, die unsere Ausstellung unterstützen wollen“, wirbt Reinhard für diese gute Sache. Wer dies tun möchte, kann sich per Mail bei den Organisatorinnen melden – unter: kunst.im.gat@web.de.

Die Kopf-hoch-Ausstellung soll Mitte Dezember starten und bis in den Januar hinein reichen.

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Der Tag zur beruflichen Orientierung am Berufskolleg Eifel in Kall findet Corona-bedingt nicht statt

Kall, 18.11.2020 – „Wir alle bedauern sehr, dass der diesjährige Aktionstag am Berufskolleg Eifel nicht wie gewohnt stattfinden kann“, betont Schulleiter Holger Mohr. Das bewährte Format mit Mitmachaktionen und einer Vielzahl an direkten persönlichen Kontakten muss unter den derzeitigen Pandemie-Bedingungen abgesagt werden.

Der Tag zur beruflichen Orientierung im November ist mittlerweile eine beliebte Tradition und fester Bestandteil im Jahresterminplan der Schulen der Region. Beim Aktionstag bietet sich den Schülern die Möglichkeit, für den Anschluss an den anstehenden Schulabschluss neue Perspektiven zu erkunden. Dazu konnten sie Fachleute aus der Praxis direkt ansprechen, die Informationen aus erster Hand zu Berufen und zu Wegen in Ausbildung oder Studium lieferten.

Alle Beteiligten hoffen sehr, dass es im nächsten Jahr wieder einen Aktionstag in gewohnter Form geben kann. Mit vollem Elan werden schon jetzt Überlegungen angestellt, wie der nächste Aktionstag passgenau auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schüler zugeschnitten werden kann. „Wir arbeiten an neuen Konzepten und nutzen die Zeit, um den Tag noch attraktiver zu gestalten“, sagt Holger Mohr.

Das schulische Angebot am Berufskolleg Eifel ist mit den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und Verwaltung, Gesundheitsmanagement sowie Ernährungs- und Versorgungsmanagement ausgesprochen vielfältig. Auch weiterführende Schulabschlüsse können erworben werden – vom Hauptschulabschluss über die Fachoberschulreife zu Fachhochschulreife und allgemeinbildendem Abitur bis hin zum staatlichen Abschluss für Betriebswirte. „Wir empfehlen: Vereinbaren Sie einen persönlichen Termin und lassen Sie sich frühzeitig über Ihre Möglichkeiten an unserer Schule beraten“, so der Schulleiter.

Alle Informationen zum aktuellen Bildungsangebot des Berufskollegs Eifel und zur Vereinbarung eines individuellen Beratungstermins sind auf der Internetseite www.bkeifel.de zu finden. Der nächste allgemeine Beratungs- und Anmeldetag folgt am 30. Januar 2021.

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Spendenlauf der Grundschule Kürrenberg – Einrichtungen auch in diesen Zeiten unterstützen

Mayen-Kürrenberg, 18.11.2020 – Die Grundschule Kürrenberg veranstaltet alle zwei Jahre einen Spendenlauf für den guten Zweck. So lernen die Schüler*innen, sich für andere einzusetzen. In diesem Schuljahr stand nun dieser Spendenlauf wieder an.

Aufgrund der aktuellen Lage konnte er jedoch nicht wie in den vergangenen Jahren im Wald mit vielen freiwilligen Helfer*innen stattfinden. Die Kinder, Eltern und Lehrerinnen waren sich allerdings einig: Ausfallen lassen ist keine Alternative. Besonders in diesen Zeiten ist es wichtig, Gutes zu tun und andere nicht zu vergessen. Außerdem mussten und müssen die Kinder auf vieles verzichten, sodass das „Event“ Spendenlauf umso wichtiger war. Der Sportplatz in Kürrenberg stellte eine gute Möglichkeit dar, da er sehr gut einzusehen ist. So konnte die Aufsicht nur durch die Lehrerinnen und ohne zusätzliche Helfer*innen gewährleistet werden.

Spendenübergabe an die Wildvogelpflegestation. Foto: Privat

Nachdem ein alternativer Ort gefunden war, stellte sich die Frage, wohin das Geld gespendet werden soll. Es kamen viele Ideen zusammen und die Schüler*innen stimmten ab. Gewählt wurden die Wildvogelpflegestation in Kirchwald und das Tierheim Mayen.

Dann hieß es für die Kinder: Spender*innen suchen. Dabei zeigten sie in ihrer Freizeit viel Einsatz.

Am 17.09. und 18.09.2020 war es endlich so weit: Am ersten Tag  war die Kombiklasse 1-2 und am zweiten die Kombiklasse 3-4 dran. Fleißig und ausdauernd liefen alle Kinder ihre Runden. Besonders herausragende Leistungen erbrachten aus der Kombiklasse 1-2 Ella Martini mit 41 Runden und aus der Klasse 3-4 Alexander Gilles mit 61 Runden.

Anschließend ging es zur Schule zurück. Hier bekamen alle Kinder ein Getränk und konnten noch einmal gemütlich picknicken. Am Ende des Spendenlauftags waren sich die Schüler*innen einig: Es war eine gelungene, sportliche Abwechslung.

Nach dem Spendenlauf sammelten die Kinder das Geld ein. Insgesamt erliefen die Schüler*innen der Grundschule Kürrenberg 2230 Euro. Eine großartige Leistung! So konnten der Wildvogelpflegestation und dem Tierheim jeweils 1115 Euro übergeben werden.

Am 29.10.2020 kamen Frau Fenkes und Frau Efe von der Wildvogelpflegestation in die Grundschule. Zur Überraschung der Kinder brachten Sie einen Igel aus der angeschlossenen Igelpflegestation mit.

Auch die Mitarbeiterinnen des Tierheims staunten über die hohe Spendensumme. Gerade entsteht ein neues Hundehaus, bei dem jeder Euro gebraucht wird.

Ganz besondere Anerkennung gilt den Kindern und ein großes Dankeschön geht an die Spender*innen.

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Gedenken zum Volkstrauertag in Mayen

Mayen, 18.11.2020 – Die Gedenkstunde zum Volkstrauertag hat in Mayen eine lange Tradition: Jedes Jahr versammeln sich Mayener Bürgerinnen und Bürger auf Einladung des Oberbürgermeisters zum gemeinsamen Gedenken an die Toten vor dem Hochkreuz auf dem städtischen Friedhof.

In diesem Jahr war dies jedoch aufgrund der 12. Corona-Bekämpfungsverordnung leider nicht möglich. Doch auch wenn das Gedenken nicht im großen Rahmen stattfinden kann, so ist dieser Anlass doch ein wichtiger Moment des Innehaltens. Diesem sollte auch in Zeiten einer Pandemie Rechnung getragen werden.

Den Verstorbenen zu Ehren wurden am 15. November in engstem Kreis durch Oberbürgermeister Meid und Oberst Mosblech, stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes, die Kränze niedergelegt. Auch der VdK Ortsverein Mayen spendete wie jedes Jahr einen Kranz.

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Volkstrauertag Kall im kleinsten Rahmen – Bürgermeister Hermann-Josef Esser appelliert an „seine“ Bürger

Kall-Steinfeld, 18.11.2020 – Pandemiebedingt fanden die jährlichen Zeremonien der Gemeinde Kall zum Volkstrauertag auf dem Soldatenfriedhof Steinfeld sowie im Kaller Kernort in weit kleinerem Rahmen statt. Auch der aktuelle Bezug der Volkstrauer hatte diesmal einen geweiteten aktuellen Bezug. Und zwar nicht nur Covid 19, sondern auch die zunehmende Radikalisierung der Gesellschaft.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser in Steinfeld: „Mit Entsetzen müssen wir feststellen, dass es auch im Deutschland des Jahres 2020 Bestrebungen gibt, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit wieder in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.“

Esser schlug einen Bogen zurück vor den Ersten Weltkrieg, ins Kaiserreich, das auch nicht frei war von kolonialistischer, rassistischer und antisemitischer Ideologie. Auch das gelte es zu betrauern am Volkstrauertag, fand der Bürgermeister sinngemäß und zitierte aus dem frisch erschienenen fünfbändigen Werk „Gedenkbuch für Soldaten aus der Gemeinde Kall/Eifel im ersten Weltkrieg 1914 – 1918“ von Andreas Züll.

Danach resümierte Esser: „Wir sehen, dass selbst in Zeiten größter Not und gemeinsam ertragenen Leides nicht das Gemeinsame, das Einende überwog, sondern das Trennende aus Intoleranz, Ausgrenzung und Rassismus.“

„Opfer ohne jeden Sinn“

Er verglich die Belastungen der Menschen heute angesichts der weltweiten Covid-19-Pandemie mit Kriegszeiten und erklärte: „Unsere Belastung heute relativiert sich im Vergleich zu den Entbehrungen und dem unsäglichen Leid der Menschen in den Weltkriegen und in den Zeiten danach.“

Esser weiter: „Im Gegensatz zu heute waren die Entbehrungen in den Kriegen aber ohne jeden Sinn: Kriege kennen nur Verlierer. Auch auf Seiten der »Siegermächte« waren Millionen von Toten und Verwundeten zu beklagen, auch dort waren die Menschen geplagt von Hunger, wirtschaftlicher Not und politischer Instabilität.“

Esser und Pater Wieslaw Kaczor SDS, der Pfarrer von St. Pontentinus und Leiter der GdG Kall-Steinfeld, vollzogen auf dem Soldatenfriedhof Steinfeld stellvertretend für alle Menschen in der Gemeinde die traditionellen zeremoniellen Handlungen zum Volkstrauertag. Unterstützt wurden die beiden von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Kall, an der Spitze Wehrleiter Harald Heinen, und zwei Messdienern.

Für gemeinsame Werte eintreten

Ebenfalls mit von der Partie waren Roman Hövel, der neue Ortsvorsteher von Wahlen und Steinfeld, sowie der Steinfelder Autor Andreas Züll. Pater Wieslaw Kaczor betete um Frieden in der Welt, bevor er das große Kreuz und die umliegenden Kreuze und die Anwesenden segnete.

Auf der Kriegsgräberstätte am Kloster Steinfeld sind 633 Kriegstote bestattet worden. Am Eingang steht eine Stele, in der ein Buch ihre Namen enthält. Bürgermeister Hermann-Josef Esser bittet alle Bürger seiner Gemeinde, die Mahnung dieser und aller Opfer von Krieg, Terror und Gewalt ernst zu nehmen.

Er appellierte am Volkstrauertag an die Bürger: „Bleiben Sie weltoffen und tolerant und treten Sie aktiv für unsere gemeinsamen Werte einer demokratischen und humanen Gesellschaft ein!“ Esser wünscht sich, dass die Covid-Krise bis Herbst nächsten Jahres überwunden ist und man sich wieder auf bewährte Weise im großen Kreis zum Volkstrauertag treffen kann.